September eleven finished

Ich mag die Taliban inhaltlich nicht.

Aber was der Neid ihnen lassen muss ist: sie haben einen gewaltigen Sieg für den Antiimperialismus errungen!

Ein paar Bergbauern mit Büchsen und selbergebauten Bomben hielten 20 Jahre dem Angriff der NATO stand.

Trump wollte die Truppen aus Afghanistan abziehen. Er initiierte es.

Biden nahm die Entscheidung zurück. Es sei unverantwortlich, hieß es. Erst musste die USA mit ihren Alliierten dort Krieg führen, um Bin Laden zu erledigen. Jetzt, um dafür zu sorgen, dass Mädchen in die Schule gehen.

Wie viele afghanische Menschen ermordet wurden, hat nie jemand gezählt. Auch nicht, wie viele Mädchen die NATO dort ermordete.

Die NATO verlor etwa 4000 Menschen dort. Einige zehntausend wurden verwundet und verkrüppelt.

Heute erklärte Biden, 9/11 2021 will die USA ihr Militär aus Afghanistan zurückgezogen haben. Krampf-Knarrenbauer weiß dann nicht mehr, was die BRD dort soll, also zieht sie nach. Die Briten ziehen nach.

NATO-Geheimdienste und private contractors werden wahrscheinlich bleiben. Eine Zeit lang zumindest. Und nicht vergessen: die Drohnen, die Killerdrohnen!

Wie es mit dem Opium-Anbau weitergehen wird, den die Amerikaner gebracht haben, nachdem die Taliban den unterbunden hatten, ist offen. Die Taliban werden ihn nicht dulden.

Möglicherweise wird man versuchen, den Opium-Anbau in den Shan-Staat in Myanmar zurück zu bekommen. Im Zuge der aktuellen Auseinandersetzungen in Myanmar ist der Shan-Staat der unruhigste. Es ist aber unwahrscheinlich, denke ich, dass die Shan einen weiteren echten Krieg mit der Tatmadaw wollen. Den würden sie bekommen, wenn sie wieder in Opium machen. Hoffnungen, die USA reiten ein, um Drogenbarone zu schützen, brauchen sie sich nicht machen.

Wir werden sehen.

Ich mag die Taliban nicht. Aber ihr Sieg über die NATO hat meinen aufrichtigen Respekt!

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Go Woke Go War

Da hat dann, was sich in den USA als the left sieht oder the progressives, keine hundert Tage das Weiße Haus und die Dominanz im Kongress inne, schon ist es keine Frage mehr, ob es zum Krieg zwischen, nennen wir es der Kürze halber der NATO und jenen Ländern, die sich dem Diktat der NATO nicht beugen, dem Gürtel Iran, Belarus, Russland, China, Nordkorea und neuerdings auch Myanmar, kommt, sondern nur noch die Frage, wann.

Dafür regiert ein lebendes Nina-Hagen-Zitat:

Ich glotz‘ von Ost nach West, 2, 5, 4

Ich kann mich gar nicht entscheiden,

Ist alles so schön bunt hier!

Ich glotz‘ TV (Sie glotzt TV)

Irgendwie fehlt auf dem Bild die Non-binary-Gesundheits-Transgender-Rachel Levine…

Die USA können sich voll und ganz auf ihre deutschen Kettenhunde verlassen, die Kriegs-Rhetorik, die sie bellen, unterscheidet sich in gar nichts mehr von der NSDAP:

Gahler baut vor. In Kiew wird zum Angriff auf Donbass und Krim geblasen, Russland muss reagieren, wenn das eskaliert.

Das Manöver Defender Europe 2021 ist im Gange.

lesen wir in der Army Times.

Zu einem Manöver wie Defender Europe 2021 gehören natürlich nicht nur militärische Übungen. Auch an der Propagandafront wird trainiert. Sprüche, wie sie das Großmaul Gahler von sich gibt, gehören da ebenso dazu, wie die (Des)Informationsstrategie der Presse. Die Einheit von Politik und Presse bildet ein Kriegs-notwendiges Ganzes. Wenn Sie dem außenpolitischen Sprecher der Linken Gysi zuhören, werde Sie feststellen, dass auch der immer die Position der NATO vertritt und dem anzugreifenden, in diesem Falle Russland, die Schuld zuschiebt, das lediglich in die hübschere, als Peacenik maskierte Rhetorik verpackt. Bei Gysi gilt immer: der Westen ist gut, der Osten ist schlecht, nur in der Wahl der Mittel, wie mit dem bösen Osten umzugehen sei, macht er andere Vorschläge, um das Bild der „demokratischen Vielfalt“ aufrecht zu erhalten.

So wichtig wie die Front an der Kampflinie, ist auch die Heimatfront.

Trainieren, wie manipulierbar die Bevölkerungsmehrheit in Deutschland ist. Welche Informationspolitik möglich ist, wie stark das Interesse ist, sich über den Mainstream von Fernsehen und Systempresse hinaus zu informieren. Beispiel: entgegen der Realität stellen Presse und Politiker Russland als Aggressor im Donbass dar, wo taucht wie welcher Widerspruch auf, wie breit lässt diese Unwahrheit sich verankern.

Ermitteln, wieviel „Feind im eigenen Land“ Deutschland hat.

Last, but not least fällt das mit den Spielereien um Ausnahmezustand, Ausgangssperren etc. zusammen.

Cave Idus Martias

Ob Schwarz-Grün, Grün-Gelb-Lila-Blassblau, R2G (Rot-Rot-Grün) wie R2P (Responsibility to Protect), sobald die neue Bundesregierung vereidigt sein wird, wird das kein Manöver mehr sein.

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Über Spaltung von Gesellschaften, mit einer kurzen Anwendung auf die Union von Myanmar

Binsenweises über Spaltung

Ich erzähle niemandem etwas Neues, wenn ich sage, dass Staaten organisierte Herrschaft sind und jede Herrschaft auf dem römischen Prinzip „divide et impera“, teile und herrsche, beruht.

In Teutonistan haben wir dieses Jahr ja eines dieser sogenannten „Superwahljahre“. Der Begriff taucht immer in den Jahren auf, welche mit einer Bundestagswahl enden.

Sie hören es nicht gerne, aber ab und zu muss das jemand aussprech-schreiben:

die von fast allen heilig gesprochene westliche Demokratie ist eigentlich nur das zum Geschäftsmodell ausgebaute römische Prinzip „divide et impera“, welches durch das rechts-links-Paradigma umgesetzt wird.

Auch andere formulieren das auf ihre Art, hier eine perfekte bildliche Darstellung, die, was wunder, aus dem Netzt fast verschwunden ist:

Alles symmetrisch, nur die Party der Herrschenden nicht. Leider ist mir der Name des creators unbekannt.

Rechte erkennt man daran, dass sie sich als Mitte der Gesellschaft sehen und alles andere zu Kommunisten erklären, was so groteske Züge annimmt, Angela Merkel zur Kommunistin zu erklären, Linke erkennt man daran, dass sie sich als Mitte der Gesellschaft sehen und alles andere zu NAZIs erklären. Tatsächlich sind die wenigsten der einen Kommunisten, wie die wenigsten der anderen NAZIs sind.

Ein drittes Segment erklärt sich zur Mitte der Gesellschaft, welches sich gegen beide abgrenzt.

In Deutschland funktioniert das in exakt dieser Einteilung, nur mit über die Zeit sprachlichen Aktualisierungen, seit der Paulskirchenversammlung 1848.

Wir haben zunächst ideologische Gegensätze, die sich Anhänger rekrutieren. Diese Gegensätze werden zur Unvereinbarkeit verschärft und die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen den Teilen unterbunden. Andererseits müssen alle Teile auf dem selben Territorium leben und wirtschaftlich zusammenwirken, um das Leben im Land gestalten, bzw. überhaupt erst einmal ermöglichen zu können.

Als antreibende Spalter in diesem Kontext sind linke Akademiker besonders geeignet, da sie ihre Politik zu Wissenschaft erheben, die ganzen linken ^.-ismen (Sexismus, Rassismus), und die moderneren Varianten, Dinge mit „-phob“ zu kombinieren, sind exakt Spaltpilze, um Kommunikation zu verhindern.

Eine Verschärfung ist die Spaltung nach ethnischen Gesichtspunkten. Hier wird mit den Romantizismen der Rechten operiert.

Jugoslawien ist da der Klassiker, man hat ein prosperierendes, starkes, einflussreiches Land – immerhin war Jugoslawien die Führungsnation der Bewegung der Blockfreien – nach ethnischen Gesichtspunkten in Kleinstaaten zerschlagen, die nicht selbständig existenzfähig sind.

Der Chefideologe der Außenpolitik der US-Democrats Zbigniew Brzezinski, von allen kurz Zbig genannt, bemühte sich, diese Politik auf die UdSSR zu übertragen. Ob er Drahtzieher hinter dem Jugoslawien-Krieg war, weiß ich persönlich nicht, vorstellbar ist es. Unter Obama/Biden gelang jedenfalls eine militärische Verschärfung via Maidan-Putsch usw.

Derzeit bemüht man sich, das Konzept auf Weißrussland zu übertragen.

Anhand dieser Ereignisse kann man besonders schön darlegen, wie real bedeutungslos das Rechts-Links-Paradigma ist. In Jugoslawien war Deutschland unter der frischgebackenen „linken“ Regierung aus SPD und Grünen eine der Hauptkräfte, die die Diversion Jugoslawiens nach Ethnien betrieben hatten, obwohl die Gewichtung der Ethnien ein eher rechtes Attribut ist; selbiges gilt für das Verhalten Deutschlands in der Ukraine 2013/2014, auch hier kamen die Aufpeitscher aus Deutschland vor allem aus den Reihen der SPD und der Grünen, in Belarus ist es das nämliche.

Aktuelle Bewegungen wie Black Lives Matter sind die Spielart für innerhalb der imperialistischen Zentren. Man sagt ja, Malcolm X wurde ermordet, weil er genau das begriffen hatte: solange die Menschen in den USA sich nach Hautfarben gegeneinander aufhetzen lassen, werden sie immer die Sklaven des berühmten 1% sein.

Innerhalb des imperialistischen Zentrums USA-EU muss man nur etwas in den USA beginnen, es via TV quasi wie aus dem Zoo abbilden, dann braucht es nicht lang, bis es in der zweiten Garnitur, der EU, imitiert wird. Aldous Huxley sagte: „In der UdSSR haben sie die Partei, um die Gesellschaft zu steuern, in den USA das Fernsehen.“

Hier wird die Spaltung der Gesellschaft nach ethischen Gesichtspunkten sogar explizit zum „linken Inhalt“ umgewertet! War die Segregation, die Trennung nach Rassen, in den 20-ger Jahren noch ein reaktionäres Ziel, das die Linke bekämpfte, welche Rassenegalität forderte, so ist sie nun umgewertet zum linken Ziel. Faktisch wird genau das gleiche betrieben, nur der Intellektuelle Überbau ändert sich – man könnte sagen, Jacke wie Hose bleiben, lediglich die Mode des Schnitts ist eine andere.

Das ändert nichts daran, dass es tatsächlich sehr viele NAZIs in Deutschland gibt, aber kaum Kommunisten. Diese NAZIs treten allerdings nicht als NAZIs auf. Sie wissen schließlich, dass sie sich damit handlungsunfähig machen würden. Kommunisten treten oft schon als Kommunisten auf. Und machen sich handlungsunfähig.

Sprechen wir von Myanmar

dann muss man sich zuallererst klar sein, dass es sich bei dem Machtkampf zwischen NLD und Tatmadaw um zwei, einander ausschließende, politischen Grundvorstellungen geht!

Es ist auch nicht so, dass die einen friedlich und wehrlos und die anderen ein hochgerüstetes Militär sind.

Wie schon gesagt, ist Militär noch gar nicht zum Einsatz gekommen.

Die Auseinandersetzungen finden zwischen Polizei und NLD statt, NLD hat durchaus auch gerüstete Kampfgruppen und das völlig legal. Jede größere politische Organisation in einem solchen Land hat paramilitärische Einheiten. Das gehört ganz normal dazu.

In Myanmar hat zusätzlich jede offiziell anerkannte Volksgruppe ihr eigenes Militär. Das beruht auf den regionalen Traditionen.

Das führt zum Kern der aktuellen Auseinandersetzung. Die ist eigentlich die gewöhnliche.

Auf der einen Seite die konservativen, auf den geistesgeschichtlichen und politisch-historischen Traditionen der Region basierend, die teilweise mehrere tausend Jahre zurückreichen und sehr komplex sind. Gerade in Deutschland ist man da besonders ungebildet, es existiert meines Wissens nach noch nicht einmal eine Übersetzung der Mahabharata aus dem Sanskrit, lediglich Nacherzählungen, diese vor allem auf Grundlage englischsprachiger Übersetzungen.

Einen oberflächlichen Einblick in das Menschen- und Weltbild kann man sich durch die Bhagavad Gita verschaffen, einem Gesang aus der Mahabharata, der auf deutsch verfügbar ist. Das Übersetzen ist schwierig. Schon alleine ob Bhagavad Gita mit „Der erhabene Gesang“ oder “ Der Göttliche Gesang“ richtig übersetzt wäre, ist ungeklärt. Es ist beides möglich, beides darin enthalten, aber es ist beides nicht das gleiche, es sind 2 unterschiedliche Aspekte. Weitere Texte, das Ramayana, Veden, frühe wie späte Sammlungen, sind auf Deutsch nur unvollständig greifbar. Wie authentisch die Reden Buddhas übersetzt sind, ist umstritten. Für Myanmar gelten die Pali-Texte.

Und nun wollen Leute eiern uralten Kultur Vorschriften machen, deren Texte sie noch nicht einmal verstehen? Oder einigermaßen übersetzen können?

Dafür steht die Tatmadaw.

Auf der anderen Seit die, nennen wir sie meinetwegen Progressiven, vertreten durch die NLD. Sie kommen dem Westler verwandter vor, über sie versuchen die Globalisten sich die Herrschaft übe das Land anzueignen, aber man sollte sich auch da nicht täuschen. Überall auf der Welt können die Machtkämpfe zwischen Konservativ und Progressiv in gewaltsame Auseinandersetzung eskalieren. Aber immer müssen sie auch zu Kompromissbereitschaft gelangen.

Ob das Menschen im Westen gefällt oder nicht, dass Konflikte zuweilen auch unter Waffen ausgetragen werden, ist dort völlig normal! Das gehört in diesem Land zum Leben dazu! Das Problem ist weniger, dass die Konflikte mit Waffen ausgetragen werden, wenn es dazu kommt, es ist eher das Problem, dass sie dann mit modernen Waffen ausgetragen werden können. Ähnlich wie in Afghanistan, kann man das von außen kaum oder gar nicht beeinflussen. Ist auch gar nicht nötig. Es geht die Bevölkerungen des Westens absolut nichts an! Was würde ein Eingreifen des Westens zu Gunsten der NLD- angenommen das passierte und China ließe es zu – bewirken? Versucht man eine Besatzungsmacht zu etablieren, wird es ebenso wie in Afghanistan zum Dauerkrieg. Gewöhnliche Soldaten brauchen die Amis oder die NATO dort nicht hinschicken. Die Tatmadaw sind eines der diszipliniertesten, am härtesten trainierten, erfahrensten und loyalsten Militärs der Welt. Für gewöhnliche Soldaten wäre Myanmar ein Selbstmordkommando. Die NATO müssten also ihre Elite-Einheiten schicken. Die sich dann das nächste Vietnam-Trauma holen. Mit dem Unterschied, dass es dort keinen Ho Chi Minh gibt, der täglich seinen Soldaten predigt, sie müssten sich dem Feind moralisch überlegen erweisen, sondern dass die dort auf einen Gegner treffen, der darauf gedrillt ist, Eindringlinge bis zum letzten Mann zu vernichten. Sie werden nicht auf marxistisch geschulte Kader treffen, sondern auf Offiziere, deren Welt- und Menschenbild, als auch deren Kampf-Ethos, sich von der Bhagavad Gita ableiten.

Das ist im wahrsten Sinne des Wortes eine andere Welt.

Westliche Regierungen sollten sich auch keineswegs einbilden, sie könnten dort an der chinesischen Grenze so etwas etablieren wie die Ukraine, sie bräuchten dafür nur ihre Leute an die Macht bringen.

Die Ukraine ist ein europäisches Land mit teilweise orthodoxer, teilweise katholisch geprägter Tradition und der UdSSR dazwischen. Der Osten war immer Teil des russischen Reiches, der Westen teils polnisch, teils österreichisch. Im Sinne von eigenständiger Nation hat es eine Ukraine nie gegeben. Von der Ukraine kann man sagen, dass die EU und die USA sich einen ständigen Krisenherd geschaffen haben, den sie je nach Bedarf hochkochen oder abkühlen können.

Auf uns wirkt Globalismus wie eine gewaltige, unabwendbare Macht, eine Ideologie unter der man lebt, der man sich anpasst, oder an der man untergeht.

Genau besehen ist er aber nur das, was Lenin als Vollendung des Imperialismus beschreibt. Einige Monopolkonzerne und Banken akkumulieren ausreichend Kapital und Macht, um die Welt unter sich aufzuteilen. Länder, Nationen spielen gar keine Rolle mehr und Staaten verkommen zu den Erfüllungsgehilfen dieser Konzerne. Globalismus ist also nicht neu, er zeichnete sich bereits vor dem 1.Weltkrieg ab. Neu ist, dass der Imperialismus, der zu Globalismus umgetauft wurde, als erstrebenswert und fortschrittlich wahrgenommen wird.

Die Ukraine ist in diesem Zusammenhang eine klassische Kolonie. Es ist unwahrscheinlich, dass die EU und/oder die NATO die Ukraine aufnehmen. Beides sind überstaatliche Gebilde, welche die einzelnen Staaten als Verwaltungsstruktur nutzen, die aber die Nationen, auf welchen die Staaten quasi stehen, abgeschafft haben. Die Ukraine ist als Staat dysfunktional, also unbrauchbar. Sie ist ein beachtliches Stück Land, das ein paar skrupellose Oligarchen unter sich aufgeteilt haben, die sich wiederum als Handlanger ausländischer Mächte hergeben. Eine Mitgliedschaft der Ukraine würde ihnen viele Rechte einräumen und Einfluss gewähren. Warum solle man aber einer Kolonie Einfluss verschaffen, wo sie doch gerade als Kolonie nützlich ist, als Clubmitglied aber stört? Etwa: man ist im Golfclub freundlich zu Barista, Hausmeister und Putzkraft, wohl wissend um ihre Wichtigkeit zum Gelingen des Clublebens. Aber man nimmt sie doch nicht als Clubmitglieder auf! Die Ukraine tut, was sie tun soll, auch ohne Mitgliedschaft. Spurt ein Oligarch nicht, der gerade die Gust der amerikanischen ode europäischen Herren hat, wird er ausgetauscht. Jeder weiß es, also spuren sie.

Myanmar hat den Status der Kolonie abgeschüttelt und kämpft darum, als eigenständige Nation sich ihren Platz in der Welt zu schaffen. Die konservativen Kräfte dort sind rigoros. Man erkennt es daran schon, dass sie zuerst den Botschafter des Landes bei den UN gefeuert hatten, sobald dieser eine Rede hielt, die den Westen um Unterstützung für Aung San Suu Kyi anrief, als auch den Botschafter in London einfach ausgesperrt haben, als dieser sich als „Kritiker der Junta“ einen Namen machen wollte. UN und London fallen natürlich sofort auf, wen man bedenkt, dass Aung San Suu Kyi unter Aufsicht der britischen Krone erzogen wurde und lange Jahre Funktionärin der UN war.

Myanmar unter Führung der Tatmadaw ist entschlossen, Nation zu bleiben. Damit verkörpert Myanmar qua seiner Existenz die Verneinung des Globalismus und darf demnach aus westlich-globalistischer Sicht überhaupt nicht existieren. Nur, das britische Empire, das größte, welches die Welt je gesehen hat, kehrt nie mehr wieder. Frankreich hat genug mit sich selbst zu tun und wird wahrscheinlich ohnehin die erste Macht in Europa sein, die diesen als Ideologie abschüttelt. Die USA werden noch lange den Westen dominieren, aber als Weltmacht sind sie morsch geworden. In Asien ist das Zeitalter Chinas angebrochen. Das ist etwas völlig neues. Ein Land, das von Europa und den USA als Kolonie genutzt und behandelt wurde, emanzipierte sich nicht nur, es stieg selbst zur Weltmacht auf.

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Si vis pacem, para bellum

Das Manöver Defender Europe 2021 ist eine Gelegenheit für die NATO, militärisches Aufgebot massiv hochzufahren.

Meiner Einschätzung nach hat die Uken-Armee den Auftrag, im Donbass eine militärische Reaktion Russlands zu provozieren.

Selenskij macht den Eindruck eines betrunkenen Schauspielers, der rezitiert.

Gegen Ende März wurde sein Büro in Kiew von NAZIs angegriffen.

Diese NAZIs sind offizieller Teil des Machtapparates.

Ich bleibe bei meiner Aussage, dass ein großer Krieg geplant ist für nach der Bundestagswahl, bzw. nach der Vereidigung der neuen Bundesregierung in Deutschland.

#Belarus

Die Rhetorik der Regierungsvertreter*in aus Deutschland Heiko Maas lässt auf eine Offensive gegen Weißrussland schließen, ebenso die Tatsache, dass die Tichanowskaja trotz Lockdown ständig auf Kosten des deutschen Steuerzahlers Europatourneen unternimmt und bei jeder Regierung der EU+ vorstellig wird.

Das hier ist schon einen Monat alt und lässt sich beliebig erweitern.

Nun hatte die EU für das letzte Märzwochenende eine Generalstreik in Belarus ausgerufen. Dem ist so gut wie gar niemand nachgekommen. In Minsk, der Hauptstadt, wurde 1 Person mit der weiß-roten Fahne gesichtet. Eine!

Hingegen hatte man in Vilnius/Litauen eine riesen Solidaritätskundgebung veranstaltet. Litauer, ich vermute mal darunter viele mit SS-Ideologie, demonstrieren gemeinsam mit der Bouletten-Prinzessin gegen die Regierung in Weißrussland. Na und?

In Myanmar

ist soweit alles ruhig. Ein von der NLD ausgerufener Müllstreik in Yangon stieß eher auf den Unmut der Bevölkerung.

Die haben dort subtropisches Klima. Eine Vermüllung der Stadt würde in kürzester Zeit einen explosionsartigen Anstieg der Ungeziefer-Populationen als auch eine exponentielle Vermehrung der Mäuse und Ratten bedeuten. Das erfreut die Anwohner wenig.

Ab und zu gibt mal eine Parteiaktion der NLD vor Kameras, das ist alles.

Es ist sogar so ruhig, dass die sogenannte „internationale Presse“ Kundgebungen, die den „support“ der „Federal Army“ ausdrücken, die es auch gibt, zu Anti-Putsch-Kundgebungen umwidmet.

Die Federal Army ist die unter Führung von Ming Aung Hlaing, also die, die geputscht hat.

In der UNO in New York hält ein Typ täglich Reden, in Myanmar sei alles schrecklich, das wisse er, auch wenn er keine zuverlässigen, nachprüfbaren Informationen hat. Permanent wachsende Opferzahlen, die gerne verbreitet werden, entbehren jeder Grundlage und Bilder von weinenden Frauen mit weinenden Kindern, die Twitteranten teilen, können von irgendwo/irgendwann sein. Aung San Suu Kyi war über 15 Jahre lang hohe UN-Funktionärin und hat dort noch ihre aktiven Seilschaften, die ihre Partei jetzt natürlich unterstützen.

Ré­su­mé

Die neuen Schauplätze, die die Biden-Administration schaffen wollte, gelingen nicht.

Denn auch in einem Land wie Myanmar, das ja immer noch sehr abgeschottet zum Globalismus lebt, hat es sich, kommt mir jedenfalls so vor, rumgesprochen, dass diese vom Westen angeregten „Revolutionen“ bisher nahezu überall mehr geschadet als genutzt haben.

Insofern greift man auf altbewährtes zurück und die Ukraine existiert eigentlich als eigenständiges Land nicht mehr, sondern nur noch als potentielles Aufmarschgebiet der NATO gegen Russland.

Ich teile die Auffassung der Analysten, dass man eine rasche Eskalation der Lage am Donbass nicht wünscht.

Dafür spricht auch das verlogenen Statement des deutschen Außenamtes.

Dass Deutschland sich um die Umsetzung des Minsker Abkommen bemühen würde, ist blanker Hohn. So ziemlich alle einflussreichen politischen Kräfte in Kiew haben mittlerweile unmissverständlich erklärt, die Umsetzung des Minsker Abkommens nicht zu wünschen! Zahlreiche Medien haben seit Wochen darüber berichtet. Die Typen treten mit O-Ton in social media auf. Also wird man auch im deutschen AA oder französischen Außenministerium davon gehört haben.

Besonders verlogen mutet es an, dass mit keinem Wort der massive Aufmarsch von Truppen und schwerem Gerät der Ukrainischen Armee an der Demarkationslinie zu den Volksrepubliken Lugansk und Donezk erwähnt wird, aber die darauf reagierende Verstärkung der russischen Truppen an der ukrainischen Grenze. Übrigens hat auch Weißrussland die Truppenpräsenz an der ukrainischen wie auch der Grenze zu Litauen seit den Truppenverlegungen der Uken massiv erhöht.

Das gehört natürlich zum Propaganda-strategischen Vorgehen, denn es soll ja so wirken, als ginge die Bedrohung von Russland aus. Unterstrichen mit Reden, die die depperte Krampf-Knarrenbauer hält.

Wenn Lawrow ausdrückt, dass eine militärische Eskalation im Donbass zur Vernichtung das Ukrainischen Staates führen würde, kann man annehmen, Russland hat sich vorbereitet.

Selenskijs großmäulige Sprüche, man habe die „unerschütterliche Unterstützung“ des zunehmend dementer wirkenden Greises im Weißen Haus, sollte ukrainische Militärführer nicht zu selbstsicher machen. Wir wissen nicht, was Lawrow im März auf seiner Chinareise für Absprachen hatte, aber das Angebot, eine Militärallianz zu schmieden, ging von Beijing aus und wenn Xi Jinping mit dem Finger schnalzt, hat er einen Monat später 500 Millionen Infanteristen unter Waffen. Schon Mao hatte gesagt, China benötige keine Atomwaffen, wenn alle Chinesen gleichzeitig einmal hüpfen, springt die Erde aus der Umlaufbahn. Damals war aber China ein reiner Agrarstaat, heute verfügt China über die weltweit größte Menge an Industrieanlagen. Die Umstellung dauert keine Stunde, bis die anstatt für Walmart und Apple, für die Volksbefreiungsarmee produzieren. Energieengpässe braucht China nicht zu fürchten, nachdem sie gerade ein Abkommen mit dem Iran geschlossen haben, das der Volksrepublik Erdöl und Erdgas im Wert von 400 Milliarden $ zusichert.

Unterm Strich: die USA kann kleine Länder wie Afghanistan oder Syrien terrorisieren. Einem richtigen Gegner ist sie nicht mehr gewachsen.

Eben darum braucht die NATO es unbedingt, Russland so zu provozieren, dass Russland den ersten Schritt macht. Im Zweifelsfalle inszeniert sie im Donbass einen Sender-Gleiwitz-Vorfall. Um alle NATO-Staaten mit hineinziehen zu können. Dezember 2021/Januar 2022 wird die Gefahr am höchsten sein.

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Update 6 Myanmar

Gleich zu Beginn: leider habe ich überhaupt keine Zeit, einen der Thematik angemessenen Artikel zu verfassen, darum von meiner Seite nur eine kurze Replik.

Die Propaganda gegen Myanmar wurde eine Zeit lang knapp gehalten, da neben der Volksrepublik China auch Indien darauf bestand, der Westen habe sich rauszuhalten.

Jetzt wird sie wieder hochgefahren. Die britische Agentur Reuters versorgt die „Weltöffentlichkeit“ mit Gräuelpropaganda, die ganz in der Tradition der britischen Propaganda steht, wie sie zu Beginn des WW I gegen Deutschland gefahren wurde. Damals wurden Zeichnungen verbreitet von deutschen Soldaten, die belgische Babies auf Bajonette aufspießen usw.

Der teutonische Außenamtschef Heiko Maas twittert wie folgt:

Heiko ist mal wieder das dümmste Propagandasprachrohr von allen.

Fakt ist:

das Militär ist noch überhaupt nicht aktiv geworden. Alle Auseinandersetzungen finden zwischen Aktivisten der Partei NLD und der Polizei statt.

Die anderen sprechen wenigstens von „Sicherheitskräften“, Heiko beweist umgehend, dass er gar nichts darüber weiß, was vor Ort abgeht.

Mehrere Bevölkerungsminderheiten in Myanmar haben einen Staat im Staat, so gibt es den Mon-Staat, den Karen-Staat, den Shan-Staat, mit eigener Verwaltung, eigener Armee usw., eben allem, woraus eine Staat sich zusammensetzt.

Ausländische Agitatoren versuchen seit Anfang Februar diese Minderheitsstaaten gegen die Zentralmacht zu agitieren, ohne Erfolg. Sie halten sich raus.

Im Shan-Staat, dessen Führer früher mit Opium Vermögen machten und die teilweise heute immer noch im Drogengeschäft tätig sind, fand unlängst eine Razzia statt. In der westlichen Presse wurde das so dargestellt, als habe die Polizei „junge Leute“ einfach so drangsaliert.

Nach Meldungen von Reuters und AP könnte es sein, dass die Führung des Shan-Staates seither eine Kooperation mit dem Ausland gegen die Zentralmacht in Erwägung zieht. Aber wie gesagt, die Quelle ist Reuters und AP verbreitet oft auch nur umformulierte Reuters-Meldungen.

Wer alt genug ist, mag sich an Jugoslawien erinnert fühlen. Auch dort wurde der Angriffskrieg der NATO mit angeblichen Gräueltaten der Serben gegen Kosovo-Albaner begründet. Die Bilder, mit denen der deutsche Kriegsminister aus den Reihen der SPD Rudolf Scharping in Fernsehen und Bundestag für den Angriffskrieg gegen Jugoslawien warb, waren Bilder von toten Albanern nach einer Schießerei mit der jugoslawischen Polizei. Es handelte sich um Mitglieder des UÇK. Das UÇK war offiziell eine Partei, de fakto aber war es eine Mafiaorganisation, die Handel mit illegalen Prostituierten betrieb, Organ-harvesting betrieb und Drogenhandel. Die Toten waren UÇK-Soldaten, die im Zuge einer Drogenrazzia von der Polizei erschossen worden waren.

Der Grund, warum die Propaganda bezüglich Myanmar so hochgefahren wird, ist ein ganz simpler:

Vom 23 Mar. 2021 – 24 Mar. 2021 fand in Brüssel das Außenministertreffen der NATO-Staaten statt. „Die Vereinigten Staaten wollen Partnerschaften neu aufbauen, natürlich zuerst und zuvorderst mit unseren NATO-Alliierten. Wir wollen die Allianz wiederbeleben“ wird der als Bidens Außenminister eingesetzte Rüstungslobbyist Blinken zitiert. Unter Obamas Präsidentschaft war Anthony Blinken einer der Vorreiter der Regime-Change-Politik, die darauf abzielt, anstatt amerikanische Soldaten zur Eroberung einzusetzen, „boots on the ground“, den Krieg mittels „Hilfsorganisationen“ zu führen, die lokale Bevölkerung gegen die in das Visier genommenen Staaten mobilisieren.

Man verständigte sich auf ein „Reformprogramm NATO 2030“ und die Fortsetzung des Afghanistankrieges. Aber es gab sicher noch mehr Ergebnisse. Sofort im Anschluss an das Treffen plusterte sich Heiko Maas einmal mehr gegen Belarus auf.

Die deutsche Presse hatte dieses Treffen ja geradezu mit orgasmischen Glücksgefühlen besungen.

Zeitgleich, und das ist das hier entscheidende, besuchte der Russische Vize-Verteidigungsminister Alexander Wassiljewitsch Fomin General Min Aung Hlaing. Bei diesem Treffen wurde ein Kooperationsvertrag der beiden Armeen unterzeichnet.

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Myanmar sagt: Tschüss Soros!

Die Meldung ist knapp aber wichtig: der Leiter der Sektion für Myanmar von George Soros‘ „Open Society Foundation“, genannt „Open Society Myanmar“, wurde in Yangon verhaftet.

Was der „Philanthropischen Organisation“ vorgeworfen wird, beschreibt die als das Organ der Tatmadaw geltende Tageszeitung „The New Global Light of Myanmar“ folgendermaßen:

George Soros, Vorsitzender der Open Society Foundation, die internationale NGOs/INGOs/Medien/CSOs mit Bargeld unterstützt, traf sich am 24. September 2016 in New York, USA, zum ersten Mal mit Daw Aung San Suu Kyi. Er traf sich am 11. Januar 2017 erneut mit Daw Aung San Suu Kyi, zusammen mit seinem Sohn Alexander Soros in Nay Pyi Taw. Nach den Treffen wurden Schritte unternommen, um die Open Society Myanmar, einen Zweig der Open Society Foundation, zu eröffnen. George Soros, der Vorsitzende der Open Society Foundation, besuchte Myanmar von März 2014 bis Januar 2017 viermal. Er traf sich zwei Mal mit Daw Aung San Suu Kyi, das erste Mal in den USA und das zweite Mal in Nay Pyi Taw. Sein Sohn Alexander Soros, stellvertretender Vorsitzender der Open Society Foundation, besuchte Myanmar von Januar 2017 bis Januar 2020 siebenmal und traf sich sechsmal mit Daw Aung San Suu Kyi. Der Hauptsitz von Open Society Myanmar wurde im Myanmar Centre Tower in Bahan Township eröffnet. Die Stiftung eröffnete am 2. Oktober 2018 ihr Bankkonto mit einem Anfangsguthaben von 100 US-Dollar bei der SMED Bank an der Wardan Road in Yangon. Am 20. Dezember 2018 sparte die Stiftung 5 Mio. US$ auf dem Bankkonto der Open Society Myanmar. Die Open Society Foundation-OSF hat im Jahr 2018 5 Mio. US$ an die Small and Medium Enterprises Bank-SMED überwiesen, ohne eine Genehmigung des Foreign Exchange Management Department-FEMD einzuholen. Es wurde festgestellt, dass die OSF Informationen über das Electronic Reporting System-ERF an das FEMD geschickt hat, ohne die Genehmigung des FEMD einzuholen. Diese 5 Mio. US$ sind ein Teil des Memorandum of Understanding, das zwischen der SMED Bank und der Open Society Myanmar unterzeichnet wurde. Es wurde festgestellt, dass es sich bei den 5 Millionen US$ bei der SMED Bank um zinsloses Sparen handelt. Der Vertrag für die Nutzung der 5 Millionen US$ läuft am 30. April 2021 aus, und die Einlage beträgt 5 Millionen US$ und wird von 2018 bis 2021 nicht mehr auf das Bankkonto gespart. Am 8. Februar 2021 wurden 19,999 Mio. K abgehoben, nachdem von den 5 Mio. US$ 1,4 Mio. US$ zu einem Kurs von 1$=K1.400 umgetauscht worden waren, ohne die notwendigen Regeln und Vorschriften zu beachten.
Davon wurden K6 Mio. von Daw Phyu Pa Pa Thaw, Finanzbeauftragter des OSM, von Dr. Myo Myint Aung, Direktor des OSM, für Gehälter, Büroausstattung und Projekte sowie Bargeld für neun Mitarbeiter entgegengenommen. Dr. Myo Myint Aung erhielt die verbleibenden K13,999 Mio. aus Gründen des Stipendienprojekts. Nachdem Stimmen laut wurden, dass die NGOs in Nay Pyi Taw Bargeldunterstützung für die CDM-Bewegung bereitstellen, hat Daw Phyu Pa Thaw Dr. Myo Myint Aung in der zweiten Februarwoche telefonisch gewarnt, das Geld nicht für die CDM-Bewegung auszugeben, da dies nicht im Einklang mit den finanziellen Regeln und der Strategie des Büros stehe. Aber Dr. Myo Myint Aung ist jetzt zusammen mit 13,999 Mio. K auf freiem Fuß. Da dieses Geld in die CDM-Bewegung fließen kann, wird Daw Phyu Pa Pa Thaw seit dem 12. März 2021 verhört. Es werden Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Personen der Open Society Myanmar festzunehmen und zu verhören.

U Sit Naing (Vorsitzender)
Daw Myint Su
(stellvertretende Vorsitzende)
Dr. Myo Myint Aung
(Geschäftsführender Direktor)
U Saw Wah Htoo Ba Sai
(Programm-Manager)
U Win Kyaw Kyaw O0
(Managementbeauftragter)
Daw May Moe Khaing
(Programmbeauftragte)
U Aung Aung Hlaing
(Programmbeauftragter)
Daw Khaw Nan
(Programmbeauftragte)
Daw Su Su Aung
(Programm- und Managementbeauftragte)
Daw Zarchi Win Tun
(Buchhalterin)
U Myo Kyi Thar San
(Technische Assistentin)

Die Zentralbank von Myanmar untersuchte 24 private Banken in Myanmar, um den Geldfluss aus dem Ausland auf die Bankkonten der Open Society Myanmar einzufrieren. Nach der Untersuchung wird festgestellt, dass die OSM insgesamt 3,81 Mio. US$ und 375 Mio. K bei der KBZ Bank, der Ayeyawady Bank, der SMED Bank und der Cooperatives Bank-CB angespart hat. Die Ersparnisse wurden eingefroren. Unter dem Foreign Currency Management Law, dem Financial Institutions Law und dem Money Laundry Law werden Maßnahmen gegen die SMED Bank ergriffen, weil sie Einlagen in Höhe von 5 Mio. US$ angenommen hat, ohne die Erlaubnis der Central Bank of Myanmar einzuholen und weil sie es versäumt hat, der Central Bank of Myanmar über das Electronic Reporting System-ERS den Umtausch von 1,4 Mio. US$ in myanmarische Währung zu melden. Ebenso werden Maßnahmen gegen die Open Society Myanmar ergriffen, weil sie die Regeln für Organisationen verletzt hat. Es werden Massnahmen ergriffen, um Dr. Myo Myint Aung, der jetzt mit 13,999 Mio. K auf freiem Fuss ist, und 11 Personen nach dem Gesetz festzunehmen. Die Öffentlichkeit wird dringend gebeten, die Polizeistationen oder Militärbataillone zu informieren, wenn sie die Verdächtigen finden. Gegen diejenigen, die den Verdächtigen Unterschlupf gewähren, werden Maßnahmen ergriffen werden.-MNA

Die Sprecher des Soros-Kartells in New York weisen die Anschuldigungen zurück.

In der Financial Times ist zu lesen:

„Die Behauptungen über finanzielles Fehlverhalten gegen OSM-Mitarbeiter sind völlig falsch und entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage, und wir fordern die sofortige Freilassung des OSM-Finanzmanagers Phyu Pa Pa Thaw“, sagte Binaifer Nowrojee, Vizepräsidentin der Gruppe für organisatorische Transformation, gegenüber der Financial Times. „Das Militär verfolgt zu Unrecht Mitarbeiter, die nichts Falsches getan haben und in Wirklichkeit jahrelang daran gearbeitet haben, das Gesundheitswesen, die Bildung und mehr für die Menschen in Myanmar zu verbessern.“ 

Sie fügte hinzu: „Diese falschen Anschuldigungen sind offensichtlich ein Versuch, von dem abzulenken, was wirklich geschieht und diejenigen zu diskreditieren, die sich eine Rückkehr zu Frieden und Demokratie in Myanmar wünschen.“

Weitere westliche, sogenannte „Nicht-Regierungs-Organisationen“ (NGO) ließen verlautbaren, sie seien besorgt, ihre „Arbeit“ in Myanmar einstellen zu müssen.

Weltpolitisch gesehen kann man natürlich schon sagen, dass dieses eine Reaktion auf die Sanktionspolitik der USA und die Subversionstätigkeit westlicher NGOs ist. Die Führungen der Länder, die im Fokus der imperialistischen Expansion stehen, haben nicht übersehen, dass die Staaten der „westlichen Wertegemeinschaft“ nur noch die Erfüllungsgehilfen einiger Milliardärs-Cliquen sind und heben nun ihrerseits in der Reaktion auf Maßnahmen, mit welchen sie konfrontiert werden, die Trennung zwischen privaten und staatlichen Akteuren auf.

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Orson Welles‘ Kafka, Sucker Punch und Der Justice-League-Snyder-Cut

Achtung! Enthält Spoiler!

The Trial & Sucker Punch

Der Spielfilm (einschließlich Serien, die für TV oder Streaming-Dienste produziert werden) ist eine junge Kunstform, sie befindet sich erst im 2. Jahrhundert ihrer Existenz.

Stellte man mir die Frage, nach meinem „Lieblingsfilm“, so habe ich zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche. Dennoch ordne ich zwei Filme ihrem Jahrhundert zu, als diese gesamt aus meiner Sicht charakterisierend: für das XX. ist das Orson Welles‘ Kafka-Verfilmung „The Trial“. Dem XXI, dessen erstes Fünftel wir nunmehr hinter uns haben, ordne ich Zack Snyder’s „Sucker Punch“ zu.

Orson Welles fand die, wie man das nennt, kongenialen Bilder zu der Geschichte Kafkas, Der Prozess, die zu Beginn des XX. Jh. den, ich sage einmal, Charakter dieses Jahrhunderts einfing. Das Individuum, welches schuldlos schuldig geworden seine Schuld erlebt, aber nicht erkennt und so durch eine fremde Welt irrlichtert und die Ursache seiner Schuld sucht, aber sie nicht findet. Zuletzt endet er, den die Suche nihilistisch gemach hat, in der Sachgasse. Der letzte Akt von Selbstwertgefühl, das ultimative Aufbäumen des Widerstands gegen das Schicksal, ist die Verweigerung des Freitods. Darum konnte jeder diese Geschichte mit seiner eigenen Lebenserfahrung in Einklang bringen. Die Erfahrung des XX. Jahrhunderts. Insgesamt, mit Unterbrechungen, hatte Franz Kafka vom Sommer 1914 bis 1916 an den Texten zum Prozess gearbeitet, der 1. Weltkrieg trat August 14 in die heiße Phase. Der erste Weltkrieg war das Feuer, in dem das christliche Abendland, wie es unter Karolus Magnus seinen Anfang nahm und sich über 1200 Jahre entwickelte, über das Russische Reich bis an das Japanische Meer reichte, verbrannte.

„Jemand musste K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“

Mit diesem, vielleicht einen Monat bevor österreichische Truppen Richtung Serbien aufbrachen und deutsche Truppen in Belgien einmarschierten geschriebenen Satz, beginnt die Geschichte des K. und jeder ist entweder K. oder einer der anderen, ein Jahrhundert lang und mehr.

Der Roman beschreibt vielleicht die endgültige, verbotene Wahrheit der Demokratie. Dass du es nicht selber tun musst, das Böse. Dass es die, wie es genannt wird, demokratisch legitimierten Führer sind, die das Böse tun, für das du dann verantwortlich bist. In das diese dich hineinziehen qua der Staatsarchitektur. Das dem christlichen Abendlande folgende Zeitalter der Diktatur – – – was für ein freudscher, es muss hier natürlich „Demokratie“ stehen – ist keine Befreiung, es ist keine Erlösung, es ist ihr Gegenteil. Politik machen heißt schuldig werden. Es bedeutet, die Leben anderer für die Verwirklichung deiner Interessen vernichten.

In meiner Vorstellung ist „Sucker Punch“ die filmische Antwort aus den XXI. Jh. darauf. Ein Mädchen, das später Babydoll heißen wird und vorher keinen Namen hatte, begeht einen tragisch scheiternden Akt des Widerstandes. Das tragische Scheitern ist die ungewollt begangene böse Tat, durch die auch ihr eigenes Leben zerstört wird, ehe es begann – statt den gemeinsamen Feind zu töten, tötet ein Schuss aus der Waffe in ihrer Hand die kleine Schwester, die sie beschützen will. Der Widerstand war gerecht, aber eine zu große Aufgabe für sie, und so wurden ihre Schwester und sie vom Akt des Widerstands vernichtet.

Der Feind bringt sie in eine psychiatrische Anstalt.

Der Film erzählt das Folgende auf 3 Ebenen. Die erste, die Realität in der Anstalt. Die zweite, wie sie diese Realität empfindet, als Zwangsprostituierte in einem Bordell, das Wohlabenden Minderjährige und junge Frauen anbietet. Die dritte nun ist die Traumwelt, ein mythischer Krieg, in dem die Mädchen sich freikämpfen.

Von den Ureinwohnern Australiens wird gesagt, dass für sie die Traumwelt die wirkliche Welt ist, und die auf Erden erfahrbare nur ein Alptraum. Wie dem auch sei, auf allen 3 Ebenen findet der selbe Prozess statt und so fallen zuletzt die 3 Ebenen ineinander zu einer.

Endet Kafkas Geschichte, in der Verfilmung von Orson Welles sehr viel deutlicher als im Roman selbst, mit dem finalen Akt des Widerstandes, indem K. aus der Tiefe der Grube den Geheimpolizisten zuruft: „Ihr wollt das ich mich umbringe? Oh nein, das müsst ihr schon selber machen!“ – so endet „Sucker Punch“ damit, dass Babydoll sich opfert, damit eine andere leben kann. Es ist ein mathematisch genaues Selbstopfer, kein schillersches Pathos, nur die kalte Erkenntnis der Realität und die notwendige Konsequenz daraus.

In „The Trial“ entwickelt sich ein dem Lauf der Dinge angepasster Durchschnittstyp zur selbstbewussten Persönlichkeit, die sich dem Schicksal entgegenstellt, bei „Sucker Punch“ lernt ein widerspenstiges Mädchen die Macht des Schicksals anzuerkennen.

Justice League

Nach „Sucker Punch“ wurde Sack Snyder als Regisseur der neuen Superman-Filmreihe verpflichtet, die quasi als die DC-Konkurrenz zu Marvel’s Avengers – MCU fungieren sollte.

Das ist analog zu den Comic-Books. Charaktere, die über Jahrzehnte eigenen Serien hatten, Hulk, Spiderman, Captain America, Black Widow usw. schlossen sich bei Marvel zu den Avengers zusammen, bei DC schlossen sich führende Charaktere zur Justice League zusammen.

Der Film Justice League ist der dritte unter der Regie von Zack Snyder, der erste war „Man of Steel“, der zweite „Batman vs. Superman – Dawn of Justice“.

Der Dritte in der Reihe, Justice League, beschreibt, wie aufgrund der im zweiten Film beschriebenen Ereignisse Batman das Team aufbaut, welches dann zusätzlich aus Wonder Woman, Aquaman, Flash und Cyborg besteht.

Aus familiären Gründen musste Zack Snyder aber aussteigen und übergab den Regiestuhl Joss Whedon. Die DC-Gemeinde war mit dem November 2017 erschienenen Kinofilm sehr unzufrieden. Ich selbst komme aus der Marvel-Ecke, DC-Verfilmungen kann ich nicht so gut beurteilen. Mir hat der Film schon gefallen. Verglichen mit den Avengers-Movies fand ich ihn allerdings oberflächlich und die Geschichte inkonsistent. Mir hat die innere Logik gefehlt, warum sich das eine notwendig aus dem anderen ergeben soll.

Letztes Jahr wurde bekannt, dass Zack Snyder die Arbeit an „Justice League“ noch einmal aufnimmt und via Streaming-Dienst publizieren wird.

Am gestrigen Donnerstag wurde das Ergebnis veröffentlicht. Ein über 4-stündiger Film in 6 Kapiteln, der mir ebenfalls ganz gut gefallen hat – aber eigentlich auch nicht mehr. Dinge geschehen, es plätschert vor sich hin. Einige kitschige Unnötigkeiten, die der Kinofilm hatte, wurden rausgeworfen. Ansonsten hat der Film die selben Mankos wie der Kinofilm. Zwingende Notwendigkeiten fehlen. So wird es zur Existenzfrage, dass Superman sich an der Justice League beteiligt, ohne ihn ginge es nicht. Aber warum unser Team ohne Superman unmöglich die Gefahr hätten besiegen können, das bleibt unklar. Wie die Situation dann aufgelöst wird, war Superman’s Beitrag marginal.

Das ist jetzt leicht kryptisch ausgedrückt, aber ich will nicht zu viel spoilern und wer den Film gesehen hat, weiß was ich meine.

Wenn man Fantasy-Action-Movies mag, ist es gute Unterhaltung. Aber nichts darüber hinaus.

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3 Sonette aus dem 30-jährigen Krieg

Wir kennen sie schon aus de Schulzeit.

Vergangenheit ist Zukunft.

Man kann sich erinnern, was einmal war, hier im Land, vor langer Zeit, was um dieses Land herum geschieht und wieder geschehen wird, wenn die Politik so weiter macht.

Joseph Robinette Biden Jr. ist nicht der bemitleidenswerte Greis, der ihm fremden Interessensgruppen gehorcht, er ist Teil der Gruppe. Trotz seiner Gebrechlichkeit führt er ein wirklich extrem großes Maul.

Die Ukraine verlegt Truppen in Richtung Donbass.

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Im Osten nichts neues

I. Vor der Debatte

In den Tagen 04.03. bis 07.03.2021 sei es in Myanmar, so berichten die Medien übereinstimmend, zur bisher blutigsten Auseinandersetzung zwischen Polizei und den Leuten, die westliche Medien und Politiker „peaceful protesters“, friedliche Demonstranten, nennen, gekommen.

Von Toten wird berichtet, die Berichte variieren allerdings zwischen 1 Frau, die erschossen worden sei, über 5 Tote, Press.TV sprach von 18 Toten – hier ist festzuhalten, dass der Iran imperialistische Interessen in Myanmar hat, und daher nicht als zuverlässige Quelle genutzt werden kann – jemand hat bei den UN “ allegedly 32″, also vermutlich 32 Tote, gemeldet, westliche Outlets sprechen von „über 50 Toten“.

Bestätigt ist nur die 1 junge Frau.

Ein AP-Journalist wurde unter dem Vorwurf, absichtlich Falschinformationen zu verbreiten, festgenommen.

Mit dem Iran haben wir hier das genau gleiche Problem, das es bereits im Libyenkrieg 2011 gab, nämlich dass die iranische Führung mit den in den USA regierenden Democrats paktiert. Bei Muammar al Gaddafi handelte es sich um einen arabischen Führer, den der Iran auch stürzen wollte und so kam es zu einer Absprache mit der Obama-Regierung, wenn der Iran die USA hierbei unterstützt, könne man über das Atomprogramm verhandeln, der Iran würde es nicht bereuen.

Kann sein, dass wir in Bezug auf Myanmar ähnliches erleben, obwohl die Gemengelage hier komplizierter ist.

Im Gegensatz zu Großbritannien, das seine Kolonie wiederhaben will – und jetzt, nach Brexit erst recht – haben die Interessen der USA in Myanmar mit dem Land selber wenig zu tun, denen geht es darum, dass Territorium und Bodenschätze Myanmars vitaler und notwendiger, also unersetzbarer, Bestandteil der Neuen Seidenstraße sind. Somit zielen die USA auf die Eindämmung Chinas.

Dem Iran geht es mehr um die Zwistigkeiten zwischen Buddhisten und Moslems. Allerdings stellt sich die Frage, ob der Iran sich wirklich mit China anlegen wird, um eine Wiederaufnahme der Atomverhandlungen mit den USA zu bekommen. Es ist absehbar, dass der nächste republikanische Präsident, die Forderungen Israels an die USA gegen den Iran erfüllen wird. Und der kommt sicher irgendwann, spätestens in 10 Jahren, sollte die #BidenHarris-Nummer so durchgezogen werden und klappen, wie viele als Plan der Dems vermuten: 2 Jahre Biden, dann zieht man den aus Altersgründen zurück, Vize Harris übernimmt und hat hernach 2 volle Amtszeiten als „first female president“.

Nun sind 10 Jahre eine lange Zeit, in der sich vieles ändern kann.

In der Union von Myanmar findet die Auseinandersetzung zwischen 2 politischen Kräften statt, die gleichzeitig eine Stellvertreter-Rolle im internationalen Kontext spielen.

Wie überall auf der Welt ist das der Kampf zwischen dem auf die eignen Traditionen gestellten, aus der eigenen Geschichte schöpfenden Kräften und auf der einen Seite, hier repräsentiert durch die Tatmadaw, und den globalistischen, westorientierten Kräften auf der anderen Seite.

II. Teutonistan will auch dabei sein

Wir finden auf twitter:

wird sofort klar:

der USA-EU-Komplex nutzt die Auseinandersetzungen in Myanmar, um geostrategische Zeile zu verfolgen.

In Deutschland ist es immer das untrügliche Zeichen, wenn so etwas öffentlichkeitswirksam auf die Tagesordnung des Bundestages kommt.

Es bedeutet, Ressourcen der Bundesrepublik Deutschland sollen eingebunden werden in einen aggressiven Vorstoß.

Warum wird unter allen gewaltsamen Konflikten zwischen gesellschaftlichen Segmenten in einem Staat ausgerechnet dieser so bewertet?

Schon die eingesetzten Standard-Floskeln sagen es: „…blutige Gewalt gegen friedliche Demonstranten…“, „… Unterdrückung des eigenen Volkes…“, … demokratische Entscheidung akzeptieren…“.

Ein Putsch ist eine gewaltsame Aktion und dass es früher oder später auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Weggeputschten kommt, liegt ziemlich auf der Hand.

Darüber, was in den jeweiligen Situationen die gewaltsamen Auseinandersetzungen ausgelöst hat, wissen wir gar nichts. Ist die Unterdrückung von Widerstand gegen den Staat im Sinne der westlichen Führungen, so werden Freaks des Typs

schnell mal zu Terroristen, die das gesamte Universum bis tief nach Alpha Centauri hinein bedrohen, welche mit der gesamten Apparatur westlicher Behörden, Sicherheitskräfte und Geheimdienste gejagt und für Jahren hinter Gitter gesperrt gehören.

Ist der Widerstand im Sinne der westlichen Führungen, so werden auch Scharfschützen und Bombenleger zu friedlichen Demonstranten.

Die Formulierung „Unterdrückung des eigenen Volkes“ ist schon semantisch von geistig minderbemittelten für geistig minderbemittelte, denn dass eine Putschregierung in Myanmar nicht das Volk von Baden-Württemberg unterdrückt, dürfte klar sein.

Zu den Aufgaben eines jeden Staates gehört die Unterdrückung der Interessen der einen zu Gunsten der Interessen anderer. Ein Anarchist, der nach seinen Grundsätzen lebt, hat das gute Recht, das zu beklagen, ein Vertreter eines Staates, wie es der deutsche Außenamts-Chef ist, hat so ein Recht nicht.

Was die „demokratischen Entscheidungen“ anbelangt, taucht im Zusammenhang mit Entwicklungsländern, auf deren Territorium das USA-EU-Imperium Interessen hat, das Problem auf, dass sie, wenn der Westen aktiv eingreifen kann, gar nicht möglich sind!

Das Imperium spricht immer von Wahlen.

Wird die Wahl von denen gewonnen, die der Westen ablehnt, verhindert der Westen, so gut er kann, die Regierung; beginnend mit Vorwürfen des Wahlbetrugs bis hin zu den color-revolutions, Sanktionen, Sabotage, Terrorismus, Attentate, kein Mittel, das nicht eingesetzt würde. Und hilft das alles nicht, wird geputscht.

Im Falle Myanmars ist es umgekehrt. Dort soll die Partei der Globalisten an die Regierung gewählt worden sein, von der nun die Gegenkraft behauptet, das sei durch Wahlbetrug geschehen. Ob da etwas dran ist oder nicht, kann ich natürlich nicht beurteilen. Sicher ist, dass das Imperium keine Wahl in Frage stellt, welche seine Leute an die Regierung bringt.

Und dass eine Partei, die die Interessen der Globalisten vertritt, nicht die Interessen des „eigenen Volkes“ vertritt, das ist ebenfalls sicher.

Halten wir uns an die Fakten, die wir haben, dann wissen wir:

ein 19 Jahre altes Mädchen wurde im Rahmen der Auseinandersetzungen getötet. Das Mädchen hat einen Namen, Ma Kyal Sin. Sie wurde erschossen.

Mehr wissen wir nicht. Es kann sein, dass sie von einer Sicherheitskraft erschossen wurde, es kann aber genauso gut sein, dass eine dieser Sniper-Aktionen sie getötet hat, wie wir sie aus Syrien 2011 oder der Ukraine 2014 kennen, die eben genau darin besteht, dass ein Scharfschütze mindestens eine Person aus der Menge der Protestierenden erschießt, um die Situation anzuheizen. Oder man muss noch nicht einmal nach Syrien oder Kiew. In den USA wird diese Methode mittlerweile auch in innenpolitischen Machtkämpfen eingesetzt. Die einzige Person, die am 06.Januar 2021 beim sogenannten „Sturm auf das Capitol“ in Washington DC. gewaltsam getötet wurde, war eine Frau, Ashli Babbitt, die durch einen Polizisten von hinten erschossen wurde. Kein Scharfschütze hier, aber da diese Frau absolut gar nichts getan hatte, was ich mit meinen eigenen Augen gesehen habe, ist die einzig logische Erklärung, dass ihr gewaltsamer Tod die Auseinandersetzung anheizten sollte. Ermittlungen gegen ihren Mörder wurden auf Befehl von höchster Ebene eingestellt. (Die Meldung, ein Polizist, Brian Sicknick, wäre von Demonstranten mit einem Feuerlöscher erschlagen worden, hat sich als, wahrscheinlich gezielte, Falschmeldung erwiesen. Brian Sicknick wies laut sowohl Gerichtsmedizin als auch seiner Familie keine äußeren Einwirkungen auf, man geht von einem Schlaganfall aus.)

II. Nach der Debatte

Die Bundestagsdebatte war völlig unergiebig. Jede*r Redner*in war selbstredend Myanmar-Expertise-habende*r, man kannte Land und Leute wie seine Westentasche, die Connection vor Ort war diesmal nur nicht der Student in Yangon oder die Austauschstudentin, sondern der tourist-guide aus Yangon, der mitten im Tumult den fernen SPD-Abgeordneten anruft, um sich zu beschweren, oder die Kellnerin vom – keine Ahnung, hab vergessen welchem See – die einst dem AfD-Mann ihren unverbrüchliche Liebe zur Nobelpreisträgerin gestanden hatte.

Heiko Maas trat als hipp facebook-&-twitter-informiert auf – woraus wir mal wieder lernen: geht es um inner-USA-EU-Angelegenheiten, reduzieren sich social-media zu Brutstätten von Verschwörungstheorien, passt es aber in das Konzept, sind sie die Orte, an denen sich die Unterdrückten durch reine Wahrheit artikulieren.

Abgesehen davon, gegeneinander zu konkurrieren, welche der im Bundestag vertretenen Parteien nun die endgültige und vollständige „I❤Myanmar“-Partei sei, war man sich einig, dass es Deutschlands Pflicht und Auftrag sei, entschlossen für Demokratie in Myanmar einzutreten. Dass Aung San Suu Kyi die fleischgewordene Demokratie Myanmars wäre, stellte nur Sevim Dagdelen in Frage, die links-pflichtschuldig darauf verwies, dass die Friedensnobelpreisträgerin sich ja wohl im Rohingya-Konflikt desavouiert habe.

Vorher hatte rechts-pflichtschuldig ein AfD-Mann die Friedensnobelpreisträgerin in der Sache bereits freigesprochen mit dem Hinweis, dass die „Bengalen“ ja gar keine angestammten Ureinwohner Myanmars seien, und er vergaß auch nicht, die „Militärdiktatur“ als eine „linke“ zu brandmarken.

Eigentlich hatte ich den Eindruck, die Debatte wurde auf Druck von Außen geführt und interessierte den Bundestag selbst nur wenig. Man hatte seine sattsam bekannten innenpolitischen Positionen auf Myanmar projiziert. Ich leite davon ab, dass die BRD keine vitalen Interessen in Myanmar hat, aber sich für die Interessen der USA einspannen lässt, sobald das eingefordert wird.

III. Herzogtum Burma

Aung San Suu Kyi’s Vater starb, als sie 2 Jahr als war. Seither fand ihre Erziehung unter der Oberaufsicht von Louis Mountbatten zunächst in Asien, dann in Oxford und London statt. Der war Onkel des Ehemanns der Queen, welcher zwar dank der Gandhi-Bewegung auf den Titel „Vizekönig von Indien“ verzichten musste, aber bis zu seinem Tode, durch eine Bombe der IRA, 1979 den Titel „Earl of Burma“ trug, also Herzog von Burma. Es liegt nahe, dass sie 1988, nachdem der seit 1962 regierende General Ne Win die Macht abgegeben hatte, als Führerin der „Demokratiebewegung“ in ihre Heimat zurückkehrte, sagen wir, mit Interessen ausgestattet war. Zwischen ihrer Zeit im UK und der Rückkehr nach Asien war sie in New York ansässig gewesen und hatte dort u.a. hohe Funktionen im Apparat der UNO inne.

Der Begriff „Entwicklungsland“ meint im konservativen Sprachgebrauch, dass es sich dabei um ein Land handelt, welches die westlichen Standards von technologischer Entwickeltheit und wirtschaftlichem Wohlstand noch nicht erreicht hat, aber anstrebt. Eine moderne Definition entstand nach dem Ende der UdSSR, welche den akademischen Entwurf von westlicher Demokratie dazu rechnet.

Vor dem Ende der UdSSR galt das Prinzip, dass jedes Land seinen eigenen, aus den eigenen historischen und kulturellen Determinanten abgeleiteten Entwicklungsweg gehen müsse. Und das war tatsächlich seit Lenin die offizielle linke, antiimperialistische Position bis zum Ende der UdSSR. De facto war es die Definition von Antiimperialismus.

Ganz falsch liegt demnach der AfD-Mann nicht, wenn er die Militärs in Myanmar als „Linke“ bezeichnet. Vielleicht wuchs er in der DDR auf und kann sich noch an die Positionen erinnern.

Das beschreibt den primären Hintergrund des Konflikts, der sich in Myanmar abspielt.

Man zitiert gerne den Ausspruch von Emma Goldmann: „Könnten Wahlen etwas ändern, wären sie verboten!“ Es gibt aber einen Unterschied zwischen den westlichen Industrienationen, die man eigentlich mittlerweile Finanznationen nennen sollte, und Entwicklungsländern.

In Entwicklungsländern können Wahlen eben schon eine grundliegende Änderung verursachen.

Das führt uns zum sekundären Hintergrund des Konflikts. Philosophisch gesehen sekundär. Praktisch-lebensreal ist es für einen großen Teil der Bevölkerung wahrscheinlich der wichtigere.

Wir haben in Myanmar die traditionalistisch-buddhistische Geisteshaltung, die das Allgemeine über das Einzelne stellt, heißt, die Verwirklichung der Nation, oder Union oder Republik, wie immer man das dann nennen will, alle 3 Begriffe sind im Gebrauch, dem sich das Individuum unterordnet oder dem es untergeordnet wird.

Ihr politischer Ausdruck ist die Tatmadaw.

Und wir haben die, ich nenne sie hier einmal, Westler. In der Ideologie des Westens steht das Individuum im Zentrum, das Allgemeine dient ihm als Mittel zum Zweck der Selbstverwirklichung.

Ihr politischer Ausdruck ist die NLD.

Nun ist ja immer auch das eine im anderen enthalten und das Streben der Politik sollte danach gehen, beides zueinander in Ausgleich zu bringen.

Das ist der Konflikt, durch den die Leute in Myanmar müssen, um die Stabilität im Land zu erreichen, auf der sie Frieden und Wohlstand gründen können.

Ausländische Interventionen, welcher Art auch immer, können bei diesem Konflikt nur Öl in’s Feuer gießen. Zu einer Lösung beitragen können sie gar nichts.

Früher war man sich dessen gewahr gewesen, darum das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten.

Und die Deutschen brauchen wirklich nicht so tun, als wären sie die Weltlehrer in Sachen Demokratie.

Wenn Leute sagen, das Deutschland, welches wir heute haben, ist das beste Deutschland, dass es jemals gab, dann muss man sie erinnern, wie es dazu kam.

Vom Aufbruch des Kaiserreiches als Imperium in Konkurrenz zu Frankreich, Großbritannien, Russland und Österreich zur sozialistischen Revolution 1918/1919, die blutig niedergeschlagen wurde, was zur Weimarer Republik führte, die in das 3.Reich mündete, dessen Zerschlagung wiederum die Gründung der Bundesrepublik und der DDR auslöste, die 1989 – 1991 wieder vereint wurden und den Ossis-Wessis-Streit bis heute nicht lösen konnten.

Darum sage ich: kümmert ihr Deutschen euch um eure eigenen Sachen und überlasst Myanmar den Menschen, die dort leben!

Der gewaltsame Tod eines 19-jährigen Mädchens aufgrund einer politischen Auseinandersetzung ist eine schreckliche Sache.

Soll ich euch noch etwas verraten? Es ist immer die Politik, was die meisten Opfer fordert!

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