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  • Die Totengräber der Linken hetzen weiter gegen Nordafrika

    Ich erinnere an die kriegstreiberischen Hetzreden der Jelpkes und Buchholz' gegen die arabisch sozialistische Jamahirija von Libyen.

    Klar, Linke sind feige, sie getrauen sich nicht zuzugeben, Teil einer NATO-Strategie zu sein.

    Tatsächlich sind Leute wie Kipping, Jelpke und Buchholz essenzieller und unverzichtbarer Bestandteil eines jeden imperialistischen Krieges!

    Sie verhindern erfolgreiche Mobilisierung gegen diese Kriege, indem sie spalten und jede Verteidigung der Anzugreifenden sabotieren.

    Sie verbreiten Gerüchte und machen Hetzpropaganda gegen die Staaten, die es auszulöschen gilt, sie bereiten diese Kriege propagandistisch mit vor unter der Maske des guten Samariters.

    Buchholz etwa marschierte unter der Fahne des Pederastenkönigs Idris mit Islamisten gegen Colonel Gaddafi. Jelpke trat auf Anti-Assad-Kundgebungen auf.

    Die Bundesregierung macht eigentlich fast nichts, womit ich einverstanden bin, aber Algerien, Tunesien und Marokko als sichere Herkunftsstaaten einzustufen ist richtig!

    Jelpke, die Artikel in der Jungen Welt über "Flüchtlinge" verbreitet hatte, um bei der Auslöschung Libyens mit zu helfen, schleudert heute, 27.04.2016, in der gleichen Zeitung Propaganda gegen Marokko, Tunesien und Algerien.

    "(Von Folter) Gefährdet seien »politische Aktivisten, die sich gegen Armut, Ungleichheit oder Ausbeutung natürlicher Ressourcen einsetzen, politisch links orientierte und studentische Aktivisten, Befürworter der Selbstbestimmung der Sahrauis« und viele mehr." schreibt Jelpke.

    Gleich als Erstes: wenn Marokko kein sicheres Herkunftsland ist, dann gibt es keine sicheren Herkunftsländer! Dann sind Deutschland und die Schweiz auch keine!

    Genau genommen ist Marokko mehr sicheres Herkunftsland als Deutschland unter Merkel, das mit dem Wannabe-Sultan Erdogan paktiert.

    Marokko ist ein wunderbares Land. Kulturell besonders vielseitig: alleine die Städte zeigen es: Tanger, ein internationales Zentrum; Fez, eine Wüstenstadt wie aus 1001 Nacht; Casablanca, eine französisch geprägte moderne Industriestadt, gleich daneben, Rabat, die prunkvolle Königsstadt; Marrakesch, eine Schmelztiegel zwischen arabischer und schwarzafrikanischen Kulturen. Das alljährliche Berber-Festival ist legendär! Aus allen Teilen Afrikas pilgern Menschen alljährlich zu diesem Ereignis.

    Über Jahrzehnte haben sich gerade auch Linke in Marokko eine Auszeit genommen, einige über Wochen, so wie ich, andere Monate, manche Jahre und einige sind auf für immer dort geblieben, weil es ein unglaublich tollen Land mit großartigen Menschen ist!

    In jedem Land der Erde gibt es Sachen, die gut funktionieren und Sachen die schlecht funktionieren.

    In jedem Land der Erde tauchen Probleme auf, die schwer zu lösen sind.

    So ist das Leben!

    Jelpke beklagt sich, dass Amnesty-Aktivisten aus Marokko ausgewiesen werden.

    Die Marokkaner sind  halt nicht so blöd, wie Jelpke annimmt! Man hat die Erfahrung gemacht, dass Amnesty direkt der amerikanischen Außenministerin Clinton unterstellt war und eine Vorfeldorganisation für Regime-Change-Angriffe durch den US-Imperialismus ist. Amnesty-Leute müssen gar nicht für den amerikanischen Geheimdienst selbst arbeiten, weil sie für das amerikanische Außenministerium arbeiten.

    Marokko schwebt nicht im leeren Raum. Es ist ein nordafrikanisches Land mit dem Islam als führende Religion. Die Zerstörungen, die durch die Auslöschung Libyens in Nordafrika angerichtet wurden, die Probleme in Ägypten, der Krieg in Mali, Terrororganisationen wie Boko Haram, Daesh und andere, die im Umfeld Marokkos marodieren und morden, sind für Marokko sehr gefährlich und hinterlassen auch dort ihre Spuren.

    Wer sind diese "Aktivisten", "linksorientierten" etc. von denen Jelpke schreibt, was tun sie, für wen arbeiten sie?

    Ein Glück ist es dem marokkanischen Staat gelungen, die Subversions-Attacken, welche im Zuge des "arabischen Frühlings" Tod und Verderben über Millionen von Menschen in Nordafrika gebracht haben, und die auch in Marokko versucht wurden, ohne viel Aufwand abzuwehren! Marokko konnte stabil gehalten werden, vor allem auch, weil die Bevölkerung für diese Subversion unanfällig blieb.

    Dass Jelpke sich beschwert, Algerien würde als sicheres Herkunftsland eingestuft, hat Tradition für diese Person. Algerien befindet sich im Krieg mit islamistischen Terrororganisationen, die von Libyen aus angreifen und im Land selbst stark sind.

    Jelpke hat sich bezüglich Libyen und Syrien als Terroristen-Unterstützerin geoutet, natürlich tut sie das auch bezüglich Algerien.

    Diese modernen Linken picken sich einzelne Probleme heraus, aber nicht um bei der Lösung zu helfen, sondern um die Zerstörung der Länder vorzubereiten!

    Über Jahrzehnte war die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staates oberstes Prinzip antiimperialistischer Bestrebungen.

    Diese moderne Linke mutet in dieser Angelegenheit an, als habe man die geschlossene Abteilung eines Irrenhauses, welche sich auf Fälle von Größenwahn und Prophetenkomplex spezialisiert hatte, auf die Menschheit losgelassen!

    Diese Leute kennen überhaupt keinen Respekt vor anderen Ländern und Kulturen mehr!

    Und sie leiden an kognitiver Dissonanz, da sie vor allem gegen islamisch geprägte Länder agitieren und gleichzeitig jede Kritik am Islam in Deutschland von der Religionskritik zum Rassismus umdefinieren.

    An dieser Stelle will ich mich allerdings auch von der Behauptung Beatrix von Storchs, der Islam sei keine Religion sondern politische Ideologie, distanzieren.

    Wenn man sagt: Jede Religion ist politische Ideologie! – dann ist die Aussage richtig. Aber Frau von Storch erkennt Judentum und Christentum als Religion an, damit wird ihre Aussage über den Islam in der Tat diffamierend!

    Man kann die Religion von über 1 1/2 Milliarden Menschen kritisieren wie jede andere, und ich sagte es schon, es ist berechtigt, sich gegen den Einfluss des Islam auf das eigene Leben zu wehren wie gegen den Einfluss jeder Religion, aber Moslems abzusprechen, sie hätten eine Religion, ist kulturlos!

    Man sehe sich nur an, was der Islam an vielgestaltigem zwischen Saudi Arabien und Indonesien, zwischen den islamischen Gebieten des Russischen Reiches und Nordafrika hervorgebracht hat, was er an Positivem und Negativem inspiriert hat, dann machen die Aussagen der Frau von Storch ebenso wütend wie die der Linken und sie wirken auf mich wie 2 Seiten der gleichen Medaille: Zahl und Fratze des Imperialismus! Ich weiß nur noch nicht genau, wer Zahl und wer Fratze ist.

    Es kristallisiert sich schon eine Konsistenz in der Tätigkeit der Kippings, Buchholz' und Jelpkes heraus, und ich möchte sie "Die Sturmgeschütze der Migrationswaffe" nennen!

    Um die Migrationswaffe einsetzen zu können, müssen die Herkunftsländer wenn nicht vernichtet wie Irak, Libyen und Syrien, so doch diffamiert und diskreditiert werden.

    Grüne, Linke und Medien betreiben Hetze gegen die Länder Nordafrikas als Reaktion auf die Sylvesterereignisse.

    Der Radiosender B5 brachte erst unlängst einen Beitrag, in dem es um einen jungen Mann ging, die in Deutschland Asyl möchte, weil er homosexuell sei und in Marokko dafür Repressionen erleide.

    Jeder, der Marokko kennt, weiß, dass kein Mann in Marokko verfolgt wird, weil er homosexuell sei.

    Wer Marokko kennt, kann sofort des Schluss ziehen: der Typ hat Probleme, weil er entweder mit Drogen gehandelt hat oder Touristen bestohlen oder  beides, jetzt will er sich nach Europa absetzen, und wahrscheinlich haben ihm irgendwelche NGO-Fuzzis erklärt, wenn er sich als homosexueller Schutzsuchender ausgibt, kann er bleiben.

    Geht ja schlecht, zu sagen, ich werde in meinem Heimatland verfolgt, weil ich mit Drogen handle und Touristen ausraube.

    Man muss die Frage nämlich auch mal so stellen: warum will Marokko die "Geflüchteten" nicht zurück? Normale Leute aus Marokko reisen mit Visa und im Ausland arbeitende Männer und Frauen aus Marokko haben Arbeitsvisa.

    Es ist eine Perfidie: um die Refugees-Welcome-Propaganda aufrecht zu erhalten, werden die Herkunftstaaten diffamiert und Straßenkriminelle verteidigt!

    Dass Jelpke nicht die winzigste Ahnung von Marokko hat, erkennt man auch daran, dass sie anklingen lässt, sie unterstütze den sogenannten Befreiungskampf der Sahrauis.

    Hört das jemand, soll er sich mal mit der Situation vor Ort vertraut machen. Sachrauis führen einen Kampf, weil sie ein Kriegervolk sind, und Krieg führen das ist, was Kriegervölker tun.

    Ohne Marokko hätten diese Leute nicht die winzigste Überlebenschance! War schon mal jemand in der Sahara? Ich schon. Wovon sollten die denn leben? Von Sand und Dattelpalmen?

    Das wäre nämlich das einzige, was sie dann noch hätten!

    In vergangenen Jahrhunderten haben Sahrauis davon gelebt, Karawanen zu überfallen, betätigten sich als Piraten oder sie boten sich anderen Stämmen als Kämpfer an.

    Dieses Wirtschaftskonzept ist heute nicht mehr umsetzbar.

    Gegen eine von Marokko abgespaltene Westsahara wäre Somalia noch ein Paradies!

    Halt einfach die Fresse, Jelpke, und misch dich nicht in fremder Leute Angelegenheiten!

    Ich habe in meiner Zeit als Linker sehr viele solche Personen wie Jelpke, Kipping und Buchholz kennengelernt und die Erfahrung gemacht: diese Leute sind weder links noch politisch!

    Sie bilden eine Sekte um eine in Studentenseminaren zusammengeschusterte Ideologie und verfolgen nur ein einziges Ziel: sich Menschen, auf die sie Zugriff erlangen können, und die nicht zu ihrer Sekte gehören, psychisch und physisch zu versklaven!

    Vom Charakterbild her würde ich sogar so weit gehen, sie als die show-intellektuelle Kollektiv-Version des Entführers von Natascha Kampusch zu bezeichnen!

    Ich hatte als westdeutscher Linker 20 Jahre unter solchen Bestien zu leiden und kann jeden, der erst neu Erfahrung mit ihnen macht, nur warnen: alles, und zwar ausnahmslos alles in dieser Welt ist besser, als als den Totalitarismus dieser Kreaturen erdulden zu müssen!

    Sie sind weder feministisch, noch antirassistisch, noch irgendetwas, als was sie sich selbst bezeichnen. Diese Worte sind nur Spielkarten, die sie im Machtkampf einsetzen. Sie haben von nichts auf der Welt irgend einen realitätsnahen Begriff, das interessiert sie auch überhaupt nicht. Sie halten sich selbst für die vollendete Menschheit und verachten jeden Ausdruck des Lebens. Was  nicht ihrer Sekte entspricht oder sich ihr unterwirft, wollen sie auszurotten, obwohl sie natürlich viel zu feige sind, solche Worte zu benutzen.

    Sie greifen andere als rassistisch an, aber niemand ist rassistischer, als solche Linke, die jedes Land der Erde diffamieren und mit ihrem intellektuellen Kot bewerfen!

    Sie nennen sich Antifaschisten, aber alles, was mit nicht der abstrusen Esoterik ihrer Sekte korrespondiert, nennen sie faschistisch oder rechtspopulistisch oder beschimpfen es sonstwie.

    Sie behaupten, gegen Herrschaftsverhältnisse anzutreten, aber das ist nur eine Masche, um sich selbst persönliche Herrschaft zu erschleichen, da sie über nichts verfügen, auf gesellschaftsübliche Weise an Herrschaft partizipieren zu können!

    Was immer sie sagen, was immer sie tun, es folgt einem einzigen Bedürfnis: sich selbst einen Zugewinn an Macht zu verschaffen!

    Ich benötige nur 2 Zitate, um zu erklären, warum die AfD hohe Wahlergebnisse einfährt, die Linke aber abkackt:

    Katja Kipping: "Nicht jeder hat das Glück, in einem reichen Land geboren worden zu sein!" (Wer flüchtet schon freiwillig)

    C.Buchholz: "Als Linke kämpfe ich für eine Abkehr von der Hartz-IV-Politik. Aber eine Bündnispolitik, bei der man mit all denen nicht zusammenarbeiten kann, die nicht in allen Punkten mit einem übereinstimmen, ist falsch. Das wäre die völlig falsche Herangehensweise an die momentane Bedrohungslage. Die spürt der deutsche, weiße Durchschnittsbürger vielleicht noch nicht. Aber Migrantinnen und Muslime spüren sie schon lange. Auch ihnen gegenüber haben wir eine Verantwortung." (Junge Welt vom 26.06.2016)

    Was das mit Religion zu tun haben soll, was es ja denn muss, wenn es um Muslime geht, erhellt keinem normalen Menschen.

    Ach ja. Sie will mal wieder alle, die nicht ihrer Meinung sind, als Rassisten brandmarken. Da fällt mir ein, was Lauren Southern unlängst zu den Trägern der Gender-Ideologie in Kanada sagte: "To disagree with you is not racism!"

    Alleine in München sehe ich täglich Tausende Muslime mit dem neuestem BMW oder Mercedes rumfahren, was Deutsche sich nur bei einem wirklich gut bezahlten Akademiker-Job leisten können. In einer Zeit, in der 1/3 der deutschen ArbeitnehmerInnen weniger als 2000€ für einen Full-Time-Job erhalten, wovon in einer Stadt wie München alleine für Miete die Hälfte weg geht, solche Sprüche zu klopfen, lässt immer mehr Leute durchschauen, was für  überhebliche, miese Steuergeldparasiten diese Führer der Linken sind, und sie werden logischerweise diesen ihren Selbstverwirklichungstrip nicht auch noch mit ihrer Wählerstimme weiterhin ermöglichen! Menschen, die ihre Lebenszeit darauf verwenden, das Funktionieren der Gesellschaft zu erarbeiten, wären schön blöd, Personen an der Macht zu halten, die die Zerstörung der Gesellschaft und des ganzen Planeten betreiben!

    Wie die Drogenhändler, Menschenhändler und Schlepper, deren Geschäfte sie politisch flankieren, so gehören solche Politfunktionäre selbst zum fleischgewordenem Bösen!

    Solche Linke sind für alle, Deutsche, MigrantInnen und die Menschen, die die anderen Länder bewohnen, eine um vieles gefährlichere Bedrohung als die AfD!

    Ich nenne sie die Totengräber der Linken.

    Warum?

    Sie sind die gemeinste Waffe, die der Imperialismus hat!

    Durch sie wird alles, was mal als links galt, in der Welt verhasst!

    Sie sind die Bestätigung jeden Vorurteils, das gegen Linke vorgebracht wird!

    Wer je links war, kann sich nirgendwo mehr blicken lassen, aus Angst, mit diesen Personen identifiziert zu werden!

    Weil wenn das die Linke ist, muss jeder  Mensch, der noch ein Restgewissen hat, alles andere der einen Notwendigkeit unterordnen: schto djela: diese Linke radikal und kompromisslos bekämpfen!

     

    PS: Wie so oft habe ich keine Lust zu korrigieren, also nehmt es, wie es ist!

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  • Ein bemerkenswertes Ereignis in Libyen

    Zuverlässiges aus Libyen ist kaum zu erhalten.

    Wir wissen, dort herrscht ein Krieg vieler gegen viele und dass es definitiv nicht ratsam ist, sich als nicht-Ortsunkundiger ohne gute Verbindungen dort auszuhalten.

    Unsere Medien sabbern ab und zu etwas von "Revolution", aber es gibt heute kaum einen noch inflationäreren Begriff als "Revolution".

    Als solche gilt unseren Medien und Politikern ja schon fast, wenn irgendwo eine alte Oma von 5 Straßenschlägern verprügelt und um ihre Handtasche gebracht wird, vorausgesetzt, die 5 Schläger hören dabei Gangstarap vom MP3-Player und verkörpern somit den ungebundenen Freiheitsdrang der Jugend und die Oma ist konservativ und verkörpert somit brutalste Unterdrückung.

    Nun, jedenfalls gibt es in Libyen so etwas wie ein Scheinparlament, das zwar nur eines der vielen x-beliebigen Konglomerate, die Kapital aus der Zerschlagung des Landes schlagen wollen, ist, aber einen Schleimscheißer in der UNO sitzen hat und somit die internationale Anerkennung geniest.

    Gegen diese hat diese Woche ein Putschversuch stattgefunden.

    Die Medien verbreiten Meldungen, ein ehemaliger hochrangiger Militär habe den ausgeführt, was nach einem Anhänger des Oberst Gaddafi klingt.

    Interessant wird die Meldung in dem Moment, wo der Name genannt wird: Kalifa Hifter!

    Kalifa Hifter war lange Jahre im libyschen Militär als CIA-Agent tätig, setzte sich irgendwann in den Tschad ab und baute dort mit amerikanischem Geld und amerikanischen Waffen die "Libyan Islamic Fighter Group" auf, eine später auf jeder Liste auftauchende islamistische Terrororganisation.

    Hifter selbst siedelte dann in die USA über, wo er 20 Fahrminuten von der CIA-Zentrale in Langley entfernt wohnte und 8 Jahre lang darauf getrimmt wurde, die Macht im Auftrage der USA an sich zu reißen, so Gaddafi einmal nicht mehr ist.

    Während der NATO-Bombardements wurde Hifter als Kommandant nach Benghazi geschickt.

    Er soll der Drahtzieher der Ermordung des Generals Abdel Fattah Junis gewesen sein.

    Wenn also ein Mann, der sein gesamtes Leben lang, erst als Agent und dann als Terrorist, ergebenster Diener der CIA war, putscht, dann sollten wir davon ausgehen, dass er im Auftrag gehandelt hat.

    Das fällt in einem Umfeld in den USA statt, in dem Hitlery Clinton noch einmal versuchen will, Präsidentin zu werden, von den Konservativen aber ob ihrer Rolle bei der Vertuschung der Tatsachen in der Ermordung der 4 amerikanischen "Botschaftsangehörigen" in Benghazi  vom 11.September 2012 heftig attackiert wird.

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  • Die Rückkehr der Grauen Herrscher

    Wenn ich hier immer wieder darauf herumreite, dass John Kerry einem satanistischen Verein angehört, dann weil es sehr viel darüber aussagt, wes Geistes Kind der Mann ist.

    Und mit Satanisten meine ich nicht 50jährige Pubertätsbuben, die auf Iron Maiden Konzerte gehen und übermäßig Bier trinken: die sind in der Regel harmlos. Ebenso kann der Gothik Szene in der Regel bescheinigt werden, dass sie Fans bestimmter Bands und Filme sind, ihre Fanzines produzieren, auf Märkten und in Kneipen ein Szeneleben führen, das im Grunde ihre Privatsache ist. Unter ihnen gibt es nicht wenige, die mit „Uhhh, ich bin sooo böse“ und Symbolen kokettieren, aber viel mehr ist es nicht. Außenstehende gefährdende Auswüchse dieser Szene sind mir eigentlich nicht bekannt.

    Etwas anderes ist es, wenn es sich um einen Exklusiv-Verein einer herrschenden Elite handelt.

    Magische Rituale mögen vor allem dazu dienen, die beteiligten Personen miteinander zu verschweißen, wie etwa der Gottesdienst der Kirchen ein magisches Ritual vollzieht, die Eucharistie, um die Gemeinschaft im Glauben zu erzeugen.

    Das macht sie aber nicht minder wichtig.

    Mir, wie vielen anderen, ist die Bedeutung von“ Skull & Bones“ erstmals deutlich geworden im Wahlkampf zwischen George W. Bush und John Kerry, die beide dieser Bruderschaft angehören.

    Damals wurde klar, dass ein und dasselbe Netzwerk sich die Verfügbarkeit über das Weiße Haus sichert, nur auf beide Parteien der USA verteilt.

    Egal, welche Partei gewinnt, gewinnen tut ausschließlich das Netzwerk, das über die Yale-Universität geknüpft wird. Und der Sinn dieses Netzwerkes ist es, einem bestimmten Teil der Eliten die Herrschaft zu sichern und den Besitz zu mehren.

    Von Kerry und Bush kann gesagt werden, dass sie dieses Netzwerk in Fleisch und Blut repräsentieren.

    Obama, das ist heute allen bekannt, repräsentiert kein Netzwerk; er ist nur ein Schauspieler, der von einem anderen, möglicherweise intellektuelleren, der Öffentlichkeit als Gesicht präsentiert wird, der Will I.am oder Will Smith im Weißen Haus.

    Das bedeutet nicht, dass sie unterschiedliche Ziele verfolgen.

    Sie verwenden unterschiedliche Mittel und fahren unterschiedliche Strategien.

    Nebenbei findet ein Kampf der Netzwerke gegeneinander statt, was die Verteilung der Anteile am großen Kuchen betrifft. Das wirkt für uns im ersten Moment sekundär, weil wir eh nichts davon abbekommen, für uns ist es wichtig, dass diese Netzwerke die Sicherung des gesamten Kuchens betreiben und darin vollständig einhellig sind; aber schon der 2. Blick verdeutlicht, dass wir uns dennoch damit befassen sollten.

    Die radikale, auf militärische Konfrontation setzende Strategie der „Skull & Bones“ hatte ihr Limit erreicht.

    Erstens sorgte sie für zu viel Unruhe in der Welt, sie spaltete das Volk im Hinterland, und sie wurde zu teuer. Wobei das mit dem „teuer“ relativ ist, denn was der Staat an Steuergeldern für Militär ausgibt nehmen die Mitglieder des Netzwerkes an Umsätzen ein.

    Die Aufgabe der Präsidentschaft Obamas war es, die Wogen zu glätten und eine Art „U-Boot-Krieg“ einzuleiten.

    Dieser U-Boot-Krieg startete am 4. Juni des Jahres 2009 mit Obamas Grundsatzrede an die islamische Welt von der Universität in Kairo aus.

     

    Grande Opera!

    Der Großteil der Rede zielt darauf ab, offen und verdeckt, das iranische Volk aufzurufen, sich bei den kurz darauf erfolgenden Wahlen gegen Ahmadinedschad zu entscheiden.

    Der Ort Kairo war ebenso unzufällig gewählt wie der Schauspieler.

    Obama, der erste afroamerikanische Präsident Amerikas, keine zufällige Kandidatur.

    Kairo, die Mutter aller afrikanischen Städte.

    Und, was heute stets unterschlagen wird, auch von der Prominenz alternativer Medien: Ägypten galt damals als das einzige demokratische Land in der arabischen Welt!

    Husni Mubarak war ein gewählter Präsident! Ich selbst war zur Wahlzeit 2005 im Kairo, als er sich gegen mehrere Gegenkandidaten, wie zu erwarten gewesen ist, durchgesetzt hatte.

    Mubarak war der damals respektierteste Politiker eines arabischen Landes, er war Vorsitzender der arabischen Liga und Mediator zwischen den „Radikalen“ wie Gaddafi und dem wahabitischen Pulk um König Abdallah, als auch ist er Vorsitzender der Bewegung der Blockfreien gewesen. Seine Partei „Hizb al Dimuqratiyah al Wataniyah“ war Sektion der „Sozialistischen Internationale SI“, der die SPD ebenso angehört wie die französischen „Sozialisten“ von Hollande.

    Man kann davon ausgehen, dass dies ebenfalls als Signal an den Iran einbezogen war.

    Diese Rede kann als Auftakt eines Feldzuges zur Eroberung des Nahen/Mittleren Osten und Nordafrikas mittels Color/Flower-Revolutions und Medienkriegsführung und unter Ausnutzung der Möglichkeiten, die durch sogenannte „Soziale Netzwerke“ entstanden sind, begriffen werden.

    Was als Reichen der Hand zum Frieden nach dem Hau-Druff Buschs, als das Zuckerbrot nach der Peitsche, inszeniert worden ist, war in Wirklichkeit das Startsignal zu einem umfassenden Überfall mit neuen Mitteln!

    Der größte Vorteil an dieser Strategie war, dass sie auch die modernistischen, jugendlichen und antiautoritär eingestellten Kräfte für die Ziele der US-Elite mit einspannen konnte.

    Ihre wichtigsten Elemente speisen sich aus den Erfahrungen und Mitteln, wie sie von den linken Studentenbewegungen und ihres Anhanges seit der sogenannten 68ger Revolte gesammelt wurden.

    Diese sind ja nunmehr entweder abgesumpft oder etabliert. Viele des modernen Establishments in den USA gingen aus dieser Bewegung hervor, die Bewegung der NGOs entstammt diesen Teils der westlichen Gesellschaft.

    So nimmt es kaum Wunder, dass genau diese NGOs eine aktive Rolle in diesem imperialen Vorstoß einnehmen; und ebenso wenig braucht man erstaunt sein, dass Internet-Popstars wie der politisch ambitionierte Moderator Ken Jebsen immer noch Brandreden für die Moslem-Bruderschaft halten und die Tatsache, dass es diesen in ihrer kurzen Herrschaftszeit nicht gelungen ist, die bürgerliche Schicht Ägyptens massenweise zu vernichten, sei es ökonomisch oder sogar physisch, als fehlende "Entnazifizierung" proklamiert – aber ich greife vor!

    Die erste praktische Eskalation erlebte diese Strategie in dem Versuch, die Wahlergebnisse im Iran weg zu putschen und den Kandidaten des Westens einzusetzen mittels der sogenannten "Grünen Revolution". Und es war das Experimentierfeld, wie Internet als Waffe im Dienste des Imperiums genutzt werden kann.

    Und es zeigte die Schwäche der Strategie auf: den iranischen Sicherheitskräften gelang es, das Land zu verteidigen.

    Der nächste Schlag kam tatsächlich derart überraschend, dass er die allergemeinste Diabolik offenbart und die Kontinuität des Satanismus in der amerikanischen Herrschaftselite: der Sturz Ben Alis als Kollateralschaden und der Sturz Mubaraks.

    Alle kennen den Plan zum Sturz der Regierungen, mit welchen die USA im Konflikt steht seit Wesley Clarke ihn im Fernsehen aussprach; aber der Weg ging anders: erst stürzt man nämlich die befreundeten Regierungen!

    Um Libyen, Syrien etc. zu unterwerfen musste Mubarak aus dem Weg geräumt und das ägyptische Bürgertum geschwächt werden. Dafür konnte man nicht plötzlich Konflikte mit Ägypten vom Zaun brechen, Mubarak hätte gegengehalten und würde gestärkt worden sein.

    Nein, einen angesehenen Präsidenten stürzt man, indem man ihn diskreditiert!

    Und am besten diskreditiert man ihm durch einen "Volksaufstand", der ihm die Autorität entzieht. ein Land, das ökonomisch so vom Ausland abhängig ist, wie Ägypten, ist hierfür ein nicht allzu schweres Opfer. Es verfügt über genug interne Widersprüche, um einen solchen Aufstand herbeizuführen. Man braucht nur die Macht der Hoffnung zu nutzen wissen.

    Hast du Probleme – Schuld hat der Präsident!

    Für alles Weitere hatte die CIA sich immer die Moslembrüder als eiserne Reserve gehalten.

    In Mubaraks Ägypten war die Bruderschaftaft als Organisation verboten, als, so blöd das im Facebook-Zeitalter klingt, soziales Netzwerk waren sie erlaubt.

    Somit war es für sie nicht schwer, das Chaos zu nutzen, ein über Generationen gepflegtes Ziel, die Macht im Lande zu übernehmen um es in ein Kalifat ihrer Vorstellung umwandeln zu können, zu verwirklichen.

    Die CIA im Hintergrund trug ihres bei.

    Eine Herrschaft der Moslembrüder ist oberflächlich gesehen ein größeres Risiko für die USA als ein arabischer Großbürger mit sozialdemokratischen Idealen wie Mubarak. Aber sie hat auch einen entscheidenden Vorteil: sie spaltet die Nation; sie hetzt Ägypter gegen Ägypter auf! Unterdrückt sind die Moslembrüder Wölfe im Schafspelz, die den Schafspelz nicht ablegen können. An der Macht zeigen sie ihr wahres Gesicht.

    Die Probleme wurden, wie absehbar, größer und mehr und nicht kleiner und weniger.

    In den letzten Wochen konnten wir erleben, dass auch hier eine Fehlkalkulation stattfand. Ich denke nicht, dass die Strategen der Macht um Obama damit gerechnet hatten, dass es Bürgertum und Militär so rasch gelingen würde, die Moslembrüder zu zerschlagen und wieder Herr der Lage zu werden. Sehr dazu beigetragen hat natürlich, dass die ägyptische Arbeiterschaft dem Bürgertum und dem Militär gegenüber loyal blieb.

    Natürlich wird Ägypten in der nächsten Zeit mit terroristischer Gewalt konfrontiert sein. Aber die in Jahrzehnten gebauten Strukturen der ägyptischen Gesellschaft erwiesen sich als unheimlich resistent.

    Libyen, das muss ich nicht mehr ausführen, auch Libyen war ein Fehlschlag: man dachte, ohne Mubarak macht Gaddafi es keine 3 Tage mehr, das Gegenteil war der Fall, und es wurde zum Todesstoß gegen den Mythos Obama.

    The rising star of peace and justice entblösste sich als George W. Obomba.

    Obama und seine 68ger an der Macht haben gegen Putin verloren.

    Der Iran hat es sicher durch die 2. Legislaturperiode Achmadinedschads geschafft und der vom Westen favorisierte Präsidentschaftskandidat erweist sich keineswegs als manipulierbare Puppe.

    Der Söldnerkrieg gegen Syrien hat Assad und seine Leute stärker gemacht als je zuvor. Denn galt dieser vor dem Krieg noch als das Hascherl unter den Präsidenten, als der Bub der den Thron geerbt hat, so gilt er heute vielfach jenseits der NATO als standfester Verteidiger der Interessen seines Landes.

    Und so ist es leicht zu verstehen, warum Obama auf einmal von der Bildfläche verschwindet, wo wir doch täglich Pressebriefings mit ihm sehen sollten.

    Und der "Satansschüler" John Kerry das Gesicht Amerikas wurde. "Skulls & Bones" hat ihn weggeputscht!

    Wir hören "der Präsident wird…", "sobald der Präsident entschieden hat…" etc.

    Obamas Strategie der weichen Hand war erfolglos.

    Was geschieht im Weißen Haus?

    Obama hat ein letztes Mittel: Kerry kann nicht zuschlagen ohne sein OK, das verlangt das Gesetz.

    Die Militärführung hat mehr als einmal deutlich gemacht, auf einen Krieg gegen Syrien nicht scharf zu sein.

    "US-Außenminister John Kerry sagte, nach Ansicht Obamas müssten die zur Verantwortung gezogen werden, die "die abscheulichsten Waffen der Welt gegen die verletzlichsten Menschen der Welt" einsetzten." lesen wir bei Reuters.

    Seit wann kann Obama nicht mehr selber reden?

    UK und Frankreich haben sich schon als gesetzlose Hunde geoutet, eine Linie, die auch Kerry kennzeichnet.

    Die Medien versuchen derweil eine psychologische Lage zu erzeugen, die es dem ersten Afroamerikaner, der versucht hatte Präsident zu sein, nahezu unmöglich macht, diesen Angriff nicht zu befehlen.

     

     

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  • Die Wiederherstellung der Ordnung in Ägypten löst unter Washingtons Nomenklatura Panik aus

     

    Die unheilige Allianz aus Moslembrüdern, westlicher Presse, Washington und linksintellektuellen Revolutionsromantikern hatte so gehofft: ein Freitag der Märtyrer als Antwort auf die Haftentlassung Husni Mubaraks!

    Da werden wieder die Knochen krachen, das Blut spritzen und Panzer rollen, dass es eine Freude ist, davon zu berichten!

    Nun, einen Toten hat man der Presse freundlicherweise gegönnt. So sind sie halt die Ägypter: man schlägt einen angetragenen Gefallen nie zur Gänze aus, das wäre unhöflich.

    Aber das, was geschehen ist, hat unsere Berichterstatter so baff werden lassen, dass sie nahezu verstummten.

    Der Spiegel kriegte sich als erster wieder ein und erklärt die Ruhe im Land mit: Angst schleicht durch die Straßen.

    Was war denn geschehen: eine Studentengruppe, die sich einfallsreicherweise nach einem Datum benennt zog ihren Demoaufruf unter fadenscheinigem Vorwand zurück.

    Von dem hätte ohnehin keiner etwas bemerkt, wenn er von westlicher Presse nicht so gehyped worden wäre.

    Landesweit formierten sich nach den Freitagsgeben etwa 2000 Moslembrüder zu Märschen. Die wurden in Artikeln zu mehreren tausend aufgebläht – keine Lüge, denn 2 sind mehrere 1sen, nämlich 2 davon.

    In Kairo waren es knapp einmal um die 100 Brüder, die blieben von den Sicherheitskräften völlig unbehelligt, als sie jedoch durch Shoubra (شبرا‎)marschieren wollten, wurden sie von den Einwohnern nach Strich und Faden zu Brei geschlagen.

    Damit dürfte ihnen nun endgültig klar geworden sein, dass sie lieber die nächste Zeit die Fresse halten.

    Sogar die ehemalige Spokeswoman der Moslembrüder für englischsprachiges Publikum, weil schließlich weiß man ja, dass man besser Frauen vorschickt, will man sich die Gunst westlichen Publikums erhalten, das werden ihnen die amerikanischen Kommunikationswissenschaftler, welche die PR des Vereins managen, schon eingetrichtert haben, die ausgerechnet von RT ihre Bühne bekommt, nennt sich jetzt lieber „political analyst“. Und freilich mildert es das Flair der ideologisch verordneten Frauenschänderei etwas ab, wenn irgendeines Moslembruders Töchterlein den Kakao, durch den sie gezogen wird auch noch im alternativen Medium trinkt.

    Ja, die lieben Frauen und der Freitagnachmittag des 23. August 2013. In den modernen Stadtvierteln wie Heliopolis ist die Jeanshose heute für sie nicht mehr haram.

    In den Arbeitervierteln treffen sich wie eh und je die Männer in den Straßencafés, rauchen Shisha und quatschen irgendetwas und die Ladies besuchen sich gegenseitig in ihren Wohnungen.

    Für die Schlägerei in Shoubra interessiert sich kaum wer. In einer Stadt mit, einschließlich Dunkelziffer und Palästinenserlager am Stadtrand, um die 18 Millionen Einwohnern ist eine kurze Randale irgendwo kein großes Ereignis.

    Unsere Weltrevolutionäre dürften erstaunt sein, wie unbeliebt vom Ausland über Unis implementierte Revolutionen beim gemeinen Volk sind.

    Man kann, wie unsere Presse, die Entlassung Mubaraks als Zeichen werten, wie es die attraktive junge Britin Bel Trew auf RT tut gleich Springers Blättern, dass das Rad der Zeit, wie man die Revolution gemeinhin in akademisch angehauchten Kreisen sich vorstellt, zurückgedreht wird. Man kann es aber auch, und sorry, Leute, die ihr so gerne von Revolution in fernen Ländern träumt, als die simple Wiederherstellung  des Normalzustandes interpretieren, was die meisten Leute in Kairo tun.

    Zu diesem Normalzustand hatte Jahrzehnte lang eben auch Mubarak gehört. Er war nicht der beste Präsident, er war nicht der schlechteste Präsident, er war halt einfach Präsident, weil immer irgendeiner Präsident ist.

    Kein Nasser. Der war ein Idol, ein Popstar, ein Held, der dem alten Volk der Ägypter das Selbstbewusstsein zurückgegeben hat, das sie sich in ihrer immensen Geschichte verdient hatten.

    Mursi war ein Hochstapler und Usurpator. Ein Niemand. Und dazu ein gefährlicher Fanatiker, der sich in die Belange der Einzelnen einmischt.

    Mubarak stand bis zu jenen verhängnisvollen Tagen am Tahrir einfach nur für leben und leben lassen. Nichts Spektakuläres und auch nicht das schlechteste.

    Und es ist genau diese Ruhe. Diese Gemütlichkeit des Freitagabend, die man in Kairo so wertschätzt, was in Washington Red Alert auslöst!

    DIE BEVÖLKERUNG ÄGYPTENS BESTREIKT DIE REVOLUTION!

    Ein paar Studenten meckern noch, wenn ein ausländisches Fernsehteam sie interviewt; das gehört zum guten Ton.

    Aber eigentlich freuen auch die sich schon darauf, zu ihren Vorlesungen und Büchern zurück zu kehren. Möglicherweise wird ja das Nilprojekt, das „Mubaraks“ Ingenieure in Verarbeitung der Erfahrung des „Great Man Made Rivers“ in Libyen seit Jahren entwickeln, nun wieder aufgenommen. Dann gibt’s auch wieder eine Menge guter neuer Jobs in Ägypten, für sie und für die Arbeiter, denn daran herrschte ja nun wirklich Mangel.

    Gibt es keine Revolution mehr, dann gibt es auch für Washington, Paris und London keine kraft ihrer Menschnrechtshyperentwickeltheit moralische Verpflichtung mehr, die zu Stobe geworfene Menschheit vor gar finsteren Tyrannen zu retten!

    Und exakt aus diesem Grunde legt man jetzt den einzigen Trumpf auf den Tisch, der übrigblieb und den man sich vorsorglich unter der Bezeichnung „Rote Linie“ geschaffen hatte: Giftgas in Syrien!

     

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  • Die Old World Order zeigt Zähne

    Dem neoliberalem Spuck, der als Greater Middle East im Rahmen des Project for a New American Century die halbe Mittelmeerküste in Brand gesetzt hat, und der gerne von einigen als „arabischer Frühling“ und „Revolution“ tituliert wird,  geht langsam die Puste aus.

    In jedem gesellschaftlichen System gibt es Gewinner und Verlierer.

    Viele Faktoren entscheiden drüber, wer hochkommt, wer unten bleibt oder wer fällt, Gerechtigkeit ist keiner davon.

    Und je höher die Karriereleitern gehen, desto dünner sind die Posten gesät, desto härter werden die Bandagen und fieser die Intrigen.

    Mit fast mathematischer Notwendigkeit setzen Volksaufstände Unzufriedenheiten frei, treiben Hoffnungen, diese aus dem Weg räumen zu können. Ägypten ist ein Land, in dem sehr viele Menschen leben, aber das wirtschaftlich kaum etwas hergibt.

    So war es vor knapp über 2 Jahren für von diversen NGOs mit Mitteln ausgestattete, an erfahrenen Instituten ausgebildete Studenten nicht überfordernd, einen Machtkampf auf Ägyptens Straßen zu inszenieren.

    Das Land ist arm, seine natürlichen Ressourcen reichen nicht aus, um die riesige Bevölkerung zu ernähren. Die Regierung war seit Jahrzehnten im Amt und die Hierarchie hatte schon quasi feudalen Charakter.

    Der Westen hatte die Ägypter zu einem Machtkampf angestiftet, der zum guten Teil auf der Straße ausgetragen wurde. Dann wurde das Etikett Revolution draufgeklebt. Eine übereilte Wahl wurde abgehalten und noch übereilter wurde die Verfassung ausgetauscht. Fertig.

    Der Erfolg einer Revolution hängt entscheidend davon ab, welche Verbesserungen sie in das Leben der Menschen bringt. Eine Revolution, die alles verschlechtert und ansonsten verspricht, wenn die Männer nur fleißig beten, die Frauen einsperren und alle paar Jahre Wahlzettel in eine Urne werfen wird irgendwann auch irgendetwas wieder besser braucht keiner.

    Die Moslembrüder, ökonomisch neoliberal, ideologisch rechtsradikal, waren die einzigen Gewinner. Sie haben ihr seit Jahrzehnten verfolgtes Ziel erreicht und regierten.

    So nimmt es nicht Wunder, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung schadenfroh zusieht, wie das Militär die Gewinner der „Revolution“ plattmacht, eine Demonstration gegen die Freilassung Mubaraks gerade einmal, nach Durchsicht aller mir zugänglichen Quellen, 100 Moslembrüder auf die Straße bringt.

    Auch in Tunesien setzt sich dieser Gedanke offensichtlich langsam durch. Volkswiderstand gegen die „Revolutionäre“ mit neoliberaler Wirtschaft unter brutalster religiöser Restriktivität zeigte sich deutlich bereits in einer Aktionsform, demonstrativ im Monat Ramadan öffentlich tagsüber zu essen oder Zigaretten zu rauchen bis hin zum Köpfen eines Biers am Strand. Das ist nicht so pressewirksam wie zerplatzte Köpfe auf dem Straßenpflaster, aber eine entschlossene Ansage an die neuen Herren. Dass populäre Nasseristen die Todeslisten der frei und demokratisch gewählten Moslembrüder anführen fügt sich nahtlos.

    Nicht hoch genug eingeschätzt werden kann die Signalwirkung der ägyptischen Ereignisse nach Syrien.

    Und so ist es nicht von ungefähr, dass ausgerechnet jetzt dort Kinder mit Giftgas verseucht werden.

    So blöd, zu glauben, die syrische Armee würde den Inspektoren der UN einen Giftgasangriff im Raum Damaskus als Begrüßungsgeschenk kredenzen, damit die auch ordentlich Arbeit haben, kann ja nun wirklich keiner sein.

    Besonders da die syrische Armee sehr erfolgreich aufräumt.

    Es gibt hier nur zwei Parteien, die einen Giftgasangriff benötigen: Erdogan und die Hardliner in Washington, die sich sein Monaten bemühen, Obama einen Angriffsbefehl abzuringen.

    Die unvermeidliche Baroness Ashton fordert nun freien Zugang für UN-Inspektoren im ganzen Land.

    Das hat sich schon im Irak als Mittel bewährt, sämtliche militärischen Anlagen des Landes auszuspionieren um einen möglichst verlustarmen Angriffskrieg führen zu können.

    Zu diesen oben erwähnten Hardlinern gehören auch die beiden Senatoren McCain und Graham, die nicht ganz unzufällig vor dem Crack-down der Moslembrüder auf der Straße in Kairo die Wiedereinsetzung Mursi’s als Präsident einfordern wollten und denen man dort kurzerhand die Türe vor der Nase zugeschlagen hat.

    McCain, der ein Treffen mit libyschen Dschihadisten öffentlich zu einem der inspirierendsten Ereignissen seines Lebens erklärte.

    Weitere rätselhafte Ereignisse machten kürzlich die Runde. Ein bedeutenderes davon dürfte das plötzliche Auftauchen des sagenumwobenen Prinz Bandar in Moskau sein, nachdem dieser monatelang die Welt hatte glauben lassen, er sei tot. Und wie es für zwei Veteranen des klandestinen Gewerbes üblich ist, erfuhr die Welt nichts darüber, was der Prinz und der Präsident Russlands miteinander sprachen. Ein blödsinniges Gerücht, Bandar habe Syrien gegen Waffendeals eintauschen wollen konnte zerstreut werden kaum dass es gestreut wurde. Wie oft Prinz Bandar‘s Geist im Kreml spukte ohne dass man es der Presse mitgeteilt hätte, darüber kann man natürlich auch spekulieren. Ein einstündiges Gespräch mit anschließendem Dinner reicht auf solchen Gipfeln der Macht jedenfalls nicht, um Entscheidungen von Tragweite zu treffen.

    Was dem aufmerksamen Beobachter nicht entgehen dürfte: ausgerechnet Saudi Arabien ist es nun, welches den Ägyptern die notwendigen Geldmittel zur Verfügung stellt, welche der EU und den USA  die Erpressungsmöglichkeiten unter den Füßen wegziehen. Man kann die neuen Moves auch als Anzeichen werten, dass Saudi Arabien aus dem Syrienspiel aussteigt, ehe es zu spät ist. In den VAE haben die Moslembrüder gerade einen verheerenden Strafprozess hinter sich. Unterm Strich bleibt in der Region dann nur mehr einer übrig, der den schwarzen Peter im Blatt hat, wenn die Ordnung wieder hergestellt ist – der Moslembruder Erdogan.

     Sie sind gelehrige Schüler Washingtons, die saudischen 7000.

    Im Gegensatz zu Naivlingen wie Mubarak, Gaddafi oder Assad kommt in deren Wörterbuch das Wort „Loyalität“ nicht vor. Dafür die Kombination „Eigener Vorteil“ gleich 5x.

    In diesem Zusammenhang sollte man hellhörig werden, wenn man auf dem Daily Press Briefing des Secretary General der UN, der natürlich grave concerns hat, was Chemiewaffeneinsatz in Syrien betrifft als auch das Entfernen der Moslembrüder von der Macht, ganz nebenbei erfährt, dass ausgerechnet Jeffrey Feltman im offiziellen Auftrag dieses Südkoreaners nach Kairo geflogen ist. Jeffrey Feltman und Bandar bin Sultan galten als die Chefstrategen hinter dem Aufstand gegen Assad und sollen in monatelanger Vorarbeit diesen initiiert haben. Ich erinnere daran, dass ein von diesen beiden entwickeltes Strategiepapier in der internationalen Presse aufgetaucht war, das so hanebüchen war, dass man es aus damaliger Sicht für eine Fälschung hielt, bis die Beobachtung der Realität damit überraschte, dass es Schritt für Schritt umgesetzt wird.

    Diese Realität hatte einige Überraschungen zu bieten, die für gewöhnlich nicht in das Arsenal von Revolutionären gehören. Ich erinnere nur mal wieder an die millionenteure Hollywood-Inszenierung des Sturmes auf Tripolis in der Filmstadt Doha. Cecil B. DeMille hätte seine Freude gehabt, wie da sein Film „The Greatest Show on Earth“ übertrumpft wurde.

    Nicht alleine die gestürzten Machthaber sind die Verlierer einer Revolution, auch diejenigen, welche das Wenige verlieren, was sie sich vor der Revolution erarbeitet hatten.

    Und das haben in Libyen alle verloren bis auf die paar wenigen Gewinner, wie etwa der berüchtigte Abdel Akim Belhaj, der seine Karriere als Drogenbaron von Benghazi angefangen hatte und nachdem er aufgeflogen war über Afghanistan zu einem wahrhaft führenden Terroristen der internationalen Szene avancierte.

    Die Entfernung Mubaraks von der Macht war zwingende Voraussetzung, den NATO-Krieg gegen Libyen und Syrien führen zu können.

    Denn so sehr er Freund und Helfer des Westens war und Protektor Israels, der Mann hatte das, was man heute gerne eine „Rote Linie“ nennt: den Einsatz der ägyptischen Armee als Hilfstruppen der NATO kam für ihn nie in Frage.

    Libyen und Syrien aus der arabischen Liga werfen wäre mit einem Ägypten unter Mubarak unmöglich gewesen und das Experiment, Libyen und Syrien anzugreifen, solange Mubarak an der Macht ist, hätten USA, Frankreich und UK nicht wagen brauchen.

    Es kann ein Zufall sein, da Feltman mittlerweile nicht mehr für das State Department sondern tatsächlich für den Südkoreaner arbeitet, aber man liegt bestimmt auch nicht falsch, den Südkoreaner als Handpuppe des State Departments zu begreifen. Ist in der UN-Bürokratie Ban Feltman übergeordnet, bedeutet das noch lange nicht, dass er auch das Sagen hat. Dass diese beiden Genies der tödlichen Intrige  im Weltmaßstab, Feltman und der Prinz, im Umgang mit Kairo zweifellos  gegensätzliche Lager repräsentieren und genau beide in Sachen Kairo aktiv sind, sollte man jedenfalls auf seine Beobachtungsliste setzen.

    Saudi Arabien wie wir es heute kennen ist ein Land ohne Zukunft. Gehen wir davon aus, dass die saudischen Prinzen das wissen und Pläne schmieden. Und dass diese Pläne nicht von einer Zuverlässigkeit Washingtons abhängig gemacht werden, das kann man denen zutrauen.

    Wenn Washington sogar einem Mubarak das Messer in den Rücken stößt, dann erkennt ein saudischer Prinz seine Lage.

    Einen Giftgasanschlag verursachen um Handhabe zu militärischem Handeln zu bekommen – das ist Schwäche und Kontrollverlust.

    Es ist Zynismus der menschenverachtendsten Sorte.

    Es ist der Anfang vom Ende eines imperialen Größenwahns.

     

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  • Guter Bulle Böser Bulle befrieden Gefangenenaufstand im Völkergefängnis Ägypten

    An einer Sache kann es gar keinen Zweifel geben: das ägyptische Volk hat die Regierung Mursi gefeuert, und wir gönnen natürlich den Leuten auf der Straße ihr rauschendes Fest!

    Aber wir sind Realisten.

    Die Massenproteste haben den Strategen des Imperiums eines gesagt: ihr Mann in Kairo ist nicht zu halten.

    Aber diese Massen sind sozusagen politisch nackt.

    Sie haben ein bisserl Gewerkschaft, ein bisserl dies, ein bisserl jenes, aber sie verfügen über keine Organisatorische Struktur, über kein Programm, über keine eigenständige Infrastruktur und sie haben keinerlei Kapital.

    Das Militär ist seit Jahrzehnten eine Unterabteilung des US-Militärs. Das Militär ist die bestorganisierte Struktur im Land.

    Natürlich sorgen jetzt die Generäle dafür, dass alles Kommende nach dem Willen Washingtons verläuft.

    Auch die Brotherhood ist eine wohlorganisierte international handlungsfähige Struktur.

    Sie besteht aus 3 Elementen: dem klerikalem, dem politisch-sozialem und dem militärischem.

    Sie sind eine Untergrundorganisation gewesen und sie hatten in den 90gern bereits zahlreiche Terroranschläge in Ägypten verübt.

    In Syrien können wir täglich beobachten, wie weit zu gehen sie bereit sind.

    Und sie haben in Ägypten an der Macht geleckt.

    Sie werden jetzt nicht einfach sagen: „Ohh, ihr wollt uns nicht. Schade. Also tschüüß dann.!“

    Ihre Kleriker halten sich für die einzigen Hüter des wahren göttlichen Willens.

    Sie sind die Macht hinter der Macht.

    Die Politiker, die Kämpfer, sie tun, was jene sie heißen!

    Man wird mit den Amis eine Machtaufteilung aushandeln, vorübergehend, und man wir versuchen Schritt für Schritt die Macht wieder zu übernehmen.

    Washington segnet ab, was Washington dient.

    Was Washington dient, schadet den Ägyptern.

    Ich habe eine Zeit lang in Ägypten, in Kairo,  gelebt, und die Menschen dort als modern und aufgeschlossen mit vielen guten Ideen, was sie aus ihrem Leben machen wollen, erlebt.

    Was sie an der Umsetzung der Ideen gehindert hat, war: es hat fast keiner genug Geld, ausreichend Nahrung für den Tag zu kaufen, geschweige denn, irgendetwas anders zu tun, wofür man Geld braucht. Klar, das Café, den Barber-Shop, die Tourismusunterhaltung, irgendetwas zum Geldaufstellen geht, aber nichts, was mit einem selber zu tun hat, nichts Reales.

    Dabei wird es bleiben, solange Washington die Herrschaft hat, und es ist Washington egal, ob sie durch das Militär, Großbürger wie el Baradei oder die Brotherhood herrschen.

    Die Zeit, dass das ägyptische Volk sich wie Idioten abspeisen lässt ist vorbei.

    Washington will den Suez-Kanal, einen ruhigen Hinterhof für Israel und Öl.

    Die Brotherhood will ihr Kalifat. Die Herrschaft über Ägypten ist wichtig für die Brotherhood, denn Ägypten ist ziemlich das einflussreichste Land im arabischen Raum.

    Gelingt es der Brotherhood in der heutigen Situation nicht, das Land zu halten, laufen die Speckklöpse in Saudi-Arabien und den Golfmonarchien ebenfalls Gefahr, zu stürzen.

    Einige, die diese Zusammenhänge erkennen, befürchten ein syrisches Szenario für Ägypten: nun, das sehe ich eigentlich nicht kommen: die Ägypter haben keinen Assad und das Militär – ich sagte es schon, Militär und Brotherhood werden einen Modus finden, der Washington befriedigt.

    Man wird, im Gegenteil, Ägypten als Versuchslabor verwenden, welches Szenario nach Assad in Syrien installiert werden könnte: denn die Machtverteilung entspricht in Etwa dem, was die sauberen „Freunde Syriens“ in Sachen Al Nusra-FSA zu organisieren versuchen, der gute und der böse Bulle und ein machtloses Volk ihnen ausgeliefert.

    Das bedeutet noch nicht, die Rechnung ginge auf, aber es bedeutet, dass ein Sieg des syrischen Staates über seine Angreifer an Wichtigkeit immens zugenommen hat: durch ihn würde Bashar al Assad zum neuen Nasser!

    Für das Imperium eine nicht auszudenkende Katastrophe: Afrika spürt bereits, was es am letzten, der den Weg Nassers folgte, an Gaddafi verloren hat ohne etwas dafür zu erhalten: Assad hat bewiesen, dass das Imperium ihn nicht in die Knie zwingen kann, wohin wird es führen, wenn er noch zeigt, dass er es besiegen kann?

     

     

                                                                                                                                                          

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  • Kein neuer Kampf um Algier

    Da die algerische Regierung die ursprüngliche Einschätzung, bei den Geiselnehmern in In Amenas handle es sich um algerische Salafiten, dahingehend revidiert hat, dass es sich bei den Geiselnehmern tatsächlich um demokratie- und freiheitsdurstige Rechtsanwälte und Zahnarzte aus Libyen handelte, erscheint der Vorfall natürlich in einem anderen Licht.

    Es scheint, als sei Algerien im ersten Moment überrascht worden.

    Wenn Algerien den Franzosen Überflugsrechte gewährt hatte, dann nicht ohne Gegenleistung zu verlangen: die bestand wohl darin, das wirtschaftlich von der Eurozone abhängige Algerien nicht anzugreifen.

    Frankreich hätte auch über die Elfenbeinküste, die es sich ja vor 2 Jahren, als alle Welt über Gaddafi redete, ganz nebenbei einverleibt hatte, einreiten können.

    Algerien selbst hat ein Interesse, dass die Djihad-Organisationen, die dank der NATO in der Gegend realistische Machtfragen stellen können, nicht stabil Boden unter den Füßen bekommen, dafür haben sie mit einheimischen Salafiten selbst zu viele Probleme; dass Frankreich angreifen wird war so oder so klar, es bindet Kräfte, um die sich die algerischen Organe dann nicht kümmern müssen.

    Der Schluss, dass die algerischen Salafiten die Situation nutzen, lag nahe.

    Da nun tatsächlich libysche Terroristen Algerien angegriffen haben, legt sich ein ganz anderer Schluss noch näher:

    nämlich, dass das in enger Absprache mit der NATO geschah!

    Algerien fand die Herkunft der Terroristen nach dem ersten Befreiungsversuch heraus.

    Das Ergebnis war, dass Algeriens Armee gnadenlos zuschlug!

    Die Ansage Richtung NATO war unmissverständlich: unsere Leute holen wir raus, die Proxi-Terroristen töten wir und eure Leute sind uns scheißegal!

    Aus Algerien werdet ihr kein zweites Syrien machen!

    Algerien wird nicht wie Gaddafi oder Assad so lange mit euch quatschen, bis es zu spät ist. Wir haben gelernt!

     

     

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  • Das Imperium lässt seinen Filialleiter Hollande ins offene Messer rennen

    Gehe ich unsere Presse durch, fällt eines deutlich auf:

    Wie jeden Krieg eines NATO-Staates gegen Afrika oder andere bejubelt sie den Angriff natürlich mit Zimbeln und Drommeten.

    Hurraahh-Schreie von der bankrotten Frankfurter Rundschau bis Springers Welt, der fliegende Hollande schwoll innerhalb von 24 Stunden vom „Zauderer zum Feldherrn“ an und über hunderttausend sozusagen Spontan-Flüchtlinge dichten unsere Schreiberlinge um zu armen Würstchen, welche die Ankunft der fränkischen Reiter als Heldenerscheinungen feierten. NTV schwärmt in Neologismen wie "Binnenflüchtlinge". Naja, wenn's Binnenwasser und Binnenmarkt gibt, sind Binnenflüchtlingsströme nicht weit.

    Alleine: die lieben Freunde und Partner der transatlantischen Allianz haben es nicht so gerne, wenn man sie überrumpelt.

    Die Tags, die auf die Mission Mali geklebt sind, reichen, um eine zögerliche Scheinhilfe locker zu machen: Freiheit (ach nee, wer hätte dat wohl erahnt), Menschenrechte (na so wat, dad is ja janz wat neuet), und TATATATAHHHHH: Demokratie für ganz Mali!

    Immerhin hatte ein Offizier, der sich ins Amt geputscht hat um Hilfe zur Verteidigung der Dömokrotüü gebeten.

    Die Amis haben sich schon klar positioniert: von uns gibt’s nix, nur ein paar butterbeschmierte Worte. Und ein paar Überwachungsdaten (die innerhalb der NATO in begrenztem Maße auszutauschen ohnehin selbstverständliche Routine ist).

    Die schönen Worte kommen auch aus Bärlin: „Mali is, öh ja, im Gegnsatz zu dem gaaaanz gaaaantz weit wegen Syrien ja an der Grenze zu Europa, da können Patronenhülsen rüber fliegen, die dann von Patriots abgeschossen werden müssten…“ sprudelt es aus unserer akademisch gebildeten Regierung nur so heraus, also schickt man tapfer 2 Transall, die eh bald schrottreif wären und die immense Summe von 1 Million€, vorzugsweise in Naturalien wie Produkten der Pharmaindustrie und was sonst noch in irgendwelchen Kellern verrottet, die schon lange keiner mehr aufgeräumt hat. Immerhin hält sich der von Frankreich in den Präsidentenpalast der Elfenbeinküste geschossene Vorsitzende der ECOWAS Alassane Ouattara in Berlin auf, da darf man nicht kleinlich sein.

    Der GRÜNE TrittIhn leidet und mahnt mehr Pep an.

    Tag 1 ward noch der Blitzkrieg ausgerufen, schon heute räumt Paris ein, dass der bombige Schutz der Menschenrechte sich wohl sehr lange hinziehen könnte.

    Nach der ersten Schockminute schritten die „Rebellen“ rasch in die Offensive inklusive Spill over nach Algerien, wo man erst einmal einen Sack Geiseln von BP einsammeln ging.

    Der internationale Strafgerichtshof in Den Haag versucht verzweifelt eine juristische Legitimation für diesen langanhaltenden Krieg zusammenzuschustern und „geht Hinweisen eines malischen Militärangehörigen nach, dem zu Folge die Islamisten Kindersoldaten einsetzen“ und George Soros' HRW flankiert.

    Wir stellen fest: was bei Islamisten in Libyen und Syrien besonders verantwortungsvolle Jugendliche heißt, die ihre Zukunft in die Hand nehmen, 11 bis 14 jährige die gegen Gaddafi und Assad eingesetzt werden, heißt jetzt plötzlich wieder Kindersoldaten wenn sie gegen Frankreich eingesetzt werden.

    Ja watt‘ n nuuu – da kennt sich doch bald kein nasser Hund mehr aus!

    Die Message ist unmissverständlich: Paris ist nicht Washington. Der Chefsessel ist nicht der Platz, in den sich Frauchens Schoßhund setzt!

    Der Imperator im Weißen Haus hat dem Provinzgouverneur im Elyséepalast kein OK vorab gegeben.

    Wenn er will: bitte. Aber er muss selber sehen, wie er mit dem Schlamassel fertig wird. Und eines ist ganz sicher: es wird ein Blutbad!

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  • Mali, Syrien und die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Sozialist Hollande mit seinem bombigen Massaker-Überfall auf Mali vor allem eine Fraktion der internationalen Weltgemeinschaft überrascht hat: seine befreundeten NATO-Partner.

    Ich leite das von der Tatsache ab, dass die diplomatischen Kreise, Außenministerien und ähnliches der NATO-Staaten sich benehmen wie ein Hühnerstall, in den man einen Schweizer Kracher geworfen hat.

    Alle Debatten, die gewöhnlich in das Vorfeld gehören, laufen nun im „Nachfeld“.

    Manch einer wundert sich: Nanu, die „Islamisten“, die man in Syrien fördert bekämpft man nun in Mali?

    Ich brüste mich damit, schon mehrfach darauf hingewiesen zu haben, dass die globale Machttektonik derzeit 3 Fraktionen hat: das US-EU-geführte Lager, das BRICS-UNASUR-geführte Lager und das Saudi-Katar geführte Lager.

    Das BRICS-UNASUR-Lager ist das bevölkerungsstärkste und rohstoffreichste.

    Die Golfmonarchen haben Erdöl und Erdgas und sonst haben sie schlicht gar nichts. Ihre Sklavenhaltergesellschaften sind dysfunktional und auf die Unterstützung durch die USA angewiesen und in zweiter Reihe durch die EU. Die Saudis können mit Hilfe der Waffen aus Deutschland und des KnowHows in Sachen Aufstandsbekämpfung aus den USA ihre Gesellschaften unter Kontrolle halten.

    Das US-EU-Lager verfügt über Technologie, Landwirtschaft und die Kontrolle über das globale Geldsystem.

    Das BRICS-UNASUR-Lager weis, dass sie die Zukunft sind. Ohne den billigen Zugriff auf deren Ressourcen und Arbeitskräfte sind die Golfmonarchen und die US-EU nichts. Ihre Herrschaft ist nur eine scheinbare, eine durch Gewalt und Betrug aufrechterhaltene.

    Die Menschen in dem Lager, das man früher die 3. Welt nannte, haben gelernt, sie haben sich Bildung angeeignet und hier mehr und dort weniger konsolidiert.

    China ist zur bedeutendsten Weltmacht geworden, Lateinamerika stabilisiert sich, Russland ächzt sich aus der Krise heraus, nur Afrika kommt nicht zur Ruhe.

    Unter Führung Gaddafis hat Afrika begonnen, sich aufzurappeln.

    Das gemeinsame Interesse der Golfmonarchen und der US-EU, das BRICS-UNASUR-Lager nicht hochkommen zu lassen schmiedete die Kriegskoalition zur Vernichtung der libyschen Jamahirija; ist der Kopf abgeschlagen, kannst du dich am Fleisch des Körpers mästen!

    Syrien ist die vorderste Frontlinie in diesem Krieg. Es gehört zum BRICS-UNASUR-Lager. Darum geht man gegen Syrien gemeinsam vor.

    In Nordafrika sieht die Welt anders aus: hier ist der Krieg zwischen US-EU und Golfmonarchen voll entbrannt.

    Golfmonarchen können nicht wie der Westen die Sex&Drugs&Rock’n’Roll-Freiheit ala Hollywood bieten und haben keine beeindruckende Technologie, die ein Vorstadt-Einzimmer-Appartment in die Kommandobrücke des Raumschiffs Enterprise verwandeln kann.

    Mit ihren Ölmilliarden können sie kaufen, aber sie haben nichts zu verkaufen – da tritt die Religion auf den Plan! Der älteste Tick der Welt, hast du den Hungernden und Ungebildeten nichts zu bieten, ihnen das Diesseits zu versüßen, nähre ihre Hoffnung auf das Jenseits.

    Verknüpfe es mit dem Versprechen der Revolution: hast du nichts für heute zu bieten, verspreche ein Morgen.

    Investiere in Jihad – Hungernde und Ungebildete bekommt man im Duzend billiger, sie sind leicht fanatisierbar und lassen sich für leere Worte verheizen.

    Ägypten, Libyen, Tunesien, unter dem Diktat der Muslimbruderschaft haben die Golfmonarchen sich hier fest in den Sattel gehievt. Der Terminal zur Eroberung der blühenden Gärten Afrikas ist gebaut.

    Man kommt den alten Kolonialherren Frankreich und England in die Quere. Schlägt man auf dem Spielfeld noch gemeinsam vor den Zuschauern auf den ein, der am Boden liegen soll, in Syrien, prügelt man sich im Hinterhof bereits gegenseitig.

    Der Sozialist Hollande ist klug und unterschätzt!

    Er wartet nicht auf irgendwelche ECOWAS und Pipifax und wie sie alle heißen mögen, diese Pseudoorganisationen, die das Imperium sich schafft, um die Kontrolle unter einheimischer Kollaboration zu organisieren, er stellt sicher, dass die Afrikaner am Ende des Tages sich nicht erdreisten, eigene Ansprüche anzumelden: darum: kein Stellvertreterkrieg! Ein Überraschungsschlag und vollendete Tatsachen.

    Sarkozy war nur ein notgeiles Großmaul. Hollande weiß genau was er tut!

    Den Golfmonarchen die Grenze zeigen, die lieben Freunde und Partner in Zugzwang versetzen, die Afrikaner knüppeln.


    Postscriptum: da hält mir wer vor: aber Russland und China haben doch in Sicherheitsrat auch für die ECOWAS-geführte UN-Option gestimmt. Freilich haben sie das. Wenn wir uns erinnern, dass die engsten Verbündeten der militanten Uiguren die afghanischen Taliban sind und die Salafiten im Kaukasus toben erkennen wir schnell, dass Moskau und Peking kein Interesse haben können, den salafitischen Einfluss in Afrika wachsen zu lassen.

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  • Videoessay von Afrisynergy über die Kolonialisierung Afrikas

    mit besonderem Fokus auf den Kongo, der ja ein aktuelles Angriffsziel des EuroAmerikanischen Imperiums ist.

    Ich verlinke den ersten Teil, um weiter zu gucken können sie im Blogroll anklicken oder öffnen den Video direkt mit YouTube.

     

     

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