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    Heiko Maas beruft eilig eine Innenministerkonferenz ein, um 100 Millionen für die "Abwehr" einer imaginären rechtsradikalen Gefahr locker machen zu können.

    Die Begründung verdeutlicht, worum es eigentlich geht: die Planstelleninhaber sollen sich nicht von Genehmigung zu Genehmigung hangeln müssen, zu deutsch: Heiko schanzt der Kumpanei aus dem eigenen politischen Spektrum ein steuerfinanziertes Einkommen zu! So etwas nennt man für gewöhnlich Korruption.

    Ist schon klar, dass das Gespenst von der rechten Gefahr besonders laut beschworen werden muss, "Die rechten spalten die Gesellschaft" war Heikos Spruch, wenn man arbeitslosen Linken für ihr Hobby einen Lebensunterhalt auf Steuerkosten beschaffen will.

    Ich halte auch einmal fest, dass die Parolen des Typs "München ist bunt" keine politischen Parolen sind, sondern reine Konsumhaltung; der sogenannte Antirassismus oder Antifaschismus beschränkt sich darauf, seiner brave new Pepsiworld neues exotisches Kolorit hinzufügen zu wollen und jeden als "Rechten" zu beschimpfen, der ihnen den Spaß verderben möchte.

    Neuerdings hat ja sogar eine Vollblutsozialdemokratin wie Sahra Wagenknecht das Vergnügen glücklich im Kreise der "Rechten" verortet zu werden, da sie absieht, dass außer mit hübschen neuen Farben mit weiteren Konsequenzen zu rechnen ist und Oh Schreck, das formuliert.

    Die Linke ist schon seit sehr langem eine Bewegung, die keine hellen Köpfe mehr anzieht. Und verirrt sich ein solcher zu den Linken, stellt der irgendwann fest, dass er in der Linken sein Leben sinnlos verschwendet und ringt um Neuorientierung.

    Aber natürlich redet die andere Seite den gleichen kompletten Bockmist zusammen, nur derzeit aus der Position der Machtlosigkeit heraus.

     Herr Gauland, so las ich, beklagt sich darüber, Fans von Pol Pot könnten es in der Politik weit bringen und Rechte nicht.

    Das ist natürlich Schwachsinn, diese Dinge hängen davon ab, welche Seilschaft gerade die Oberhand hat.

    Und es war ziemlich schwer, sich über das Thema Kambodscha ein vernünftiges Bild zu machen. Linke reagierten mit den genau gleichen Sprüchen wie Rechte, vor allem einig darüber, dass beide an Tatsachen zur Gänze desinteressiert sind!

    Zufällig gelang es mir, mich in dieses Thema über französische und amerikanische Quellen etwas einzuarbeiten, und ich kam zu folgenden Schlüssen: um das Ausbildungsniveau in Kambodscha zu erhöhen, schickte Samdech Norodom Sianouk talentierte Studenten nach Paris an die führenden Institute der Stadt.

    In den 50ger und 60ger Jahren gehörte es zum guten Ton eines Universitätsangestellten, mit der KPF zu sympathisieren oder gleich Mitglied zu sein.

    Unsere jungen Khmer erhielten in Paris nicht nur die Ausbildung, wozu sie auf Staatskosten dort hingeschickt wurden, sie wurden auch gleich zu fleißigen Kommunisten gemacht.

    Der Begriff "Rote Khmer" war ursprünglich nur ein Scherz des Prinzen, wie der Titel Samdech auf deutsch übersetzt wird. Als sein Geheimdienst ihm zutrug, die Frankreichrückkehrer hätten eine kommunistische Partei gebildet, kommentierte er es: "Ach, dann habe ich jetzt also auch Rote Khmer!"

    Dazu muss man wissen, dass Sianouk keine Probleme mit Kommunisten hatte, erstens führten die Kommunisten Vietnams den Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich an, zweitens verstand er sich mit Moskau und Peking relative gut.

    Die kommunistischen Akademiker fielen im Wesentlichen dadurch auf, dass sie nicht mehr wie Khmer lebten, sondern wie Franzosen, aber Franzosen kannte man, Kambodscha gehört mit Laos und Vietnam zusammen zur ehemaligen französischen Kolonie Indochine.

    Die Kommunistische Partei blieb winzig und hatte ausser zur KPF nur noch nennenswerte Auslandskontakte nach Nordvietnam und Laos.

    Das Unglück brach mit dem amerikanischen Vietnamkrieg ein!

    Als die Amerikaner Sianouk wegputschten, da dieser die Vietkong unterstützte, und ihren Agenten Lon Nol als Regierungschef einsetzten, war die kommunistische Partei, mit der Sianouk sich zusammentat, die Kraft, welche den antiamerikanischen Widerstand organisierte.

    Sie waren sehr erfolgreich, und bald folgte ihnen das ganze Land mit Ausnahme der Hauptstadt Phnom Pen, in dem der Diktator von US-Gnaden Lon Nol ein ähnliches Regime führte wie heute der IS in Syrien.

    Hinter den Kulissen teilte sich die Kommunistische Partei, die ja nun plötzlich sehr bedeutsam geworden ist, in 2 Fraktionen: die eine unter Heng Samrin, welche mit Moskau zusammenarbeitete und ein zweiter unter Pol Pot, der mit Peking zusammenarbeitete. Das ist alles etwas komplizierter, als in wenigen Sätzen darstellbar, es hängt damit zusammen, dass Moskau generell der Meinung war, Vietnam, Laos und Kambodscha sollten eine gemeinsame kommunistische Partei Indochinas aufbauen und einen Bundesstaat nach Art der UdSSR, weil nur Vietnam über Industrie verfügte, die Strategien Maos aber in erster Linie auf landwirtschaftlicher Basis beruhten.

    Einen Tag vor dem Fall von Saigon fiel Phnom Pen.

    Kurze Zeit später brach ein Machtkampf zwischen den beiden Flügeln der kommunistischen Partei aus, der sehr schnell in einen Stellvertreterkrieg zwischen der UdSSR und der Volksrepublik China eskalierte und bis zum Ende der UdSSR andauerte.

     

     

    Unterm Strich kommt heraus, dass Politik in Deutschland ein klassischer Fall von "Alle Kreter lügen" ist, da es einerseits völlig unmöglich ist, mit politisch ambitionierten Menschen ein vernünftiges Gespräch zu führen, andrerseits die politisch ambitionierten Menschen unser aller Leben beeinflußen und folglich nicht wie andere Idioten ignoriert werden können.

    Wie einfach alles ist, wird klar, wenn man die Polen-Affäre auflöst, wozu ein Artikel in den DWN völlig ausreicht, der darauf hinweist, dass die polnische Regierung ein Gesetz erlassen hat, welches zu Gunsten der Kleinsparer und zu Ungunsten der Banken ausfällt. Schon bei der Überschrift entgleitet mir ein herzhaftes Gähnen und mein Kopf sagt mir: "Ach darum der ganze Lärm!"

     

    Überzogen eine rechte Gefahr herbeireden und von einer islamischen Gefahr ablenken schadet der Gesellschaft.

    Worin besteht die islamische Gefahr und warum muss sie erkannt werden?

     

    Der Islam ist eine Religion, die auf den Aussagen eines Herrn Mohamed beruht.

    Ein Moslem ist ein Mensch, der glaubt, Gott habe diesen Herrn Mohamed auserwählt und ihm durch einen Engel die vollendete und unverrückbare Wahrheit übermittelt, welche dieser nun den Menschen verkündet.

    Der Moslem glaubt, Mohamed sei der letzte Prophet.

    Der Moslem glaubt, die Bücher und Überlieferungen der Juden und Christen seien im Laufe der Zeit verfälscht worden, darum habe Gott Mohammed genau instruiert, um die Fälschungen zu korrigieren.

    Das beinhaltet eine genau definierte Eschatologie, ein genau definiertes Weltbild und ein genau definiertes Menschenbild.

    Das beinhaltet exakt formulierte Gebote und Verbote.

    Ist ein Mensch ein Moslem, dann glaubt er daran, er verfolgt die von seinem Propheten vorgegebenen Ziele und strebt danach, die Gebote und Verbote einzuhalten.

    Tut ein Mensch das nicht, so ist er kein Moslem.

    Herr Mazyek ist der Vorsitzende des "Zentralrats der Muslime".

    Man muss also bei ihm davon ausgehen, dass er ein gläubiger Muslim ist.

    Alleine der Begriff "Zentralrat der Muslime" ist ein Deutschland-spezifischer Begriff, der politisch motiviert ist: er soll Assoziationen mit "Zentralrat der Juden" hervorrufen.

    Er soll also das Gefühl geben, die Muslims wären eine in Deutschland von Verfolgung bedrohte Minderheit.

    Tatsächlich aber haben vielerorts Moslems das 3.Reich aktiv unterstützt und waren mit ihm verbündet.

    Auch heute noch haben  das 3.Reich und Hitler in vielen moslemischen Gegenden einen guten Ruf!

    Zum Teil hängt das mit der Situation Israel-Palästina zusammen. Zum Teil damit, dass Hitlerdeutschland sich im Krieg mit England und Frankreich befand, uns somit ein logischer Verbündeter war.

    Ein spezifischer Teil der Moslems sympathisiert aber mit der Idee der Judenvernichtung selbst.

    Damit soll nicht gesagt werden, dass Moslems ganz allgemein eine Judenvernichtung anstreben, sondern dass es mindestens anmassend ist, den Begriff "Zentralrat der…" okkupieren zu wollen.

    Die ständigen Versuche des ZdM und Herrn Mazyeks, zu versuchen eine Konnotation mit der Judenvernichtung des 3.Reiches herstellen zu wollen, verbietet sich aber aus mehreren Gründen.

    Die Verharmlosung der NAZI-Verbrechen kann nicht unerwähnt bleiben.

    Dann geht es um den entscheidenden Unterschied zwischen Islam und anderen Religionen.

    Gläubige Juden erfüllen ihre religiösen Pflichten und halten ihre Familientraditionen ein. Sie sondern sich möglicherweise von der sie umgebenden Gesellschaft ab, aber sie wollen sie nicht umerziehen. Sie wollen keine neuen Juden "machen", es ist, im Gegenteil, sehr schwer für jemanden, der nicht als Jude geboren wurde, Jude zu werden.

    Aber die Verbreitung des Islam ist die wichtigste religiöse Pflicht des Moslem.

    Und die Vorstellungen des Islam sind nicht kompatibel mit anderen Vorstellungen.

    Mit Hindu gibt es kein Problem, denn der Export eines altindischen Kastensystems ist nicht Teil ihrer Religion.

    Mit Buddhisten gibt es sowieso kein Problem, der Buddhist verlangt von niemandem Gefolgschaft.

    Alle Träger dieser Religionen können sich problemlos in europäische Gesellschaften einfügen. Sie folgen anderen Riten und unterlassen, was ihrer Moral widerspricht, aber sie geraten  nicht mit anderen Vorstellungen in physischen Widerspruch.

    In diesen gerät der Islam zwangsläufig.

    Manch eine Person, ich traf schon solche, gibt es, die sich genau das wünscht: die Befreiung von sich selbst, dem eigenen immer nur so tun als ob, dem Leben aus Shows, die abgezogen werden, immer neuen Masken und keine Substanz, die sie verbergen, und der einzigen zentralen Realität: die Rechnungen müssen bezahlt werden!

    Sie spekulieren mit dem Gedanken, der Islam könnte ihnen das geben.

    Solange die UdSSR existierte, gab es die Illusion, es existiere etwas, wofür zu sterben sich lohnte und dadurch Ziele, für die zu leben sich lohnte; das, was heute der kalte Krieg genannt wird, war der Kampf zwischen Glaubensbekenntnissen, zwischen Hoffnungen und einer Idee, der Mensch könnte seine Zukunft selbst gestalten, man war sich nur nicht einig wie.

    Das Ende der UdSSR warf den Menschen auf sich selbst zurück, seine Bedeutungslosigkeit und Verlorenheit im Dasein.

    Was die französische Revolution begann vollendete die Machtübernahme der Bolschewiki über das Russische Reich: die Liquidierung des Christlich-aristokratischen Abendlandes.

    Alle westlichen Demokratien in Europa waren der Versuch, nicht mehr Monarchie zu sein und nicht UdSSR zu werden.

    Die Macht des Kommunismus bestand darin, dem Menschen ein Leben nach den ursprüngliche Vorstellungen des Christentums zu versprechen, das ohne Gott auskommt.

    Mit dem Ende der UdSSR verkam alles zum reinen Geschäft.

    Die gesamte Substanz des Lebens in der kapitalistischen Welt lässt sich in einem kurzen Gedicht von Rainer Maria Rilke beschreiben:

     

     

    “Uns verwirrt es, die wir seined heißen,

    Immer so zu leben, nur von Bildern

    Und wir möchten manches mal mit wildern

    Griffen Wirklichkeiten in uns reißen,

    Stücke, Abzufühlendes, ein Sein!”

     

    Das mag bei einigen zu der Hoffnung führen, durch den Islam käme etwas in das Leben des Westens zurück, das die Leere füllt.

    Aber der Gedanke ist falsch: er entspricht dem, was Obdachlose zuweilen tun, sie begehen ein Verbrechen, nicht um seiner selbst willen, nicht weil es ihnen Profit einbrächte, sondern um eine Haftstrafe zu bekommen, da die Haft ihnen eine Möglichkeit des Ausruhens verschafft.

    Der Obdachlose ist ständig der Witterung ausgesetzt und hat nichts, wohin er sich zurückziehen kann, die Haftanstalt ist das einzig sichere Obdach, welches ihm offen steht!

    Der Islam ist eine mittelalterliche Wüstenreligion. Er passt nicht nach Europa!

    Seine Regeln, seine Gebote und Verbote, hatten den Sinn, dem Leben in der Wüste eine Ordnung zu geben und das Überleben in der Wüste zu sichern.  Sein Erfolg bestand darin, dass das funktionierte.

    Er ist eine strenge und archaische Ordnung, die darauf basiert, demjenigen, der sich daran hält ein fruchtbares Paradies mit allen Freuden nach dem Tod zu versprechen und demjenigen, der sich nicht daran hält, Furcht macht, für alle Ewigkeit in der Hitze der Wüste darben zu müssen.

    Die Vorgehensweise, Raub, Mord und Vergewaltigung gegenüber Ungläubigen zuzulassen und Moslems gegenüber angemessenes Verhalten zu fordern, entspricht schlicht militärischen Bedürfnissen, analog zu Wallensteins Methode, den Landsknechten keinen Sold zu bezahlen, aber Plünderungen freie Hand zu geben. Im Gegensatz zu echten Rittern verbreiten sie Terror und kosten nichts.

    Der Islam ist mit der Welt von heute nicht mehr vereinbar, aber gläubige Moslems können nicht anders als nach ihm zu leben.

    Dem sinnlos in Geschäfte verstrickten westlichen Menschen in einer Welt der Technologie bringt er keine Erlösung.

    Der Kommunismus war, um es in jener Redewendung, die Karl Marx für Hegel verwendete, auszudrücken, der Versuch, das Leben des christlichen Abendlandes vom Kopf auf die Füße zu stellen.

    Er war ein Kind de Aufklärung. Die Kirche war nicht christlich, sie war ein Herrschaftsapparat der Aristokratie.

    Die Wissenschaft zerstörte die Macht der Kirche, nun galt es Staat und Wirtschaft für die Menschen zu erobern.

    Er brachte Frieden, Auskommen und Sicherheit und gab der Arbeit einen höheren Sinn, da jeder Arbeitstag ein Beitrag war, das Paradies auf Erden zu bauen, in dem die eigenen Nachfahren einst leben werden.

    Es hatte nichts mit dem zu tun, was in alternativen Kreisen ihm vorzuwerfen heute wieder Mode wird, die Theorieen von der jüdisch-kommunistischen Weltverschwörung, ebenso wenig mit dem brutalen, freiheitsfeindlichen System, als welches  die Profiteure des Kapitalismus ihn darstellten, und er hat nur sehr wenig mit dem zu tun, was westliche Universitätsprofessoren des Typs Adorno lehrten.

    Der Kommunismus eignete sich als Alternative zum westlich-kapitalistischen System, da er eine europäische Idee war und aus der europäischen Geistesgeschichte geboren wurde.

    Das ist der Islam nicht.

    Der Islam ist von Anfang an eine Reaktion auf das Judentum, da zu seiner Entstehungszeit nur die Juden ein funktionsfähig organisiertes Leben unter Wüstenbedingungen hatten, und er war für die Wüste bestimmt.

    Die moderne, technisierte Welt macht den Islam obsolet, denn er ist als ordnungsstiftende Macht nicht mehr nötig. Aber ihm bleibt die Macht aus der Angst vor dem Tod.

    Und das setzt den Moslem in fundamentalen Widerspruch zum europäischen Menschen.

    Die Eschatologie des Islam berührt den europäischen Menschen nicht. Seine ist eine andere.

    Folglich sind seine Lebensregeln andere, seine Moral ist eine andere und seine Hoffnung auf die Erlösung von der Sinnlosigkeit seines Daseins kann durch den Islam nicht befriedigt werden.

    Herr Mazyek und seine Moslems haben natürlich das gleiche Recht und den gleichen Anspruch darauf, in Frieden und Sicherheit zu leben wie alle anderen.

    Angriffe auf Moslems sind zu verurteilen und zu unterbinden.

    Aber wenn er hier mit seinem Glauben in Frieden leben will, dann muss er sich etwas besseres einfallen lassen, als den Deutschen Rassismus vorzuwerfen.

    Linke können ihm dabei nicht weiterhelfen.

    Wie Riexingers Einlassung zur Ablehnung anderer europäischer Staaten Moslems aufzunehmen beweist, wenn er meint, diese sollten mit Geld erpresst werden. Riexinger denkt zu primitiv, für ihn ist die Migrantenfrage ein Geschäft, er versteht nicht, dass es Dinge gibt, die keine Frage des Geldes sind.

    Die Probleme zwischen Moslems und Europäern sind inhaltliche, und wenn Moslems hier leben wollen – denn sorry, nicht böse gemeint, ihr wollt bei uns leben, nicht wir bei euch – müssen sie mithelfen, einen Modus vivendi zu finden.

     

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  • Neue Deutsche Bildung, Nazionalsozialismus und warum die moderne Antifa ein Herrschaftsinstrument des Imperialismus ist

    Der Deutsche von heute hat ein Problem, woran er endgültig aus der Geschichte verschwinden könnte: er ist ungebildet!

    Die deutsche Schule züchtet ungebildete Kreaturen, am ehesten ist noch ein Hauptschüler gebildet, weil ihn das Leben lehrt, der Gymnasiast ist ein Zuchtvieh, kein gebildeter Mensch.

    Das deutsche Schulsystem basiert darauf, in möglichst kurzer Zeit den Jugendlichen mit einem Maximum an Information zu füllen, und letztendlich ist das einzige, was er dabei wirklich lernt, wie man auswendig lernt.

    Bildung hat rein gar nichts mit angehäufter Quantität an Information zu tun. Bildung bedeutet, die zur Verfügung stehenden Informationen und Methoden anwenden können.

    Deutlich wird das sprachlich am englischen Wort für Baumeister: „builder“.

    Tonnenweise Baumaterial auf einen Haufen zu schütten macht kein Gebäude. Der Baumeister zieht auf der Basis durch Erfahrung entstandenem Wissens, überlieferter Methoden und nach den Anweisungen der Architekten und Statiker das Gebäude hoch.

    Und so ist es mit dem Gehirn. Es darf nicht zugeschüttet werden, es muss „gebaut“, eben gebildet werden.

    Parallel zu und nach einer wenig rühmlichen und vorzeitig beendeten Schulkarriere hatte ich mich zunächst intensiv mit dem Werk Friedrich Nietzsches und der Geschichte als Hauptfokus befasst, ich wurde zunächst kleinbürgerlicher Anarchist (das war etwa mit 16/17), wurde dann sehr schnell Punk, trieb mich aber hauptsächlich im autonom-antiimperialistischen Spektrum umher, meine besondere Affinität zu Russland lies mich dann über Jahre das Werk Lenins studieren und die Instrumentarien des Marxismus aneignen, ich war nun unabhängiger marxistisch-leninistischer Aktivist. Natürlich betrieb ich weiterhin meine historische und kulturelle Bildung.

    „Erst, wenn ihr mich alle verleugnet habt, dann kehre ich euch wieder!“ sagt Zarathustra. Nachdem die Linke als Bewegung zur Reaktion verkommen war, nahm ich meine Nietzschestudien wieder auf. Und natürlich ihre Voraussetzung, das Studium des Werkes Platos/Sokrates‘.

    Die Methoden und Mittel der Philosophie Nietzsches zu erlernen gelingt den Wenigsten. Es ist nicht wie mit Kant, Hegel, Marx etc. ein wissenschaftlich dargelegtes System. Sein Werk besteht  aus tausenden kleineren und größeren Puzzleteilchen, die man richtig zusammensetzen lernen muss, um das Gebäude zu erkennen.

    Nur ein Spieler vermag diese Leistung zu vollbringen.

    Ich besitze jetzt beiderlei Instrumentarien: die des Marxismus-Leninismus, und die des Nietzscheanismus.

    Sie beide sind natürlich nur Modernisierungen der in der griechischen Antike entwickelten Philosophie.

    Das ermöglicht es mir, Dinge zu sehen, die ein normaler Kommunist nicht sieht. Ein echter Kommunist ist ein gerader Mensch, aber er hat zum Spielen kein Talent.

    Ich weiß beispielsweise, dass eine Wiederkehr des Nationalsozialismus in unserer und auch den nächsten Generationen unmöglich ist.

    Der Nationalsozialismus, wie wir ihn aus der Geschichte kennen, ist ein rein historisches Phänomen.

    Der erste Weltkrieg zerschlug die jahrhundertealte Ordnung der deutschen Monarchie(en).

    Die Revolution von 1918/19 wurde im Auftrag der bürgerlichen Besitzenden von der SPD, der größten Organisation der Arbeiterbewegung, blutig niedergeschlagen. Deutschland darbte unter den Bedingungen der Versailler Verträge.

    Die Weimarer Republik war Unordnung, Chaos und Hunger und ein Ende war nicht absehbar.

    Die Völker der Sowjetunion hingegen hatten gezeigt, wie man Revolution macht: man zertrümmert die alte Ordnung, ergreift mit den Mitteln der Gewalt die Macht und errichtet sofort die neue. Die Errichtung einer neuen Ordnung und die Absicherung der Errungenschaften lassen sich nur durch den bedingungslosen, autoritären Staat verwirklichen. Keine Kompromisse und das Dogma des Vulkaniers: „Der Nutzen vieler geht über den Nutzen des Einzelnen!“

    Like it or not.

    Darum mutet es auch immer etwas peinlich an, wenn Linke Zeug reden wie „Revolution muss tanzbar sein“ oder „Politik muss Spaß machen“ – kaum etwas macht weniger Spaß als Revolution, sie ist viel eher eine geistige Atombombe! – und zähe, zermürbende Arbeit im Anschluss.

    Was heute als Revolutionen verkauft wird, das hat nichts damit zu tun. Es ist die Zerstörung von Ordnung und das Überlassen des Menschen der Barbarei.

    Auch den Deutschen wurde die Ordnung genommen und es wurde ihnen nichts dafür gegeben.

    Anarchie ist schön für Teenager, aber es ist die Hölle für Erwachsene, die Verantwortung übernehmen müssen.

    Der Nationalsozialismus versprach den Menschen, die das Kaiserreich verloren hatten die Errichtung einer neuen Ordnung. Und man kann den Nazis vorwerfen was man will und berechtigt, dieses Versprechen haben sie gehalten.

    Diese neue Ordnung aber stand und fiel mit ihrem Popstar Adolf Hitler.

    Sie war quasi die Umsetzung seines Gehirns als Nation. Als Reich.

    Die beiden notwendigen Vorraussetzungen des Nationalsozialismus, der Verlust der kaiserlichen Ordnung und der aus den Niederungen des Kaiserreichs erwachte Diktator sind historisch nicht wiederholbar, so wie Napoleon, der Kaiser aus dem Geiste des Jakobinertums, nicht wiederholbar ist.

    Nun haben wir unsere Antifaxe, in der Regel Abiturienten.

    Sie wurden in der Schule erzogen, dass der Nationalsozialismus das Böse schlechthin sei und sie die Erben des Nationalsozialismus.

    Natürlich wollen sie nichts Böses. Sie wollen nur beweisen, dass sie keine judenfressenden Bestien sind.

    Sie wissen nicht, was Nationalsozialismus ist. Sie wissen nur, dass sie Deutsche sind und wurden gezüchtet, sich als Menschen mit verseuchtem Blut zu sehen.

    Nun versuchen sie, sich von dieser Verseuchtheit rein zu waschen.

    Aber es ist, wie mit der Lady Macbeth, die das Blut der getöteten Freunde von ihren Händen waschen will. Es ist nicht da, es ist nur eingebildet und darum geht es nicht ab. Sie wäscht so lange, bis ihre Hände bluten. Jetzt ist Blut da, das sie abwaschen kann, aber es wird nicht weniger, weil es ja aus ihr selbst herausläuft.

    Und es ist nicht, wie mit der Lady Macbeth, denn die hatte die Freunde töten lassen, aber unsere Abiturienten haben keine Juden getötet.

    Dass ohne die Tätigkeit der Geheimdienste die Neonazi-Bewegung aussterben würde liegt auf der Hand – vielleicht hat mal jemand solche Gedanken und macht Nazis, wie er sie aus Medien kennt, nach. Aber das ist nicht viel mehr als ein Star Wars Fan, der als Darth Vader geht.

    Die Vernunft wird ihn früher oder später in die Realität zurück holen.

    Es sei denn, eine Organisation mit Geld und Einfluss unterstützt ihn, bestärkt ihn und treibt ihn weiter.

    Und nur ein Geheimdienst kann das leisten.

    Dagegen, also die Hackenkreuz-Darth-Vaders, nun begehren unsere Gymnasiasten wieder auf.

    Man bekommt den schönsten Bandenkrieg um ein Phantom.

    Und die wahren Probleme bleiben ungelöst.

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  • Demokratie westlicher Prägung heißt: schlachte jeden, der nicht den Lords of the Western World dient!

    Von Beni Walid hören wir, dass die Stadt nach 3 Wochen Belagerung und Beschuss, bei dem auch von chemischen Waffen die Rede ist, den Widerstand aufgegeben hat.

    Das ist ein weiteres Beispiel für was ich schon oft gesagt hatte: lernen sie daraus, dass was unsere Politiker und Medien zukünftigen zu bekriegenden Staaten vorwerfen genau das ist, was die NATO-Allianzen in diesen kommenden Kriegen tun werden!

     

     

    Ein paar Definitionen, wie sie Minister Farrakhan auf seiner Oct. 21 Ansprache ausführt:

     

     

    Wir brauchen aber gar nicht so weit weg gehen. Louis Farrakhan spricht zu den Bürgern der USA und benennt deshalb den Niederschlag des Problems in den USA.

    Wir leben in Europa. Also benennen wir es hier. Korporatokratie ist das Schlüsselwort.

    Wir erleben, wie die südlichen Kulturen Europas ausgelöscht werden, ihre Völker den nordischen unterworfen. Deutschland ist wieder im Zentrum der Kritik, die Griechen begrüßen Merkel als Erbin des Nazifaschismus.

    Und es macht den Anschein, man kann es ihnen nicht verdenken: alle Politiker von LINKE bis FDP plustern sich auf als die Herren und Herrinnen der Welt, links ein bisschen freundlicher – "Man muss den armen Krüppeln helfen, investieren" – in Kreisen um Merkel ein bisschen ehrlicher: "Hungert für unsere Neue Weltordnung!".

    Stolz präsentiert man sich als Wegweiser der Völker und die deutsche Presse feuert an in einem Unisono, gegen das die Presselandschaft der ehemaligen UdSSR wie Meinungsvielfalt aussieht.

    Aus sonstiger linker Ecke – und mit Links meine ich nicht Leute, die das Instrumentarium des Marxismus gelernt haben und anwenden können, die gehören längst zu den neuen Konservativen – wird die Karte vom bösen Deutschen gespielt.

    Sicher, auf diesem Schachbrett ist Deutschland die Dame und Griechenland der Läufer, der strategisch geopfert wird.

    Aber sie sind eben beide Figuren auf dem Schachbrett und keiner ist ein Spieler.

    Es ist auch nicht so, dass die griechische Kultur einer deutschen Kultur weichen solle – Deutschland hat längst nur mehr Rudimente von Kultur.

    Das deutsche Bildungswesen ist seit Jahrzehnten ein Schlachthaus der Kultur und eine Zuchtanstalt für funktionierende Sklaven korporativer Interessen.

    Der Deutsche hat bewiesen, dass er in seinen Anlagen die perfekte Kreatur ist, eine korporativen Interessen unterworfenen Welt zu schaffen.

    Hitler war die Rache Deutschlands für die Versailler Verträge. (übrigens war Lenin einer der schärfsten Kritiker der Versailler Verträge, aber der war ja Bolschewik und hatte somit nichts mitzureden).

    In nur wenigen Jahren hatte Hitler aus einem darniederliegendem, siechendem und verzweifeltem Haufen eine Maschinerie geformt, die Weltreiche zu Fall brachte und ein Territorium eroberte und verwaltete, welches dem antiken Rom spottete, das im Laufe von Jahrhunderten erobert wurde.

    3 Dinge waren dazu nötig: unbedingter Gehorsam, Pflichtbewusstsein bis zur Selbstverleugnung, Mobilisierung der individuellen Leistungsfähigkeit bis ins Grenzenlose.

    Natürlich kam das 3. Reich in der selben Zeitraffer zu Fall wie der Untergang des römischen Reiches Jahrhunderte gedauert hatte. Die Relation von Aufstieg und Fall des römischen und des deutschen Reiches gleichen sich.

    Man erkannte wohl in den Kreisen der Schachspieler, der Deutsche ist nützlich, aber er muss geformt werden, und auch das war klar zu sehen, er ist gut formbar.

    Die wichtigste Voraussetzung: man muss ihm das Selbstbewusstsein auspressen! Und das ist der eigentliche Sinn des permanenten Holocaust- und Antisemitismusbeschusses durch die Medien: die Anerziehung des schlechten Gewissens. Ein schlechtes Gewissen schwächt den Charakter aber treibt den Diensteifer an.

    Man kann sagen: die Bundesrepublik Deutschland war das perfekte Versuchslabor der Umerziehung im Nazionsweitem Ausmaß.

    Als ich noch Kind war, sind es 2 Millionen Juden gewesen, die in KZs vernichtet wurden, dann wurden es 3 Millionen, heute sind es 6 Millionen, Zahlen, die wachsen und gedeihen.

    Ich habe nie einen Menschen kennengelernt, der etwas gegen Juden hat, dennoch höre ich seit 30 Jahren und länger von einem ständig wachsendem Antisemitismus, dem es entgegenzutreten gelte.

    Will man die Deutschen wider ihre eigenen Interessen zum Krieg gegen den Iran aufstacheln, so erklärt man den iranischen Präsidenten zum "Holocaustleugner".

    Ganz ehrlich:  ich leugne den Holocaust nicht, er ist mir schlicht Scheißegal! Er war spätestens 20 Jahre vor meiner Geburt beendet. Genausogut könnte man den Italienern permanent die Gräuel, welche die Armeen und Besatzungsverwaltungen Julius Cäsars, von denen die antiken Autoren berichten, vorwerfen. "Oh mein Gott!", schreien die Heuchler auf, "Das ist ja ein Schlag ins Gesicht der Opfer des NAZIFaschismus!" Und? Haben die Opfer des römischen Reiches nicht gelitten? Ist es nach dieser Logik kein Schlag ins Gesicht seiner Opfer, ihn im Lateinunterricht und sonstwo zum Helden zu verklären?

    Oder ist es nicht vielmehr ein Schlag in die Gesichter, ständig den Holocaust und Antisemitismus als Waffe zur Durchsetzung von Herrschaftsinteressen einzusetzen?

    Das eine ist ein paar Jahrzehnte her, das andere ein paar Jahrhunderte, für die Menschen der Gegenwart von geschichtlicher Bedeutung aber von dieser Gegenwart lange überholt.

    Die kleine Stadt Beni Walid läuft Gefahr ausgelöscht zu werden wie die kleine Stadt Tawerga ausgelöscht wurde, weil sie sich die Demokratie und Freiheit nimmt, weiterhin nach Grundsätzen der Jamahirija zu leben. Der zaghafte Versuch Russlands, die "Weltgemeinschaft" aufzurufen, verbal dagegen zu protestieren und eine friedliche Lösung anzumahnen wurde von der Avantgard für Demokratie und Freiheit untergebuttert.

    Am gleichen Tag bombardiert Israel Fabriken im Sudan.

    Am gleichen Tag spielen Terroristen in Syrien mit Stingerraketen.

    Am gleichen Tag begehen irgendwo in Europa Menschen Selbstmord, weil ihnen das Leben unter EU-Bedingungen nicht mehr lebenswert scheint.

    Es ist ja Demokratie. Wer seinen Wahlzettel in die Urne geworfen hat, hat unterschrieben, dass die Herrschenden tun und lassen können was sie wollen. Was demokratische Parteien beschließen ist Volkes Wille. Wer anders will ist Untermensch.

     

     

     

     

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  • Der 3. Weltkrieg als notwendiges Ergebnis des westlichen Freiheitsbegriffes

    Ein wesentliches Problem der Kommunikation, das die Erkenntnistheorie nur feststellen kann aber für das es keine Lösungsansätze gibt, ist, dass man eine Erkenntnis aus dem Zustand der Realität nur einer Person vermitteln kann, welche die Erkenntnis bereits selber gemacht hat und sie nur noch nicht symbolisch umsetzen kann.

    Mit Symbol meine ich hier durchaus Sprache, Bild, Ton.

    Sprache, füge ich hier der Ergänzung an, besteht auch nur aus geordneten Symbolen. Ein Wort ist ein Symbol, eine Grammatik eine Ordnung.

    Ein Musikstück besteht aus akustischen Symbolen, ein Motiv, ein Thema, eine Melodie oder die Instrumentation wirken dadurch, dass sie Assoziation hervorrufen, mit etwas, das dem Hörer dadurch symbolisiert wird. Weshalb ja Musik, die nicht auf der dur/moll-Tonalität basiert nur einen sehr begrenzen Kreis Hörer erreicht, wohingegen rein industriegefertigte Schlager, die gar nicht musikalisch gebaut sind sondern auf psychologische Reflexe spekulieren No 1 Hits werden können.

    Und auf gleiche Weise wirkt das Bild als optisches Symbol. Wir alle kennen das Bild vom ausgemergelten Mann hinter Gezäun aus Bosnien, welches zur Kriegsvorbereitung gegen Jugoslawien eingesetzt wurde. Tatsächlich war es nur ein dünner Mann in einem Zeltlager der am Zaun steht, der Betrachter wurde aber sofort an Menschenvernichtung in KZs erinnert.

    Kommunikation ist der Austausch von Symbolen wage ich jetzt mal zu behaupten. Was denn eine der häufigsten Ursachen vieler Kommunikationsprobleme erzeugt: die Beteiligten an der Kommunikation verknüpfen die Symbole unterschiedlich.

    Der Prozess der Verknüpfung ist unbewusst und findet in blitzartigen Zeiträumen statt.

    Es gib weit mehr Ursachen für Kommunikationsstörung, aber die gehören jetzt nicht hierher.

    Und das ist das Problem, das wir haben, wenn wir gegen Propaganda anreden. Ein Mensch muss der Propaganda bereits misstrauen, wenn er an die Realität, welche durch die Propaganda verfälscht wird, herangeführt werden soll/will.

    Symbole funktionieren danach, wie sie auf Gewohnheiten beruhen.

    Als Beispiel wieder das Bild des bosnischen Mannes:

     

     

    Würden wir nicht täglich in irgendeiner Weise mit der gängigen Vorstellung über die NAZIzeit konfrontiert, wäre dieses Bild als Instrument der Kriegsvorbereitung nicht in entsprechender Weise wirkungsvoll.

    Wer von NAZIzeit gar nichts weiß, könnte schlicht einen ausgemergelten Mann am Zaun sehen. Wer in einem äthiopischen Flüchtlingslager aufgewachsen ist, sieht einen unterernährten Menschen in einem Lager.

    In einem Artikel, der auf „Arbeiterfotografie“ zu finden ist, beschreibt  Thomas Deichmann den Hintergrund des Bildes folgendermaßen:

    “Im mehrstündigen Filmmaterial, das aufgenommen und tags darauf in Budapest bearbeitet, nach London gesendet und abends ausgestrahlt wurde, fanden sich auch Aufnahmen von Gesprächen der Journalisten durch den Stacheldrahtzaun hindurch mit Muslimen, darunter Fikret Alic. Diese Aufnahmen, die den Eindruck erweckten, das Lager sei von Stacheldraht umgeben, kamen zustande, indem Marshall und ihr Kameramann Irvin von einer Strassengabelung von Süden her das mit Stacheldrahtzaun umzäunte Grundstück betraten. Dort gab es vor dem Krieg Agrargüter zu kaufen, und auch Baugeräte wurden dort früher untergebracht. Um das Material vor Diebstahl zu schützen, wurde lange vor dem Krieg ein Stacheldrahtzaun errichtet. Die Journalisten passierten zunächst das Trafohäuschen und die Scheune und näherten sich dann dem Stacheldrahtzaun an der Nordseite, wo sich rasch Neugierige versammelten. Vom Innenbereich dieses Grundstücks wurden die berühmten Aufnahmen gemacht.“

     

    Die beiden Begriffe, mit welchen heutzutage schlicht alles begründet wird, sind Demokratie und Freiheit.

    Damit das hier nicht zu lange wird, beschränke ich mich auf den Begriff der Freiheit. Sie wollen ja heute auch noch etwas anderes lesen, und nicht nur die Exegesen des Herrn Johannes Löw.

    Für sich genommen ist dieser Begriff so sinnfrei, dass er mit jedem beliebigen Inhalt gefüllt werden kann.

    Freiheit an sich meint nur die Abwesenheit von Begrenzungen oder Zwängen.

    Damit drückt die Tatsache des Wortes bereits eine Unfreiheit aus, weil es zwingend nach einem Kontext verlangt: die Freiheit wovon und die Freiheit wofür.

    Als erstes unterliegt der Mensch dem Zwang zu essen und zu trinken.

    Wird der menschliche Körper schlecht genährt, leidet er Schaden, wird er gar nicht genährt, geht er ein. Damit ist dem Menschen von Natur aus ein Zwang gesetzt.

    Weitere Zwänge sind etwa, dass der menschliche Körper nur unter bestimmten Temperaturen funktionieren  kann und folglich nur bestimmte Umgebungen verträgt. Er verträgt nur eine gewiße Elememtardichte, so beschädigt es ihn, zu lange im Wasser zu sein und allzulange zerstört ihn.

    Wir sind daran gewöhnt, Westen hieß Freiheit und Demokratie, Osten hieß Unfreiheit und Diktatur.

    Tatsächlich galt in der UdSSR nur ein anderer Begriff von Freiheit:

    Als erste Pflicht hatte der Staat für die gesamte Bevölkerung Ernährung, angemessene Kleidung und Wohnraum sowie medizinische Versorgung zu gewährleisten.

    Als zweite Pflicht hatte der Staat nach seinen Möglichkeiten den Individuen eine Bildung zu ermöglichen/vermitteln, durch die sie ihre Fähigkeiten optimal entwickeln können.

    Durch die Sicherung dieser beiden Grundlagen der menschlichen Existenz waren aus sowjetischer Sicht wesentlichen Grundlagen erfüllt, die eine „Glückliche“ Gesellschaft ermöglichen. Was diese beiden Grundlagen angreift musste durch die Sicherheitsorgane abgewehrt werden.

    Der Gewährleistung dieser beiden Freiheiten war das gesamte Wirtschaftssystem untergeordnet.

    Was darüber hinaus an Wünschen und Bedürfnissen auftaucht galt als zweitrangig und konnte angegangen werden solange die erstrangigen Punkte gesichert sind.

     

    Die westliche Idee von Freiheit ist dagegen recht simpel: Du kannst alles tun oder konsumieren, was du dir leisten kannst. Der Schwerpunkt liegt aber nicht auf „alles tun und konsumieren“, er liegt auf „sich leisten können“.

    Damit wird das gesamte Leben konsumiert vom Streben nach „sich leisten können“.

    Und zwar buchstäblich das gesamte Leben: Lebenszeit, Energie, Beziehungen, Interessen, Wünsche, Umwelt etc. Sie kennen das: sie kaufen sich etwas, was sie schon immer wollten, sagen wir ein Musikinstrument das sie lernen wollen. Sie haben aber gar nicht die Möglichkeit es zu nutzen, weil ihnen Zeit, Konzentration, Energie usw fehlt, da sie arbeiten. Sind sie arbeitslos haben sie das Geld nicht, es sich zu kaufen, Unterricht zu bezahlen etc.

    Wohingegen die UdSSR auf einem Verteilungssystem beruhte, beruht der Westen auf Verteilungskämpfen.

    Ein weiterer Effekt ist, dass dadurch die gesellschaftliche Ideologie dominiert wird von jenen, die das Streben nach „sich leisten können“ am erfolgreichsten bewerkstelligen.

    Leistung bedeutet in diesem Zusammenhang: erfolgreich Verteilungskampf führen. Sie können andere Maximen haben, die nutzen aber nichts, weil sie der Realität nicht standhalten.

    Und die Erfolgreichsten können sich den Staat leisten. Sie müssen sich sogar den Staat kaufen, denn das ist Bestandteil der Absicherung ihres Erfolges.

    Die Verteidigung des Erfolges ist zwangsläufige Notwendigkeit, da ja eigener Besitz und eigene Macht auf relativer Besitz- und Machtlosigkeit der Anderen beruhen.

    Anders ist es gar nicht bewerkstelligbar, da Ressourcen und Territorien begrenzt sind und somit eine neuerliche Unfreiheit manifestieren.

    Somit sind moralische Appelle, man möge doch bitte nicht so gierig sein, kompletter Unsinn, da die Aufgabe des permanenten Erweiterns und Verteidigens des Besitzes und der Machtposition den eigenen Untergang generiert – die anderen Verteilungskämpfer nehmen mir was mein ist, sobald ich irgendwo stehenbleibe.

    Logischerweise wird denen zuerst genommen, deren Machtmittel am geringsten sind, also welche sich nur die jeweils schwächeren Verteidigungsmittel leisten können.

    Dadurch entsteht die Auslöschung des Individuums, da es gezwungen ist, sich dem anzupassen, was im Verteilungskampf wirksam ist.

    Die Individuen werden selbst Besitz, welcher von denen, die sie besitzen können nach Bedarf verwendet oder abgestoßen werden, verliehen, verkauft oder ganz weggeworfen, es sei denn, es gelingt ihnen ihren Besitzer zu übertrumpfen, bzw. zu übertölpeln, egal wie ihn zu stürzen und sich selbst untertan zu machen.

    Daheraus erhellt auch der Satz des Sokrates: „Keine gute Tat bleibt ungestraft!“ – die „Gute Tat“ ist per se selbstlos und stärkt dem potentiellen Feind im Verteilungskampf, bzw. hilft ihm aus einer Notlage. Im Verteilungskampf gilt: „Was fällt, das soll man auch noch treten!“

    Man darf organisierte Wohltätigkeit (Charity) nicht mit guten Taten verwechseln; organisierte Wohltätigkeit ist Investition in die Verwirklichung eigener Interessen.

    So gesehen hatte das System der UdSSR größere Freiheit garantiert: der Mensch war Teil eines Organismuses: der Nation, ihrer Wirtschaft und ihres Staates, aber als Individuum war er frei. In diesem System ist es egal ob einer Müllabfuhr macht oder Universitätsprofessor, Klemptner oder Komponist, jeder leistet zeitlich begrenzt seinen Beitrag zum Funktionieren des Organismus und kann seine Freizeit nach den vorhandenen Möglichkeiten gestalten.

    Tatsächlich ist der Mensch immer Teil eines Organismuses, und wenn es nur der Planet ist, welcher ein Organismus ist, der Teil eines noch größeren Organismuses, dem Universum ist, usw.

    Aber das Sowjetsystem hatte schlicht den Privatbesitz am Menschen ausgeschaltet.

    Anbei bemerkt: ob die UdSSR als Sozialismus zu bezeichnen sei oder was auch immer oder auch nicht ist mir ziemlich egal; das ist eine Studentendebatte auf die es in der Realität in keiner Weise ankommt.

    Solange es den Ostblock unter der Führung der UdSSR gab und den Westblock unter der Führung der USA war den Verteilungskämpfen eine Grenze gesetzt.

    Auch in den den jeweils anderen Block betrefflichen Doktrinen war die Prinzipielle Definition des Systemes ausgedrückt: der Kalte Krieg war die Doktrin des Westens. Die Friedliche Koexistenz seit Chruschtschow die Doktrin des Ostens. Man kann auf die Idee kommen, dass Stalins Klassenkampfrhetorik hier im Grunde mehr Weitsicht verrät, in der Hinsicht, dass er sich dessen bewusst war, dass die UdSSR und ihr Einflussgebiet selbst Akteur des Verteilungskampfes ist und sobald sie aufhört um die Vorherrschaft zu ringen von den Gegnern niedergerungen wird.

    Der Krieg wurde heiß, indem die Einflusssphäre Moskaus dem System der Verteilungskämpfe untergeordnet wurde. Weil es ja klar ist, dass die neuen Mitspieler im Verteilungskampf sich nicht tatenlos unterwerfen und plündern lassen, sondern selbst sich den Bedingungen anpassen werden. Die Menschen des ehemaligen Ostblocks haben keinen Nutzen daraus, die Einschränkungen des Sowjetsystemes abzuschütteln um willenlose Sklaven des Wesens zu werden.

    Wie sagt Darvin: „Nicht die Art wird überleben, die am Stärksten oder am Intelligentesten ist, sonder diejenige, welche sich Veränderungen am schnellsten anpassen kann.“

    Die Eskalation dieser Verteilungskämpfe in einem Weltbrand ist seither nur mehr eine Frage der Zeit.

     

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