• Tag Archives Frankreich
  • Der Tiefpunkt ist noch nicht erreicht

    Folgende Bildkombination macht die Runde:

    MAIN-Hayat-Boumeddiene

    In diesem Falle habe ich sie aus der britischen Zeitung "The Mirror" heruntergeladen.

    Mir fällt neben einer nahezu unidentifizierbar machenden minderwertigen Bildqualität zweierlei auf:

    Das Urlaubsfoto in Kombination mit der wahabitisch gekleideten Frau will dem Betrachter vermitteln: "Guck mal was drunter ist!"

    Die wahabitisch gekleidete Frau zielt auf den Betrachter mit was? Einer Waffe? Das ist ein Witz oder! Sie zielt mit dem Accessoire eines Rollenspiels.

    Man hätte ebenso gut dieses Bild nehmen können:

    Arrow

    oder gleich:

    220px-Bop80

    Genau genommen wird eine Phantasie bedient, die von amerikanischen Unterhaltungsmedien seit Jahrzehnten gefördert wird, früher mal als subkulturelles Element und seit etwa 15 Jahren in den Mainstream aufgenommen.

    Die Männer, die die Viehdiebe, beziehungsweise die Diebe der Meinungsfreiheit, aufgeknüpft haben kehrten befriedigt zurück.

    Zu erjagen ist noch ein Mädchen.

    Die sei am Flughafen von Istanbul gesehen worden.

    AM 2. JANUAR!

    Also über eine Woche ehe in Paris der Thriller losging!

    Auf Deutschlands Straßen prügelt man sich inzwischen darum, wer jetzt eigentlich Charlie sein darf und wer nicht.

    In Frankfurt demonstrieren einige, die es tatsächlich schaffen sich "FRIGIDA" zu nennen, unter "Wir sind Charlie", als Linke getarnter Schlägerabschaum jagt sie durch die Stadt unter der Parole: "Ihr seid nicht Charlie!"

    Montag Abend in Dresden, in Leipzig, man kann es auf Ruptley überprüfen, werden vor tausenden Reden gehalten, die sich inhaltlich in nichts von Sozi-Siggi, Merkel, wem auch immer, unterscheiden.

    Links getarnter Straßenmob auch hier die Militanten posierend.

    Der Straßenmob ist sich einig mit der Presse.

    ZEIT-Online bringt folgendes:

    ZEIT PEGIDA

    Unter der Überschrift. "französische Karikaturisten wehren sich gegen PEGIDA".

    Also wirklich: diese primitive Zeichnung kann ja nur im Auftrag der deutschen Presse gemacht worden sein; als ob  französische "Karikaturisten" ein Publikum hätten, das sie mit Geschmier über Notizen aus der (ostdeutschen) Provinz versorgen könnten, noch dazu, bei dem "Jürgen", (das soll wohl der Elsässer sein) in Gestalt Hitlers auftritt. Als ob man in Frankreich keine anderen, vor allem eigenen, Themen hätte!

    Man jagt 3 Typen mit 88 000 Polizisten und Soldaten! Oder probt man einen Einsatz zur Aufstandsbekämpfung?

    Man jagt ein Mädchen, das zur Tatzeit überhaupt nicht in Frankreich war! Fällt daran nichts auf?

    Etwa: "nicht nur die Muselmänner sind eine Gefahr, auch die Muselfrauen!"

    Dass Yatz das Geschichtsbild der Bandera-Faschisten im deutschen Fernsehen, in den Tagesthemen verbreitet, bei unseren "Wir lassen nicht zu…"-Antifaschistchen kein Thema. Man würde ja auch sich zu etwas bekennen müssen, das nicht gehyped wird – ich betone es: unter der Maske des militanten Antifaschismus treiben diese Leute das Geschäft der Regierung und der Presse in Gestalt von prügelndem Mob auf der Straße gegen Leute, die – das Geschäft der Bundesregierung betreiben!

    Fallt bloß nicht darauf rein!

     

     

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  • Operation Mali oder die Ratlosigkeit der Presse, einen Krieg verkaufen zu wollen, der bereits als Niederlage beginnt

    Kurz und heftig ging unseren Zeitungsschreibern einer in der Hose ab: endlich unser erster eigener echter europäischer Krieg, ganz ohne Amiführung! Wutschnauben gegen Berlin: schon zum zweiten Mal weigert sich der blöde Westerwelle, in Nordafrika Geschichte zu schreiben, wo man doch als echter Europäer und kollektiver Friedensnobelpreisträger nicht nur Recht, sondern auch die Pflicht habe, wenn ein Partner zum fröhlichen Bimboschlachten ruft auch ordentlich mitzudreschen!

    Linke schimpfen natürlich trotzdem über Westerwelles Verhalten, aber dass der Mann einen diplomatischen Weg wählt, der nicht links ist kann gut daran liegen, dass er gar kein Linker ist.

    Alles fing so schön an: 5 Tage lang hagelte es Bomben und aus den Redaktionsräumen erschallten lustige Lieder:

    "Ja wir werfen Boooomben, Boooomben

    Bomben auf Maaaliiilaand!"

    Von der sich anschließenden Bodenoffensive hört man "Frankreich marschiert mit Panzern", und von irgendeiner Stadt ist die Rede, die "befreit" werden soll, von mehr Soldaten ist die Rede, alles in allem so allgemein, dass eines klar wird: irgendwo in Mali sitzen französische Truppen fest und haben keine Ahnung, wie es weiter gehen soll.

    Man verlegt sich auf einen Nebenkriegsschauplatz: Geiselnahme in Algerien.

    Auch hier nur konfuses Zeug. Terroristen seien da mal schnell aus Mali rübergejettet und hätten den Überfall begangen.

    Auf der Karte von Euronews sieht das so aus:

    Algerien Geiselnahme

    Hmm, denkt man sich, doch wohl eher keine Terroristen aus Mali, sondern viel eher Demokraten aus Libyen. Die von Abdel Akim Belhaj geführte Sektion der "Al Kaida im islamischen Maghreb" LIFG fällt einem ein.

    Am plausibelsten aber ist die Erklärung der algerischen Regierung, es handle sich um einheimische Terroristen. Al Kaida im islamischen Maghreb ist schließlich über ganz Nordafrika verteilt und sieht Landesgrenzen nicht als verbindlich an. Ihr Ziel ist es, die gesamte Region in ein Kalifat zu verwandeln und die Einzelstaaten aufzulösen.

    Algerien hat seit über 20 Jahren mit ihnen zu kämpfen.

    DANK NATO ist Al Kaida im islamischen Maghreb mit allen nur denkbaren Waffen ausgerüstet: neben den geplünderten Waffenarsenalen Libyens erhielten sie Tonnen an Waffen und Munition von USA, Britannien, Frankreich und Katar gratis.

    Davor hatte Gaddafi gewarnt und mit ihm hunderte denkfähige Menschen. Man weiß seit nunmehr 2 Jahren, dass es so kommt, wie es jetzt ist.

    Unsere Presse ist erstaunlich leisetreterisch und verwirrt, der Jubel verhallt, das Meckern verzagt, Routinebullshit was man auch liest. Springers Welt etwa:tel2

     

    Dieser besagte Anwohner wäre ein Anwohner einer Industrieanlage mitten in der Wüste, die so aussieht:

     

    tel3

     

    Dann berichtet uns Springer von einem Telefongespräch, das sie mit einem autofahrenden Boss geführt haben wollen:

    tel

    Da das Wort "Islamisten" ein abfälliges Wort des Westens für Salafiten ist, darf dieses tolle Telefongespräch deutlich in Zweifel gezogen werden.

    Die Akademikerhauspostille ZEIT wird den Ansprüchen ihres verehrten Publicos gerecht-werdender-weise kleinlauter:

    tel4ZEITAufgefallen? – da hat sich Syrien eingeschlichen. Die "eine Besonderheit" soll natürlich den Krieg rechtfertigen. Aber wenn das die Besonderheit des Sahel ist, kann man mit dem gleichen Recht auf diese Weise über Tokyo sprechen, denn von dort führen auch nicht mehr oder weniger Wege nach Europa, eher mehr; was diese Weg an mehr Kilometern haben machen die Japaner mit fortgeschrittenen Technologien gut. Hat der Zeitungsfritze das bedacht?

    In short: was die französischen Boots on the Ground tanzen, wissen wir derzeit natürlich nicht, aber wir wissen, dass es schlecht um Europas ersten ganz und gar eigenen echten Krieg seit Ende der UdSSR steht.

    Sonst würden wir Siegesmeldungen hören und nicht mit offensichtlichem Schwachsinn gefüttert werden.

     

    POSTSCRIPTUM: DAMIT DAS NICHT VERGESSEN WIRD PROPHEZEIHE ICH HIER GLEICH MAL WIEDER: FÄLLT ASSAD DANN FALLEN AUCH LIBANON UND JORDANIEN IN DIE HÄNDE DER SALAFITEN! ICH WILL KEIN GEJAMMER HÖREN, WENN DAS EINTRITT!

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  • Mali, Syrien und die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Sozialist Hollande mit seinem bombigen Massaker-Überfall auf Mali vor allem eine Fraktion der internationalen Weltgemeinschaft überrascht hat: seine befreundeten NATO-Partner.

    Ich leite das von der Tatsache ab, dass die diplomatischen Kreise, Außenministerien und ähnliches der NATO-Staaten sich benehmen wie ein Hühnerstall, in den man einen Schweizer Kracher geworfen hat.

    Alle Debatten, die gewöhnlich in das Vorfeld gehören, laufen nun im „Nachfeld“.

    Manch einer wundert sich: Nanu, die „Islamisten“, die man in Syrien fördert bekämpft man nun in Mali?

    Ich brüste mich damit, schon mehrfach darauf hingewiesen zu haben, dass die globale Machttektonik derzeit 3 Fraktionen hat: das US-EU-geführte Lager, das BRICS-UNASUR-geführte Lager und das Saudi-Katar geführte Lager.

    Das BRICS-UNASUR-Lager ist das bevölkerungsstärkste und rohstoffreichste.

    Die Golfmonarchen haben Erdöl und Erdgas und sonst haben sie schlicht gar nichts. Ihre Sklavenhaltergesellschaften sind dysfunktional und auf die Unterstützung durch die USA angewiesen und in zweiter Reihe durch die EU. Die Saudis können mit Hilfe der Waffen aus Deutschland und des KnowHows in Sachen Aufstandsbekämpfung aus den USA ihre Gesellschaften unter Kontrolle halten.

    Das US-EU-Lager verfügt über Technologie, Landwirtschaft und die Kontrolle über das globale Geldsystem.

    Das BRICS-UNASUR-Lager weis, dass sie die Zukunft sind. Ohne den billigen Zugriff auf deren Ressourcen und Arbeitskräfte sind die Golfmonarchen und die US-EU nichts. Ihre Herrschaft ist nur eine scheinbare, eine durch Gewalt und Betrug aufrechterhaltene.

    Die Menschen in dem Lager, das man früher die 3. Welt nannte, haben gelernt, sie haben sich Bildung angeeignet und hier mehr und dort weniger konsolidiert.

    China ist zur bedeutendsten Weltmacht geworden, Lateinamerika stabilisiert sich, Russland ächzt sich aus der Krise heraus, nur Afrika kommt nicht zur Ruhe.

    Unter Führung Gaddafis hat Afrika begonnen, sich aufzurappeln.

    Das gemeinsame Interesse der Golfmonarchen und der US-EU, das BRICS-UNASUR-Lager nicht hochkommen zu lassen schmiedete die Kriegskoalition zur Vernichtung der libyschen Jamahirija; ist der Kopf abgeschlagen, kannst du dich am Fleisch des Körpers mästen!

    Syrien ist die vorderste Frontlinie in diesem Krieg. Es gehört zum BRICS-UNASUR-Lager. Darum geht man gegen Syrien gemeinsam vor.

    In Nordafrika sieht die Welt anders aus: hier ist der Krieg zwischen US-EU und Golfmonarchen voll entbrannt.

    Golfmonarchen können nicht wie der Westen die Sex&Drugs&Rock’n’Roll-Freiheit ala Hollywood bieten und haben keine beeindruckende Technologie, die ein Vorstadt-Einzimmer-Appartment in die Kommandobrücke des Raumschiffs Enterprise verwandeln kann.

    Mit ihren Ölmilliarden können sie kaufen, aber sie haben nichts zu verkaufen – da tritt die Religion auf den Plan! Der älteste Tick der Welt, hast du den Hungernden und Ungebildeten nichts zu bieten, ihnen das Diesseits zu versüßen, nähre ihre Hoffnung auf das Jenseits.

    Verknüpfe es mit dem Versprechen der Revolution: hast du nichts für heute zu bieten, verspreche ein Morgen.

    Investiere in Jihad – Hungernde und Ungebildete bekommt man im Duzend billiger, sie sind leicht fanatisierbar und lassen sich für leere Worte verheizen.

    Ägypten, Libyen, Tunesien, unter dem Diktat der Muslimbruderschaft haben die Golfmonarchen sich hier fest in den Sattel gehievt. Der Terminal zur Eroberung der blühenden Gärten Afrikas ist gebaut.

    Man kommt den alten Kolonialherren Frankreich und England in die Quere. Schlägt man auf dem Spielfeld noch gemeinsam vor den Zuschauern auf den ein, der am Boden liegen soll, in Syrien, prügelt man sich im Hinterhof bereits gegenseitig.

    Der Sozialist Hollande ist klug und unterschätzt!

    Er wartet nicht auf irgendwelche ECOWAS und Pipifax und wie sie alle heißen mögen, diese Pseudoorganisationen, die das Imperium sich schafft, um die Kontrolle unter einheimischer Kollaboration zu organisieren, er stellt sicher, dass die Afrikaner am Ende des Tages sich nicht erdreisten, eigene Ansprüche anzumelden: darum: kein Stellvertreterkrieg! Ein Überraschungsschlag und vollendete Tatsachen.

    Sarkozy war nur ein notgeiles Großmaul. Hollande weiß genau was er tut!

    Den Golfmonarchen die Grenze zeigen, die lieben Freunde und Partner in Zugzwang versetzen, die Afrikaner knüppeln.


    Postscriptum: da hält mir wer vor: aber Russland und China haben doch in Sicherheitsrat auch für die ECOWAS-geführte UN-Option gestimmt. Freilich haben sie das. Wenn wir uns erinnern, dass die engsten Verbündeten der militanten Uiguren die afghanischen Taliban sind und die Salafiten im Kaukasus toben erkennen wir schnell, dass Moskau und Peking kein Interesse haben können, den salafitischen Einfluss in Afrika wachsen zu lassen.

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