Bestandsaufnahme

Intro

Kurz das, was ich zu den aktuellen Entwicklungen entlang der imperialen Kriegsfront-Abschnitte anzumerken habe. Ich habe trotz Corona sehr wenig Zeit, darum bleibe ich noch eine Weile sporadisch und fasse entlang der Meilensteine zusammen wenn meine Zeit es erlaubt. Liebend gerne würde ich mein Leben als Schreiberling, Schauspieler und Fotograf zubringen, aber wie Bertold Brecht einst sagte:

Doch die Verhältnisse

die sind nicht so!

Massenmedien einst und jetzt

Man liest oder hört oft, früher sei der Journalismus so toll gewesen, heute tauge er nichts mehr.

Das kann ich so nicht bestätigen. Im Laufe meines Lebens hatten die Massenmedien immer die Aufgabe, die Regierungspolitik zu vermarkten, sie erfüllten sie. Vereinzelt wurden Außenseiter zugelassen, denen das Attribut „kritisch“ anhaftete.

Die Massenmedien hießen Massenmedien und nicht Mainstreammedien und waren der Tendenz nach konservativer, bzw. bedienten mehr die Bedürfnisse konservativen Publikums.

Das liegt an den Universitäten, denn sogenannte gehobene Blätter wie die Süddeutsche Zeitung oder die FAZ sind Produkte, die von Akademikern  für Akademiker hergestellt werden. Die Mehrheit der Akademiker war früher gediegen-bürgerlich, heute neigen sie zu hip-„links“grün. Entsprechend passt sich die Gestaltung der Medien an.

Das klingt jetzt zynisch, aber der Kalte Krieg war hilfreich. Er hieß damals übrigens nicht Kalter Krieg. Wer das Wort „Kalter Krieg“ in der BRD benutzte, bekam sofort den Stempel „Kommunist“ ab. Der Westen führt keinen Krieg, er verteidigt die Freiheit gegen den roten Iwan und die gelbe Gefahr, also gegen die UdSSR und die Volksrepublik China!

Die Humoristen halfen dem Publikum, was von Politik und Massenmedien kam, hinterfragen zu lernen.

Monty Python: International Chinese Communist Conspiracy

Auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs, wie Dmitrij Schostakowitsch und Jewgenij Jewtuschenko im 2. Satz, „Humor“, Allegretto, der Sinfonie No. 13 „Baby Yar“, b-moll op 113, die am 20.Juli 1962 in Moskau unter der Leitung von Kirill Kondrashin uraufgeführt wurde, zum Ausdruck brachten:

II. Der Witz

SOLO

Cäsaren, Regenten und Könige,
Die Herren im Rampenlicht,
Sie kommandierten nicht wenige,
Beim Witz jedoch, beim Witz jedoch ging das nicht.
Zu Leuten mit Ruhm und Besitz,
Die lebten so hin in Saus und Braus,

SOLO UND CHOR

Kam einst der Äsop voller Witz:
Da sahen sie gleich wie Bettelpack aus.

SOLO

Es kriechen, den Blick himmelwärts,
Die Heuchler mit schleimiger Schneckenspur.

SOLO UND CHOR

Von Nasreddin Hodscha ein Scherz
Fegt alle weg wie ‘ne Schachfigur!

SOLO

Man wollte den Witz einfach kaufen,

CHOR

Doch so bringt ihn keiner zum Schweigen.

SOLO

Man rief: »Knallt den Witz über’n Haufen!«

CHOR

Da tät’ er das Hinterteil zeigen!

SOLO

Der Kampf mit dem Witz fällt äußerst schwer.
Einst köpften ihn die Strelitzen

CHOR

Und zeigten den blutigen Schädel her
Auf ihren Lanzenspitzen.

SOLO

Da zogen mit Pauken und Trara
Die Gaukler zum Mummenschanz,
Gleich rief unser Witz: »Bin wieder da!«

SOLO UND CHOR

Und schmiss seine Beine im Tanz.

SOLO

Im schäbigen Rock, von allen mit Spott
Geplagt und ganz verzagt,
Ward er als politischer Feind verklagt
Und ging nun den Weg zum Schafott.
Voll Demut und Reue der Ärmste schritt,
als Sünder dem Jenseits zu.
Doch plötzlich er seinen Lumpen entglitt:
Da war er weg

SOLO UND CHOR

Im Nu!

SOLO

Man steckte den Witz in den Kerker,
Zum Teufel, das hat nicht gereicht.

SOLO UND CHOR

Trotz Gitter und Stein: Er war stärker
Und schritt hindurch ganz leicht.
Er hustet, und es schmerzen die Rippen,
Doch er hat Tritt gefasst.

So stürmt er, ein Lied auf den Lippen,
Bewaffnet zum Winterpalast.

SOLO

Gewöhnt an die Blicke voller Neid,
Die schaden ihm sicherlich nicht,
Ist er auch zum Witz über sich bereit:
Das gibt dem Witz Gewicht.

SOLO UND CHOR

Er bleibt ewig.

Stets wendig.

Lebendig.

SOLO

Der Witz kommt an alles heran.

SOLO UND CHOR

Hört her: Es lebe der Witz!
Der Witz ist ein tapferer Mann.


Yevgeny Yevtushenko
Nachdichtung: Jörg Morgener
Musikverlag Hans Sikorski, Hamburg

Wenn man sich über ein Thema seriös informieren wollte, so war man auf den Büchermarkt angewiesen. Bücher wurden in deutscher Sprache in Österreich, Schweiz, BRD und in der DDR publiziert. So wurden durchaus die Spektren abgedeckt. Informationen erhielt man natürlich bei laufenden Ereignissen damit nicht in Echtzeit. Aber man konnte sich dennoch so informieren, dass man Entwicklungen bis zu einem gewissen Grade einschätzen konnte. Was man sagen kann ist, dass der Unseriosität der Massenmedien ein solider Anspruch der Wissenschaftsbetriebe gegenüberstand.

Ich begann generell damit, wenn der Fokus der internationalen Politik auf ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Region ging, mir den betreffenden Band in der Fischer Weltgeschichte durchzulesen. Damit hatte ich einen Überblick über den historischen Hintergrund, von dem aus ich die Gegenwart sondieren konnte. Heute neigt man dazu, der Einfachheit halber auf die Wikipedia zuzugreifen. Aber die Wikipedia ist auch nur eine Art meinungsbildendes Medium, keine Enzyklopädie. Die Fischer Weltgeschichte war eine auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft gehaltene Gesamtdarstellung.

Alles in allem war es nicht groß anders als heute. Mehr Mund zu Mund und mehr Bücherlesen. Plus gewisse kleinere Publikationen, die man getrost mit heutigen Blogs vergleichen kann. Man hatte die Zeitungen “ der anderen“ zur Verfügung, Peking-Rundschau, Pravda, und Weltempfänger, die Radiostationen aus aller Welt empfingen, wie der Name schon sagt. Es gibt Ärger auf der koreanischen Halbinsel? Was sagt Seoul dazu, was sagt Pjöngjang? Alle hatten Programme in englischer und deutscher Sprache.

Übrigens war „Radio Moskau“, das immer mit der Sowjethymne

und einem älteren Herren, der sagt „Gavarit Masquah“, „Es spricht Moskau“, begann, für meinen Geschmack lässiger als Sputnik und RT. Es war ein Programm, das schon von der Ästhetik her eine andere Kultur repräsentierte, während die Nachfolgeprogramme RT und Sputnik gestalterisch den angloamerikanischen Stil nachmachen. Nach-nach.

Man bekam also auch in Echtzeit Informationen zu aktuellen Entwicklungen, die die offizielle Westpresse verschwieg, natürlich gefärbt aus der Sicht der jeweils anderen Partei.

Berief man sich auf diese Informationen, so bekam man zur Antwort ein wütendes: „Kommunist!“ oder „Geh‘ doch rüber in den Osten!“ Da hat sich nur geändert, dass man heute für abweichende Betrachtungen zugerufen bekommt „Halt’s Maul, NAZI“ oder „Verschwörungstheoretiker!“

Es gab aber über das Gestalterische hinaus noch einen gewaltigen Unterschied zwischen den Massenmedien aus den „Feindeslanden“ und denen der „freien Welt“, der ebenfalls in Aldous Huxleys Feststellung „Die UdSSR hat die Partei, die USA das Fernsehen“ verborgen liegt: die UdSSR und auch die Volksrepublik China haben nie eine Hehl daraus gemacht, dass ihre Medien die Ansichten der jeweiligen Kommunistischen Partei darstellen! Westliche Massenmedien haben sich immer den Anschein gegeben, „ausgewogen“, „objektiv“ usw. zu sein und dennoch nur die Ansichten verbreitet, welche die Regierung oder deren Hintermänner/frauen/divers unter das Volk bringen wollen!

Mordbuben für Minsk

Immer mehr erfahren wir darüber, wofür die fast 50 Millionen € ausgegeben werden, die Ursula von der Leyen und Heiko Maas für den Sturz der Regierung in Weißrussland bereitstellen, neben der unbekannten Summe, die die USA beisteuern.

Und wir können festhalten, dass die teutonischen Weltverbesserer und ihre amerikanischen Vorbilder in der Biden-Harris-Zeit um ein vielfaches skrupelloser vorgehen, als noch zu Obama-Biden-Zeiten! Obama war machthungrig, eine zwingende Voraussetzung für jeden, der Präsident werden will, kannte aber durchaus noch moralische Bedenken, Biden und Harris sind monster on the lose!

Natürlich haben Sie aus den Massenmedien der BRD nicht erfahren, dass Mordanschläge und eine bewaffnete Regierungsübernahme in Minsk geplant war, während Kiew zum Generalangriff auf die Volksrepubliken Donezk und Lugansk übergehen sollte.

Russische Medien informierten darüber natürlich detailgenau, um das deutschsprachige Publikum kümmerte sich der fleißige Thomas Röper, der Kanal von Uwe Niemeier als auch der Kanal Russische Welt in mehreren Videos, für englischsprachiges Publikum besprach Alexander Mercouris die Hergänge sehr ausführlich auf seinem persönlichen Kanal und auf dem Duran. (Ich verlinke das hier über Odysee.com und möchte auch anregen, wenn möglich Videos dort anzusehen. Leider ist die Übertragung von dort noch oft sehr schlecht, unterbricht häufig zum Nachladen etc. Ich bin dann auch immer genervt und sehe mir den Rest auf YouTube an, aber je mehr die Seite genutzt wird, umso besser wird sie werden, auch technisch. Darum: bitte, wenn möglich, immer dort hingehen! Odysee arbeitet mit Block-chain und wenn die Seite stark frequentiert wird, haben wir eine gute Chance, hier ein wirkliche Alternative zu Google zu bekommen!)

Die Farbrevolution in Minsk war gescheitert! Die Bouletten-Prinzessin Tichanowskaja tingelt zwar fröhlich auf Kosten der deutschen Steuerzahler durch EU-Hauptstädte, ist aber mehr oder weniger nur noch ein twitter-account für westliches Publikum, ähnlich wie damals Pussy-Riot, die in Russland vom Publikum ignoriert, immer noch vor für den Westen bestimmten Kameras so lange Rabatz veranstaltet haben, bis sie sich eben endgültig eine nicht geringe Haftstrafe einfingen.

Die Eroberung von Minsk war der NATO offensichtlich so wichtig, dass sie die Ermordung von Präsident Lukaschenko, einigen seiner Familienmitglieder als auch weiterer hoher Beamter als Reaktion auf das Scheitern der Farbrevolution hin in praktischer Umsetzung eingeleitet hatte!

Man kann übrigens davon auch sofort wieder ableiten, dass die Unzufriedenheit des Westens über die Machtübernahme der Tatmadaw in der Union von Myanmar, die ohne einen einzigen Tropfen Blut zu vergießen von Statten ging, nichts damit zu tun hat, dass der Westen Putsche ablehnt und „die Demokratie“ dort verteidigen will. Auf Myanmar komme ich am Ende des Beitrags noch einmal zu sprechen. Muss ich. Ich bin schließlich der einzige (mir bekannte) in Deutschland, der halbwegs vernünftig über das Thema in seiner Gegenwart referiert.

Es sieht deutlich danach aus, als wäre der große Knall für den 21.04.2021 geplant gewesen. 21-21

Jeder, der das wissen will, konnte seit einem Jahr wissen, dass am 21.April Putin seine alljährliche Ansprache an die Nation hält, die Bilanz zieht über die Regierungsarbeit des vergangenen Jahres und Ausblick gibt, auf die Pläne des kommenden, bis zur nächsten Ansprache an die Nation.

Bis dahin war der April geprägt von einer aggressiven Kampagne der Uken-Nazis; der Verbindungsmann zwischen Kiew und Berlin Andrij Melnyk hält im Deutschlandfunk Reden darüber, dass wenn die Ukraine nicht Teil der NATO wird, Kiew, „Kyiv“, wie er das schreiben würde, sich atomar bewaffnen würde. Das ist natürlich Schwachsinn. Die Industrie der Ukraine ist nur noch vor sich hin verrottender Schrott, die Genies in „Kyiv“ haben es sogar geschafft, die weltberühmten Antonow-Werke, über Jahrzehnte Vorreiter technologischer Entwicklungen, in den Sand zu setzen. Ukrainische Ingenieure, die etwas taugen, sind vorwiegend nach Russland emigriert, ein paar auch in den Westen. Würden die Uken-Nazis mit Atombomben spielen, flögen die ihnen als erstes um die Ohren. Man muss mehr können, als das Maul groß und laut aufreißen und ansonsten den Westen um Geld anbetteln, wenn man mit solchen Technologien umgehen will.

Die Uken haben ihre Truppen am Donbass zusammengezogen, Drohgebärden Richtung Krim aufgeführt. Russland hat Übungen für den Ernstfall durchgeführt. Politiker und Presse im Westen drehten die Propagandamegaphone bis zur Übersteuerung auf.

Und natürlich durften tägliche Leidensmärchen vom armen Nawalny, laut NYT „the true leader of Russia“, nicht fehlen, dessen Tod im Hungerstreik täglich von den selbsternannten Qualitätsmedien und dem Europaparlament herbeigeschrieben und herbeigeredet wurde.

Der 21.April hätte der Tag werden sollen, dafür sprechen alle Anzeichen, an dem die von Moskau aus gesehen gegen Russland aufgebaute Westfront in Flammen hochgeht.

Es gelang nicht.

Am Abend des 17. April gaben die russische und die weißrussische Regierungen bekannt, dass der Putschversuch gegen Präsident Lukaschenko und die weißrussische Regierung aufgeflogen ist.

Von der Nawalny-Bande in allen größeren Städten Russlands zeitgleich zu Präsident Putins Ansprache am 21. April veranstaltete, absichtlich unangemeldete Kundgebungen und Demonstrationen drückten unmissverständlich aus, dass der 1%-Kandidat Nawalny zu einem 1‰-Kandidat eingebrochen ist. Nawalny brach die Hungerstreik-Show ab, da sein Überleben nicht ausreichend Menschen in Russland wichtig genug war, um seiner Rettung willen aktiv zu werden.

Selenskyj, der am 20. April noch sein NAZI-Umfeld und seine westlichen Puppet-Master in gewohnter Großmäuligkeit verbal befriedigte:

fand sich als Schauspieler wieder, der seine Rolle als Westentaschen-Napoleon in den Papierkorb werfen muss.

Zur Zeit des Kalten Krieges hätte das für eine Entwarnung gereicht, die ein paar Jahre anhält.

Man hatte etwas im Kampf um die Vorherrschaft zwischen den Imperien versucht, es geriet zum Schlag ins Wasser, damit genug. Versuche hatte es immer gegeben. Dmitrij Medwedjew, der ja gerne als der zweite Mann hinter Putin gesehen wird, sprach das auch unlängst offen an, indem er die gegenwärtigen Beziehungen zwischen Russland und den USA mit der Kuba-Kriese Oktober 1962 verglich.

Zur Zeit des Kalten Krieges hätte das Ruhe für viele Jahre gebracht. Heute hat das NATO-Imperium einen Rückschlag erlitten, für den es mit umso hasserfüllterer Bitternis Vergeltung sucht!

Stellvertreterkriege

Die Welt, das darf man nicht vergessen, war damals eine andere!

Die Welt war mehr oder weniger in 3 Zonen unterteilt: es gab des US-geführten Westblock und den UdSSR-geführten Ostblock. Beiden gehörten zahlreiche Länder an und zwischen ihnen spielte sich der Kalte Krieg ab. Geistig – und ich meine jetzt geistig, nicht ideologisch, geistig im Sinne der prägenden Philosophie – geistig dominierte den Westblock die Ideenwelt des klassischen Bildungsbürgertums, den Ostblock eine Art gezähmtes Jakobinertum. Beides sind zuverlässige, überschaubare Wertesysteme. Man kämpft um die Vorherrschaft, aber man respektiert auch die Grenzen des jeweils anderen!

Eine dritte Zone bildete die Bewegung der Blockfreien. Sie war eine lockerere Interessengemeinschaft der Staaten die sich keinem der beiden Blöcke verpflichten wollten. Formal existiert sie zwar immer noch, hat aber nicht mehr die Bedeutung von damals. Ideologische Fragen spielten in ihr gar keine Rolle. Gegründet wurde diese Bewegung auf Initiative der Föderativen Volksrepublik Jugoslawiens unter Tito, Ägyptens unter Kamal Abd’el Nasser, der Volksrepublik Chinas und Indiens. Als Gründungsveranstaltung gilt die unter anderem von Myanmar, das damals nach dem größten in der Union lebenden Volk, den Birmanen, Birma hieß, vorbereitete afro-asiatische Konferenz von Bandung 1955 in Indonesien. Josip Broz Tito war die einzige europäische Führungspersönlichkeit, die eingeladen war. Jugoslawien war ein Vielvölker-Staat gewesen, dessen Völker sich in der Geschichte immer gegen das Osmanische Reich oder die österreichische K&K-Monarchie behaupten mussten. Jugoslawien hatte keine imperialistische Vergangenheit.

Gemeinsame Grundlage war, dass die Welt geprägt vom Vorherrschaftskampf der beiden großen Imperien UdSSR und USA ist, weshalb man als antiimperialistische Bewegung gemeinsam stärker sei und sich deren Zugriff leichter erwehren könne. Men lehnte jede Form der Diskriminierung und des Kolonialismus ab, jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten der anderen und unterstützte sich auf dem Weg der wirtschaftlichen Entwicklung. Es hat nicht immer geklappt, wie es sollte, aber es war eine gute Sache, die Frieden und Stabilität in der Welt förderte. Dieser Bewegung gehörten Monarchien wie das Königreich Bhutan und die Golfstaaten ebenso an wie die kommunistischen Staaten Volksrepublik China und Jugoslawien; Todfeinde wie Saudi Arabien und Iran oder Indien und Pakistan hatten hier ein gemeinsames Forum, Konflikte auf Augenhöhe zu thematisieren.

Natürlich wilderten die USA-geführten Westmächte und der UdSSR-geführte Ostblock in diesem Konglomerat. Man war bemüht, Stellvertreterkriege nicht innerhalb eigener Territorien auszuführen.

Der berühmteste dieser Stellvertreterkriege war der Vietnam-Krieg, der eigentlich drei Länder, Vietnam, Laos und Kambodscha umfasste und der auch nicht, wie allgemein angenommen, mit dem Abzug der Amerikaner April/Mai 1975 endete, sondern tatsächlich erst am 26.September 1989. Denn nach dem Abzug der USA veränderte sich die Front in einen Stellvertreterkrieg zwischen der UdSSR, vertreten durch Vietnam, und der Volksrepublik China, der allerdings nur auf kambodschanischem Territorium ausgetragen wurde.

Ein zweiter Krieg, der als Stellvertreterkrieg zwischen USA und UdSSR begann und der bis heute tobt, ist der Krieg im Afghanistan!

Als die Konferenz von Bandung tagte, war Afghanistan noch eine absolute Monarchie. 1964 wurde die Große Ratsversammlung einberufen, eine Versammlung aller Stämme, die ihren Ursprung in der Zeit des Dschingis Khan hatte. Diese beschloss, das Land in eine konstitutionelle Monarchie umzubauen. Von Anfang an hatten Frauen die selben bürgerlichen Rechte wie die Männer. So hatten Afghaninnen 7 Jahre vor den Schweizerinnen das Wahlrecht. 1973 putschte der Ministerpräsident Mohammed Daoud Khan den König Mohammed Sahir Shah, mit dem er auch verwandt war, gewaltsam weg und machte sich zunächst zum Diktator. Er sah das mehr als eine Art bürgerliche Revolution und versuchte eine Republik Afghanistan, die sich sowohl mit der USA als auch mit der UdSSR gut stellte. Das lief nicht sehr gut, in Afghanistan vertiefte sich die Spaltung zwischen konservativ-traditionalistischen Kräften, die sich um Daoud Khan sammelten, und den mit der benachbarten UdSSR sympathisierenden Kommunisten, die sich mit den Sozialisten zur Demokratischen Volkspartei Afghanistans, DVPA, zusammengeschlossen hatten. Die ebenfalls benachbarte Volksrepublik China spielte eigentlich keine Rolle, obwohl sowohl Afghanistan als auch China in den Blockfreien miteinander zu tun hatten. Am 27. April 1978 stürzte die DVPA den Daoud Khan auch in einem gewaltsamen, sehr gewaltsamen, Putsch, den sie später als Sawr-Revolution bezeichneten, und gründeten die Demokratische Volksrepublik Afghanistan nach dem Vorbild, glauben Sie es mir oder nicht, der Deutschen Demokratischen Republik, kurz DDR. Afghanistan bereitete sich nun darauf vor, sich in den Ostblock einzugliedern.

Damit hatten sich die Kräfteverhältnisse umgekehrt. Die bisherige Opposition hatte die Macht an sich gerissen. Die seit den 60-ger Jahren zunehmende Radikalisierung der politischen Auseinandersetzungen konnten nicht mehr durch Änderungen der Staatsform vorübergehend befriedet werden. Nach 2 gewaltsamen Regierungswechseln, mit denen jeweils eine völlige Änderung der Staatsform einhergegangen war, war der klassische Schlichtungsweg über die Große Ratsversammlung zu einem Relikt der Geschichte geworden, der bewaffnete Kampf um die Oberherrschaft im Lande etabliert. Die Stunde der Warlords brach an. Regionale Führer erhoben sich. Afghanistan versank zunehmend in bürgerkriegsartigen Unruhen. Diese Situation nutzte die CIA aus, um an Einfluss zu gewinnen. Sie unterstützte die Warlords, die sich fürderhin Mujaheddin nannten und wechselnde Koalitionen bildeten. Auch innerhalb der DVPA kam es zu bewaffneten Machtkämpfen. Der Revolutionsführer Nur Mohammed Taraki hatte die UdSSR zunächst vergeblich um militärischen Beistand zur Niederschlagung der Unruhen gebeten, nach dessen Ermordung am 8.Oktober 1979 durch seinen brüderlich liebenden, in den USA ausgebildeten Genossen Hafizullah Amin, dem es nach dessen Funktion gelüstete, entschloss sich Moskau dann doch zum Einmarsch, der am 25.Dezember erfolgte.

Zbig, Sie wissen schon, unser alter Freund, der da:

dessen Tochter Mika jeden Tag gemeinsam mit ihrem Ehegatten Joe Scarborough das Vormittagsprogramm von MSNBC bestreitet und die 4 Jahre Trump hindurch gefühlt ununterbrochen von der „Russian collusion“ schwafelte, war immer stolz darauf, es geschafft zu haben, die UdSSR in die inneren Angelegenheiten Afghanistans hineinzuziehen und somit entscheidend zu deren Schwächung beigetragen zu haben.

Der Rest ist Geschichte.

Auf der einen Seite versuchte die UdSSR eine Art DDR des Morgenlandes militärisch durchzusetzen, auf der anderen Seite versorgten die USA, Saudi Arabien und Alliierte wie die Bundesrepublik Deutschland die Warlords mit Rückendeckung durch Presseerzeugnisse im Westen, Finanzen, Waffen und Söldnern.

Zur Erinnerung: der Begriff al Kaida bedeutet ganz banal „die Datenbank“. Es ist die Datenbank der Söldner, die die USA und Saudi Arabien gegen den afghanischen Staat und die UdSSR in der Region einsetzten. Suchen muss man diese Söldner nicht lange. Die Unterschichten der islamischen Staaten stellen einen nie versiegenden Vorrat an Menschenmaterial zur Verfügung.

Februar 1989 zog sich die UdSSR aus Afghanistan zurück, daraufhin konnte sich die Demokratische Republik Afghanistan noch bis etwa April 1992 halten, danach folgte ein brutaler Machtkampf zwischen verschiedenen Warlords, bis sich die in Flüchtlingslagern herangebildete Taliban-Bewegung des Mullah Omar die Macht über Kabul erkämpfte. Die Taliban hatten nie die vollständige Kontrolle, aber sie konnten sich durchsetzen als die mächtigste und einflussreichte Kraft im Land.

2001 glaubten die Amis, toll wie sie sich immer selber finden, sie könnten da jetzt mal schnell selber mit ihrer geliebten US-Army, „the greatest military that ever existed“, wie Amis gerne betonen, einreiten und wären mit den Taliban nach ein paar Tagen fertig.

20 Jahre, über 2000 Milliarden verbrannte US$ und, wie man das modern ausdrückt, einem größeren Verlust an Humankapital später, auf der Titelseite und im twitter-feet der LA-Times:

Der Sieg, der eine Niederlage war

Hören Sie sich den folgenden 4. Satz des Streichquartettes No. 2 op.10 von Arnold Schönberg aus dem Jahre 1908 in aller Ruhe an. Achten Sie sehr genau darauf, was Sie dabei empfinden, wie Musik und Text auf Sie wirken. Das wird wichtig für das, was ich danach erklären will.

Entrückung

Ich fühle luft von anderem planeten.
Mir blassen durch das dunkel die gesichter
Die freundlich eben noch sich zu mir drehten.

Und bäum und wege die ich liebte fahlen
Dass ich sie kaum mehr kenne und Du lichter
Geliebter schatten – rufer meiner qualen –

Bist nun erloschen ganz in tiefern gluten
Um nach dem taumel streitenden getobes
Mit einem frommen schauer anzumuten.

Ich löse mich in tönen · kreisend · webend ·
Ungründigen danks und unbenamten lobes
Dem grossen atem wunschlos mich ergebend.

Mich überfährt ein ungestümes wehen
Im rausch der weihe wo inbrünstige schreie
In staub geworfner beterinnen flehen.

Dann seh ich wie sich duftige nebel lüpfen
In einer sonnerfüllten klaren freie
Die nur umfängt auf fernsten bergesschlüpfen.

Der boden schüttert weiss und weich wie molke ..
Ich steige über schluchten ungeheuer ·
Ich fühle wie ich über letzter wolke

In einem meer kristallnen glanzes schwimme –
Ich bin ein funke nur vom heiligen feuer
Ich bin ein dröhnen nur der heiligen stimme.

aus Stefan George „Der siebente Ring“

Haben Sie es gehört? Ich meine, das dem innewohnende! Den Atem, der das Tongeflecht durchweht, die Natur, die sein Klangcharakter aus einer ätherischen Sphäre in die physisch wahrnehmbare Realität überträgt, all das beteiligt die Komposition an einem größeren Ganzen, macht sie Baustein an einer sich organisch entfaltenden abendländischen Kulturentwicklung. Das nämliche gilt für das Gedicht von Stefan George. Es sagt etwas aus, das nur zu diesem Zeitpunkt der Historie, nur in dieser geistesgeschichtlichen Epoche, nur in diesem speziellen Kulturkreis möglich war und Bedeutung annahm. Beide, Komposition und Text, umfassen die Jahrhunderte seit der Renaissance, fügen sich in diese Überlieferung und bereichern sie durch ein bis dahin nicht dagewesenes, unverwechselbares, tauchen ein in diesen Fluss und treten daraus hervor wie die Idee einer selbständige Existenz, die nun der Interpreten bedarf, um in der realen Welt ihr Leben zu verwirklichen.

Diese Kulturgeschichte ist abgerissen. Sie schwindet dahin, um mir eine Formulierung Ernst Blochs auszuborgen, die er eigentlich für einen anderen Zusammenhang prägte, in ein Nicht-mehr und Noch-nicht. Das Streichquartett klingt in die Gegenwart wie die Erinnerung an eine Welt, die noch wahrnehmbar ist, aber schon vergeht. Etwa wie das Leben sich für Menschen im antiken Griechenland angefühlt haben muss in den Jahrzehnen der Peloponnesischen Kriege.

Noch opferte man den Götter, an deren Sein man zweifelte.

Das Deutschland von heute bietet eine Vielzahl an mittels Geld erwerbbaren Gütern, die den Alltag erleichtern, die Arbeit erleichtern, käufliche Annehmlichkeiten und wirkungsvolle Zerstreuungen.

Unterm Strich ist das alles wie das Heulen unter der Dusche, nachdem man mit einer Person Sex gehabt hat, an der einem nichts liegt, die man nicht kennt und auch gar nicht kennen will, mit der man eben nur im Bett gelandet ist, weil es sich halt ergab und es so den Verhaltensweisen des modernen Lebens angepasst ist.

Man wankt zwischen Befriedigungen kurzfristiger, vernachlässigbarer Begehren, die für Momente den Anschein von Bedeutung simulieren können.

Mehr und mehr verliert das Leben an Substanz und nur die Bilder vom Leben werden greller.

Zumindest Westdeutschland ist gar kein Land mehr. Es ist ein Umschlagplatz für Kapital, Waren, Personal und Dienstleistungen. Es ist so wenig ein Land, dass Deutsche sich so etwas wie ein Land schon gar nicht mehr vorstellen können. In Deutschland existiert nichts greifbares, verbindendes. Unsere Werte. Unsere Demokratie. Phantasien für Akademiker mit Beamtenseele. Wer dazugehören will, schimpft über Lukaschenko, der schon viel zu lang im Amt sei, aber alle wissen, nach 16 Jahren Merkel bekommen wir das selbe hochpotenziert & mit frischem Gesicht als Annalena Baerbock, weil das ein paar Milliardäre auf ihren Jachten zwischen Models, Cocktails und Swimmingpool so entschieden haben.

Und der abgefuckte Loser, der keinen Stich macht aber von Vorgesetzten heruntergeputzt wird, wenn er zu spät zur Arbeit kommt, träumt davon, eines Tages auf dieser Jacht mitfeiern dürfend einen Victoria’s-Secret-Angel anzufassen, darum legt er sein popliges Erspartes in Finanzmarktprodukte an, während Lieschen Müller verbissen um einen Schreibtisch in der Chefetage kämpft, hinter dem sie sich zu einer Art moderner Version der Hexe aus Hänsel und Gretel entwickeln wird, ohne es selbst zu bemerken.

Und all die Schreckensmeldungen aus fremden Ländern, wo die Diktatoren die Demokratie unterdrücken, sind ihnen Labsal. Ja, dieses ist das beste Deutschland, as es jemals gab. Die ganze Welt sollte in einem solchen Deutschland leben!

Dann der Jemen, dann die Union von Myanmar

Zwei Flecken Erde, auf die dieses beste Deutschland aller Zeiten voll Mitleid blickt.

Solange man sich erinnert, waren die Menschen dort arm. Das Leben ist hart dort. Konflikte können blutig enden. Zum Rest der Welt lebte man dort ziemlich abgeschottet.

Jemen- wie war das?

Abermals ein edles Engagement, ein Waffengang von ein paar Tagen.

Ende März 2015 begann die „Operation Entschlossener Sturm“ (Operation Decisive Storm), bei der die alles seligmachende, von allen Leiden der Welt erlösende Demokratie in Gestalt des Militärs des Königreichs Saudi Arabien und einer Anzahl Verbündeter über den Jemen hereinbrach. Nach dem Waffengang von ein paar Tagen hatten die Saudis sich eine blutige Nase geholt und die Operation verwandelte sich in die „Operation Wiederherstellung der Hoffnung“ (Operation Restore Hope). Bis heute stellen die Saudis mit Unterstützung des besten Deutschlands aller Zeiten die Hoffnung im Jemen wieder her mit Mitteln, die an Beschreibungen aus dem Dreißigjährigen Krieg erinnern.

Der Außenminister des besten Deutschland aller Zeiten, Heiko Maas, stört sich zwar nicht an Hungerblockaden, Medizinblockaden und ähnlichen Methoden, die außer Flächenbombardements und Massaker seitens der Hoffnungs-Wiedererwecker eingesetzt werden, schreibt jedoch brav zu Tränen gerührte Beileidskundgebungen an die Saudis, wenn den Jemeniten ein gewichtiger Gegenschlag gelingt.

Es scheint eine Widerstandskraft zu geben, die all das schöne Geld und all die tollen Waffen, die der Westen via Saudi Arabien und Konsorten einsetzten, nicht brechen können.

Ich sage Ihnen das Geheimnis. Ich bleibe doch rätselhaft in dem, wie ich es sage. Es gibt eine Quelle, aus der die Rebellen des Jemen ihre Widerstandskraft speisen.

Es ist die selbe Quelle, aus der Dmitrij Schostakowitsch die Schaffenskraft trank und der junge Jewtuschenko, welche die oben zitierte 13. Sinfonie hervorbrachte, es ist die Quelle, die George und Schönberg labte und zum Siebenten Ring und dem 2.Streichquartett befähigte. Die Werke sind Verbindungslieder zwischen Publikum und Quelle.

Diese Quelle hat keinen Namen und keinen Ort. Sie ist und sie ist überall und nirgends.

Die Manifestation der Substanz, die dieser Quelle entspringt, könnte man bezeichnen als Tatsächlichkeit. Aber das ist nur ein wager und unbeholfener Hinweis.

Zu dieser Quelle hat Deutschland kaum mehr Zugang! Es hat sich von ihr abgeschnitten. Deutschland ist ein Land, das in nichts Tatsächlichkeit hat, sondern nur noch nachmacht. Es hat keine Moral, es macht ein Bild von Moral nach. Es hat keine Politik, es macht Bilder von Politik nach. Es hat keine Kultur, es macht Versatzstücke von Kulturen nach. Die Liste kann beliebig fortgesetzt werden. Deutschland war noch nicht einmal ein Sieger im kalten Krieg, es war nur der Vasall des Siegers, der dem Sieger besoffen zujubelte, als auf seinem Territorium die Mauer fiel als Symbol des Sieges.

Die nahe Zukunft wird Deutschland eine Galionsfigur Annalena Baerbock geben. So jedenfalls pfeifen es die Spatzen von den Dächern. Die innere Leere von Tatsächlichkeit und die da heraus resultierende Bedeutungslosigkeit wird ein großer Teil der Deutschen dann kompensieren durch eine Maximierung der selbst erfundenen Berufung zu einem Deutschland als Erzieherin der Welt. Naja, fast der Welt. Deutschland schick sich an in der ersten Liga spielen zu wollen und es will als Spielerin in der ersten Liga bewundert werden von Followern und seiner Unfehlbarkeit Ungehorsame strafen, jedoch dabei der treu seinem Herrchen zu winselnde Schäferhund Washingtons bleiben.

Eisen im Feuer

Politisch dominierte den April 2021 tosender Lärm an und um Russlands Westgrenze. Das verpuffte vorläufig als Strohfeuer.

Im angloamerikanischen Raum wurde zeitgleich die typische propagandistische Kriegsvorbereitung gegen die Union von Myanmar aufgebaut.

Tägliche Meldungen von irgendwelchen Toten, die nicht belegt werden können und mit altem bis uraltem Bildmaterial illustriert sind.

Wenn irgendwo 3 NLD-Aktivisten ein Plakat gegen die Tatmadaw hochhalten, wird das aufgeblasen zu einer Massendemonstration mit mehreren Milliarden Teilnehmer*innen.

Berichte über ethnische Konflikte häufen sich, die in dem Duktus gehalten werden, dass die große Zentralmacht die armen, kleinen Minderheiten unterdrücken würden. Ethnische Konflikte gibt es in diesem Land immer. Das ist völlig unabhängig von der aktuellen Regierung. Es kommt beispielsweise immer wieder vor, dass lokale Warlords versuchen, ihren Machtbereich gewaltsam auszuweiten. Es kommt dann durchaus vor, dass die federal Army eingreift. Es ist also der Duktus falsch, es geht nicht um eine ethnische Unterdrückung von Minderheiten, aber eine militärische Eskalation findet statt. Ich kann nicht überprüfen, was an aktuellen Berichten dran ist und was nicht. Diese Berichte gehen einher mit einem ausgesprochen nebulösem „es muss befürchtet werden, dass eine Hungerkatastrophe eintritt“. Ein nichtssagender Konjunktiv, der aber Wirkung entfaltet, als wäre eine Feststellung getroffen worden.

Ein untrügliches Kennzeichen für propagandistische Kriegsvorbereitung ist immer die Mischung aus Dämonisieren und Lächerlich-machen des Anführers.

Als beispielsweise die propagandistische Kriegsvorbereitung gegen Syrien ausgeführt wurde, hieß es, Assad sei völlig isoliert, keiner nimmt ihn mehr ernst, engste Vertraute hätten sich von im abgewandt, sein Sturz wäre nur noch eine Frage von Tagen. Naja, Assad ist noch heute Präsident.

Ähnliches konnte man jetzt in der Berichterstattung im Umfeld des ASEAN-Gipfels in Jakarta beobachten. Die zweite bis dritte Garnitur der angloamerikanischen Presse zeichneten General Min Aung Hlaing als völlig unfähigen Trottel, der irgendwie rein zufällig an die Spitze des Militärs gepurzelt sei; als Quelle nennt man dann irgend einen John Smith, von dem bis Dato noch nie jemand etwas gehört hat, der aber Experte sei, dem irgend ein Bob Miller beipflichte, der ebenso unbekannt ist, aber ein noch viel expertigerer Experte. Die britische Presse machte ihr Publikum darauf scharf, dass der General sozusagen auf dem ASEAN-Gipfel Klassenkeile bezöge, NGOs in Australien forderten seine Festnahme.

Diese Rhetorik ließ nach dem Gipfel vom 24.04.2021 nach. Offensichtlich konnte General Min Aung Hlaing seinen Standpunkt überzeugend darlegen. Eine vorbereitete 5-Punkte-Erklärung des Gipfeltreffens enthielt die Forderung nach der Freilassung aller seit dem Putsch inhaftierten als politische Gefangene bezeichneten. Diesen Passus enthielt die Abschlusserklärung nicht mehr. Sogar der Premierminister von Singapur, Lee Hsien Loong, der sich im Februar noch entschieden gegen die Beseitigung der NLD-Regierung ausgesprochen hatte, erklärte sich mit dem Ergebnis einverstanden. Der Gipfel endete gänzlich, wie man das in englischer Sprache ausdrückt, in favor of the General.

Aus der 5-Punkte-Erklärung wurde eine 4-Punkte-Erklärung, die lautet im offiziellen Wortlaut wie folgt:

Deutsche Übersetzung:

Erklärung des ASEAN-Vorsitzenden zu den Entwicklungen in der Republik der Union von Myanmar:


1. Die ASEAN-Mitgliedsstaaten haben die gegenwärtigen Entwicklungen in der Republik der Union von Myanmar aufmerksam verfolgt.
2. Wir erinnern an die Ziele und Prinzipien, die in der ASEAN-Charta verankert sind, einschließlich der Einhaltung der Prinzipien der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der guten Regierungsführung, der Achtung und des Schutzes der Menschenrechte und Grundfreiheiten.
3. Wir bekräftigen, dass die politische Stabilität in den ASEAN-Mitgliedstaaten für die Verwirklichung einer friedlichen, stabilen und prosperierenden ASEAN-Gemeinschaft von wesentlicher Bedeutung ist.
4. Wir ermutigen zur Fortsetzung des Dialogs, zur Aussöhnung und zur Rückkehr zur Normalität in Übereinstimmung mit dem Willen und den Interessen des Volkes von Myanmar.

Diese Erklärung aus der Diplomatensprache in Normalbürger-Sprache übertragen sagt:

„Putschen ist kein probates Mittel der Wahl, das wir befürworten, aber du hattest überzeugende Argumente. Darum lassen wir dich jetzt erst einmal machen. Wir erwarten allerdings, dass die Affäre zügig und mit so wenig Gewalt wie möglich, zu einem Ende gebracht wird, das für die überwiegende Mehrheit der Involvierten zufriedenstellend ist, als auch so wenig Zivilisten als möglich in Mitleidenschaft zieht.“

Die Hoffnungen des Westens, besonders Singapur, Vietnam, die Philippinen und Thailand gegen Myanmar in Stellung bringen zu können, verpufften in Jakarta geräuschlos wie der Rauch einer indonesischen Nelkenzigarette.

Mein persönlicher Eindruck ist ohnehin, dass sowohl in der Kategorie Typus Mann als auch in der Kategorie Typus Staatschef der General und der Präsident der Philippinen Rodrigo Duterte das Zeug für ziemlich beste Freunde haben.

Foto Wikimedia

Needless to say, dass sie auch beides Typen sind, die nicht gerade Gefahr laufen, von Deutschlands Liga der Weltverbesserer mit Preisen überhäuft zu werden.

Über gemeinsam Tee trinken und dabei Staatsphilosophie besprechen hinaus gibt es auch noch ein ganz konkretes, gemeinsames Interesse dieser beiden Herren, bei welchem zufälligerweise ihre Standpunkte auch noch zu 100% übereinstimmen!

Sie erraten, was ich meine?

Sie erinnern sich noch daran, womit der Mann, der in seiner Heimat „Rockstar-President“ genannt wird, gleich zu Beginn seiner Amtszeit international Schlagzeilen machte und den Zorn der Gutmenschen auf sich zog?

Ganz genau, mit seinem radikalen, kompromisslosen und unbarmherzigen Kampf gegen das Opiumderivat Heroin!

Hier stehen 2 Männer, die der Opium-Mafia den gnadenlosen Krieg erklärt haben!

Das wird noch spannend! Es ist nämlich in mittelfristiger Zukunft gar nicht ausgeschlossen, dass der Theravada-Buddhist Min Aung Hlaing und der Katholik Rodrigo Duterte sich mit den islamischen Taliban zusammensetzen, um ein für die Region existenziell wichtiges Problem ein für alle Mal zu lösen. Einzige Voraussetzung: die Taliban erkennen an, dass keiner sich in die inneren Angelegenheiten der Anderen einmischt, sie also auch nicht Gruppierungen wie Abu Sajaf unterstützen.

Alles in allem beginnt der Mai 2021 um einiges fröhlicher stimmend, als es der aufgewühlte April zunächst hätte vermuten lassen.

Vielfach sind Asiens Zugänge zur Quelle der Tatsächlichkeit.

Die europäisch-amerikanischen Krisen-Erzeuger geben dieser Tage gegenüber den – zugegeben nicht gerade zimperlichen – Krisenlösern Asiens sehr das Bild des Handelsvertreters ab, der mit halbseitig heraushängendem weißen Hemd unter dem offenen Sakko und Aktenkoffer in der Hand dem aus dem Bahnhof ausfahrenden Zug hinterher rennt.

Sehr hübsch unterstrichen wird dieses Bild durch die kümmerliche, mit dem Fuß aufstampfende „Hei, hallo, wir wollen auch mit reden dürfen!“-Erklärung des Heiko-Amtes zu dem oben beschriebenen ASEAN-Gipfel:

Si vis pacem, para bellum

Das Manöver Defender Europe 2021 ist eine Gelegenheit für die NATO, militärisches Aufgebot massiv hochzufahren.

Meiner Einschätzung nach hat die Uken-Armee den Auftrag, im Donbass eine militärische Reaktion Russlands zu provozieren.

Selenskij macht den Eindruck eines betrunkenen Schauspielers, der rezitiert.

Gegen Ende März wurde sein Büro in Kiew von NAZIs angegriffen.

Diese NAZIs sind offizieller Teil des Machtapparates.

Ich bleibe bei meiner Aussage, dass ein großer Krieg geplant ist für nach der Bundestagswahl, bzw. nach der Vereidigung der neuen Bundesregierung in Deutschland.

#Belarus

Die Rhetorik der Regierungsvertreter*in aus Deutschland Heiko Maas lässt auf eine Offensive gegen Weißrussland schließen, ebenso die Tatsache, dass die Tichanowskaja trotz Lockdown ständig auf Kosten des deutschen Steuerzahlers Europatourneen unternimmt und bei jeder Regierung der EU+ vorstellig wird.

Das hier ist schon einen Monat alt und lässt sich beliebig erweitern.

Nun hatte die EU für das letzte Märzwochenende eine Generalstreik in Belarus ausgerufen. Dem ist so gut wie gar niemand nachgekommen. In Minsk, der Hauptstadt, wurde 1 Person mit der weiß-roten Fahne gesichtet. Eine!

Hingegen hatte man in Vilnius/Litauen eine riesen Solidaritätskundgebung veranstaltet. Litauer, ich vermute mal darunter viele mit SS-Ideologie, demonstrieren gemeinsam mit der Bouletten-Prinzessin gegen die Regierung in Weißrussland. Na und?

In Myanmar

ist soweit alles ruhig. Ein von der NLD ausgerufener Müllstreik in Yangon stieß eher auf den Unmut der Bevölkerung.

Die haben dort subtropisches Klima. Eine Vermüllung der Stadt würde in kürzester Zeit einen explosionsartigen Anstieg der Ungeziefer-Populationen als auch eine exponentielle Vermehrung der Mäuse und Ratten bedeuten. Das erfreut die Anwohner wenig.

Ab und zu gibt mal eine Parteiaktion der NLD vor Kameras, das ist alles.

Es ist sogar so ruhig, dass die sogenannte „internationale Presse“ Kundgebungen, die den „support“ der „Federal Army“ ausdrücken, die es auch gibt, zu Anti-Putsch-Kundgebungen umwidmet.

Die Federal Army ist die unter Führung von Ming Aung Hlaing, also die, die geputscht hat.

In der UNO in New York hält ein Typ täglich Reden, in Myanmar sei alles schrecklich, das wisse er, auch wenn er keine zuverlässigen, nachprüfbaren Informationen hat. Permanent wachsende Opferzahlen, die gerne verbreitet werden, entbehren jeder Grundlage und Bilder von weinenden Frauen mit weinenden Kindern, die Twitteranten teilen, können von irgendwo/irgendwann sein. Aung San Suu Kyi war über 15 Jahre lang hohe UN-Funktionärin und hat dort noch ihre aktiven Seilschaften, die ihre Partei jetzt natürlich unterstützen.

Ré­su­mé

Die neuen Schauplätze, die die Biden-Administration schaffen wollte, gelingen nicht.

Denn auch in einem Land wie Myanmar, das ja immer noch sehr abgeschottet zum Globalismus lebt, hat es sich, kommt mir jedenfalls so vor, rumgesprochen, dass diese vom Westen angeregten „Revolutionen“ bisher nahezu überall mehr geschadet als genutzt haben.

Insofern greift man auf altbewährtes zurück und die Ukraine existiert eigentlich als eigenständiges Land nicht mehr, sondern nur noch als potentielles Aufmarschgebiet der NATO gegen Russland.

Ich teile die Auffassung der Analysten, dass man eine rasche Eskalation der Lage am Donbass nicht wünscht.

Dafür spricht auch das verlogenen Statement des deutschen Außenamtes.

Dass Deutschland sich um die Umsetzung des Minsker Abkommen bemühen würde, ist blanker Hohn. So ziemlich alle einflussreichen politischen Kräfte in Kiew haben mittlerweile unmissverständlich erklärt, die Umsetzung des Minsker Abkommens nicht zu wünschen! Zahlreiche Medien haben seit Wochen darüber berichtet. Die Typen treten mit O-Ton in social media auf. Also wird man auch im deutschen AA oder französischen Außenministerium davon gehört haben.

Besonders verlogen mutet es an, dass mit keinem Wort der massive Aufmarsch von Truppen und schwerem Gerät der Ukrainischen Armee an der Demarkationslinie zu den Volksrepubliken Lugansk und Donezk erwähnt wird, aber die darauf reagierende Verstärkung der russischen Truppen an der ukrainischen Grenze. Übrigens hat auch Weißrussland die Truppenpräsenz an der ukrainischen wie auch der Grenze zu Litauen seit den Truppenverlegungen der Uken massiv erhöht.

Das gehört natürlich zum Propaganda-strategischen Vorgehen, denn es soll ja so wirken, als ginge die Bedrohung von Russland aus. Unterstrichen mit Reden, die die depperte Krampf-Knarrenbauer hält.

Wenn Lawrow ausdrückt, dass eine militärische Eskalation im Donbass zur Vernichtung das Ukrainischen Staates führen würde, kann man annehmen, Russland hat sich vorbereitet.

Selenskijs großmäulige Sprüche, man habe die „unerschütterliche Unterstützung“ des zunehmend dementer wirkenden Greises im Weißen Haus, sollte ukrainische Militärführer nicht zu selbstsicher machen. Wir wissen nicht, was Lawrow im März auf seiner Chinareise für Absprachen hatte, aber das Angebot, eine Militärallianz zu schmieden, ging von Beijing aus und wenn Xi Jinping mit dem Finger schnalzt, hat er einen Monat später 500 Millionen Infanteristen unter Waffen. Schon Mao hatte gesagt, China benötige keine Atomwaffen, wenn alle Chinesen gleichzeitig einmal hüpfen, springt die Erde aus der Umlaufbahn. Damals war aber China ein reiner Agrarstaat, heute verfügt China über die weltweit größte Menge an Industrieanlagen. Die Umstellung dauert keine Stunde, bis die anstatt für Walmart und Apple, für die Volksbefreiungsarmee produzieren. Energieengpässe braucht China nicht zu fürchten, nachdem sie gerade ein Abkommen mit dem Iran geschlossen haben, das der Volksrepublik Erdöl und Erdgas im Wert von 400 Milliarden $ zusichert.

Unterm Strich: die USA kann kleine Länder wie Afghanistan oder Syrien terrorisieren. Einem richtigen Gegner ist sie nicht mehr gewachsen.

Eben darum braucht die NATO es unbedingt, Russland so zu provozieren, dass Russland den ersten Schritt macht. Im Zweifelsfalle inszeniert sie im Donbass einen Sender-Gleiwitz-Vorfall. Um alle NATO-Staaten mit hineinziehen zu können. Dezember 2021/Januar 2022 wird die Gefahr am höchsten sein.

Update 6 Myanmar

Gleich zu Beginn: leider habe ich überhaupt keine Zeit, einen der Thematik angemessenen Artikel zu verfassen, darum von meiner Seite nur eine kurze Replik.

Die Propaganda gegen Myanmar wurde eine Zeit lang knapp gehalten, da neben der Volksrepublik China auch Indien darauf bestand, der Westen habe sich rauszuhalten.

Jetzt wird sie wieder hochgefahren. Die britische Agentur Reuters versorgt die „Weltöffentlichkeit“ mit Gräuelpropaganda, die ganz in der Tradition der britischen Propaganda steht, wie sie zu Beginn des WW I gegen Deutschland gefahren wurde. Damals wurden Zeichnungen verbreitet von deutschen Soldaten, die belgische Babies auf Bajonette aufspießen usw.

Der teutonische Außenamtschef Heiko Maas twittert wie folgt:

Heiko ist mal wieder das dümmste Propagandasprachrohr von allen.

Fakt ist:

das Militär ist noch überhaupt nicht aktiv geworden. Alle Auseinandersetzungen finden zwischen Aktivisten der Partei NLD und der Polizei statt.

Die anderen sprechen wenigstens von „Sicherheitskräften“, Heiko beweist umgehend, dass er gar nichts darüber weiß, was vor Ort abgeht.

Mehrere Bevölkerungsminderheiten in Myanmar haben einen Staat im Staat, so gibt es den Mon-Staat, den Karen-Staat, den Shan-Staat, mit eigener Verwaltung, eigener Armee usw., eben allem, woraus eine Staat sich zusammensetzt.

Ausländische Agitatoren versuchen seit Anfang Februar diese Minderheitsstaaten gegen die Zentralmacht zu agitieren, ohne Erfolg. Sie halten sich raus.

Im Shan-Staat, dessen Führer früher mit Opium Vermögen machten und die teilweise heute immer noch im Drogengeschäft tätig sind, fand unlängst eine Razzia statt. In der westlichen Presse wurde das so dargestellt, als habe die Polizei „junge Leute“ einfach so drangsaliert.

Nach Meldungen von Reuters und AP könnte es sein, dass die Führung des Shan-Staates seither eine Kooperation mit dem Ausland gegen die Zentralmacht in Erwägung zieht. Aber wie gesagt, die Quelle ist Reuters und AP verbreitet oft auch nur umformulierte Reuters-Meldungen.

Wer alt genug ist, mag sich an Jugoslawien erinnert fühlen. Auch dort wurde der Angriffskrieg der NATO mit angeblichen Gräueltaten der Serben gegen Kosovo-Albaner begründet. Die Bilder, mit denen der deutsche Kriegsminister aus den Reihen der SPD Rudolf Scharping in Fernsehen und Bundestag für den Angriffskrieg gegen Jugoslawien warb, waren Bilder von toten Albanern nach einer Schießerei mit der jugoslawischen Polizei. Es handelte sich um Mitglieder des UÇK. Das UÇK war offiziell eine Partei, de fakto aber war es eine Mafiaorganisation, die Handel mit illegalen Prostituierten betrieb, Organ-harvesting betrieb und Drogenhandel. Die Toten waren UÇK-Soldaten, die im Zuge einer Drogenrazzia von der Polizei erschossen worden waren.

Der Grund, warum die Propaganda bezüglich Myanmar so hochgefahren wird, ist ein ganz simpler:

Vom 23 Mar. 2021 – 24 Mar. 2021 fand in Brüssel das Außenministertreffen der NATO-Staaten statt. „Die Vereinigten Staaten wollen Partnerschaften neu aufbauen, natürlich zuerst und zuvorderst mit unseren NATO-Alliierten. Wir wollen die Allianz wiederbeleben“ wird der als Bidens Außenminister eingesetzte Rüstungslobbyist Blinken zitiert. Unter Obamas Präsidentschaft war Anthony Blinken einer der Vorreiter der Regime-Change-Politik, die darauf abzielt, anstatt amerikanische Soldaten zur Eroberung einzusetzen, „boots on the ground“, den Krieg mittels „Hilfsorganisationen“ zu führen, die lokale Bevölkerung gegen die in das Visier genommenen Staaten mobilisieren.

Man verständigte sich auf ein „Reformprogramm NATO 2030“ und die Fortsetzung des Afghanistankrieges. Aber es gab sicher noch mehr Ergebnisse. Sofort im Anschluss an das Treffen plusterte sich Heiko Maas einmal mehr gegen Belarus auf.

Die deutsche Presse hatte dieses Treffen ja geradezu mit orgasmischen Glücksgefühlen besungen.

Zeitgleich, und das ist das hier entscheidende, besuchte der Russische Vize-Verteidigungsminister Alexander Wassiljewitsch Fomin General Min Aung Hlaing. Bei diesem Treffen wurde ein Kooperationsvertrag der beiden Armeen unterzeichnet.

Myanmar sagt: Tschüss Soros!

Die Meldung ist knapp aber wichtig: der Leiter der Sektion für Myanmar von George Soros‘ „Open Society Foundation“, genannt „Open Society Myanmar“, wurde in Yangon verhaftet.

Was der „Philanthropischen Organisation“ vorgeworfen wird, beschreibt die als das Organ der Tatmadaw geltende Tageszeitung „The New Global Light of Myanmar“ folgendermaßen:

George Soros, Vorsitzender der Open Society Foundation, die internationale NGOs/INGOs/Medien/CSOs mit Bargeld unterstützt, traf sich am 24. September 2016 in New York, USA, zum ersten Mal mit Daw Aung San Suu Kyi. Er traf sich am 11. Januar 2017 erneut mit Daw Aung San Suu Kyi, zusammen mit seinem Sohn Alexander Soros in Nay Pyi Taw. Nach den Treffen wurden Schritte unternommen, um die Open Society Myanmar, einen Zweig der Open Society Foundation, zu eröffnen. George Soros, der Vorsitzende der Open Society Foundation, besuchte Myanmar von März 2014 bis Januar 2017 viermal. Er traf sich zwei Mal mit Daw Aung San Suu Kyi, das erste Mal in den USA und das zweite Mal in Nay Pyi Taw. Sein Sohn Alexander Soros, stellvertretender Vorsitzender der Open Society Foundation, besuchte Myanmar von Januar 2017 bis Januar 2020 siebenmal und traf sich sechsmal mit Daw Aung San Suu Kyi. Der Hauptsitz von Open Society Myanmar wurde im Myanmar Centre Tower in Bahan Township eröffnet. Die Stiftung eröffnete am 2. Oktober 2018 ihr Bankkonto mit einem Anfangsguthaben von 100 US-Dollar bei der SMED Bank an der Wardan Road in Yangon. Am 20. Dezember 2018 sparte die Stiftung 5 Mio. US$ auf dem Bankkonto der Open Society Myanmar. Die Open Society Foundation-OSF hat im Jahr 2018 5 Mio. US$ an die Small and Medium Enterprises Bank-SMED überwiesen, ohne eine Genehmigung des Foreign Exchange Management Department-FEMD einzuholen. Es wurde festgestellt, dass die OSF Informationen über das Electronic Reporting System-ERF an das FEMD geschickt hat, ohne die Genehmigung des FEMD einzuholen. Diese 5 Mio. US$ sind ein Teil des Memorandum of Understanding, das zwischen der SMED Bank und der Open Society Myanmar unterzeichnet wurde. Es wurde festgestellt, dass es sich bei den 5 Millionen US$ bei der SMED Bank um zinsloses Sparen handelt. Der Vertrag für die Nutzung der 5 Millionen US$ läuft am 30. April 2021 aus, und die Einlage beträgt 5 Millionen US$ und wird von 2018 bis 2021 nicht mehr auf das Bankkonto gespart. Am 8. Februar 2021 wurden 19,999 Mio. K abgehoben, nachdem von den 5 Mio. US$ 1,4 Mio. US$ zu einem Kurs von 1$=K1.400 umgetauscht worden waren, ohne die notwendigen Regeln und Vorschriften zu beachten.
Davon wurden K6 Mio. von Daw Phyu Pa Pa Thaw, Finanzbeauftragter des OSM, von Dr. Myo Myint Aung, Direktor des OSM, für Gehälter, Büroausstattung und Projekte sowie Bargeld für neun Mitarbeiter entgegengenommen. Dr. Myo Myint Aung erhielt die verbleibenden K13,999 Mio. aus Gründen des Stipendienprojekts. Nachdem Stimmen laut wurden, dass die NGOs in Nay Pyi Taw Bargeldunterstützung für die CDM-Bewegung bereitstellen, hat Daw Phyu Pa Thaw Dr. Myo Myint Aung in der zweiten Februarwoche telefonisch gewarnt, das Geld nicht für die CDM-Bewegung auszugeben, da dies nicht im Einklang mit den finanziellen Regeln und der Strategie des Büros stehe. Aber Dr. Myo Myint Aung ist jetzt zusammen mit 13,999 Mio. K auf freiem Fuß. Da dieses Geld in die CDM-Bewegung fließen kann, wird Daw Phyu Pa Pa Thaw seit dem 12. März 2021 verhört. Es werden Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Personen der Open Society Myanmar festzunehmen und zu verhören.

U Sit Naing (Vorsitzender)
Daw Myint Su
(stellvertretende Vorsitzende)
Dr. Myo Myint Aung
(Geschäftsführender Direktor)
U Saw Wah Htoo Ba Sai
(Programm-Manager)
U Win Kyaw Kyaw O0
(Managementbeauftragter)
Daw May Moe Khaing
(Programmbeauftragte)
U Aung Aung Hlaing
(Programmbeauftragter)
Daw Khaw Nan
(Programmbeauftragte)
Daw Su Su Aung
(Programm- und Managementbeauftragte)
Daw Zarchi Win Tun
(Buchhalterin)
U Myo Kyi Thar San
(Technische Assistentin)

Die Zentralbank von Myanmar untersuchte 24 private Banken in Myanmar, um den Geldfluss aus dem Ausland auf die Bankkonten der Open Society Myanmar einzufrieren. Nach der Untersuchung wird festgestellt, dass die OSM insgesamt 3,81 Mio. US$ und 375 Mio. K bei der KBZ Bank, der Ayeyawady Bank, der SMED Bank und der Cooperatives Bank-CB angespart hat. Die Ersparnisse wurden eingefroren. Unter dem Foreign Currency Management Law, dem Financial Institutions Law und dem Money Laundry Law werden Maßnahmen gegen die SMED Bank ergriffen, weil sie Einlagen in Höhe von 5 Mio. US$ angenommen hat, ohne die Erlaubnis der Central Bank of Myanmar einzuholen und weil sie es versäumt hat, der Central Bank of Myanmar über das Electronic Reporting System-ERS den Umtausch von 1,4 Mio. US$ in myanmarische Währung zu melden. Ebenso werden Maßnahmen gegen die Open Society Myanmar ergriffen, weil sie die Regeln für Organisationen verletzt hat. Es werden Massnahmen ergriffen, um Dr. Myo Myint Aung, der jetzt mit 13,999 Mio. K auf freiem Fuss ist, und 11 Personen nach dem Gesetz festzunehmen. Die Öffentlichkeit wird dringend gebeten, die Polizeistationen oder Militärbataillone zu informieren, wenn sie die Verdächtigen finden. Gegen diejenigen, die den Verdächtigen Unterschlupf gewähren, werden Maßnahmen ergriffen werden.-MNA

Die Sprecher des Soros-Kartells in New York weisen die Anschuldigungen zurück.

In der Financial Times ist zu lesen:

„Die Behauptungen über finanzielles Fehlverhalten gegen OSM-Mitarbeiter sind völlig falsch und entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage, und wir fordern die sofortige Freilassung des OSM-Finanzmanagers Phyu Pa Pa Thaw“, sagte Binaifer Nowrojee, Vizepräsidentin der Gruppe für organisatorische Transformation, gegenüber der Financial Times. „Das Militär verfolgt zu Unrecht Mitarbeiter, die nichts Falsches getan haben und in Wirklichkeit jahrelang daran gearbeitet haben, das Gesundheitswesen, die Bildung und mehr für die Menschen in Myanmar zu verbessern.“ 

Sie fügte hinzu: „Diese falschen Anschuldigungen sind offensichtlich ein Versuch, von dem abzulenken, was wirklich geschieht und diejenigen zu diskreditieren, die sich eine Rückkehr zu Frieden und Demokratie in Myanmar wünschen.“

Weitere westliche, sogenannte „Nicht-Regierungs-Organisationen“ (NGO) ließen verlautbaren, sie seien besorgt, ihre „Arbeit“ in Myanmar einstellen zu müssen.

Weltpolitisch gesehen kann man natürlich schon sagen, dass dieses eine Reaktion auf die Sanktionspolitik der USA und die Subversionstätigkeit westlicher NGOs ist. Die Führungen der Länder, die im Fokus der imperialistischen Expansion stehen, haben nicht übersehen, dass die Staaten der „westlichen Wertegemeinschaft“ nur noch die Erfüllungsgehilfen einiger Milliardärs-Cliquen sind und heben nun ihrerseits in der Reaktion auf Maßnahmen, mit welchen sie konfrontiert werden, die Trennung zwischen privaten und staatlichen Akteuren auf.

Wrong Turn 2021

„falsch abgebogen 2021“ ist der Titel eines neuen Horror-Flicks und anfangs wollte ich in diesem Artikel nur über Hergänge in der Unterhaltungsindustrie meckern; der Mädchenschnüffler Joseph Robinette Biden Jr. zwingt mich aber leider, mit einem ernsthafteren Thema anzufangen. Also eigentlich gibt es für mich, Schauspieler, Fotograf usw., nichts ernsthafteres als die Qualität der Geschichten und wie sie vorgetragen werden, aber wenn creepy uncle Joe einen Nuklearkrieg vom Zaun bricht, dann gehen auch alle Geschichten in Rauch auf und alle, die sie erzählen könnten.

Der Brief

Am 22.02.2021 haben mehrere demokratische Abgeordnete einen Brief an Biden verfasst, der anregt, in die Mechanismen im Zusammenhang mit dem nuklearen Arsenal der USA zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und Entscheidungsprozesse einzuführen.

Wie immer, wenn es um etwas Wichtiges geht, hat AOC nicht unterschrieben, aber immerhin hat von der Squad Ilhan Omar unterschrieben – sie kommt aus Somalia und Biden ließ in seiner kurzen Amtszeit Somalia bereits bombardieren – und auch die Namen von Cori Bush und Ayanna Pressly fehlen, was möglicherweise daran liegt, dass deren gesamtes Vokabular sich auf die drei Worte „systemisch“, „Rassismus“ und „Sexismus“ reduziert, weshalb so ein Brief oberhalb ihres Begriffsvermögens angesiedelt ist.

Update 19:39h. Oups – gerade eben habe ich entdeckt, dass ich den Namen Ayanna Pressly überlesen hatte, sie hat doch unterschrieben. My apology here, Mrs. Pressly!

Es wurde von der Presse spekuliert, dass das damit zusammen hängt, dass Biden dement ist und die Abgeordneten die Gefahr, er könne aus einer puren geistigen Fehlzündung heraus einen Nuklearangriff starten, eingrenzen wollten.

Gestern ließ Biden Syrien angreifen und auf syrischem Territorium wiederum den Iran, in Gestalt von völlig legal in Syrien anwesenden Iranern.

Anlass für mich, Sie mit einem Gerücht vertraut zu machen, das mich erreichte, über das ich ursprünglich nicht schreiben wollte, weil es eben nur ein Gerücht ist. Dieser Angriff auf Syrien/Iran gibt ihm aber genug Gewicht, es unter dem Vorbehalt, dass es nicht bewiesen ist, weiter zu erzählen.

Nämlich, dass der Brief einen viel gefährlicheren Hintergrund hat!

Ich habe schon erzählt, dass NLD-Aktivisten in Myanmar mit Schildern auf Englisch unterwegs sind, die zum militärischen Angriff der USA auffordern.

Es heißt, dass Joseph Robinette Biden Jr. tatsächlich einen Militärschlag gegen die Union von Myanmar anordnen wollte! Nun sollen seine Generäle ihn aber darauf hingewiesen haben, dass es einen militärischen Beistandsvertrag zwischen der Union von Myanmar und der Volksrepublik China gibt, der, ebenso wie der Artikel 5 des NATO-Pakts, einen Bündnisfall auslöst und automatisch zu einem Krieg mit der Nuklearmacht China führt!

Auch kann im Falle des direkten Nachbarlandes und ältesten Verbündeten Chinas davon ausgegangen werden, dass die Wahrscheinlichkeit, die Chinesen verhalten sich vertragstreu, bei annähernd 100% liegt.

Und

Über allen Gipfeln
Ist Ruh‘,
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest du auch.

J.W.v.Goethe

Kurz: keine Panik, aber im Auge behalten. Ich weise hier noch einmal darauf hin, dass die USA sehr wahrscheinlich nach der nächsten Bundestagswahl, bzw. nach Vereidigung der nächsten Bundesregierung, einen großen Krieg anfangen werden.

Syrien ist ja auch nicht ohne. Wenn man bedenkt, dass die Amis sich dort illegal eingenistet haben, um mit Kurden als Kulis das syrische Öl zu stehlen. Noch zu Trump-Zeiten, Ende letzten Jahres, haben die Amis in einem Akt der Piraterie einen iranischen Tanker gekapert, das Öl gestohlen und verkauft. Die Lage verschärft sich. Biden hat 2000-$-Stimulus-Cheques versprochen, die er nicht auszahlt. Das verärgert auch seine Wähler.

Und was war jetzt mit der Unterhaltungsindustrie

Ah ja, genau.

Wrong Turn 2021

Es ist nicht zu fassen!

Wrong Turn ist ja eine seit 2003 fest etablierte Serie von Horrorfilmen. Gore. Splatter. Abartige Kreaturen, die in Wäldern leben und auf Menschenjagd gehen. Bloß nicht falsch abbiegen und in deren Jagdrevier landen. Das überlebt keiner schadlos.

Ich gestern Abend. Hurrah, der neue Wrong Turn, der nunmehr 7. Flick in der Reihe, ist raus! Kaffee ist gekocht, Cola kaltgestellt, Snacks zubereitet, Beamer angeschmissen, los geht’s –

-also, hier da, ne, solche Kollegen erwartet man sich, und ich betone, völlig zu Recht:

und hier zum Beispiel, schleichen sich voll fies von hinten an eine schon leicht abgekämpfte Eliza Dushku ran, blutend, aber Schminke und Frisur sitzen perfekt, von der der Zuschauer natürlich unbedingt will, dass sie entkommt:

Ja. diese Art Trash konnte man 6 Filme lang erwarten und hat sie bekommen.

Also, im Jahre 2021 gibt es das nicht mehr!

Das heißt zwar Wrong Turn, aber wo Wrong Turn draufsteht, ist 2021 kein Wrong Turn mehr drinne!

Sondern:

Hollywood schafft es, sogar eine Serie aus Gore-Splatter-B-Movie-Horror-Flicks zu killen, indem sie, anstatt die Erwartung des Publikums zu befriedigen, DAS PUBLIKUM MIT EINER LINKS-LIBERALEN MORALPREDIGT ÜBER RASSISMUS UND SEXISMUS BELÄSTIGEN!!!! Und selbst die
Perversen im Wald sind ganz normal aussehende, nur überdurchschnittlich doofe Rednecks…

Aber, hey, the bright side is: wenn die Filmindustrie jetzt nur noch Demokraten-Propaganda-Schrott produziert, hat man keinen Grund mehr, seine Zeit mit deren Produkten zu verbringen und kann sie für sinnvolleres nutzen! – und manchmal melancholisch sich an die guade, oide Zait erinnern…

Oups, they did it again…

Auf den Nachdenkseiten befindet sich seit den 22.02.21 abermals ein höchst unerfreulicher Artikel ober die Union von Myanmar aus der Feder einer Person namens Jinthana Sunthorn des Titels „Die Wut in Myanmar wächst„, wobei der Titel das einzige mal ist, wobei er den Landesnamen benutzt, ansonsten verwendet er stur die Bezeichnung der britischen Kolonie „Burma“, welcher nach den ureigensten Kriterien der Nachdenkseiten ein übler Hetzartikel ist!

Außer ein paar Artikel auf den Nachdenkseiten, die den Sturz des thailändischen Königshauses bewerben und einigen Artikeln, die der Protestbewegung der Studenten aus wohlhabenden Kreisen in Honkong zujubeln, finde ich unter dem Namen nichts, lediglich noch eine Schauspielerin thailändischer Herkunft, die wohl in Italien residiert:

Nun ist zwar die mondäne Tochter von General Min Aung Hlaing im Filmgeschäft tätig, mit schauspielerischer Erfahrung und als Produzentin mit eigner Filmgesellschaft, die in Asien, vor allem in China, sehr erfolgreiche Filme produziert –

– ich halte es aber für unwahrscheinlich, dass es sich um die Rache einer Schauspielerin für eine Absage auf eine Bewerbung in einem Blockbuster handelt. Kurz: der Artikel stammt wohl eher nicht von dieser Schauspielerin.

Ich weiß also nicht, wer der Herr oder die Dame ist, der Name deutet eine Herkunft aus Thailand an.

Meine Anmerkung folgt exakt in einem Geist, wie Albrecht Müller es seinen Lesern in dem Buch „Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst“ anempfiehlt.

Der Herkunftstrick

Ich hatte mit einem Menschen vor Jahren ein Streitgespräch zum Abschuss des Passagierflugs MH 17 über dem Donbass. Ich erklärte ihm, warum meines Erachtens Russland nicht in Frage kommt. Als ich ihm das nächste mal begegnete, meinte er mich mit dem ultimativen Argument schlagen zu können: „Also die Anna sagt, der Putin wars. Und die Anna ist Russin!“

Was soll ich darauf antworten? „Nein, die Merkel wars, das sagt der Johannes. Und der Johannes ist Deutscher!“

Die Herkunft sagt gar nichts aus. Auf die Interessen und Standpunkte kommt es an, die in Russland wie in Deutschland vielgestaltig sind, so auch in Thailand, Hongkong und Myanmar.

Worte sind Verräter

Schon die ausdrückliche und geradezu penetrante Verwendung des Wortes „Burma“ sagt viel aus.

Die Person, von der ich nicht weiß, ob männlich, weiblich oder divers, schreibt:

In Burma ist, wie in anderen Ländern auch, eine neue, aufgeklärte Jugend herangewachsen. Die Burmesen sind längst nicht mehr das Bauernvolk von früher. Die Jugend hat studiert und ist mit den sozialen Medien und dem Internet vertraut und aufgewachsen.

Das ist ein Standpunkt, wie er auch von der NLD vertreten wird.

Westlich orientierte, urbane Akademiker versus blöde Bauern.

Ich beschreibe Ihnen kurz einen Mann, den es wirklich gibt, ich hatte die Ehre, ihn kennenzulernen. Er kennt die Gesänge der Mahabharata auswendig, kann sie interpretieren und auf die Gegenwart anwenden, er kann die Reden Buddhas damit in Zusammenhang setzen und natürlich auch situationsbezogen zitieren.

Er hat keinen Universitätsabschluss und im Internet surfen wird auch nicht zu seinen Stärken gehören.

Das ist ein, nach obigem Zitat, dummer Bauer.

Auf mich wirkt das fast mitleiderregend, die Verachtung der eigenen Herkunft und die Vergötterung des Westens.

Tatsächlich ist die Digitalisierung in Asien weit fortgeschritten, zumindest in der Hauptstadt in Myanmar sehr viel weiter als in Deutschland. Und auch, wenn die Technologie ihren Ursprung im Westen hat, so ist das immer noch deren eigene Leistung. Digitale Technologie kann auf allen Traditionen aufsetzen, genauso wie Kleider oder Schuhe herstellen.

Der Text enthält zahlreiche Formulierungen, bei denen man alleine am Wortgebrauch bemerken kann, wenn man schon etwas Vorbildung über die Region hat, dass es ein Propagandatext im Sinne der NLD ist. Dem widerspricht nicht, dass er sich stellenweise von der 1945 geborenen Aung San Suu Kyi distanziert, für die aufgrund ihres Alters ohnehin eine Nachfolge geregelt werden muss.

Die NLD, ihre Mitglieder, Anhänger und Sympathisanten, haben, wie alle anderen auch, jedes Recht, ihre Standpunkte zu erklären, ihre Propaganda zu machen, ihr Gegner zu beschimpfen und, das hat man ja jetzt so in der Politik, zu diffamieren usw.

Aber wenn die Nachdenkseiten einen solche Text abdrucken, sollten sie ihn kennzeichnen als Stellungnahme im Sinne einer involvierten Partei!

Der Text folgt nicht dem Interesse der Information, er folgt dem Interesse der Agitation!

Das wird auch am Schluss gar nicht mehr versteckt.

Der Erfolg des Sturzes des Militärs wird davon abhängen, die Arbeiterklasse einzubeziehen, sowohl innerhalb des Landes als auch die Millionen von Migranten, die im benachbarten Thailand arbeiten. Und nicht zuletzt auch davon, ob es gelingt, die ethnischen Minderheiten in Burma in den Kampf mit einzubeziehen und sie davon zu überzeugen, dass in einem neuen burmesischen Staat, der nach dem Sturz der Militärs neu aufgebaut werden muss, auch ihre Rechte gewahrt bleiben.

Das ist NATO-zentristisches, linksistisches Durchschnitts-Blabla. Die NLD steht zu 100% unter der Kontrolle der Demokratischen Partei der USA. Linke Sprüche klopfen ist deren tägliches Geschäft. Man möchte Arbeiterklasse, Migranten und ethische Minderheiten mit einbeziehen. Ganz was neues.

Ich nehme an, die Person, die den Text verfasst hat, ist ein noch recht junger Student. Staaten zerschlagen und neu aufbauen sind weltfremde Studenten-Phantasien.

Was dabei rauskommt, wenn man der Clinton-Obama-Gang auf den Leim geht, kann man sich ansehen. Auf Haiti. In Libyen. In der Ukraine. Auf Haiti sehnt man sich heute in die Zeiten von „Papa Doc“ François Duvalier zurück. Soweit muss man ein Land erst einmal zugrunde-neu-aufbauen können.

Das Klischee vom gierigen, bösen, egoistischen Kleptokraten und den darbenden Volksmassen in den Entwicklungsländern bedienen die Apologeten des Imperialismus gerne und auch diese Autoren-Person. Es wird gepflegt, um die Überlegenheit der zivilisierten weißen Rasse über die Wilden zu feiern, die es nie gab.

Das Problem der Demokratie in Entwicklungsländern ist, dass es immer nur die Demokratie der pro-westlichen Kräfte gibt, solange der Westen bestimmt, was dort demokratisch sei und was nicht.

Die Tatmadaw betrachtet sich als Elite, die über das Wohl des Landes wacht und den eigenständigen, vom westlichen Imperialismus freien Entwicklungsweg der Union von Myanmar gewährleistet.

Eliten gibt es immer. Selbst wenn man sich auf den Standpunkt der Jakobiner in Frankreich, oder ihrer Nachfolger, der Bolschewiki in Russland, stellt. Die traten an mit dem Ziel, Eliten auszumerzen und die Gesellschaft dahingehend umzugestalten, dass es keine Eliten mehr gibt. Was aus ihnen selber hochgefährliche Eliten gemacht hat!

Eliten gibt es immer. Welchen Nutzen und welchen Nachteil sie bringen, das ist die Fragestellung, auf die es ankommt.

So, damit belasse ich es. Ich wollte nur anregen, den Artikel auf den Nachdenkseiten kritisch zu lesen, allgemein ist ja mein Standpunkt zu Myanmar bekannt. Aktuelle Neuigkeiten, die auf wichtige Entwicklungen hindeuten, zu berichten wüsste ich im Augenblick nicht. Für Januar/Februar 2022 sind Neuwahlen angekündigt.

Von Nay Pyi Taw über Moskau nach Minsk

Der Bundesaußen-Hanswurst Heiko Maas setzt folgende tweets ab:

Heiko droht Myanmar, die Welt außerhalb der EU lacht

Ich fange mit (2/2) an.

Wie wird in Myanmar mit Demonstranten umgegangen?

Heiko spielt natürlich mit dem Vorfall in Mandalay, bei dem 2 Demonstranten zu Tode gekommen sein sollen. Ich schreibe absichtlich im Konjunktiv, denn es ist absolut gar nichts zu finden. Das australische Fernsehen ist in Mandalay (jedenfalls gewesen), aber sie haben von dem Vorfall keine Bilder gehabt. Sogar eine in meinem letzten Beitrag erwähnte „mündliche Stellungnahme der Polizei in birmanischer Sprache“ scheint eine Ente zu sein, es gibt keine Stellungnahme. Ein Polizist habe zu irgendetwas irgendetwas gesagt.

Es ist noch nicht einmal gesichert, dass es diese beiden Toten überhaupt gab! Es gibt nur die Behauptung, die von der westlichen Presse verbreitet wird und die auf die NLD zurückgehen soll!

Ansonsten kam es wohl am 05. und am 06. Februar zu Auseinandersetzungen, auch in Mandalay, bei denen die Polizei Wasserwerfer eingesetzt hatte. Jedenfalls zeigte das australische Fernsehen, wie eine Demonstration mit Wasserwerfen auseinander getrieben wird. Ob die Bilder aktuell waren oder Archivbilder, vielleicht aus 2007, kann ich nicht sagen.

Der Bericht von Sky News, der die „at least 2 people“, die gekillt worden sein sollen, einführt, verwendet Aufnahmen, die Sky News bereits letztes Wochenende verwendet hatte. Sehr verdächtig, wenn solche Nachrichten mit altem Bildmaterial unterlegt werden.

Angemeldete Kundgebungen verlaufen weitgehend ohne größere Gewalt. Sowohl seitens der Demonstranten als auch seitens der Polizei. Auch diese ganzen Auftritte, bei denen LGBTQ-Leute Bilder von Aung San Suu Kyi herumtragen, finden gelegentlich unter den Augen von viel Presse statt, ohne von Sicherheitskräften belästigt zu werden. Diese Auftritte sind meistens so organisiert, dass ein paar Trans-Personen auf einer Straße oder einem Platz entlanggehen, wo viele Fußgänger sind, damit es für ungeschulte Augen so aussieht, als liefen sie in einer großen Demo.

Und das führt und in die Fälscherwerkstatt.

Fotos, die irgendwelche NDL-Twitteranten oder im UK ansässige Nachkommen ehemaliger Kompradoren verbreiten, können was weiß ich was sein und sind keine Belege für irgend etwas.

Ich selbst bin ausgebildeter Fotograf und ein Meister der digitalen Bildmanipulation. Es gibt Software – Adobe Photoshop ist nur die Kinderkacke – es gibt Software, mit der kann man, wenn man etwas Übung hat, in etwa einer halben Stunde eine Beerdigung, die vor 4 Jahren in Denpasar, Indonesien stattgefunden hatte, in deine Demo umgestalten, die gestern in Beijing stattfand, oder eben irgendwo in Myanmar. Mit mehr Zeit und Geld kann man Filme genauso umgestalten. Ein Film besteht auch nur aus Einzelbildern, also sozusagen einzelnen Fotos. Die müssen dann natürlich nicht alle einzeln bearbeitet werden, dafür gibt es Algorithmen. Man benötigt allerdings leistungsstarke Hardware.

Digitales Fotomaterial ist ja eben genau keine Fotografie. Es ist Pixelgraphik!

Pixel sind eingefärbte Lichtpunkte, Picture Elements, auf einer Matrix, die nach Belieben umsortiert werden können. Dann mergen Sie einfach ausgewählte Motivteile aus 3, 4, 5 Fotos gezielt zusammen, werfen anderes raus, färben Pixel um usw, und je höher die Auflösung ist, also je mehr Pixel Sie auf der Matrix haben, haben, um so naturalistischer wird es.

Mehr Pixel eines alten Fotos, sagen wir mit Canon EOS 5D Mark II aufgenommen, erreichen Sie ganz einfach, wenn Sie das Bild hochqualitativ projizieren und abfotografieren, z.B. mit 100 Megapixel Hasselblad.

Wenn irgend ein abgefuckter Loser wie ich das kann, was glauben Sie können Geheimdienste?

Und dieser Versuch der feindlichen Übernahme Myanmars ist letztendlich ein geheimdienstlich geführter Angriffskrieg.

Zu blöd für die USA-EU, dass die Tatmadaw ihnen rechtzeitig auf die Schliche gekommen ist!

Jetzt droht der Bundesaußen-Hanswurst Heiko Ohnemaas mit Sanktionen. Gegen ein Land, dessen Handel mit der EU bestenfalls aus ein paar Ton-Buddhas besteht, die im Asia Shop verkauft werden.

Weiter über Moskau

Ganz kurz (1/2).

Der keine saarländische Hinterhof-Napoleon Heiko will es anscheinend unbedingt wissen!

Die Nawalny-Geschichte ist ja weitgehend durch. Er hat sich nach geltendem Recht in Russland strafbar gemacht und wurde zu Bewährung verurteilt. Er hat absichtlich die Bewährungsauflagen ignoriert, also wurde die Bewährung widerrufen. Das ganze war ein PR-Gag, um einen Animationsfilm von einem angeblichen Palast Putins, der sich als Hotel-Rohbau herausstellte, zu vermarkten, der Unruhen auslösen sollte. Es floppte.

Für mich ist jetzt hier wichtig, auf die Unverschämtheit hinzuweisen, mit der Heiko Maas von der russischen Regierung „verlangt“, in die russische Rechtsprechung einzugreifen!

In einem langen Interview vom 12. Februar, das seither auch viel besprochen wurde, hat Sergej Lawrow klargestellt, dass Russland nicht mehr bereit ist, sich noch länger von der EU, allen voran natürlich der deutschen Führung, beleidigen und auf der Nase herumtanzen zu lassen.

Dazu muss man über Russen eines wissen: Russen machen keine leeren Drohungen! Wenn Russen sagen, dies oder jenes wird diese oder jene Konsequenz nach sich ziehen, dann passiert das auch.

Diese ganze Räuber Hotzenplotz-Charade um Nawalny war ein von deutschen Behörden ausgeführter Angriff auf Russland. Der saarländische Hinterhof-Napoleon Heiko eine der Hauptfiguren. Bemerkt es auch der durchschnittliche deutsche Fernsehzuschauer nicht, die russische Regierung weiß es.

Das gleiche in – äh – blond zu Minsk

In der letzten Woche wurde versucht, 2 Kriminalfälle aus Belarus hochzuspielen.

Beim ersten handelt es sich um 2 Damen, die sich Journalistinnen nennen, welche zu 2 Jahren Haft verurteilt wurden.

Für das Gericht sah es so aus: 2 Frauen mit belarussischer Staatsbürgerschaft, die in Belarus kein Einkommen erzielen, aber regelmäßig Zahlungen aus Polen erhalten, organisierten eine absichtlich unangemeldete Versammlung, die darin bestand, eine wichtige Verkehrsstraße in Minsk zu blockieren. Diese Aktion filmten sie und übertrugen das als Livestream im Internet auf Belsat. Polizei rückte an, brach die Aktion ab und nahm die beiden Frauen fest. Diese beiden Frauen beriefen sich nun darauf, Journalistinnen des vom polnischen Außenministerium betriebenen und nach Belarus hinein gesendeten Kanals Belsat zu sein, sind aber in Belarus nicht als Journalistinnen akkreditiert, was sie sein müssen, um für ein polnisches Medium in Belarus tätig zu werden. Somit sind sie Privatpersonen und nicht vom Presserecht geschützt.

Das Umfeld, in dem das stattfindet: Ursula von der Leyen hat 53 Millionen € zur Verfügung gestellt und Heiko Maas gerade eben noch einmal 21 Millionen € draufgelegt, um Subversion mit dem Ziel, die Regierung in Belarus zu stürzen, zu finanzieren. Eine unbekannte Summe mit dem selben erklärten Zweck wurde von den USA bereitgestellt. Diese Subversion wird von Polen und dem SS-Veteranen-Abenteuerspielplatz Litauen aus gesteuert.

Kann jeder für sich entscheiden, wie das aussieht.

Wie würden denn die deutschen Behörden, Medien und Politiker reagieren, wenn 2 Personen, die in Deutschland kein Einkommen haben aber regelmäßig Zahlungen aus Russland erhalten, eine illegale Kundgebung organisieren, die darin besteht, unter der Parole „Merkel muss weg“ die Gneisenaustraße in Berlin zu blockieren, die diese Blockade dann über einen TV-Kanal livestreamen, der vom russischen Außenministerium mit dem erklärten Ziel aufgebaut wurde, die deutsche Regierung zu stürzen, den gesamten Bundestag aufzulösen und das Grundgesetz abzuschaffen.

Genau das nämlich haben diese beiden Frauen gemacht. In Belarus kostet das 2 Jahre, wie wir aus dem Verfahren lernen konnten.

In der gleichen Woche kam es auch zu einem weiteren Verfahren gegen die Frau aus dem Umfeld der Stuttgarter Grünen weißrussischer Herkunft Maria Kalesnikava, die ebenfalls wegen der Organisierung illegaler Aktivitäten zum Sturz der Regierung und der Verfassung inhaftiert wurde. In diesem Verfahren geht es um gewaltige Geldsummen, über die sie verfügt, aber die von ihr nicht belegt werden können.

Die EU, allen voran natürlich die erbärmliche Sektion Teutonistan, USA, UK und Schweiz haben eine Protestnote, keine Ahnung, irgendwo in Minsk hinterlassen.

Der Sprecher des Außenministeriums der Republik, Belarus Anatoli Glas, beantwortete sie.

„Vom Standpunkt der diplomatischen Praxis und des gesunden Menschenverstandes aus kann man dieses Statement es als eine völlig lächerliche Handlung interpretieren. Es ist unklar, wen unsere Kollegen zu täuschen versuchen und für wen sie eigentlich alle Belarussen halten. An jeder Ecke bekennen sie sich zur Unterstützung der Unabhängigkeit von Belarus, in der Tat aber demonstrieren sie mit solchen Erklärungen, dass sie sich um die Souveränität der Republik einen Dreck kümmern. Wir müssen nicht einmal erklären, dass solche Angriffe der westlichen Diplomatie auf unseren Staat nichts anderes als Diktat, unverhohlener Druck und Einmischung in innere Angelegenheiten sind.“

„Solche Statements sind insofern skurril, als dass sie sich auf Ermittlungen von solchen Finanzverbrechen beziehen, für die in den genannten westlichen Ländern harte Strafen vorgesehen sind.“

„Darüber hinaus wollen wir darauf hinweisen, dass die Autoren nicht nur die souveränen Rechte von Belarus offen missachten, sondern eine völlige Unkenntnis der belarussischen Gesetze demonstrieren und sich das Recht anmaßen, sich über die Strafverfolgungs- und Justizsysteme des Landes zu stellen. Es ist unklar, aus welchem Grund die Diplomaten dieser Länder beschlossen haben, sich in die Rolle des Prometheus zu schlüpfen und so zu tun, als wären sie kompetente Richter, Staatsanwälte und Experten.“

Gab es am 18.02.2021 noch eine groteske twitter-Kommunikation aus der Komödie „Selbsternannten Präsident*innen unter sich“

Und klagte die vorwiegend auf Kosten der deutschen Steuerzahler in Lettland residierende Bouletten-Prinzessin Светлана Тихановская, die sich jetzt Swyatlana Tsihanouskaya oder Sviatlana Tsikhanouskaya schreibt, kurz darauf noch der Sunday Times ihr Leid:

Only 90 people are under sanctions. It’s a mockery, the Lukashenko regime is laughing!

so erklärte sie nun am Sonntag, das Moment der Straße verloren zu haben.

Die Wahrheit ist ja, dass sie das schon seit Monaten hat. Ab und zu rennen noch irgend welche Leute mit diesen weiß-rot-weißen Fahnen rum. Oder es finden Aktionen statt, wie die oben erwähnte Straßenblockade.

Jetzt hatten wir einen über Monate von EU-Staaten zwanghaft am Leben erhaltenen regime-change-attempt, mit dem Ergebnis, dass offiziell 251 Personen im Gefängnis sitzen. Von der Bouletten-Prinzessin, unseren Politikern und Medien wird das natürlich als Ausdruck von „Diktatur“ gewertet. Dass ein Staat einen Angriff zurückschlägt, ist normal.

251 zerstörte Existenzen. Zerstört, vor allem, weil Deutschland und die NATO Belarus als Aufmarschgebiet gegen Russland gewinnen wollen!

Erkenntnisse aus der Petrischale

Damit ist die Frage nach dem Sinn noch nicht erschöpft.

Belarus ist auch ein Versuchslabor.

Zum einen probiert man Techniken aus, testet wie sie organisiert werden können und wie sie wirken. Die Ergebnisse wertet man dann aus, um sie auf Russland übertragen zu können.

Des weiteren probiert man aus, ob die neo-linke Ideologie geeignet ist, Unruhen zu erzeugen, identity politics in diesen Ländern verankert werden können. Die Spaltung der Gesellschaft über Feminismus und racial segregation, worüber die Gesellschaften zum Beispiel in Deutschland und USA manipuliert und kontrolliert werden, kam bisher im postsowjetischen Raum kaum zum Tragen. Die klägliche Nummer mit Pussy Riot sei hier erwähnt, die es nicht weiter als zum Pressenarrativ in EU- und US-Medien geschafft hat. Versuche, in Russland mittels LBGTQ-Angelegenheiten soziale Sprengsätze zu zünden, scheiterten bisher, auch sie haben nur in westlichen Medien als Mittel, gegen Russland im Westen Stimmung zu machen, Bedeutung.

Es fällt schon sehr auf, dass in Minks vor allem Frauen pressewirksam an die Vorderfront geschickt werden und nötigenfalls verheizt.

Das soll erschüttern. Wenn ein Mann ins Gefängnis wandert, geht man in der Regel davon aus, dass der schon irgendwie selbst dafür verantwortlich ist und im Normalfall stimmt das auch – der Mann hat Entscheidungen getroffen, die zu groß für ihn gewesen sind, jetzt zahlt er. Aber eine Frau empfindet man als Opfer, obwohl sie genau das selbe getan hat, wie der Mann, sie hat als eigenverantwortliche Persönlichkeit eine Entscheidung getroffen, die sie in Konflikt mit dem Gesetz, bzw. der geltenden Ordnung führte und nun zahlt sie den Preis.

There is a price for everything.

Wenn man sich diese Aktion dieser beiden „Journalistinnen“ ansieht, war von Beginn an klar, dass das ein Direktticket ins Kittchen ist. Unangemeldete Versammlung in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr, Landfriedensbruch, Aufruf zu Straftaten, Angriff auf die Verfassung… Sich darauf zu berufen, dass man ja in Polen Journalistin sei – einem feindselig agierenden Staat – von wo sie auch ihr Geld beziehen, im Dienste eines Mediums, das nur dafür existiert, den Sturz der Regierung in Belarus und die Zersetzung des Staates zu propagieren, macht es schlimmer, nicht besser. Die beiden Frauen sollten ins Gefängnis kommen, ebenso wie es unübersehbar Teil der Strategie war, Nawalny unter großem Presseaufgebot in das Gefängnis „einfliegen“ zu lassen. Nikolaj Starikow hat eine These aufgestellt, die bei genauer Beobachtung kaum von der Hand zu weisen ist:

Man hat an der Bouletten-Prinzessin die Generalprobe durchgeführt. Jetzt kommt die Premiere.

Ich gehe davon aus, dass der Westen mit seiner ab Amtsantritt des Joseph Robinette Biden Jr. und der Kamala Harris gestarteten Offensive sich übernommen hat. Alleine schon deswegen, weil der Westen fast nur noch mittelmäßiges bis schlechtes Personal hat. Noch funktioniert der Westen, aber nicht dank seiner Führungskräfte, sondern trotz seiner Führungskräfte. Die angegriffenen Länder hingegen sind aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Seit dem Kollaps des Ostblocks starrte alles ehrfürchtig auf den Westen. Aber die unvermeidliche Ernüchterung ist eingetreten und das Selbstbewusstsein der Welt jenseits der NATO regt sich verdient.

Update 5 Myanmar

Teutonistans Außenpolitikaster maulen

Norbert Röttgen hatte ja eine steile Parteikarriere, bis er den Posten des Umweltministers mit Angela Merkels Fußabdruck auf seinem Gesäß verlassen musste.

Ein Fußabdruck, den er nicht mehr abwaschen konnte. Ämter, in die man gewählt werden muss, schafft er nicht. Aber er bekleidet Posten, auf die man anders gelangt.

Als Chef des European Council of Foreign Relations ist er Vorsitzender der Befehlsempfänger-Organisation des alteingesessenen, auf den „Diamantenkaiser“ Cecil Rhodes (1853-1902) zurückführbaren Council of Foreign Relations. Politisch bekleidet er den Posten des „Chairman of the Foreign Affairs Committee of the Bundestag“.

Das kann eigentlich nur an der Dienstbeflissenheit des Befehlsempfangens liegen, denn er hat schon oft bewiesen, geographisch eine 0 zu sein. Darüber hinaus hat er die Haltung, die Welt müsse sich vollständig den USA und der BRD anpassen, als untergeordnete Einheiten, versteht sich, alles andere wäre böse und unterentwickelt.

Und so twittert Norbert fröhlich vor sich hin:

Dabei geht es um einen Zwischenfall in Mandalay, bei dem es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der NLD und der Polizei gekommen war. In dieser Auseinandersetzung kamen 2 Demonstranten zu Tode.

Zwei sind zwar mehr als einer, aber die Verwendung des Wortes „mehrere“ meint im klassischen Sprachgebrauch mehr als 3. In jeder Sprache ist das so gehandhabt, 1, 2, 3 erwähnt man explizit, was darüber geht, kann man zusammenfassen zu einem passenden unbestimmten Zahlwort, in diesem Falle „mehrere“.

Ob die Demonstranten friedlich waren, oder ob es zu Ausschreitungen kam, wir wissen es nicht.

Ich habe Röttgen sich nicht darüber beschweren gehört, dass am 06.Januar im Capitol zu Washington Ashli Babbitt hinterrücks von einem Polizisten erschossen wurde. Und bei Ashli Babbitt konnte jeder Mensch mit Internet sehen, dass diese Frau absolut gar nichts gemacht hatte, eine friedliche Demonstrantin war. Das war wirklich grauenhaft. Überall auf der Welt konnte man es live sehen. Ich konnte es live sehen. Du siehst, wie diese Frau zusammenbricht und du realisierst im ersten Moment gar nicht, dass du soeben einen Snuff gesehen hast! Und sobald du es realisiert hast, bekommst du es nicht mehr aus dem Kopf. Die ganze Welt sieht im Live-Stream einen Mord an einer Frau durch einen Polizisten – der keinerlei Konsequenz nach sich zieht, die „defund the police“-Linkslinge haben das Verfahren eingestellt!

Einen Menschen, der das einfach so stehen lässt, aber sich beschwert über etwas, das er in der Presse bestenfalls gelesen hat, ohne auch nur wissen zu können, was überhaupt los war, kann ich nicht ernst nehmen.

Was genau in Mandalay vorgefallen war, weiß ich natürlich auch nicht. Ich habe im Moment auch keine besseren Quellen als die internationale Presse.

Niemand, der nicht vor Ort war, weiß, was in Mandalay an diesem Tage vorgefallen war. Die internationale Presse wurde von der NLD informiert.

Eine Stellungnahme der Polizei außer mündlich und in birmanischer Sprache ist nicht bekannt.

Von einem erwachsenen Mann mit Studienabschluss, wie Röttgen, sollte man erwarten können, dass er weiß: eine involvierte Partei, und das ist die NLD, ist keine objektive Quelle.

Als Obermotz des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages sollten Umgang mit Geographiekenntnissen und wie Argumentationen aufzubauen seien, wenigstens den Kenntnissen eines Fünftklässlers standhalten können.

Wenn er sich als Außenpolitiker dazu äußern will, wäre er verpflichtet, sich unabhängig zu informieren, beide Seiten anzuhören und sich überhaupt erst einmal in das historisch-kulturelle Umfeld einzuarbeiten.

Polizei und Militär sind in Myanmar zwei streng voneinander getrennte Organisationen. Die Polizei gehört zum „3. Stand“ (meine Sprache, so heißt das natürlich nicht, aber es beschreibt es, wie schon gesagt, in Anlehnung an das vorrevolutionäre Frankreich am besten), während die Tatmadaw einen eigenen Stand bildet.

Er sollte in der Lage sein, ehe er twittert, sich die Information zu beschaffen, die Gegenstand seines tweets werden soll.

Dieser tweet formuliert eine Forderung an die Volksrepublik China.

Ein netter chinesischer Außenpolitiker, der das liest, wird denken: „Immerhin kennt er den Landesnahmen. Damit weiß er mehr, als der amtierende amerikanische Präsident. Deutsche Schulbildung ist eben besser als amerikanische. Aber der chinesischen kann sie auch das Wasser nicht reichen.“ Ein weniger netter denkt: „Ihr Ahnen, was für ein Idiot! Aus was heraus maast der sich an, uns von der Seite schief anzumachen!“

Das mit dem „maast“ soll witzig sein. Frustriert witzig. Denn Röttgen ist in Sachen außenpolitischer Kompetenz der Zwillingsbruder von Heiko Maas. Beide haben von kulturellen Inhalten und staatlicher Konzeption anderer Länder in der Regel keinen Schimmer. Sie reihen irgendwelche Sätze aneinander, die die üblichen Schlagworte, Demokratie, Freiheit usw, beinhalten. Sie predigen über die Bösartigkeit von Rassismus, sind aber geistig unfähig, zu erkennen, dass es rassistisch ist, ganzen Nationen Befehle erteilen zu wollen, wie diese ihre inneren Angelegenheiten zu regeln hätten. Drittklassige Politkarrieristen wie Maas und Röttgen meinen allen Ernstes, sie stünden über den obersten Eliten der Nationen außerhalb der EU und der NATO, in deren eigenen Ländern. Das ist ein Krankheitsbild, das Kognitive Dissonanz genannt wird.

Wie ist es möglich, dass solche Leute die Außenpolitik Deutschlands anführen?

Zur geopolitischen Einordnung

Die Kundgebungen der NLD nehmen an Zulauf ab.

Es werden jetzt wieder birmanische Schriftzeichen verwendet. Wahrscheinlich haben die Instruktoren der NLD darauf hingewiesen, dass es im Ausland auch nicht überzeugend ankommt, wenn alles immer auf Englisch ist.

Die einen, das werden in Deutschland und in den USA die meisten sein, sympathisieren mit den Weggeputschten. Wenige mit den Putschisten.

Jede*r kann sein*e/ihre Sympathien verteilen, wie er/sie/es will. Ich erinnere mich, als ich das erste mal in Myanmar war, mit einer damaligen Freundin, Anfang der 90ger Jahre, sympathisierte sie mit den Anhängern Aung San Suu Kyis, während ich mit der Tatmadaw sympathisierte. Man sympathisiert mit denen, deren Vorstellungen den eigenen näher sind.

Meine Freundin beispielsweise störte es, dass überall im Land Billboards aufgestellt waren, auf denen in birmanischer und englischer Sprache buddhistische Lehrsätze geschrieben standen. Sie fand das bevormundend. Ich fand das jedenfalls besser, als wenn alles vollgeklatscht ist mit Werbung irgendwelcher Konzerne.

Heute stehen diese Billboards nicht mehr, oder kaum mehr, aber Werbung von Konzernen findet sich auch in Myanmar überall. Nicht so flächendeckend wie hier, aber doch.

In der Regel finde ich einen Putsch als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele falsch. Ein Putsch zieht zwangsläufig erhöhte Spannungen und gewaltsame Situationen nach sich.

Aber es gibt auch Momente, in denen ein Putsch das einzige zur Verfügung stehende Mittel ist.

T.E. Lawrence with Auda abu Tayi

Der „Putsch der Offiziere“ 1969 in Libyen, mit denen der König Idris entmachtet wurde, fällt mir da ein. Idris war ein Mann, der Sklavenhändler bezahlte, ihm Lustknaben zu verschaffen, von denn er sich einen ganzen Harem hielt. Die Sklavenhändler waren ein in Benghazi ansässiger Stamm, der seit Jahrhunderten vom Sklavenhandel und dem Ausrauben von Karawanen lebte. Ich weiß welcher Stamm, nenne seinen Namen hier aber nicht. (Kleiner Tip: er spielt eine Rolle in „Lawrence of Arabia“, bzw. T.E. Lawrence‘ Bericht „Die sieben Säulen der Weisheit“) Er betrachtete die gesamten Öleinnahmen für sein persönliches Eigentum. Libyen stand auf dem Human Development Index der UN an drittletzter Stelle. Einen gesetzlichen Weg, Idris zu entmachten, gab es nicht. Eine Volksbewegung auch nicht. Aber etwas musste passieren.

Da wir uns ja hier in Deutschland und in deutscher Sprache bewegen, macht es Sinn auf den gescheiterten Putsch gegen Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 hinzuweisen.

In der Tat ist der Putsch vom 01.Februar eine antiimperialistische Aktion.

Es wird ja jetzt immer gerne auf diese sogenannte Safran-Revolution von 2007 hingewiesen. Ich will gar nicht ausformulieren, was ich denke, wenn ich ein Wort wie „Safran-Revolution“ lese. Holunderbeeren-Revolution, Tomatenblüten-Revolution, Petersilie-Wurzel-Revolution, Aprikosenkern-Revolution, aus der Klobürsten-Revolution, die gegen Wladimir Putin vorgesehen war, ist nichts geworden.

Gerade in einem so komplexen und umkämpften Land wie Myanmar, gibt es zahlreiche Unzufriedenheiten und Möglichkeiten, sie auszunutzen, um den Staat zu destabilisieren.

Im Falle Myanmar kommt hinzu, dass die Ausbeutung der Kolonie Burma für die britische Ökonomie besonders wichtig war, als auch die strategische Lage. Das UK wird den Verlust der Kolonie Burma nie schlucken wollen.

Ein Land aus der Kolonialisierung zu führen, seine nationale kulturelle Identität wiederherzustellen und es auf der Basis der eigenen Kraft zu modernisieren, ist ein sehr schwieriger und langwieriger Prozess.

Einreißen geht schnell, der Aufbau ist eine ganz andere Sache. Konnte man auch gerade an Libyen studieren. 40 Jahre Aufbau haben es zum wohlhabendsten Land Afrikas gemacht, heute, nach dem NATO-Krieg 2011, ist es nur noch wenig besser als zur Zeit des Königs Idris. Sogar der Sklavenhandel ist zurück.

Eine zusätzliche Schwierigkeit tritt auf, wenn es sich um einen Vielvölkerstaat handelt. Das liegt vor allem an Herrschaftsansprüchen, die die Eliten der einzelnen Völker stellen.

Dann haben wir in Myanmar noch das Problem der Religionen. Menschen sind dort oft tatsächlich gläubig. Sie sind nicht wie hier der Meinung „Mei, irgendwie wird es schon ein höheres Wesen geben das… ach keine Ahnung, und wenn nicht, ist mir auch egal“, sondern die Lehren der Religion beschreiben das Weltbild, nach dem sie ihre Leben ausrichten. Sie bestimmen ihr Wertesystem.

Das macht übrigens die Probleme zwischen Buddhisten und Moslems aus. Moslems glauben an eine von Allah geschaffene Welt, sie haben ein Leben, hinterher entscheidet Allah, ob sie in das Himmelreich eingehen oder in ewigen Feuern brennen.

Im Buddhismus ist alles Bewegung und folgt dem ewigen Rad des Lebens.

Es sind 2 Lehren, von denen nur eine wahr sein kann, oder keine.

Diese sogenannte Safran-Revolution war eine besondere Perfidie der regime-changer. Bei ihr wurde versucht, die Religion zur Durchführung einer color-revolution zu missbrauchen.

In der westlichen Presse wurde das verkauft als „Buddhistische Mönche“ hätten sich gegen die „Junta“ erhoben und viel Volk habe sich angeschlossen. Das kann man westlichem Publikum so verkaufen, das keine Ahnung von Buddhismus hat.

Im Buddhismus ist jeder angehalten, Zeiten des mönchischen Lebens zu durchlaufen. Das bedeutet, du unterbrichst dein normales Leben, lebst eine Zeit lang als Mönche und hinterher nimmst du dein normales Leben wieder auf. In der Mönchszeit sollst du dein bisheriges Leben reflektieren, daraus nach den Lehren des Siddhartha Gautama lernen und so geläutert und bereichert deinen Lebensweg fortsetzen. Wie lange du das machst und wie intensiv, das bleibt dir überlassen. Es ist dein Leben.

Jetzt eröffnet das auch die Möglichkeit, Personen in Mönchsklamotten zu stecken, die ganz andere Interesse verfolgen. Umsturzversuche im Dienste des UK und/oder der USA beispielsweise.

Aufstände kann man überall provozieren. Seht euch die USA an. Das reichste und mächtigste Land der Erde. Selbst dort schlagen die sich gegenseitig die Schädel ein.

Ist die Situation erreicht, dass es zum Aufstand kommt, wird es zur reinen Machtfrage. Fortschritte in einem Sinne, Benachteiligungen von Minderheiten zu reduzieren oder andere Missstände, die es in jedem Land gibt, auszuräumen, erleiden dadurch sogar oft Rückschläge, egal welche Seite sich durchsetzt.

Ist eine politische Situation eskaliert, muss das Land gewaltsam stabilisiert werden oder es zerfällt. Und irgend welche zahlen den Preis. Oft solche, die gar nichts dafür können.

Das westliche Imperium hat aus der Safran-Revolution gelernt. Es ist ihm gelungen, in Gestalt der Führung der Partei NLD die Regierung in die Hand zu bekommen.

Der Putsch hatte zum Ziel, den Zugriff des westlichen Imperiums zu unterbinden.

Man kann nämlich nicht sagen: „Naja, dann schauen wir uns halt mal an, wie es läuft und wenn es nicht taugt, machen wir das via Wahlen in 4 Jahren rückgängig.“ Hat das westliche Imperium sich einmal die Herrschaft über ein Land angeeignet, zieht es sich nie wieder freiwillig zurück! Wenn sogar ein Riesenland wie Russland nun schon seit 1999 braucht, um sich einigermaßen auf die Hinterbeine zu bekommen.

Jeder hat natürlich sein volles Recht, zu sagen: Die NLD hat die Wahl gewonnen, der NLD steht die Regierungsgewalt zu. Aber ich sehe nicht, dass die NLD starke Unterstützung im Lande hat.

Persönlich glaube ich, Myanmar muss nur noch wenige Jahre, höchstens 5, durchhalten, um den Anschluss an die 1.Welt aus der eigenen Kraft zu erreichen. Übernimmt der Westen die Dominanz, wird er das verhindern. Er wird so Modernisierung fördern, dass es den Bedürfnissen des Westens dient und dafür sorgen, dass das Land immerwährend im Zustand einen Entwicklungslandes bleibt. Er wird verhindern, dass die Union von Myanmar ihr eigenes Potenzial entfaltet, alleine schon, um mögliche Konkurrenz im Keim zu ersticken.

Hier ordne ich den Putsch der Tatmadaw ein. Den Aufbau aus der eigenen Kraft sicherstellen.

I speak today as President of the United States at the very start of my administration, and I’m sending a clear message to the world: America is back.  The transatlantic alliance is back. 

– rief am 19.02.2021 Joseph Robinette Biden Jr. in die Münchner Sicherheitskonferenz.

Das ist kein „hi there“ eines alten Freundes. Das ist eine Drohung. Ein „und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!“ Macht euch bereit. The Empire Strikes Back!

Myanmar, China und #BidenHarris besuchen das Pentagon

Min Aung Hlaing

Was wissen wir über General Ming Aung Hlaing?

Nicht viel.

Er hat gerade einen Militärputsch durchgeführt.

Er ist der höchstrangigste Soldat in der Union von Myanmar.

Er hat einige Geschäftsunternehmen erfolgreich geleitet und leitet sie noch.

Er ist der engste Verbündete der Regierung in Beijing.

Er ist stark nationalistisch und unionistisch, er ist strenger Buddhist.

US-Amerikaner sind für ihn so etwas wie frisch vom Baum gefallene Affen mit modernen Waffen und viel Geld.

Er hat keine Konten in den USA.

Er unterhält keine Geschäftsbeziehungen zu den USA.

Er unterhält enge Geschäftsbeziehungen zur VRCh.

Min Aung Hlaing

Was können wir annehmen?

Er pflegt eine Feindseligkeit gegen Moslems. (Nicht so toll, aber in der Region keine Seltenheit.)

Er hat nicht vor, seinen Urlaub in den USA zu verbringen. (Abgesehen davon dass die USA im großen Ganzen derzeit im Corona-Lockdown sind, Florida bildet eine Ausnahme.)

Warum das erwähnen?

Das Weiße Haus hat Sanktionen gegen ihn und 9 weitere hochrangige Militärs in Myanmar erlassen. Er darf jetzt keine Geschäfte mit den USA machen.

Na, das wird ihn aber beeindrucken.

Der Spiegel meint, es würde nun für diese 10 Personen erheblich schwerer, internationale Geschäfte zu machen, da ja westliche Banken Angst vor den Sanktionen haben müssen.

Da Myanmar aber sowieso hauptsächlich seine internationalen Geschäfte über China abwickelt – wen juckt es?

Die USA verkünden regelmäßig Sanktionen gegen hochrangige Persönlichkeiten in Myanmar. Man ist daran gewöhnt, darauf eingestellt und organisiert die Auslandsgeschäfte des Landes entsprechend.

Linke Speigelphantasien

In einem weiteren Artikel beklagt sich der Spiegel darüber, Aung San Suu Kyi sei „mundtot“ gemacht worden, weil sie eine Frau sei.

Das sind so die völligen 08/15-Artikel, die mit der aktuellen Realität gar nichts zu tun haben, bei denen man nur Ortsnamen, Personennamen und Datum austauschen muss um sie absolut überall auf alles packen zu können.

Aung San Suus Kyis Position in der Gesellschaft von Myanmar leitet sich davon ab, dass sie die Tochter des allseits verehrten, 1947 bei einem Attentat ermordeten Generals Aung San ist. Das ist auch der Grund, warum sie hohe Wahlerfolge hat.

Im Konkreten gibt es Interessensunterschiede zwischen ihr und der Tatmadaw. Die haben aber nichts mit den Geschlecht zu tun.

Wie weiter, Creepy Uncle Joe?

Das Verhalten der Tatmadaw mag westlichem Publikum nicht gefallen.

Tatsächlich aber bewegt es sich im Einklang mit den Wertvorstellungen, die in der Union von Myanmar gelten.

Das selbe kann vom Westen nicht behauptet werden! Das beste Beispiel aktuell ist der Fall Nawalny. Ein für russische Verhältnisse ungewöhnlich rassistischer Extremist, der für strafrechtliche Delikte zur Verantwortung gezogen wird, für die er in jedem Land der Welt zur Verantwortung gezogen würde, also auch in Deutschland und USA – in den USA sicher härter als in Russland – wird zum Helden hochstilisiert und als geopolitische Schachfigur eingesetzt.

Aber der Westen hat seinen Zenit überschritten. Er kann nicht mehr einschüchtern, weil ihm jetzt China als Gegenmacht gegenüber steht. Der Westen hat nichts mehr zu bieten, die Macht der USA gründet einzig und alleine auf einem den Planeten überziehendes Netz militärischer Strukturen.

Am selben Tag, den 10.02.2021, machte das Team #BidenHarris seine Aufwartung im Pentagon.

Kamala Harris hatte nichts wichtiges zu sagen, mit ihrem üblichen schmierigen, falschen, schon fast in das Gesicht gefrorenem Grinsen lobte sie die US-Streitkräfte als die größten, besten und tollsten, die es je unter den Sonne gab. Wenn die USA kämpfen müssen, werden sie kämpfen und siegen. Man habe ja gerade Black America Weeks. Nicht alleine bei McDonalds, sondern in ganz America. So endete sie mit der rührenden Geschichte, dass sie eine afroamerikanische Soldatin in Kabul getroffen habe und später deren Mama in California und ihre Mama sei ja so stolz auf Töchterchen.

Ja. Ich bin mir sicher, Kabul ist das Welt-überzeugende Beispiel für Kämpfen und Siegen der US-Streitkräfte, immerhin kämpfen und siegen die US-Streitkräfte dort seit 2001 und ohne Ende absehbar. Trump versprach ein Ende, ohne Sieg, einfach weil der Afghanistan-Krieg ein Milliardengrab ist, also für den Geschäftsmann Trump eine Fehlinvestition, schaffte es aber nicht – die Democrats an der Macht haben deutlich zu verstehen gegeben, dieses Ende wird nicht kommen.

Kriegsminister Austin tritt nach ihr zum 2. Mal an den Pult und lobt Joe Bidens Sohn Beau. Klasse Captain, richtig supertoll, damals im Irak, man, what a bro, dass Hunter Biden wegen Drogenmissbrauch unehrenhaft entlassen wurden kam aber nicht zur Sprache. Secretary of Defense Austin kriegt sich gar nicht mehr ein zu loben, wie toll doch Jill und Joe Biden seien – macht dann aber doch dem greisen Präsidenten Platz.

Nachdem der gelobt hat, wie toll es doch sei, dass die Saudis Loujain al-Hathloul, deren Namen auszusprechen ihn überforderte, aus der Haft entlassen habe. Was die wahrscheinlich tatsächlich auf Wunsch der Democrats gemacht haben. „Lasst sie frei, dann reden wir wieder über Waffengeschäfte!“

Er setzt fort mit Sprüchen über ein Land namens Burma, wo irgendwelche military leaders die Demokratie achten sollen.

Gefolgt von Sprüchen, dass Murica die Welt führen soll, „not only the example of our power but the power of our example“. Der Spruch wird nicht dadurch intelligenter, dass Biden ihn in jede Rede einflicht. Seine Redenschreiber natürlich.

Biden lobt auch seinen Sohn und Kriegsminister Austin für ihre wichtige Rolle im Irak, und was er dort nicht alles tolles mit Austin erlebt habe – erwähnt allerdings nicht, dass er seinem im Baugewerbe völlig unerfahrenen Bruder James einen 1,5 Milliarden $ Vertrag für Häuserbau im Irak zuschanzte, als er Obamas Vize war.

Der Commander in Chief hebt im folgenden hervor, wie essenziell die Streitkräfte der USA im Kampf gegen Corona sind, im Kampf gegen den Klimawandel und im Kampf gegen Rassismus sind.

(Hey, ich erzähle nur nach, das hat der wirklich gesagt!)

Ja, die amerikanischen Streitkräfte müssen die Führung haben von der deep sea to outer space.

Dann kommt zum ersten mal auf dieser VA etwas relevantes, die Gründung einer neuen Task Force zur Kontrolle Chinas.

An dieser Stelle zitiere ich aus Pepe Escobars bei mir auf deutsch lesbaren Artikel:

Es wird faszinierend sein, zu beobachten, wie die (Un-)Vereinigten Staaten mit Myanmar nach dem Putsch als Teil ihrer 24/7 „Eindämmung Chinas“-Raserei umgehen werden.

Diese Rede des greisen uncle Biden zu hören ist eine der Beobachtungen. Ihm fällt nichts ein. Ein General darf in den USA, wo er gar kein Konto aufmachen will, kein Konto aufmachen. Die sowieso permanent im südchinesischen Meer provozierenden Flugzeugträger beherbergen fürderhin einen Task Force, die sich darüber unterhalten, wie sie weiter provozieren können.

What else is new?

Black History Weeks. Auch creepy uncle Joe erwähnt sie.

In diesem Zusammenhang zeigt sich wieder Bidens Demenz. Er lobt die, wörtlich, buffalo soldiers. Nun ist buffalo soldier seit Jahrzehnten ein negativ besetzter Begriff, der dafür steht, dass die USA Afrikaner in ihren Kriegen verheizen, die das mit sich machen lassen müssen, weil sie sonst keine Überlebenschancen haben.

Don’t take it from me, take it from the grand master himself:

Was für ein Scheiß-Idiot dieser Präsident der neuen amerikanischen Linken doch ist!

Dann zählt der Schwachkopf Beispiele auf, wie patriotisch es doch von den black Americans ist, in den armed forces zu serven, als deren Rechte noch eingeschränkt waren. Dienste solcher im Vietnam-war werden lobend hervorgehoben.

Äh… Muhammed Ali, alter Kumpel, was sagst du zu den Ausführungen dieses tollen linken Präsidenten?

OK, ich hab jetzt keine Lust mehr, über diesen widerlichen, kinderabgrapschenden Greis zu schreiben. Mehr hatte er eh nicht zu sagen.

Soll er sich mit Myanmar anlegen. Oder China. Oder Nord-Korea. Das kommt auf das gleiche raus. Die haben einen militärischen Beistandspackt, wie die NATO. Möglicherweise tritt Russland dieses Jahr noch bei. Greifst du einen an, greifst du alle an.

祝你好运!