Suicide Squad 2021 Review

Der neue Suicide Squad ist übermäßig brutal und menschenverachtend, aber wenn man damit kein grundsätzliches Problem hat (ich rede von Film, nicht von Wirklichkeit!), lohnen sich durchaus die Zeit und das Geld für die Kinokarte!

Sie kennen das Spiel:

Canon vs Nikon

FC Bayern München vs 1860 München

Marlboro vs Camel

Coca Cola vs Pepsi Cola

eine beliebig forstsetzbare Reihe von dasselbe-nur-anders.

Gruene vs FDP

Union vs AFD

Linke vs SPD

Beliebig fortsetzbar.

Und so kam es im Laufe der Menschheitsgeschichte eben auch zu:

tatatatahhhh!

Marvel versus DC

Und als lifelong Team Marvel muss ich zähneknirschend gestehen: der neue DC-Film Suicide Squad ist um einige Klassen besser als der letzte Marvel-Film Black Widow!

Pluspunkt 1: es ist keine queer-feministische Kackscheiße! (Kackscheiße klingt wie eine doppelte Fäkalisierung, ist aber ein akademischer Terminus Technicus, der aus Studienfächern wie Woman Studies und Gender Studies in die Sprache gebracht wurde.)

Dass es das werden könnte, war nämlich zu befürchten. Nicht nur, weil das jetzt von den Studios so vorgeschrieben ist. Harley Quinn hatte ja ihren der Vorschrift entsprechenden Solofilm „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“, in dem, wie der Titel schon sagt, Harley Quinn plötzlich voll die „woke Emanze“ wird. Kein echter Comic-Fan will eine feministisch erwachte Harley Quinn sehen!

Harley Quinn ist skrupellos, egomanisch, narzisstisch, leicht pervers, ein bisschen dumm, hat aber letztendlich das Herz immer am rechten Fleck und irgendwie ist sie ein vom Schicksal begünstigter Glückspilz, der alles übersteht, darum ist sie auch überdurchschnittlich risikofreudig und rücksichtslos, weil sie das for granted nimmt. Ihre Achillesferse ist, dass sie so unsterblich in Joker verliebt ist, dass man es nur als hörig bezeichnen kann, weshalb sie sich immer für ihn entscheidet, wenn es darauf ankommt, auch gegen ihre eigenen Interessen, obwohl der sie, wie alle anderen, nur benutzt und immer, wenn es ihm aus der Patsche hilft, oder sie auch mal ihn braucht, im Stich lässt, sie hingegen ihm immer wieder verzeiht. Verläuft ihr Leben eine längere Zeit von Joker getrennt, und tatsächlich verläuft der größere Teil ihres Lebens ohne Joker, trauert sie ihm doch keineswegs nach, sondern lebt eine tendenziell promiskuitive Natur aus.

Wir wollen keine „Oh, ich bin jetzt der Demokratischen Partei beigetreten und mache Wahlkampf für Hillary Clinton“-Harley Quinn! Ihr Solofilm hat entsprechend gefloppt, DC und WB haben daraus gelernt. Harley Quinn war in diesem aktuellen Film so, wie man sie immer kannte.

Pluspunkt 2: dieser Film hatte eine, wenn auch recht einfach gestrickte, echte Handlung, er erzählte eine Geschichte! Mit Beziehungen zwischen den handelnden Personen, die als Individuen ausformuliert sind, mit Wendungen, dramatischem Höhepunkt.

Pluspunkt 3: Im Gegensatz zu Black Widow, wo die Bilder nur Action innerhalb digital-technokratischem Pomp ohne charakteristische Gestaltung sind, hat dieser Film eine bildliche Gestaltung. Er ist durchgehend in einer Art modernisierter 60ger Jahre Pop-Art gehalten, was freilich sehr gut zu DC-Comics passt.

Pluspunkt 4: die Witze sind zwar zuweilen etwas (beabsichtigt) geschmacklos, bringen das Publikum aber durchaus zum Lachen. Einige sind sogar richtig gut.

Pluspunkt 5 ist der zweifache politische Gehalt: hat man die erste Stunde des Films überstanden, die eine einzige ultrabrutale Gewaltorgie ist, in der das Publikum in der Illusion gehalten wird, dass die tollen Amis mal wieder die Welt vor Schandtaten böser Diktatoren retten, kommt der Wendepunkt, an dem klar wird, dass das Böse, gegen welches die Suicide Squad eingesetzt wird, überhaupt erst durch die USA in die Welt gebracht worden war!

Der Höhepunkt der Action ist eine Hommage an den original Ghostbusters von 1984 mit Dan Aykroyd, Bill Murray und Sigourney Weaver. Das ist natürlich das Setzen eines kulturpolitischen Zeichens innerhalb Hollywoods. Ghostbusters war die erste klassische Legacy, die durch die neue Politik gekillt wurde.

Die besteht darin, die Legacies im Dienste der Demokratischen Partei zu highjacken und umzuwerten, in meinem oben verlinkten Verriss von Black Widow gehe ich darauf ein.

Kommt man mit der wirklich extremen Brutalität klar – sagen wir, das Level ist Tarantino mit noch einen Ticken draufgesetzt – hat Suicide Squad durchaus einiges an Inhalt unter der Oberfläche! Damit bekommt die dargestellte Brutalität selbst eine inhaltliche Dimension. Sie dürfen nicht vergessen, dass das eine Comic-Verfilmung ist. Im Comic ist das Bild Sprache und die Kunst der Comic-Verfilmung besteht genau darin, wie im gezeichneten Medium, das Abgebildete aus dem Selbstzweck herauszuheben. Somit versinnbildlicht die dargestellte Gewalt und Menschenverachtung die Gewalt und Menschenverachtung der amerikanischen Politischen Klasse!

Hiermit belasse ich es, obwohl es mehr zu dem Film zu sagen gäbe. So ist mir eine Rezension gelungen, die das Wesentliche anspricht und dabei einigermaßen ohne nennenswerte Spoiler auskommt. Eigenlob tut auch gut.

Disney is a Serial Killer

Traurige Vorgeschichte

Als Dark Phoenix 2019 herauskam, dachte ich, der Tiefpunkt in Marvel-Verfilmungen sei erreicht. Neben grottenschlecht und unnötig, da die Dark-Phoenix-Saga beriets publikumsbegeisternd verfilmt worden war, war er der erste Film in der aktuellen Übertragung des Marvel-Universums in das Kino, der „dekonstruierte“. Das ist die aktuelle Hollywood-Mode, alles, was die letzten 70+ Jahre erfolgreich und fan-making war, als „patriarchal“ und was sonst noch böse ist, zu denunzieren und umzuwerten. Das Publikum hatte den Film nicht angenommen.

Dark Phoenix war nicht die erste schlechte Marvel-Verfilmung. 2015 zum Beispiel scheiterte Twentieth Century Fox mit einer völlig verblödeten woken Verhackstückung der Fantastic 4. Seither wird immer wieder einmal ein neuer Fantastic-4-Film ins Gespräch gebracht, aber niemand traut sich an die Realisierung ran.

Man kann nicht einfach Namen und ein paar features aus dem Marvel-Universum nehmen und irgendwie in irgendeinen Film verrühren, der aber darüber hinaus nichts mit dem Marvel-Universum zu tun hat. Dieses hat seinen Ursprung Anfang der 30ger Jahre des 20. Jahrhunderts und entwickelte sich seither immer weiter. Daraus folgt, dass Stammpublikum der Comics, welches heute aus Menschen besteht, die in der Regel kürzer auf der Welt sind als das Marvel-Universum selbst, Ansprüche stellt und wenn es in den Film geht, Erwartungen hegt, die befriedigt werden wollen.

Dark Phoenix killte die X-Men-Reihe. Es sollte sich leider herausstellen, dass Dark Phoenix nicht die Talsohle war, sondern der Anfang vom Ende. Ein Neustart mit New Mutants geriet quasi zur unfreiwilligen Parodie.

Phase 4

Die Avengers-Reihe kam mit Endgame als Kinoproduktionen und im Serienbereich mit der 7. Staffel von Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. zu einem stimmigen, durchaus befriedigendem Ende.

Erinnere ich mich recht, wurde von Marvel die Idee, Black Widow einen Solofilm zu widmen, 2014 nach Captain America: The Winter Soldier ins Gespräch gebracht. Die Idee wurde von der Fanbasis begeistert aufgenommen und ziemlich schnell kam aus den Studios die Rückmeldung, dass es diesen Film geben wird.

Allerdings dauerte es. Gerüchte kamen in Umlauf, dass der Film zwischen Avengers: Infinity War und Endgame als Bindeglied und Rückblende erscheinen soll. Statt dessen wurde dieser Part von Captain Marvel übernommen. Das mochten manche nicht, ich fand es ausgesprochen gut gelungen.

Black Widow hieß es dann, solle der Top Act einer Phase 4 des MCU werden. Phase 4 sind die Filme und Serien, die auf Endgame folgen.

Diese Phase 4 nun hatte aus meiner Sicht einen ganz schlechten Start. Spider Man: Far from Home war kein Marvel-Film mehr, sondern ein typisch läppischer Disney-Jugendfilm; als ich ihn mir im Kino angesehen hatte, war ich auch tatsächlich der einzige Erwachsene im Saal, obwohl ich die OV Late Night Vorstellung besuchte. Den Kids im Saal hat’s jedoch gefallen, also habe ich mich nicht groß beschwert. Ich war eben nicht mehr Zielpublikum, sondern die 12- bis 18jährigen. Man wird alt, auch wenn Spider Man noch älter ist und schon vor meiner Geburt Queens und Manhattan rettete.

Im Serienbereich ging WandaVision sehr charmant los fand ich, mit einigen schönen gestalterischen Ideen, entwickelte sich dann sehr vielversprechend und baute richtig gut Dramatik auf. Wanda hatte den Kampf gegen Thanos zwar physisch überlebt, war aber psychisch kollabiert und baute sich in ihre Traumwelt ein, um einen Weg zu finden, mit ihrem Verlust und ihren Schmerzen umzugehen. Leider haben sie die Geschichte in den letzten 2 Folgen in Banalitäten und Unnötigkeiten sowie langweiliger Action zusammenbrechen lassen.

Ärgerlich fand ich die 2. Serie der Phase 4, The Falcon and the Winter Soldier. In sich inkonsistent und in der Handlung unlogisch, war es einfach nur ein Bilderbogen aus der Wahlkampf-Kampagne der Demokratischen Partei gegen Trump.

Irgendwann dazwischen hieß es, Black Widow sei fertig. Wegen des Corona-Lockdown wurde der Release aber immer wieder verschoben. Einen Film, auf den die Fans seit 2014 warten, den kann man nicht einfach streamen, der muss auf die Silver Screen!

Juli 2021 nun ist den Kinos das Aufführen von Vorstellungen erstmals seit eineinhalb Jahren wieder erlaubt worden. Die Filmpresse, wie der Hollywood Reporter und Deadline Hollywood, sehen in Black Widow quasi den Lackmustest, ob Kino Wiedergeburts-fähig ist.

Black Widow

Das hier wäre nun die Stelle, an der ich spätestens eine Spoiler-Warnung aussprechen würde.

Alleine – ich habe keine Ahnung, was man bei dem Film spoilern könnte!

Um es gleich knallhart zu benennen: Black Widow ist nicht einfach eine Enttäuschung. Black Widow geriet zum Inbegriff des abgefilmten sinnlosen – schwächen wir an dieser Stelle phonetisch ab durch Verwendung des englischen pendants – bullshit! Oder eigentlich: wieso abschwächen; Akademiker Augen zu: Der Film ist Scheißdreck!

So sehr ich mich bemühte, diesem Film konnte ich nicht einen einzigen positiven Aspekt abgewinnen! Es bewegt sich wirklich Lichtjahre außerhalb meines geistigen Horizonts, mir vorstellen zu können, was in Köpfen von Menschen vor sich geht, die ein derart idiotisches Produkt erzeugen und dann auch noch voller Stolz zu einem prominenten Zeitpunkt der Kinogeschichte, in der allerersten Spielwoche nach eineinhalb Jahren Schließung der Filmtheater im gesamten Westen, das dem Publikum vorsetzen!

Bei Marvel arbeiten mittlerweile ziemlich viele Arschlöcher, ok, das haben wir bereits festgestellt. Aber was sich die hier geleistet haben, das ist eine einzige freche Fan-Verarsche!

Die Gestaltung ist eine Aneinanderreihung schlechter Action-Szenen, unterbrochen von ein paar Sequenzen aus rührseligem Kitsch.

Bei einigen Sachen bekommt man schon mit, dass die witzig sein sollen, nur sind sie so aufdringlicher und aufgesetzter Filmklamauk, dass sie niemanden zum Lachen bringen.

Und weil sie Spionin ist und Russin und sich an ihrem ehemaligen russischen handler rächen will, wird das ganze oberflächlich in ein angedeutetes James-Bond-Muster gepresst. Voll die Superduperidee, wa! So originell! Spionin, Russin, James Bond, nur eben Natascha Romanov, also irgendwie so… Also, so ein krass kreativer, gänzlich unerwarteter, volle Lotte überraschender Einfall! James Bond, nur halt nicht dieser Macho-Mann, sondern so eine eiskalt feministische Frau, aber schon auch so mit Herz, die auch gleichzeitig Avenger ist und an Stelle des Bond Girls fungiert ihre nicht-wirklich-Schwester-Schwester. Und der russische handler fungiert als James-Bond-Schurke, der total größenwahnsinnig ist aber in echt nur ein feiger Bastard.

Den endgültigen Abschuss bringt, dass der Film fast nur unter Russinnen mit 2 Russen spielt, die alle Englisch mit betont russischem Akzent sprechen, außer Natascha natürlich, die den New-Yorker Akzent Scarlett Johanssons hat, zwischendurch aber dann doch mal ein paar russische Worte oder Phrasen einflechten. Umgekehrt würde es Sinn machen, Russ*innen unterhalten sich untereinander Russisch und flechten Anglizismen ein. Aber so, was soll das? Dann kann man sie ja gleich normal Englisch sprechen lassen ohne dieses blödsinnige Schauspielerimitat slawischen Akzents.

Es war nicht hardcore-russophob, wie man das aus den meisten Hollywood-Produktionen kennt, eher unterschwellig; in diesem Film sind männliche Russen mehr doof als böse, sieht man vom handler ab, aber der ist auch in erster Linie doof, wobei nicht ersichtlich wird, wie jemand, der vor allem ein Schwachkopf ist, über Jahrzehnte Superschurke sein kann, der sein weltweites, privates Spionagenetzt unterhält und von einer schwebenden, für die Militärs dieser Welt, inklusive USA, Russische Föderation und China, unsichtbaren High-Teck-Basis aus agiert. Die Weibchen, keine Ahnung, Opfer halt. Weil – Frauen sind eben Opfer. Immer und überall, in der gesamten Welt, außer vielleicht in Wakanda. Sie sind zwar im Gegensatz zu den Männern intelligent, geschickt, kreativ, machtvolle Kämpferinnen, haben Herz, aber leider sind sie Opfer. Sie können sich einfach nicht gegen diese stumpfsinnigen, dumpfbackigen Typen durchsetzen – tatatatahhh! -bis heute! Plötzlich, die Jahrtausende im Schatten der armdrückenden Suffköppe sind durchs Land gegangen, da kommt die zur Amerikanerin konvertierte Russin Natascha Romanow, Tasha wie ihre Freunde liebevoll sagen, gemeinsam mit ihrer nicht-wirklich-Schwester-Schwester und nicht-wirklich-Mutter-Mutter und ändert alles für alle Ewigkeit!

„Aber… Aber was sollen wir denn jetzt tun?“ fragen verdutzt die all of the sudden aus chemischer Fessel befreiten Mädchen, um den Tip zu bekommen: „Ihr seid jetzt frei, ihr könnt jetzt eure eigenen Entscheidungen treffen!“

Im gezeichneten Marvel Universe, Earth 616, war Black Widow ein häufig präsenter, jedoch nie wirklich herausragender Charakter. Tatsächlich war sie (meines Wissens nach) nie – Korrektur: nur sehr vorübergehend – Avenger, sondern S.H.I.E.LD.-Agent – was logisch ist, das sie Spionin ist und keine Superkräfte hat – und am bekanntesten als zeitweilige Panterin Daredevils, welcher wiederum in der gezeichneten Welt zu den Avengers zählt.

Zu einer tragenden Säule der Marvel-Erzählungen wurde sie erst im Kino. Eingeführt 2010 in Iron Man 2, dargestellt von Scarlett Johansson, avancierte sie aus dem Stand zum Publikumsliebling und entwickelte sich zur wichtigsten Frauenfigur der Avengers-Reihe.

Dieser Film sollte nach Endgame Natascha Romanow aka Black Widow noch einmal gesonderte Aufmerksamkeit zukommen lassen, ihre zentrale Bedeutung in der Avengers-Reihe einmal mehr hervorheben und erzählen, wie ihr Leben vor ihrem ersten Erscheinen in Iron Man 2 verlief, was sie zu der Person werden ließ, als die das Publikum sie kannte. Ein Solo-Black-Widow-Film sollte nicht mehr die ursprünglich anvisierte Bindeglied-Funktion haben, sondern aus künstlerische Sicht größeres werden, Ausklang und Nachklang eines kinematographischen Epos, das buchstäblich Milliarden von Menschen von LA bis Shanghai und über die andere Seite der Erdhalbkugel zurück, über die Grenzen der Generationen hinweg, von 2008 bis 2019 durchs Leben begleitet hatte.

Auch wäre es auf diese Art ein angemessener Abschied von Scarlett Johansson, die in all den Jahren der Figur ihr Gesicht und ihren Charme gab, aus dem MCU geworden.

Davon ist in diesem Film rein gar nichts übrig geblieben! Nur ein vor sich hinplätscherndes, dramaturgisch minderwertiges Gedöns und Geballer, garniert mir etwas Geflenne und Witzen, die so zäh und gewollt sind, als wären sie an einer Provinzuniversität in einem Seminar für Critical Race Theorie oder Feminismus-Studien als Seminararbeit in Auftrag gegeben worden.

Disney war schon vor langer Zeit hauptsächlich die Propagandaschmiede der Democratic Party. Seit 2015 ist Marvel vollständig Tochtergesellschaft der Walt Disney Company. Am 12. November 2018 verstarb der grand seigneur des Verlages, der ewige Chef Redakteur Stan Lee.

Noch aufdringlicher als in The Falcon and the Winter Soldier missbraucht Disney das über Jahrzehnte aufgebaute Ansehen des aufgekauften Materials, indem es dieses auf die Existenz von Abziehbildern reduziert, die herhalten sollen, politische Meinungen der Democrats zu illustrieren.

Keine Geschichten mehr, wie es Marvel über Jahrzehnte ausgezeichnet hatte, innerhalb derer entwickelte Charaktere Konflikte austragen, wünschen, kämpfen, verlieren, gewinnen, lieben, hassen, verurteilen und vergeben können, irren und korrigieren oder untergehen, in einer Welt, die aus vielfältigen Interessen besteht, in der Leben ein Auf und Ab zwischen Glück und Leid ist, in der Zweifel und Schmerzen Helden zu Schurken werden lassen und Schurken Augenblicke der der Erkenntnis erlangen, die sie über sich hinauswachsen und Gutes tun lassen – in short: vorbei ist es mit einem gezeichneten Phantasieabbild all dessen, woraus unser aller Dasein gewoben ist, und seiner Übersetzung in das Medium Film.

Der Hergang ist offensichtlich. Man kauft das Erbe der vorangegangen Generationen, schlachtet es, weidet es aus. Propagandisten haben nicht das Zeug dazu, ihre eigenen Universen zu schaffen. Der Spruch der führenden Köpfe dieser Kulturzerstörung lautet „invent it new“. Zur mangelnden Kreativität gehört noch eine gewaltige Portion Feigheit! Nichts formulieren, das anecken könnte, immer schön inhaltlich sich auf das beschränken, was in einer Rede auf einer Spendenaktion der Clinton Global Initiative vorkommen kann.

Disney machte aus Black Widow das Verbraten langweiliger Klischees, die in Gehirnen von Politikern, Kommunikationswissenschaftlern, Genderstudies-Akademikern und was noch alles in den Werbeagenturen und think tanks am Weltbild der Democrats bastelt, entworfen werden. Das verbreiten sie via eines langweiligen, vorhersehbaren, flachen Plots innerhalb von Aneinanderreihungen digital-technologisch überzüchteter, austauschbarer Bilder.

Danke Disney, wir hatten Tasha in wahrhaft guter und teurer Erinnerung, die habt ihr mit diesem brunzdummen Streifen ein für alle Mal getrasht!

Orson Welles‘ Kafka, Sucker Punch und Der Justice-League-Snyder-Cut

Achtung! Enthält Spoiler!

The Trial & Sucker Punch

Der Spielfilm (einschließlich Serien, die für TV oder Streaming-Dienste produziert werden) ist eine junge Kunstform, sie befindet sich erst im 2. Jahrhundert ihrer Existenz.

Stellte man mir die Frage, nach meinem „Lieblingsfilm“, so habe ich zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche. Dennoch ordne ich zwei Filme ihrem Jahrhundert zu, als diese gesamt aus meiner Sicht charakterisierend: für das XX. ist das Orson Welles‘ Kafka-Verfilmung „The Trial“. Dem XXI, dessen erstes Fünftel wir nunmehr hinter uns haben, ordne ich Zack Snyder’s „Sucker Punch“ zu.

Orson Welles fand die, wie man das nennt, kongenialen Bilder zu der Geschichte Kafkas, Der Prozess, die zu Beginn des XX. Jh. den, ich sage einmal, Charakter dieses Jahrhunderts einfing. Das Individuum, welches schuldlos schuldig geworden seine Schuld erlebt, aber nicht erkennt und so durch eine fremde Welt irrlichtert und die Ursache seiner Schuld sucht, aber sie nicht findet. Zuletzt endet er, den die Suche nihilistisch gemach hat, in der Sachgasse. Der letzte Akt von Selbstwertgefühl, das ultimative Aufbäumen des Widerstands gegen das Schicksal, ist die Verweigerung des Freitods. Darum konnte jeder diese Geschichte mit seiner eigenen Lebenserfahrung in Einklang bringen. Die Erfahrung des XX. Jahrhunderts. Insgesamt, mit Unterbrechungen, hatte Franz Kafka vom Sommer 1914 bis 1916 an den Texten zum Prozess gearbeitet, der 1. Weltkrieg trat August 14 in die heiße Phase. Der erste Weltkrieg war das Feuer, in dem das christliche Abendland, wie es unter Karolus Magnus seinen Anfang nahm und sich über 1200 Jahre entwickelte, über das Russische Reich bis an das Japanische Meer reichte, verbrannte.

„Jemand musste K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“

Mit diesem, vielleicht einen Monat bevor österreichische Truppen Richtung Serbien aufbrachen und deutsche Truppen in Belgien einmarschierten geschriebenen Satz, beginnt die Geschichte des K. und jeder ist entweder K. oder einer der anderen, ein Jahrhundert lang und mehr.

Der Roman beschreibt vielleicht die endgültige, verbotene Wahrheit der Demokratie. Dass du es nicht selber tun musst, das Böse. Dass es die, wie es genannt wird, demokratisch legitimierten Führer sind, die das Böse tun, für das du dann verantwortlich bist. In das diese dich hineinziehen qua der Staatsarchitektur. Das dem christlichen Abendlande folgende Zeitalter der Diktatur – – – was für ein freudscher, es muss hier natürlich „Demokratie“ stehen – ist keine Befreiung, es ist keine Erlösung, es ist ihr Gegenteil. Politik machen heißt schuldig werden. Es bedeutet, die Leben anderer für die Verwirklichung deiner Interessen vernichten.

In meiner Vorstellung ist „Sucker Punch“ die filmische Antwort aus den XXI. Jh. darauf. Ein Mädchen, das später Babydoll heißen wird und vorher keinen Namen hatte, begeht einen tragisch scheiternden Akt des Widerstandes. Das tragische Scheitern ist die ungewollt begangene böse Tat, durch die auch ihr eigenes Leben zerstört wird, ehe es begann – statt den gemeinsamen Feind zu töten, tötet ein Schuss aus der Waffe in ihrer Hand die kleine Schwester, die sie beschützen will. Der Widerstand war gerecht, aber eine zu große Aufgabe für sie, und so wurden ihre Schwester und sie vom Akt des Widerstands vernichtet.

Der Feind bringt sie in eine psychiatrische Anstalt.

Der Film erzählt das Folgende auf 3 Ebenen. Die erste, die Realität in der Anstalt. Die zweite, wie sie diese Realität empfindet, als Zwangsprostituierte in einem Bordell, das Wohlabenden Minderjährige und junge Frauen anbietet. Die dritte nun ist die Traumwelt, ein mythischer Krieg, in dem die Mädchen sich freikämpfen.

Von den Ureinwohnern Australiens wird gesagt, dass für sie die Traumwelt die wirkliche Welt ist, und die auf Erden erfahrbare nur ein Alptraum. Wie dem auch sei, auf allen 3 Ebenen findet der selbe Prozess statt und so fallen zuletzt die 3 Ebenen ineinander zu einer.

Endet Kafkas Geschichte, in der Verfilmung von Orson Welles sehr viel deutlicher als im Roman selbst, mit dem finalen Akt des Widerstandes, indem K. aus der Tiefe der Grube den Geheimpolizisten zuruft: „Ihr wollt das ich mich umbringe? Oh nein, das müsst ihr schon selber machen!“ – so endet „Sucker Punch“ damit, dass Babydoll sich opfert, damit eine andere leben kann. Es ist ein mathematisch genaues Selbstopfer, kein schillersches Pathos, nur die kalte Erkenntnis der Realität und die notwendige Konsequenz daraus.

In „The Trial“ entwickelt sich ein dem Lauf der Dinge angepasster Durchschnittstyp zur selbstbewussten Persönlichkeit, die sich dem Schicksal entgegenstellt, bei „Sucker Punch“ lernt ein widerspenstiges Mädchen die Macht des Schicksals anzuerkennen.

Justice League

Nach „Sucker Punch“ wurde Sack Snyder als Regisseur der neuen Superman-Filmreihe verpflichtet, die quasi als die DC-Konkurrenz zu Marvel’s Avengers – MCU fungieren sollte.

Das ist analog zu den Comic-Books. Charaktere, die über Jahrzehnte eigenen Serien hatten, Hulk, Spiderman, Captain America, Black Widow usw. schlossen sich bei Marvel zu den Avengers zusammen, bei DC schlossen sich führende Charaktere zur Justice League zusammen.

Der Film Justice League ist der dritte unter der Regie von Zack Snyder, der erste war „Man of Steel“, der zweite „Batman vs. Superman – Dawn of Justice“.

Der Dritte in der Reihe, Justice League, beschreibt, wie aufgrund der im zweiten Film beschriebenen Ereignisse Batman das Team aufbaut, welches dann zusätzlich aus Wonder Woman, Aquaman, Flash und Cyborg besteht.

Aus familiären Gründen musste Zack Snyder aber aussteigen und übergab den Regiestuhl Joss Whedon. Die DC-Gemeinde war mit dem November 2017 erschienenen Kinofilm sehr unzufrieden. Ich selbst komme aus der Marvel-Ecke, DC-Verfilmungen kann ich nicht so gut beurteilen. Mir hat der Film schon gefallen. Verglichen mit den Avengers-Movies fand ich ihn allerdings oberflächlich und die Geschichte inkonsistent. Mir hat die innere Logik gefehlt, warum sich das eine notwendig aus dem anderen ergeben soll.

Letztes Jahr wurde bekannt, dass Zack Snyder die Arbeit an „Justice League“ noch einmal aufnimmt und via Streaming-Dienst publizieren wird.

Am gestrigen Donnerstag wurde das Ergebnis veröffentlicht. Ein über 4-stündiger Film in 6 Kapiteln, der mir ebenfalls ganz gut gefallen hat – aber eigentlich auch nicht mehr. Dinge geschehen, es plätschert vor sich hin. Einige kitschige Unnötigkeiten, die der Kinofilm hatte, wurden rausgeworfen. Ansonsten hat der Film die selben Mankos wie der Kinofilm. Zwingende Notwendigkeiten fehlen. So wird es zur Existenzfrage, dass Superman sich an der Justice League beteiligt, ohne ihn ginge es nicht. Aber warum unser Team ohne Superman unmöglich die Gefahr hätten besiegen können, das bleibt unklar. Wie die Situation dann aufgelöst wird, war Superman’s Beitrag marginal.

Das ist jetzt leicht kryptisch ausgedrückt, aber ich will nicht zu viel spoilern und wer den Film gesehen hat, weiß was ich meine.

Wenn man Fantasy-Action-Movies mag, ist es gute Unterhaltung. Aber nichts darüber hinaus.

Wrong Turn 2021

„falsch abgebogen 2021“ ist der Titel eines neuen Horror-Flicks und anfangs wollte ich in diesem Artikel nur über Hergänge in der Unterhaltungsindustrie meckern; der Mädchenschnüffler Joseph Robinette Biden Jr. zwingt mich aber leider, mit einem ernsthafteren Thema anzufangen. Also eigentlich gibt es für mich, Schauspieler, Fotograf usw., nichts ernsthafteres als die Qualität der Geschichten und wie sie vorgetragen werden, aber wenn creepy uncle Joe einen Nuklearkrieg vom Zaun bricht, dann gehen auch alle Geschichten in Rauch auf und alle, die sie erzählen könnten.

Der Brief

Am 22.02.2021 haben mehrere demokratische Abgeordnete einen Brief an Biden verfasst, der anregt, in die Mechanismen im Zusammenhang mit dem nuklearen Arsenal der USA zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und Entscheidungsprozesse einzuführen.

Wie immer, wenn es um etwas Wichtiges geht, hat AOC nicht unterschrieben, aber immerhin hat von der Squad Ilhan Omar unterschrieben – sie kommt aus Somalia und Biden ließ in seiner kurzen Amtszeit Somalia bereits bombardieren – und auch die Namen von Cori Bush und Ayanna Pressly fehlen, was möglicherweise daran liegt, dass deren gesamtes Vokabular sich auf die drei Worte „systemisch“, „Rassismus“ und „Sexismus“ reduziert, weshalb so ein Brief oberhalb ihres Begriffsvermögens angesiedelt ist.

Update 19:39h. Oups – gerade eben habe ich entdeckt, dass ich den Namen Ayanna Pressly überlesen hatte, sie hat doch unterschrieben. My apology here, Mrs. Pressly!

Es wurde von der Presse spekuliert, dass das damit zusammen hängt, dass Biden dement ist und die Abgeordneten die Gefahr, er könne aus einer puren geistigen Fehlzündung heraus einen Nuklearangriff starten, eingrenzen wollten.

Gestern ließ Biden Syrien angreifen und auf syrischem Territorium wiederum den Iran, in Gestalt von völlig legal in Syrien anwesenden Iranern.

Anlass für mich, Sie mit einem Gerücht vertraut zu machen, das mich erreichte, über das ich ursprünglich nicht schreiben wollte, weil es eben nur ein Gerücht ist. Dieser Angriff auf Syrien/Iran gibt ihm aber genug Gewicht, es unter dem Vorbehalt, dass es nicht bewiesen ist, weiter zu erzählen.

Nämlich, dass der Brief einen viel gefährlicheren Hintergrund hat!

Ich habe schon erzählt, dass NLD-Aktivisten in Myanmar mit Schildern auf Englisch unterwegs sind, die zum militärischen Angriff der USA auffordern.

Es heißt, dass Joseph Robinette Biden Jr. tatsächlich einen Militärschlag gegen die Union von Myanmar anordnen wollte! Nun sollen seine Generäle ihn aber darauf hingewiesen haben, dass es einen militärischen Beistandsvertrag zwischen der Union von Myanmar und der Volksrepublik China gibt, der, ebenso wie der Artikel 5 des NATO-Pakts, einen Bündnisfall auslöst und automatisch zu einem Krieg mit der Nuklearmacht China führt!

Auch kann im Falle des direkten Nachbarlandes und ältesten Verbündeten Chinas davon ausgegangen werden, dass die Wahrscheinlichkeit, die Chinesen verhalten sich vertragstreu, bei annähernd 100% liegt.

Und

Über allen Gipfeln
Ist Ruh‘,
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest du auch.

J.W.v.Goethe

Kurz: keine Panik, aber im Auge behalten. Ich weise hier noch einmal darauf hin, dass die USA sehr wahrscheinlich nach der nächsten Bundestagswahl, bzw. nach Vereidigung der nächsten Bundesregierung, einen großen Krieg anfangen werden.

Syrien ist ja auch nicht ohne. Wenn man bedenkt, dass die Amis sich dort illegal eingenistet haben, um mit Kurden als Kulis das syrische Öl zu stehlen. Noch zu Trump-Zeiten, Ende letzten Jahres, haben die Amis in einem Akt der Piraterie einen iranischen Tanker gekapert, das Öl gestohlen und verkauft. Die Lage verschärft sich. Biden hat 2000-$-Stimulus-Cheques versprochen, die er nicht auszahlt. Das verärgert auch seine Wähler.

Und was war jetzt mit der Unterhaltungsindustrie

Ah ja, genau.

Wrong Turn 2021

Es ist nicht zu fassen!

Wrong Turn ist ja eine seit 2003 fest etablierte Serie von Horrorfilmen. Gore. Splatter. Abartige Kreaturen, die in Wäldern leben und auf Menschenjagd gehen. Bloß nicht falsch abbiegen und in deren Jagdrevier landen. Das überlebt keiner schadlos.

Ich gestern Abend. Hurrah, der neue Wrong Turn, der nunmehr 7. Flick in der Reihe, ist raus! Kaffee ist gekocht, Cola kaltgestellt, Snacks zubereitet, Beamer angeschmissen, los geht’s –

-also, hier da, ne, solche Kollegen erwartet man sich, und ich betone, völlig zu Recht:

und hier zum Beispiel, schleichen sich voll fies von hinten an eine schon leicht abgekämpfte Eliza Dushku ran, blutend, aber Schminke und Frisur sitzen perfekt, von der der Zuschauer natürlich unbedingt will, dass sie entkommt:

Ja. diese Art Trash konnte man 6 Filme lang erwarten und hat sie bekommen.

Also, im Jahre 2021 gibt es das nicht mehr!

Das heißt zwar Wrong Turn, aber wo Wrong Turn draufsteht, ist 2021 kein Wrong Turn mehr drinne!

Sondern:

Hollywood schafft es, sogar eine Serie aus Gore-Splatter-B-Movie-Horror-Flicks zu killen, indem sie, anstatt die Erwartung des Publikums zu befriedigen, DAS PUBLIKUM MIT EINER LINKS-LIBERALEN MORALPREDIGT ÜBER RASSISMUS UND SEXISMUS BELÄSTIGEN!!!! Und selbst die
Perversen im Wald sind ganz normal aussehende, nur überdurchschnittlich doofe Rednecks…

Aber, hey, the bright side is: wenn die Filmindustrie jetzt nur noch Demokraten-Propaganda-Schrott produziert, hat man keinen Grund mehr, seine Zeit mit deren Produkten zu verbringen und kann sie für sinnvolleres nutzen! – und manchmal melancholisch sich an die guade, oide Zait erinnern…