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  • Noch eine Zwischenbilanz betreffs „Euromaidan“

    Soweit ich das beurteilen kann hat sich die politische Lage in der Ukraine erst einmal wieder vollständig stabilisiert.

    Die Faschisten bleiben eine akute Gefahrenquelle, aber das ist ein langfristiges Problem, und ich denke, sie haben sich beim gemeinen Volk eher unbeliebt gemacht: so gesehen ist es gut gewesen, dass sie sich einmal so richtig artikuliert haben und sichtbar haben werden lassen, wie sie wirklich sind. Die Leute wissen jetzt genau, mit wem sie es zu tun haben und verfügen über klarere Entscheidungskriterien.

    Neben den Faschisten gibt es meiner Meinung nach noch 3 weitere Komponenten, welche die Ereignisse der vergangenen 4 Wochen kennzeichnen.

    Die Nicht-Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit der EU eröffnete „interessierte Kräften“, die mit der EU und der USA seit langem konspirieren die Möglich, einen Protest zu entfachen, der ja tatsächliche und berechtigte Gründe hatte: eine miserable Wirtschaftslage aber eine steinreiche Elite. Den Kampfbegriff Oligarchen versuche ich mir abzugewöhnen, da es sich im Prinzip um die üblichen Großkapitalisten handelt, die natürlich auch die Macht haben, Dinge zu beeinflußen. Aber hier hat die politische Führung der Ukraine wie Russland zaghafte Schritte eingeleitet, deren Macht einzugrenzen, ganz im Gegensatz zur EU und den USA, die, wie wir alle wissen, vollständig im Würgegriff ihrer Oligarchen sind. Man kann über die Ukraine wie über jedes andere Land sagen, viele Menschen haben zu wenig und wenige zu viel. Dass muss sich in eine Richtung verändern, dass man sagen kann: einige haben viel, die vielen Anderen haben genug. Die Mehrheit der Menschen will nicht reich sein, sie will ein anständiges Leben führen und über ihre Belange selbstständig entscheiden können.

    Um Massenproteste zu erreichen, wurde das Handeln des Präsidenten schlicht falsch dargestellt, da er ja lediglich Nachverhandlungen gefordert hatte und nicht aussteigen wollte, wie die Oppos verbreitet hatten. Hinzu kam das Missverständnis, das die Leute sich von dem Abkommen unrealistische Vorstellungen gemacht hatten, ein Missverständnis, das von Oppos und ausländischen Politikern bewusst geschürt wurde.

    Die Regierung ist auf diesen Protest konstruktiv eingegangen, sie bemühte sich um weitere Verhandlungen mit Brüssel und organisierte mit China und Russland wirtschaftliche Mechanismen, die eine Verbesserung der Ökonomie erlauben als auch verschaffte sie dem Land Kredite zu tragbaren Bedingungen.

    Im Rahmen dieser Proteste war es den Faschisten gelungen, die Sicherheitskräfte zu gewaltsamen Handeln zu provozieren. Das hat eine neue Protestwelle erzeugt, und auch auf diese wurde positiv reagiert, indem der Polizei Zurückhaltung auferlegt wurde.

    Der Sinn von Protesten ist eben genau, die Regierung dazu zu bewegen, auf Forderungen aus der Bevölkerung einzugehen. Sobald die Regierung damit anfängt, das Eingeforderte auch umzusetzen – ist das Ziel erreicht, und weitere Proteste verlieren an Legitimation.

    Die allgemeine Bevölkerung hat das in dieser Weise auch honoriert.

    Und das führt uns zur nächsten Komponente: die 3 großen Oppositionsparteien.

    Die haben sich deutlich entlarvt als Opportunisten, welche die akuten Probleme nicht zu lösen anstreben, sondern ausbeuten um die Macht im Staat an sich zu reißen.

    Wenn die Forderungen des Protestes erfüllt werden, immer weiter nachlegen, sich an der Umsetzung der schwierigen Aufgaben nicht beteiligen sondern die Kommunikation verweigern und den Rücktritt der gewählten Regierung fordern: das ist hinterhältig und böswillig!

    Ein solches Verhalten schadet der Allgemeinheit und nutzt ihr nicht.

    Einigt man sich darauf, eine parlamentarische Demokratie zu machen, dann muss man damit leben, wenn die gewählte Regierungen Entscheidungen trifft, die einem nicht passen.

    Im vorliegenden Falle hat die Regierung auftragsgemäß demokratisch gehandelt wohingegen die Oppos mit diktatorischen Mitteln den Versuch unternommen haben, die Handlungsfähigkeit des Parlamentes lahmzulegen und somit die Krise des Landes auf dem Rücken seiner Bürger zu verschärfen.

    Was uns zur letzten Komponente führt, der ausländischen Intervention durch das Euro-Amerikanische Imperium.

    Daran fällt mir als erstes auf, wie Berichterstattung und Politikerreden das exakte Gegenteil dessen zu suggerieren versucht haben, was vor Ort an tatsächlichen Prozessen stattfindet: das Klischeebild vom irren Diktator und brutalen Einsatzkräften aus der Kommode zu ziehen geriet hier ja nun wirklich zur Satire unseres Medienapparates auf sich selbst.

    Ich werde den Eindruck nicht los, dass unseren Führungskräften selbst bange geworden ist: das für einen bürgerlichen Staat und eine parlamentarische Ordnung vorbildliche Verhalten der ukrainischen Führung bringt einen Zugzwang mit sich: gerade die EU und die Bundesrepublik Deutschland im Besonderen diskreditieren und unterdrücken jeden Widerspruch gegen ihre Entscheidungen und Handlungen mit dem Hinweis, dass sie ja schließlich ein Muster an Demokratie wären und darum unbezweifelbar.

    Nun hatte man ein Beispiel beobachten können, dass der demokratische Mechanismus, mittels Demonstrationen Forderungen an die Regierung zu stellen und Umsetzung der Forderungen im Rahmen der Möglichkeiten durch die Regierung funktionieren kann und die Ukraine hat bewiesen, dass Demonstrationen ein politisches Mittel sein können und nicht nur ein formales Alibi sein müssen, wie es in der EU gehandhabt wird.

    Dazu müssen beide Parteien den gemeinsamen Willen haben, das Problem, um welches es geht, zu lösen.

    Auf Massenproteste in Griechenland, Spanien und Italien hat die EU mit offener Diktatur reagiert. In Deutschland sind wir es so gewohnt, dass Protest verpufft und lediglich persönliche Nachteile für Protestierende bewirkt, dass ich schon seit vielen Jahren den Eindruck habe, er wird von den Protestierenden selber eigentlich gar nicht mehr ernst genommen – man ist schon zufrieden, wenigstens einmal seine Meinung ausgedrückt zu haben, auch wenn sie, (Verzeihung für die ordinäre aber treffliche Formulierung) gegen den Wind gepisst ist.

    Das mag ein Grund für die massive Unterstützung der Oppositionsführung in Kiew sein, deren Auftrag ab einem gewißen Punkt nur noch darin bestand, die Möglichkeit einer produktiven Lösung der Krise zu sabotieren.

    Unser alt-neuer Außenamtschef Frank-Walter war beruhigenderweise nicht dumm genug, sich in Kiew die Finger zu verbrennen für etwas, das ihm sicherlich auf die Füße fallen würde und hat die „Vermittlerrolle“ die ja eigentlich nichts zu vermitteln hätte sondern einen Putsch befördern soll, abgesagt. Keine zweite Orangenparty am Dnjepr um Putin zu ärgern und das ist gut so.

     

     

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  • Business as usual

    Präsident Janukowitsch hat, wie die Presse berichtet, nun mit Wladimir Putin seit längerem ausgehandelte Verträge unterzeichnet, die der ukrainischen Wirtschaft frische Luft verschaffen.

    Einen Kredit, der es dem Staat ermöglicht, weiterhin die staatlichen Bediensteten zu bezahlen und die anfallenden Staatsausgaben zu decken, Investitionen in Milliardenhöhe, die gemeinsam mit den Investitionen Chinas im Wert von ca. 8 Milliarden Euro einen vielversprechenden Input in die ukrainische Wirtschaft bringen. Der Gaspreis ist zurück auf das Niveau, wie es vor Tymoschenko gewesen ist.

    Zusätzlicher Ärger für Tymoschenkos Konzern: da sie das Monopol auf die Energieversorgung hat, werden die Gewinne nun deutlich schmäler ausfallen als bisher.

    In Kiew gibt es nun 2 Lager, eines der Oppos auf dem Maidan und eines der Regierung auf dem Europa-Platz.

    „Der Ton wird unterdessen schärfer. „Die Regierung will Krieg, sie wird ihn bekommen“, sagt Oleh Tjahnybok, Anführer der nationalistischen Partei „Swoboda“ auf dem Maidan.“ teilt die Deutsche Welle uns mit.

    Damit sind wir an der Stelle, die uns erklärt, wozu Deutschland die Faschistenpartei aufgebaut hat: hilft gar nichts mehr, startet die Terrorkampagne.

    Einige Kommentatoren befürchten einen kommenden Bürgerkrieg; nun, das ist sehr unwahrscheinlich. Die Ukrainer sind friedfertige Menschen und haben andere Sorgen. Die Unterschiede zwischen West- und Ost-Ukraine sind auch weit bedeutungsloser, als die Debatte glauben macht.

    Über das Fußvolk der Oppositionsparteien hinaus lassen sich keine Menschen für „Euro-Maidan“ mobilisieren, mit Ausnahme von ein paar Studentengruppen – die allerdings kann man noch für kleinere Gerangel mit der Polizei einspannen, aber wenn es zu realer Gewalt kommt, sind die sofort weg! Wozu sollten sie Terrorismus unterstützen, um Neuwahlen zu erzwingen, wenn 2015 sowieso reguläre Wahlen sind?

    Uns das trifft ohnehin die allgemeine Stimmung: Was soll das Ganze, fragen die Menschen sich, will die Opposition Regierung werden, dann müssen sie eben die Wahlen gewinnen!

    In Syrien konnte man vielleicht noch damit ködern, dass die Assad-Regierung nicht gewählt ist und darum eine Diktatur: aber in der Ukraine?

    Man darf nie übersehen, dass es lediglich die 3 Oppositionsparteien sind, die der Regierung Knüppel zwischen die Füße werfen. Denn nichts anderes tun sie: es stand nie zur Debatte, das Asso-Abkommen mit der EU abzublasen, Präsident Janukowitsch bestand lediglich auf Nachverhandlungen! Und diese Nachverhandlungen aus einer starken Position heraus führen zu können, wird von der Opposition sabotiert.

    Nüchterne Betrachtung, und die werden die meisten interessierten Menschen anstellen, wenn erst einmal die Normalität zurückgekehrt ist, lässt gar keinen anderen Schluss zu, als dass diese Euro-Maidan-Geschichte viel Lärm um Nichts war.

    Der ukrainischen Unionsfiliale um Klitschko geht das Pulver aus. Viele Menschen sind zu McCain gekommen, sie hatten ihre Neugierde befriedigt, aber mehr Massenwirkung hatte es nicht. Man wollte halt mal einen US-Senator in Action sehen und hat sogar einen unbekannten Demokraten-Senator als Zubrot gekriegt. Kommt ja nicht alle Tage vor, aber ebenso gut hätte auch Lady Gaga da sein können. Als nächsten Hauptredner bettelt Klitschko um Steinmeier oder Merkel hat Klitschko angewiesen, ihn anzukündigen, weiß man nicht wirklich, ist ja auch unwichtig.

    Hinter den Kulissen wird sich aber schon etwas getan haben. Seit McCain ist der Chef der Bandera-Faschisten dreister geworden.

    Es gibt Schätzungen, dass er durchaus 10 000 Durchgeknallte aktivieren kann. 10 000 sind kein Pappenstiel, das stellte schon Rio Reiser fest, aber 10 000 sind keine 46 Millionen. Denen können diese 10 000 das Leben schwerer machen als ohnehin schon, und sie können den Staat zwingen, die bisher defensive Strategie aufzugeben.

    Ob Steinmeier sich für ein solches Szenario zur Verfügung stellen wird, ist noch nicht raus. Er will erst nach Polen, um sich in Sachen Ukraine abzusprechen. Bei Sozialdemokraten muss man heutzutage mit allem rechnen.

     

    Husch ins Körbchen!

    Hasso Platz!

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  • Careful what You Whish for

    Wir alle gucken neiderbost auf die Vereinigten Staaten von Amerika:

    Dort hat jeder eine riesengroße Wohnung in Manhattan mit Aussicht auf den Central Park und wenn das Stadtleben mal zu stressig wird noch ein kleines Häuschen auf dem Land zur Entspannung. Jeder hat ein neues, tolles großes Auto und Geld kommt aus dem Automaten. Man erlebt die tollsten Abenteuer, die Frauen sind selbstbewusst und gamsig und wenn es mal echt eng wird hilft einem das FBI und die CIA. Aber eng wird’s eh nur, wenn so Typen von der Russenmafia auftauchen oder arabische Terroristen.

    Arbeiten müssen immer nur die Anderen, die Loser, aber wir sind ja keine Loser.

    Sie glauben mir nicht?

    Ja Herrgott nochmal, haben Sie denn keinen Fernseher zuhause? Da kann es doch jeder sehen!

    Und so erzählt in Kiew die 21jährige Studentin Christina Jaworskaja aus dem Distrikt Tschernobyl dem Korrespondenten von Reuters: „Wir mögen diese Regierung nicht, die jungen Leute in der Ukraine wollen sich Europa anschließen. Wir wollen frei sein, in Europa zu studieren und zu arbeiten – wir wollen europäische Löhne, europäische Lebensart, mit Russland gibt es keine Zukunft“

    Ja doch, Kleines, du wirst die Freiheit bekommen in der Berliner „Universität des Volkes“ Alfredstr.11 europäisches Recht zu studieren, du wirst die Freiheit bekommen in einem Berliner oder Hamburger Untergrundbordell als Illegale zu arbeiten und dabei die modernste Lebensart entfalten. Und wenn du fleißig bist, dann wirst du den Lohn eines griechischen Busfahrers bekommen, falls dich jemand freikauft. Und für die ganz lieben gibt es ab und zu ein Pfeifchen Crystal. Wird aber vom Lohn abgezogen. Gehört zur Lebensart. Macht aber nix. Dich hat ja einer freigekauft. Jatzt brauchst du nur noch die Schulden abbezahlen, die für das Chrystal angefallen sind. Das Zeug ist ja schließlich teuer. Soviel hast du auch wieder nicht gearbeitet, dass dein Lohn die Kosten deckt.

    Sei zuversichtlich, du wirst deinen Willen bekommen. Sogar die NATO unterstützt dich. Junge Ukrainerinnen sind bei NATO-Soldaten beliebt, die Arbeit in Europa wird dir nicht ausgehen.

    Klitschko und seine T-Shirt-Truppe blockieren mittlerweile das Parlament um den Rücktritt der Regierung zu erzwingen, nachdem das Misstrauensvotum gescheitert ist. Sogar Westerwelle kommt auf ein Plauderstündchen vorbei.

    Das nennt man verantwortungsbewusst! Nicht so, wie der blöde Janukowitsch, der mitten im turbulenten Herbst zu den fiesen Chinesen fliegt um über schnöden Mammon zu verhandeln.

     

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  • Kriegsgrund Betriebswirtschaft

    Ich will kurz einen Aspekt in die Debatte einbringen, die meines Dafürhaltens die Analyse bereichert.

    Jedem, der sich an ernstnehmbaren Lehreinrichtungen Schulungen in Unternehmensführung unterzieht, wird man früher oder später mit aller Kraft eines versuchen einzutrichtern:

    Essentiell ist die dreiphasige Unternehmensplanung!

    1. Langfristige Planung, die auf 15-20 Jahre geht.

    2. Mittelfristige Planung auf 5-10 Jahre.

    3. Kurzfristige Planung 1-3 Jahre.

    Unterschiedliche Modelle unterscheiden sich in Details, aber im Kern ist es bei allen gleich. Leuchtet ja auch ein.

    In diese Planungen werden möglichst alle absehbaren Faktoren mit einbezogen und sie bestehen aus unterschiedlichen Komponenten.

    Egal, ob man einen kleinen Ein-Mann-Betrieb oder ein globales Multimilliarden-Unternehmen führt: diese 3 Planungsphasen entscheiden wesentlich darüber, ob ein Unternehmen marktfähig ist und sich halten kann, oder ob es untergeht.

    Dass dazu Bedürfnisanalyse der Absatzmärkte, Demographie, Analyse der Rohstoffmärkte, Produktentwicklung, wie auch immer, eben alles was mit Produktion und Handel zu tun hat gehört ist ja klar.

    Eine dieser Komponenten ist aber auch das Durchspielen möglicher politischer Szenarien und die Einflussnahme auf politische Entwicklungen, da die Politik die Rahmenbedingungen des wirtschaftlichen Handelns bestimmt.

    In diesem Zusammenhang darf man es nicht müde werden, darauf hinzuweisen, dass, wenn die Rede ist von „Die und die Planungsstäbe (von multinationalen Konzernen etwa, aber auch den Superreichen, wie die, die man heute gerne als ‚die Bilderberger‘ bezeichnet) haben das langfristig vorgeplant“ es eben keine Verschwörungstheorie ist, sondern simple Betriebswirtschaft, wenn auch auf höchster Ebene und most sophisticated.

    Kurzfristige Planung ist natürlich konkrete Planung, langfristige ist strategische Planung.

    Und das Kriegs-Problem, das wir jetzt haben, hat wesentlich mit eklatanten Fehlplanungen dieser Planungsstäbe in den letzten über 20 Jahren zu tun.

    Diese Fehlplanungen haben groteske Ursachen: die erste ist, dass die Apologeten des Kapitalismus Opfer ihrer eigenen Euphorie geworden sind.

    Sie haben an die Unfehlbarkeit ihrer eigenen Wirtschaftsstrategien nach dem Ende der Sozialistischen Planwirtschaft, wie sie von der UdSSR betrieben wurde, tatsächlich selber geglaubt und sich in ihre Allmachtsphantasien verrannt.

    Und das führt zum 2., der systematischen Volksverdummung durch unser Bildungswesen.

    Ich kann jetzt hier nicht von Universitäten reden, ich habe keine Wirtschaftsuniversität besucht, ich kann nur von der Betriebswirtschaft reden, wie sie etwa von der Handwerkskammer betrieben wird.

    Hier gehören die Nachteile der Planwirtschaft und die Vorteile der Marktwirtschaft zum Unterrichtsstoff.

    Ich selbst habe mich viele Jahre mit der sozialistischer Planwirtschaft der UdSSR beschäftigt, autodidaktisch, weil sie im Westen ja nicht gelehrt wurde.

    Wenn man also weiß, wovon die Rede ist und sitzt dann im Unterricht oder sieht sich ein Lehrbuch durch, dann kann man sich nur erstaunt und mit heruntergefallener Kinnlade wundern: es hat nämlich nicht das Geringste mit der Realität zu tun. Man wird mit politischen Parolen abgefüllt, die man auswendig lernen muss. Die Leute glauben dann, sie würden Gott weiß was alles wissen, weil sie in der Klausur, in welcher die Parolen abgefragt werden, gute Noten hatten.

    Nicht viel anders ist es mit Methoden der Betriebsführung, die gelehrt werden. Das im Einzelnen führt zu weit, aber man kann sagen: diesen unhinterfragt zu folgen ist zu 70% die Garantie, sehenden Auges in den Bankrott zu eilen! Denn auch da geht es mehr oder weniger um weltfremde Dogmen oder künstliche, an irgendwelchen Instituten theoretisch erdachte Modelle. Diese werden denn auch, aufgrund ihrer Erfolglosigkeit, immer wieder ausgetauscht und die Updates in Form sogenannter Weiterbildung weitergereicht. Die kann man dann auch wieder ausprobieren, man kann wieder scheitern und man kann kurz vor der Insolvenz die nächste Weiterbildung machen. Da solche Weiterbildungen den Absolventen Geld kosten, ist es eine recht erträgliche Einnahmequelle für die Kammer. Freilich kann der kleine Handwerker mit seinen bescheidenen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen den immer rasanter von Statten gehenden Veränderungen des strukturellen Wirtschaftslebens kaum folgen. Er läuft ihnen quasi immer hinterher und verläuft sich wie in einem Labyrinth, insofern sind all diese Schulungen und Weiterbildungen auch so etwas wie eine Akkuaufladung, deren Vergeblichkeit zu durchschauen das Prinzip Hoffnung ihn behindert.

    Auf der Ebene Planungsstäbe multinationaler Konzerne ist das natürlich professioneller.

    Trotzdem ist das eine Ursache: da man im Westen keine Ahnung von sozialistischer Wirtschaft hat, ist man immer davon ausgegangen, im Osten habe man keine Ahnung von kapitalistischer Wirtschaft.

    Man hat damit gerechnet, nachdem man in der Jelzin-Zeit die russische Wirtschaft gnadenlos vernichtet hatte, würde Russland als Absatzmarkt funktionieren aber nicht mehr selbst handlungsfähig werden. Russland kauft westliche Produkte und bezahlt mit russischen Rohstoffen.

    Das war aber dumm: denn an russischen Wirtschaftsinstituten wurde durchaus eine realistische kapitalistische Wirtschaftslehre vermittelt. Man musste diese nur quasi entpolitisieren. Die eigenen wirtschaftlichen Erfahrungen waren von großem Nutzen und das Studium der politischen Ökonomie ist wertfrei, sobald man den Glaubenssatz von der Überlegenheit des Sozialismus beiseiteschiebt.

    Die ganzen Länder, die vom russischen Bildungswesen ausgebildet wurden, nicht nur wirtschaftlich, auch technisch und sonst wie, sind Länder, die bereit sind, sich einen beträchtlichen Anteil des Weltmarktes zu erobern und die eigene Tragfähigkeit zu organisieren, sofern sie nicht westliche Kolonien wurden.

    Russland selbst konnte sich sehr schnell erholen, weil es sich sehr schnell eine neue Schicht handlungsfähiger Wirtschafter und Techniker heranziehen konnte.

    Alle Planung der Multis beinhaltete, es würde immer so weitergehen wie unter Jelzin.

    Die Langzeitplanung wurde nicht anhand der Realität revidiert, wie es Lehre wäre; denn dazu gibt es die mittelfristige Planung: die in ihr vorgesehenen Betriebsziele mit den betriebswirtschaftlichen Ergebnissen zu vergleichen und die langfristige Planung daran auszurichten.

    Was mit dem „arabischen Frühling“ begonnen hatte, war der Versuch der gewaltsamen Angleichung der Realität an die langfristige Planung aus den 90ger Jahren.

    Das kann nicht gut gehen.

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  • Die Rückkehr der Grauen Herrscher

    Wenn ich hier immer wieder darauf herumreite, dass John Kerry einem satanistischen Verein angehört, dann weil es sehr viel darüber aussagt, wes Geistes Kind der Mann ist.

    Und mit Satanisten meine ich nicht 50jährige Pubertätsbuben, die auf Iron Maiden Konzerte gehen und übermäßig Bier trinken: die sind in der Regel harmlos. Ebenso kann der Gothik Szene in der Regel bescheinigt werden, dass sie Fans bestimmter Bands und Filme sind, ihre Fanzines produzieren, auf Märkten und in Kneipen ein Szeneleben führen, das im Grunde ihre Privatsache ist. Unter ihnen gibt es nicht wenige, die mit „Uhhh, ich bin sooo böse“ und Symbolen kokettieren, aber viel mehr ist es nicht. Außenstehende gefährdende Auswüchse dieser Szene sind mir eigentlich nicht bekannt.

    Etwas anderes ist es, wenn es sich um einen Exklusiv-Verein einer herrschenden Elite handelt.

    Magische Rituale mögen vor allem dazu dienen, die beteiligten Personen miteinander zu verschweißen, wie etwa der Gottesdienst der Kirchen ein magisches Ritual vollzieht, die Eucharistie, um die Gemeinschaft im Glauben zu erzeugen.

    Das macht sie aber nicht minder wichtig.

    Mir, wie vielen anderen, ist die Bedeutung von“ Skull & Bones“ erstmals deutlich geworden im Wahlkampf zwischen George W. Bush und John Kerry, die beide dieser Bruderschaft angehören.

    Damals wurde klar, dass ein und dasselbe Netzwerk sich die Verfügbarkeit über das Weiße Haus sichert, nur auf beide Parteien der USA verteilt.

    Egal, welche Partei gewinnt, gewinnen tut ausschließlich das Netzwerk, das über die Yale-Universität geknüpft wird. Und der Sinn dieses Netzwerkes ist es, einem bestimmten Teil der Eliten die Herrschaft zu sichern und den Besitz zu mehren.

    Von Kerry und Bush kann gesagt werden, dass sie dieses Netzwerk in Fleisch und Blut repräsentieren.

    Obama, das ist heute allen bekannt, repräsentiert kein Netzwerk; er ist nur ein Schauspieler, der von einem anderen, möglicherweise intellektuelleren, der Öffentlichkeit als Gesicht präsentiert wird, der Will I.am oder Will Smith im Weißen Haus.

    Das bedeutet nicht, dass sie unterschiedliche Ziele verfolgen.

    Sie verwenden unterschiedliche Mittel und fahren unterschiedliche Strategien.

    Nebenbei findet ein Kampf der Netzwerke gegeneinander statt, was die Verteilung der Anteile am großen Kuchen betrifft. Das wirkt für uns im ersten Moment sekundär, weil wir eh nichts davon abbekommen, für uns ist es wichtig, dass diese Netzwerke die Sicherung des gesamten Kuchens betreiben und darin vollständig einhellig sind; aber schon der 2. Blick verdeutlicht, dass wir uns dennoch damit befassen sollten.

    Die radikale, auf militärische Konfrontation setzende Strategie der „Skull & Bones“ hatte ihr Limit erreicht.

    Erstens sorgte sie für zu viel Unruhe in der Welt, sie spaltete das Volk im Hinterland, und sie wurde zu teuer. Wobei das mit dem „teuer“ relativ ist, denn was der Staat an Steuergeldern für Militär ausgibt nehmen die Mitglieder des Netzwerkes an Umsätzen ein.

    Die Aufgabe der Präsidentschaft Obamas war es, die Wogen zu glätten und eine Art „U-Boot-Krieg“ einzuleiten.

    Dieser U-Boot-Krieg startete am 4. Juni des Jahres 2009 mit Obamas Grundsatzrede an die islamische Welt von der Universität in Kairo aus.

     

    Grande Opera!

    Der Großteil der Rede zielt darauf ab, offen und verdeckt, das iranische Volk aufzurufen, sich bei den kurz darauf erfolgenden Wahlen gegen Ahmadinedschad zu entscheiden.

    Der Ort Kairo war ebenso unzufällig gewählt wie der Schauspieler.

    Obama, der erste afroamerikanische Präsident Amerikas, keine zufällige Kandidatur.

    Kairo, die Mutter aller afrikanischen Städte.

    Und, was heute stets unterschlagen wird, auch von der Prominenz alternativer Medien: Ägypten galt damals als das einzige demokratische Land in der arabischen Welt!

    Husni Mubarak war ein gewählter Präsident! Ich selbst war zur Wahlzeit 2005 im Kairo, als er sich gegen mehrere Gegenkandidaten, wie zu erwarten gewesen ist, durchgesetzt hatte.

    Mubarak war der damals respektierteste Politiker eines arabischen Landes, er war Vorsitzender der arabischen Liga und Mediator zwischen den „Radikalen“ wie Gaddafi und dem wahabitischen Pulk um König Abdallah, als auch ist er Vorsitzender der Bewegung der Blockfreien gewesen. Seine Partei „Hizb al Dimuqratiyah al Wataniyah“ war Sektion der „Sozialistischen Internationale SI“, der die SPD ebenso angehört wie die französischen „Sozialisten“ von Hollande.

    Man kann davon ausgehen, dass dies ebenfalls als Signal an den Iran einbezogen war.

    Diese Rede kann als Auftakt eines Feldzuges zur Eroberung des Nahen/Mittleren Osten und Nordafrikas mittels Color/Flower-Revolutions und Medienkriegsführung und unter Ausnutzung der Möglichkeiten, die durch sogenannte „Soziale Netzwerke“ entstanden sind, begriffen werden.

    Was als Reichen der Hand zum Frieden nach dem Hau-Druff Buschs, als das Zuckerbrot nach der Peitsche, inszeniert worden ist, war in Wirklichkeit das Startsignal zu einem umfassenden Überfall mit neuen Mitteln!

    Der größte Vorteil an dieser Strategie war, dass sie auch die modernistischen, jugendlichen und antiautoritär eingestellten Kräfte für die Ziele der US-Elite mit einspannen konnte.

    Ihre wichtigsten Elemente speisen sich aus den Erfahrungen und Mitteln, wie sie von den linken Studentenbewegungen und ihres Anhanges seit der sogenannten 68ger Revolte gesammelt wurden.

    Diese sind ja nunmehr entweder abgesumpft oder etabliert. Viele des modernen Establishments in den USA gingen aus dieser Bewegung hervor, die Bewegung der NGOs entstammt diesen Teils der westlichen Gesellschaft.

    So nimmt es kaum Wunder, dass genau diese NGOs eine aktive Rolle in diesem imperialen Vorstoß einnehmen; und ebenso wenig braucht man erstaunt sein, dass Internet-Popstars wie der politisch ambitionierte Moderator Ken Jebsen immer noch Brandreden für die Moslem-Bruderschaft halten und die Tatsache, dass es diesen in ihrer kurzen Herrschaftszeit nicht gelungen ist, die bürgerliche Schicht Ägyptens massenweise zu vernichten, sei es ökonomisch oder sogar physisch, als fehlende "Entnazifizierung" proklamiert – aber ich greife vor!

    Die erste praktische Eskalation erlebte diese Strategie in dem Versuch, die Wahlergebnisse im Iran weg zu putschen und den Kandidaten des Westens einzusetzen mittels der sogenannten "Grünen Revolution". Und es war das Experimentierfeld, wie Internet als Waffe im Dienste des Imperiums genutzt werden kann.

    Und es zeigte die Schwäche der Strategie auf: den iranischen Sicherheitskräften gelang es, das Land zu verteidigen.

    Der nächste Schlag kam tatsächlich derart überraschend, dass er die allergemeinste Diabolik offenbart und die Kontinuität des Satanismus in der amerikanischen Herrschaftselite: der Sturz Ben Alis als Kollateralschaden und der Sturz Mubaraks.

    Alle kennen den Plan zum Sturz der Regierungen, mit welchen die USA im Konflikt steht seit Wesley Clarke ihn im Fernsehen aussprach; aber der Weg ging anders: erst stürzt man nämlich die befreundeten Regierungen!

    Um Libyen, Syrien etc. zu unterwerfen musste Mubarak aus dem Weg geräumt und das ägyptische Bürgertum geschwächt werden. Dafür konnte man nicht plötzlich Konflikte mit Ägypten vom Zaun brechen, Mubarak hätte gegengehalten und würde gestärkt worden sein.

    Nein, einen angesehenen Präsidenten stürzt man, indem man ihn diskreditiert!

    Und am besten diskreditiert man ihm durch einen "Volksaufstand", der ihm die Autorität entzieht. ein Land, das ökonomisch so vom Ausland abhängig ist, wie Ägypten, ist hierfür ein nicht allzu schweres Opfer. Es verfügt über genug interne Widersprüche, um einen solchen Aufstand herbeizuführen. Man braucht nur die Macht der Hoffnung zu nutzen wissen.

    Hast du Probleme – Schuld hat der Präsident!

    Für alles Weitere hatte die CIA sich immer die Moslembrüder als eiserne Reserve gehalten.

    In Mubaraks Ägypten war die Bruderschaftaft als Organisation verboten, als, so blöd das im Facebook-Zeitalter klingt, soziales Netzwerk waren sie erlaubt.

    Somit war es für sie nicht schwer, das Chaos zu nutzen, ein über Generationen gepflegtes Ziel, die Macht im Lande zu übernehmen um es in ein Kalifat ihrer Vorstellung umwandeln zu können, zu verwirklichen.

    Die CIA im Hintergrund trug ihres bei.

    Eine Herrschaft der Moslembrüder ist oberflächlich gesehen ein größeres Risiko für die USA als ein arabischer Großbürger mit sozialdemokratischen Idealen wie Mubarak. Aber sie hat auch einen entscheidenden Vorteil: sie spaltet die Nation; sie hetzt Ägypter gegen Ägypter auf! Unterdrückt sind die Moslembrüder Wölfe im Schafspelz, die den Schafspelz nicht ablegen können. An der Macht zeigen sie ihr wahres Gesicht.

    Die Probleme wurden, wie absehbar, größer und mehr und nicht kleiner und weniger.

    In den letzten Wochen konnten wir erleben, dass auch hier eine Fehlkalkulation stattfand. Ich denke nicht, dass die Strategen der Macht um Obama damit gerechnet hatten, dass es Bürgertum und Militär so rasch gelingen würde, die Moslembrüder zu zerschlagen und wieder Herr der Lage zu werden. Sehr dazu beigetragen hat natürlich, dass die ägyptische Arbeiterschaft dem Bürgertum und dem Militär gegenüber loyal blieb.

    Natürlich wird Ägypten in der nächsten Zeit mit terroristischer Gewalt konfrontiert sein. Aber die in Jahrzehnten gebauten Strukturen der ägyptischen Gesellschaft erwiesen sich als unheimlich resistent.

    Libyen, das muss ich nicht mehr ausführen, auch Libyen war ein Fehlschlag: man dachte, ohne Mubarak macht Gaddafi es keine 3 Tage mehr, das Gegenteil war der Fall, und es wurde zum Todesstoß gegen den Mythos Obama.

    The rising star of peace and justice entblösste sich als George W. Obomba.

    Obama und seine 68ger an der Macht haben gegen Putin verloren.

    Der Iran hat es sicher durch die 2. Legislaturperiode Achmadinedschads geschafft und der vom Westen favorisierte Präsidentschaftskandidat erweist sich keineswegs als manipulierbare Puppe.

    Der Söldnerkrieg gegen Syrien hat Assad und seine Leute stärker gemacht als je zuvor. Denn galt dieser vor dem Krieg noch als das Hascherl unter den Präsidenten, als der Bub der den Thron geerbt hat, so gilt er heute vielfach jenseits der NATO als standfester Verteidiger der Interessen seines Landes.

    Und so ist es leicht zu verstehen, warum Obama auf einmal von der Bildfläche verschwindet, wo wir doch täglich Pressebriefings mit ihm sehen sollten.

    Und der "Satansschüler" John Kerry das Gesicht Amerikas wurde. "Skulls & Bones" hat ihn weggeputscht!

    Wir hören "der Präsident wird…", "sobald der Präsident entschieden hat…" etc.

    Obamas Strategie der weichen Hand war erfolglos.

    Was geschieht im Weißen Haus?

    Obama hat ein letztes Mittel: Kerry kann nicht zuschlagen ohne sein OK, das verlangt das Gesetz.

    Die Militärführung hat mehr als einmal deutlich gemacht, auf einen Krieg gegen Syrien nicht scharf zu sein.

    "US-Außenminister John Kerry sagte, nach Ansicht Obamas müssten die zur Verantwortung gezogen werden, die "die abscheulichsten Waffen der Welt gegen die verletzlichsten Menschen der Welt" einsetzten." lesen wir bei Reuters.

    Seit wann kann Obama nicht mehr selber reden?

    UK und Frankreich haben sich schon als gesetzlose Hunde geoutet, eine Linie, die auch Kerry kennzeichnet.

    Die Medien versuchen derweil eine psychologische Lage zu erzeugen, die es dem ersten Afroamerikaner, der versucht hatte Präsident zu sein, nahezu unmöglich macht, diesen Angriff nicht zu befehlen.

     

     

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  • Burns bestellt Tanzkapelle in Genf ab und der südkoreanische Gollum Ban schleimt eine Synagoge voll

    Das mit der Tankkapelle ist freilich aus der Rubrik „just kidding“. Soll ausdrücken: das Genfer Treffen zwischen USA, Brahimi und Russland war ein voller Erfolg für Syrien.

    Die dpa-Meldung zitiert sich komplett so:

    „Genf (dpa) – Nach einem offenkundig erfolglosen Treffen haben sich der UN-Syrienvermittler Lakhdar Brahimi sowie die Vizeaußenminister der USA und Russlands für eine schnelle politische Lösung im Syrien-Konflikt ausgesprochen. «Wir sind uns des gewaltigen Leidens der syrischen Bevölkerung, das schon zu lange dauert, sehr, sehr bewusst», sagte Brahimi nach seinen Gesprächen mit Michail Bogdanow und dem Amerikaner William Burns in Genf. «Wir alle haben betont, dass Blutvergießen, Zerstörung und alle anderen Formen der Gewalt in Syrien schnellstens beendet werden müssen.» Es seien bei den Gesprächen mehrere Ideen für einen politischen Übergang in Syrien unterbreitet worden, doch mehr sei zu dem Treffen nicht zu sagen.“

    Ein paar diplomatische Floskeln in anderen Outlets und Russland machte deutlich, dass es kein Abrücken von seiner bekannten Position geben wird – so nämlich definiert sich das Wort „erfolglos“ aus Sicht der dpa.

    Dabei war unübersehbar eine diplomatische Offensive geplant.

    Am gleichen Tag, dem 11.01. meldete nämlich RIA Novosti:

    „“Das nationale Bündnis der syrischen Opposition hat gefordert, der Regierung von Präsident Baschar al-Assad das Recht abzusprechen, das syrische Volk in den Vereinten Nationen und in der Arabischen Liga zu vertreten.

    „Die Interessen des Syrer in diesen Organisationen sollen jetzt von Vertretern des nationalen Bündnisses wahrgenommen werden. Zudem sollen der Koalition bislang gesperrte Konten der Regierung Assad zur Verfügung gestellt werden“, zitierte die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus einer Erklärung der Opposition.“

    Natürlich ist so etwas kein zufälliges Zusammentreffen – es wurde das gewünschte und mit den USA und Brahimi abgesprochene Ergebnis ausgeplaudert, ehe es eintrat und oups, es trat nicht ein.

    Stattdessen versammeln sich 4 Kampfverbände der russischen Seestreitkräfte im Mittelmeer.

    Eine deutliche Ansage an die NATO in der Aggression gegen Syrien nicht weiter gehen zu können als bisher.

    Ban Kickerikii moon, dessen Namen ich nicht mehr ohne Ekelgefühle ausschreiben kann, hatte zu den von der syrischen Regierung vorgelegten Materialien über die Raubzüge der Türken in Aleppo nichts zu sagen. Dafür kramt er jetzt schon in der untersten Schublade: RIA meldet:

    „UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den andauernden Bürgerkonflikt in Syrien mit dem Holocaust im Zweiten Weltkrieg verglichen und die Weltgemeinschaft aufgefordert, durchzugreifen, um die Gewalt zu beenden.

    Die Staaten der Welt müssen Bürger vor Genozid, Kriegsverbrechen und ethnischen Säuberungen schützen, forderte Ban in einer Synagoge in Manhattan in seiner Ansprache zum Andenken an die Opfer der Konzentrationslager.

    Die Weltgemeinschaft müsse gegen diese Verbrechen durchgreifen, und vor allem in Syrien, wo bereits mehr als 60 000 Menschen getötet worden seien, sagte der UN-Generalsekretär. Die „Ära der Straflosigkeit“ sei vorbei, „es wird für die Schuldigen keine Amnestie geben.““

    Na, dann weis er als einer der Schuldigen ja, was auf ihn zukommen wird. Man könnte etwa ehemalige Einwohner der libyschen Stadt Tawergha als Geschworene bestellen wenn diesem Ban der Prozess gemacht wird.

    Realistischer aber scheint mir, dass, egal wie es ausgeht, wir ca. 5 Jahre nachdem Ban sein Amt als Generalsekretär beendet hat sporadisch irgendwelche Interviews mit ihm lesen, in denen er irgendetwas faselt von wegen: „…das war damals sehr schlimm für mich…ich hatte Entscheidungen zu fällen, die mein Gewissen heute sehr belasten, aber…“ Wir hören von solchen Kreaturen immer derartige posthume Reue, nachdem die Tatsachen auch unter den Propagandagläubigen bekannt geworden sind. Collin Powell fällt mir spontan ein, aber es finden sich zahllose. Das macht sie unterm Strich aber zu nur noch minderwertigeren Kreaturen. Als ob ein bisserl Gewinsel die Auswirkungen ihres Handelns bessern würde. Auf die daraus entstehenden Segnungen auf ihren Konten verzichten sie natürlich nicht. So schwer wiegt das plötzlich entdeckte Gewissen dann auch wieder nicht.

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  • Die Krieger für Freiheit und Demokratie machen sich zum Affen in Gestalt ihres Sondergesandten Brahimi

    Seit einigen Wochen gehen Gerüchte durch die Presse, der Sondergesandte für Syrien der UNO Brahimi wartet mit neuen Vorschlägen auf, wie die sog. Syrienkriese zu lösen sei, da sonst die gesamte Region zur "Hölle" würde.

    Ehe ich direkt darauf eingehe: bisher hieß es, die russische Regierung unterstützte die Vorschläge.

    Ich nahm das Ganze zur Kenntnis, es aber nicht ernst, weil die Presse ständig Falschinformationen über die Positionen der russischen Regierung verbreitet. Das ist eine Strategie, deren Sinn darin besteht, dass der oberflächliche Nachrichtenkonsument sich keine zuverlässige Meinung über die Haltungen Russlands machen kann. Da Russisch auch keine besonders leicht zu lernende Sprache ist, gibt es nur begrenzt Möglichkeiten, sich direkt zu informieren und die Pressebehauptungen zu überprüfen.

    Da nun die als durchaus zuverlässig einzuschätzende Journalistin Karin Leukefeld in der Jungen Welt einen Artikel dazu veröffentlicht hat, will ich doch kurz drauf eingehen:

    Kurz und knapp sieht der Plan Brahimis vor, dass Assad zurücktritt, eine Übergangsregierung gebildet wird, welche eine neue Verfassung ausarbeitet und Wahlen abgehalten werden, zu denen Assad nicht kandidieren darf.

    Das ist ein Witz.

    Als Colonel Gaddafi vorgeschlagen hatte, in Libyen western style Wahlen abzuhalten, kommentierte Hitlery Clinton: "Dafür ist es zu spät." und lies stattdessen das Land in Schutt und Asche bomben.

    Nun soll Assad verzichten, sich zur Wahl zu stellen.

    In beiden Fälle gibt das Imperium zu, bei der Bevölkerung keine Chance zu haben!

    Wären beide Staatsführer so unbeliebt, wie unsere Propagandaschnauzen bellen, wäre es doch ein Einfaches zu sagen: "Wenn ihr euch unbedingt die Demütigung einer fetten Wahlniederlage einhandeln wollt, bitte…".

    Eine gewonnene Wahl gegen die "Diktatoren" wäre doch eine Beweisführung der gegen sie vorgebrachten Behauptungen und somit wünschenswert.

    Sie vom politischen Prozess ausschließen zu wollen spricht eine eindeutige Sprache: man würde gegen sie keinen Stich machen!

    In Russland ist das bekannt. Und man fällt auf so billige Tricks dort nicht rein.

     

     

     

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  • Erdogan wird pathetisch und ein Muslimbruder lässt die Hosen runter

    Sehen wir uns diese Ausgabe von News Analysis an:

     

     

    Wer bitte würde wollen, dass derartige Soziopathen wie dieser Muslimbruder aus Beirut über sein Land herrscht?

    Bedenken sie: das sind die Leute, welche die Bundesregierung unterstützt!

    In ihrem Namen!

    Wer verfolgt hat, wie Syrien im Laufe der letzten 2 Jahre Parzelle für Parzelle von den Insurgenten in Schutt und Asche gelegt worden ist wo immer sie auftauchten: kann der Erdogan noch als normalen Menschen ansehen, nachdem dieser den Satz aussprach: "Geburten sind immer schmerzhaft, in Syrien findet eine heilige Geburt statt!"

    Oder erkennt er ihn als eine menschenverachtende Bestie?

    Es gibt nur eine einzige vernünftige Erklärung, warum es der Regierung Assad gelungen ist, eine derartig massiv vom Imperium und seinen Ausläufern in Türkei, Saudi Arabien, Katar, etc. unterstützte Attacke gegen das Land zurückzudrängen: das syrische Volk lehnt die Angreifer ab!

    Was Erdogan hier sagt, ist: das Abschlachten des syrischen Volkes sei eine heilige Geburt!

    Wir sehen gerade die Entwicklung, wie viele auch aus dem antiimperialistischen Lager beginnen, mit Mursi zu sympathisieren.

    Mir hat das Verfassungsreferendum in Ägypten gesagt: Mursi ist ein ägyptischer Erdogan!

    Noch sitzt er schwach im Sattel, noch setzt das Imperium auf mehrere Pferde in Ägypten, auch Erdogan musste langsam anfahren ehe er volle Fahrt aufnahm.

    of-Saudi-Arabian-Wahhabists

    Die Muslimbrüder können strategisch arbeiten, sie haben jahrzehntelange Erfahrung darin, eine Generation schulte die nächste.

    Der Muslimbruder aus Beirut in dem Video macht keinen Hehl daraus: er will die Herrschaft der Muslimbruderschaft über alle islamisch dominierten Länder, er will sie alle in ein Saudi Arabien verwandeln.

    Er ist nur etwas weniger diplomatisch als andere, er leistet sich das, weil er Mursi und Erdogan auf Erfolgskurs sieht!

    Sehen sie ihn sich an: so einen würden sie doch noch nicht einmal in ihrer Nachbarschaft haben wollen, wenn sie ehrlich sind.

    Verweigern sie es, zu unterstützen, dass den Syrern solche als Herrscher aufgezwungen werden.

    Wenn sie es schon nicht für die Syrer tun wollen, dann tun sie es für sich selbst: denn diese Leute kennen keine Grenzen: gehört ihnen die Umma, kommen die ehemals christlichen Länder als nächstes dran!

    Sie können nicht anders, es ist ihre Ideologie: die Ordnung der Welt nach ihrer Vorstellung von Islam, der Ausprägung Saudi Arabiens, gilt ihnen als die Ordnung der Welt nach dem Willen Gottes, dem sie gehorchen.

    Sie verfügen über Kämpfer, die Ungläubige zu töten für heilige Pflicht halten und den eigenen Tod nicht fürchten!

    Und ungläubig ist, wer anders lebt als sie!

    Ihre Kämpfer rekrutieren sie aus Gesellschaftsschichten, die nichts zu verlieren haben.

    Und die in Libyen sehen konnten, dass sie sich mit Waffen alles nehmen können, was sie wünschen!

    Sie haben nichts gelernt, was geeignet ist, eine Gesellschaft aufzubauen, aber jetzt wurden und werden sie an Waffen trainiert.

    Haben sie ein Land zerstört, gibt es dort bald nichts mehr zu holen für sie, dann ziehen sie weiter zum nächsten.

    Mag sein, ihre imperialen Unterstützer glauben, sie dann erst einmal Richtung Russland kanalisieren zu können.

    Aber glauben sie, es nutzt ihnen etwas, wenn Russland von Terror überzogen wird?

    Und glauben sie mir, die Gewalt steigt exponentiell an: je instabiler die anderen Länder werden, desto instabiler wird auch ihres!

    Sie können gar nichts daraus gewinnen!

    Brave New World 2013.

     

     

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  • Sophie Shevardnadze, die Enkelin des letzten Außenministers der UdSSR interviewt den Außenminister der Russischen Föderation

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  • Herr Vitali Klitschko steckt bis zum Hals im Sumpf

    Eine kurze Pressemeldung sollte keinesfalles unbedacht übergangen werden:

    Klitschko hatte sich mit Guido Westerwelle in Berlin getroffen: AZ und andere melden, er habe den bundesdeutschen Außenminister gebeten, zur Tat zu schreiten und gegen die Ukraine vorzugehen, und jetzt das Wichtigste: Vertreter des ukrainischen Staates mit Sanktionen zu belegen!

    Nun ist es ja kein Geheimnis, dass Herr Klitschko kein eigenes politisches Denken hat sondern bei Westerwelle war, um vom deutschen Außenministerium gebrieft zu werden, wie er sich weiter zu verhalten hätte, und Westerwelle hat in Wirklichkeit Klitschko gesagt, was Klitschko dann vor der Presse vertritt.

    Mit diesem Auftritt unseres Celebs geht er aber über die Rolle des naiven Handlangers hinaus: Er wird, indem er sich in eine solche Offensive einbinden lässt, zum ausländischen Agenten!

    Wir bewegen uns auf eine Situation zu, die es immer schwerer macht, diesen Mann nachsichtig zu bewerten.

    Er sinkt auf das Niveau der unappetitlichen Gangsterbraut Timoschenko und deren London-Paris-New York-Tochter herab, welche die dazugehörige Karte spielen und vor der „Janukowitsch-Diktatur“ „warnen“.

    Damit zeichnet sich das Muster ab, wie es sich jedesmal ergibt, wenn EUUSA ein Land ins Fadenkreuz nehmen.

    Oberflächlich betrachtet mag es weit hergeholt klingen, sich zu fragen: „Und, wann wird das „Ukrainian National Council“ ins Leben gerufen?“ In der Tat aber ist die Frage naheliegend!

    Und wir müssen sie uns zur Schande unseres Boxweltmeisters stellen!

    Dafür gibt es mehrere Gründe:

    1. Zu einer O-Saft-Revolution reloaded werden nicht ausreichend Menschen in der Ukraine mobilisierbar sein. Diese Option fällt flach. Wer sich einmal reinlegen lässt ist ein Opfer, wer sich zweimal reinlegen lässt ein Idiot, und die Ukrainer sind keine Idioten.

    Da setzt die klassische Form der Low Intensity Warfare ein: Subversion, zunächst sporadischer Terror etc. politische Instabilität und handlungseingeschränkte Institutionen.

    Die Abkommen zwischen EU und Ukraine werden nicht ratifiziert: das bedeutet Handelsnachteile für die Ukraine, Verteuerung der Waren aus der EU und in diesem Falle vor allem: eine restriktive Visa-Politik.

    Wird offen in der Presse über Sanktionen gesprochen, können wir davon ableiten, dass die Sanktionen beschlossene Sache sind. Sie müssen nur noch verkauft werden, und der Zuschlag für diese Aufgabe ging an Vitali Klitschko! Sanktionen sind der erste erklärte Angriff.

    2. Auch wenn der Focus derzeit auf Libanon-Syrien-Iran liegt, der Weg nach Moskau führt über Kiew! Nicht vergessen, die Russische Schwarzmeerflotte hat ihren Heimathafen in der Ukraine. Russlands Position die Aggression des Imperiums in mittleren Osten eindämmen zu können ist schwach genug, entsprechend große Probleme mit der Ukraine könnten hier geradezu eine Achilles-Ferse werden. Im NATO-Osterweiterungskonzept, das die gesamte Fläche Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Moldawien, Weißrussland und Ukraine umfasst, ist die Ukraine der bedeutendste Faktor. Weißrussland fällt aus und Armenien derzeit auch. Georgien hat die NATO mehr oder weniger in der Tasche, aber es ist nur ein Stützpunkt. Die Ukraine ohne einen einzigen Schuss zu erobern verpasst dem gesamten antiimperialistischen Widerstand einen kaum wettzumachenden Schlag.

    Man nimmt sich mit Syrien noch etwas Zeit. Der Franzose Hollande tritt erstaunlich leise und hat den Ball erstmal London zugespielt, London tippelt unbeholfen. Ich meine, Assad geradezu auf den Knien anzuflehen, dem Imperium doch bitte den Gefallen zu tun und sein Land aufgeben, damit steckte Cameron sich ja geradezu die rote Clownsnase ins Gesicht. Andere Verlautbarungen aus der Themsenstadt, der Einsatz britischer Truppen sei in wenigen Monaten organisierbar sagt in dem Zusammenhang eher aus „Hilfäää, wir sind noch nicht soweit…!“

    3. Leider ist das mit dem Reinlegen in Deutschland ein Kinderspiel – die deutschen Schafe blöken mit dem Hammel! Der Taschenspielertrick, einen Präsidenten oft genug Diktator nennen, ein bis zwei Identifikationsfiguren als Oppositionsführer ausrufen, das Bild vom bösen Staat und dem armen unterdrückten Völkchen zeichnen funktioniert jedesmal. Es gibt zwar immer mehr Skeptiker, aber unterm Strich bewegt sich das immer noch im Bereich verschwindend kleiner Minderheit. Dem Deutschen die Butter vom Brot zu nehmen reicht nicht, man kann ihm verklickern, das sein zu seinem eigenen Besten. Erst wenn das Brot auch weg ist, fängt er an sich zu wundern, warum es zu seinem eigenen Besten sein soll, dass er nichts zu essen hat. Und dann können immernoch Presse, Politiker und Wissenschaftler ihm weis machen, dass er viel zu fett ist und sein Vorteil darin besteht, endlich Diät zu machen.

    Mit Timoschenko hat man zwar eine ideale Partnerin, um das Land von Brüssel und Berlin aus regieren zu können: eine Verbrecherin, die am seidenen Faden hängt kann gar nicht erst auf die Idee kommen, auch mal eine eigene Entscheidung zu treffen, gar eine, die ihren Herren missfällt, man hat sie vollständig in der Hand und wenn man sie fallen lassen will, ist das nur eine Frage von ein paar Telefonaten. Man braucht aber jetzt noch den Tribun, der Massen ziehen kann. Ein international geachteter Sportler und Medienstar ist da ein ebenfalls perfektes 2. Pferd im Stall. Was die Ukrainer wovon halten, interessiert das Imperium nicht, der eigene Plebs muss ruhig gehalten werden.

    Die Ukraine wäre ein Land, das wirklich Möglichkeiten hat in vergleichsweise kurzer Zeit sich Wohlstand aufzubauen. Ein breites Spektrum an Bodenschätzen, unerschöpfliche landwirtschaftliche Möglichkeiten, Natur- und Kulturschätze und eine – noch – gut gebildete Bevölkerung.

    Es wäre ein Jammer, fiele sie der EU in die Hände.

    EU-Politik sollte nunmehr bekannt sein: Sie lockt mit billigen Bonbons; die sind lecker, aber leider wohldosiert mit Heroin vergiftet.

    Hat das Heroin die Beschenkten süchtig gemacht, werden sie ganz plötzlich verdammt teuer. Der Süchtige aber brauch jetzt immer mehr davon und er zahlt, bis er nichts mehr hat und vergiftet sich dabei langsam aber unweigerlich zu Tode.

    Klitschko ist zum Promotion-Angestellten für die Billigbonbons geworden.

    Und macht sich die NATO dort erst einmal breit, dann ist die Kacke wirklich fett am Dampfen!

     

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