• Neulich in Axels Bude

    wellmann 01

    (…)

    Wellmann 02

    Wie Wellmann sich für den Ausgleich einsetzte dokumentiert die Bild in einem Interview vom 23.08.2014:

     

    wellmann

    Share Button
    PDF24 Creator    Sende Artikel als PDF   


  • Die Flüchtlingsfrage

    Die politische Debatte trennt Flüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge von einander ab, der eine ein hehrer, selbstloser politischer Kämpfer, dessen Leben schützenswert ist, der andere ein schnöder, gemeiner Gierschlund, der einfach mehr Kohle haben will. für die er nix tun braucht.

    Begründet wurde die Einführung des bundesdeutschen Asylrechts mit den Erfahrungen der deutschen Exils 1933 bis 1945.

    Man darf nicht übersehen, dass 10% der Deutschen damals vor den NAZIs in das Ausland geflüchtet sind, darunter der größte Teil der kulturellen Elite.

    Das Argument ist schön, aber eine Lüge.

    Das bundesdeutsche Asylrecht war eine politische Waffe gegen den Ostblock, man wollte Überläufer aus den sozialistischen System erzeugen.

    Das hat lange Zeit nicht wirklich geklappt.

    Wer in den ersten Jahren nach Kriegsende aus der UdSSR und ihrem Einflussgebiet in den Westen flüchtete war politisch verfolgt – weil er mit den NAZIs kollaboriert hatte!

    Später ist so gut wie keiner wegen politischer oder religiöser Überzeugung vor den Kommunisten geflüchtet, wer kam, und das waren verschwindend wenige, ging nicht zur Freiheit und Demokratie, er kam zum scharfen BMW.

    Solschenizyn beispielsweise, der als konservativer Russe und orthodoxer Christ tatsächlich politisch und religiös verfolgt war, flüchtete nicht. Er hatte kein Interesse daran, außerhalb Russlands zu leben.

    Er wurde hinausgeworfen! Ausgebürgert.

    Putin versucht eine Politik, die umsetzt, wofür Solschenizyn eingestanden war, woran wir die Perfidie erkennen können: als Einsamer in den Wäldern Finnlands ist die Positionierung recht, weil sie gegen die Kommunisten verwendet werden kann, als Politik des Kreml ist es das Böse auf Erden.

    Was Jugoslawien anbelangt: von dort kamen Gastarbeiter, die nie vor hatten, hier zu bleiben! Sie arbeiteten in der deutschen Industrie mit der Perspektive, sich mit dem verdienten Geld zuhause etwas aufzubauen.

    Ostblock und Jugoslawien sind zerschlagen.

    Die Kommunisten sind weg, das Asylrecht blieb.

    Jeder kann den Fakt beobachten, dass von überall her, wo der Westen Demokratie und Freiheit hin exportiert, die Menschen flüchten.

    Die glorreichen Revolutionen, die überall irgendwelche Regierungen, die von unserer Presse als "autoritär" beschrieben werden, stürzen, führen nur zu einem: sie entziehen den Menschen die Existenzgrundlage und etablieren politische Regime, die den Menschen jede Perspektive nehmen, sich in überschaubarer Zeit eine Existenzgrundlage zu schaffen.

    Selbstredend versuchen sie in die Länder überzusiedeln, die sich als Hüter der Freiheit und Demokratie mit übermächtiger Wirtschaft präsentieren.

    Ich hatte, als das los ging mit der Flüchtlingswelle aus dem Kosowa, die Frage gestellt: was ist dort los, dass plötzlich eine solche Bewegung entstand?

    Die verspätete Antwort lautet: Mazedonien!

    Aber machen wir es uns einfacher.

    Der Gipfel "Östliche Partnerschaft" zu Riga hat den Menschen in der Ukraine keine Visafreiheit gebracht.

    Als ich letztes Jahr im Januar und im Juli in Kiew war und mit vielen Menschen geredet hatte, was sie sich von dem berüchtigten Assoziierungsabkommen mit der EU versprechen, erfuhr ich: Jede einzelne Person, mit der ich sprach, war völlig überzeugt, dieses Abkommen sei der Beitritt zur EU!

    Meine Versuche. ihnen zu erklären, dass das in keiner Weise so sei, führte lediglich dazu, dass sie mir erklären wollten, ich würde auf russische Propaganda reinfallen.

    Übrigens hatte mir nie jemand unterstellt, ich würde russische Propaganda machen, man hielt mich einfach für ein Opfer russischer Propaganda und versuchte mich zu überzeugen.

    Man erzählte mir, dass seit über 10 Jahren Vertreter der EU Veranstaltungen in der Ukraine machen, welche für die EU werben und den Menschen dort genau das suggerieren!

    Während der ganzen Maidan-Geschichte gaben sich Vertreter der EU in Kiew die Klinke in die Hand und peitschten das Volk auf – kein einziger von ihnen hatte auch nur im Ansatz etwas unternommen, diesen Irrtum aufzuklären!

    Im Gegenteil, er wurde vertieft und manifestiert!

    Junge Leute mit leuchtenden Augen hielten mich gar für einen Spielverderber, der ihnen den Beitritt zur EU missgönnt.

    Heute ist die Ukraine ein Land ohne jede Perspektive.

    Der wirtschaftliche Kollaps wird durch zusammengestöpselte Kredite hinausgezögert, aber 30% Arbeitslosigkeit, halbierte Einkommen und verdreifachte Lebenserhaltungskosten gegenüber dem Monat Mai ein Jahr zuvor sprechen eine unmissverständliche Sprache.

    Politisch unter der Knute von Mafiabanden und NAZIs, die die irrwitzigsten Gesetze erlassen und sich an den Krediten bereichern, schwinden nicht mehr Perspektiven, es schwinden die Illusionen von Perspektiven.

    Der Krieg im Donbass muss aufrechterhalten werden um propagandistisch den Leuten vormachen zu können: ja wenn das nicht wäre, dann stünde sich ja alles zum Besten!

    Eine Sache, die bei urbanen Stundenten funktioniert.

    Die Arbeiter im Stadtteil Dnipro, mit denen ich kommunizieren konnte, lassen sich mit so einer billigen Propaganda nicht abspeisen.

    Ein Ergebnis dessen, dass sie nicht täglich mit abstrusen Theorien vollgestopft werden sondern ihre Tage damit zubringen, sich das Überleben zu organisieren.

    Wie dem auch sei, man braucht kein Hellseher zu sein um vorherzusagen: die EU-Fans aus der Ukraine werden früher oder später in Scharen in die EU streben. Die Ukraine ist kaputtbefreit, aber die Menschen werden versuchen sich zu holen was ihnen versprochen wurde, und kommt es nicht zu ihnen, gehen sie an die Quelle!

    Das sind dann Wirtschaftsflüchtlinge, gemäß des herrschenden Duktus, aber freilich flüchten sie vor den wirtschaftlichen Folgen der Politik, denn real existiert der Unterschied von Wirtschaft und Politik nicht.

    Die wirtschaftlichen Interessen bestimmen die Politik und die Politik schafft die Rahmenbedingungen für die Umsetzung der wirtschaftlichen Interessen.

    Und das meint nicht die wirtschaftlichen Interessen der einfachen Bevölkerung.

    Riga gab keine Visafreiheit, weil alle versammelten Führungskräfte der EU wissen, dass ein Massen-Exodus aus der Ukraine einsetzt, sobald diese Hürde gefallen ist.

    Man setzt auf ein Konzept, die Leute in der Ukraine einzusperren und gegen Russland aufzuhetzen. Man investiert in das Militär, um den Menschen in der Ukraine den Beitritt zu militärischen Einrichtungen als einzige wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen.

    Die Strategie ist alt wie die Staaten selbst. Sie ist üblich. Hätte man beispielsweise das ganze Geld, das in den Afghanistankrieg gepumpt wurde, die ganzen hunderte Milliarden pro Jahr, in den Aufbau der afghanischen Wirtschaft investiert, das Land wäre heute Boomtown (und ja, ich weiß, Afghanistan ist ein Land und keine Stadt, aber klingt doch viel lässiger so, irgendwie wie ne alte Punkband ohne Ratten) und von Taliban würde kein Mensch mehr etwas hören wollen dort.

    Lieber hat man mit Blut und Eisen Deutschlands Freiheit am Hindukusch verteidigt, denn ein wirtschaftlich wachsendes Afghanistan wäre auch ein neuer Spieler am Pokertisch, und jetzt verteidigt man Deutschlands Freiheit am Dnjepr mit Blut und Eisen.

    Genau genommen passiert genau, womit das Asylrecht begründet wurde: die 10% der Deutschen, die Deutschland verlassen hatten, flüchteten, weil sie nur die Wahl hatten, entweder bei den NAZIs mitzumachen oder in Deutschland zu Grunde zu gehen oder sich wo anders etwas zu suchen.

    Und so ist es dort: ein Mensch kann bei NAZIs und Gangstern mitmachen, kann eingehen oder kann flüchten.

    Oh, ich vergaß: es gibt ja gar keine NAZIs in der Ukraine. Das sind ja alles freiheitlich-demokratische Menschenrechtler mit ökobio-Monsanto!

     

     

    Share Button
    PDF24 Creator    Sende Artikel als PDF   


  • Der hässliche Amerikaner in Sotschi

    Es wird viel spekuliert, ob der Auftritt Kerry's in Sotschi eine neue Weichenstellung der US-Außenpolitik gegenüber Russland ist, Amerika einsieht, Russland nicht in die Knie zwingen zu können und nun die ausgestreckte Hand ergreift.

    Sorry Leute, hier scheint mir der Wunsch Vater des Gedankens.

    Ich war natürlich nicht hinter irgendwelchen Kulissen und bin auch nur auf öffentliche Quellen angewiesen, die ich lesen muss wie jene alten griechischen Wahrsager, die vor fundamentalen politischen und militärischen Ereignissen den Führern eines Stadtstaates oder eines Heeres aus den Eingeweiden erlegter Vögel lasen.

    Lange Gespräche, alles prima, verlautet es aus dem Kreml.

    Natürlich stellt die russische Regierung das Ereignis als Erfolg gegenüber der russischen Bevölkerung dar. Die Geduld Putins zahle sich langsam aus. Normale Politik. Vernachlässigbar.

    Mir scheint bei der freudigen Rezeption seitens der russlandfreundlichen Beobachter, und vor allem bei der Euphorie des Saker eine wesentliche Komponente schlicht übersehen zu werden: in den USA hat das Hickhack um die Nachfolge Obombas begonnen!

    2 Amtsperioden lang war McCain der Schattenpräsident und hat Obama wie seinen Haussklaven mit der Rute vor sich hergetrieben.

    Zwischen Hitlery Clinton und McCain gab es außenpolitisch keinerlei Differenzen.

    Wer für die Republikaner die Marionette McCains im Weißen Haus darzustellen auserkoren sein wird ist noch unklar, für die Demokraten scheint Hitlery festzustehen. Es wäre sehr üebrraschend, wenn wieder ein Obama auftauchte, der ihr den Platz als "erste Frau im Amt des mächtigsten Mannes der Welt" streitig machte; und es würde der "political correctness" widersprechen, aber "political correctness" ist die Masche der Demokraten. Den "ersten Afroamerikaner" konnte man dazwischenschieben. Der erste illegale Latino geht nicht. Die Zeit für die erste Frau ist gekommen. Zumal die Amerikaner da wirklich im Hintertreffen sind. Sogar Pakistan hatte Benazir Bhutto.

    Die Dame musste in die hinteren Reihen des Spielfeldes zurückgezogen werden um nicht verbrannt zu werden, nachdem sie sich mit ihren Julius-Cäsar-Gehabe in Libyen als lachende Völkermörderin vor den Augen der Welt präsentiert hatte. Darüber musste Gras wachsen um wählbar zu bleiben.

    Das hievte Kerry in das Amt, nennen wir ihn einen Läufer. Wir bewegen uns schließlich immernoch auf Brzezińskis Grand Chessboard.

    Ich glaube nicht an Zufall, wenn Poroschenko just zu jener Zeit, da Kerry sich in Sotschi mit Putin trifft, große Töne spuckt von wegen, man werde den Flughafen von Donezk zurückerobern und darüber hinaus ihn auch noch wieder aufbauen.

    Er macht sich mit der Aussage lächerlich. Kein Beobachter, der von der Materie etwas verstanden hat, traut der ukrainischen Armee zu, den Flughafen erobern zu können. Und aufbauen? – von welchem Geld? Die Ukraine hat keines! Was für ein Schwachsinn, nicht einmal die Ukermärklerin würde so viel springen lassen. Jeder weiß, dass alles Geld, das in die Ukraine gepumpt wird, die zugesagten 40 Milliarden für dieses Jahr, für immer verloren ist und keiner spült noch mehr Geld zum Klo runter um in einem Kriegsgebiet eine Baustelle zu erhalten.

    Wenn Kerry das auf der Pressekonferenz beantwortet mit "Think twice!", dann redet Kerry nicht mit dem kleinen ukrainischen Ganoven.

    Er redet mit dem Boss dahinter. Er redet mit McCain.

    Der kann den Krieg im Donbass eskalieren, was für die Demokraten sehr unangenehme Folgen im Wahlkampf hätte. Demokraten müssen bis die Wahl unter Dach und Fach ist Kreide fressen für ihr Wahlvolk.

    Nach Kerry's Abreise schwingt sich besagter McCain zum Präsidenten der Ukraine auf. Oder glaubt wirklich jemand, seine Berufung in Poroschenko's Beraterstab würde ihn zu dessen Untergebenen machen?

    Nicht der Zirkusaffe lässt den Clown tanzen, der Clown gebietet dem Affen!

    Noch einmal: McCain ist nun offiziell Präsident der Ukraine!

    Kerry hat sehr genau verstanden, dass Poroschenkos Aussage eine Provokation McCains gewesen ist.

    "Think twice!" "Überdenke es!"

    Und McCain dachte und antwortet.

    Lasst euch nicht einlullen!

    Nicht auf Beruhigung der Lage sollten wir uns einstellen, sondern auf eine Eskalation.

    Republikaner trumpfen bei ihrem Wahlvolk mit Cowboygehabe!

    Der amerikanische Wahlkampf wurde in den Donbass getragen!

    Ich würde mich gerne irren. Aber ich bin ganz gut im Lesen der Eingeweide.

     

     

    Share Button
    PDF24 Creator    Sende Artikel als PDF   


  • Featured Image“Das Leben ist der Güter höchstes nicht!”

    lautet eine Zeile bei Friedrich Schiller. Die Freiheit des Individuums, und vor allem die Freiheit der Rede galten ihm "Güter", für die zu sterben sich lohne, da ohne sie das Leben nicht lebenswert sei.

    Er gilt als der Dichter des Deutschen schlechthin.

    Was sind wir froh, in einem Deutschland heute zu leben, das so frei in der Rede ist, dass es sich einen Geschichtsrevisionisten wie Gauck als Bundespräsident leistet und überall auf der Welt Menschen sterben lässt für die Freiheit des Westens sich den Planeten rücksichtslos zu unterjochen.

    Ob Schiller das so verstanden haben wollte mag ja von dem/der einen oder andern im stillen Kämmerlein bezweifelt werden.

    Als ich heute, am Sonntag nach dem 9.Mai 2015, auf Valentina Lisitsas personal homepage ging um zu gucken, was es bei der Lady neues gibt, war ich doch ein wenig überrascht über folgenden Anblick ihrer Startseite:

    Listitsa

    Hmm. Also eigentlich packt eine Pianistin das Video zu ihrem neuen Album auf ihre Webseite, um für ihr Album zu werben, was im Interesse der Plattenfirma ist und zweifellos nicht im Konflikt mit der GEMA.

    Leider hat sich bisher noch keine Alternative zu YouTube durchgesetzt.

    Es kommt ja nur sehr selten auf dem Erdenrund vor, dass die Inhaber der Urheberrechte ihre eigenen Urheberrechte verletzen. Das zu schaffen wäre schon ein Geniestreich für sich.

    Da erinnerte ich mich, dass die Karriere der Frau derzeit ziemlich ruppig zerstört wird.

    CBCradio vom 7.April 2015 hatte folgenden Eintrag:

     

     

    Valentina x

    Was so "beleidigend und verletzend" an Valentina Lisitsas Ansichten ist, kann in einem Interview nachgelesen werden, das die Deutschen Wirtschaftsnachrichten mit ihr gemacht haben. (Ich werde diese Interview hier weiter unten dokumentieren.)

    Anzumerken ist noch etwas zu den Ukrainern, die im Ausland leben und dort ihre "Euromaidan-Manieren" ausleben:

    Ihr habt doch jetzt eure Leute und euer System an der Macht: dann geht in die Ukraine und lebt dort! Was für Patrioten sind das, die sich im Ausland fett fressen, anstatt das eigene Land aufzubauen? Oder gilt die "Slava Ukraine-Gerojam slava"-Jauche nur für jene, die noch nicht einmal davon begeistert sind und denen man es mit Gewalt einprügeln muss?

    Rhetorisch.

    Noch nicht einmal dem Präsidenten Poroschenko ist die heutige Ukraine es wert, an dem von ihm selbst eingerichteten Feiertag "8.Mai, hurrahhh, wie im Westen" sich in der Ukraine aufzuhalten, er hält an diesem Tag lieber peinliche Reden in Warschau.

     

     

    v1ValentinaLisitsa-cGilbertFrancois-DSC_2759-600x400

    v2 v3 v4 v5 v6 v7 v8 v9 v10 v11

    Ich spekuliere mal: einer wie Schiller würde sich schämen für den Affentanz, der um die Siegesfeierlichkeiten zum Ende des Faschismus in Deutschland abgezogen wird.

    Mein persönliches Highlight war ein Kampagnenansatz, der mittels einer Ian-Fleming-würdigen Räuberpistole darauf abzielte, im Vorfeld der Moskauer Parade Putin abzusprechen, er sei Russe, sondern er sei der verlorene Sohn einer Georgierin wie Stalin Georgier war.

    Das Ding mit "Lügenpresse" war echt ein klassisches Eigentor.

    Kaum ein Mensch hat von Lügenpresse geredet.

    Man haderte mit sich: wie soll ich's nennen? Mainstream Media, Systempresse…

    Then the Unwort-des-Jahres-Kommission came along, und ich dachte mir: ja genau. "Lügenpresse" ist cool!

    Sie haben uns den Tip selbst gegeben! Besten Dank auch.

    Aber einer wie Schiller würde heute ja auch von jedem deutschen Theater boykottiert werden.

     

    Share Button
    PDF24 Creator    Sende Artikel als PDF   


  • “Feinde brauchst du nicht fürchten,

    es sind deine Freunde, vor denen du Angst haben solltest!"

    Dieser Spruch, geringfügig unterschiedlich formuliert, taucht häufiger einmal auf und wird unterschiedlichen Individuen als Ursprung zugeordnet, Admiral Canaris ist darunter, antike chinesische Weise und antike römische Senatoren.

    I

    Ich selbst bevorzuge alte Römer als Urheber.

    Das unentwirrbare, irrwitzige Chaos aus Intrigen und Morden, welches das römische Kaiserreich kennzeichnet, lässt den oberflächlichen Betrachter wundern, wie dieses Reich überhaupt hat funktionieren können.

    Die Antwort ist aber einfach: es hat nicht funktioniert dank der politischen Klasse, es hat funktioniert trotz der politischen Klasse.

    Die gewöhnlichen Menschen haben die Eigenschaft, solange es irgend eingerichtet werden kann, komme was da wolle, ironisch formuliert: stur wie ein Panzer, ihre tägliche Arbeit zu verrichten.

    Politiker tun, was auch immer in ihrer Macht steht, und als Lenker des Staates ist das viel, den Menschen das Leben sinnlos zu erschweren, die Arbeit sinnlos zu erschweren, sie plündern den Ertrag der Arbeit wenn sie Geld brauchen ihre Phantasien umzusetzen, sie zerstören das Ergebnis der Arbeit, wenn ein Machtkampf das erfordert, aber die Menschen arbeiten unbeirrt weiter.

    Zerstörte ein Krieg, welcher dem Machtzuwachs einer der Fraktion der römischen Patrizier diente, einen Teil des Reiches, die Menschen bauten ihn wieder aus den Trümmern auf.

    Raubten die Patrizier, um diesen Krieg zu führen, noch größere Anteile des Arbeitsertrages, die Menschen mühten sich ab, die Verluste wieder ausgleichen zu können.

    Solange Ressourcen vorhanden sind, zu welchen sie Zugang haben.

    II

    Joschka Fischer, oberster Führer der Clique, die sich "68-ger an der Macht" nannte, maßregelt die Syriza-Regierung.

    An sich kann man das dumme Geschwätz des Frankfurter Taxifahrers als Harvard-Dozent vernachlässigen.

    Mein Lieblings-Joschka-Fischer-Zitat ist immer noch: "China wird immer mehr zur wirtschaftlichen Weltmacht. Wenn das gut läuft, hmm, dann ist es gut, wenn es aber schlecht läuft, ja, dann ist es schlecht!" Das ist sozusagen die global-politische Version der bayrischen Bauernregel: "Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder es bleibt wie's ist".

    Diesen Artikel aber, der mir über seine Besprechung in der FAZ bekannt wurde, lohnt es sich anzusehen.

    Fischer V 1

    Die Argumentation diese widerwärtig frechen Großmauls ist nicht so, dass er Griechenland etwas zu sagen habe, aber sie charakterisiert, was Fischer repräsentiert.

    Fischer V 2

    Was Fischer hier zum Ausdruck bringt, ist, wie der Österreicher sagen würde, akkurat das, was die westdeutsche Linke der Zeit vom Ende der UdSSR zur Rot/GRÜNEN Bundesregierung kennzeichnet, nicht alleine die GRÜNEN, ebenso die Autonomen, die Antiimps und wie sie noch alle hießen.

    Man postuliert radikale Forderungen, macht Rabatz, wirft Steine und Mollies, was auch immer, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und für sich zu werben.

    Wer vom Fußvolk darauf reinfällt ist selber blöd.

    Die Ziele, für die man wirbt, bedeuten nichts darüber hinaus. Es geht um die Ergreifung der Posten, den eigenen individuellen Karriereweg.

    Fischer verlangt von Syriza die selbe Handlugsweise, welche besagte westdeutsche Linke kennzeichnet, nachzuvollziehen.

    Fischer V 3

    "Marxistische Denktradition von Theorie und Praxis", werch (um Ernst Jandl die Ehre zu geben) ein Humbug.

    Eine für Politiker und Journalisten typische, semantisch gesehen zu hundert Prozent sinnfreie Aneinanderreihung von Worten, die oberflächlich den Eindruck besonderen Tiefsinns erweckt.

    Sie erfüllt aber eine Funktion, nämlich soll sie Fischer links verorten und sein Handeln als erwachsen gewordenes Links-sein taggen.

    Im Originaltext heißt es:

    Fischer V 4

    Most of them haben also zumindest aus Theorie und Praxis gelernt, dass man seine Gläubiger nicht verprellen soll.

    Aha. Die meisten anderen haben das im Kindergarten gelernt, wenn sie sich etwas ausgeliehen haben, das sie nicht zurückgeben wollten und eine Szene machten, um durchzusetzen, es behalten zu können. Bei den Eltern hat das funktioniert, die Kindergärtnerin aber fordert das Verliehene erbarmungslos zurück.

    Man kann diese Banalität natürlich "dialektische Einheit von Theorie und Praxix" nennen, klingt hochtrabend, ist nichts als heiße Luft.

    Hier überhaupt den Namen Marx zu erwähnen kennzeichnet das geistige Niveau des Szenemarxismus: man wirft mit irgendwelchen willkürlich aufgeschnappten Phrasen um sich, einfach der Show halber. Da sowieso keiner weiß, wovon man redet, aber alle mitreden, fällt es auch nicht weiter auf.

    Fischer verkörpert die westdeutsche radikale Linke der 80ger Jahre! Er verlangt von Tsipras nichts geringeres, als dass Syriza ihre Wähler und Agitierten verladen, so wie die westdeutsche Linke ihre Agitierten und speziell die GRÜNEN ihre Wähler, die noch irgendwie an Friedensbewegung etc. geglaubt hatten, verladen haben.

    Gewaltanwendung ist die ultimative Grenzüberschreitung des zivilen Kodex der bürgerlichen Gesellschaft. Aber keiner sollte sich an diesem Punkt in die eigene Tasche lügen: wer politische Ziele verfolgt, ist bereit seine politischen Ziele mit Gewalt, auch mörderischer Gewalt, gegen die konkurrierenden politischen Fraktionen durchzusetzen. Und es ist Teil des Spiels, die Gewalt der Gegner zu denunzieren, die eigene zu rechtfertigen.

    Es hat häufig den Anschein, dass Gewalt der einzige Weg ist, politisch etwas durchzusetzen. Jüngstes Beispiel: Baltimore! Baltimore galt lange Zeit als die gewalttätigste Stadt der Welt, sieht man von Ländern, innerhalb derer ein Krieg ausgetragen wird, ab.

    Es gibt eine Fernsehserie, "The Wire", welche sehr nüchtern die sozialen und politischen Verhältnisse in Baltimore darstellt, erfreulich frei von dem sonst unvermeidlich erscheinenden nervigen amerikanischen Selbstverherrlichungspathos.

    Die Mörder von Freddie Grey werden sich vor Gericht verantworten müssen. Der Grund: nicht weil sie ein Verbrechen begangen haben, sondern weil der Hexenkessel Baltimore am Explodieren ist und das Feuer gelöscht werden muss. Gewalt gegen die Gewalt, so die Berichterstattung stimmt, führte sie hier zum erwünschten Ergebnis.

    Auf der anderen Seite, die Gewalt der etablierten europäischen und amerikanischen Politik: Odessa.

    Auch diese Stadt hätte sich von Kiew losgesagt. Odessa war nicht wie Baltimore. Es ist ebenfalls ein großer Hafen, aber es war eine ruhige, friedliche Stadt für einen internationalen Hafen. Man karrt NAZIs an, verbrennt ein paar Zivilisten, tyrannisiert die Menschen in den Straßen.

    Die freiheitlich demokratischen Menschenrechtler des Westens schweigen dazu oder machen die Opfer verantwortlich – sie hätten sich ja nur der Kiewer Junta unterwerfen brauchen, die mittels Gewaltanwendung die Macht an sich gerißen hatte. Wer dazu schweigt oder es rechtfertigt macht sich zum Komplizen. Brüssel, allen voran die Russenfresserpartei "Die GRÜNEN", gehören zu den Mördern von Odessa. Ohne die Rückendeckung der EU und der USA kann die Junta kein Spiegelei braten.

    Die EU und die USA sind an der Eskalation der Gewalt in der Ukraine interessiert, sie sind an einem Krieg gegen Russland interessiert und hoffen darauf, die Eskalation der Gewalt in der Ukraine zieht Russland in einen solchen hinein. Nur so kann es gedeutet werden, dass die Parteien der in den Parlamenten die sogenannte Aufhebung der Sanktionen von der Umsetzung des Ergebnisses Minsk II abhängig machen, gleichzeitig aber alles unternehmen, dass die Junta es nicht umsetzt, amerikanische, kanadische und britische Militärs die Nationalgarde fördern und die Junta mit Kriegsgerät ausstatten für weitere Angriffe.

    Nur Heuchler bestreiten, dass das grundlegende Element der Durchsetzung politischer Forderungen oder Zielsetzungen Gewalt ist.

    Im Auftrag des höheren Zieles, damals war es grob zusammengefasst der Kommunismus, gehörte Gewaltanwendung zum alltäglichen Rüstzeug Fischers in Frankfurt, bis er für die GRÜNEN Umweltminister wurde.

    Als Außenminister war Fischer treibende Kraft Deutschland in den Angriffskrieg gegen Jugoslawien einzubinden.

    Natürlich im Auftrag des höheren Zieles. "Ich habe aus der Geschichte nicht nur Nie wieder Krieg sondern auch Nie wieder Auschwitz gelernt" rechtfertigte er es, direkt und unmittelbar in die Fußstapfen der NAZIs zu treten, deutsche Bomben auf Belgrad.

    Hier wird ein Charakterzug deutlich. Worum es geht, ist völlig ambivalent und austauschbar. Es ist die Bereitschaft, für die persönlichen Karriereambitionen über Leichen zu gehen! So bombardiert Fischer unter Vorwand als Bundespolitiker ein anderes Land für genau das gleiche Kapital, gegen das er vorher als Taxifahrer Mollies geworfen hatte.

    Mit der gleichen menschenverachtenden Brutalität deckt Antifa-Fischer heute die Faschisierung der Ukraine und wiegelt gegen Russland auf.

    Das "Höhere Ziel", "Greater Good", ist wohlfeil.

    Unterm Strich bleibt: Leute, die Gesetze brechen um ihr eigenes, armseliges Ego zu befriedigen sind nichts weiter als gewöhnliche Kriminelle!

    Eine Linke, die Sprüche klopft, Psychoterror und physische Gewalt ausübt und rechtfertigt bis das persönliche Karriereziel in dem System, welches ihrer Propaganda nach alles Übel der Welt verursacht, erreicht ist, ist nicht mehr als eine sich politisch tarnende Drückerbande.

    Fischer ist kein Einzelfall. In ihm verkörpert sich der Charakter des/der durchschnittlichen Spät70ger-80ger-Jahre-Linken. Er wurde nur der erfolgreichste. Denn das war der Witz als welcher sich diese Linke entpuppt hatte: sie vertrat keine Inhalte, sie besetzte Inhalte, welche sie gar nichts angingen.

    Das muss nicht so sein. Noch kann ich nicht einschätzen, wie es mit Syriza weitergehen wird. Als Griechen, die gewählt wurden um für Griechenlands Interessen einzutreten geht es sie jedenfalls etwas an, was sie aus ihren Möglichkeiten machen. Fischers Ratschlägen zu folgen wäre politischer Selbstmord.

     

     

    Share Button
    PDF Creator    Sende Artikel als PDF   


  • Tänzer auf den Nasen

    Im Vorfeld des Auslöschungskrieges der NATO gegen die Arabisch-sozialistische Jamahirija von Libyen wies Colonel Gaddafi darauf hin, dass der Sturz des libyschen Systems automatisch eine Millionenflut Flüchtlinge nach Europa zur Folge haben würde.

    "Wäääh, entsetzlich: der Satan aus dem Wüstensand droht Europa mit Flüchtlingen!" war zusammengefasst auf einen Satz die Reaktion der westlichen Demokraten und ihrer Qualitätsmedien.

    Gaddafi wies auch darauf hin, dass Dschihaddisten aller Art mit diesen Flüchtlingsströmen nach Europa gelangen können.

    "Voll brutal, Gaddafi droht Europa mit Dschihaddisten!" brüllte die europäische intellektuelle Elite.

    Gaddafi wies darauf nicht alleine deshalb hin, weil die Mechanismen des libyschen Staates, welche diese Ströme verhindern, wegfallen würden, sondern auch die milliardenschweren Entwicklungsprojekte, welche Libyen in Afrika betreibt, ohne die den Menschen vor Ort die Perspektive verloren geht, durch diesen Krieg zerstört würden.

    Ich erinnere daran, dass die Flüchtlingspolitik Gaddafis nicht alleine darin bestand, die Flüchtlinge einzusammeln und an der Überfahrt nach Europa zu hindern, sondern er sie nicht mit leeren Händen repatriieren lies.

    Die Folgen des Wegbombens des Landes Libyen von der Landkarte waren gewaltiger noch, als Gaddafi vermutet hatte: Dschihaddistenkriege bis nach Zentralafrika entfalteten sich!

    In den Chefetagen der Rüstungskonzerne tanzt man Chachacha und singt: "Wenn's Bömbchen in Afrika knallt, die Münze in der Kasse schallt!"

    Und auch diese ganze unnötige Horde  Abgänger von Unis und FHs, die Sozpäd, Psychologie und ähnlich Blödsinniges studiert haben, ihnen winkt jetzt das Jobwunder statt Hartz4 oder die Verwaltung von H4-Opfern.

    Zufälligerweise ist das auch Stammwählerschaft für GRÜN.

    Das "Was sind wir nicht humanitär und demokratisch"-Gehabe zahlt sich aus, in barer Münze – Krieg führen und humanitäre Steuerverwendung sind 2 Seiten eben der selben Münze, die in den Kassen der Waffenschmiede klingelt!

    Die Roth hat jetzt sogar vom Horsti Schmandhoff – sorry, der Horsti Seehofer war das, eine Verdienstmedaille führ humanitäres, wie es hieß, "Engagement" geschenkt bekommen. Claudia Roth, eine Frau, die so überflüssig ist, dass der Bundestag ihr, um ihren Lebenstandard aufrecht erhalten zu können, einen Posten als Bundestagsvizepräsidentin extra eingerichtet hat, als Gnadenbrot sozusagen, das der Steuerzahler berappen muss.

    Erinnern wir uns: die, die am lautesten gegen Libyen gehetzt hatten, das waren unsere humanitären GRÜNEN!

    Aber auch die Partei Die LINKE hat die Zerschlagung Libyens unterstützt, wenn auch nicht so offensiv, weniger sichtbar.

    Wer den Krieg nicht unterstützt hatte war der damalige Bundesaußenminister Westerwelle.

    Für ihn hat diese Nichtunterstützung das Ende der politischen Laufbahn bedeutet, und er hat auch nicht so viel Glück wie Claudia Roth, vom Selbstbedienungsladen Bundestag irgendetwas erfunden zu bekommen, das ihm die Einnahmen aus der Steuerkasse weiterhin garantiert.

    Egal, er hat als Doktor der Juristerei genug eigene Optionen im Gegensatz zu Claudia Roth, deren bürgerliche Qualifikation sich auf Backstage-Groopie beschränkt.

    Es wäre für die deutsche Bevölkerung durchaus im Eigeninteresse, zu begreifen und sich vernünftig zu informieren, was in der Ukraine abgeht, dem aktuellen Lieblingsprojekt GRÜNer Ländervernichtung, denn die Ukraine kann als Versuchslabor gewertet werden, wie im 21.Jahrhundert die Faschisierung Europas durchgeführt werden kann.

    Die GRÜNEN sind die böswilligste und fanatischte Kraft der deutschen Politik hinter dem Projekt Ukraine. Was die Ukrainer jetzt erleiden müssen, das wird auch euch blühen, aber ich nehme an, ebenso wie unter den Menschen in der Ukraine wird das erkannt – erst wenn es zu spät ist.

    Vor allem die GRÜNEN haben den Witz erzählt, Jaroschs und Tjahnyboks Parteien hätten doch schlecht bei den Wahlen abgeschnitten, das würde beweisen, dass die ukrainische Junta nicht faschistisch ist.

    Das aber belegt allenfalls nur, dass die Bevölkerung nicht sehr begeistert von den Radikalen ist, eine Bestandsaufnahme sozusagen, von der abgeleitet werden kann, welche Maßnahmen noch zu treffen seien.

    Und diese Maßnahmen werden getroffen: Presseverbote, Parteienverbote, politische Morde, militärische Angriffe auf die Bevölkerung, Integration der faschistischen Todesschwadronen in das reguläre Militär, etc. Ein solcher Prozess dauert, er funktioniert nicht innerhalb weniger Monate. "Wem die Jugend gehört, dem gehört die Zukunft!" sagte Hitler, und die Schulerziehung in der Ukraine ist ganz auf ukrainischen Faschismus eingestellt worden.

    Der EU-Faschismus wird natürlich nicht auf Deutschnationalismus getrimmt sein, er wird auf Europanationalismus getrimmt sein.

    Deutschnationalismus heute ist ein Ablenkungsmanöver für Doofe, man kann sich so herrlich als Antifaschist ausgeben und Eurofaschist sein und keiner merkt's, weil alle in der Schule gelernt haben, Faschismus identifiziere sich mit Deutsch.

    Der Totalitarismus, mit dem jedes Abweichlertum von der Aggression gegen Russland untergebuttert wird, drückt dies zur Genüge aus für diejenigen, die sehen können.

    Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten melden, Brüssel bereite eine Kartellrechts-Klage gegen Gasprom vor.

    Russland unterliegt nicht europäischer Gerichtsbarkeit.

    Das ist der Moment, so die Klage eingereicht wird, in dem Russland endgültig sagen müsste "Na schön, es reicht mit dem Bruesseler Gezücht, Gashahn zu!" Erdgas ist alt genug, es verrottet nicht. Sie können es selber gebrauchen oder später verkaufen. Es ist ein bleibender Wert.

    Schmerzhafte makroökonomische Umbaumaßnahmen muss Russland ohnehin vornehmen.

    Die Zeche des ausbleibenden Gases aus Russland zahlt freilich nicht die Politikerkaste. Die Zeche zahlt die Bevölkerung der EU.

    Selber schuld. Wer sich von den Kreaturen so auf der Nase herumtanzen lässt, der muss eben dafür bluten.

     

     

     

    Share Button
    PDF erstellen    Sende Artikel als PDF   


  • Aktualisierung zu Konfetti für Draghi

    Josephine Witt, die die Aktion gemacht hatte, ist nicht mehr FEMEN!

    Ich revidiere also abermals und verweise auf den Blog von Josephine Witt und auf ein Interview zur Aktion:

     

    http://www.josephine-witt.com/

    http://fm4.orf.at/stories/1757154/

    Share Button
    PDF Converter    Sende Artikel als PDF   


  • Putin Frage und Antwort im Fernsehen

    Ich persönlich mag ja die BILD-Zeitung. Nirgendwo sonst kann man sich zu den aktuellen Themen innerhalb von 5 Minuten mit der jeweiligen dazugehörigen Propagandalinie vertraut machen, also ohne sich ewig lang durch intellektuelles Geschwurbel quälen zu müssen, das in seiner Essenz auf BILD reduziert werden kann, oder, noch schlimmer, weinerliches Gesülze dazu reinziehen zu müssen, wie etwa in einem Interview der BILD-Zeitung für Besserverdienende, Springers Welt, mit Herta Müller über Putin.

    Manchmal beschleicht mich der Gedanke, dass es das Nobelpreiskomitee nur noch gibt um uns zu ärgern. MARVEL-Comixe sind geistreicher als Herta Müller, eine Frau, für die Hühneraugen-Pflaster, Ohrenstäbchen und Tampons Ausdruck des Respekts für den Menschen sind. (Ich unterstreiche: das geht jetzt nicht gegen Herta Müller, die ist mir egal, das geht gegen die Osloer Chefakademisten:-)

    Natürlich gehöre ich zu jenen, welche auf diejenigen, welche sich ihre Meinung von der BILD bilden lassen verächtlich herabschauen.

    Noch mehr Verachtung ringen mir aber jene ab, welche sich ihre Meinung von der Welt bilden lassen und dabei dem Eigendünkel verfallen sind, sich BILD-gebildeten überlegen zu wähnen.

    Die Ausgabe zum Thema Böser-Putin-zeigt-sich-in-der-Glotze ist wieder ein Highlight deutschen Journalismuses!

    Wir haben einen Michael Stürmer beispielsweise – und wer sich an deutsche Publikationsgeschichte erinnert muss bei dem Namen in dem Blatt unwillkürlich lachen wie über einen schwarzhumoristischen britischen Witz –  der entdeckt, Putin sei gewaltbereit.

    Putin Stürmer

    Als Leser werde ich sofort zum Gegenteil des geneigten Lesers, als welcher der Leser in alten Romanen vom Verfasser angesprochen wird und kann den Rest des Artikels kaum überfliegen, geschweige denn lesen!

    In Wirklichkeit ist Putin nämlich gar nicht Präsident eines Konzertvereins, sondern eines Staates.

    Gewaltbereitschaft is DAS wesentliche Charakteristikum eines jeden Staates, welcher Konstruktion er sich auch bedient, Diktatur einer Person, Diktatur einer Partei, Diktatur von Banken und Konzernen, Diktatur von 2 oder mehreren Parteien – gewitzte SchülerInnen der 3. Klasse Grundschule munkeln sich etwas vom Gewaltmonopol des Staates zu, wenn sie sich gruseln wollen.

    Ohne Gewalt kein Staat, also muss der Präsident eines Staates ja gewaltbereit sein!

    Selbst wenn wir es auf Gewaltbereitschaft im Umgang seiner Regierung mit anderen Staaten reduzieren, was der Schlaumeier uns scheint's sagen möchte, so bleibt es ein britischer Witz wie der Name des Verfassers selbst, da der Vorwurf aus einem Springerblatt heraus erhoben wird, dessen Schreibtischtätern regelmäßig, sobald seitens der USA ein Krieg vom Zaun gebrochen wird, einer in der Hose abgeht und die mit dem Überfall der perversen Saudis (die Familie, nicht die Bevölkerung des Landes ist gemeint) auf den Jemen d'accord gehen.

    Aber sie sind eben Schreibtischtäter. Sie schreiben die Gewalt ihrer bevorzugten Seite schön, als sei es keine Gewalt sondern Hilfe in der Not, natürlich nur, bis besagte Seite selbst fällt und durch eine andere Macht ersetzt wird, dann ziehen sie im Dienste der neuen Macht gegen die bisher bevorzugte vom Leder und inszenieren sich, posthum sozusagen, als deren Opfer.

    Wie oft haben wir das schon beobachtet!

    Ist ja nicht so wichtig. Aufgabe eines Staates jedenfalls ist es durch Androhung oder Ausübung von Gewalt eine spezifische Ordnung aufrechtzuerhalten, und warum das in Russland anders sein sollte leuchtet einem gesunden Menschenverstand nicht ein.

    Journalisten sind Teil dieser Ordnung, und so meinen eben unsere deutschen Journalisten, die durch ihre Ordnung ausgeübte Gewalt geht schon in Ordnung und die von anderen ist böse.

    Gähn!

    Putin Stürmer 2

    Fazitiert unser Herr Stürmer.

    Hab ich's nicht eben gesagt? Die durch den Westen ausgeübte Gewalt heißt plötzlich liberal.

    Die Smirnow-vernebelte Julia der Springerpresse rümpft die Nase. Nein, nicht weil sie unversehens Moskowskaja erwischt hatte, weil sie findet, Putin zöge da eine Show ab, die seinen Wählern gefallen soll.

    Boh! Was ein Glück, dass es Julia gibt, endlich habe sogar ich mal was gelernt!

    Also ich hab jetzt wirklich die ganze Zeig geglaubt, und das all die Jahre, in denen er das schon macht, dass der Putin das veranstaltet, weil es ihm im Kreml immer so langweilig ist und er mal raus wollte und sich durch so einen Bürgerdialog den trögen Alltag mit etwas Abwechslung aufpeppen will!

    Die Fragen, so beklagt sich Julchen, seien sorgfältig aus 3 Millionen Zuschriften ausgewählt worden.

    Naja, so langweilig ist es ihm dann halt doch nicht, dass er den Rest seines Daseins damit zubringen möchte, diese Fragen zu beantworten.

    Smirnoww

    Aha, Putin inszeniert den Anschein wohingegen irgendwelche Fernsehduelle zwischen schnapsnasigen Präsidentschaftskandidaten der USA, die sogar im deutsche Fernsehen ausgestrahlt werden, wo gar kein amerikanischer Präsident gewählt wird, da das Kolonialvolk zwar zusehen aber nicht mitreden darf, Ausdruck von Demokratie sind.

    Oder erinnern Sie sich, geneigter Leser, geneigte Leserin, noch an die Schnarchstunde mit Merkel und Steinbrück? In gewißer Weise war es sogar lustig zuzusehen, wie 2 Kandidaten nicht wissen, worüber sie streiten sollen, weil sie eh in allem einer Meinung sind. Britisch lustig jedenfalls.

    Dass unsere Presse über die Session einhellig zetert ist Ritual wie der Event Ritual ist.

    Und da Deutschland eine amerikanische und keine russische Kolonie ist, wird das Publikum mit so geistreichen Artikeln wie den hier erwähnten für ausreichend gefüttert betrachtet.

    Da sind wir doch froh, dass der Staatssender RT die Show ungekürzt zeigt und wir uns selbst ein Bild machen können:

     

     

     

     

     

     

     

    Share Button
    PDF Drucker    Sende Artikel als PDF   


  • God bless

    whatever, beginnen wir mit einem kurzen Dialog aus "God bless America". (Kurzfassung)

    "Und, Frank, findest du mich hübsch?"

    "Roxy – du bist 16!"

    "Ja und? Alle steh'n auf die jungen Dinger!"

     

    Wieder haben die Russen, erfährt man aus der gesamten deutschsprachigen Presse, etwas böses getan.

    Die Debatte ist noch nicht beendet, was genau daran das böse ist, aber dass es böse ist, darüber herrscht Einigkeit.

    Die Rede ist von einer Performance einer Tanzschule nahe Moskau.

    Das schweizerische Pendant zur BILD Blick.ch beschreibt den Event folgendermaßen und beschreibt ihn durchaus zutreffend:

    ch

     

    Dem Duktus ist zu entnehmen, dass aus ihrer Sicht russisches Schultheater böse sei.

    Nun ist es ja keine allgemeinbildende Schule, sondern eine Tanzschule, also keineswegs repräsentativ für russische Schulen, die dann ja auch mehr Gogol, oder, wie überall auf der Welt, Shakespeare einstudieren.

    Deutschlands PResse (bemerken Sie's, ich bin voll gewitzt und schreibe Presse mit PR) mokiert sich eher über eine vermeintliche Prüderie.

    scülerinnentanz

     

    Als Beispiel für Russland-Bashing ein eher vernachlässigbarer Fall. Gibt er darüber hinaus etwas her, das der Beschreibung wert ist?

    Rhetorische Frage, ich würde anderenfalls ja keinen Beitrag anfangen.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Leiterin der Tanzschule keine üblen Absichten verfolgt hatte, sondern lediglich besonders hip wirken wollte.

    Bumsen simulieren kommt mindestens seit 30 Jahren in jeder Fernsehserie vor, in fast jedem Spielfilm und in einer Vielzahl von modernen Musikvideos sind die Andeutungen üblich.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass es den Mädchen Freude gemacht hat, Miley Cyrus, Holywoods bestverdienende Stripperin, ist unter russischen Teenies ebenso populär wie im Westen, girl war eben ein bisserl Miley und das wird sie gefreut haben. In Punkto Sex geht die Sache auch nicht wesentlich über das übliche Gehopse amerikanischer Cheerleaderinnen hinaus.

    Die Presse spricht von nicht näher benannten Kritikern, die darin, aufgrund der Farbgebung, eine Beleidigung des Andenkens an den Großen Vaterländischen Krieg sehen würden, dieser Teil der Berichterstattung scheint mir aber eher frei erfunden; auch in Russland wird zwischen Bienen und St.Georgsbändern unterschieden.

    Stein des Anstoßes ist unzweifelhaft die Kombination aus sexuellen Gesten minderjähriger Mädchen, einer sich direkt an Kinder wendende Geschichte, Winnie the Poo, und der Verwendung des Teddybären, definitives Symbol kindlicher Unbedarftheit. Als solcher wird er durchaus in der Pornographie eingesetzt, man zeigt Pornodarstellerinnen mit Teddys beispielsweise um die verführte Unschuld vom Lande darzustellen.

    Die Jelzin-Ära hat in Russland, hauptsächlich in Petersburg, übermäßig große Probleme mit sexuellem Missbrauch von Kindern hervorgebracht.

    Ich sage übermäßig, als gäbe es hier ein Maß, das freilich nicht, aber es taucht überall auf, nur wurde es in Russland und der Ukraine zu einem weiter verbreiteten Geschäft als in anderen Gegenden.

    Das hing damit zusammen, dass die Pedos und ihre Zuhälter ungehindert über Finnland einreisen konnten und die wirtschaftliche Notlage der breiten Bevölkerung des Gaidar-Raubtier-Kapitalismus nach Kräften nutzten. Für den Westen mag Gaidar ein Pionier der Freiheit sein, in Russland entschuldigt man sich, wenn man den Namen nur erwähnt, weil eine ökonomische oder politische Diskussion das erfordert, etwa wie meine streng katholische Oma sich bekreuzigt hatte wenn das Wort "Satan" oder "Teufel" ausgesprochen wurde.

    Man könnte Jelzin gleichermaßen verantwortlich machen, aber Jelzin nimmt keiner ernst, nur ein blödgesoffener, korrupter ehemaliger KP-Funktionär, der Präsident gespielt hat. Gaidar war der Kopf.

    Gaidar ist nicht verhasst, er gilt als die leibhaftige Pest!

    Die Verbindung des Bären, der in Russland eine hervorgehobene Bedeutung als Symbol des Russischen Reiches hat,  mit käuflichem Sex verstößt unweigerlich gegen das Geschmacksempfinden.

    Tänze, die an eine Strip-Bar erinnern, stehen für käuflichen Sex.

    Auf Handel mit Kindern für käuflichen Sex reagieren die Behörden des bösen Putinreiches besonders allergisch!

    In sofern wundert es nicht wirklich, wenn, wie die Presse meldet, eine Polizeieinheit ermittelt, die für schwere Straftaten zuständig ist, da die Behörden aller Wahrscheinlichkeit nach prüfen, welche Kontakte die Tanzschule hat und ob ihre Betreiber im genannten Zusammenhang bereits auffällig geworden sind. Es wird ja auch erst einmal nur ermittelt und die vorläufig geschlossene Schule kann wieder eröffnet werden, so die Tanzlehrerin eine Tanzlehrerin ist und keine Tanzlehrerin, die ihre Schülerinnen gegen Bares anbietet.

    Ein Vorwurf der Prüderie sagt deutlich mehr über lüsterne Knilche in Redaktionsstuben aus als über das Thema.

    Auch wenn die Regierung Putin vor allem anderen ihre Politik nach dem Vorbild der Bundesrepublik unter Helmut Kohl ausrichtet und seine Partei in diesem Sinne christlich-konservativ zu nennen ist, Prüderie ist nicht Russlands Sache!

    Der Frühling erwacht und Frauen und Mädchen richten sich her und schmücken die Straßen alleine durch ihre Existenz und ich denke darüber nach, eine  verspiegelte Sonnenbrille zu kaufen, um nicht als glotzender alter Sack rüberzukommen. Das ist in Russland so wie in allen anderen Teilen der Erde, wo nicht die freiheitlich-demokratischen Salafitenfreunde der westlichen Wertegemeinschaft den Ton angeben.

    tara-lynne-barr-god-bless-america

     

     

    Post Scriptum: Hatte ich schon über FEMEN gelästert, weil sie ständig Putin attackiert haben?

    Ich ändere meine Meinung!

    Daaa sie den Westen genauso behandeln wie Russland, bin ich jetzt ein FEMEN-Freud!

     

    Share Button
    Fax Online    Sende Artikel als PDF   


  • Ratz-FAZ

    Als führendes Organ des Russenhasses scheint die FAZ mit Joffes Outlet wetteifern zu wollen.

    Ich frage mich ja öfter, wie das im internen Kreis funktioniert: wer gebietet wem, schreiben Blätter wie die FAZ der Politik vor oder umgekehrt?

    Am 7.April schimpft die FAZ über irgendwelche Ausländerfeindlichkeit irgendwo in Deutschland.

    Anlass ist das Feuer von Tröglitz.

    Ein Akt der "Ausländerfeindlichkeit", heißt es.

    "Ausländerfeindlichkeit" ist genau genommen lediglich ein politisches Wort.

    Wie das meiste, womit unsere moderne Politik hausieren geht, hält der Begriff "Ausländerfeindlichkeit" keiner kritischen Betrachtung stand.

    Es bezeichnet wörtlich eine Feindseligkeit gegenüber Menschen aus anderen Ländern, umfassend, Feindseligkeit gegenüber Menschen, die aus egal welchem anderem Land kommen, Feindseligkeit gegenüber allen Menschen, die aus allen anderen Ländern kommen.

    So etwas existiert aber nicht, was existiert ist Feindseligkeit gegenüber spezifischen Kulturen.

    PEGIDA wendet sich explizit gegen Menschen aus dem ehemaligen osmanischen Reich.

    Aber PEGIDA legt Wert darauf, auf jegliche Gewaltanwendung zu verzichten.

    Führende Kreise des Landes, die sich über PEGIDA echauffieren sind da wesentlich militanter, und die FAZ ist ein geradezu abschreckendes Beispiel.

    Nicht gegen die Bürger der Nachfolgestaaten des osmanischen Reiches: sie betreiben eine blutrünstige, Völkermord in Kauf nehmende Hetze gegen Russland und die russische Kultur.

    Alles ist willkommen, was geeignet ist, gegen Russland zu hetzen.

    Der Rassismus gegen Russen ist so brutal, dass Rassismus gegen Russen überhaupt nicht auffällt.

    Beispielsweise ist die Darstellung von Russen in den meiste Äktschn-Filmen aus Hollywood derart entstellend und erniedrigend, dass der berüchtigte "Jud Süß" daneben vergleichsweise harmlos wirkt in seiner Darstellung der Juden.

    Der Zweck ist der nämliche: es geht darum, den Menschen aus Russland per se als Bedrohung der eigenen Zivilisation zu diffamieren.

    Die Tötung des Russen wird von Hollywood als einzig passable Lösung angeboten.

    Lediglich hochgewachsene, schmale und blonde Russinnen sind ausgenommen, und natürlich schwule Russen.

    Ab und zu auch etwas anders: die dunkelhaarige Tolokonnikowa darf auch überleben.

    Aber nur solange sie dem Westen dient und man die Hoffnung nicht aufgegeben hat, dass sie sich doch noch für Playboy auszieht.

    Gegen die Kulturen des europäischen Südens darf kräftig Stimmung gemacht werden, darin sind sich  (fast) alle einig, wenngleich weniger aggressiv, eher mit Geringschätzung.

    Aber der italienische Pizzabäcker ist willkommen, solange er nicht zur neapolitanischen Mafia gehört (der zweite Halbsatz ist eine ironische Bemerkung, die mit Vorurteilen spielt) und pünktlich die Pizza liefert.

    Ablästern gegen Griechen kann als salonfähig bezeichnet werden.

    Den Vertretern der westlichen Siegermächte des 2.Weltkrieges wird kaum Feindseligkeit entgegengebracht.

    Amerikaner, Engländer, Franzosen, sie sind eher Leute, mit deren Bekanntschaft man prahlt.

    Kritik am Fehlverfhalten, um mich euphemistisch auszudrücken, der Washingtoner Führungsriege gar wird unkritisch und undifferenziert als "Antiamerikanismus" niedergebügelt, obwohl die Kritiker in der Regel das keineswegs sind, sogar durchwegs Amerikaner als Zeugen ihrer Kritik aufrufen, amerikanische Musik hören und amerikanische Filme schauen.

    In dieser Ausgabe der FAZ philosophastert ein Herr Rühle 5 Seiten lang darüber, warum gegen Russland Abschreckung betrieben werden müsse.

    Er versteigt sich dabei in einen dumpfen und blutrünstigen Rassismus, der jeglicher Vernunft entbehrt.

    Wodurch fühlen sich die blutrünstigen Militanten wie Herr Rühle eigentlich so bedroht, dass ihre Realitätswahrnehmungen und ihre Ratio totalversagen?

    FAZ 1

    Durch die beiden rot gekennzeichneten Sätze macht Herr Rühle unumwunden klar, dass er den Krieg gegen Russland wünscht und eine "Gefahr" durch den "bösen Iwan" als Naturgegebenheit betrachtet, ein verlustig gegangenes Allgemeinwissen. Russland wird zur Feindeszone, gegen die der Westen sich mit allen erdenklichen Waffen einigeln müsse, Völkerverständigung zum Alibi für Leute, die zu feig sind, in den Krieg zu ziehen.

    Mir fallen da durchaus pathologische Begriffe ein, nach welchem der Herr Rühle einmal untersucht werden sollte.

    Zwangseinweisungen sind möglich, wenn der Patient als fremdgefährdend eingestuft wird, und fremdgefährdender als kriegslüstern kann ein Mensch nicht sein, auch wenn diese Kriegslüsternheit Resultat irrationalen Verfolgungswahns ist, denn der Mann gefährdet ja nicht nur das eigene Umfeld, sondern den gesamten Planeten.

    FAZ 2

    Der Absatz ist einfach nur Quatsch, weil erstens definiert er den Begriff Abschreckung nicht, eine Definition ist eine Begriffserklärung, was er tut ist Strategien aus dem Begriff ableiten.

    Der Duden definiert Definition folgendermaßen:

    DUD

    Aber vielleicht sind die Wahnvorstellungen des Herrn Rühle schon so gesteigert, dass er sich für einen Papst hält, der unfehlbare Entscheidungen zum Umgang mit Russland trifft.

    Zweitens: auch das mit dem "Kosten-Nutzen-Kalkül" entspringt wohl eher seiner Phantasie, abgeschreckt wird man dadurch, dass man fürchtet, mehr auf den Deckel zu kriegen als auszuteilen.

    FAZ 3

    Es gibt allerdings zahlreiche Beispiele, in denen ein an Material militärisch schwächerer Gegner oder zahlenmäßig SCHEINBAR unterlegener Gegner gesiegt hat, dann war er aber nicht unterlegen sondern überlegen, nur eben nicht materiell.

    Vielleicht hat er seinen Sun Tzi besser verstanden. Oder hatte die bessre Motivation, wie man in der Ukraine beobachten kann, wo das Ukrainische Militär ein Sauhaufen ist, der materiell hundertfach überlegen bisher nur abgelost hat.

    Das sollte sich nun mittlerweile sogar bis zur FAZ  rumgesprochen haben dass Pearl Harbour kein Überraschungsangriff sondern ein von den USA provozierter Angriff war, eine Falle, in die die Japaner getappt sind und das Weiße Haus sehr wohl davon unterrichtet gewesen ist, dass der Angriff stattfindet, nur eben den genannten Teil der Flotte verschrottet hat. Der japanischen Seite ging es nicht um "Schockstarre" sondern um Zurückdrängung mit dem Ziel, die Energieversorgung Japans wiederherzustellen, und es war auch keine "mal ausprobieren ob's klappt" sondern der einzige Weg, den sie gesehen haben, die amerikanische Blockade zu durchbrechen. Das Beispiel gehört also so gar nicht hierher, sofern man die korrekten historischen Fakten benennt.

    Na schön, man kann den Artikel Absatz für Absatz durchgehen, das ist aber müssige Zeitvergeudung.

    Später lässt er sich zur Ukraine aus, und das einzige, was dazu zu antworten geht: die FAZler wollen es einfach nicht begreifen, dass die Ereignisse um die Krim und den Donbass Reaktion auf den vom Westen arrangierten Putsch in Kiew gewesen sind! Das zweite, ebenso wesentliche, was der FAZ zu hoch ist, ist eine Einsicht, dass die Auseinandersetzungen in der Ukraine eine interner Zerfall des Staates Ukraine sind und keine Folge einer russischen Intervention, wobei es stimmt, dass Russland den Russen in der Ukraine hilft.

    Die Bedrohung geht also vom Westen aus, und das einzige, bei dem man dem Herrn Rühle recht geben könnte, wäre, dass Abschreckung sinnvoll sein kann, weil das mit dem Putsch in Kiew nur möglich war, weil Russland seit dem Ende der UdSSR keine militärische Abschreckung mehr betrieben hat.

    Als Reaktion auf das sich immer weitere Überziehen bald des gesamten Planeten mit Krieg durch den Westen und seiner Verbündeten wie Saudi-Arabien, das so freiheitlich-demokratisch ist, dass dort sogar die Salafiten unumschränkt herrschen dürfen, nebst westerzeugter Terrororganisationen wie Al Kaida, hat Russland begonnen, sein militärisches Potential hochzufahren.

    Nicht schön, aber logisch.

    Herr Rühle interpretiert die Welt upside down. Ob aus Unkenntnis der Wirklichkeit oder aus Russophobie, also der russenfeindlich-spetifischen Ausprägung von Ausländerfeindlichkeit, vermag ich nicht zu beurteilen. Ist auch nicht nötig. Wichtig ist, dass er diese Sorte Ausländerfeindlichkeit schürt!

    Und wichtig ist, dass die FAZ sich das zur Hauptaufgabe gemacht zu haben scheint!

    Ein weiterer Artikel in der Ausgabe vom 7.4. schreibt von einer Ludmila, die dafür bezahlt worden sei, in Foren usw. für die Russische Regierung Propaganda zu machen.

    Dieses Haus in Petersburg wurde ja schon öfter erwähnt, gerüchteweise, jetzt soll es bewiesen sein, weil es eine Ludmila sagt. Mehr Recherche wird nicht ersichtlich, es reicht, dass es eine Ludmila sagt, und der Schreiber zeichnet eine düstere Atmosphäre.

    Kann schon sein, dass diese Agentur existiert.

    Was der Autor nicht zu wissen scheint, ist, dass die erste solche Agentur in Tel Aviv gegründet wurde, von der Ben Gurion Universität und es in Israel ein völlig normaler Studentenjob ist, für Israel zu trollen.

    Das ist kein Geheimnis, davon kann sich jeder selbst überzeugen.

    Die Agentur in Petersburg, so sie existiert, ist ja auch nicht geheim, wenn Kreti und Pleti sich dort bewerben können und sie Anzeigen schaltet, vielleicht sollte die FAZ jemanden zur Bewerbung hinschicken, um die Geschichte zu überprüfen, denn dieses konspirative Rumgetue, das der Artikel macht, wirkt unseriös.

    Eine Zeitung mit dem Budget der FAZ sollte mehr draufhaben, als eine Frau XY, die sich "outet".

    Organisiertes Trollen betreibt heutzutage nahezu jeder Staat.

    Die US-Regierung hat es zugegeben, dass sie es tut. Ich habe Hinweise erhalten, dass die deutsche Bundeswehr es tut, konnte das aber nicht persönlich überprüfen.

    Dann gibt es also, so die Infos stimmen, auch ein paar Russen, die das tun. Na und?

    Eine Tageszeitung hätte sich doch wenigstens das Haus einmal zeigen lassen können!

    ludi

    Die Beschreibung dessen, was in der Agentur abgehen soll, klingt in diesem Absatz durchaus glaubwürdig.

    Ist in Tel Aviv genau gleich!

    Sollen wir also die FAZ als Troll-Magazin bezeichnen, da sie sinnlosen Unfug im Internet betreibt?

    Aber sie verfolgt natürlich einen Sinn. der Aufwiegelung zum Rassenhass!

    Dieses Wort kann man ruhig benutzen um die russenfeindliche Propaganda der FAZ zu beschreiben. Korrekt ist es nicht, denn von der gängigen Rassenzuordnung her sind die Russen genau die gleichen Leute wie wir.

    Ein weiterer Artikel beschwert sich verhalten und devot darüber, dass in einer Gegend in den USA Homosexualität per Gesetz verboten wird.

    Nicht das Propagieren von homosexuellen Praktiken gegenüber Minderjährigen, wie das in Russland der Fall ist, Homosexualität selbst.

    Ich habe schon öfter darauf hingewiesen, dass das russische Gesetz seinen Ursprung im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch Minderjähriger hat und nicht in angeblicher Schwulenfeindlichkeit.

    Das braucht aber noch etwa 2 Generationen, bis deutsche Journalisten und Politiker das kapieren.

    Das amerikanische Gesetz hingegen ist pervers, weil niemand es sich aussucht, ober er/sie homosexuell oder heterosexuell ist.

    Ich will mir gar nicht vorstellen, was für eine Flut an Hasstiraden die deutsche Presse, allen voran die FAZ, gegen Russland losgetreten hätte, wäre das in Russland geschehen!

     

    Share Button
    www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF