• Aktualisierung zu Konfetti für Draghi

    Josephine Witt, die die Aktion gemacht hatte, ist nicht mehr FEMEN!

    Ich revidiere also abermals und verweise auf den Blog von Josephine Witt und auf ein Interview zur Aktion:

     

    http://www.josephine-witt.com/

    http://fm4.orf.at/stories/1757154/

    Share Button
    PDF24 Creator    Sende Artikel als PDF   


  • Putin Frage und Antwort im Fernsehen

    Ich persönlich mag ja die BILD-Zeitung. Nirgendwo sonst kann man sich zu den aktuellen Themen innerhalb von 5 Minuten mit der jeweiligen dazugehörigen Propagandalinie vertraut machen, also ohne sich ewig lang durch intellektuelles Geschwurbel quälen zu müssen, das in seiner Essenz auf BILD reduziert werden kann, oder, noch schlimmer, weinerliches Gesülze dazu reinziehen zu müssen, wie etwa in einem Interview der BILD-Zeitung für Besserverdienende, Springers Welt, mit Herta Müller über Putin.

    Manchmal beschleicht mich der Gedanke, dass es das Nobelpreiskomitee nur noch gibt um uns zu ärgern. MARVEL-Comixe sind geistreicher als Herta Müller, eine Frau, für die Hühneraugen-Pflaster, Ohrenstäbchen und Tampons Ausdruck des Respekts für den Menschen sind. (Ich unterstreiche: das geht jetzt nicht gegen Herta Müller, die ist mir egal, das geht gegen die Osloer Chefakademisten:-)

    Natürlich gehöre ich zu jenen, welche auf diejenigen, welche sich ihre Meinung von der BILD bilden lassen verächtlich herabschauen.

    Noch mehr Verachtung ringen mir aber jene ab, welche sich ihre Meinung von der Welt bilden lassen und dabei dem Eigendünkel verfallen sind, sich BILD-gebildeten überlegen zu wähnen.

    Die Ausgabe zum Thema Böser-Putin-zeigt-sich-in-der-Glotze ist wieder ein Highlight deutschen Journalismuses!

    Wir haben einen Michael Stürmer beispielsweise – und wer sich an deutsche Publikationsgeschichte erinnert muss bei dem Namen in dem Blatt unwillkürlich lachen wie über einen schwarzhumoristischen britischen Witz –  der entdeckt, Putin sei gewaltbereit.

    Putin Stürmer

    Als Leser werde ich sofort zum Gegenteil des geneigten Lesers, als welcher der Leser in alten Romanen vom Verfasser angesprochen wird und kann den Rest des Artikels kaum überfliegen, geschweige denn lesen!

    In Wirklichkeit ist Putin nämlich gar nicht Präsident eines Konzertvereins, sondern eines Staates.

    Gewaltbereitschaft is DAS wesentliche Charakteristikum eines jeden Staates, welcher Konstruktion er sich auch bedient, Diktatur einer Person, Diktatur einer Partei, Diktatur von Banken und Konzernen, Diktatur von 2 oder mehreren Parteien – gewitzte SchülerInnen der 3. Klasse Grundschule munkeln sich etwas vom Gewaltmonopol des Staates zu, wenn sie sich gruseln wollen.

    Ohne Gewalt kein Staat, also muss der Präsident eines Staates ja gewaltbereit sein!

    Selbst wenn wir es auf Gewaltbereitschaft im Umgang seiner Regierung mit anderen Staaten reduzieren, was der Schlaumeier uns scheint's sagen möchte, so bleibt es ein britischer Witz wie der Name des Verfassers selbst, da der Vorwurf aus einem Springerblatt heraus erhoben wird, dessen Schreibtischtätern regelmäßig, sobald seitens der USA ein Krieg vom Zaun gebrochen wird, einer in der Hose abgeht und die mit dem Überfall der perversen Saudis (die Familie, nicht die Bevölkerung des Landes ist gemeint) auf den Jemen d'accord gehen.

    Aber sie sind eben Schreibtischtäter. Sie schreiben die Gewalt ihrer bevorzugten Seite schön, als sei es keine Gewalt sondern Hilfe in der Not, natürlich nur, bis besagte Seite selbst fällt und durch eine andere Macht ersetzt wird, dann ziehen sie im Dienste der neuen Macht gegen die bisher bevorzugte vom Leder und inszenieren sich, posthum sozusagen, als deren Opfer.

    Wie oft haben wir das schon beobachtet!

    Ist ja nicht so wichtig. Aufgabe eines Staates jedenfalls ist es durch Androhung oder Ausübung von Gewalt eine spezifische Ordnung aufrechtzuerhalten, und warum das in Russland anders sein sollte leuchtet einem gesunden Menschenverstand nicht ein.

    Journalisten sind Teil dieser Ordnung, und so meinen eben unsere deutschen Journalisten, die durch ihre Ordnung ausgeübte Gewalt geht schon in Ordnung und die von anderen ist böse.

    Gähn!

    Putin Stürmer 2

    Fazitiert unser Herr Stürmer.

    Hab ich's nicht eben gesagt? Die durch den Westen ausgeübte Gewalt heißt plötzlich liberal.

    Die Smirnow-vernebelte Julia der Springerpresse rümpft die Nase. Nein, nicht weil sie unversehens Moskowskaja erwischt hatte, weil sie findet, Putin zöge da eine Show ab, die seinen Wählern gefallen soll.

    Boh! Was ein Glück, dass es Julia gibt, endlich habe sogar ich mal was gelernt!

    Also ich hab jetzt wirklich die ganze Zeig geglaubt, und das all die Jahre, in denen er das schon macht, dass der Putin das veranstaltet, weil es ihm im Kreml immer so langweilig ist und er mal raus wollte und sich durch so einen Bürgerdialog den trögen Alltag mit etwas Abwechslung aufpeppen will!

    Die Fragen, so beklagt sich Julchen, seien sorgfältig aus 3 Millionen Zuschriften ausgewählt worden.

    Naja, so langweilig ist es ihm dann halt doch nicht, dass er den Rest seines Daseins damit zubringen möchte, diese Fragen zu beantworten.

    Smirnoww

    Aha, Putin inszeniert den Anschein wohingegen irgendwelche Fernsehduelle zwischen schnapsnasigen Präsidentschaftskandidaten der USA, die sogar im deutsche Fernsehen ausgestrahlt werden, wo gar kein amerikanischer Präsident gewählt wird, da das Kolonialvolk zwar zusehen aber nicht mitreden darf, Ausdruck von Demokratie sind.

    Oder erinnern Sie sich, geneigter Leser, geneigte Leserin, noch an die Schnarchstunde mit Merkel und Steinbrück? In gewißer Weise war es sogar lustig zuzusehen, wie 2 Kandidaten nicht wissen, worüber sie streiten sollen, weil sie eh in allem einer Meinung sind. Britisch lustig jedenfalls.

    Dass unsere Presse über die Session einhellig zetert ist Ritual wie der Event Ritual ist.

    Und da Deutschland eine amerikanische und keine russische Kolonie ist, wird das Publikum mit so geistreichen Artikeln wie den hier erwähnten für ausreichend gefüttert betrachtet.

    Da sind wir doch froh, dass der Staatssender RT die Show ungekürzt zeigt und wir uns selbst ein Bild machen können:

     

     

     

     

     

     

     

    Share Button
    PDF24 Creator    Sende Artikel als PDF   


  • God bless

    whatever, beginnen wir mit einem kurzen Dialog aus "God bless America". (Kurzfassung)

    "Und, Frank, findest du mich hübsch?"

    "Roxy – du bist 16!"

    "Ja und? Alle steh'n auf die jungen Dinger!"

     

    Wieder haben die Russen, erfährt man aus der gesamten deutschsprachigen Presse, etwas böses getan.

    Die Debatte ist noch nicht beendet, was genau daran das böse ist, aber dass es böse ist, darüber herrscht Einigkeit.

    Die Rede ist von einer Performance einer Tanzschule nahe Moskau.

    Das schweizerische Pendant zur BILD Blick.ch beschreibt den Event folgendermaßen und beschreibt ihn durchaus zutreffend:

    ch

     

    Dem Duktus ist zu entnehmen, dass aus ihrer Sicht russisches Schultheater böse sei.

    Nun ist es ja keine allgemeinbildende Schule, sondern eine Tanzschule, also keineswegs repräsentativ für russische Schulen, die dann ja auch mehr Gogol, oder, wie überall auf der Welt, Shakespeare einstudieren.

    Deutschlands PResse (bemerken Sie's, ich bin voll gewitzt und schreibe Presse mit PR) mokiert sich eher über eine vermeintliche Prüderie.

    scülerinnentanz

     

    Als Beispiel für Russland-Bashing ein eher vernachlässigbarer Fall. Gibt er darüber hinaus etwas her, das der Beschreibung wert ist?

    Rhetorische Frage, ich würde anderenfalls ja keinen Beitrag anfangen.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Leiterin der Tanzschule keine üblen Absichten verfolgt hatte, sondern lediglich besonders hip wirken wollte.

    Bumsen simulieren kommt mindestens seit 30 Jahren in jeder Fernsehserie vor, in fast jedem Spielfilm und in einer Vielzahl von modernen Musikvideos sind die Andeutungen üblich.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass es den Mädchen Freude gemacht hat, Miley Cyrus, Holywoods bestverdienende Stripperin, ist unter russischen Teenies ebenso populär wie im Westen, girl war eben ein bisserl Miley und das wird sie gefreut haben. In Punkto Sex geht die Sache auch nicht wesentlich über das übliche Gehopse amerikanischer Cheerleaderinnen hinaus.

    Die Presse spricht von nicht näher benannten Kritikern, die darin, aufgrund der Farbgebung, eine Beleidigung des Andenkens an den Großen Vaterländischen Krieg sehen würden, dieser Teil der Berichterstattung scheint mir aber eher frei erfunden; auch in Russland wird zwischen Bienen und St.Georgsbändern unterschieden.

    Stein des Anstoßes ist unzweifelhaft die Kombination aus sexuellen Gesten minderjähriger Mädchen, einer sich direkt an Kinder wendende Geschichte, Winnie the Poo, und der Verwendung des Teddybären, definitives Symbol kindlicher Unbedarftheit. Als solcher wird er durchaus in der Pornographie eingesetzt, man zeigt Pornodarstellerinnen mit Teddys beispielsweise um die verführte Unschuld vom Lande darzustellen.

    Die Jelzin-Ära hat in Russland, hauptsächlich in Petersburg, übermäßig große Probleme mit sexuellem Missbrauch von Kindern hervorgebracht.

    Ich sage übermäßig, als gäbe es hier ein Maß, das freilich nicht, aber es taucht überall auf, nur wurde es in Russland und der Ukraine zu einem weiter verbreiteten Geschäft als in anderen Gegenden.

    Das hing damit zusammen, dass die Pedos und ihre Zuhälter ungehindert über Finnland einreisen konnten und die wirtschaftliche Notlage der breiten Bevölkerung des Gaidar-Raubtier-Kapitalismus nach Kräften nutzten. Für den Westen mag Gaidar ein Pionier der Freiheit sein, in Russland entschuldigt man sich, wenn man den Namen nur erwähnt, weil eine ökonomische oder politische Diskussion das erfordert, etwa wie meine streng katholische Oma sich bekreuzigt hatte wenn das Wort "Satan" oder "Teufel" ausgesprochen wurde.

    Man könnte Jelzin gleichermaßen verantwortlich machen, aber Jelzin nimmt keiner ernst, nur ein blödgesoffener, korrupter ehemaliger KP-Funktionär, der Präsident gespielt hat. Gaidar war der Kopf.

    Gaidar ist nicht verhasst, er gilt als die leibhaftige Pest!

    Die Verbindung des Bären, der in Russland eine hervorgehobene Bedeutung als Symbol des Russischen Reiches hat,  mit käuflichem Sex verstößt unweigerlich gegen das Geschmacksempfinden.

    Tänze, die an eine Strip-Bar erinnern, stehen für käuflichen Sex.

    Auf Handel mit Kindern für käuflichen Sex reagieren die Behörden des bösen Putinreiches besonders allergisch!

    In sofern wundert es nicht wirklich, wenn, wie die Presse meldet, eine Polizeieinheit ermittelt, die für schwere Straftaten zuständig ist, da die Behörden aller Wahrscheinlichkeit nach prüfen, welche Kontakte die Tanzschule hat und ob ihre Betreiber im genannten Zusammenhang bereits auffällig geworden sind. Es wird ja auch erst einmal nur ermittelt und die vorläufig geschlossene Schule kann wieder eröffnet werden, so die Tanzlehrerin eine Tanzlehrerin ist und keine Tanzlehrerin, die ihre Schülerinnen gegen Bares anbietet.

    Ein Vorwurf der Prüderie sagt deutlich mehr über lüsterne Knilche in Redaktionsstuben aus als über das Thema.

    Auch wenn die Regierung Putin vor allem anderen ihre Politik nach dem Vorbild der Bundesrepublik unter Helmut Kohl ausrichtet und seine Partei in diesem Sinne christlich-konservativ zu nennen ist, Prüderie ist nicht Russlands Sache!

    Der Frühling erwacht und Frauen und Mädchen richten sich her und schmücken die Straßen alleine durch ihre Existenz und ich denke darüber nach, eine  verspiegelte Sonnenbrille zu kaufen, um nicht als glotzender alter Sack rüberzukommen. Das ist in Russland so wie in allen anderen Teilen der Erde, wo nicht die freiheitlich-demokratischen Salafitenfreunde der westlichen Wertegemeinschaft den Ton angeben.

    tara-lynne-barr-god-bless-america

     

     

    Post Scriptum: Hatte ich schon über FEMEN gelästert, weil sie ständig Putin attackiert haben?

    Ich ändere meine Meinung!

    Daaa sie den Westen genauso behandeln wie Russland, bin ich jetzt ein FEMEN-Freud!

     

    Share Button
    PDF24 Creator    Sende Artikel als PDF   


  • Ratz-FAZ

    Als führendes Organ des Russenhasses scheint die FAZ mit Joffes Outlet wetteifern zu wollen.

    Ich frage mich ja öfter, wie das im internen Kreis funktioniert: wer gebietet wem, schreiben Blätter wie die FAZ der Politik vor oder umgekehrt?

    Am 7.April schimpft die FAZ über irgendwelche Ausländerfeindlichkeit irgendwo in Deutschland.

    Anlass ist das Feuer von Tröglitz.

    Ein Akt der "Ausländerfeindlichkeit", heißt es.

    "Ausländerfeindlichkeit" ist genau genommen lediglich ein politisches Wort.

    Wie das meiste, womit unsere moderne Politik hausieren geht, hält der Begriff "Ausländerfeindlichkeit" keiner kritischen Betrachtung stand.

    Es bezeichnet wörtlich eine Feindseligkeit gegenüber Menschen aus anderen Ländern, umfassend, Feindseligkeit gegenüber Menschen, die aus egal welchem anderem Land kommen, Feindseligkeit gegenüber allen Menschen, die aus allen anderen Ländern kommen.

    So etwas existiert aber nicht, was existiert ist Feindseligkeit gegenüber spezifischen Kulturen.

    PEGIDA wendet sich explizit gegen Menschen aus dem ehemaligen osmanischen Reich.

    Aber PEGIDA legt Wert darauf, auf jegliche Gewaltanwendung zu verzichten.

    Führende Kreise des Landes, die sich über PEGIDA echauffieren sind da wesentlich militanter, und die FAZ ist ein geradezu abschreckendes Beispiel.

    Nicht gegen die Bürger der Nachfolgestaaten des osmanischen Reiches: sie betreiben eine blutrünstige, Völkermord in Kauf nehmende Hetze gegen Russland und die russische Kultur.

    Alles ist willkommen, was geeignet ist, gegen Russland zu hetzen.

    Der Rassismus gegen Russen ist so brutal, dass Rassismus gegen Russen überhaupt nicht auffällt.

    Beispielsweise ist die Darstellung von Russen in den meiste Äktschn-Filmen aus Hollywood derart entstellend und erniedrigend, dass der berüchtigte "Jud Süß" daneben vergleichsweise harmlos wirkt in seiner Darstellung der Juden.

    Der Zweck ist der nämliche: es geht darum, den Menschen aus Russland per se als Bedrohung der eigenen Zivilisation zu diffamieren.

    Die Tötung des Russen wird von Hollywood als einzig passable Lösung angeboten.

    Lediglich hochgewachsene, schmale und blonde Russinnen sind ausgenommen, und natürlich schwule Russen.

    Ab und zu auch etwas anders: die dunkelhaarige Tolokonnikowa darf auch überleben.

    Aber nur solange sie dem Westen dient und man die Hoffnung nicht aufgegeben hat, dass sie sich doch noch für Playboy auszieht.

    Gegen die Kulturen des europäischen Südens darf kräftig Stimmung gemacht werden, darin sind sich  (fast) alle einig, wenngleich weniger aggressiv, eher mit Geringschätzung.

    Aber der italienische Pizzabäcker ist willkommen, solange er nicht zur neapolitanischen Mafia gehört (der zweite Halbsatz ist eine ironische Bemerkung, die mit Vorurteilen spielt) und pünktlich die Pizza liefert.

    Ablästern gegen Griechen kann als salonfähig bezeichnet werden.

    Den Vertretern der westlichen Siegermächte des 2.Weltkrieges wird kaum Feindseligkeit entgegengebracht.

    Amerikaner, Engländer, Franzosen, sie sind eher Leute, mit deren Bekanntschaft man prahlt.

    Kritik am Fehlverfhalten, um mich euphemistisch auszudrücken, der Washingtoner Führungsriege gar wird unkritisch und undifferenziert als "Antiamerikanismus" niedergebügelt, obwohl die Kritiker in der Regel das keineswegs sind, sogar durchwegs Amerikaner als Zeugen ihrer Kritik aufrufen, amerikanische Musik hören und amerikanische Filme schauen.

    In dieser Ausgabe der FAZ philosophastert ein Herr Rühle 5 Seiten lang darüber, warum gegen Russland Abschreckung betrieben werden müsse.

    Er versteigt sich dabei in einen dumpfen und blutrünstigen Rassismus, der jeglicher Vernunft entbehrt.

    Wodurch fühlen sich die blutrünstigen Militanten wie Herr Rühle eigentlich so bedroht, dass ihre Realitätswahrnehmungen und ihre Ratio totalversagen?

    FAZ 1

    Durch die beiden rot gekennzeichneten Sätze macht Herr Rühle unumwunden klar, dass er den Krieg gegen Russland wünscht und eine "Gefahr" durch den "bösen Iwan" als Naturgegebenheit betrachtet, ein verlustig gegangenes Allgemeinwissen. Russland wird zur Feindeszone, gegen die der Westen sich mit allen erdenklichen Waffen einigeln müsse, Völkerverständigung zum Alibi für Leute, die zu feig sind, in den Krieg zu ziehen.

    Mir fallen da durchaus pathologische Begriffe ein, nach welchem der Herr Rühle einmal untersucht werden sollte.

    Zwangseinweisungen sind möglich, wenn der Patient als fremdgefährdend eingestuft wird, und fremdgefährdender als kriegslüstern kann ein Mensch nicht sein, auch wenn diese Kriegslüsternheit Resultat irrationalen Verfolgungswahns ist, denn der Mann gefährdet ja nicht nur das eigene Umfeld, sondern den gesamten Planeten.

    FAZ 2

    Der Absatz ist einfach nur Quatsch, weil erstens definiert er den Begriff Abschreckung nicht, eine Definition ist eine Begriffserklärung, was er tut ist Strategien aus dem Begriff ableiten.

    Der Duden definiert Definition folgendermaßen:

    DUD

    Aber vielleicht sind die Wahnvorstellungen des Herrn Rühle schon so gesteigert, dass er sich für einen Papst hält, der unfehlbare Entscheidungen zum Umgang mit Russland trifft.

    Zweitens: auch das mit dem "Kosten-Nutzen-Kalkül" entspringt wohl eher seiner Phantasie, abgeschreckt wird man dadurch, dass man fürchtet, mehr auf den Deckel zu kriegen als auszuteilen.

    FAZ 3

    Es gibt allerdings zahlreiche Beispiele, in denen ein an Material militärisch schwächerer Gegner oder zahlenmäßig SCHEINBAR unterlegener Gegner gesiegt hat, dann war er aber nicht unterlegen sondern überlegen, nur eben nicht materiell.

    Vielleicht hat er seinen Sun Tzi besser verstanden. Oder hatte die bessre Motivation, wie man in der Ukraine beobachten kann, wo das Ukrainische Militär ein Sauhaufen ist, der materiell hundertfach überlegen bisher nur abgelost hat.

    Das sollte sich nun mittlerweile sogar bis zur FAZ  rumgesprochen haben dass Pearl Harbour kein Überraschungsangriff sondern ein von den USA provozierter Angriff war, eine Falle, in die die Japaner getappt sind und das Weiße Haus sehr wohl davon unterrichtet gewesen ist, dass der Angriff stattfindet, nur eben den genannten Teil der Flotte verschrottet hat. Der japanischen Seite ging es nicht um "Schockstarre" sondern um Zurückdrängung mit dem Ziel, die Energieversorgung Japans wiederherzustellen, und es war auch keine "mal ausprobieren ob's klappt" sondern der einzige Weg, den sie gesehen haben, die amerikanische Blockade zu durchbrechen. Das Beispiel gehört also so gar nicht hierher, sofern man die korrekten historischen Fakten benennt.

    Na schön, man kann den Artikel Absatz für Absatz durchgehen, das ist aber müssige Zeitvergeudung.

    Später lässt er sich zur Ukraine aus, und das einzige, was dazu zu antworten geht: die FAZler wollen es einfach nicht begreifen, dass die Ereignisse um die Krim und den Donbass Reaktion auf den vom Westen arrangierten Putsch in Kiew gewesen sind! Das zweite, ebenso wesentliche, was der FAZ zu hoch ist, ist eine Einsicht, dass die Auseinandersetzungen in der Ukraine eine interner Zerfall des Staates Ukraine sind und keine Folge einer russischen Intervention, wobei es stimmt, dass Russland den Russen in der Ukraine hilft.

    Die Bedrohung geht also vom Westen aus, und das einzige, bei dem man dem Herrn Rühle recht geben könnte, wäre, dass Abschreckung sinnvoll sein kann, weil das mit dem Putsch in Kiew nur möglich war, weil Russland seit dem Ende der UdSSR keine militärische Abschreckung mehr betrieben hat.

    Als Reaktion auf das sich immer weitere Überziehen bald des gesamten Planeten mit Krieg durch den Westen und seiner Verbündeten wie Saudi-Arabien, das so freiheitlich-demokratisch ist, dass dort sogar die Salafiten unumschränkt herrschen dürfen, nebst westerzeugter Terrororganisationen wie Al Kaida, hat Russland begonnen, sein militärisches Potential hochzufahren.

    Nicht schön, aber logisch.

    Herr Rühle interpretiert die Welt upside down. Ob aus Unkenntnis der Wirklichkeit oder aus Russophobie, also der russenfeindlich-spetifischen Ausprägung von Ausländerfeindlichkeit, vermag ich nicht zu beurteilen. Ist auch nicht nötig. Wichtig ist, dass er diese Sorte Ausländerfeindlichkeit schürt!

    Und wichtig ist, dass die FAZ sich das zur Hauptaufgabe gemacht zu haben scheint!

    Ein weiterer Artikel in der Ausgabe vom 7.4. schreibt von einer Ludmila, die dafür bezahlt worden sei, in Foren usw. für die Russische Regierung Propaganda zu machen.

    Dieses Haus in Petersburg wurde ja schon öfter erwähnt, gerüchteweise, jetzt soll es bewiesen sein, weil es eine Ludmila sagt. Mehr Recherche wird nicht ersichtlich, es reicht, dass es eine Ludmila sagt, und der Schreiber zeichnet eine düstere Atmosphäre.

    Kann schon sein, dass diese Agentur existiert.

    Was der Autor nicht zu wissen scheint, ist, dass die erste solche Agentur in Tel Aviv gegründet wurde, von der Ben Gurion Universität und es in Israel ein völlig normaler Studentenjob ist, für Israel zu trollen.

    Das ist kein Geheimnis, davon kann sich jeder selbst überzeugen.

    Die Agentur in Petersburg, so sie existiert, ist ja auch nicht geheim, wenn Kreti und Pleti sich dort bewerben können und sie Anzeigen schaltet, vielleicht sollte die FAZ jemanden zur Bewerbung hinschicken, um die Geschichte zu überprüfen, denn dieses konspirative Rumgetue, das der Artikel macht, wirkt unseriös.

    Eine Zeitung mit dem Budget der FAZ sollte mehr draufhaben, als eine Frau XY, die sich "outet".

    Organisiertes Trollen betreibt heutzutage nahezu jeder Staat.

    Die US-Regierung hat es zugegeben, dass sie es tut. Ich habe Hinweise erhalten, dass die deutsche Bundeswehr es tut, konnte das aber nicht persönlich überprüfen.

    Dann gibt es also, so die Infos stimmen, auch ein paar Russen, die das tun. Na und?

    Eine Tageszeitung hätte sich doch wenigstens das Haus einmal zeigen lassen können!

    ludi

    Die Beschreibung dessen, was in der Agentur abgehen soll, klingt in diesem Absatz durchaus glaubwürdig.

    Ist in Tel Aviv genau gleich!

    Sollen wir also die FAZ als Troll-Magazin bezeichnen, da sie sinnlosen Unfug im Internet betreibt?

    Aber sie verfolgt natürlich einen Sinn. der Aufwiegelung zum Rassenhass!

    Dieses Wort kann man ruhig benutzen um die russenfeindliche Propaganda der FAZ zu beschreiben. Korrekt ist es nicht, denn von der gängigen Rassenzuordnung her sind die Russen genau die gleichen Leute wie wir.

    Ein weiterer Artikel beschwert sich verhalten und devot darüber, dass in einer Gegend in den USA Homosexualität per Gesetz verboten wird.

    Nicht das Propagieren von homosexuellen Praktiken gegenüber Minderjährigen, wie das in Russland der Fall ist, Homosexualität selbst.

    Ich habe schon öfter darauf hingewiesen, dass das russische Gesetz seinen Ursprung im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch Minderjähriger hat und nicht in angeblicher Schwulenfeindlichkeit.

    Das braucht aber noch etwa 2 Generationen, bis deutsche Journalisten und Politiker das kapieren.

    Das amerikanische Gesetz hingegen ist pervers, weil niemand es sich aussucht, ober er/sie homosexuell oder heterosexuell ist.

    Ich will mir gar nicht vorstellen, was für eine Flut an Hasstiraden die deutsche Presse, allen voran die FAZ, gegen Russland losgetreten hätte, wäre das in Russland geschehen!

     

    Share Button
    PDF24 Creator    Sende Artikel als PDF   


  • Third Person – Realität und Wahrnehmung

    Nun, ich glaube nicht an Objektivität!

    I

    Sie ist eine akademische Erfindung, und glaubt man an einen Schöpfer des Universums, so wäre dies die einzige Kreatur, die der Objektivität fähig sein kann.

    Objektivität ist der moderne Irrglaube oder Aberglaube.

    Sie ist meines Erachtens eine Folge des Cartesianismus, ein menschlicher Größenwahn, der als Reflex auf den christlichen Totalitarismus des Abendlandes entstanden ist.

    Der Glaube, der dem Christentum entgegengesetzt wird läuft unter dem Namen Wissenschaft, Methoden, die ständig damit befasst sind, Irrtümer mit neuen Irrtümern zu korrigieren.

    Selbst die vermeintlich exakten Wissenschaften wie die Physik stoßen sehr schnell an die Grenzen der Wahrnehmung.

    Physiker wie Schrödinger und Heisenberg haben nachgewiesen, dass die aller Technologie zugrunde liegende Physik physikalisch falsch ist.

    Es handelt sich um Modelle, die funktionieren, und eine Sprache, in der die Ingenieure kommunizieren können, um ihre Arbeit zu machen.

    Dagegen gibt es natürlich gar nichts einzuwenden; bedenke ich, dass ich gestern mit meinem alten Corolla aus dem 20.Jh. durch die wütendsten Stürme Bayerns mit 140 kmh über die Autobahn brausen konnte, so muss ich sagen, die Ingenieure haben bei der Konstruktion des Fahrzeuges gute Arbeit geleistet ebenso wie die Arbeiter bei der Produktion des Fahrzeuges.

    Die Arbeit schreitet voran, das aktuelle Nachfolgemodell ist noch dutzendmal besser.

    Flugzeuge fliegen um die Welt und wenn sie abstürzen hat das meines Überblicks nach nie zur Ursache, dass sie fehlerhaft konstruiert wurden.

    Andere Geräte, deren Herstellung höchste Präzision erfordern, Saiteninstrumente etwa, wurden schon gebaut ehe die Physik als Wissenschaft wesentlich wurde. Die Geigen, mit denen Julia Fischer oder Hilary Hahn arbeiten, wurden von Handwerkern gebaut, die ihre Arbeit ebenso ernst genommen hatten wie die genannten Solistinnen und nicht von Wissenschaftlern.

    Andere Wissenschaften sind schon etwas problematischer, entbehren aber nicht der Berechtigung, wie zum Beispiel die Sprachwissenschaften.

    Natürlich macht es Sinn, die Sprachen der Menschen zu analysieren und die Ergebnisse zu systematisieren.

    Hier fängt aber bereits ein Problem an, das die sogenannte Wissenschaft erzeugt: die Dogmatisierung der Sprache!

    Beispiele:

    1. Im Schulunterricht wird oft ( es gibt auch sehr gute Lehrer, die andere Ergebnisse erzielen, was aber an ihren individuellen Fähigkeiten als Vermittler liegt) das Dogma eingepflanzt, die Verwendung der Materie aber unterdrückt. So hat man den Widerspruch, dass Schüler zwar gute Noten, sagen wir in Englisch haben, aber nicht in der Lage sind, auf Englisch zu kommunizieren oder englische Texte so zu lesen, dass sie den Inhalt erfassen. Sie haben das System verstanden, aber nicht den Sinn.

    2. Ich schreibe in einen Text die Formulierung: "Das stimmt nix!" um auszudrücken, dass eine Aussage, mit der der Text sich beschäftigt,  falsch war. Eine Türkin liest es und macht sich lustig, da würde ja ihr kleiner Neffe wissen, dass man das nicht so schreibt.

    Tatsächlich entstammte die Formulierung genau so von einem jugoslawischen Arbeiter, der sie in einer konkreten Situation gebraucht hatte, ich hatte sie also der lebendigen Sprache entnommen und in den Text eingefügt, weil es im Kontext für mich Sinn ergeben hat, so zu verfahren und nicht die hochdeutsche Formulierung "Das stimmt nicht" anzuwenden.

    Das konnte die Türkin nicht wissen, es hat sie auch nicht interessiert, sie wollte prahlen, als Türkin einen Deutschen in der Anwendung seiner Muttersprache übertreffen zu können, was genau genommen eine tragikomische Situation war. Ich habe schon häufiger erlebt, dass Ausländer den Sprachgebrauch von Deutschen nicht verstehen, aber glauben, sie müssten Deutsche in der Verwendung ihrer eigenen Sprache schulmeistern, eine Sache, über die man sich auch ärgern kann und eine Sache, die nur Deutsche sich gefallen lassen. Engländer etwa würden einen Ausländer, der ihr Englisch verbessert schlicht auslachen!.

    Ähnliches ist mir mit einer Ukrainerin passiert, als ich in einem Text die Endung -heit/keit in dem Sinne verwendet hatte, wie Martin Heidegger das machte. Sie kommentiert das prompt mit: "Das ist kein deutsches Wort, weil es steht nicht im Duden!" Nachdem sie nachgeschlagen hatte, versteht sich.

    Nein, wir sind keine Engländer, wir übergehen so eine Anmaßung höflich.

    3. Es gibt einen deutschen Horrorfilm mit dem besonders deutschen Titel "Lost Place".

    Die Geschichte selbst ist nicht besonders originell, sie wurde schon oft erzählt, aber mir hat dieser Film wirklich gut gefallen! Das lag vor allem daran, dass die SchauspielerInnen völlig natürlich reden, wie man eben in der Gegend, aus der sie kommen redet, und kein Schauspielschul-Hochdeutsch. Wäre letzteres der Fall gewesen, wäre der Film zu nichts weiter geronnen als eine nicht erwähnenswerte Imitation eines amerikanischen Drehbuchs.

    Die Dogmatisierung der Sprache ist auch noch nicht besonders alt, sie entstand um den ersten Weltkrieg herum, und bedeutet vor allem eine Verstümmelung der Sprache.

    Interessant ist dabei auch der Fakt, dass mit zunehmender Dogmatisierung der Sprache das Niveau der Literatur in der Breite betrachtet proportional abnimmt. (In der Breite, Ausnahmegenies wie der literaturgeschichtlich betrachtet erst kürzlich verstorbene Thomas Bernhard sterben natürlich nicht aus, was meine Aussage aber nur bestätigt, denn die literarisch interessanten Arbeiten im Deutschen kommen in absoluten Zahlen viel häufiger aus dem weniger dogmatischen Österreich als aus dem wesentlich bevölkerungsreicheren Deutschland.)

    Oder ist das kein Fakt sondern nur meine subjektive Wahrnehmung?

    Gänzlich abgleiten in das Reich des Herumphantasierens tut die Wissenschaft (und nein, das ist kein schlechtes Deutsch sondern absichtlich so ausgedrückt) in akademischen Disziplinen des Typs Psychologie, Soziologie, etc.

    In einer Abhandlung eines nahmhaften Psychologen, ich habe leider vergessen, wer das jetzt war, es ist zu lange her, über Siegmund Freud bin ich auf den Satz gestoßen "Siegmund Freud war ein schwacher Theoretiker aber ein guter Arzt", der trotz seiner Theorien bei seinen Patienten hervorragende Ergebnisse erzielte. Der Abhandler psychologisiert das dahingehend, dass Freuds Theorien diesem halfen, seine Arbeit zu machen, quasi als Stützgeländer, aber nicht auf andere Ärzte übertragbar seien.

    Ich bin kein Arzt, ich kann das nicht beurteilen und es trägt diese Anekdote zu meinem Text hier auch nicht viel bei, sie soll nur darauf hinweisen, dass die Betreiber dieser Disziplin sich über die theoretische Grundphilosophie, mit der sie arbeiten, gänzlich uneins sind.

    Ich urteile als einer, der schon mal auf der Couch  lag – bildlich gesprochen, versteht sich, denn in Wirklichkeit saß ich immer auf unbequemen Stühlen.

    Haben Sie schon mal eine Therapie gemacht?

    Nun, ich schon.

    Anfangs habe ich über Tatsachen zu reden versucht, es stellte sich aber schnell heraus, dass diese Leute nichts kapieren von dem, was ich sagen will, im Gegenzuge aber versuchen mich nach angelernten Schemata, die sie für unumstößliche Weisheit ihrerseits halten, zu manipulieren.

    Widerspricht man ihnen, werden sie ärgerlich und das Gespräch wird zäh.

    Gibt man ihnen recht sind sie glücklich und das Gespräch wird kurz.

    Nach einer Weile bin ich dazu übergegangen, ihnen kompletten Bockmist zu erzählen und mich an ihrer Dünkelhaftigkeit im Reagieren darauf zu ergötzen.

    Auf Dauer verliert das seinen Reiz, vor allem, wenn man bedenkt, wie teuer diese Leute sind und man wesentlich günstiger wesentlich bessere Shows haben kann.

    Aber es gibt durchaus Leute, die mir versichert haben, die Gespräche mit Psychologen konnten ihnen sehr helfen.

    Möglicherweise mag das Studium der Psychologie für andere Dinge durchaus Nutzen haben: der Horror-Regisseur Wes Craven hatte Psychologie studiert ehe er im Filmgeschäft anfing.

    Ich denke schon, dass das zu seinen Erfindungen von Figuren und Szenen beigetragen hat. Aber die sind ja zum Glück nur Reflexion von Realität und keine Realität.

    Journalismus kann man auch studieren, muss es aber nicht, und das ist nun als akademische Disziplin gänzlich der Griff ins Klo!

    Das Studium des Journalismus soll dem Journalisten den Nimbus des Objektiven verleihen.

    Ich habe noch nicht einmal den Anspruch an Journalisten, objektiv zu sein, weil ich eben an Objektivität nicht glaube.

    Ich beanspruche aber Fairness von ihnen. Oder der Journalistin.

    Ein Journalist kann nur die Informationen verarbeiten, die ihm zugänglich sind. Diese reflektiert er unter vielerlei subjektiven Gesichtspunkten.

    Alleine, wenn ein Gesprächspartner ihm sympathisch ist, neigt er mehr dazu, ihm Glaubwürdigkeit zuzubilligen als einem, den er nicht mag.

    Er ordnet und gewichtet Informationen gemäß seines Weltbildes, seiner Vorerfahrungen etc., das kann ein Mensch nicht abstellen und soll es auch gar nicht.

    Auf diese Weise kann die Presselandschaft in unterschiedlichen Medien unterschiedliche Gesichtspunkte darstellen, und die Konsumenten haben die Möglichkeit, aus diesen unterschiedlichen Darstellungen ihr eigenes Bild herauszufiltern.

    Das Parteibuch verweist mal wieder auf einen Fall, in dem die Tagesschau die Wirklichkeit aber wieder derart geradezu vergewaltigt, dass es nur mehr als skandalös bezeichnet werden kann!

    https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2015/04/02/jemen-kurz-zensiert-von-der-deutschen-marchenschau/#more-14206

    Und wenn ein Tageschausprecher allen Ernstes im neuesten Krieg der freiheitlich-demokratischen Menschenrechtler, diesmal in Gestalt der Saudis, die Aggressoren in einem Angriffskrieg als "saudische Verteidiger" bezeichnet, dann macht sich diese Kreatur zum schreibtischtäterischen Kriegsverbrecher!

    Wie mein Zitat von der Deutschen Presse Agentur im vorherigen Beitrag zeigt, wissen deutsche Journalisten sehr genau was im Jemen geschieht!

    Die dpa äußerte sich zu Jemen fair!

    Also weiß es auch dieser jämmerliche Fernseh-Fuzzi!

     

     

     

    II

    So, nun weiß man zwar ziemlich viel darüber, was ich mir zum Thema Realität und Wahrnehmung denke, hat aber noch keinerlei Hinweis darauf bekommen, warum der Titel mit "Third Person" anfängt.

    Tja, das ist ein Film, den ich mir diese Woche angesehen habe! In Horrorfilmen kann ich mir wirklich alles ansehen, was der kranken Phantasie entspringt, es kann mir nichts anhaben, weil ich mir immer bewusst bin, dass es Quatsch ist. Sie reizen die Nerven, erzeugen Schrecksekunden, Grusel oder Ekel, sofern sie gut sind, sie dienen vor allem meiner Unterhaltung.

    Third Person plätschert dahin, ohne dass viel geschieht, aber hinterlies bei  mir einen sehr flauen Magen!

    Liam Neeson spielt einen Schriftsteller bei der Arbeit.

    Der Film beginnt mit Liam Neeson am Schreibtisch und endet mit Liam Neeson am Schreibtisch.

    Die Geschichten, die dazwischen passieren, sind ein Gewebe aus den Phantasien, die er zu Papier bringt, oder, wie das heute ausgedrückt werden müsste, in den Rechner, und seinen Erlebnissen, die zu den Geschichten führen, wobei der Zuschauer nicht unterscheiden kann, was Fiktion und was Erlebtes ist.

    Mila Kunis spielt ein Mädchen, das es immer von Herzen gut meint, aber derart verspult ist, dass ihr nichts gelingen kann.

    James Franco scheint mir ein imaginärer Alter Ego Liam Neesons zu sein.

    Vor allem beeindruckend und nachwirkend fand ich aber den Charakter von Olivia Wilde. Die ist mir bislang nicht besonders aufgefallen bis auf dass sie bemerkenswert hübsch ist, was bei Hollywood-Frauen nun nicht gerade zu den seltensten Eigenschaften zählt, in diesem Film aber spielt sie ein Frauen-Opfer der krassesten Sorte, und das dermaßen plastisch lebensecht, dass mir zwischenzeitig durch den Kopf ging "Der wird es doch hoffentlich im wirklichen Leben nicht auch so ergangen sein!".

    Die Geschichte mit Olivia Wilde wäre für mich gar nicht aushaltbar gewesen, würde nicht eine weitere Geschichte, die eigentlich auch nicht nett ist aber irgendwie eben doch nett ist, dazwischengestreut, in der Adrian Brody als amerikanischer Angeber in Rom auf eine Zigeunerin trifft.

    Ein Zuschauer eines Filmes neigt dazu, sich mit der Hauptfigur des Filmes zu identifizieren, und Liam Neeson führt einen da wirklich in einen üblen Abgrund!

    Sie können am Ende des Filmes die Frage, was er getan hat und was er nur ausgedacht hat, nicht beantworten, denn Sie können die Realität seines Charakters nicht herausfiltern.

    Sie bleiben, sozusagen, auf Ihrer subjektiven Wahrnehmung sitzen!

    mila-kunis-olivia-wilde-third-person-tiff-portrait-session-17

    In diesem Sinne wünsche ich eine frohe Ostern und ich wünsche sie auch unseren Journalisten.

    Denen gebe ich noch den Rat mit: Sie glauben natürlich nicht an die Auferstehung Christi, und Sie glauben auch nicht daran, dass Hasen Schokoladeneier legen.

    Aber halten Sie sich vorsichtshalber trotzdem an das 9.Gebot: "Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten!"

    Wissen können Sie es nämlich nicht, ob Sie nicht am Ende doch vor einem Gott stehen, der Rechenschaft von Ihnen verlangt! Sie vermuten nur, es wäre nicht wahr, so, wie Christen nur vermuten, es sei wahr!

     

     

    Share Button
    PDF Creator    Sende Artikel als PDF   


  • Teutsches Miserere

    Das Assoziierungsabkommen EU-Ukraine wurde denn durch den Bundestag gewunken.

    Milliardenkredite des Westens wurden zugesagt.

    Geht man davon aus, dass eine deutsche, und soviel ich weiß ist das in der ganzen EU und den USA gleich, Bank nur 6% der Kreditsumme gedeckt haben muss, kann man vermuten, dass die schönen, großen Kredite, die da so hübsch generös Poroschenko und Yatz zugeschustert werden, in erster Linie eine Kapital-Schöpfungsmaßnahme sind.

    Es haftet das Volk der Ukraine, ausgegeben wird das Geld, unter Abzug der Schmiergelder und sonstiger notwendiger Auslagen, für den Einkauf von Waffen aus der EU und den USA, die dort für das Recycling ausgemustert wurden.

    Eine Win-lose-Situation.

    Da fürderhin der Existenzgrund des Staates Ukraine darin bestehen soll, allen Bedarf in der EU zu decken, mit Ausnahme "tödlicher Waffen", die von den USA geliefert werden, die Ukraine selbst aber nur viele Bewohner aber kein Geld hat und eine zusammenbrechende Wirtschaft, macht das durchaus Sinn.

    Poroschenko und Kolomoiski lassen ihre Wiseguys aufeinander los – na und?

    Die Rechnung bleibt sich gleich – Geld wird generiert, 94% davon existieren nur als Zahlen in Form von Rechnereinträgen, eignen sich aber, die Menschen in der Ukraine, welche nicht den Schutz eines der beiden Paten genießen, bis auf die Unterhose auszuplündern, unter dem Vorwand, Schulden müssten zurück bezahlt werden.

    Das von Goldman Sachs entwickelte Griechische Modell, kommt einem in den Sinn.

    Im Bundestag leiert der Bundesaußen-Sozialdemokrat Steinmeier ohne Rot zu werden das Narrativ herunter, welches seine Behörde in Schriftform bereits unter die Gemeinde gebracht hat. Und ohne sich lächerlich vorzukommen, denn eigentlich weiß er ja sicher, dass keiner ihm das abnimmt, der ein wenig in die Thematik eingearbeitet ist.

    Ironischerweise muss man sagen, McCain hatte Recht, als er Steinmeier der Unglaubwürdigkeit geziehen hatte, ein Mann, der, wie im Februar letzten Jahres, für einen Vertrag die Schirmherrschaft übernimmt und am nächsten Morgen das vergessen hat, ist unglaubwürdig.

    Umso mehr ärgert man sich über den Strolch, wenn er es tatsächlich fertig bringt, den Krieg im Donbass als Folge einer "Annexion" der Krim zu beschreiben.

    Der Krieg ist eine unmittelbare Folge von Steinmeiers Feigheit, Heuchelei und Verlogenheit. Freilich nicht nur, aber auch.

    Jedoch, das will ich auch betonen, einem McCain steht es nicht zu, das zu sagen.

    Jedenfalls, lange Rede kurzer Sinn, vorübergehend rentiert es sich, die Ukraine mit 40 Milliarden und mehr an Krediten zu versorgen, die, wie gesagt unter Abzug des üblichen Obolus an die Korruption, für den Einkaufsbummel im Westen gedacht sind und die dann in Form von Arbeitskraft und Naturalien des Typs Land, Bodenschätze, Immobilien etc. zurückgezahlt werden müssen.

    Vorübergehend, denn die Rechnung ist ohne den Wirt gemacht, und ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass eine auf Waffengewalt begründete Herrschaft der jetzigen Führung lange aufrecht erhalten werden kann, besonders, da die freiheitlich-demokratischen Menschenrechtler sich immer häufiger gegenseitig an die Gurgel gehen, wie der Zickenkrieg Poroschenko-Kolomoiski zeigt.

    Im Jemen haben wir tatsächlich einen vom Volk vertriebenen Präsidenten, der sogar schon zurückgetreten war, und den will nun Saudi Arabien mit einem Angriffskrieg wieder einsetzen.

    dpa hat diesen Fall in einem Satz auf den Punkt gebracht:

    jemen

    War nicht der Sozi-Siggi erst in Saudiland um dort eine Menge Waffen hin zu verkaufen?

    Na wenn ein so zahlungskräftiger Kunde der deutschen Rüstungsschmieden einen Angriffskrieg führt, dann kann das ja nur legitim sein!

    Man gibt so viel Geld nicht für Waffen aus, um die dann in der Wüste verstauben zu lassen!

    Und werden die Waffen benutzt, steigt die Auftragslage!

    Kenner der Region gehen davon aus, dass sie sehr lange benutzt werden, denn nur eine saudische Besatzungsmacht kann den geschassten Präsidenten an der Macht halten.

    Die Saudis benötigen dafür Nachschub an Kohle, also muss der Ölpreis wieder steigen.

    Ist also auch rentabel, dieser Krieg.

    Kenner der Region spekulieren aber schon, dass dieser Krieg möglicherweise bis zum Sturz des Hauses Saud führen kann – und bedenkt man, dass innerhalb Saudi Arabiens die Schiiten auch keine fröhlichen Menschen sind, kann es womöglich sogar dazu kommen, dass die sich lieber mit den Huthi zusammentun als mit ihren Unterdrückern in Riad. Die Waffenbrüder Saudi Arabiens Al Chalifa sind auch nicht beliebt im eigenen Land, das mehrheitlich von Schiiten bewohnt wird.

    Berlin scheint in beiden Fällen eine Menge westlicher Werte, sprich: steigende Zahlen auf Bankkonten, einzuholen.

    Eine innere Stimme sagt mir, dass Berlin keinen Plan B hat. Berlin hatte noch nie einen Plan B. Was Berlin angeht, ist alternativlos.

    Und das könnte dieses Abenteurertum auf Dauer sehr teuer werden lassen.

     

    Share Button
    PDF erstellen    Sende Artikel als PDF   


  • Steigerung des Irrsinns – anlässlich des Todes von Ivana Hofmann

    I.

    Am 7.März diesen Jahres, so heißt es, ist Ivana Hofmann, eine Teenagerin aus Duisburg mit togolesischem Vater und deutscher Mutter, so heißt es, im Krieg der USA und ihrer verbündeten Golfmonarchien gegen Syrien  und Russland gefallen.
    Ich beginne sofort damit, worum es in diesem Artikel wesentlich gehen wird, und wem das nicht passt, der braucht gar nicht erst weiterlesen:
    Was soll das werden? Sammelt sich jetzt jede Winz-Clique, die um einen Schnipsel vom Kuchen der politischen Macht ringt, ihre Söldner im Ausland zusammen und wirft sie in's Feuer, bis von der Region nichts mehr übrig ist oder Uncle Sam seinen erhofften Krieg zwischen EU und der Russischen Föderation bekommt?
    Wikipedia sülzt einen schmalzigen, (vorwiegend im Konjunktiv verfassten, was gelinde gesagt, eine Karikatur auf lexikalische Einträge ist) Artikel heraus, der sie zur "ersten Frau aus Deutschland", die für Kurdistan im Kampf gegen ISIS gefallen sei, hochjubelt und die DKP brüllt ein sprachlich-ästetisch nur schwer ertragbares Heldenlied in's Internet, telepolis schwadroniert studentisch-links.
    Oder sage ich besser: Heldinnenlied?
    Die feministische Ideologie eskaliert als Einheitsfront von radikaler Linker bis zu Uschi von der Leichen: modern und aufgeklärt sein heißt: werft die Frauen in den Krieg!
    Oder haben die einfach zu viel ferngesehen?
    An der Front werden die nämlich schnell darüber belehrt werden, dass Buffy und Lara Croft keine Realitätsbeschreibungen sind und mit wenigen Ausnahmen Frauen gegen militärisch trainierte Männer körperlich keine Chance haben!
    Ich weiß, das ist entgegen aller modernen Glaubensbekenntnisse, sich dergestalt zu äussern, aber es muss gesagt werden um Leben zu retten: WIE PERVERS MUSS MAN SEIN, JETZT AUCH NOCH DIE FRAUEN IM KRIEG ZU VERHEITZEN!?!
    Krieg ist kein sportlicher Wettkampf, der nach Regeln funktioniert und es ist auch kein zufälliger Streit, wo einigermassen erzogene Männer angehalten sind, sich Frauen gegenüber rücksichtsvoller zu verhalten als unter Geschlechtsgenossen, im Krieg geht es darum, dass ein Gegner den anderen vernichtet!
    Gelaber von Kriegsverbrechen etc. sind Dinge, über die man in warmen Stuben diskutiert, im Feld geht es alleine um: entweder du oder ich…
    Natürlich hätte das 19-jährige Mädchen in Duisburg einen Beitrag leisten können, meinetwegen auch ihrer Clique an die Macht zu verhelfen, sie als Söldnerin in den Krieg gegen entschlossene Islamisten zu schicken war Mord!
    Es kursierten Fotos von Gaddafis vergewaltigten und zerstückelten Leibgardistinnen und ihre Schänder prahlten mit ihren Untaten, unterstützt von SZ, FAZ und Springerpresse.
    Wenn diese trainierten Frauen keine Chance hatten – kann wirklich jemand so blöd sein, zu glauben, eine Schülerin aus Duisburg richtet etwas aus?
    Eine Teenagerin ist durch die, zu welchen sie aufschaut, leicht beeinflussbar. Junge Menschen wollen sich beweisen, ihre Kraft erproben und sich Ansehen derer erwerben, die sie bewundern. Sie suchen ihren Platz im Leben. Sie sind leichte Beute!

    II.
    Lassen wir den pathetischen, revolutionsromantischen Rotz beiseite. Ein junger Mensch fühlt Unbehagen an der Welt in die er hineinwächst und neigt zum Idealismus. Diese Menschen wollen sich engagieren, etwas bewegen. Alle Menschen diesen Schlages stellen bald fest, dass ihr Engagement Rennen im Hamsterrad ist.
    Gibt eine Gruppierung ihnen die Möglichkeit, das "echte"zu tun, fallen sie darauf rein. Ihnen fehlt der Überblick und die Lebenserfahrung, einschätzen zu können, worauf sie sich einlassen!
    Man erzählt ihnen von der revolutionären Zukunft, von der neuen Welt, die sie bauen können und sie haben ihr Leben noch vor sich, sie träumen eine Welt, in der sie leben wollen, und durch solche politischen Gruppierungen, die irgendwo in der Fremde Krieg führen, bildet sich die Illusion, diese Welt sei zum Greifen nahe.
    Natürlich fühlt es sich intensiv an, die Gemeinschaft der SchicksalsgenossInnen und die tägliche Gefahr.
    Egal ob die demokratische Peschmergakumpanei des Reichstages, Juden und Jüdinnen, die für Israel sterben würden, ein Kalifat für Moslems, irgendwelche MLs für solche, welche eher zum Sozialismus neigen oder neuerdings eine Christliche Miliz – für jeden Geschmack existiert irgendein Bataillon oder ein "befreites Gebiet" im Schmelztiegel der Hölle, wo einst die Staaten Syrien und Irak gewesen sind.
    Was diese Leute nicht wissen, ist, dass ihre erträumten Zukunftswelten gar nicht auf dem Programm stehen. Kein Kalifat, kein Gelobtes Land, kein Kommunismus, keine Demokratie.
    Der Tag wird kommen, an dem die Führer der stärksten der politischen Gruppierungen sich in einem Festsaal in New York oder einer anderen Metropole zusammensetzen und die Pfründe untereinander verteilen.
    Oder so ein Tag kommt nie und der Krieg dauert ewig, wie im Falle Israel/Palästina.
    Klar, fallen die eingesammelten SöldnerInnen, singen die "Brüder und Schwestern" ihnen beim Begräbnis Ständchen und halten hochtrabende Reden.
    Das zielt auch auf einen Rekrutierungseffekt ab.
    An Jahrestagen wird der Gefallenen gedacht.
    Diejenigen, welche den Krieg überleben werden nach dem Tag der Einigung ihr blaues Wunder erleben.
    Sie sind nämlich überflüssig geworden und haben nichts gelernt, das für irgendetwas gut ist.
    Man wirft sie weg wie Müll.
    Ganz davon abgesehen, dass Menschen, die aus dem Krieg heimkommen, in der Regel derart einen in der Klatsche haben, dass sie das soziale Leben stören.
    Was glaubt ihr: warum sind die Hälfte der amerikanischen Obdachlosen ehemalige Angehörige der Streitkräfte?
    In Istanbul arbeiten ehemalige Soldaten als Schuhputzer.
    Ivana Hofmann schrieb irgendetwas von Hoffnung auf ein befreites Kurdistan. Das einzige befreite Kurdistan, das realistisch möglich ist, ist ein befreites Kurdistan von Washingtons Gnaden in Absprache mit Israel und Ankara.
    Eine fanatisierte Linksradikale aus dem Pott ist da nicht eben die Wunschgenossin.
    Wie verantwortungslos kann man sein, wenn man eine Jugendliche einfängt für einen Krieg, der nicht ihrer ist?
    Wenn ein Mädchen in den Kampf ziehen will, oder ein Junge, und die Kontaktleute sagen nicht: "Halte dich da raus! Du kannst agitieren oder Spenden sammeln, um die Leute vor Ort zu unterstützen, aber das Land ist nicht dein Land und der Krieg ist nicht dein Krieg;" dann wißt ihr, diese Leute meinen es nicht gut mit euch, sie benutzen euch!

    III.
    Linksradikale, Anarchos wie Kommunisten, schwadronieren gerne in Phantasien vom Spanischen Bürgerkrieg.
    Sie reden über Durruti und Orwell, der übrigens als Agent des britischen Geheimdienstes dort war, und manchmal hört man die LP von Ernst Busch.
    Wenn ihr eine Darstellung haben wollt, die ganz ohne politische Voreingenommenheit die Realität beschreibt, dann lest Heminways "For whome the Bell tolls". Lest den Roman, schaut nicht den Film. Der Film ist Hollywood. Der Roman schildert wie und warum die Front der 2.Republik zusammengebrochen ist.
    Nichts am Spanischen Bürgerkrieg war spannend, feierlich, heldenhaft, es war schmutzig, brutal und deprimierend. Viele sind nach Spanien gegangen, weil sie die letzte Hoffnung darin suchten, die Faschisierung Europas aufhalten zu können.
    Sie konnten es nicht.

    IV.
    Einen gewißen Unterschied macht es, wenn aus der Armee entlassene Soldaten in einen Krieg ziehen, der sie nichts angeht.
    Sie können den Menschen, die sich vor Ort gegen Angreifer verteidigen müssen im Handwerk des Todes unterrichten. Und allemal besser, als verdingten sie sich für Söldneragenturen des Typs Blackwater.
    Ebenfalls ist es etwas anderes, wenn Menschen aus der Russischen Föderation den Gegnern der Kiewer Junta zu Hilfe kommen.
    Die Grenze zwischen Russland und Ukraine ist eine künstliche, im Dienste politischer und wirtschaftlicher Eliten gezogene.
    Sie existiert seit 22 Jahren und hat davor während der gesamten Menschheitsgeschichte nicht existiert.
    Sie durchschneidet Familienzusammenhänge, sie durchschneidet was in Jahrtausenden an gemeinsamer Geschichte, Kultur und Wirtschaft gewachsen ist.
    Die 22 Jahre ukrainischer Staat haben den Menschen in der Ukraine nur Elend und Unglück gebracht.
    Gelaber von "Völkerrecht" und "staatlicher Integrität" ist Hirnmasturbation für Akademiker und was übrig bleibt sind nichts weiter als Pokerkarten auf dem geostrategischen Schlachtfeld.
    In der Ukraine selber wird der Krieg sich ausdehnen, das ist unvermeidlich.
    Ein Beispiel?
    Monsanto wird sich das Areal unter den Nagel reißen, welches von den Nachfahren der Machnotschnina bewohnt wird.
    Deren Vorfahren hatten es sich erkämpft unter der Parole: "Das Land denen, die es bebauen!"
    Es ist das Erbe der Menschen, die dort leben und es ist das Vermächtnis für ihre Kinder und Kindeskinder.
    Aus freiheitlich demokratischer Menschenrechtssicht des Westens ist es eine simple Privatisierung in einem Nachfolgestaat der UdSSR.
    Es ist den Menschen dort aber herzlich egal, welche Wirtschaftstheorie oder politische Ideologie an westlichen Universitäten gerade up to date ist.
    Kommt Monsanto, werden sie als Invasoren empfangen, die das Land rauben wollen.
    Das Witzparlament Rada kann beschließen, was es will, gefällt den Leuten nicht, was beschlossen wird, erkennen sie die Autorität nicht an.
    Natürlich werden die Schergen der westlichen Konzerne es mit Waffengewalt durchsetzen wollen.
    Aber das sind keine Indios in den Anden oder am Amazonas, die man einfach so wegballern kann und verscharren, wenn sie nicht spuren.
    Sie werden wie der Donbass die Heimat verteidigen, und sie haben eine Lobby, die Russland heißt!
    Unsere Aufgabe hier in Deutschland ist es nicht, dort hin zu gehen und mit Knarren herumzufuchteln!
    Als Sani hingehen, Hilfslieferungen organisieren, auch als Berichterstatter um der Lügenpresse dokumentarisches entgegensetzen zu können macht Sinn.
    Am wichtigsten aber ist es, zu begreifen, dass dies ein Krieg ist, den die USA forcieren um Europa und Russland aufeinander zu hetzen, damit sie einsammeln können, was übrig bleibt.
    Alles tun, damit der Krieg in der Ukraine beendet wird, damit die Rechnung Washingtons nicht aufgeht, die Bevölkerungen in den EU-Ländern aufgeklärt werden und die Regierungen der EU uns, und mit uns meine ich EU-Bürger, Bürger der Ukraine und Russen, nicht in dieses Feuer werfen.
    Hetzt die Presse zum Krieg auf, kündigt die Abos und spuckt ihnen in das Gesicht!
    Zahlt keine GEZ!
    Kommen Befehle und Verordnungen, die hier antreiben, verweigert den Gehorsam!
    Erhöht den Druck auf die Regierungen, zur Vernunft zurückzukehren!
    Lasst euch nicht verhetzen von Kotzbrocken wie den Becks und Harms!
    Und lasst euch nicht in einen Krieg hineinziehen, egal mit welcher Propaganda, keiner GRÜNEN, keiner faschistischen, keiner demokratischen, keiner linken!
    Aus der Antike ist überliefert, dass der Diktator von Syrakus, Dionysos, einen Gesangswettbewerb veranstaltete, auf welchem Gesänge aus der "Ilias" des Homer mit Gesängen aus "Tage und Taten" von Hesiod wetteiferten.
    Der Diktator, für den Plato das Gesetzbuch schrieb und den Schüler aus Schillers "Bürgschaft" kennen, krönte den Hesiod zum größten Dichter Griechenlands, denn Homer, so befand er, jubelt nur dem Sterben in der Schlacht zu, der Hesiod jedoch feiert die wahren Helden einer Nation, die Bauern, welche in täglicher Mühsal den Kampf gegen sengende Hitze und quälendes Eis aufnehmen, um die Menschen am Leben zu erhalten.

    Hemingway

    Share Button
    PDF Converter    Sende Artikel als PDF   


  • Die Russen können’s einfach nicht lassen uns zu ärgern!

    Und abermals geben die Russen uns ein Beispiel, wie hinterhältig und bösartig sie sind: da werden doch glatt 5 Tatverdächtige im Fall Nemzow lebend festgenommen, anstatt, wie die westliche Wertegemeinschaft es demokratisch vormacht, auf der Flucht erschossen!
    Der Iwan hat echt überhaupt keinen Schimmer, was sich gehört!
    Wo doch Springers Welt extra eine smirnow-vernebelte Korrespondentin hat, die das deutsche Publikum unterrichtet, dass früher oder später alle sterben werden!

    Smirnowa

    Nun ja, dass früher oder später alle sterben werden war so seit Anbeginn der Zeiten, selbst der legendäre Greis Methusalem segnete irgendwann das Zeitliche.
    Schwein Putin, der den Tod in die DNA der Menschen gepflanzt hat!
    Man flennt und tobt in deutschen Redaktionsstuben – hat man doch so einen schönen Mord auf dem Silberteller serviert bekommen, und sogleich soll der Jux vorbei sein? Wirklich bloß eine Woche soll man so einen geilen Braten nutzen dürfen um zum Krieg gegen Russland auf zu hetzen?
    Zum Glück ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Verdächtigen aus eigenem Antrieb gehandelt hatten gering, die Hintermänner gilt es noch ausfindig zu machen.
    Was, wenn daraus die nächste Peinlichkeit erwächst?
    Erinnern wir uns daran, dass Nemzow in seiner Zeit als Führungskraft im Kreml derart korrupt war, dass sogar die Jelzin-Administration ihn hat fallen lassen müssen, um nicht über ihn zu stolpern!

    Zu meinem Erstaunen hat Hans-Ulrich Jörges einen recht vernünftigen Kommentar zum Thema abgegeben, den ich nicht unterschlagen will:

     

     

    Share Button
    PDF Drucker    Sende Artikel als PDF   


  • Wrong Turn X

    Gerade ist "Wrong Turn VI" erschienen.

    Also, ich wil ja wirklich niemandem empfehlen, sich diesen Film anzusehen.

    Er ist widerlich, wie alle Teile der Reihe, aber setzt durch eine Verquickung von Sex und Kannibalismus den Vorgängern noch eines drauf, bleibt dabei penetrant unoriginell, Kenner des Genres haben so gut wie jede Szene schon mehr als einmal gesehen.

    Warum ich ihn dennoch abgesehen habe?

    Nun, jeder hat sein völlig sinnloses Hobby, das der Entspannung dient, meines sind Horrorfilme.

    Damit bin ich übrigens grober Durchschnitt. Horrorfilme sind in, sonst würden  nicht so viele produziert werden.

    Die ersten 3 Teile hatten auch durchaus einige Seitenhiebe, die den Streifen einen Sinn gegeben haben, die letzten 3 Teile waren Aufwärmen abgetakelter Ideen.

    Jedenfalls hatte ich nicht nur "Wrong Turn VI" geguckt, ich habe mir eine "late night double feature picture show" gegönnt. Als Snack gab es Leberknödelsuppe, kein Popkorn.

    Im Anschluss an "Wrong Turn" habe ich mir die Bundestags-Spezialeinlage zu Boris Nemzow  gegeben.

    Beide Shows waren qualitativ bemessen circa gleichwertig.

    Irgendetwas abgelutschtes wird wiedergekäut mit aktuellem Bindeglied.

    Was bei Wrong Turn die inzest-verseuchten Hinterwäldler ist im Bundestag die abgestandene Berliner Politschikeria.

    .Sogar den Jung hat man aus dem Hut gezaubert. Ich wusste gar nicht, dass der noch im Reichstag sitzt. Hat wohl keinen Job in der Wirtschaft bekommen.

    Jung wirft der russischen Justiz vor, den Fall Litwinenko nicht aufgeklärt zu haben. War Jung nicht mal Justizminister? Nee, der war Kriegsminister. Ach sooo! Ich wusste nämlich gar nicht, dass die Russische Justiz in London zuständig ist. Ein Justizminister sollte zwischen russischer und britischer Exekutive unterscheiden können, von einem Kriegsminister kann das unmöglich erwartet werden.

    Oh Marieluise Beck suppte irgendetwas mit süßlichem Dauergrinsen in den Raum, hab schon wieder vergessen was, aber dieses Dauergrinsen unterstich, dass sie wohl mal irgendetwas mit Theologie angefangen hatte zu studieren und die GRÜNEN Haschisch legalisieren wollen.

    Erler als Russlandbeauftragter tanzte die besonders schöne Pirouette, Putin sei für den Mord verantwortlich, aber Spekulieren habe keinen Sinn.

    Man fragt sich heutzutage so oft bei Journalisten und Politikern, ob die überhaupt noch selber wissen, was sie sagen!

    Über Boris Nemzow erfuhren wir in dieser Sitzung, dass er kurz vor der Apotheose stand, im Alleingang Russland und den Weltfrieden gerettet hätte.

    Denn ein Alleingang muss es ja bei einem Politiker, der noch outer als Franz Joseph Jung war, sein.

    Ich glaube mich zu erinnern, das mit den Beweisen, Russisches Militär sei in der Ukraine tätig, die Nemzow gesammelt haben soll, was Poroschenko eingeführt hatte, kam auch irgendwann zur Sprache.

    Blöd, dass der Boris diese Beweise so heimlich für sich behalten hatte, das er sie mit in das Grab nahm.

    Teufel auch, wieder nix!

    Jetzt hat es einen einzigen Menschen auf der Welt gegeben, der beweisen konnte, dass Russland in die Ukraine einmarschiert ist, und der hat vergessen, die Beweise für den Fall seines Ablebens zu sichern!

    Manchmal ist aber auch wirklich der Wurm drin…

     

     

     

    Share Button
    Fax Online    Sende Artikel als PDF   


  • Nur der Vollständigkeit halber

    Einen einst prominenten Mann nachts auf der Straße in den Rücken schießen ist zweierlei: erstens feige, zweitens aufsehenerregend.

    Nemzow, ein abgehalfterter Politiker der Jelzin-Ära, hat das so wenig verdient wie irgendeiner.

    Wer hätte ein Interesse daran, einen Politiker zu töten, dessen Wirkungskreis  trotz massiver Unterstützung durch die Botschaft der USA und McCain persönlich kaum noch in Promille quantifizierbar ist?

    Kai Diekmann vielleicht, der für seine BILD einen neuen Anti-Russland -Märtyrer erschaffen kann.

    Nemzow selber, der wenigstens durch seinen Tod noch einmal Aufsehen erregen kann.

    Beide fallen freilich ebenso aus wie die russische Regierung.

    Westliche Politiker und Medien reagieren wie auf Knopfdruck mit dem Unisono, das für jeden Schwachsinnigen absehbar auf diese Tat folgen würde.

    Was wir wissen ist: die Feuerpause von Minsk II ist die Ruhe vor dem Sturm!

    Die ukrainische Armee und die NAZI-Banden werden ausgerüstet zur großen Offensive, die propagandistisch vorbereitet werden muss, und Nemzow war Teil dieser propagandistischen Vorbereitung.

    Die Neurussen bereiten sich auf den vernichtenden Gegenschlag vor.

    Der Beitrag des lebenden Nemzow zu dieser Propagandastrategie wäre ein Sandkörnchen am Strand gewesen.

    Der gewaltsam sterbende Nemzow ist ein Multiplikator!

    Share Button
    www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF