• Warum Syriza?!

    Von kommunistischer Seite wird geschimpft, Syriza würde ja gar nicht den Kapitalismus kritisieren, sondern nur eine andere Version des Kapitalismus bevorzugen. Die Lösung wäre der Klassenkampf eigentlich?

    Ich bin jetzt 50, kenne Linke aller Variationen seit ich 17 war und habe mich fast 20 Jahre versucht aktiv einzubringen.

    Ich weiß nicht von welchem Klassenkampf die reden!

    Um die Sache einfach und klar auszudrücken: Griechenland hat 60% Jugendarbeitslosigkeit und die 40% in Arbeit haben zum großen Teil ein unzureichendes Einkommen!

    Die griechischen Mädchen, die so aussehen sollten:

    Vanessa Anne Hudgens pic067_30-4-12

    müssen sich täglich mit dem Gedanken herumschlagen, bald so auszusehen:

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    Syriza, die eine Partei der jungen Leute ist, jener, die das Land erben und jetzt Verantwortung übernehmen müssen oder untergehen hat nur eine Möglichkeit: die Probleme unter den gegenwärtigen Bedingungen angehen!

    In Deutschland mag man ja sich den Luxus leisten können, Politik als Hobby zu betreiben und für die Abenteuerlustigen angereichert durch ein real-life-Rollenspiel "Revoluzzer und Schandi" mit dem besonderen Kick, dass der Schandi auch wirklich echt ist, aber die Leute im Süden haben einfach keine Zeit mehr, bis anno ultimo über Trotzki und Stalin, den spanischen Bürgerkrieg und wer gegen wen, was Hauptwiderspruch und was Nebenwiderspruch, welche Klasse was wie wann warum, etc. zu debattieren.

    Sie müssen handeln. JETZT!

    In Griechenland. In  Spanien. In Italien. In Portugal. In Frankreich.

    Die EU ist eine Tatsache.

    Die EU-Granden des Nordens trampeln auf den Ländern herum wie Caudillos auf der Finca.

    Frankreich darf noch ein bisschen den Juniorpartner des mächtigen deutschen Nachbarn spielen. Nicht was die Stimmung in der Bevölkerung anbelangt, die ist im Bewusstsein Lichtjahre ihren Politikern voraus!

    Syriza repräsentiert dieses Voraussein in der Politik!

    Ich sage es jetzt etwas deutlicher als im letzten Artikel: wenn Syriza scheitert, rutschen wir in eine katastrophale Situation: unter der Betonkuppel der alten Herrschaftsstrukturen werden die Menschen unverschuldet darben und in eine perspektivlose Zukunft blicken.

    Das werden die Menschen nicht akzeptieren, und sie werden Wege suche, die Betonkuppel zu sprengen.

    Schaut auf die Ukraine: dort könnt ihr sehen, wie Europas nahe Zukunft aussieht, wenn die alten Herrschaftsstrukturen sich durchsetzen!

    Wollen wir das, ein Europa, das in Unordnung, Hass und Gewalt versinkt?

    Was wir brauchen, sind neue Wege, die den Erfordernissen der Gegenwart Rechnung tragen.

    Kompromisse ja, aber eben Kompromisse und keine Unterwerfung.

    Der heutige Tag kann der erste Schritt auf diesem neuen Weg werden.

    Setzt sich das OXI durch, werden unsere Führungskader bocken. Sie haben die Weitsicht nicht, zu begreifen, dass die EU, wie wir sie kennen, gescheitert ist, aber das Projekt mit neuem, wirklichen Leben gefüllt werden kann und die Bevölkerung reif dafür ist.

    Dann fängt unsere Arbeit an!

    Dann müssen wir sagen: "Schluss, es reicht! Ihr habt eure Chance gehabt und ihr habt sie vermasselt! Jetzt lasst die jungen Leute ran, die neuen Kräfte, die frische Ideen entwickeln können!"

    OXI

     

     

     

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  • Ach ja, Frau Dr.Merkel, was ich ihnen schon immer mal gesagt haben wollte

    kommt morgen:

    300 Tsipras

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  • Merkel’s Schlacht von Asculum

    In Alexis Tsipras Haut will man nicht stecken:

    Vor ihm die die EU im Machtrausch, als größte Finanzmacht unter Washington und eine Ansammlung von 27 Staaten mit der NATO gegen ein kleines Land wähnen sie sich doch tatsächlich im Vorteil.

    Als Staatenbund der Helden werden sie damit nicht in die Geschichte eingehen, aber die Konstellation spricht doch deutlich dafür, dass Griechenland kaum Mittel hat, sich da durchzusetzen.

    Im Rücken agitieren die Linksradikalen, deren Propaganda von der EU bestätigt wird.

    Das Militär droht mit einem Putsch, der sich im Land auf die Rechtsradikalen und außerhalb auf die USA stützen kann.

    Denn eines muss man wissen: wenn die Option des Militärputsches von der offiziellen Presse in das Gespräch eingeführt wird, dann wurde das Szenario hinter den Kulissen längst durchgespielt und liegt als Option auf dem Tisch; ich vermute, das ist so seit der Wahl Syrizas zur Regierungspartei. Es über Presse anzusprechen ist der Testballon, wie die Akzeptanz der Bevölkerung oder die Empörung darüber ausfällt, wovon abgeleitet wird, was noch nötig ist, ihn durchzuführen.

    Sehen wir uns an, was die Politik Syrizas unter Tsipras versuchte:

    Syriza praktizierte eine Politik, welche die EU als Staatenbund gleichberechtigter Nationen anerkannte.

    Syriza ging den Weg, der in westlichen Staaten zur Verteilung der politischen Macht vorgesehen ist.

    Syriza verhandelte um Möglichkeiten, eine wirtschaftliche Strategie, die zu Ungunsten der Bevölkerungsmehrheit ausfällt, mit den Mitteln, die das Recht vorsieht, abzuwenden und einen für alle, also auch die Milliardäre, zufriedenstellenden Kompromiss zu erzielen.

    Natürlich sind Griechenlands Reeder, die Milliardäre, Griechenlands Hauptproblem. Die Reeder machen ihre Milliarden mit einer lukrativen und erfolgreichen Handelsflotte, und bezahlen keine Steuern. Witzig, gelle, die EU verlangt drastische Steuererhöhungen von der griechischen Bevölkerung, mit der Klythemnestra, besser transkribiert Klytämnestra, (Κλυταιμνήστρα ) Merkel, wie sie im Bundestag betonte, ja so unendlich solidarisch ist, aber spricht die Reeder nicht einmal an. Sie halten in Griechenland Hafenanlagen und haben eine Urlaubsvilla irgendwo, aber sie leben nicht in Griechenland und haben ihr Vermögen nicht auf griechischen Banken. Tsipras hat hier überhaupt keine Handhabe. Wer eine hätte, ist die EU, die aber friert lieber 200,00€ schwere Konten von Russen ein als griechische Reeder zu zwingen, ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahrzunehmen.

    Tsipras fuhr in St.Petersburg die Spannungen mit Russland herunter und öffnete eine Türe, aus der Spirale der Eskalation auszusteigen.

    Tsipras ging der Troika viel weiter entgegen als gut ist, doch die Troika akzeptiert nur eine Antwort auf ihre Forderungen: die bedingungslose Kapitulation.

    Was sie nicht wissen: sie leiten damit ihren langsamen, qualvollen Selbstmord ein! Der Selbstmord der EU ist nicht der rasche-Kugel-durch-den-Kopf-Tod, es ist das qualvolle Ersticken dessen, der sich erhängt, aber so dämlich dabei anstellt, dass sein Genick nicht bricht, sondern der zuckend und röchelnd erwürgt wird vom Seil, das er selbst sich um den Hals gewunden hat.

    Linksradikale und Rechtsradikale wittern schon Aasgeruch; sie lauern mit triefenden Lefzen und lüsternem Lechzen in ihren Löchern, endlich die Kadaver der Syriza-Regierung ausweiden zu dürfen!

    Die EU opfert ihren unschuldigsten Anhänger: es war ja nicht die Regierung Tsipras, welche das Problem verursacht hat, es war nur Tsipras, der angetreten war, um es zu lösen.

    Tsipras zur Kapitulation zu zwingen führt aller Welt vor: Politik ist überflüssig. Verhandlungen gibt es nur als Beiwerk zu Sektparties mit Jean-Claude & friends, Wahlen sind sinnlos und nur eine kostspielige Volksverarsche!

    Die EU-Granden wollen das, weil es ihnen einen Machtrausch verpasst, Radikale wollen das, weil es ihnen Zulauf verschafft.

    Desparate people take desperate masures, und wenn es legal keinen Weg gibt, dann schlage ich mir einen! – so wird es für weite Teile der Bevölkerung weitergehen.

    Griechenland ist nur der Anfang, das spüren alle.

    Spanien und Italien werden unweigerlich folgen.

    Dann Frankreich.

    Freut euch nicht darauf. Denn es ist nichts Gutes daran.

     

     

     Bleibt übrig, ist die Elegie des Simonides zu singen:

    "Wanderer, kommst du nach Sparta,

    verkündige dorten, du habest uns hier liegen gesehen

    wie das Gesetz es befahl!"

     

     

     

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  • Die Geier kreisen über Athen

    wohingegen die Eulen eilig zu ihrer Herrin Pallas Athene fliegen.

    Ein Dadaist würde jetzt wohl etwas sagen wie:

    "Die Haie bellen kotzende Wut!"

    und dem Klassiker fallen Zitate ein des Typs:

    "Es ist der Bruder hier im Haus

    Es ist Orest, der es getan hat!"

    Die FAZ titelt "Empörung über Athen".

    Aigistos Schäuble und Klythemnestra Merkel hatten sich das leichter vorgestellt: Blockieren, die Macht des Volumens Deutschland gegen das Volumen Griechenland setzen, dann werden die schon einbrechen.

    Ich führe die Symbolik der Mythen um Argos (hier nach Hugo von Hoffmannsthals Version) nicht von ungefähr ein: Tsipras ist jung und unerfahren, aber sichtlich ein guter Kämpfer! Er hat die alte Machtelite, die Demokratie predigt und Diktatur ausübt, vorgeführt!

    Merkel und Schäuble stehen wie Klythemnestra und Aigistos für eine alte Herrschaftsstruktur, unter der die Menschen psychisch und geistig kaum mehr Luft bekommen und die überwältigende Bevölkerungsmehrheit ökonomisch ihr Leben für ein paar Euros verkaufen muss.

    Sie stehen für eine Herrschaftsschicht, die bereit ist, das Wohl aller für den eigenen Erhalt zu opfern.

    Alexis Tsipras hingegen repräsentiert eine frische, unverbrauchte Offenheit der Zukunft gegenüber.

    "Ich muss hier warten. Bis sie mich rufen.

    Ich habe einen Auftrag an die Frau!"

    Wenn man Lust hat, kann man das Ganze auch in Klamotten beschreiben.

    Syriza kleiden sich nicht, wie die alte Platzhirsche in ihren Einheitsanzügen, denen man schon ansieht, dass die darin eingewickelten etwas zu verbergen haben.

    Sie kleiden sich nicht wie wir, als wir noch junge Linke gewesen sind, als kämen wir gerade frisch aus der Mülltonne gekrochen, was von meiner Seite die Verbundenheit mit den Verdammten dieser Erde inmitten der Wohlstandsgesellschaft ausdrücken sollte.

    Und sie kleiden sich nicht wie – igitt, mir wird schlecht, wenn ich nur daran denke! – wie GRÜNE, die mit trotzig-beleidigter Mine im Bundestag Socken stricken.

    Sie tragen moderne, schicke Kleider, lässig, wie der Stil es verlangt.

    Die Aigists und Klythemnestras haben verstanden: Hat Syriza Erfolg, sind ihre Tage gezählt!

    Hier geht es nicht um Geld (allein).

    Hier geht es um Weichenstellung!

    Tsipras Aufgabe: den europäischen Süden auf Augenhöhe mit dem europäischen Norden zu bringen!

    Tsipras Haltung: leben und leben lassen!

    Tsipras Kampf: das Schwert gegen die alten Eliten erheben! (Theatralisch gesprochen, versteht sich!)

    Ihr wollt uns stürzen?

    Die EU-Herrscher haben uns nicht gewählt, das griechische Volk hat uns das Mandat gegeben. Fragen wir das griechische Volk, ob wir weitermachen sollen oder aufgeben, das ist das Referendum!

    Die EU hat verstanden und Aigist Schäuble spielt seine letzte Karte aus: Geld.

    Es ist das einzige, was die EU hat, immer hatte, das sind ihre europäischen Werte, ihre Demokratie, ihre Freiheit, ihr Humanitarismus.

    Ihre einzige Kraft, ihr trockenes Blut.

    Schäuble schlägt wütend die Türe zu und brüllt, Tsipras habe die Tür zugeschlagen.

    Aber wir wissen: dieses Türknallen ist nicht das Ende. Es ist der Anfang!

    Und wir hören Elektra rufen:

     

    Ich habe Finsternis gesät
    und ernte Lust über Lust.
    Ich war ein schwarzer Leichnam
    unter Lebenden, und diese Stunde
    bin ich das Feuer des Lebens und meine Flamme
    verbrennt die Finsternis der Welt.
    Mein Gesicht muß weißer sein
    als das weißglühende Gesicht des Monds.

    Wenn einer auf mich sieht,
    muß er den Tod empfangen oder muß
    vergehen vor Lust.
    Seht ihr denn mein Gesicht?
    Seht ihr das Licht, das von mir ausgeht?

     

     

     

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  • „καλημέρα!“ – „привет!“

    Der Besuch von Alexis Tsipras in Petersburg kann gar nicht überschätzt werden.

    Es war kein Leichtes, vor den Russen aufzutreten, die Skepsis war den Anwesenden in das Gesicht geschrieben.

    Ich glaube eigentlich nicht, wie andere Analysten, dass es daher kam, dass die anwesenden Russen vorwiegend Konservative waren und Tsipras ein Linker, ich denke, dass es ein menschlich tiefergehendes Problem ausdrückt als irgendeine politische Selbstverortung: Tsipras gehört als griechischer Führungspolitiker zur EU, und in Russland hat man sich langsam daran gewöhnt, dass Hinterhältigkeit der zweite Vorname eines jeden europäische Politikers ist.

    Obama versucht seit geraumer Zeit, Tsipras gegen Merkel auszuspielen, aber Tsipras scheint nicht blöd genug zu sein, auf die Intriganz Washingtons hereinzufallen. Er kriecht nicht unter den Mantel Obama's gegen Merkel, er spricht mit Putin.

    Seine Rede vor dem Petersburger Wirtschaftsforum war da unmissverständlich: ihr kann herausgehört werden, dass er die Zukunft der Weltwirtschaft nicht in Unterordnung des Planeten unter das Diktat und die Bedürfnisse Washingtons sieht.

    Tsipras begrüßt die multipolare Ordnung, wie sie von den BRICS verfolgt wird. Er kritisiert den europäischen Imperialismus.

    Jetzt muss er nur noch beweisen, wie ernst es ihm ist. Ein erster Schritt hierfür ist getan: die Unterzeichnung des Pipeline-Vertrages.

    Turkish-Stream ist eine Antwort Russlands auf die erpresserische Politik der EU betreffs South-Stream, Griechenland wird mit an Bord sein.

    Damit schwächt Griechenland die Kriegstreiberfront der EU.

    Genau genommen übernimmt er damit indirekt auch die Aufgabe Berlins, zum Wohle der Bundesbürger zu handeln und nicht gegen deren Wohl.

    Andererseits: während Griechenland und die EU nur ein unbeliebtes politisches Konstrukt und eine dysfunktionale Währung verbindet, haben Russen und Griechen die byzantinische Konfession als Gemeinsamkeit, was eine politische Annäherung erleichtern mag.

    Während dessen hört man von griechischen Linksradikalen, die durch Europa ziehen und anstatt auch nur einen winzigen konstruktiven Beitrag zu leisten das einzige tun, wozu Linksradikale befähigt sind: großmäulig herumlästern und die politische Arbeit sabotieren.

    Das könnte vernachlässigbar sein angesichts des geringen Zuspruchs, den sie genießen, doch es sorgt für unnötigen Ärger, wenn diese Angeber einem wo sie können in den Rücken fallen, und es unterstützt und stärkt die Aggression der EU-Führung.

    Wer weiß: vielleicht hören wir ja noch von einer Olivenzweig-Revolution in Athen.

    Es hat Logik, dass Pussy Riot unter Linksradikalen beliebt ist – beide sind überlaut, querulant und für das Gemeinwohl nutzlos.

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  • Endlich: Der Fußball wird frei und demokratisch!

    Joseph Blatter ist also doch zurückgetreten zur Feier seiner Wiederwahl.

    Die neuen Regeln der FIFA lauten wie folgt:

    Ab jetzt macht das FBI die Rules, endlich wird das Tor 20 Meter breit und 10 Meter hoch.

    Auch die entsetzlich diktatorische Struktur, dass jedes Land nur eine Stimme haben darf kann endlich auf der Müllhalde der Geschichte entsorgt werden.

    Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder korrupte Pimpales-Staat ebenso viel zu sagen habe wie eine USA oder eine Europäische Demokratie.

    Fürderhin gilt bei Abstimmungen:

    USA, Israel  und die Länder des Golf Cooperations-Rates: zusammen 30 Milliarden Stimmen

    EU: 200 000 Stimmen

    Lateinamerika, Asien, Afrika und Russland: alle zusammen eine Stimme

    Als FIFA-Präsident auf Lebenszeit mit Erbrecht für seine Söhne wird der jordanische Prinz Ali gewählt: was soll man denn sonst mit einem jordanischen Aristokraten anfangen, der erst mal seine halbe Verwandschaft umbringen müsste um auf den Thron zu kommen? – die Demokratie verschafft ihm einen menschenwürdigen Ersatz, das ist sein angeborenes Menschenrecht.

    Da die USA das einzige Land im Universum sind, in dem keine Korruption stattfindet, werden zukünftige Weltmeisterschaften ausschließlich in den USA ausgetragen.

    Zu Beginn jeden Spieles ist vom Publikum geschlossen zu singen:

     

             "Demokratie, Demokratie über alles,

              Über alles in der Welt,

              Wenn sie stets zu Schutz und Trutze

              Schwesterlich zusammenhält!"

     

    Nicht unter freudigem Lachen mitsingen kann mit Freiheitsentzug und unbezahltem Dienst im Straßenbau nicht unter 20 Jahren geahndet werden. Das Vermögen des Nicht-Jublers wird beschlagnahmt.

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  • Wär’s nicht so traurig könnte man ja lachen…

    Odessa hat nun von Poroschenko Saakaschwili als Gebietsgouverneur vor die Nase gesetzt bekommen.

    Als erstes fällt langsam auf: die Ukraine, das Land, welches unter allen mir bekannten Ländern derzeit jenes ist, welches am, man vergebe mir die unflätige Ausdrucksweise, meisten nationalistischen Dünnschiß quirlt, ist mittlerweile auch das Land, in dem bald jede Führungsposition, von den einheimischen Mafiabossen abgesehen, von Ausländern besetzt ist.

    Ob als Müllhalde für ausgemusterte Canaillen wie eben jenen georgischen Traum oder als Zwischenlager für amerikanische Reichensöhnchen wie Biden's Hunter, sie alle werden den einheimischen bevorzugt mit Begründungen, die andeuten, zurückhaltend ausgedrückt, dass die Einheimischen entweder zu blöd oder zu korrupt wären, ihre Geschicke selber zu leiten.

    "Hurraaahhh!, wir haben den Euromaidan gerevoluzzt, jetzt fickt uns nach Strich und Faden wie ihr wollt!"

    (Und abermals entschuldige ich mich für den sprachlichen Unflat.)

    Der Spiegel tat sich besonders hervor mit seriöser Berichterstattung zum Thema:

    Spiegel Saka

    Ob der Spiegel auch schreibt "Am 11.September 2001 kamen in New York einige Menschen zu Tode, weil 3 Hochhäuser in Brand gerieten" werden wir gegen Ende des Jahres erfahren, die Medien werden uns sicherlich nicht verschonen mit mindestens einer Woche 24 Stunden täglich 'Gedenken an September eleven', und auch der Spiegel wird seinen Teil beitragen.

    Schätzen wir es politisch ein: es kann nichts anderes sein, als eine Provokation der Bürger von Odessa!

    Ich meine: ein Typ, der mit nem fetten Tritt in den Steiß aus dem eigenen Land rausgeflogen ist und sich dort nicht mehr blicken lassen braucht so er den Knast vermeiden will! Der wegen Korruptionsvorwürfen gesucht wird, was schlecht ausgedrückt ist, weil ja jeder weiß, wo er sich aufhält, nämlich nur wenige Kilometer von der georgischen Staatsgrenze entfernt, wird eingesetzt um die Korruption in Odessa zu bekämpfen, die vor allem darin besteht, dass die Verbrechen der Leute, die ihn einsetzen, nicht aufgeklärt werden.

    Irgendwie will man die Leute zur Weißglut bringen, damit der Krieg dort fortgesetzt werden kann, denn gegen die Volksrepubliken Donezk und Lugansk traut man sich nicht mehr.

    Dazu passen die Gerüchte, Poroschenko den Friedensnobelpreis verleihen zu wollen. Das Schlimme an dieser Nobelpreisgeschichte ist nicht dass sie auftaucht, das Schlimme ist, dass man sich vorstellen kann, er könne ihn tatsächlich verliehen bekommen!

    Lebende amerikanische Präsidenten gehen langsam aus, Clinton fehlt noch auf der Liste. Ich vermute, der hat ihn nur deswegen noch nicht, weil zu viele Demokraten und zu wenige Republikaner Nobelpreisträger sind und die Buschs mit der Auszeichnung zu beglücken würde dann doch sogar Akademiker damit überfordern, eine Begründung zusammen zu erfinden.

    Also muss Billie Blowjob leiden. Das Leben ist ungerecht.

    Es kann durchaus sein, dass Poroschenko ihn bekommt, denn der Nobelpreis wird ansonsten an willfährige Knechte des amerikanischen Imperiums verliehen, um deren Image auszuwerten.

    Voilà, Poroschenko tut Aufwertung not!

    Dann können die Ukrainer zwar immer noch nicht visafrei reisen, aber immerhin haben sie die Ehre, die ersten zu sein, die dem Nobelpreiskomitee einen offiziellen Mafiaboss als "and the winner is" zugeführt zu haben.

    Möglicherweise verbessert das die Chancen für al Capone postum ausgezeichnet zu werden für dessen Verdienste, den amerikanischen Traum popolär gemacht zu haben.

    "Populär" sagen Sie? Nein, vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich schreibe.

    Der ärmste, nämlich der amerikanische Traum, hat ja schon wieder am Fußball zu leiden.

    Ich erinnre mich noch, als die Fußballweltmeisterschaft in den USA ausgetragen wurde.

    Dort gab es zwar keine eingesessene Profiliga, aber dafür haben die Sportbosse von dort offiziell von der FIFA verlangt, die Tore ein paar Quadratmeter größer zu machen, weil das amerikanische Publikum sich bei so wenigen Toren, wie da fallen, langweile.

    Kein Witz!

    Aber eigentlich harmlos; Amis haben keine Kultur, sie haben nur Entertainment, da kommt so etwas schon mal vor.

    Und Unterhaltsames hatte der Angriff auf die FIFA: da will man dem Blatter an das Bein, Sie wissen schon was, (zu viele unflätige Worte sind auch nicht schön) um Fußball gegen Russland zu missbrauchen, da stellt sich heraus, dass es keine Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der WM an Russland gab, wohl aber an Katar, mit dem man sich eigentlich gut versteht, es diente hervorragend gegen Gaddafi, es dient hervorragend gegen Assad, es wird als Kandidat gehandelt, russisches Gas zu ersetzen – und nun schnellt der Angriff wie ein Boomerang zurück!

    Ich würde wirklich gerne lesen, was in 200 Jahren, sollte es dann noch Menschen geben, in den Geschichtsbüchern über unsere Zeit steht.

    Lange wird es so nicht weitergehen – oder doch?

    Fasst man alles zusammen, was in nur einer Woche an Idiotie und Lächerlichkeit auf der politischen Weltbühne abgezogen wird, dann wirkt es fast wie ein Wunder, dass überhaupt noch etwas funktioniert!

     "Ich halte es nicht für besonders klug, solche Einreiseverbote überhaupt auszusprechen." kommentiert Steinmeier die russischen Einreiseverbote gegen westliche Politiker.

    Auf der offiziellen Seite der Bundesregierung kann man finden:

    Steingeier

     

    Alleine die Behauptung aufzustellen, Russland habe die MH17 abgeschossen, berechtigte Russland zu Sanktionen auch gegen Steinmeier.

    Wie sagte Opa immer: "Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!"

    Da sind sie aber ganz schön in ihrer gehirnamputierten Arroganz beleidigt, wenn sie plötzlich ihre eigene Medizin schmecken müssen!

    Kein Satiriker hätte ausreichend Phantasie, sich auszudenken, was in einer Woche Berichterstattung durch die Medien geht.

    Schon mal Christoph Martin Wieland's  "Geschichte der Abderiten" gelesen?

     

    "Indessen konnten gleichwohl Natur, Zufall und gutes Glück mit zusammen gesetzten Kräften einmal so viel zuwege bringen, daß ein geborner Abderit Menschenverstand bekam. Aber wenigstens muß man gestehen, wenn sich so etwas begab, so hatte Abdera nichts dabei geholfen. Denn ein Abderit war ordentlicher Weise nur in so fern klug als er kein Abderit war; – ein Umstand, der uns ohne Mühe begreifen läßt, warum die Abderiten immer von demjenigen unter ihren Mitbürgern, der ihnen in den Augen der Welt am meisten Ehre machte, am wenigsten hielten. Dies war keine ihrer gewöhnlichen Widersinnigkeiten. Sie hatten eine Ursache dazu, die so natürlich ist, daß es unbillig wäre, sie ihnen zum Vorwurf zu machen.

    Diese Ursache war nicht, (wie einige sich einbilden) weil sie z. B. den Naturforscher Demokrit – lange zuvor eh er ein großer Mann war – mit dem Kreisel spielen, oder auf einem Grasplatze Burzelbäume machen gesehen hatten –

    Auch nicht, weil sie aus Neid oder Eifersucht nicht leiden konnten, daß einer aus ihrem Mittel klüger sein sollte als sie. Denn – bei der untrüglichen Aufschrift der Pforte des Delphischen Tempels! – dies zu denken hatte kein einziger Abderit Weisheit genug, oder er würde von dem Augenblick an kein Abderit mehr gewesen sein.

    Der wahre Grund, meine Freunde, warum die Abderiten aus ihrem Mitbürger Demokrit nicht viel machten, war dieser: weil sie ihn für – keinen weisen Mann hielten.

    «Warum das nicht?»

    Weil sie nicht konnten.

    «Und warum konnten sie nicht?»

    Weil sie sich alsdann selbst für Dummköpfe hätten halten müssen. Und dies zu tun waren sie gleichwohl nicht widersinnig genug."

     

    Es wird ein Wieland sein müssen, den das Schicksal beruft, die "Geschichte der Europäischen Union und ihrer Politiker" zu schreiben. Keinem anderen kann man das zumuten.

     

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  • Neulich in Axels Bude

    wellmann 01

    (…)

    Wellmann 02

    Wie Wellmann sich für den Ausgleich einsetzte dokumentiert die Bild in einem Interview vom 23.08.2014:

     

    wellmann

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  • Die Flüchtlingsfrage

    Die politische Debatte trennt Flüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge von einander ab, der eine ein hehrer, selbstloser politischer Kämpfer, dessen Leben schützenswert ist, der andere ein schnöder, gemeiner Gierschlund, der einfach mehr Kohle haben will. für die er nix tun braucht.

    Begründet wurde die Einführung des bundesdeutschen Asylrechts mit den Erfahrungen der deutschen Exils 1933 bis 1945.

    Man darf nicht übersehen, dass 10% der Deutschen damals vor den NAZIs in das Ausland geflüchtet sind, darunter der größte Teil der kulturellen Elite.

    Das Argument ist schön, aber eine Lüge.

    Das bundesdeutsche Asylrecht war eine politische Waffe gegen den Ostblock, man wollte Überläufer aus den sozialistischen System erzeugen.

    Das hat lange Zeit nicht wirklich geklappt.

    Wer in den ersten Jahren nach Kriegsende aus der UdSSR und ihrem Einflussgebiet in den Westen flüchtete war politisch verfolgt – weil er mit den NAZIs kollaboriert hatte!

    Später ist so gut wie keiner wegen politischer oder religiöser Überzeugung vor den Kommunisten geflüchtet, wer kam, und das waren verschwindend wenige, ging nicht zur Freiheit und Demokratie, er kam zum scharfen BMW.

    Solschenizyn beispielsweise, der als konservativer Russe und orthodoxer Christ tatsächlich politisch und religiös verfolgt war, flüchtete nicht. Er hatte kein Interesse daran, außerhalb Russlands zu leben.

    Er wurde hinausgeworfen! Ausgebürgert.

    Putin versucht eine Politik, die umsetzt, wofür Solschenizyn eingestanden war, woran wir die Perfidie erkennen können: als Einsamer in den Wäldern Finnlands ist die Positionierung recht, weil sie gegen die Kommunisten verwendet werden kann, als Politik des Kreml ist es das Böse auf Erden.

    Was Jugoslawien anbelangt: von dort kamen Gastarbeiter, die nie vor hatten, hier zu bleiben! Sie arbeiteten in der deutschen Industrie mit der Perspektive, sich mit dem verdienten Geld zuhause etwas aufzubauen.

    Ostblock und Jugoslawien sind zerschlagen.

    Die Kommunisten sind weg, das Asylrecht blieb.

    Jeder kann den Fakt beobachten, dass von überall her, wo der Westen Demokratie und Freiheit hin exportiert, die Menschen flüchten.

    Die glorreichen Revolutionen, die überall irgendwelche Regierungen, die von unserer Presse als "autoritär" beschrieben werden, stürzen, führen nur zu einem: sie entziehen den Menschen die Existenzgrundlage und etablieren politische Regime, die den Menschen jede Perspektive nehmen, sich in überschaubarer Zeit eine Existenzgrundlage zu schaffen.

    Selbstredend versuchen sie in die Länder überzusiedeln, die sich als Hüter der Freiheit und Demokratie mit übermächtiger Wirtschaft präsentieren.

    Ich hatte, als das los ging mit der Flüchtlingswelle aus dem Kosowa, die Frage gestellt: was ist dort los, dass plötzlich eine solche Bewegung entstand?

    Die verspätete Antwort lautet: Mazedonien!

    Aber machen wir es uns einfacher.

    Der Gipfel "Östliche Partnerschaft" zu Riga hat den Menschen in der Ukraine keine Visafreiheit gebracht.

    Als ich letztes Jahr im Januar und im Juli in Kiew war und mit vielen Menschen geredet hatte, was sie sich von dem berüchtigten Assoziierungsabkommen mit der EU versprechen, erfuhr ich: Jede einzelne Person, mit der ich sprach, war völlig überzeugt, dieses Abkommen sei der Beitritt zur EU!

    Meine Versuche. ihnen zu erklären, dass das in keiner Weise so sei, führte lediglich dazu, dass sie mir erklären wollten, ich würde auf russische Propaganda reinfallen.

    Übrigens hatte mir nie jemand unterstellt, ich würde russische Propaganda machen, man hielt mich einfach für ein Opfer russischer Propaganda und versuchte mich zu überzeugen.

    Man erzählte mir, dass seit über 10 Jahren Vertreter der EU Veranstaltungen in der Ukraine machen, welche für die EU werben und den Menschen dort genau das suggerieren!

    Während der ganzen Maidan-Geschichte gaben sich Vertreter der EU in Kiew die Klinke in die Hand und peitschten das Volk auf – kein einziger von ihnen hatte auch nur im Ansatz etwas unternommen, diesen Irrtum aufzuklären!

    Im Gegenteil, er wurde vertieft und manifestiert!

    Junge Leute mit leuchtenden Augen hielten mich gar für einen Spielverderber, der ihnen den Beitritt zur EU missgönnt.

    Heute ist die Ukraine ein Land ohne jede Perspektive.

    Der wirtschaftliche Kollaps wird durch zusammengestöpselte Kredite hinausgezögert, aber 30% Arbeitslosigkeit, halbierte Einkommen und verdreifachte Lebenserhaltungskosten gegenüber dem Monat Mai ein Jahr zuvor sprechen eine unmissverständliche Sprache.

    Politisch unter der Knute von Mafiabanden und NAZIs, die die irrwitzigsten Gesetze erlassen und sich an den Krediten bereichern, schwinden nicht mehr Perspektiven, es schwinden die Illusionen von Perspektiven.

    Der Krieg im Donbass muss aufrechterhalten werden um propagandistisch den Leuten vormachen zu können: ja wenn das nicht wäre, dann stünde sich ja alles zum Besten!

    Eine Sache, die bei urbanen Stundenten funktioniert.

    Die Arbeiter im Stadtteil Dnipro, mit denen ich kommunizieren konnte, lassen sich mit so einer billigen Propaganda nicht abspeisen.

    Ein Ergebnis dessen, dass sie nicht täglich mit abstrusen Theorien vollgestopft werden sondern ihre Tage damit zubringen, sich das Überleben zu organisieren.

    Wie dem auch sei, man braucht kein Hellseher zu sein um vorherzusagen: die EU-Fans aus der Ukraine werden früher oder später in Scharen in die EU streben. Die Ukraine ist kaputtbefreit, aber die Menschen werden versuchen sich zu holen was ihnen versprochen wurde, und kommt es nicht zu ihnen, gehen sie an die Quelle!

    Das sind dann Wirtschaftsflüchtlinge, gemäß des herrschenden Duktus, aber freilich flüchten sie vor den wirtschaftlichen Folgen der Politik, denn real existiert der Unterschied von Wirtschaft und Politik nicht.

    Die wirtschaftlichen Interessen bestimmen die Politik und die Politik schafft die Rahmenbedingungen für die Umsetzung der wirtschaftlichen Interessen.

    Und das meint nicht die wirtschaftlichen Interessen der einfachen Bevölkerung.

    Riga gab keine Visafreiheit, weil alle versammelten Führungskräfte der EU wissen, dass ein Massen-Exodus aus der Ukraine einsetzt, sobald diese Hürde gefallen ist.

    Man setzt auf ein Konzept, die Leute in der Ukraine einzusperren und gegen Russland aufzuhetzen. Man investiert in das Militär, um den Menschen in der Ukraine den Beitritt zu militärischen Einrichtungen als einzige wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen.

    Die Strategie ist alt wie die Staaten selbst. Sie ist üblich. Hätte man beispielsweise das ganze Geld, das in den Afghanistankrieg gepumpt wurde, die ganzen hunderte Milliarden pro Jahr, in den Aufbau der afghanischen Wirtschaft investiert, das Land wäre heute Boomtown (und ja, ich weiß, Afghanistan ist ein Land und keine Stadt, aber klingt doch viel lässiger so, irgendwie wie ne alte Punkband ohne Ratten) und von Taliban würde kein Mensch mehr etwas hören wollen dort.

    Lieber hat man mit Blut und Eisen Deutschlands Freiheit am Hindukusch verteidigt, denn ein wirtschaftlich wachsendes Afghanistan wäre auch ein neuer Spieler am Pokertisch, und jetzt verteidigt man Deutschlands Freiheit am Dnjepr mit Blut und Eisen.

    Genau genommen passiert genau, womit das Asylrecht begründet wurde: die 10% der Deutschen, die Deutschland verlassen hatten, flüchteten, weil sie nur die Wahl hatten, entweder bei den NAZIs mitzumachen oder in Deutschland zu Grunde zu gehen oder sich wo anders etwas zu suchen.

    Und so ist es dort: ein Mensch kann bei NAZIs und Gangstern mitmachen, kann eingehen oder kann flüchten.

    Oh, ich vergaß: es gibt ja gar keine NAZIs in der Ukraine. Das sind ja alles freiheitlich-demokratische Menschenrechtler mit ökobio-Monsanto!

     

     

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  • Der hässliche Amerikaner in Sotschi

    Es wird viel spekuliert, ob der Auftritt Kerry's in Sotschi eine neue Weichenstellung der US-Außenpolitik gegenüber Russland ist, Amerika einsieht, Russland nicht in die Knie zwingen zu können und nun die ausgestreckte Hand ergreift.

    Sorry Leute, hier scheint mir der Wunsch Vater des Gedankens.

    Ich war natürlich nicht hinter irgendwelchen Kulissen und bin auch nur auf öffentliche Quellen angewiesen, die ich lesen muss wie jene alten griechischen Wahrsager, die vor fundamentalen politischen und militärischen Ereignissen den Führern eines Stadtstaates oder eines Heeres aus den Eingeweiden erlegter Vögel lasen.

    Lange Gespräche, alles prima, verlautet es aus dem Kreml.

    Natürlich stellt die russische Regierung das Ereignis als Erfolg gegenüber der russischen Bevölkerung dar. Die Geduld Putins zahle sich langsam aus. Normale Politik. Vernachlässigbar.

    Mir scheint bei der freudigen Rezeption seitens der russlandfreundlichen Beobachter, und vor allem bei der Euphorie des Saker eine wesentliche Komponente schlicht übersehen zu werden: in den USA hat das Hickhack um die Nachfolge Obombas begonnen!

    2 Amtsperioden lang war McCain der Schattenpräsident und hat Obama wie seinen Haussklaven mit der Rute vor sich hergetrieben.

    Zwischen Hitlery Clinton und McCain gab es außenpolitisch keinerlei Differenzen.

    Wer für die Republikaner die Marionette McCains im Weißen Haus darzustellen auserkoren sein wird ist noch unklar, für die Demokraten scheint Hitlery festzustehen. Es wäre sehr üebrraschend, wenn wieder ein Obama auftauchte, der ihr den Platz als "erste Frau im Amt des mächtigsten Mannes der Welt" streitig machte; und es würde der "political correctness" widersprechen, aber "political correctness" ist die Masche der Demokraten. Den "ersten Afroamerikaner" konnte man dazwischenschieben. Der erste illegale Latino geht nicht. Die Zeit für die erste Frau ist gekommen. Zumal die Amerikaner da wirklich im Hintertreffen sind. Sogar Pakistan hatte Benazir Bhutto.

    Die Dame musste in die hinteren Reihen des Spielfeldes zurückgezogen werden um nicht verbrannt zu werden, nachdem sie sich mit ihren Julius-Cäsar-Gehabe in Libyen als lachende Völkermörderin vor den Augen der Welt präsentiert hatte. Darüber musste Gras wachsen um wählbar zu bleiben.

    Das hievte Kerry in das Amt, nennen wir ihn einen Läufer. Wir bewegen uns schließlich immernoch auf Brzezińskis Grand Chessboard.

    Ich glaube nicht an Zufall, wenn Poroschenko just zu jener Zeit, da Kerry sich in Sotschi mit Putin trifft, große Töne spuckt von wegen, man werde den Flughafen von Donezk zurückerobern und darüber hinaus ihn auch noch wieder aufbauen.

    Er macht sich mit der Aussage lächerlich. Kein Beobachter, der von der Materie etwas verstanden hat, traut der ukrainischen Armee zu, den Flughafen erobern zu können. Und aufbauen? – von welchem Geld? Die Ukraine hat keines! Was für ein Schwachsinn, nicht einmal die Ukermärklerin würde so viel springen lassen. Jeder weiß, dass alles Geld, das in die Ukraine gepumpt wird, die zugesagten 40 Milliarden für dieses Jahr, für immer verloren ist und keiner spült noch mehr Geld zum Klo runter um in einem Kriegsgebiet eine Baustelle zu erhalten.

    Wenn Kerry das auf der Pressekonferenz beantwortet mit "Think twice!", dann redet Kerry nicht mit dem kleinen ukrainischen Ganoven.

    Er redet mit dem Boss dahinter. Er redet mit McCain.

    Der kann den Krieg im Donbass eskalieren, was für die Demokraten sehr unangenehme Folgen im Wahlkampf hätte. Demokraten müssen bis die Wahl unter Dach und Fach ist Kreide fressen für ihr Wahlvolk.

    Nach Kerry's Abreise schwingt sich besagter McCain zum Präsidenten der Ukraine auf. Oder glaubt wirklich jemand, seine Berufung in Poroschenko's Beraterstab würde ihn zu dessen Untergebenen machen?

    Nicht der Zirkusaffe lässt den Clown tanzen, der Clown gebietet dem Affen!

    Noch einmal: McCain ist nun offiziell Präsident der Ukraine!

    Kerry hat sehr genau verstanden, dass Poroschenkos Aussage eine Provokation McCains gewesen ist.

    "Think twice!" "Überdenke es!"

    Und McCain dachte und antwortet.

    Lasst euch nicht einlullen!

    Nicht auf Beruhigung der Lage sollten wir uns einstellen, sondern auf eine Eskalation.

    Republikaner trumpfen bei ihrem Wahlvolk mit Cowboygehabe!

    Der amerikanische Wahlkampf wurde in den Donbass getragen!

    Ich würde mich gerne irren. Aber ich bin ganz gut im Lesen der Eingeweide.

     

     

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