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Vol.II: Fighting Media Fabrications

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  • Der Sultan läuft Amok/Koma

    Gibt sich ein Mann als Amerikaner in Deutschland zu erkennen, beginnen die deutschen Weibchen Balztänze und die deutschen Männchen buhlen um die Freundesgunst.

    Dabei ist es gleichgültig ob linke oder rechte Männchen/Weibchen und was der Ami im Hirn hat spielt auch keine Rolle.

    Anders wenn es um Türken geht: da landet ein Sarrazzineser schon mal nen Bestseller, wenn er die für genetisch minderwertig erklärt, Antideutsche jubeln Israel zu, wenn Türken auf Hilfsflotten ermordet werden und die Linkenvorsitzende Kipping Tzetung stimmt in den Chor mit ein, man sieht sie nur gerne als Billigfrisöre und Dönerverkäufer. Der Gerechtigkeit halber: es gibt auch Linke, die die Freundschaft ihrer türkischstämmigen Mitbürger suchen, aber derer sind wenig.

    In den meisten Fällen wird es richtig scheußlich, denn von den TürkInnen wird verlangt, ihre kulturellen Identitäten aufzugeben und sich der deutschen Unterwerfung unter die Bedürfnisse des Kapitals anzupassen, was dann Integration genannt wird.

    Trifft aber derdieselbe Deutschmann/frau auf den Ami, macht Deutschmannfrau unwillkürlich alles nach, was er/sie dem Fernsehen abgeguckt hat und outet sich als Mensch ohne kulturelle Identität.

    Mann/Frau liefert sich Konkurrenzkämpfe, wer kann das coolere Englisch.

    Der/Die Durchschnittsdeutsche mutiert in Gegenwart von Amis zum Hyperami!

    Und nun der Blick in die Türkei, das Attentat von Reyhanli.

    Sultan Erdogan versuchte den George Dabbeljuh in Pumphosen und Turban – und kaum ein Mensch in der Türkei ist so blöd, darauf reinzufallen!

    Da wird der Sultan böse, und brüllt mit den Fäusten sich die Brust trommelnd: „Die Kommunisten warns!“

    Ich wäre jetzt gerne im schönen Istanbul, und würde mir die Witze anhören, die in den Cafés über die Regierung gerissen werden.

    Was lernen wir daraus: der Durchschnittsami ist so gehirngewaschen von seiner Unterhaltungsindustrie, dass man ihm jeden Bären aufbinden kann.

    In der Türkei laufen die Fernseher zwar auch 24 Stunden am Tag, aber eben nur als Geräuschkulisse im Hintergrund.

    Die Leute haben noch Kultur. Und wer Kultur hat, ist nicht so einfach zu verarschen.


  • Wielange müssen wir den Sultan von Konstantinopel und seine Hofschrazen eigentlich noch ertragen?

    Ich benötigte einige Zeit, mich zu beruhigen, um über den Autobombenanschlag an der türkisch-syrischen Grenze in dem Ort Reyhanli schreiben zu können.

    Dieser Club der Planet-der-Affen-Gorillas, der in der Türkei herrscht, macht mich so wütend, dass ich aufpassen muss, nicht in Fäkalsprache zu entgleisen.

    Viel gibt es dazu nicht zu sagen, aber gesagt werden sollte es dennoch:

    Wer steht hinter dem Anschlag?

    Ankara selbstredend!

    Ob direkt oder indirekt kann ich natürlich nicht sagen, aber Ankara und niemand anderes!

    Seit Wochen bettelt das Erdogan Washington an, Syrien zu bombardieren.

    Damaskus ein „Überschreiten der Roten Linie“ unterzuschieben scheiterte unerwartet – an der UNO! In Gestalt der Signora del Ponte; im Gegenteil, die Freunde Syriens stehen unter Verdacht!

    Die amerikanische Bevölkerung ist zum größten Teil für keinen weiteren Krieg zu haben und die Demokraten wollen ja ihren nächsten Kandidaten in das Weiße Haus bringen.

    Washinton spielt auf Zeit, langsames Ausbluten, kein heftiger, gefährlicher Schlag.

    Mit dem Geplärre von „ethnischen Säuberungen“, eine Lieblingsvokabel moderner Kriegstreiber, wars auch nix.

    Und die Vöglein schweigen im Walde

    Warte nur balde

    hören wir aus Ankara die syrische Armee setzt Vergewaltigung als Waffe ein.

     

    Die Türkei sackt wirtschaftlich ab, seit sie Krieg gegen Syrien führt und der größte Teil der türkischen Bevölkerung lehnt diese Politik auch ab.

    Es gibt nur eine einzige Gruppierung auf der ganzen Welt, der dieser Anschlag nutzt: die türkische Regierung!

    Ich habe gelesen, dass der Ort überwiegend von Alewiten bewohnt sei – na also, 2 Fliegen mit einer Klappe, Pogrome gegen Alewiten wurden schon wiederholt von Ankara aus inszeniert.

    Washingtons Spiel auf Zeit schwächelt, die syrische Armee, so erfährt man, kommt gut voran.

    Auch ein mit Terroristen geführter Krieg ist teuer – vor allem für die Türkei, denn je länger es dauert, umso mehr schadet dieses Land sich selbst!

    War es eine übereifrige Todesschwadron Ankaras, die ohne Auftrag gehandelt hat, sondern nach Gefühl sozusagen, ein befreundeter Dienst, der zur Unterstützung eilte oder kam der Befehl direkt? Keine Ahnung, ist ja auch egal!

    Syrien ist jedenfalls der Spieler am Tisch, der am allerwenigsten davon gehabt hätte; eigentlich gar nichts, wieso sich beim türkischen Volk unbeliebt machen? Oder wieso Alewiten töten? Militärstrategisch ist es essenziell für Syrien, dass die türkische Bevölkerung gegen Erdogans Kriegskurs ist.

    Klar haben wir die 2 ½ Jahre Propaganda vom „Irren“ Assad.

    Aber mal ehrlich, selbst wenn, was ich nicht tue, man davon ausgeht, Assad sei irre und wolle eine direkte militärische Konfrontation mit der Türkei: dann wären ein paar Raketen auf Ankara aber sinnvoller!

    „Vize-Regierungschef Bülent Arinç drohte dem Regime in Damaskus: "Wenn bewiesen ist, dass Assad für den Anschlag verantwortlich ist, werden wir alles Nötige unternehmen", sagte er in Ankara. Am späten Samstagabend verhängte ein Gericht nach Angaben des türkischen TV-Senders NTV eine Nachrichtensperre über Reyhanli und die Umstände des Attentats. Grund seien "Staatsgeheimnisse", die geschützt werden müssten.“ Liest man im Spiegel.

    UUUi, eine September-11-Argumentation!

    Was für ein Gezücht!

    Just in dieser Situation eröffnet Meister Westerwelle einen „deutsch-türkischen strategischen Dialog“. Der ist natürlich schon lange geplant. Im Vorfeld dieses Events ein solcher Anschlag – cui bono?

     


  • hilary2Nach einem Konzert von Hilary Hahn

    dachte ich mir "Long time no see" und schreibe ein kurzes Lebenszeichen.

    Ich bin, sozusagen, beruflich befasst und komme nicht zum Bloggen.

    Möglicherweise wird das noch verstärkt durch eine leichte Blogging-Sinn-Krise.

    Wir schreiben das Internet voll und hoffen, es möge eine Wirkung haben.

    Sehen wir uns den heutigen Abend an: Hilary spielte das Konzert von Erich Wolfgang Korngold von 1945.

    Es ist kein Krieg in diesem Konzert enthalten. Schon gar nicht wenn sie spielt.

    Dennoch markiert es irgendwie das Ende des 2. Weltkrieges.

    Es markiert aber auch viel mehr.

    Er gehört einer Typographie des Künstlers an, die mit seiner Generation ausgestorben ist.

    Die der 2. Weltkrieg hinweggespült hat.

    Der Künstler, der mit einem Jenseitigen korrespondiert und nicht Konsumgüter produziert, sondern die innere, sozusagen seelische Architektur der Welt, des Universums, wie auch immer, in seinem Werk spürbar werden lässt. Oder es versucht. "Der Künstler wird selten erreicht" sagt Nietzsche.

    Und er reicht bereits in die neue Generation hinein, ich erinnere, dass er einen Oskar für die Filmmusik zu "Robin Hood" mit Errol Flynn erhielt.

    Auch Hilary ist ein bisschen etwas von beidem. Das macht sie in der gegenwärtigen Kulturwelt so wertvoll.

    Mein letzter Eintrag davor war ein Link zum (nord)-koreanischen Fernsehen.

    Inzwischen kocht die Presse die Auseinandersetzungen zwischen Nordkorea und den USA hoch, ich weiß, die Nordkoreaner sind nicht blöd genug, USler anzugreifen und die USA ist zu pleite Nordkorea anzugreifen. Viel Lärm um Nichts.

    Der Sozialist an der Spitze Frankreichs eskaliert in einem Größenwahn, der Carla Bruni's Dackel noch übertrifft und wünscht nun einen 2-Fronten-Krieg in Mali und in Syrien.

    Die Syrer verteidigen ihre Nation wacker gegen die saudischen Killersöldnerbanden, aber das Land gehr vor die Hunde.

    Wir bloggen dagegen an, seit Jahren kommt mir vor, aber dringen nicht in die Köpfe der Bevölkerung.

    Die Bundesregierung verbleibt im Merkelstiel, ein wenig auf allen Hochzeiten tanzen. Tun, was gut fürs Geschäft ist.

    Wie schon gesagt, mir immer noch lieber, als seien die GRÜNkohls an der Macht, die humanitär morden wollen und sich dabei zu Pazifisten erklären.

    Ich checke die Nachrichten, füge aber derzeit keine hinzu.

    Der Blogger hat nicht die Mittel einer Zeitung, eigenständig ausreichend gesicherte Information beschaffen zu können, welche die Wahrheit umreißt um täglich aktuell zu sein. Die Zeitungen haben sie aber verschwenden sie.

    Sinnkrise im Blogging. Hilary, eine deutsch-amerikanische Frau,  spielt ein Konzert vom Ende des Krieges inmitten des Krieges. In der Münchener Philharmonie die wie ein friedlicher Ort wirkt, weit weg allen Geschehens.

    Ich halte mich derzeit hauptsächlich in Berlin auf, ein heruntergekommener Ort verglichen mit München.

    München ist irgendwie das deutsche Singapur.

    Die Finanzkrise dümpelt ebenfalls vor sich hin. Keine Lösung und die Butter ist schon wieder teurer geworden, seit ich den letzten Eintrag gemacht hatte.

    Und… Hat sich sonst irgendetwas Bemerkenswertes ereignet, das dem Lauf der Welt eine Änderung gegeben hätte????

    Sie ist die Gleiche wie vor ein paar Wochen.

    Hilary war ein Highlight.

     

     


  • Kein neuer Kampf um Algier

    Da die algerische Regierung die ursprüngliche Einschätzung, bei den Geiselnehmern in In Amenas handle es sich um algerische Salafiten, dahingehend revidiert hat, dass es sich bei den Geiselnehmern tatsächlich um demokratie- und freiheitsdurstige Rechtsanwälte und Zahnarzte aus Libyen handelte, erscheint der Vorfall natürlich in einem anderen Licht.

    Es scheint, als sei Algerien im ersten Moment überrascht worden.

    Wenn Algerien den Franzosen Überflugsrechte gewährt hatte, dann nicht ohne Gegenleistung zu verlangen: die bestand wohl darin, das wirtschaftlich von der Eurozone abhängige Algerien nicht anzugreifen.

    Frankreich hätte auch über die Elfenbeinküste, die es sich ja vor 2 Jahren, als alle Welt über Gaddafi redete, ganz nebenbei einverleibt hatte, einreiten können.

    Algerien selbst hat ein Interesse, dass die Djihad-Organisationen, die dank der NATO in der Gegend realistische Machtfragen stellen können, nicht stabil Boden unter den Füßen bekommen, dafür haben sie mit einheimischen Salafiten selbst zu viele Probleme; dass Frankreich angreifen wird war so oder so klar, es bindet Kräfte, um die sich die algerischen Organe dann nicht kümmern müssen.

    Der Schluss, dass die algerischen Salafiten die Situation nutzen, lag nahe.

    Da nun tatsächlich libysche Terroristen Algerien angegriffen haben, legt sich ein ganz anderer Schluss noch näher:

    nämlich, dass das in enger Absprache mit der NATO geschah!

    Algerien fand die Herkunft der Terroristen nach dem ersten Befreiungsversuch heraus.

    Das Ergebnis war, dass Algeriens Armee gnadenlos zuschlug!

    Die Ansage Richtung NATO war unmissverständlich: unsere Leute holen wir raus, die Proxi-Terroristen töten wir und eure Leute sind uns scheißegal!

    Aus Algerien werdet ihr kein zweites Syrien machen!

    Algerien wird nicht wie Gaddafi oder Assad so lange mit euch quatschen, bis es zu spät ist. Wir haben gelernt!

     

     


  • Operation Mali oder die Ratlosigkeit der Presse, einen Krieg verkaufen zu wollen, der bereits als Niederlage beginnt

    Kurz und heftig ging unseren Zeitungsschreibern einer in der Hose ab: endlich unser erster eigener echter europäischer Krieg, ganz ohne Amiführung! Wutschnauben gegen Berlin: schon zum zweiten Mal weigert sich der blöde Westerwelle, in Nordafrika Geschichte zu schreiben, wo man doch als echter Europäer und kollektiver Friedensnobelpreisträger nicht nur Recht, sondern auch die Pflicht habe, wenn ein Partner zum fröhlichen Bimboschlachten ruft auch ordentlich mitzudreschen!

    Linke schimpfen natürlich trotzdem über Westerwelles Verhalten, aber dass der Mann einen diplomatischen Weg wählt, der nicht links ist kann gut daran liegen, dass er gar kein Linker ist.

    Alles fing so schön an: 5 Tage lang hagelte es Bomben und aus den Redaktionsräumen erschallten lustige Lieder:

    "Ja wir werfen Boooomben, Boooomben

    Bomben auf Maaaliiilaand!"

    Von der sich anschließenden Bodenoffensive hört man "Frankreich marschiert mit Panzern", und von irgendeiner Stadt ist die Rede, die "befreit" werden soll, von mehr Soldaten ist die Rede, alles in allem so allgemein, dass eines klar wird: irgendwo in Mali sitzen französische Truppen fest und haben keine Ahnung, wie es weiter gehen soll.

    Man verlegt sich auf einen Nebenkriegsschauplatz: Geiselnahme in Algerien.

    Auch hier nur konfuses Zeug. Terroristen seien da mal schnell aus Mali rübergejettet und hätten den Überfall begangen.

    Auf der Karte von Euronews sieht das so aus:

    Algerien Geiselnahme

    Hmm, denkt man sich, doch wohl eher keine Terroristen aus Mali, sondern viel eher Demokraten aus Libyen. Die von Abdel Akim Belhaj geführte Sektion der "Al Kaida im islamischen Maghreb" LIFG fällt einem ein.

    Am plausibelsten aber ist die Erklärung der algerischen Regierung, es handle sich um einheimische Terroristen. Al Kaida im islamischen Maghreb ist schließlich über ganz Nordafrika verteilt und sieht Landesgrenzen nicht als verbindlich an. Ihr Ziel ist es, die gesamte Region in ein Kalifat zu verwandeln und die Einzelstaaten aufzulösen.

    Algerien hat seit über 20 Jahren mit ihnen zu kämpfen.

    DANK NATO ist Al Kaida im islamischen Maghreb mit allen nur denkbaren Waffen ausgerüstet: neben den geplünderten Waffenarsenalen Libyens erhielten sie Tonnen an Waffen und Munition von USA, Britannien, Frankreich und Katar gratis.

    Davor hatte Gaddafi gewarnt und mit ihm hunderte denkfähige Menschen. Man weiß seit nunmehr 2 Jahren, dass es so kommt, wie es jetzt ist.

    Unsere Presse ist erstaunlich leisetreterisch und verwirrt, der Jubel verhallt, das Meckern verzagt, Routinebullshit was man auch liest. Springers Welt etwa:tel2

     

    Dieser besagte Anwohner wäre ein Anwohner einer Industrieanlage mitten in der Wüste, die so aussieht:

     

    tel3

     

    Dann berichtet uns Springer von einem Telefongespräch, das sie mit einem autofahrenden Boss geführt haben wollen:

    tel

    Da das Wort "Islamisten" ein abfälliges Wort des Westens für Salafiten ist, darf dieses tolle Telefongespräch deutlich in Zweifel gezogen werden.

    Die Akademikerhauspostille ZEIT wird den Ansprüchen ihres verehrten Publicos gerecht-werdender-weise kleinlauter:

    tel4ZEITAufgefallen? – da hat sich Syrien eingeschlichen. Die "eine Besonderheit" soll natürlich den Krieg rechtfertigen. Aber wenn das die Besonderheit des Sahel ist, kann man mit dem gleichen Recht auf diese Weise über Tokyo sprechen, denn von dort führen auch nicht mehr oder weniger Wege nach Europa, eher mehr; was diese Weg an mehr Kilometern haben machen die Japaner mit fortgeschrittenen Technologien gut. Hat der Zeitungsfritze das bedacht?

    In short: was die französischen Boots on the Ground tanzen, wissen wir derzeit natürlich nicht, aber wir wissen, dass es schlecht um Europas ersten ganz und gar eigenen echten Krieg seit Ende der UdSSR steht.

    Sonst würden wir Siegesmeldungen hören und nicht mit offensichtlichem Schwachsinn gefüttert werden.

     

    POSTSCRIPTUM: DAMIT DAS NICHT VERGESSEN WIRD PROPHEZEIHE ICH HIER GLEICH MAL WIEDER: FÄLLT ASSAD DANN FALLEN AUCH LIBANON UND JORDANIEN IN DIE HÄNDE DER SALAFITEN! ICH WILL KEIN GEJAMMER HÖREN, WENN DAS EINTRITT!


  • Das Imperium lässt seinen Filialleiter Hollande ins offene Messer rennen

    Gehe ich unsere Presse durch, fällt eines deutlich auf:

    Wie jeden Krieg eines NATO-Staates gegen Afrika oder andere bejubelt sie den Angriff natürlich mit Zimbeln und Drommeten.

    Hurraahh-Schreie von der bankrotten Frankfurter Rundschau bis Springers Welt, der fliegende Hollande schwoll innerhalb von 24 Stunden vom „Zauderer zum Feldherrn“ an und über hunderttausend sozusagen Spontan-Flüchtlinge dichten unsere Schreiberlinge um zu armen Würstchen, welche die Ankunft der fränkischen Reiter als Heldenerscheinungen feierten. NTV schwärmt in Neologismen wie "Binnenflüchtlinge". Naja, wenn's Binnenwasser und Binnenmarkt gibt, sind Binnenflüchtlingsströme nicht weit.

    Alleine: die lieben Freunde und Partner der transatlantischen Allianz haben es nicht so gerne, wenn man sie überrumpelt.

    Die Tags, die auf die Mission Mali geklebt sind, reichen, um eine zögerliche Scheinhilfe locker zu machen: Freiheit (ach nee, wer hätte dat wohl erahnt), Menschenrechte (na so wat, dad is ja janz wat neuet), und TATATATAHHHHH: Demokratie für ganz Mali!

    Immerhin hatte ein Offizier, der sich ins Amt geputscht hat um Hilfe zur Verteidigung der Dömokrotüü gebeten.

    Die Amis haben sich schon klar positioniert: von uns gibt’s nix, nur ein paar butterbeschmierte Worte. Und ein paar Überwachungsdaten (die innerhalb der NATO in begrenztem Maße auszutauschen ohnehin selbstverständliche Routine ist).

    Die schönen Worte kommen auch aus Bärlin: „Mali is, öh ja, im Gegnsatz zu dem gaaaanz gaaaantz weit wegen Syrien ja an der Grenze zu Europa, da können Patronenhülsen rüber fliegen, die dann von Patriots abgeschossen werden müssten…“ sprudelt es aus unserer akademisch gebildeten Regierung nur so heraus, also schickt man tapfer 2 Transall, die eh bald schrottreif wären und die immense Summe von 1 Million€, vorzugsweise in Naturalien wie Produkten der Pharmaindustrie und was sonst noch in irgendwelchen Kellern verrottet, die schon lange keiner mehr aufgeräumt hat. Immerhin hält sich der von Frankreich in den Präsidentenpalast der Elfenbeinküste geschossene Vorsitzende der ECOWAS Alassane Ouattara in Berlin auf, da darf man nicht kleinlich sein.

    Der GRÜNE TrittIhn leidet und mahnt mehr Pep an.

    Tag 1 ward noch der Blitzkrieg ausgerufen, schon heute räumt Paris ein, dass der bombige Schutz der Menschenrechte sich wohl sehr lange hinziehen könnte.

    Nach der ersten Schockminute schritten die „Rebellen“ rasch in die Offensive inklusive Spill over nach Algerien, wo man erst einmal einen Sack Geiseln von BP einsammeln ging.

    Der internationale Strafgerichtshof in Den Haag versucht verzweifelt eine juristische Legitimation für diesen langanhaltenden Krieg zusammenzuschustern und „geht Hinweisen eines malischen Militärangehörigen nach, dem zu Folge die Islamisten Kindersoldaten einsetzen“ und George Soros' HRW flankiert.

    Wir stellen fest: was bei Islamisten in Libyen und Syrien besonders verantwortungsvolle Jugendliche heißt, die ihre Zukunft in die Hand nehmen, 11 bis 14 jährige die gegen Gaddafi und Assad eingesetzt werden, heißt jetzt plötzlich wieder Kindersoldaten wenn sie gegen Frankreich eingesetzt werden.

    Ja watt‘ n nuuu – da kennt sich doch bald kein nasser Hund mehr aus!

    Die Message ist unmissverständlich: Paris ist nicht Washington. Der Chefsessel ist nicht der Platz, in den sich Frauchens Schoßhund setzt!

    Der Imperator im Weißen Haus hat dem Provinzgouverneur im Elyséepalast kein OK vorab gegeben.

    Wenn er will: bitte. Aber er muss selber sehen, wie er mit dem Schlamassel fertig wird. Und eines ist ganz sicher: es wird ein Blutbad!


  • Mali, Syrien und die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Sozialist Hollande mit seinem bombigen Massaker-Überfall auf Mali vor allem eine Fraktion der internationalen Weltgemeinschaft überrascht hat: seine befreundeten NATO-Partner.

    Ich leite das von der Tatsache ab, dass die diplomatischen Kreise, Außenministerien und ähnliches der NATO-Staaten sich benehmen wie ein Hühnerstall, in den man einen Schweizer Kracher geworfen hat.

    Alle Debatten, die gewöhnlich in das Vorfeld gehören, laufen nun im “Nachfeld”.

    Manch einer wundert sich: Nanu, die “Islamisten”, die man in Syrien fördert bekämpft man nun in Mali?

    Ich brüste mich damit, schon mehrfach darauf hingewiesen zu haben, dass die globale Machttektonik derzeit 3 Fraktionen hat: das US-EU-geführte Lager, das BRICS-UNASUR-geführte Lager und das Saudi-Katar geführte Lager.

    Das BRICS-UNASUR-Lager ist das bevölkerungsstärkste und rohstoffreichste.

    Die Golfmonarchen haben Erdöl und Erdgas und sonst haben sie schlicht gar nichts. Ihre Sklavenhaltergesellschaften sind dysfunktional und auf die Unterstützung durch die USA angewiesen und in zweiter Reihe durch die EU. Die Saudis können mit Hilfe der Waffen aus Deutschland und des KnowHows in Sachen Aufstandsbekämpfung aus den USA ihre Gesellschaften unter Kontrolle halten.

    Das US-EU-Lager verfügt über Technologie, Landwirtschaft und die Kontrolle über das globale Geldsystem.

    Das BRICS-UNASUR-Lager weis, dass sie die Zukunft sind. Ohne den billigen Zugriff auf deren Ressourcen und Arbeitskräfte sind die Golfmonarchen und die US-EU nichts. Ihre Herrschaft ist nur eine scheinbare, eine durch Gewalt und Betrug aufrechterhaltene.

    Die Menschen in dem Lager, das man früher die 3. Welt nannte, haben gelernt, sie haben sich Bildung angeeignet und hier mehr und dort weniger konsolidiert.

    China ist zur bedeutendsten Weltmacht geworden, Lateinamerika stabilisiert sich, Russland ächzt sich aus der Krise heraus, nur Afrika kommt nicht zur Ruhe.

    Unter Führung Gaddafis hat Afrika begonnen, sich aufzurappeln.

    Das gemeinsame Interesse der Golfmonarchen und der US-EU, das BRICS-UNASUR-Lager nicht hochkommen zu lassen schmiedete die Kriegskoalition zur Vernichtung der libyschen Jamahirija; ist der Kopf abgeschlagen, kannst du dich am Fleisch des Körpers mästen!

    Syrien ist die vorderste Frontlinie in diesem Krieg. Es gehört zum BRICS-UNASUR-Lager. Darum geht man gegen Syrien gemeinsam vor.

    In Nordafrika sieht die Welt anders aus: hier ist der Krieg zwischen US-EU und Golfmonarchen voll entbrannt.

    Golfmonarchen können nicht wie der Westen die Sex&Drugs&Rock’n'Roll-Freiheit ala Hollywood bieten und haben keine beeindruckende Technologie, die ein Vorstadt-Einzimmer-Appartment in die Kommandobrücke des Raumschiffs Enterprise verwandeln kann.

    Mit ihren Ölmilliarden können sie kaufen, aber sie haben nichts zu verkaufen – da tritt die Religion auf den Plan! Der älteste Tick der Welt, hast du den Hungernden und Ungebildeten nichts zu bieten, ihnen das Diesseits zu versüßen, nähre ihre Hoffnung auf das Jenseits.

    Verknüpfe es mit dem Versprechen der Revolution: hast du nichts für heute zu bieten, verspreche ein Morgen.

    Investiere in Jihad – Hungernde und Ungebildete bekommt man im Duzend billiger, sie sind leicht fanatisierbar und lassen sich für leere Worte verheizen.

    Ägypten, Libyen, Tunesien, unter dem Diktat der Muslimbruderschaft haben die Golfmonarchen sich hier fest in den Sattel gehievt. Der Terminal zur Eroberung der blühenden Gärten Afrikas ist gebaut.

    Man kommt den alten Kolonialherren Frankreich und England in die Quere. Schlägt man auf dem Spielfeld noch gemeinsam vor den Zuschauern auf den ein, der am Boden liegen soll, in Syrien, prügelt man sich im Hinterhof bereits gegenseitig.

    Der Sozialist Hollande ist klug und unterschätzt!

    Er wartet nicht auf irgendwelche ECOWAS und Pipifax und wie sie alle heißen mögen, diese Pseudoorganisationen, die das Imperium sich schafft, um die Kontrolle unter einheimischer Kollaboration zu organisieren, er stellt sicher, dass die Afrikaner am Ende des Tages sich nicht erdreisten, eigene Ansprüche anzumelden: darum: kein Stellvertreterkrieg! Ein Überraschungsschlag und vollendete Tatsachen.

    Sarkozy war nur ein notgeiles Großmaul. Hollande weiß genau was er tut!

    Den Golfmonarchen die Grenze zeigen, die lieben Freunde und Partner in Zugzwang versetzen, die Afrikaner knüppeln.


    Postscriptum: da hält mir wer vor: aber Russland und China haben doch in Sicherheitsrat auch für die ECOWAS-geführte UN-Option gestimmt. Freilich haben sie das. Wenn wir uns erinnern, dass die engsten Verbündeten der militanten Uiguren die afghanischen Taliban sind und die Salafiten im Kaukasus toben erkennen wir schnell, dass Moskau und Peking kein Interesse haben können, den salafitischen Einfluss in Afrika wachsen zu lassen.