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  • Der Alfred und der Oscar und ihr Preis

    Als man der 11jährigen Anna Paquin den Oscar verliehen hatte mag der eine gesagt haben: „Hat ihn auch wirklich verdient“, andere mögen gesagt haben: „Also wissen se, nee!“

    Egal, die Oskar-Verleihung ist eine Show im Rahmen der Unterhaltungsindustrie und dient der Unterhaltung. Hollywood-Fans freuen sich drüber, man sieht dutzende Veteranen wie Liz Taylor, Aktuelle und Newcomer auf einem Haufen, für Spannung wer was kriegt ist gesorgt und dazwischen Show-Einlagen, die man so anderswo nicht zu sehen bekommt, etwa die kleine Vanessa Hudgens als Live-Tänzerin oder Hugh Jackman in der Rolle des Conferencier im Stile Berlins der 20ger Jahre, wie Hollywood es sieht und seit dem Film „Cabaret“ alle Welt so kennt, Modedesigner freuen sich, weil sie ihre neuen Luxuscollektionen vorstellen können und alle hinsehen und Zeitschriften können noch Wochen lang darüber schwafeln, Harpers Bazar über besagte Klamotten, Perez Hilton über die Hergänge auf den Afterparties, kurz: es ist eine harmlose Sache, aber die Karriere der 11jährigen Anna Paquin, als Mädchen, von dem man sagt, dass es Geschichte gemacht hat, weil sie die zweitjüngste Oscarpreisträgerin des bisherigen Weltgeschehens ist, wird nun unaufhaltsam ihren Lauf nehmen, und wir gönnen’s ihr von Herzen – und apropos Herzilein: Jahre später: in „Rogue“ in X-Men 1 hatte ich mich sogar für die Dauer des Kinobesuchs bis über beide Ohren verknallt, das war echt süß und zugleich herzzerreißend! – der Beweis, dass man Kindern durchaus den Oscar verleihen darf, solche Anerkennung kann zukünftige Performances nur verbessern und alle die Filme gucken haben was davon.

    Etwas anderes ist es mit dem Nobelpreis: man ist von Kindheit an darauf erzogen, diesem Preis besondere Ehre zuzusprechen. Er gilt als ernste, als würdige Angelegenheit. Auch dieser Preis krönt Karrieren mit Weltruf. Den schalen Geschmack, der ihm beigemischt ist, hatte Jean Paul Sartre einst denunziert, es war ein Skandal, der Verleihungen übertönte. Wissenschaftliche Nobelpreise haben wenig Einfluss auf das verehrte Publico, wer hat schon so viel Ahnung von Physik oder Chemie etc. um dabei mitreden zu können, für die Massen hat man Literaturnobelpreis und Friedensnobelpreis.

    Diese haben den schalen Geschmack.

    Der Literaturnobelpreis soll literarisch überragende Leistungen belohnen. Tatsächlich wird er meistens an Autoren verliehen, die zwar stinklangweiliges Zeug schreiben, aber dabei die Überlegenheit der westlichen Lebensart über alle anderen lobpreisen, und das scheint manchem bereits als überragende literarische Leistung auszureichen. Sagen wir, der Literaturnobelpreis ist so eine Art überbewerteter Oscar für Schreibende, ehrfurchtgebietend, weil das literarische Werk ein höheres Ansehen genießt als der Film, und da das öde Gesülze etwa einer Herta Müller eh keiner liest, fällt es nicht wirklich auf. Man mag als Lesender sich ärgern: was hat die in einer Reihe mit einem Boris Pasternak, einem Michail Scholochow, einem Thomas Mann, einem Pablo Neruda usw. all derer, die den Ruf des Preises begründen, verloren – aber was soll‘s, Angelina Jolie, eine Frau, die gerade mal 5 Fratzen schneiden kann hat auch ’nen Oscar gekriegt, sei ihr’s gegönnt, es tut ja keinem weh und heizt einmal im Jahr den Buchverkauf an.

    Der Friedensnobelpreis allerdings, der ist des Aufbegehrens wert: denn der hat wirklich Autorität als Mittel der politischen Manipulation.

    Dass man nur amerikanischer Präsident oder im Falle Al Gores Präsidentschaftskandidat gewesen sein muss, um den zu erhalten, bürgerte sich eine gewisse Zeit lang ein, und es begann aufzufallen, dass dieser Preis zu dem Zweck verkommen ist, dass der Westen sich selber ob seiner Überlegenheit lobhudelt. Inmitten der Eurokrise diesen Preis der EU zu verleihen war sogar manchem tief autoritätsgläubigem nur noch einen Schenkelklopfer wert.

    Stets modern und hot on the wire wurde er dieses Jahr dem Thema des Tages verleihen.

    Tatsächlich hätte es schlimmer kommen können, nämlich wenn es nach der Presse gegangen wäre.

    Es fiel schon auf, dass im Kontext der Preisträgerauswahl eine globale Pressekampagne für ein 16jähriges pakistanisches Mädchen gemacht wurde.

    Natürlich ist es eine brutale und tragische Angelegenheit, wenn einem Mädchen, nur weil sie die Schulbank drücken will, von religiösen Fanatikern in den Schädel geschossen wird.

    Nun, es ist eine Kandidatin, bei der man davon ausgehen kann, dass niemand sich etwas herumkritteln trauen würde, herzlos wer es wagte, so traumatisierende Leiden einer Teenagerin nicht durch ein Happy End aufwiegen zu wollen, und welch Reife spricht aus ihr: sie will sich dafür einsetzen, dass alle Mädchen ohne Unterschiede der Stände, Klassen und Rassen gleiche Bildungschance erhalten. Welch Jean d’Arc! Innerlich wirft sich mir die Frage auf, wie vielen libyschen oder syrischen Kindern es in den letzten 3 Jahren so ergangen ist, ohne dass sie nach UK zur Operation ausgeflogen wurden – allerdings mit Kugeln, die zumindest indirekt das UK geliefert hat.

    Sie wird von Fernsehshow zu Fernsehshow durchgereicht, mal mit mal ohne Paps.

    Tageszeitungen berichten über die Fernsehsendungen und dichten ihr unendlichen Mut und Weisheit an.

    Sie, die standhafte 16jährige denkt darüber nach, Ärztin zu werden. Hmm. Ich habe keine Zahlen zur Hand, wie viele 16jährige Mädchen Ärztin werden wollen, aber ich erinnere mich, dass es mehr noch sind als solche, die Hollywoodstar oder Supermodel werden wollen.

    Man erfährt dann: noch viel lieber als Ärztin würde sie Premierministerin werden! Als solche nämlich könnte sie ihr ganzes Land retten!

    Soweit es das Girl anbelangt mag das ja rührend naiv sein. Jugendorganisationen aller Parteien quellen über mit 16jährigen, die davon träumen, mal offen, mal heimlich, Regierungschef/in zu werden und alles viel, viel besser zu machen als alle anderen vor ihnen und all diese 16jährigen sind ehrlichen Herzens von ihrem Idealismus erfüllt. Was macht Malala also so besonders, dass ihre 16jährigen-Normal-Träume aus ihr eine globale Presseattraktion machen?

    Von Friedensaktivistin geht die Rede.

    OK. Sehen wir uns ein normales Gymnasium an, stellen wir fest, jede 2. Sechzehnjährige ist Friedensaktivistin auf ihre Art. Nur wird die nicht in den Medien herumgereicht, der wird gesagt, sie habe „Flausen im Kopp“.

    Der Preis ward verliehen, Malala ging leer aus.

    Etwas, das man ja eigentlich mit erleichtertem Schweigen übergehen sollte. Die Infantilisierung der Institutionen hat eben doch noch Grenzen.

    Bis die Kunde geht: Malala besucht das Weiße Haus und bietet Obama todesmutig die Stirn, indem sie ihm sagt, was sowieso alle seit langem sagen: das mit den Drohnenmorden in Pakistan ist vielleicht doch nicht so supertoll wie er glaubt.(Naja, er wird ihr schon nicht gleich ’ne Predator in’s Washintoner Hotelzimmer schicken.)

    Was die Presse anbelangt wirkt es etwas unentschieden, ist es doch dieselbe Presse, die die Drohnenangriffe stets bejubelt und darin den überlegenen Fortschritt der chirurgisch präzisen Terrorbekämpfung propagiert. Es heißt, Malala beklage die getöteten Zivilisten, die sonst von selbiger Presse als vernachlässigbare Kollateralschäden abgetan werden. Die pakistanische Regierung beschwert sich darüber aber schon seit Jahren!

    Und nun fällt bei mir der Groschen: der Westen züchtet sich eine zukünftige pakistanische Premierministerin. Du musst die Leute formen, wenn sie jung und leichter beeinflussbar sind. Keine, die noch so etwas wie einen eigenen Willen hat wie Benazir Bhutto, aber eine Frau an der Spitze des Staates macht sich gut, das hat man heute so.

    Ein Nobelpreis, das wäre ein perfekter Start geworden.

    Auf dem Mädchen will ich nicht herumhacken. Aber die Kampagne ist doch ganz besonders scheußlich.

    Davon muss ich mich erholen. Ich werde mich jetzt zurücklehnen, und mir mal wieder ansehen, wie die kleine Rogue die Welt vor dem fiesen Magneto rettet. Das ist echt cool: am Schluss mit Wolverine auf der Freiheitsstatue – – ganz großes Kino!

    X-Men-2000-Anna-Paquin-Rogue

     

     

     

     

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  • Die Rückkehr der Grauen Herrscher

    Wenn ich hier immer wieder darauf herumreite, dass John Kerry einem satanistischen Verein angehört, dann weil es sehr viel darüber aussagt, wes Geistes Kind der Mann ist.

    Und mit Satanisten meine ich nicht 50jährige Pubertätsbuben, die auf Iron Maiden Konzerte gehen und übermäßig Bier trinken: die sind in der Regel harmlos. Ebenso kann der Gothik Szene in der Regel bescheinigt werden, dass sie Fans bestimmter Bands und Filme sind, ihre Fanzines produzieren, auf Märkten und in Kneipen ein Szeneleben führen, das im Grunde ihre Privatsache ist. Unter ihnen gibt es nicht wenige, die mit „Uhhh, ich bin sooo böse“ und Symbolen kokettieren, aber viel mehr ist es nicht. Außenstehende gefährdende Auswüchse dieser Szene sind mir eigentlich nicht bekannt.

    Etwas anderes ist es, wenn es sich um einen Exklusiv-Verein einer herrschenden Elite handelt.

    Magische Rituale mögen vor allem dazu dienen, die beteiligten Personen miteinander zu verschweißen, wie etwa der Gottesdienst der Kirchen ein magisches Ritual vollzieht, die Eucharistie, um die Gemeinschaft im Glauben zu erzeugen.

    Das macht sie aber nicht minder wichtig.

    Mir, wie vielen anderen, ist die Bedeutung von“ Skull & Bones“ erstmals deutlich geworden im Wahlkampf zwischen George W. Bush und John Kerry, die beide dieser Bruderschaft angehören.

    Damals wurde klar, dass ein und dasselbe Netzwerk sich die Verfügbarkeit über das Weiße Haus sichert, nur auf beide Parteien der USA verteilt.

    Egal, welche Partei gewinnt, gewinnen tut ausschließlich das Netzwerk, das über die Yale-Universität geknüpft wird. Und der Sinn dieses Netzwerkes ist es, einem bestimmten Teil der Eliten die Herrschaft zu sichern und den Besitz zu mehren.

    Von Kerry und Bush kann gesagt werden, dass sie dieses Netzwerk in Fleisch und Blut repräsentieren.

    Obama, das ist heute allen bekannt, repräsentiert kein Netzwerk; er ist nur ein Schauspieler, der von einem anderen, möglicherweise intellektuelleren, der Öffentlichkeit als Gesicht präsentiert wird, der Will I.am oder Will Smith im Weißen Haus.

    Das bedeutet nicht, dass sie unterschiedliche Ziele verfolgen.

    Sie verwenden unterschiedliche Mittel und fahren unterschiedliche Strategien.

    Nebenbei findet ein Kampf der Netzwerke gegeneinander statt, was die Verteilung der Anteile am großen Kuchen betrifft. Das wirkt für uns im ersten Moment sekundär, weil wir eh nichts davon abbekommen, für uns ist es wichtig, dass diese Netzwerke die Sicherung des gesamten Kuchens betreiben und darin vollständig einhellig sind; aber schon der 2. Blick verdeutlicht, dass wir uns dennoch damit befassen sollten.

    Die radikale, auf militärische Konfrontation setzende Strategie der „Skull & Bones“ hatte ihr Limit erreicht.

    Erstens sorgte sie für zu viel Unruhe in der Welt, sie spaltete das Volk im Hinterland, und sie wurde zu teuer. Wobei das mit dem „teuer“ relativ ist, denn was der Staat an Steuergeldern für Militär ausgibt nehmen die Mitglieder des Netzwerkes an Umsätzen ein.

    Die Aufgabe der Präsidentschaft Obamas war es, die Wogen zu glätten und eine Art „U-Boot-Krieg“ einzuleiten.

    Dieser U-Boot-Krieg startete am 4. Juni des Jahres 2009 mit Obamas Grundsatzrede an die islamische Welt von der Universität in Kairo aus.

     

    Grande Opera!

    Der Großteil der Rede zielt darauf ab, offen und verdeckt, das iranische Volk aufzurufen, sich bei den kurz darauf erfolgenden Wahlen gegen Ahmadinedschad zu entscheiden.

    Der Ort Kairo war ebenso unzufällig gewählt wie der Schauspieler.

    Obama, der erste afroamerikanische Präsident Amerikas, keine zufällige Kandidatur.

    Kairo, die Mutter aller afrikanischen Städte.

    Und, was heute stets unterschlagen wird, auch von der Prominenz alternativer Medien: Ägypten galt damals als das einzige demokratische Land in der arabischen Welt!

    Husni Mubarak war ein gewählter Präsident! Ich selbst war zur Wahlzeit 2005 im Kairo, als er sich gegen mehrere Gegenkandidaten, wie zu erwarten gewesen ist, durchgesetzt hatte.

    Mubarak war der damals respektierteste Politiker eines arabischen Landes, er war Vorsitzender der arabischen Liga und Mediator zwischen den „Radikalen“ wie Gaddafi und dem wahabitischen Pulk um König Abdallah, als auch ist er Vorsitzender der Bewegung der Blockfreien gewesen. Seine Partei „Hizb al Dimuqratiyah al Wataniyah“ war Sektion der „Sozialistischen Internationale SI“, der die SPD ebenso angehört wie die französischen „Sozialisten“ von Hollande.

    Man kann davon ausgehen, dass dies ebenfalls als Signal an den Iran einbezogen war.

    Diese Rede kann als Auftakt eines Feldzuges zur Eroberung des Nahen/Mittleren Osten und Nordafrikas mittels Color/Flower-Revolutions und Medienkriegsführung und unter Ausnutzung der Möglichkeiten, die durch sogenannte „Soziale Netzwerke“ entstanden sind, begriffen werden.

    Was als Reichen der Hand zum Frieden nach dem Hau-Druff Buschs, als das Zuckerbrot nach der Peitsche, inszeniert worden ist, war in Wirklichkeit das Startsignal zu einem umfassenden Überfall mit neuen Mitteln!

    Der größte Vorteil an dieser Strategie war, dass sie auch die modernistischen, jugendlichen und antiautoritär eingestellten Kräfte für die Ziele der US-Elite mit einspannen konnte.

    Ihre wichtigsten Elemente speisen sich aus den Erfahrungen und Mitteln, wie sie von den linken Studentenbewegungen und ihres Anhanges seit der sogenannten 68ger Revolte gesammelt wurden.

    Diese sind ja nunmehr entweder abgesumpft oder etabliert. Viele des modernen Establishments in den USA gingen aus dieser Bewegung hervor, die Bewegung der NGOs entstammt diesen Teils der westlichen Gesellschaft.

    So nimmt es kaum Wunder, dass genau diese NGOs eine aktive Rolle in diesem imperialen Vorstoß einnehmen; und ebenso wenig braucht man erstaunt sein, dass Internet-Popstars wie der politisch ambitionierte Moderator Ken Jebsen immer noch Brandreden für die Moslem-Bruderschaft halten und die Tatsache, dass es diesen in ihrer kurzen Herrschaftszeit nicht gelungen ist, die bürgerliche Schicht Ägyptens massenweise zu vernichten, sei es ökonomisch oder sogar physisch, als fehlende "Entnazifizierung" proklamiert – aber ich greife vor!

    Die erste praktische Eskalation erlebte diese Strategie in dem Versuch, die Wahlergebnisse im Iran weg zu putschen und den Kandidaten des Westens einzusetzen mittels der sogenannten "Grünen Revolution". Und es war das Experimentierfeld, wie Internet als Waffe im Dienste des Imperiums genutzt werden kann.

    Und es zeigte die Schwäche der Strategie auf: den iranischen Sicherheitskräften gelang es, das Land zu verteidigen.

    Der nächste Schlag kam tatsächlich derart überraschend, dass er die allergemeinste Diabolik offenbart und die Kontinuität des Satanismus in der amerikanischen Herrschaftselite: der Sturz Ben Alis als Kollateralschaden und der Sturz Mubaraks.

    Alle kennen den Plan zum Sturz der Regierungen, mit welchen die USA im Konflikt steht seit Wesley Clarke ihn im Fernsehen aussprach; aber der Weg ging anders: erst stürzt man nämlich die befreundeten Regierungen!

    Um Libyen, Syrien etc. zu unterwerfen musste Mubarak aus dem Weg geräumt und das ägyptische Bürgertum geschwächt werden. Dafür konnte man nicht plötzlich Konflikte mit Ägypten vom Zaun brechen, Mubarak hätte gegengehalten und würde gestärkt worden sein.

    Nein, einen angesehenen Präsidenten stürzt man, indem man ihn diskreditiert!

    Und am besten diskreditiert man ihm durch einen "Volksaufstand", der ihm die Autorität entzieht. ein Land, das ökonomisch so vom Ausland abhängig ist, wie Ägypten, ist hierfür ein nicht allzu schweres Opfer. Es verfügt über genug interne Widersprüche, um einen solchen Aufstand herbeizuführen. Man braucht nur die Macht der Hoffnung zu nutzen wissen.

    Hast du Probleme – Schuld hat der Präsident!

    Für alles Weitere hatte die CIA sich immer die Moslembrüder als eiserne Reserve gehalten.

    In Mubaraks Ägypten war die Bruderschaftaft als Organisation verboten, als, so blöd das im Facebook-Zeitalter klingt, soziales Netzwerk waren sie erlaubt.

    Somit war es für sie nicht schwer, das Chaos zu nutzen, ein über Generationen gepflegtes Ziel, die Macht im Lande zu übernehmen um es in ein Kalifat ihrer Vorstellung umwandeln zu können, zu verwirklichen.

    Die CIA im Hintergrund trug ihres bei.

    Eine Herrschaft der Moslembrüder ist oberflächlich gesehen ein größeres Risiko für die USA als ein arabischer Großbürger mit sozialdemokratischen Idealen wie Mubarak. Aber sie hat auch einen entscheidenden Vorteil: sie spaltet die Nation; sie hetzt Ägypter gegen Ägypter auf! Unterdrückt sind die Moslembrüder Wölfe im Schafspelz, die den Schafspelz nicht ablegen können. An der Macht zeigen sie ihr wahres Gesicht.

    Die Probleme wurden, wie absehbar, größer und mehr und nicht kleiner und weniger.

    In den letzten Wochen konnten wir erleben, dass auch hier eine Fehlkalkulation stattfand. Ich denke nicht, dass die Strategen der Macht um Obama damit gerechnet hatten, dass es Bürgertum und Militär so rasch gelingen würde, die Moslembrüder zu zerschlagen und wieder Herr der Lage zu werden. Sehr dazu beigetragen hat natürlich, dass die ägyptische Arbeiterschaft dem Bürgertum und dem Militär gegenüber loyal blieb.

    Natürlich wird Ägypten in der nächsten Zeit mit terroristischer Gewalt konfrontiert sein. Aber die in Jahrzehnten gebauten Strukturen der ägyptischen Gesellschaft erwiesen sich als unheimlich resistent.

    Libyen, das muss ich nicht mehr ausführen, auch Libyen war ein Fehlschlag: man dachte, ohne Mubarak macht Gaddafi es keine 3 Tage mehr, das Gegenteil war der Fall, und es wurde zum Todesstoß gegen den Mythos Obama.

    The rising star of peace and justice entblösste sich als George W. Obomba.

    Obama und seine 68ger an der Macht haben gegen Putin verloren.

    Der Iran hat es sicher durch die 2. Legislaturperiode Achmadinedschads geschafft und der vom Westen favorisierte Präsidentschaftskandidat erweist sich keineswegs als manipulierbare Puppe.

    Der Söldnerkrieg gegen Syrien hat Assad und seine Leute stärker gemacht als je zuvor. Denn galt dieser vor dem Krieg noch als das Hascherl unter den Präsidenten, als der Bub der den Thron geerbt hat, so gilt er heute vielfach jenseits der NATO als standfester Verteidiger der Interessen seines Landes.

    Und so ist es leicht zu verstehen, warum Obama auf einmal von der Bildfläche verschwindet, wo wir doch täglich Pressebriefings mit ihm sehen sollten.

    Und der "Satansschüler" John Kerry das Gesicht Amerikas wurde. "Skulls & Bones" hat ihn weggeputscht!

    Wir hören "der Präsident wird…", "sobald der Präsident entschieden hat…" etc.

    Obamas Strategie der weichen Hand war erfolglos.

    Was geschieht im Weißen Haus?

    Obama hat ein letztes Mittel: Kerry kann nicht zuschlagen ohne sein OK, das verlangt das Gesetz.

    Die Militärführung hat mehr als einmal deutlich gemacht, auf einen Krieg gegen Syrien nicht scharf zu sein.

    "US-Außenminister John Kerry sagte, nach Ansicht Obamas müssten die zur Verantwortung gezogen werden, die "die abscheulichsten Waffen der Welt gegen die verletzlichsten Menschen der Welt" einsetzten." lesen wir bei Reuters.

    Seit wann kann Obama nicht mehr selber reden?

    UK und Frankreich haben sich schon als gesetzlose Hunde geoutet, eine Linie, die auch Kerry kennzeichnet.

    Die Medien versuchen derweil eine psychologische Lage zu erzeugen, die es dem ersten Afroamerikaner, der versucht hatte Präsident zu sein, nahezu unmöglich macht, diesen Angriff nicht zu befehlen.

     

     

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  • Die Wiederherstellung der Ordnung in Ägypten löst unter Washingtons Nomenklatura Panik aus

     

    Die unheilige Allianz aus Moslembrüdern, westlicher Presse, Washington und linksintellektuellen Revolutionsromantikern hatte so gehofft: ein Freitag der Märtyrer als Antwort auf die Haftentlassung Husni Mubaraks!

    Da werden wieder die Knochen krachen, das Blut spritzen und Panzer rollen, dass es eine Freude ist, davon zu berichten!

    Nun, einen Toten hat man der Presse freundlicherweise gegönnt. So sind sie halt die Ägypter: man schlägt einen angetragenen Gefallen nie zur Gänze aus, das wäre unhöflich.

    Aber das, was geschehen ist, hat unsere Berichterstatter so baff werden lassen, dass sie nahezu verstummten.

    Der Spiegel kriegte sich als erster wieder ein und erklärt die Ruhe im Land mit: Angst schleicht durch die Straßen.

    Was war denn geschehen: eine Studentengruppe, die sich einfallsreicherweise nach einem Datum benennt zog ihren Demoaufruf unter fadenscheinigem Vorwand zurück.

    Von dem hätte ohnehin keiner etwas bemerkt, wenn er von westlicher Presse nicht so gehyped worden wäre.

    Landesweit formierten sich nach den Freitagsgeben etwa 2000 Moslembrüder zu Märschen. Die wurden in Artikeln zu mehreren tausend aufgebläht – keine Lüge, denn 2 sind mehrere 1sen, nämlich 2 davon.

    In Kairo waren es knapp einmal um die 100 Brüder, die blieben von den Sicherheitskräften völlig unbehelligt, als sie jedoch durch Shoubra (شبرا‎)marschieren wollten, wurden sie von den Einwohnern nach Strich und Faden zu Brei geschlagen.

    Damit dürfte ihnen nun endgültig klar geworden sein, dass sie lieber die nächste Zeit die Fresse halten.

    Sogar die ehemalige Spokeswoman der Moslembrüder für englischsprachiges Publikum, weil schließlich weiß man ja, dass man besser Frauen vorschickt, will man sich die Gunst westlichen Publikums erhalten, das werden ihnen die amerikanischen Kommunikationswissenschaftler, welche die PR des Vereins managen, schon eingetrichtert haben, die ausgerechnet von RT ihre Bühne bekommt, nennt sich jetzt lieber „political analyst“. Und freilich mildert es das Flair der ideologisch verordneten Frauenschänderei etwas ab, wenn irgendeines Moslembruders Töchterlein den Kakao, durch den sie gezogen wird auch noch im alternativen Medium trinkt.

    Ja, die lieben Frauen und der Freitagnachmittag des 23. August 2013. In den modernen Stadtvierteln wie Heliopolis ist die Jeanshose heute für sie nicht mehr haram.

    In den Arbeitervierteln treffen sich wie eh und je die Männer in den Straßencafés, rauchen Shisha und quatschen irgendetwas und die Ladies besuchen sich gegenseitig in ihren Wohnungen.

    Für die Schlägerei in Shoubra interessiert sich kaum wer. In einer Stadt mit, einschließlich Dunkelziffer und Palästinenserlager am Stadtrand, um die 18 Millionen Einwohnern ist eine kurze Randale irgendwo kein großes Ereignis.

    Unsere Weltrevolutionäre dürften erstaunt sein, wie unbeliebt vom Ausland über Unis implementierte Revolutionen beim gemeinen Volk sind.

    Man kann, wie unsere Presse, die Entlassung Mubaraks als Zeichen werten, wie es die attraktive junge Britin Bel Trew auf RT tut gleich Springers Blättern, dass das Rad der Zeit, wie man die Revolution gemeinhin in akademisch angehauchten Kreisen sich vorstellt, zurückgedreht wird. Man kann es aber auch, und sorry, Leute, die ihr so gerne von Revolution in fernen Ländern träumt, als die simple Wiederherstellung  des Normalzustandes interpretieren, was die meisten Leute in Kairo tun.

    Zu diesem Normalzustand hatte Jahrzehnte lang eben auch Mubarak gehört. Er war nicht der beste Präsident, er war nicht der schlechteste Präsident, er war halt einfach Präsident, weil immer irgendeiner Präsident ist.

    Kein Nasser. Der war ein Idol, ein Popstar, ein Held, der dem alten Volk der Ägypter das Selbstbewusstsein zurückgegeben hat, das sie sich in ihrer immensen Geschichte verdient hatten.

    Mursi war ein Hochstapler und Usurpator. Ein Niemand. Und dazu ein gefährlicher Fanatiker, der sich in die Belange der Einzelnen einmischt.

    Mubarak stand bis zu jenen verhängnisvollen Tagen am Tahrir einfach nur für leben und leben lassen. Nichts Spektakuläres und auch nicht das schlechteste.

    Und es ist genau diese Ruhe. Diese Gemütlichkeit des Freitagabend, die man in Kairo so wertschätzt, was in Washington Red Alert auslöst!

    DIE BEVÖLKERUNG ÄGYPTENS BESTREIKT DIE REVOLUTION!

    Ein paar Studenten meckern noch, wenn ein ausländisches Fernsehteam sie interviewt; das gehört zum guten Ton.

    Aber eigentlich freuen auch die sich schon darauf, zu ihren Vorlesungen und Büchern zurück zu kehren. Möglicherweise wird ja das Nilprojekt, das „Mubaraks“ Ingenieure in Verarbeitung der Erfahrung des „Great Man Made Rivers“ in Libyen seit Jahren entwickeln, nun wieder aufgenommen. Dann gibt’s auch wieder eine Menge guter neuer Jobs in Ägypten, für sie und für die Arbeiter, denn daran herrschte ja nun wirklich Mangel.

    Gibt es keine Revolution mehr, dann gibt es auch für Washington, Paris und London keine kraft ihrer Menschnrechtshyperentwickeltheit moralische Verpflichtung mehr, die zu Stobe geworfene Menschheit vor gar finsteren Tyrannen zu retten!

    Und exakt aus diesem Grunde legt man jetzt den einzigen Trumpf auf den Tisch, der übrigblieb und den man sich vorsorglich unter der Bezeichnung „Rote Linie“ geschaffen hatte: Giftgas in Syrien!

     

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  • Alle weinen um Revolution in der Ferne

    Von allen Seiten ist’s zu hören: in Ägypten wird Konterrevolution gemacht!

    Packen wir unser Aluminiumhämmerchen aus und klopfen es ab:

    Zu Beginn hatten wir einen durch von Soros‘ Instituten trainierten Studenten initiierten Aufstand gegen den langjährigen Verbündeten der USA Husni Mubarak. Bis dahin stets als das Muster eines arabischen Demokraten beworben mutiert er über Nacht zum Ritter Hadubrand, dem schröcklichen Barbur.

    Diese globale Color-Revolution-Gang, das hat hoffentlich mittlerweile jeder begriffen, agiert vor allem anderen im Interesse der Wall Street. Ich nehme an, die in ihr tätigen Studenten dürfen auf einen guten Start in die Wirtschaft hoffen, wenn sie mal die Uni abgeschlossen haben. die Frage, welche man sich meines Erachtens stellen sollte an dieser Stelle ist: warum knallen die amerikanischen Wirtschaftsmagnaten einen zuverlässigen Verbündeten der USA ab?

    Gespensterspuk bei Nacht und Graus
    Hält nicht der stärkste Ritter aus

    und so stürzte Mubarak.

    Gleiches geschah in Tunesien. Dort wurde ein langjähriger Verbündeter der USA gestürzt, der so unscheinbar gewesen ist, dass bis dahin kaum jemand seinen Namen Ben Ali kannte. Diesmal eine Blumenrevolution namens Jasmin.

    In beiden Fällen wurde eine erzreaktionäre, menschenverachtende religiöse Sekte, welche der britische Geheimdienst aufgebaut hatte, die inzwischen von der CIA geerbt wurde, an die Macht gespült, die Moslembruderschaft.

    Hmm. Ob da nicht ein Zusammenhang besteht?

    Die erste Amtshandlung des ägyptischen Moslembruders an der Macht Mohammed Mursi bestand darin, nach Teheran auf den Gipfel der Blockfreien zu eilen, eine Unterstützungserklärung für die syrische Regierung zu verhindern und sogar zum Sturz selbiger Regierung aufzurufen.

    Diese, die syrische Regierung, hat das Problem, dass sie sich mit bewaffneten Einheiten, die mit den Moslembrüdern verwoben sind, im Kriegszustand befindet, die von USA, UK und Frankreich unterstützt werden über die Türkei, wo der Moslembruder Erdogan Staatsboss ist. Und in Istanbul haben die bewaffneten Einheiten sogar eine politische Vertretung, die dominiert wird von – Moslembrüdern!

    Ach ja, das hab ich ja ganz vergessen, das Stück Wüste, das zwischen Ägypten und Tunesien liegt wurde zwischenzeitlich 7 Monate lang von der NATO bombardiert. Da gab’s damals nämlich einen Staat, der Libyen hieß und dessen Chef Gaddafi in die Wege geleitet hatte eine panafrikanische Währung auf der Basis des Goldstandards einzuführen. Gaaanz nebenbei bemerkt. Ist ja völlig unwichtig, nur der Vollständigkeit halber. Das konnte gerade noch mal verhindert werden und seither versuchen auch dort die Moslembrüder zu obermackern, was aber irgendwie nicht so gut klappt; weil dort spielt man lieber „Per un pugno di dollari“, nur ohne Clint Eastwood. Bietet sich landschaftlich ja auch an, ist ganz ähnlich wie New Mexico.

    Zurück zu Mursi: der flog von Teheran aus nach China: Jubel Trubel Heiterkeit in der anti-US-imperialistischen Szene. Kein Sterbenswort war offiziell zu vernehmen, was dort geredet wurde, aber schon schloss man Mursi ins Herz: HihiHaha, der Obama würde sich schwarz ärgern, wenn er’s nicht schon wäre!

    Wieso eigentlich, der fährt doch auch dauernd nach China. China ist nicht nur schärfster Weltmarktkonkurrent, sondern auch bedeutendster wirtschaftlicher Partner der USA. Die USA und die VRCh sind so abhängig voneinander, dass das eine Land ohne das andere kollabierte, fiele es plötzlich weg.

    Der nächste wichtige Schritt, den Mursi ging, war: Kredite vom IWF zu Bedingungen des IWF aufzunehmen. Mann is‘ der revolutionär!

    Das bedeutet: die Subventionen für Nahrungsmittel und Energiestoffe aufzuheben. Was eine Verdreifachung der Lebenserhaltungskosten in Ägypten bedeutet. Ist ja nicht so schlimm, wenn man reich ist. Wenn nicht, was die meisten Ägypter sind, und man so schon nicht ausreichend hat, bedeutet das eine Katastrophe.

    Sollen sich doch nicht so haben, die Egittos, die Griechen machen es doch vor, dass das kein Ding ist. Mursi war China besuchen, was beweist, der Mann ist den Amis ein Dorn im Auge, das zählt – – – Was ist los, ihr habt Hunger? Redet doch nicht immer so negativ daher. Das heißt: Wir machen kollektive Diät gegen den US-Imperialismus!

    Männer Ägyptens, was ihr braucht sind nicht billiges Brot und billiges Benzin, was ihr braucht sind schwarze Tücher, in die ihr eure Weiber wickeln könnt! Täten am Ende noch dem falschen Boy zuzwinkern, wenn man sie nicht bei Zeiten züchtigt, denn merkt euch: alles Nutten außer Mutti! Es sei denn, man ist ein Hurensohn. Und wollt ihr, dass eure Erben Hurensöhne werden?

    Was jetzt so antiimperialistisch ist an Krediten vom IWF müsste man mir auch erst einmal erklären, ich hab’s nämlich nicht kapiert.

    Genauso wenig, wie ich kapiert hab, was so antiimperialistisch daran ist, zum heiligen Krieg gegen Syrien aufzurufen.

    Wer für Mursi ist, müsste, so er zur Konsequenz befähigt, für die Bundesregierung sein, denn sowohl Merkels Austeritätspolitik als auch die Aggression gegen Syrien sind sich deckungsgleich. Merkel hat das verstanden, darum setzt sie ihre Möglichkeiten gegen die Übergangsregierung Ägyptens auch ein. Hmm. Ist Merkel jetzt auch antiimperialistisch?

    Et Cetera pp.

    Ganz Deutschland jubelte Hurra Hurra der arabische Frühling ist da!

    Und was hat er gebracht?

    Hunger, Tod, Flüchtlingsströme, Gewalt in den Straßen, Plünderungen, Niedergebrannte Amtshäuser, zerstörte Religiöse Einrichtungen, zerstörte Infrastrukturen, Einbruch der Produktion, Chaos und Unsicherheit.

    Was das ägyptische Militär gerade tut nennt man juristisch die Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand.

    Ist das etwas Gutes? Nein. Es ist, wie meistens in der Politik, das geringere Übel.

     

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  • Kein neuer Kampf um Algier

    Da die algerische Regierung die ursprüngliche Einschätzung, bei den Geiselnehmern in In Amenas handle es sich um algerische Salafiten, dahingehend revidiert hat, dass es sich bei den Geiselnehmern tatsächlich um demokratie- und freiheitsdurstige Rechtsanwälte und Zahnarzte aus Libyen handelte, erscheint der Vorfall natürlich in einem anderen Licht.

    Es scheint, als sei Algerien im ersten Moment überrascht worden.

    Wenn Algerien den Franzosen Überflugsrechte gewährt hatte, dann nicht ohne Gegenleistung zu verlangen: die bestand wohl darin, das wirtschaftlich von der Eurozone abhängige Algerien nicht anzugreifen.

    Frankreich hätte auch über die Elfenbeinküste, die es sich ja vor 2 Jahren, als alle Welt über Gaddafi redete, ganz nebenbei einverleibt hatte, einreiten können.

    Algerien selbst hat ein Interesse, dass die Djihad-Organisationen, die dank der NATO in der Gegend realistische Machtfragen stellen können, nicht stabil Boden unter den Füßen bekommen, dafür haben sie mit einheimischen Salafiten selbst zu viele Probleme; dass Frankreich angreifen wird war so oder so klar, es bindet Kräfte, um die sich die algerischen Organe dann nicht kümmern müssen.

    Der Schluss, dass die algerischen Salafiten die Situation nutzen, lag nahe.

    Da nun tatsächlich libysche Terroristen Algerien angegriffen haben, legt sich ein ganz anderer Schluss noch näher:

    nämlich, dass das in enger Absprache mit der NATO geschah!

    Algerien fand die Herkunft der Terroristen nach dem ersten Befreiungsversuch heraus.

    Das Ergebnis war, dass Algeriens Armee gnadenlos zuschlug!

    Die Ansage Richtung NATO war unmissverständlich: unsere Leute holen wir raus, die Proxi-Terroristen töten wir und eure Leute sind uns scheißegal!

    Aus Algerien werdet ihr kein zweites Syrien machen!

    Algerien wird nicht wie Gaddafi oder Assad so lange mit euch quatschen, bis es zu spät ist. Wir haben gelernt!

     

     

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  • Operation Mali oder die Ratlosigkeit der Presse, einen Krieg verkaufen zu wollen, der bereits als Niederlage beginnt

    Kurz und heftig ging unseren Zeitungsschreibern einer in der Hose ab: endlich unser erster eigener echter europäischer Krieg, ganz ohne Amiführung! Wutschnauben gegen Berlin: schon zum zweiten Mal weigert sich der blöde Westerwelle, in Nordafrika Geschichte zu schreiben, wo man doch als echter Europäer und kollektiver Friedensnobelpreisträger nicht nur Recht, sondern auch die Pflicht habe, wenn ein Partner zum fröhlichen Bimboschlachten ruft auch ordentlich mitzudreschen!

    Linke schimpfen natürlich trotzdem über Westerwelles Verhalten, aber dass der Mann einen diplomatischen Weg wählt, der nicht links ist kann gut daran liegen, dass er gar kein Linker ist.

    Alles fing so schön an: 5 Tage lang hagelte es Bomben und aus den Redaktionsräumen erschallten lustige Lieder:

    "Ja wir werfen Boooomben, Boooomben

    Bomben auf Maaaliiilaand!"

    Von der sich anschließenden Bodenoffensive hört man "Frankreich marschiert mit Panzern", und von irgendeiner Stadt ist die Rede, die "befreit" werden soll, von mehr Soldaten ist die Rede, alles in allem so allgemein, dass eines klar wird: irgendwo in Mali sitzen französische Truppen fest und haben keine Ahnung, wie es weiter gehen soll.

    Man verlegt sich auf einen Nebenkriegsschauplatz: Geiselnahme in Algerien.

    Auch hier nur konfuses Zeug. Terroristen seien da mal schnell aus Mali rübergejettet und hätten den Überfall begangen.

    Auf der Karte von Euronews sieht das so aus:

    Algerien Geiselnahme

    Hmm, denkt man sich, doch wohl eher keine Terroristen aus Mali, sondern viel eher Demokraten aus Libyen. Die von Abdel Akim Belhaj geführte Sektion der "Al Kaida im islamischen Maghreb" LIFG fällt einem ein.

    Am plausibelsten aber ist die Erklärung der algerischen Regierung, es handle sich um einheimische Terroristen. Al Kaida im islamischen Maghreb ist schließlich über ganz Nordafrika verteilt und sieht Landesgrenzen nicht als verbindlich an. Ihr Ziel ist es, die gesamte Region in ein Kalifat zu verwandeln und die Einzelstaaten aufzulösen.

    Algerien hat seit über 20 Jahren mit ihnen zu kämpfen.

    DANK NATO ist Al Kaida im islamischen Maghreb mit allen nur denkbaren Waffen ausgerüstet: neben den geplünderten Waffenarsenalen Libyens erhielten sie Tonnen an Waffen und Munition von USA, Britannien, Frankreich und Katar gratis.

    Davor hatte Gaddafi gewarnt und mit ihm hunderte denkfähige Menschen. Man weiß seit nunmehr 2 Jahren, dass es so kommt, wie es jetzt ist.

    Unsere Presse ist erstaunlich leisetreterisch und verwirrt, der Jubel verhallt, das Meckern verzagt, Routinebullshit was man auch liest. Springers Welt etwa:tel2

     

    Dieser besagte Anwohner wäre ein Anwohner einer Industrieanlage mitten in der Wüste, die so aussieht:

     

    tel3

     

    Dann berichtet uns Springer von einem Telefongespräch, das sie mit einem autofahrenden Boss geführt haben wollen:

    tel

    Da das Wort "Islamisten" ein abfälliges Wort des Westens für Salafiten ist, darf dieses tolle Telefongespräch deutlich in Zweifel gezogen werden.

    Die Akademikerhauspostille ZEIT wird den Ansprüchen ihres verehrten Publicos gerecht-werdender-weise kleinlauter:

    tel4ZEITAufgefallen? – da hat sich Syrien eingeschlichen. Die "eine Besonderheit" soll natürlich den Krieg rechtfertigen. Aber wenn das die Besonderheit des Sahel ist, kann man mit dem gleichen Recht auf diese Weise über Tokyo sprechen, denn von dort führen auch nicht mehr oder weniger Wege nach Europa, eher mehr; was diese Weg an mehr Kilometern haben machen die Japaner mit fortgeschrittenen Technologien gut. Hat der Zeitungsfritze das bedacht?

    In short: was die französischen Boots on the Ground tanzen, wissen wir derzeit natürlich nicht, aber wir wissen, dass es schlecht um Europas ersten ganz und gar eigenen echten Krieg seit Ende der UdSSR steht.

    Sonst würden wir Siegesmeldungen hören und nicht mit offensichtlichem Schwachsinn gefüttert werden.

     

    POSTSCRIPTUM: DAMIT DAS NICHT VERGESSEN WIRD PROPHEZEIHE ICH HIER GLEICH MAL WIEDER: FÄLLT ASSAD DANN FALLEN AUCH LIBANON UND JORDANIEN IN DIE HÄNDE DER SALAFITEN! ICH WILL KEIN GEJAMMER HÖREN, WENN DAS EINTRITT!

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  • Das Imperium lässt seinen Filialleiter Hollande ins offene Messer rennen

    Gehe ich unsere Presse durch, fällt eines deutlich auf:

    Wie jeden Krieg eines NATO-Staates gegen Afrika oder andere bejubelt sie den Angriff natürlich mit Zimbeln und Drommeten.

    Hurraahh-Schreie von der bankrotten Frankfurter Rundschau bis Springers Welt, der fliegende Hollande schwoll innerhalb von 24 Stunden vom „Zauderer zum Feldherrn“ an und über hunderttausend sozusagen Spontan-Flüchtlinge dichten unsere Schreiberlinge um zu armen Würstchen, welche die Ankunft der fränkischen Reiter als Heldenerscheinungen feierten. NTV schwärmt in Neologismen wie "Binnenflüchtlinge". Naja, wenn's Binnenwasser und Binnenmarkt gibt, sind Binnenflüchtlingsströme nicht weit.

    Alleine: die lieben Freunde und Partner der transatlantischen Allianz haben es nicht so gerne, wenn man sie überrumpelt.

    Die Tags, die auf die Mission Mali geklebt sind, reichen, um eine zögerliche Scheinhilfe locker zu machen: Freiheit (ach nee, wer hätte dat wohl erahnt), Menschenrechte (na so wat, dad is ja janz wat neuet), und TATATATAHHHHH: Demokratie für ganz Mali!

    Immerhin hatte ein Offizier, der sich ins Amt geputscht hat um Hilfe zur Verteidigung der Dömokrotüü gebeten.

    Die Amis haben sich schon klar positioniert: von uns gibt’s nix, nur ein paar butterbeschmierte Worte. Und ein paar Überwachungsdaten (die innerhalb der NATO in begrenztem Maße auszutauschen ohnehin selbstverständliche Routine ist).

    Die schönen Worte kommen auch aus Bärlin: „Mali is, öh ja, im Gegnsatz zu dem gaaaanz gaaaantz weit wegen Syrien ja an der Grenze zu Europa, da können Patronenhülsen rüber fliegen, die dann von Patriots abgeschossen werden müssten…“ sprudelt es aus unserer akademisch gebildeten Regierung nur so heraus, also schickt man tapfer 2 Transall, die eh bald schrottreif wären und die immense Summe von 1 Million€, vorzugsweise in Naturalien wie Produkten der Pharmaindustrie und was sonst noch in irgendwelchen Kellern verrottet, die schon lange keiner mehr aufgeräumt hat. Immerhin hält sich der von Frankreich in den Präsidentenpalast der Elfenbeinküste geschossene Vorsitzende der ECOWAS Alassane Ouattara in Berlin auf, da darf man nicht kleinlich sein.

    Der GRÜNE TrittIhn leidet und mahnt mehr Pep an.

    Tag 1 ward noch der Blitzkrieg ausgerufen, schon heute räumt Paris ein, dass der bombige Schutz der Menschenrechte sich wohl sehr lange hinziehen könnte.

    Nach der ersten Schockminute schritten die „Rebellen“ rasch in die Offensive inklusive Spill over nach Algerien, wo man erst einmal einen Sack Geiseln von BP einsammeln ging.

    Der internationale Strafgerichtshof in Den Haag versucht verzweifelt eine juristische Legitimation für diesen langanhaltenden Krieg zusammenzuschustern und „geht Hinweisen eines malischen Militärangehörigen nach, dem zu Folge die Islamisten Kindersoldaten einsetzen“ und George Soros' HRW flankiert.

    Wir stellen fest: was bei Islamisten in Libyen und Syrien besonders verantwortungsvolle Jugendliche heißt, die ihre Zukunft in die Hand nehmen, 11 bis 14 jährige die gegen Gaddafi und Assad eingesetzt werden, heißt jetzt plötzlich wieder Kindersoldaten wenn sie gegen Frankreich eingesetzt werden.

    Ja watt‘ n nuuu – da kennt sich doch bald kein nasser Hund mehr aus!

    Die Message ist unmissverständlich: Paris ist nicht Washington. Der Chefsessel ist nicht der Platz, in den sich Frauchens Schoßhund setzt!

    Der Imperator im Weißen Haus hat dem Provinzgouverneur im Elyséepalast kein OK vorab gegeben.

    Wenn er will: bitte. Aber er muss selber sehen, wie er mit dem Schlamassel fertig wird. Und eines ist ganz sicher: es wird ein Blutbad!

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  • Erdogan wird pathetisch und ein Muslimbruder lässt die Hosen runter

    Sehen wir uns diese Ausgabe von News Analysis an:

     

     

    Wer bitte würde wollen, dass derartige Soziopathen wie dieser Muslimbruder aus Beirut über sein Land herrscht?

    Bedenken sie: das sind die Leute, welche die Bundesregierung unterstützt!

    In ihrem Namen!

    Wer verfolgt hat, wie Syrien im Laufe der letzten 2 Jahre Parzelle für Parzelle von den Insurgenten in Schutt und Asche gelegt worden ist wo immer sie auftauchten: kann der Erdogan noch als normalen Menschen ansehen, nachdem dieser den Satz aussprach: "Geburten sind immer schmerzhaft, in Syrien findet eine heilige Geburt statt!"

    Oder erkennt er ihn als eine menschenverachtende Bestie?

    Es gibt nur eine einzige vernünftige Erklärung, warum es der Regierung Assad gelungen ist, eine derartig massiv vom Imperium und seinen Ausläufern in Türkei, Saudi Arabien, Katar, etc. unterstützte Attacke gegen das Land zurückzudrängen: das syrische Volk lehnt die Angreifer ab!

    Was Erdogan hier sagt, ist: das Abschlachten des syrischen Volkes sei eine heilige Geburt!

    Wir sehen gerade die Entwicklung, wie viele auch aus dem antiimperialistischen Lager beginnen, mit Mursi zu sympathisieren.

    Mir hat das Verfassungsreferendum in Ägypten gesagt: Mursi ist ein ägyptischer Erdogan!

    Noch sitzt er schwach im Sattel, noch setzt das Imperium auf mehrere Pferde in Ägypten, auch Erdogan musste langsam anfahren ehe er volle Fahrt aufnahm.

    of-Saudi-Arabian-Wahhabists

    Die Muslimbrüder können strategisch arbeiten, sie haben jahrzehntelange Erfahrung darin, eine Generation schulte die nächste.

    Der Muslimbruder aus Beirut in dem Video macht keinen Hehl daraus: er will die Herrschaft der Muslimbruderschaft über alle islamisch dominierten Länder, er will sie alle in ein Saudi Arabien verwandeln.

    Er ist nur etwas weniger diplomatisch als andere, er leistet sich das, weil er Mursi und Erdogan auf Erfolgskurs sieht!

    Sehen sie ihn sich an: so einen würden sie doch noch nicht einmal in ihrer Nachbarschaft haben wollen, wenn sie ehrlich sind.

    Verweigern sie es, zu unterstützen, dass den Syrern solche als Herrscher aufgezwungen werden.

    Wenn sie es schon nicht für die Syrer tun wollen, dann tun sie es für sich selbst: denn diese Leute kennen keine Grenzen: gehört ihnen die Umma, kommen die ehemals christlichen Länder als nächstes dran!

    Sie können nicht anders, es ist ihre Ideologie: die Ordnung der Welt nach ihrer Vorstellung von Islam, der Ausprägung Saudi Arabiens, gilt ihnen als die Ordnung der Welt nach dem Willen Gottes, dem sie gehorchen.

    Sie verfügen über Kämpfer, die Ungläubige zu töten für heilige Pflicht halten und den eigenen Tod nicht fürchten!

    Und ungläubig ist, wer anders lebt als sie!

    Ihre Kämpfer rekrutieren sie aus Gesellschaftsschichten, die nichts zu verlieren haben.

    Und die in Libyen sehen konnten, dass sie sich mit Waffen alles nehmen können, was sie wünschen!

    Sie haben nichts gelernt, was geeignet ist, eine Gesellschaft aufzubauen, aber jetzt wurden und werden sie an Waffen trainiert.

    Haben sie ein Land zerstört, gibt es dort bald nichts mehr zu holen für sie, dann ziehen sie weiter zum nächsten.

    Mag sein, ihre imperialen Unterstützer glauben, sie dann erst einmal Richtung Russland kanalisieren zu können.

    Aber glauben sie, es nutzt ihnen etwas, wenn Russland von Terror überzogen wird?

    Und glauben sie mir, die Gewalt steigt exponentiell an: je instabiler die anderen Länder werden, desto instabiler wird auch ihres!

    Sie können gar nichts daraus gewinnen!

    Brave New World 2013.

     

     

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  • Timbuktu, Mali und die islamistischen Krieger

    Das Euro-amerikanische Imperium hat in diesem Krieg mittlerweile so viele Fronten aufgerißen, dass es kaum möglich ist, den Überblick zu bewahren.

    Anfang 2011 ging die Attacke gleichzeitig gegen Syrien, Libyen und Elfenbeinküste. Der Fokus der Öffentlichkeit wurde dann zunächst auf Libyen gelenkt, bzw. die öffentliche Kriegspropaganda hetzte in erster Linie gegen Libyen, Elfenbeinküste wurde so nebenbei von Frankreich eingesackt, nach dem Tod des Colonel schoss sich die Propaganda auf Syrien ein, Nordafrika wurde Randthema, dort sind ja jetzt alle glückliche Demokraten, und man kann Luthers Satz vom "Dem Volk aufs Maul schauen" pervertieren indem man sagt: "das Volk schaut aufs Maul", sprich die Schlagzeilen der BILD und der Rest ist ihm egal.

    Wir haben gleichzeitig das Imperium den Krieg in Asien vorbereiten, intensivierte Provokationen gegen Nordkorea von Südkorea aus und Provokationen gegen China von Japan aus, während gleichzeitig die beiden höchsten UN-Ämter von Südkoreanern besetzt wurden – die beide dermaßen nichtssagende, feige und knechtische Flaschen sind, dass es selbst für UN-Verhältnisse episch ist.

    Na gut. Mali, Timbuktu – ich weiß nicht, wie gut die Einschätzung des Berichtes unten ist, weil ich von Mali keine Ahnung habe, aber er ist ein Anfang.

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  • Zwei aktuelle Wortmeldungen zu Beli Walid:

     

    Zwei völlig voneinander unabhängige, der eine Flüchtling in Ägypten, der andere Student in London, Libyer stellen die Lage übereinstimmend und sich ergänzend dar.

     

     

     

     

     

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