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  • Der hässliche Amerikaner in Sotschi

    Es wird viel spekuliert, ob der Auftritt Kerry's in Sotschi eine neue Weichenstellung der US-Außenpolitik gegenüber Russland ist, Amerika einsieht, Russland nicht in die Knie zwingen zu können und nun die ausgestreckte Hand ergreift.

    Sorry Leute, hier scheint mir der Wunsch Vater des Gedankens.

    Ich war natürlich nicht hinter irgendwelchen Kulissen und bin auch nur auf öffentliche Quellen angewiesen, die ich lesen muss wie jene alten griechischen Wahrsager, die vor fundamentalen politischen und militärischen Ereignissen den Führern eines Stadtstaates oder eines Heeres aus den Eingeweiden erlegter Vögel lasen.

    Lange Gespräche, alles prima, verlautet es aus dem Kreml.

    Natürlich stellt die russische Regierung das Ereignis als Erfolg gegenüber der russischen Bevölkerung dar. Die Geduld Putins zahle sich langsam aus. Normale Politik. Vernachlässigbar.

    Mir scheint bei der freudigen Rezeption seitens der russlandfreundlichen Beobachter, und vor allem bei der Euphorie des Saker eine wesentliche Komponente schlicht übersehen zu werden: in den USA hat das Hickhack um die Nachfolge Obombas begonnen!

    2 Amtsperioden lang war McCain der Schattenpräsident und hat Obama wie seinen Haussklaven mit der Rute vor sich hergetrieben.

    Zwischen Hitlery Clinton und McCain gab es außenpolitisch keinerlei Differenzen.

    Wer für die Republikaner die Marionette McCains im Weißen Haus darzustellen auserkoren sein wird ist noch unklar, für die Demokraten scheint Hitlery festzustehen. Es wäre sehr üebrraschend, wenn wieder ein Obama auftauchte, der ihr den Platz als "erste Frau im Amt des mächtigsten Mannes der Welt" streitig machte; und es würde der "political correctness" widersprechen, aber "political correctness" ist die Masche der Demokraten. Den "ersten Afroamerikaner" konnte man dazwischenschieben. Der erste illegale Latino geht nicht. Die Zeit für die erste Frau ist gekommen. Zumal die Amerikaner da wirklich im Hintertreffen sind. Sogar Pakistan hatte Benazir Bhutto.

    Die Dame musste in die hinteren Reihen des Spielfeldes zurückgezogen werden um nicht verbrannt zu werden, nachdem sie sich mit ihren Julius-Cäsar-Gehabe in Libyen als lachende Völkermörderin vor den Augen der Welt präsentiert hatte. Darüber musste Gras wachsen um wählbar zu bleiben.

    Das hievte Kerry in das Amt, nennen wir ihn einen Läufer. Wir bewegen uns schließlich immernoch auf Brzezińskis Grand Chessboard.

    Ich glaube nicht an Zufall, wenn Poroschenko just zu jener Zeit, da Kerry sich in Sotschi mit Putin trifft, große Töne spuckt von wegen, man werde den Flughafen von Donezk zurückerobern und darüber hinaus ihn auch noch wieder aufbauen.

    Er macht sich mit der Aussage lächerlich. Kein Beobachter, der von der Materie etwas verstanden hat, traut der ukrainischen Armee zu, den Flughafen erobern zu können. Und aufbauen? – von welchem Geld? Die Ukraine hat keines! Was für ein Schwachsinn, nicht einmal die Ukermärklerin würde so viel springen lassen. Jeder weiß, dass alles Geld, das in die Ukraine gepumpt wird, die zugesagten 40 Milliarden für dieses Jahr, für immer verloren ist und keiner spült noch mehr Geld zum Klo runter um in einem Kriegsgebiet eine Baustelle zu erhalten.

    Wenn Kerry das auf der Pressekonferenz beantwortet mit "Think twice!", dann redet Kerry nicht mit dem kleinen ukrainischen Ganoven.

    Er redet mit dem Boss dahinter. Er redet mit McCain.

    Der kann den Krieg im Donbass eskalieren, was für die Demokraten sehr unangenehme Folgen im Wahlkampf hätte. Demokraten müssen bis die Wahl unter Dach und Fach ist Kreide fressen für ihr Wahlvolk.

    Nach Kerry's Abreise schwingt sich besagter McCain zum Präsidenten der Ukraine auf. Oder glaubt wirklich jemand, seine Berufung in Poroschenko's Beraterstab würde ihn zu dessen Untergebenen machen?

    Nicht der Zirkusaffe lässt den Clown tanzen, der Clown gebietet dem Affen!

    Noch einmal: McCain ist nun offiziell Präsident der Ukraine!

    Kerry hat sehr genau verstanden, dass Poroschenkos Aussage eine Provokation McCains gewesen ist.

    "Think twice!" "Überdenke es!"

    Und McCain dachte und antwortet.

    Lasst euch nicht einlullen!

    Nicht auf Beruhigung der Lage sollten wir uns einstellen, sondern auf eine Eskalation.

    Republikaner trumpfen bei ihrem Wahlvolk mit Cowboygehabe!

    Der amerikanische Wahlkampf wurde in den Donbass getragen!

    Ich würde mich gerne irren. Aber ich bin ganz gut im Lesen der Eingeweide.

     

     

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  • Tut sich was?

    Freitag der 20.Juni, morgens, zu kalt für die Jahreszeit, der Regen plätschert auf die Fensterbank.

    Kaffe kochen, News checken.

    Flüchtlinge

    Was für ein heuchlerisches Drecksgesindel!

    Dabei sollten Zeitabfolgen doch sogar Belämmerten unschwer erkennbar sein.

    Fällt es allen auf?

    Erst künden USA und EU an, in ein Gebiet Demokratie und Freiheit zu bringen.

    Dann zerstören sie die dortigen Lebensgrundlagen.

    Dann flennen sie Krokodielstränen über Flüchtlingswellen.

    Die Artikel selbst braucht man nicht lesen.

    Was interessiert es, was diese Kreaturen zum Thema abzuschleimen haben?

    Aber fällt uns was auf?

    So viele Flüchtlinge wie seit dem 2.Weltkrieg nicht mehr – –

    Genau.

    Offenbar flüchten die Menschen seit sie von der heiligen Demokratie und Freiheit heimgesucht werden.

    Der 3.Weltkrieg tobt, und keiner nennt ihn so.

    Der Krieg der USA und ihrer europäischen Lakaien gegen den Rest der Welt.

    Irgendwer, ich habe vergessen wer, aber vielleicht kennen Sie das Zitat, hatte mal gesagt: "Gott schütze die Menschen vor ihren Befreiern!" Ein Franzose oder ein Russe.

    Ein noch Mitte Februar weitgehend friedliches Land, die Ukraine, heute ein brennendes Land und bald völlig zerstört, von Gefechten und Flüchtlingsströmen durchzogen.

    Täglich überqueren etwa 10000 die Grenze nach Russland, heißt es.

    Über 400000 bisher sind die offiziellen Angaben aus Moskau.

    Die Presse will uns einen Freidensplan Poroschenkos verkaufen, den keiner ernst nehmen kann. Als Friedensplan. Als Perfidie allerdings schon.

    Poroschwitz

    schreibt Springers Welt. Zwei Scherzbegriffe: "Dezentralisierung der Macht".

    Klingt nach Entgegenkommen. Auf so einen Blödsinn sollte man aber wirklich nicht reinfallen: es heißt in der Realität, der Oligarch Poroschenko muss sich die Macht mit den regionalen Oligarchen geschickt aufteilen: Achmetow, Timoschenko, Krawtschuk, Kutschma, Kolomojskij, wie auch immer sie heißen, sie haben sich das Land seit der sogenannten Unabhängigkeit untereinander aufgeteilt und jeder ist darauf bedacht, seine Pfründe zu behalten. Dezentralisierung heißt tatsächlich, dass jeder einzelne von ihnen seine Regionalmacht ausbaut um die Bevölkerung zu seinem eigenen Vorteil ausplündern und ausbluten zu lassen.

    Die Kämpfe finden in Achmetows Bojarenreich statt, die Armee tut die Drecksarbeit für ihn, der zur Nationalgarde erhobene Rechte Sektor auch, nur handelt letzterer aus eigenem Antrieb.

    Der zweite Scherzbegriff ist das Wort "russische und ukrainische Söldner" für Personen, die ihre Heimat verteidigen.

    Generös wird ihnen angeboten, freiwillig ihr Land zu verlassen und ihr Habe zu verlieren.

    So umschreibt man ethnische Säuberung.

    Zunächst ein Lehrstück in sorgfältiger Recherche: aus dem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zu dem hier beschriebenen Umstand:

    Poroschwitz 2

    Ein und die selbe Zeitung bringt es fertig, jammerndes Wehklagen zu erheben ob dem grausamen Schicksal von Flüchtlingen, die zu erzeugen sie selbst betreibt:

    SZ FlüchtlingsSoll ich mir jetzt den Scherz erlauben, und den hier aus der SZ zitierten Bericht noch aus "Welt", "Zeit" wie auch immer anführen? Lassen wir's, wir wissen, dass es keine 2 unterschiedlichen Zeitungen in Deutschlands Mainstream gibt.

    GariFrack webde

    lesen wir bei WEB.de.

    Man gibt sich kritisch, indem man die Binsenweisheit anführt, Politiker brächten Unliebsames während Spektakeln wie der WM durch.

    Aber man gibt kritiklos die Begründung, "von russischem Gas unabhängig" mit an.

    Studien, durch welche ich mich gequält habe, unter anderem vom MIT (Massachusetts Institute of Technology), das ja nun kaum in Verdacht geraten kann, Industrie-feindlich zu sein, belegen ausführlich, dass Fracking ein wirtschaftlicher Fehlschlag ist.

    Die "Ernte", erklären uns die Wissenschaftler, beginnt mit einem immensen Ausstoß und nimmt dann exponentiell ab.

    Dei Kosten der Gasgewinnung stehen in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

    Beim aktuellen Gaspreis muss davon ausgegangen werden, dass die Einahmen aus dem Gasverkauf noch nicht einmal die Investitionskosten decken.

    Ein Feld ist nach 7 bis 10 Jahren erschöpft, wobei die letzten 4 bis 7 Jahre lediglich minimalte Gas-Erträge unter hohem und bis zu letzt ansteigendem Einsatz gewonnen werden können.

    Das ist wie gesagt nicht was ich sage, ich könnte das natürlich gar nicht beurteilen, das ist das, was das MIT sagt.

    Wir schließen daraus: die Konzerne machen so oder so Minusgeschäft mit dem Schiefergas. Auch wenn Russland kein Gas liefert und die EU mit Fracking-Gas gespeist wird, fahren die Konzerne keine Gewinne ein!

    Es sei denn – der Gaspreis steigt! Und zwar um  mindestens 1/3 zum jetzigen.

    Raten Sie, wer die Zeche zahlt!

    Damit sind wir noch nicht am Ende!

    Fracking ist ein Bombenteppich.

    Durch Fracking wird die Beschaffenheit des Bodens und damit die betroffene Erdschicht zerstört.

    Welchen Grad an Verwüstung das nach sich zieht, kann jetzt noch gar nicht abgesehen werden.

    Für mittelfristige und erst recht für Langzeitschäden gibt es keinerlei zuverlässige Forschungsergebnisse.

    Keine, die bis Dato dem MIT bekannt sind jedenfalls. Und ich denke, das MIT ist eine Einrichtung, die davon wüsste, wenn es sie gäbe.

    Damit sind wir aber noch nicht durch.

    Unser Fachmann für alles, der "ich-will-mehr-Geld-aus-der-Steuerkasse-für-mich-Sozialdemokrat Sigi Gabriel versprich, toxische Substanzen zu erlauben sei nicht geplant.

    In der FR hört sich das so an:

    Sigis TraumWir erinnern uns an die "umweltfreundlichste Energie aller Zeiten", die Nukleartechnologie, die den Strom billig macht: nur leider sagte man nicht dazu, dass die Entsorgung der Brennstäbe vom Steuerzahler berappt werden müssen, womit die Kosten zwar nicht auf der Stromrechnung, aber in der Steuerabrechnung auftauchen. Verborgen, versteht sich.

    Und wie vertrauenswürdig die Umweltverträglichkeitsprüfungen sind, na da reicht es sich die Geschichte um die "Asse" in das Gedächtnis zu rufen, eine Atombombe in der Landschaft, die wir unserer Kanzlerin und damaligen Umweltministerin mit Physik-Diplom Merkel zu verdanken haben.

    2911_BN_Fracking

    So oder so wird das Grundwasser mit chemischen Substanzen verunreinigt, wie immer auch Physik-Chemie-und-überhaupt-alles-Genie Sozialdemokrat Gabriel es nennen mag.

    Die Kosten der Beseitigung der Folgeschäden kennen wir jetzt noch nicht, aber wir können sicher sein, dass der Steuerzahler dafür zur Kasse gebeten wird.

    Die Reinigung des Wassers wird die diesbezüglichen Verbraucherkosten steigen lassen.

    Und damit das Ganze gewinnbringend wird, steigt der Gaspreis um wenigstens ein Drittel!

    Plötzlich bekommt das irrationale Verhalten der Yatz und Klitsch und NAZI-Dreck in den Verhandlungen mit Russland einen Sinn.

    Plötzlich bekommt der zeitgleiche wirtschaftskriegerische Angriff der EU-Kommission auf die South-Stream einen Sinn.

    Das Gas wird teuerer, da Russ is schuld!

    "Die Gewalt der ISIS-Miliz im Irak" habe "Hunderttausende zur Flucht gezwungen" heißt es oben im Screenshot unter Spiegel.

    Nun, die ISIS, das ist die islamische Version des Rechten Sektor, die es in Syrien nicht geschafft hat, die Macht an sich zu reißen.

    Die uns von der Presse als Kämpfer für Demokratie und Freiheit angepriesenen Kannibalen wenn sie, nicht nur als Organisation, sondern als exakt die selben Personen Syrien mit Terror überzeihen, die sich trotz Pressekampagnen, Finanzierung, Training und Ausrüstung durch USA, EU und Arabische Liga nicht gegen den syrischen Staat behaupten konnten und nun in den Irak weiterziehen.

    Hunderttausende werden noch auf der Flucht von den Helden für Demokratie und Freiheit in Kiew sein. Den "Leuten hier auf dem Maidan", wie GRÜNE zu sagen pflegten.

    Sie werden es sein, weil der Widerstand gegen die Politik der sogenannten Demokratien des Westens so marginal ist, dass er kaum in's Gewicht fällt.

    Der Donbass ist erst der Anfang.

    Es ist zwangsläufig, da die Menschen in der Ukraine unter IWF-Konditionen und nach Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens nicht mehr wissen werden, wovon sie leben sollen!

    Warum verhungern und erfrieren für eine Bande geistig unterentwickelter, die der Westen an die Macht geputscht hat?

    Man wird ihnen eine einzige Option offen lassen: geh zum Militär…

    Bekämpfe deine Leute, deine Nachbarn, deine Freunde, ziehe weiter gen Russland, damit Fett-Sigi, NAZI-Versteher Steinmeier, wer auch immer und deren Hintermänner sich an euren Verlusten schadlos halten können und die Bewohner der EU der Erhöhung ihrer Lebenserhaltungskosten für Frieden, Freiheit und Demokratie zujubeln dürfen!

    Hatte Steinmeier nicht unlängst gar ganz der sozialdemokratische Altruist und Klassenkämpfer die Industrie gemahnt, nicht immer nur den schnöden Mammon im Auge zu haben, sondern für die höheren Werte der EU auch mal Einbußen in Kauf zu nehmen in Form von zerstörten Wirtschaftsbeziehungen zu Russland?

    Tzja, mit Einbußen wird er kaum die Petrodollar-Industrie gemeint haben.

     

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  • Es geht durch die Welt ein Geflüster…

     

    Manchmal scheint es sich ja richtig zu lohnen in der Schule aufzupassen!

    Jedenfalls hatte jeder Sowjetbürger und jede Sowjetbürgerin eines mit Hammer und Meisel in das Gehirn gehämmert bekommen: die Niederlage der Pariser Kommune führte Marx darauf zurück, dass die Jungs und Mädels nicht die Französische Nationalbank eingenommen haben.

    Ob das heute, da es ja keine Nationalstaaten mehr gibt, immer noch von gleicher Bedeutung ist entzieht sich dem Radius meiner Kompetenzen und sei dahingestellt, die Aktion Einnahme der Zentralbank in Donezk trägt jedenfalls gewaltigen Symbolwert!

    Die Simphonia Donbassa wird wieder ein paar Dezibel lauter gespielt!

    Zu schade, dass ich die wütend-erschreckte Fratze unseres sozialdemokratischen NAZI-Verstehers Steinmeier bei Erhalt der Botschaft nicht sehen kann.

    Der hatte doch erst gestern deutlich gemacht, dass für ihn "friedliche Lösung" die Zerschlagung des Widerstandes, Vertreibung der einheimischen Bevölkerung und Russlands Aufgabe seiner Rechte bedeutet:

    Steinhure ReutersObjektiv kann ja von Scheitern der Gasverhandlungen keine Rede sein, da es gängige Praxis ist, bei zahlungsunwilligen Kunden auf Vorkasse umzustellen, wenn es sich um notwendige Güter handelt. Bei weniger wichtigen Gütern kommt gar nichts mehr außer der Gerichtsvollzieher.

    Ironischerweise ist die Wortwahl "Rückschlag" betreffs der Militärmaschine trefflich gewählt – die Junta hat einen militärischen Rückschlag dadurch erlitten!

    Steinmeier macht das Sorgen.

    Noch nie hat unser Bannerträger für Demokratie und Freiheit sich besorgt gezeigt, dass die kiewer Junta ganze Städte und Dörfer unbewohnbar macht, bereits hunderte Zivilisten, Frauen und Kinder ermordet hat, und Flüchtlingsströme durch das Land ziehen.

    Er hat auch kein Problem mit den von Kiew angekündigten Plänen, die Bevölkerung des Donbass in Konzentrationslager internieren zu wollen, Widerständler verschwinden zu lassen und den Rest zwangsumzusiedeln.

    Steinmeier ist sich mit Poroschenko einig: der nennt es "Friedensplan" den Osten militärisch zu befrieden.

    Steinmeier gehört dezidiert zu denen, die es persönlich in der Hand hatten, das Blutvergießen zu vermeiden.

    Alles, was er zu tun gehabt hätte, wäre gewesen auf die Einhaltung des von ihm mitunterzeichneten Vertrages "Vereinbarung über die Beilegung der Krise in der Ukraine" vom 21.Februar 2014 zu insistieren.

    Das Blut jedes einzelnen Toten in der Ukraine seither klebt auch an seinen Händen.

    Da kann er machen was er will: der Tag wird kommen, an dem er hierfür zur Verantwortung gezogen wird!

    Steimeier Teufel

     

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  • Masada

    Resolution der Kommunarden,  Bertolt Brecht (1934)

    1
    In Erwägung unsrer Schwäche machtet
    Ihr Gesetze, die uns knechten soll’n.
    Die Gesetze seien künftig nicht beachtet
    In Erwägung, daß wir nicht mehr Knecht sein woll’n.

    In Erwägung, daß ihr uns dann eben
    Mit Gewehren und Kanonen droht
    Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
    Mehr zu fürchten als den Tod.

    2
    In Erwägung, daß wir hungrig bleiben
    Wenn wir dulden, daß ihr uns bestehlt
    Wollen wir mal feststelln, daß nur Fensterscheiben
    Uns vom guten Brote trennen, das uns fehlt.

    In Erwägung, daß ihr uns dann eben
    Mit Gewehren und Kanonen droht
    Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
    Mehr zu fürchten als den Tod.

    3
    In Erwägung, daß da Häuser stehen
    Während ihr uns ohne Bleibe laßt
    Haben wir beschlossen, jetzt dort einzuziehen
    Weil es uns in unsern Löchern nicht mehr paßt.

    In Erwägung, daß ihr uns dann eben
    Mit Gewehren und Kanonen droht
    Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
    Mehr zu fürchten als den Tod.

    4
    In Erwägung: es gibt zuviel Kohlen
    Während es uns ohne Kohlen friert

    Haben wir beschlossen, sie uns jetzt zu holen
    In Erwägung, daß es uns dann warm sein wird.

    In Erwägung, daß ihr uns dann eben
    Mit Gewehren und Kanonen droht
    Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
    Mehr zu fürchten als den Tod.

    5
    In Erwägung: es will euch nicht glücken
    Uns zu schaffen einen guten Lohn
    Übernehmen wir jetzt selber die Fabriken
    In Erwägung: ohne euch reicht’s für uns schon.

    In Erwägung, daß ihr uns dann eben
    Mit Gewehren und Kanonen droht
    Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
    Mehr zu fürchten als den Tod.

    6
    In Erwägung, daß wir der Regierung
    Was sie immer auch verspricht, nicht traun
    Haben wir beschlossen, unter eigner Führung
    Uns nunmehr ein gutes Leben aufzubaun.

    In Erwägung: ihr hört auf Kanonen –
    Andre Sprache könnt ihr nicht verstehn –
    Müssen wir dann eben, ja, das wird sich lohnen
    Die Kanonen auf euch drehn!

     

    Der absehbar gewesene postelektorale Völkermord für westliche Werte im Osten der Ukraine hat begonnen! Ab wie vielen Toten werden EU und USA aufhören, die Bevölkerung des Landes dort zu massakrieren?

    Das ist nicht einschätzbar. Einschätzbar hingegen ist, dass nicht mehr zu gewinnen ist für die Champions der Demokratie und Freiheit, als im besten Falle eine Situation des Typs Türkei/Kurdistan.

    Aber das ist nur die halbe Geschichte.

    Der Aufstieg Poroschenkos zum Präsidenten hat natürlich Auswirkungen auf den Machtkampf der Oligarchengruppen untereinander.

    Das Team Timoschenko ist bekannt dafür, dass es keine Niederlage erduldet.

    Die gesamte Regierung besteht aus Vaterland und NAZIs, was im Prinzip das gleiche ist, mit dem Unterschied, dass die Rechter Sektor und Swoboda tatsächliche Bewunderer Banderas sind und Timoschenko den Bandera-Faschismus nur als Mittel zum Zweck einsetzt.

    Für Timoschenko geht es jetzt vor allem um eines: Poroschenko die Message rüberzulassen: "Mag ja sein, das Washington und Brüssel dich zum Präsidenten auserwählt haben; das Sagen habe aber ich allein!"

    Nicht unwahrscheinlich, dass sie mit Merkels Unterstützung rechnen darf.

    Auch wenn man davon ausgeht, ich tue das, dass Poroschenko die Sache Donbass jetzt lieber via Rückzugsgefechte und Verhandlungen zu einem Kompromiss geführt hätte: Timoschenko wäre endgültig abserviert und Achmetow einen Großteil seines Besitzes los und das wäre für beide undenkbar, und damit hat Poroschenko keine andere Wahl als mitzuspielen. Na gut, eine: zurückzutreten ehe er angetreten ist!

    Oder zwei: Timoschenko töten wäre ebenfalls eine Option (ich rufe dazu natürlich nicht auf, ich spiele das nur gedanklich durch).

    So lange Timoschenko lebt wird sie alles tun um der bestimmende Faktor in der Ukraine zu sein. Sobald sie ablebt, sind voraussichtlich 50% aller Probleme, die die Ukraine hat, in einem Handstreich gelöst. Ob ihre Tochter Jewgenija ihre Position einnehmen könnte ist fraglich, und ohne dass diese Position ausgefüllt ist stürzt ihr gesamtes Netzwerk schnell zusammen.

    Yatz, Parubij, Jarosch, Tjahnybok, Oleg Ljaschko, Taruta, Kolomojski, die Liste derer, die schon in den Startlöchern stehen um sie zu beerben lässt sich beliebig fortführen. Und da sich alle gegenseitig an die Gurgel gehen werden, bricht das Netzwerk zusammen.

    Halten sich die beiden Paten Don Krawtschuk und Don Kutschma raus, würde Poroschenko durchaus realistische Chancen haben, die Karten neu zu mischen.

    Achmetow ist keine Bedrohung für ihn, den kann er vom Donbass erledigen lassen, indem er die neuen Volksrepubliken als weitgehend autonome Regionen der Ukraine anerkennt.

    Aber wie gesagt, Gedankenspiele. Es wird nicht Knastjule sein, die stirbt, es werden Tausende Bewohner der östlichen und südlichen Oblaste sein, sind es aktuell ja schon, und viele Soldaten.

    Warum ich das schreibe?

    Mir fallen zu den Ereignissen die Debatten aus dem Umfeld des Admiral Canaris ein, der als Chef des deutschen Geheimdienstes durchaus gewusst hätte, wie mit Hitler zu verfahren sei um den Ausbruch des 2.Weltkrieges zu verhindern, und der das im Vorfeld des 2.Weltkrieges auch immer wieder erwogen hat, letztendlich aber nicht ausgeführt.

    Russland ist in einer Zwangslage.

    Russland könnte den Völkermord verhindern indem es Truppen schickt.

    Aber das würde der NATO den ersehnten Vorwand liefern, den 3.Weltkrieg zu beginnen…

     

     

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