Vorgeschmack auf Rot-Rot-GRÜNEN Sozialimperialismus

Eigentlich bin ich vom Arbeiten zu müde um noch zu schreiben, aber eine Sache will ich nicht stehen lassen:

Die einen oder anderen werden die Story schon mitbekommen haben: in Marokko ist ein Fischhändler zu Tode gekommen, heißt es. Er habe Schwertfisch, der vom Aussterben bedroht ist und darum unter Artenschutz steht und nicht gefangen werden darf dennnoch gefangen und wollte ihn verkaufen. Fünf an der Zahl.

Die Polizei brachte ihn auf, und da Artenschutz völlig sinnlos ist, wenn die unter Artenschutz stehenden Tiere dennoch getötet und, da es ja verboten ist, ihr Fleisch zu verkaufen, besonders teuer illegal verkauft wird, wurde der Fang beschlagnahmt und vernichtet.

Denn wenn illegalen Wahren nicht beschlagnahmt und vernichtet werden, ist es allen Händlern illegaler Wahren egal, ob der Handel damit illegal ist oder nicht, bzw handeln sie eben besonders gerne damit, da sie die Wahre sehr teuer verkaufen können.

Besagter Fischhändler soll dann in die hydraulische Presse, welche zur Müllvernichtung da ist und in die der Fisch geworfen wurde, hineingesprungen sein und selbst zerquetscht worden.

Es ist ziemlich merkwürdig, dass jemand in eine hydraulische Presse springt, aber lassen wir es mal so stehen, ich kann den Vorfall nicht überprüfen.

Daraufhin kam es in mehreren Städten zu Demonstrationen.

Die Geschichte wird vor allem von der Jungen Welt, RT und der DKP kolportiert, mit viel Agitation gegen Marokko.

Die JW illustriert ihren Artikel mit folgendem Foto:

Fotografisch ausgezeichnet, Schärfentiefe wunderbar eingesetzt, mein Lob an den Fotografen, allerdings ein eindeutig inszeniertes Foto!

Das Lieblingsklischee der Neo-Linken, eine kämpferisch dreinschauende Frau mit Voctory-Zeichen und Flagge, im Hintergrund eine verschwommene Masse vorwiegend männlicher Demonstranten.

DAs Bild ist von REuters, entspricht aber völlig der Ästhetik von al jazeeras Berichterstattung aus Ägypten. Ma weiß dort: willst die die Westlichen mit im Boot, pack ne Frau in den Vordergrund wenn es um die Äktschn geht!

Insgesamt wirkt die ganze "Aufstands"-Geschichte wie eine Inszenierung der Moslembrüder, die schon mehrfach versucht haben, Marokko zu destabilisieren, zuletzt während des sogenannten "Arabischen Frühlings", erfolglos.

Dass das ganze an die Moslembrüder-Inszenierung zu Beginn der sogenannten "Jasmin-Revolution" in Tunesien erinnert hat sogar der JW-Autor begriffen.

Wie der Artikel fortsetzt, " Auch in Marokko kam es damals zu Demonstrationen gegen das System, doch König Mohammed VI. konnte die Gemüter durch eine Verfassungsreform besänftigen. Den Rest erledigte die Polizei mit Repression." lässt irgendwie vermuten, dass dieser JW-Autor kurz vor dem Flennen ist, dass Marokko immer noch nicht gleich Libyen oder Syrien von Moslembrüdern und Dschihadis in Schutt und Asche gelegt worden ist, sondern selbige eingehegt werden konnten.

Noch dümmer ist der Artikel der DKP, der willkürlich lauter böse Sachen zusammenträgt, von 1958 bis heute und auf eine landesweite Revolte hofft.

Die bekommt sie nicht, das kann ich ihr gleich sagen, die anständigen Leute in Marokko erkennen sofort, dass hier der Vorfall von Moslembrüdern missbraucht wird, um das Land in den Strudel von Chaos und Vernichtung zu reißen, welcher den größten Teil des Marokko umgebenden Nordafrika ergriffen hat. Das wünschen sie nicht und sie sind sicher nicht bereit, die Vernichtung ihres Landes in Kauf zu nehmen für einen Kriminellen, denn wer unter Artenschutz stehenden Tiere tötet und das Fleisch verkauft ist ein Krimineller, auch wenn dieser unter tragischen Umständen zu Tode kam.

Die DKP zählt, wie gesagt, lauter böse Sachen auf, Marokko ist ein großes, vielschichtiges und sehr komplexes Land, und schlimme Dingen passieren täglich in jedem Land. Eine ganze Menge davon ist allerdings einfach zusammenphantasiertes Zeug.

Es geht sogar so weit, dass die DKP sich nicht schämt, die Formulierungen der Moslembrüder wörtlich zu übernehmen: es ginge um "Würde".

Ich für meinen Geschmack habe "Revolutionen der Würde" in den letzten 5 Jahren zur Genüge gesehen, mit wird speiübel davon. "Würde" in Libyen gegen Gaddafi, "Revolution der Würde" in der Ukraine, "Aufstand der Würde" in Syrien, Würde wohin man blickt!

Die DKP endet mit einer typisch neo-linken Heulsuserei.

Es geht natürlich um Migranten.

Thomas de Maizière will Marokko als "sicheres Herkunsftsland" deklarieren, da können diverse Linke nicht anders, sie müssen unbedingt Marokko verteufeln!

Intellektuellen Primitivismus nennt man das, wenn einer A sagt, und das Gegenüber um jeden Preis Minus-A sagen muss.

In der Politik ein übliches Verfahren. Einer der Gründe, warum Politiker oft als primitiv beurteilt werden.

Jetzt muss ich mal ganz klar sagen: seit dem Ende der UdSSR haben die deutschen Linken keine einzige sinnvolle Sache mehr gebacken gekriegt! Nichts konstruktives aufgebaut! Sie nisten sich in den Staat ein und lästern immer nur darüber, was andere machen, aber Lästern ist sehr einfach! Vor allem, wenn man sich dafür auch noch bezahlen lässt.

" Sie alle sind Opfer ein und desselben Gewaltsystems und leiden an mangelnder Gesundheitsversorgung, schlechter Bildung und fehlender politischer Repräsentation." heißt es in dem DKP-Artikel. Das ist eine Frechheit! Lese ich das, kann ich sofort dem Schreiberling jede Kompetenz absprechen, er kann das schlicht nicht beurteilen! Er ist ein Geschöpf des BRD-Imperialismus und die BRD ist sein einziger Maßstab, sein gesamtes Vorstellungsvermögen reduziert sich auf BRD!

Diese Aussage ist sogar definitiv rassistisch im Stile der "white mans burden"!

Warum ist der Autor dann überhaupt in der DKP? Sein Land ist doch schon am Ziel seiner Utopie!?! Veröffentlicht die DKP einen solchen Artikel, was will sie dann überhaupt? Die Welt am deutsch-linken Wesen genesen?

Marschiert dann unter Rot-Rot-GRÜN die Bundeswehr in Marokko ein, geleitet vom Hurrah-Geschrei der DKP? – jetzt noch ein polemischer Satz, aber tief im Innern kommt er mir sehr realistisch vor!

Es ist nicht unbekannt, dass es in jedem Land Dinge gibt, die im Argen liegen und unbedingt der Verbesserung bedürfen. So auch in Marokko.

Aber bitte, bitte nicht von einer Melange aus deutschen Linken und Moslembrüdern!

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