Veranstaltung mit Anastasia Popova in Leipzig

"Wozu Geschichte machen, wenn man nicht aus ihr lernt?"

Vir Cotto

Diese VA fand am 5. Oktober statt. In Washington erklärte Obama Unsinn über iranische Atomwaffen, die innerhalb eines Jahres einsatzfähig wären. Government Shutdown wirkt prima, unser Sozialarbeiter im Weißen Haus ist weichgeklopft wie ein Perserteppich. Aber dieses Thema vertiefen wir jetzt heute hier nicht.

Nur das Thema Weichklopfen bleibt uns einen Moment.

Dem Compact-Magazin gelang es, die russische Fernsehjournalistin Anastasia Popova, die in den Auseinandersetzungen zu Syrien auch ganz realpolitisch zu einiger Bedeutung gelangt ist, indem sie als Zeugin im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Chemiewaffen auch vor den Vereinten Nationen auftrat, für einen Abend zu gewinnen.

Es war zu erfahren, dass im Vorfeld dieser Veranstaltung einige linke Radikaliskis versucht haben, den Veranstaltungsort anzugreifen.

Ich erinnere mich zurück, als es mich noch im autonom-antiimperialistischen Spektrum umtrieb, da wären wir wohl die gewesen, die diese Veranstaltung geschützt hätten. Eine russische Journalistin – das ist etwas, da will man mehr wissen, das ist ein Durchbrechen der Mauer des Schweigens zwischen Ost und West, das ist Wasser auf die eigenen Mühlen!

Nun, es war hier schon öfter Thema. dass ausgerechnet Teile der Partei Die Linke sich besonders als Frontorganisation gegen Russland zu profilieren versuchen.

Ich vermute aber noch einen ganz anderen Hintergrund.

Erinnern sie sch an irgendetwas Tragfähiges, das die deutschen Linken in den letzten, sagen wir 20 Jahren zuwege gebracht haben?

Oder ist es nicht vielmehr so, dass die "Linke" alles zermalmt, was ihr in die Finger gelangt, und Menschen, die sich ihr angeschlossen hatten, erst dann dazu kommen, ihr Leben produktiv zu verwenden, wenn sie der Linken wieder entkommen sind?

Linke fühlen sich durch das Compact-Magazin bedroht, weil Jürgen Elsässer ursprünglich aus ihre Reihen kommt und das Projekt nur erfolgreich werden konnte, weil er die Linke hinter sich gelassen hatte!

Seit Jahrzehnten ist die einzige Perspektive, die Linke der Gesellschaft anbieten können, eine Erhöhung des Sozialhilfe-Geldes, was für alle, die nicht von Sozialhilfe leben wollen keine Attraktivität hat. Sie haben noch nicht einmal Angebote für die, welche in den Rachen des Molochs Sozialsystem gestürzt sind und verzweifelt versuchen, sich da heraus zu kämpfen.

Die Linke kämpft ums Überleben, indem sie diejenigen angreift, die sie überwunden haben, weil sie durch jene gedemütigt wird und nichts Produktives dagegen halten kann.

Die Linke hat sich nicht geschämt, sich an der Vernichtung der arabisch-sozialistischen Jamahirija zu Libyen zu beteiligen. Die Linke such krampfhaft Verbündete gegen Assad, die noch keine zahlungskräftigeren Partner haben.

Einst war die Linke der Griff der Arbeiterklasse nach der Macht. Und eine andere Linke braucht keiner.

Man kann den Linken mit noch ein Wenig Restwohlwollen anempfehlen, sich zu überlegen, wie sie sich nützlich machen können anstatt auch noch die Letzten dahin zu treiben, wenn sie sie sehen zu denken: "Auch die noch! Muss das denn wirklich sein?" Personen, die nur auf sich aufmerksam machen, indem sie beschädigen, was andere leisten, sind unbeliebt!

Die VA war wichtig, weil sie Teil der Counterinformation ist.

Die Bevölkerung Deutschlands hat sich in einer Phantasiewelt verloren. Sie lernt die Welt aus Medien, die die Menschen erziehen, sich an der Umsetzung einer politischen Agenda zu beteiligen. Die Aufgabe von Presse ist es aber, die Menschen mit Informationen zu versorgen, die es ihnen ermöglichen, sich in der Realität zu orientieren; eine Person, der es nicht gelingt, sich einen Begriff von der Realität zu machen, der sich ihr so genau wie möglich annähert, ist dazu verurteilt, zu scheitern.

Mir wurde gestattet, einen Video aus der VA zu machen.

Ich habe einen im Rahmen dessen was ich hier mache gestaltet, die VA wird es von Compact und Nuo Viso als DVD geben, und ich will da nicht reinpfuschen, die DVD soll sich verkaufen, denn wer nicht vom Sozialamt leben will muss Geld verdienen und da haben die Organisatoren des Events allemal das Vorrecht.

 

 

 

 

 

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