Teutsches Miserere

Das Assoziierungsabkommen EU-Ukraine wurde denn durch den Bundestag gewunken.

Milliardenkredite des Westens wurden zugesagt.

Geht man davon aus, dass eine deutsche, und soviel ich weiß ist das in der ganzen EU und den USA gleich, Bank nur 6% der Kreditsumme gedeckt haben muss, kann man vermuten, dass die schönen, großen Kredite, die da so hübsch generös Poroschenko und Yatz zugeschustert werden, in erster Linie eine Kapital-Schöpfungsmaßnahme sind.

Es haftet das Volk der Ukraine, ausgegeben wird das Geld, unter Abzug der Schmiergelder und sonstiger notwendiger Auslagen, für den Einkauf von Waffen aus der EU und den USA, die dort für das Recycling ausgemustert wurden.

Eine Win-lose-Situation.

Da fürderhin der Existenzgrund des Staates Ukraine darin bestehen soll, allen Bedarf in der EU zu decken, mit Ausnahme "tödlicher Waffen", die von den USA geliefert werden, die Ukraine selbst aber nur viele Bewohner aber kein Geld hat und eine zusammenbrechende Wirtschaft, macht das durchaus Sinn.

Poroschenko und Kolomoiski lassen ihre Wiseguys aufeinander los – na und?

Die Rechnung bleibt sich gleich – Geld wird generiert, 94% davon existieren nur als Zahlen in Form von Rechnereinträgen, eignen sich aber, die Menschen in der Ukraine, welche nicht den Schutz eines der beiden Paten genießen, bis auf die Unterhose auszuplündern, unter dem Vorwand, Schulden müssten zurück bezahlt werden.

Das von Goldman Sachs entwickelte Griechische Modell, kommt einem in den Sinn.

Im Bundestag leiert der Bundesaußen-Sozialdemokrat Steinmeier ohne Rot zu werden das Narrativ herunter, welches seine Behörde in Schriftform bereits unter die Gemeinde gebracht hat. Und ohne sich lächerlich vorzukommen, denn eigentlich weiß er ja sicher, dass keiner ihm das abnimmt, der ein wenig in die Thematik eingearbeitet ist.

Ironischerweise muss man sagen, McCain hatte Recht, als er Steinmeier der Unglaubwürdigkeit geziehen hatte, ein Mann, der, wie im Februar letzten Jahres, für einen Vertrag die Schirmherrschaft übernimmt und am nächsten Morgen das vergessen hat, ist unglaubwürdig.

Umso mehr ärgert man sich über den Strolch, wenn er es tatsächlich fertig bringt, den Krieg im Donbass als Folge einer "Annexion" der Krim zu beschreiben.

Der Krieg ist eine unmittelbare Folge von Steinmeiers Feigheit, Heuchelei und Verlogenheit. Freilich nicht nur, aber auch.

Jedoch, das will ich auch betonen, einem McCain steht es nicht zu, das zu sagen.

Jedenfalls, lange Rede kurzer Sinn, vorübergehend rentiert es sich, die Ukraine mit 40 Milliarden und mehr an Krediten zu versorgen, die, wie gesagt unter Abzug des üblichen Obolus an die Korruption, für den Einkaufsbummel im Westen gedacht sind und die dann in Form von Arbeitskraft und Naturalien des Typs Land, Bodenschätze, Immobilien etc. zurückgezahlt werden müssen.

Vorübergehend, denn die Rechnung ist ohne den Wirt gemacht, und ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass eine auf Waffengewalt begründete Herrschaft der jetzigen Führung lange aufrecht erhalten werden kann, besonders, da die freiheitlich-demokratischen Menschenrechtler sich immer häufiger gegenseitig an die Gurgel gehen, wie der Zickenkrieg Poroschenko-Kolomoiski zeigt.

Im Jemen haben wir tatsächlich einen vom Volk vertriebenen Präsidenten, der sogar schon zurückgetreten war, und den will nun Saudi Arabien mit einem Angriffskrieg wieder einsetzen.

dpa hat diesen Fall in einem Satz auf den Punkt gebracht:

jemen

War nicht der Sozi-Siggi erst in Saudiland um dort eine Menge Waffen hin zu verkaufen?

Na wenn ein so zahlungskräftiger Kunde der deutschen Rüstungsschmieden einen Angriffskrieg führt, dann kann das ja nur legitim sein!

Man gibt so viel Geld nicht für Waffen aus, um die dann in der Wüste verstauben zu lassen!

Und werden die Waffen benutzt, steigt die Auftragslage!

Kenner der Region gehen davon aus, dass sie sehr lange benutzt werden, denn nur eine saudische Besatzungsmacht kann den geschassten Präsidenten an der Macht halten.

Die Saudis benötigen dafür Nachschub an Kohle, also muss der Ölpreis wieder steigen.

Ist also auch rentabel, dieser Krieg.

Kenner der Region spekulieren aber schon, dass dieser Krieg möglicherweise bis zum Sturz des Hauses Saud führen kann – und bedenkt man, dass innerhalb Saudi Arabiens die Schiiten auch keine fröhlichen Menschen sind, kann es womöglich sogar dazu kommen, dass die sich lieber mit den Huthi zusammentun als mit ihren Unterdrückern in Riad. Die Waffenbrüder Saudi Arabiens Al Chalifa sind auch nicht beliebt im eigenen Land, das mehrheitlich von Schiiten bewohnt wird.

Berlin scheint in beiden Fällen eine Menge westlicher Werte, sprich: steigende Zahlen auf Bankkonten, einzuholen.

Eine innere Stimme sagt mir, dass Berlin keinen Plan B hat. Berlin hatte noch nie einen Plan B. Was Berlin angeht, ist alternativlos.

Und das könnte dieses Abenteurertum auf Dauer sehr teuer werden lassen.

 

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