Ein taktischer Rückzug bedeutet die Konsolidierung der Kräfte!

Wer Barak Obamas Rede an die Nation richtig verstanden hat, dürfte wohl kaum beruhigt sein – im Gegenteil, er wird jedem Rest Hoffnung auf Entspannung und Vernunft entsagen!

Obamas Rede war die skrupelloseste Deklaration eines Faschismus seit Adolf Hitler!

Das macht ihn nicht zu einem Hitler, denn Obama ist nur eine Bauchrednerpuppe, kein Führer.

Er ist eine Bauchrednerpuppe, die in den USA noch funktioniert.

„This is what makes us exeptional!“

Die Welt benötigt die Herrschaft der USA um zu gedeihen. Die USA dürfen an jedem Ort zu jeder Zeit zuschlagen, sie sind unfehlbar.

70 Jahre lang hätten die USA für Stabilität in der Welt gesorgt, in Korea,  in Vietnam, Laos, Kambodscha, wo immer sie tätig waren, in Lateinamerika, Afrika, you name it, wo immer die USA zuschlugen taten sie es mit gutem Recht. Das implizieren seine Aussagen.

Die USA verfügen über die überlegene Lebensweise. Dabei geht es um eine Lebensweise, die de Facto gar nicht existiert, sondern lediglich in TV-Shows und auf Kinoleinwänden vorphantasiert wird. Obama erklärt sich zum Führer der „ältesten Demokratie der Welt“, alle anderen, minderen Völker haben zu folgen.

Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!

Schon am Tag danach begann die CIA mit der Verteilung neuer Waffen in Syrien, unter anderem ballistische Waffen.

Viele haben herausgehört, Obama habe dem diplomatischen Weg den Vorzug gegeben.

Das Gegenteil war der Fall: Obama erklärte, dass nur die aggressive Haltung der USA Assad zum Einlenken in der Chemiewaffenfrage gedrängt habe.

Damit wird das Androhen von militärischer Gewalt als Mittel zum Zweck Staatsdoktrin.

Obama sagt: wir müssen, weil es die richtigen Resultate bringt!

Ein Argument, das Liberale überzeugt. Ein Argument, das Regierungen in der Kolonie EU anwenden können, sobald der nächste Vorstoß beginnt.

Die syrische Armee gibt ihre Massenvernichtungswaffen auf.

Auch Putin darf nicht missverstanden werden: das gelänge nur, wenn die USA erklärtermaßen von militärischer Gewalt absehen!

Putin weiß, dass der Angriff ein Setup durch die Islamisten war. Als KGB/FSB-Oberst ist er gut informiert, die militärische Überwachung Syriens ist ganz sicher lückenlos und der FSB hat genug Agenten und Informanten vor Ort um ihn zweifelsfrei informieren zu können; und als russischer Präsident würde er sich nie so weit aus dem Fenster lehnen, wie er es in der jüngeren Zeit tat, würde auch nur der geringste Zweifel an seinen Aussagen bestehen.

Die Öffentlichkeit wird keine russischen Geheimdienstergebnisse zu Gesicht bekommen, aber um die UNO am Lügen zu hindern taugen sie alle Mal.

Darum beinhaltet Obamas Rede auch klar, dass der Sicherheitsrat nichts mitzureden habe.

Darum wendete Putin sich heute direkt an das amerikanische Volk.

Im 20. Jahrhundert hatte Russland zwei Weltkriege zu Ende gebracht.

Den ersten durch die Machtübernahme der Bolschewiki und den von Lenin geschlossenen Seperatfrieden mit Deutschland, was europaweit zur Beseitigung der Monarchie inspiriert und einigenorts geführt hatte.

Viele kritisieren den Nichtangriffsvertrag, den Molotov mit Ribbentrop geschlossen hatte als Hitler-Stalin-Pakt und übersehen dabei, dass Russland so die Zeit gewonnen hatte, die nötig war, um die Metallverarbeitende Industrie aus der Ukraine, wo sie ganz sicher der Wehrmacht in die Hände gefallen wäre, abzubauen und zum Ural zu verlegen, wo sie sicher war und wo mit ihr die Waffen geschmiedet werden konnten, die die UdSSR benötigte, um militärisch zuschlagen zu können.

Dieser Vertrag hat es somit ermöglicht, den NAZI-Faschismus zu zerschlagen. Die USA griffen erst in das Geschehen als „Alliierter“ ein, als klar war, dass Deutschland nicht mehr zu halten ist, um zu verhindern, dass es von Russland überrollt wird. Sie griffen ein, um die Ausbreitung des Kommunismus in Europa einzudämmen, nicht um die NAZIs zu bekämpfen.

Der Bankier Prescott Bush, Vater des Präsidenten George und Großvater George Dabbeljuhs und Skull & Bones-Mann war selbst glühender NAZI, Industrielle wie Ford und Firmen wie IBM unterstützten den Hitlerfaschismus so gut sie konnten.

Die Ambiguität der US-Eliten im Umgang mit dem Islamismus verhält sich analog zu ihrem Umgang mit dem Hitlerfaschismus.

Die Symbioese zwischen dem US-Imperium und dem Wahabismus ist historisch erprobt, Saudi Arabien und die USA arbeiten seit Jahrzehnten einträchtig. Der Islamismus oder Wahabismus oder Salafismus, wie immer man es nennen will, sieht eine gottgewollte Verteilung von unermesslichem Reichtum weniger und Armut vieler vor. Er verpflicht die Reichen, dafür zu sorgen, dass die armen „Geschwister“ nicht verhungern. Er sieht vor, dass jede/r, der/die nicht nach der Sunna lebt, kein Lebensrecht hat es sei denn als Sklave.

Das macht den Wahabismus zur perfekten Ideologie einer Kolonialverwaltung. Das bis in das kleinste Detail des Lebens totalitäre System der Sunna verbietet bei Todesstrafe jede Infragestellung der gottgewollten Ordnung. Länder wie Libyen, Syrien, Tunesien, Ägypten waren durch ihre bloße Existenz Infragestellung.

Für die US-Imperialisten eine Wohltat, läuft man doch nicht Gefahr, wechselnde Vertragspartner zu haben, und man kann zuverlässige Tyrannen rekrutieren.

Obama heuchelte Verständnis für die „Kriegsmüdigkeit“ der Amerikaner und ihrem Wunsch, die Regierung solle sich auf die Probleme im eigenen Haus, die Verbesserung der eigenen wirtschaftlichen Lage konzentrieren.

Diese Verbesserung wird es ohne ein grundsätzliches Reset nicht geben.

Aber auch nur ein Reset würde für weite Teile der US-Eliten Milliardenverluste bedeuten.

Trotz immenser Zahlen auf Konten und in Depots sind die US-Eliten bankrott.

Als die UdSSR kapituliert hat und mit ihr der Ostblock, war die Rede von einer friedlichen Revolution.

Nun, die kommunistischen Führungen hatten schlicht kapituliert.

Eine solche Kapitulation wird es von den US-Eliten nicht geben.

Kommunistische Führer hatten Privilegien, verdienten aber auch nur einen Facharbeiterlohn.

Sie hatten wirtschaftlich nichts zu verlieren und ein Gorbatschow konnte politische Macht gegen Reichtum eintauschen.

Das wird mit den westlichen Führern nicht geschehen. Sie haben Milliardenwerte zu verlieren und die werden sie verteidigen bis zum letzten Hemd ihrer Untergebenen.

Um revolutionäre Auseinandersetzungen in den Vereinigten Staaten zu verhindern, muss Kapital in den USA in Umlauf gebracht werden.

Das gelingt nur, wenn die Konkurrenz auf dem Weltmarkt ausgeschaltet wird.

Obama und seine strohdumme Bulldogge Kerry haben die aktuellen Möglichkeiten getestet. Noch wird Zeit benötigt, so lautet das Ergebnis des Tests.

Indem Obama scheinbar eingelenkt hat, ist er tatsächlich einen Schritt weiter gegangen!

Er sagt, die USA sei kein Weltpolizist, dafür gäbe es zu viele Probleme. Mit anderen Worten: Chaos und Elend, wie es durch die US-Politik erzeugt wird, muss hingenommen werden.

Er sagt, wo es die Interessen der USA tangiert, müsse die USA aber die militärische Option haben, egal was sonst wer sagt.

Damit stellt Washington sich einen militärischen Blankoscheck aus. Denn nur Washington entscheidet, was im Interesse der USA liegt.

Wie einst Stalin und Molotov wussten, dass ein Vertag mit Deutschland das „Unternehmen Barbarossa“ aufschiebt, aber nicht aufhebt, so kann man sich sicher sein, dass Putin und Lavrov wissen, dass sie einen momentanen strategischen Vorteil errungen haben und diesen nutzen werden.  In diesem Kontext ist auch Putins Brief in der NYT zu verstehen.

Was das für uns hier heißt?

Nun, Deutschland ist eine Kolonie der USA wie Indien eine Kolonie der britischen Krone war.

Was immer sie wählen werden, es wird daran nichts ändern.

Jede wählbare Regierung wird bemüht sein, den US-amerikanischen Eliten so gut als möglich zu dienen.

Das sollte keinen daran hindern, diese Dienstbeflissenheit so schwer und unangenehm wie möglich zu machen.

 

 

Share This:

   Sende Artikel als PDF   

Comments are closed.