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  • Sonntag Weltuntergang, schon zum 2.Mal in diesem Jahr!

    Premier Minister Valls warnt das französische Volk vor Bürgerkrieg, schreibt die Presse, zB. die FAZ.

    Das ist eigentlich schon unkorrekt formuliert, es müsste heißen: droht mit Bürgerkrieg!

    Der "sozialistische Regierungschef" heißt es, warnt seine Landsleute vor einer "antisemitischen und rassistischen Partei".

    Wodurch ist die FN antisemitisch?

    Dadurch, dass Valls und Kollegen es sagen.

    Wodurch ist FN rassistisch?

    Dadurch, dass Valls und Kollegen es sagen.

    Wohl habe ich auch dieses komische Interview mit diesem linken Akademiker in der Jungen Welt gelesen, der behauptet, in Frankreich ginge es nun um Rasse – einfallen tut mir dazu aber nur, dass ein linker Studiosus mal wieder Leute stellvertreten will, die gar nicht von ihm stellvertreten werden wollen.

    Er leistet eben Schützenhilfe für das Establishment von dem er lebt.

    Beweisen kann er den Rassismusvorwurf nicht.

    Es sei denn, man definiert die ablehnende Haltung der FN zum Islam als rassistisch.

    Was unsere Linken für einen Narren an der mit Abstand brutalsten, repressivsten und gewalttätigsten Religion, die per ihrer heiligen Schrift Frauen als Haustiere definiert neuerdings gefressen haben werde ich nie verstehen.

    Beweisbar ist allerdings leicht, was die FN vorschlägt, denn das kann man in ihren Texten lesen:

    Austritt aus der EU,

    Austritt aus dem Euro,

    Austritt aus der NATO,

    Beendigung des deutsch-amerikanischen Vormundschafts-Diktats,

    Eine auf die Bewohner Frankreichs ausgerichtete Wirtschaftspolitik,

    Konstruktive Zusammenarbeit mit Russland.

    Valls behauptet, das sei bloß gelogen.

    Genau wissen können wir das nicht, weil die FN noch keine Gelegenheit hatte, sich ausreichend praktisch unter Beweis zu stellen.

    Valls hatte sie, und von ihm können wir mit Sicherheit sagen: schon alleine der Name seiner Partei ist eine Lüge, da die Sozialistische Partei in Wirklichkeit eine antisozialistische ist.

    So verkriechen sich die Sozialisten folgerichtig hinter Merkels Busenfreund und Völkermörder von Washingtons Gnaden Sarkozy.

    Es gilt schließlich die Herrschaft der Vereinigten Staaten zu sichern!

    Dass der erste Weltuntergang in diesem Jahr, die Machtübernahme von Syriza unter der Führung von Alexis Tsipras, zu einem Sturm im Wasserglas mit einer traurigen Niederlage als Ergebnis geriet, wissen wir heute.

    Wie gesagt, ich mache denen keine Vorwurf, was soll das keine Griechenland schon stemmen können gegen die EU.

    Frankreich hingegen, das ist eine ganz andere Macht!

    Setzt die Front National ihre Programmpunkte um, dann verändert das die ganze Welt.

    Keine Sorge ihr deutschen Schreibtischrevolutionäre, noch müsst ihr nichts von dem tun, worüber ihr so gerne redet, das sind nur Kommunalwahlen!

    Ihr müsst noch nicht einmal eure Vorurteile ablegen!

    Aber was, wenn in naher Zukunft Madame le Pen Präsidentin wird?

    Wofür werdet ihr euch entscheiden?

    Die Auswahl wird sein: NATO und EU oder …

    Valls Warnung vor Bürgerkrieg ist eine Drohung!

    Die Euro-Atlantiker haben viel zu verlieren. Sie haben schon für weniger getötet!

     

     

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  • Warum Syriza?!

    Von kommunistischer Seite wird geschimpft, Syriza würde ja gar nicht den Kapitalismus kritisieren, sondern nur eine andere Version des Kapitalismus bevorzugen. Die Lösung wäre der Klassenkampf eigentlich?

    Ich bin jetzt 50, kenne Linke aller Variationen seit ich 17 war und habe mich fast 20 Jahre versucht aktiv einzubringen.

    Ich weiß nicht von welchem Klassenkampf die reden!

    Um die Sache einfach und klar auszudrücken: Griechenland hat 60% Jugendarbeitslosigkeit und die 40% in Arbeit haben zum großen Teil ein unzureichendes Einkommen!

    Die griechischen Mädchen, die so aussehen sollten:

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    müssen sich täglich mit dem Gedanken herumschlagen, bald so auszusehen:

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    Syriza, die eine Partei der jungen Leute ist, jener, die das Land erben und jetzt Verantwortung übernehmen müssen oder untergehen hat nur eine Möglichkeit: die Probleme unter den gegenwärtigen Bedingungen angehen!

    In Deutschland mag man ja sich den Luxus leisten können, Politik als Hobby zu betreiben und für die Abenteuerlustigen angereichert durch ein real-life-Rollenspiel "Revoluzzer und Schandi" mit dem besonderen Kick, dass der Schandi auch wirklich echt ist, aber die Leute im Süden haben einfach keine Zeit mehr, bis anno ultimo über Trotzki und Stalin, den spanischen Bürgerkrieg und wer gegen wen, was Hauptwiderspruch und was Nebenwiderspruch, welche Klasse was wie wann warum, etc. zu debattieren.

    Sie müssen handeln. JETZT!

    In Griechenland. In  Spanien. In Italien. In Portugal. In Frankreich.

    Die EU ist eine Tatsache.

    Die EU-Granden des Nordens trampeln auf den Ländern herum wie Caudillos auf der Finca.

    Frankreich darf noch ein bisschen den Juniorpartner des mächtigen deutschen Nachbarn spielen. Nicht was die Stimmung in der Bevölkerung anbelangt, die ist im Bewusstsein Lichtjahre ihren Politikern voraus!

    Syriza repräsentiert dieses Voraussein in der Politik!

    Ich sage es jetzt etwas deutlicher als im letzten Artikel: wenn Syriza scheitert, rutschen wir in eine katastrophale Situation: unter der Betonkuppel der alten Herrschaftsstrukturen werden die Menschen unverschuldet darben und in eine perspektivlose Zukunft blicken.

    Das werden die Menschen nicht akzeptieren, und sie werden Wege suche, die Betonkuppel zu sprengen.

    Schaut auf die Ukraine: dort könnt ihr sehen, wie Europas nahe Zukunft aussieht, wenn die alten Herrschaftsstrukturen sich durchsetzen!

    Wollen wir das, ein Europa, das in Unordnung, Hass und Gewalt versinkt?

    Was wir brauchen, sind neue Wege, die den Erfordernissen der Gegenwart Rechnung tragen.

    Kompromisse ja, aber eben Kompromisse und keine Unterwerfung.

    Der heutige Tag kann der erste Schritt auf diesem neuen Weg werden.

    Setzt sich das OXI durch, werden unsere Führungskader bocken. Sie haben die Weitsicht nicht, zu begreifen, dass die EU, wie wir sie kennen, gescheitert ist, aber das Projekt mit neuem, wirklichen Leben gefüllt werden kann und die Bevölkerung reif dafür ist.

    Dann fängt unsere Arbeit an!

    Dann müssen wir sagen: "Schluss, es reicht! Ihr habt eure Chance gehabt und ihr habt sie vermasselt! Jetzt lasst die jungen Leute ran, die neuen Kräfte, die frische Ideen entwickeln können!"

    OXI

     

     

     

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  • „Feinde brauchst du nicht fürchten,

    es sind deine Freunde, vor denen du Angst haben solltest!"

    Dieser Spruch, geringfügig unterschiedlich formuliert, taucht häufiger einmal auf und wird unterschiedlichen Individuen als Ursprung zugeordnet, Admiral Canaris ist darunter, antike chinesische Weise und antike römische Senatoren.

    I

    Ich selbst bevorzuge alte Römer als Urheber.

    Das unentwirrbare, irrwitzige Chaos aus Intrigen und Morden, welches das römische Kaiserreich kennzeichnet, lässt den oberflächlichen Betrachter wundern, wie dieses Reich überhaupt hat funktionieren können.

    Die Antwort ist aber einfach: es hat nicht funktioniert dank der politischen Klasse, es hat funktioniert trotz der politischen Klasse.

    Die gewöhnlichen Menschen haben die Eigenschaft, solange es irgend eingerichtet werden kann, komme was da wolle, ironisch formuliert: stur wie ein Panzer, ihre tägliche Arbeit zu verrichten.

    Politiker tun, was auch immer in ihrer Macht steht, und als Lenker des Staates ist das viel, den Menschen das Leben sinnlos zu erschweren, die Arbeit sinnlos zu erschweren, sie plündern den Ertrag der Arbeit wenn sie Geld brauchen ihre Phantasien umzusetzen, sie zerstören das Ergebnis der Arbeit, wenn ein Machtkampf das erfordert, aber die Menschen arbeiten unbeirrt weiter.

    Zerstörte ein Krieg, welcher dem Machtzuwachs einer der Fraktion der römischen Patrizier diente, einen Teil des Reiches, die Menschen bauten ihn wieder aus den Trümmern auf.

    Raubten die Patrizier, um diesen Krieg zu führen, noch größere Anteile des Arbeitsertrages, die Menschen mühten sich ab, die Verluste wieder ausgleichen zu können.

    Solange Ressourcen vorhanden sind, zu welchen sie Zugang haben.

    II

    Joschka Fischer, oberster Führer der Clique, die sich "68-ger an der Macht" nannte, maßregelt die Syriza-Regierung.

    An sich kann man das dumme Geschwätz des Frankfurter Taxifahrers als Harvard-Dozent vernachlässigen.

    Mein Lieblings-Joschka-Fischer-Zitat ist immer noch: "China wird immer mehr zur wirtschaftlichen Weltmacht. Wenn das gut läuft, hmm, dann ist es gut, wenn es aber schlecht läuft, ja, dann ist es schlecht!" Das ist sozusagen die global-politische Version der bayrischen Bauernregel: "Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder es bleibt wie's ist".

    Diesen Artikel aber, der mir über seine Besprechung in der FAZ bekannt wurde, lohnt es sich anzusehen.

    Fischer V 1

    Die Argumentation diese widerwärtig frechen Großmauls ist nicht so, dass er Griechenland etwas zu sagen habe, aber sie charakterisiert, was Fischer repräsentiert.

    Fischer V 2

    Was Fischer hier zum Ausdruck bringt, ist, wie der Österreicher sagen würde, akkurat das, was die westdeutsche Linke der Zeit vom Ende der UdSSR zur Rot/GRÜNEN Bundesregierung kennzeichnet, nicht alleine die GRÜNEN, ebenso die Autonomen, die Antiimps und wie sie noch alle hießen.

    Man postuliert radikale Forderungen, macht Rabatz, wirft Steine und Mollies, was auch immer, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und für sich zu werben.

    Wer vom Fußvolk darauf reinfällt ist selber blöd.

    Die Ziele, für die man wirbt, bedeuten nichts darüber hinaus. Es geht um die Ergreifung der Posten, den eigenen individuellen Karriereweg.

    Fischer verlangt von Syriza die selbe Handlugsweise, welche besagte westdeutsche Linke kennzeichnet, nachzuvollziehen.

    Fischer V 3

    "Marxistische Denktradition von Theorie und Praxis", werch (um Ernst Jandl die Ehre zu geben) ein Humbug.

    Eine für Politiker und Journalisten typische, semantisch gesehen zu hundert Prozent sinnfreie Aneinanderreihung von Worten, die oberflächlich den Eindruck besonderen Tiefsinns erweckt.

    Sie erfüllt aber eine Funktion, nämlich soll sie Fischer links verorten und sein Handeln als erwachsen gewordenes Links-sein taggen.

    Im Originaltext heißt es:

    Fischer V 4

    Most of them haben also zumindest aus Theorie und Praxis gelernt, dass man seine Gläubiger nicht verprellen soll.

    Aha. Die meisten anderen haben das im Kindergarten gelernt, wenn sie sich etwas ausgeliehen haben, das sie nicht zurückgeben wollten und eine Szene machten, um durchzusetzen, es behalten zu können. Bei den Eltern hat das funktioniert, die Kindergärtnerin aber fordert das Verliehene erbarmungslos zurück.

    Man kann diese Banalität natürlich "dialektische Einheit von Theorie und Praxix" nennen, klingt hochtrabend, ist nichts als heiße Luft.

    Hier überhaupt den Namen Marx zu erwähnen kennzeichnet das geistige Niveau des Szenemarxismus: man wirft mit irgendwelchen willkürlich aufgeschnappten Phrasen um sich, einfach der Show halber. Da sowieso keiner weiß, wovon man redet, aber alle mitreden, fällt es auch nicht weiter auf.

    Fischer verkörpert die westdeutsche radikale Linke der 80ger Jahre! Er verlangt von Tsipras nichts geringeres, als dass Syriza ihre Wähler und Agitierten verladen, so wie die westdeutsche Linke ihre Agitierten und speziell die GRÜNEN ihre Wähler, die noch irgendwie an Friedensbewegung etc. geglaubt hatten, verladen haben.

    Gewaltanwendung ist die ultimative Grenzüberschreitung des zivilen Kodex der bürgerlichen Gesellschaft. Aber keiner sollte sich an diesem Punkt in die eigene Tasche lügen: wer politische Ziele verfolgt, ist bereit seine politischen Ziele mit Gewalt, auch mörderischer Gewalt, gegen die konkurrierenden politischen Fraktionen durchzusetzen. Und es ist Teil des Spiels, die Gewalt der Gegner zu denunzieren, die eigene zu rechtfertigen.

    Es hat häufig den Anschein, dass Gewalt der einzige Weg ist, politisch etwas durchzusetzen. Jüngstes Beispiel: Baltimore! Baltimore galt lange Zeit als die gewalttätigste Stadt der Welt, sieht man von Ländern, innerhalb derer ein Krieg ausgetragen wird, ab.

    Es gibt eine Fernsehserie, "The Wire", welche sehr nüchtern die sozialen und politischen Verhältnisse in Baltimore darstellt, erfreulich frei von dem sonst unvermeidlich erscheinenden nervigen amerikanischen Selbstverherrlichungspathos.

    Die Mörder von Freddie Grey werden sich vor Gericht verantworten müssen. Der Grund: nicht weil sie ein Verbrechen begangen haben, sondern weil der Hexenkessel Baltimore am Explodieren ist und das Feuer gelöscht werden muss. Gewalt gegen die Gewalt, so die Berichterstattung stimmt, führte sie hier zum erwünschten Ergebnis.

    Auf der anderen Seite, die Gewalt der etablierten europäischen und amerikanischen Politik: Odessa.

    Auch diese Stadt hätte sich von Kiew losgesagt. Odessa war nicht wie Baltimore. Es ist ebenfalls ein großer Hafen, aber es war eine ruhige, friedliche Stadt für einen internationalen Hafen. Man karrt NAZIs an, verbrennt ein paar Zivilisten, tyrannisiert die Menschen in den Straßen.

    Die freiheitlich demokratischen Menschenrechtler des Westens schweigen dazu oder machen die Opfer verantwortlich – sie hätten sich ja nur der Kiewer Junta unterwerfen brauchen, die mittels Gewaltanwendung die Macht an sich gerißen hatte. Wer dazu schweigt oder es rechtfertigt macht sich zum Komplizen. Brüssel, allen voran die Russenfresserpartei "Die GRÜNEN", gehören zu den Mördern von Odessa. Ohne die Rückendeckung der EU und der USA kann die Junta kein Spiegelei braten.

    Die EU und die USA sind an der Eskalation der Gewalt in der Ukraine interessiert, sie sind an einem Krieg gegen Russland interessiert und hoffen darauf, die Eskalation der Gewalt in der Ukraine zieht Russland in einen solchen hinein. Nur so kann es gedeutet werden, dass die Parteien der in den Parlamenten die sogenannte Aufhebung der Sanktionen von der Umsetzung des Ergebnisses Minsk II abhängig machen, gleichzeitig aber alles unternehmen, dass die Junta es nicht umsetzt, amerikanische, kanadische und britische Militärs die Nationalgarde fördern und die Junta mit Kriegsgerät ausstatten für weitere Angriffe.

    Nur Heuchler bestreiten, dass das grundlegende Element der Durchsetzung politischer Forderungen oder Zielsetzungen Gewalt ist.

    Im Auftrag des höheren Zieles, damals war es grob zusammengefasst der Kommunismus, gehörte Gewaltanwendung zum alltäglichen Rüstzeug Fischers in Frankfurt, bis er für die GRÜNEN Umweltminister wurde.

    Als Außenminister war Fischer treibende Kraft Deutschland in den Angriffskrieg gegen Jugoslawien einzubinden.

    Natürlich im Auftrag des höheren Zieles. "Ich habe aus der Geschichte nicht nur Nie wieder Krieg sondern auch Nie wieder Auschwitz gelernt" rechtfertigte er es, direkt und unmittelbar in die Fußstapfen der NAZIs zu treten, deutsche Bomben auf Belgrad.

    Hier wird ein Charakterzug deutlich. Worum es geht, ist völlig ambivalent und austauschbar. Es ist die Bereitschaft, für die persönlichen Karriereambitionen über Leichen zu gehen! So bombardiert Fischer unter Vorwand als Bundespolitiker ein anderes Land für genau das gleiche Kapital, gegen das er vorher als Taxifahrer Mollies geworfen hatte.

    Mit der gleichen menschenverachtenden Brutalität deckt Antifa-Fischer heute die Faschisierung der Ukraine und wiegelt gegen Russland auf.

    Das "Höhere Ziel", "Greater Good", ist wohlfeil.

    Unterm Strich bleibt: Leute, die Gesetze brechen um ihr eigenes, armseliges Ego zu befriedigen sind nichts weiter als gewöhnliche Kriminelle!

    Eine Linke, die Sprüche klopft, Psychoterror und physische Gewalt ausübt und rechtfertigt bis das persönliche Karriereziel in dem System, welches ihrer Propaganda nach alles Übel der Welt verursacht, erreicht ist, ist nicht mehr als eine sich politisch tarnende Drückerbande.

    Fischer ist kein Einzelfall. In ihm verkörpert sich der Charakter des/der durchschnittlichen Spät70ger-80ger-Jahre-Linken. Er wurde nur der erfolgreichste. Denn das war der Witz als welcher sich diese Linke entpuppt hatte: sie vertrat keine Inhalte, sie besetzte Inhalte, welche sie gar nichts angingen.

    Das muss nicht so sein. Noch kann ich nicht einschätzen, wie es mit Syriza weitergehen wird. Als Griechen, die gewählt wurden um für Griechenlands Interessen einzutreten geht es sie jedenfalls etwas an, was sie aus ihren Möglichkeiten machen. Fischers Ratschlägen zu folgen wäre politischer Selbstmord.

     

     

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  • Keine Atempause, Geschichte wird gmacht – es geht voran!

    Der Pudel Schulz wurde in Athen mit Retsina begossen und kehrte dümmlich grinsend heim.

    Man habe gute Gespräche geführt, einige Fragen seien offen geblieben – zu deutsch: das mit dem "dene red ich Tacheles" war deutsche Herrenreiter-Großmäuligkeit, Schulz rannte in Athen Türen ein, wie Hong Kong Phooey im Intro – mit Kungfu-Gestik rauschte er durch's Fenster und plumpste auf die Straße!

    Man hörte ihm wohl zu, das war alles.

    Der Herr Sozialdemokrat hatte keinen Bock auf ideologische Debatten. Im Fernseher labert er irgendeinen Stuss von wegen "gelenkter Demokratie" und "transnationaler Demokratie". Letzteres haben wir, erfuhr ich. Da ich nicht weiß, was das ist, googelte ich es. Hat scheint's irgend etwas mit Habermas zu tun. Oder soll was mit dem zu tun haben. Da soll es auch eine Studentendebatte drüber geben. Jedenfalls ist es rein ideologischer Quatsch, den Schulz nicht mit der griechischen Regierung besprechen will, dann bitte möge er auch uns damit verschonen.

    Das Wort "ideologisch" wird jetzt immer öfter gebraucht, wenn jemand etwas sagt, das den Altenativlosen widerspricht. Ich denke, es wird bald der Serie Antisemitismus-Hitler/Rechtsradikal-Verschwörungstheoretiker beigefügt. Schade, wieder ein Wort, das man so ablutscht, dass es nutzlos und inhaltsfrei wird.

    Die Stärke der EU war doch immer ihre Einstimmigkeit, die untergräben die bösen Griechen nun, hört man jammern.

    Sehen wir uns kurz an, was der Duden zu Ideologie zu sagen hat:

     

    Duden Ideologie

    Wir stellen fest, das die  Punkte A.+B.+C. unter "Bedeutungen" vollständig beschreiben, was die EU-Fanatiker betreiben.

    Man könnte sagen, im Dienste einer spezifischen Kaste wurde ein Konstrukt über einen Kontinent, oder Teil-Kontinent genauer gesagt, gestülpt und alles Leben auf diesem Kontinent unterliegt einem totalitären Diktat, sich diesem Konstrukt unterzuordnen.

    Dies verleitet viele Kritiker von EUdSSR zu sprechen, das ist aber falsch.

    Die UdSSR erstreckte sich lediglich über das Territorium des russischen Zarenreiches, wie es mehr oder weniger in den 1.Weltkrieg ging, nach dem 2.Weltkrieg kamen Galizien und das Baltikum dazu, was mit den Funktionen Galiziens und des Baltikums im 3.Reich zusammenhängt, kurz: Stalin wollte diese NAZI-Hochburgen nicht einfach dem Westen überlassen, sondern selbst die Hand drauf halten.

    Das russische Zarenreich entstand in seiner bekannten Form nach der Mongolenherrschaft, im Laufe der Jahrhunderte kamen Territorien dazu, andere brachen weg, es war immer ein Vielvölkerstaat, wohingegen Europa aus dem Zerfall des Römischen Reiches entstand und Nationalstaaten herausbildete.

    Die UdSSR war tatsächlich der erste Ansatz, den unterschiedlichen Völkern des Zarenreiches eine eigenständige politisch-staatliche Organisation zu ermöglichen, indem das Zarenreich in territorial eigenständige Sowjetrepubliken aufgeteilt wurde.

    Jede Sowjetrepublik hatte das verfassungsmäßige Recht, aus der Union auszutreten. Das war unter der KPdSU zwar rein formal, kam aber in den 90-ger Jahren des 20.Jahrhunderts zum Tragen.

    Und es hat Bedeutung, das gesamte Gezeter um die Ukraine hängt damit zusammen.

    Betrachtet man die Ereignisse im historischen Fluss, zeigt sich der genau umgekehrte Prozess: die UdSSR bedeutete die Aufteilung des russischen Zarenreiches, die EU die Auflösung der Nationalstaaten.

    Der zweite Unterschied sind die Staatsziele!

    Die militärische Doktrin der UdSSR war eine rein defensive, die Aufgabe der Roten Armee bestand ausschließlich in der Verteidigung des Territoriums der UdSSR.

    Die wirtschaftliche Doktrin der UdSSR hatte als oberste Priorität die notwendigen wirtschaftlichen Bedürfnisse der Gesamtbevölkerung zu decken und nur wenn das gewährleistet ist, Luxusgüter für den Konsum zu produzieren, wobei nach der Definition der UdSSR die Pflege von Bildung und Kultur zu den Notwendigkeiten zählte.

    Ich betone hier noch einmal: es geht nicht darum, ob das und wie es dann auch tatsächlich umgesetzt wurde!

    Auch an diesen beiden Punkten ist die EU das reine Gegenteil: die militärische Doktrin ist seit Jahren erklärtermaßen offensiv! Kein EU-Boss, der nicht permanent Militäreinsätze jenseits der eigenen Grenzen fordert, Gauck ist zum leidigen Hauptredner militärischer Aggression geworden.

    Die wirtschaftliche Doktrin der EU hat vor allem die sogenannte Wettbewerbsfähigkeit europäischer Konzerne im Auge und die Bevölkerungen dienen als Reservoir an absolut verfügbarer Arbeitskraft.

    Die einzige Gemeinsamkeit, die zwischen EU und UdSSR besteht, ist die vollkommene Unterordnung des Territoriums und seiner Menschen unter eine totalitäre Ideologie!

    Na ja, oder doch noch eine zweite: Die jeweiligen Vertreter der Ideologien behaupten von sich selbst, die absolute Vollendung der Menschheitsgeschichte zu sein, was ihnen erlaubt, Menschen, welche ihre Auffassung nicht teilen als minderwertig anzusehen und sanktionieren zu dürfen.

    Nun schreiten wir im Duden-Eintrag weiter zu den Synonymen.

    Greifen wir "Weltanschauung" heraus.

    Die Weltanschauung der KKE ist eine andere als die in der EU gängigen.

    Beide Regierungsparteien Griechenlands teilen die Weltanschauung der EU.

    Die einzige Frage, die besteht, ist also eine danach, wie diese Weltanschauung gelebt wird, beziehungsweise, welcher Spielraum in der Umsetzung der Weltanschauung vorhanden ist.

    Die Weltanschauung der UdSSR war Sozialismus/Kommunismus, die der EU firmiert unter dem Label "Demokratie und Freiheit".

    Die UdSSR war daran zu messen, wieweit es ihr gelingt, das Zarenreich in den Kommunismus zu führen.

    Die EU ist daran zu messen, wieweit sie "Freiheit und Demokratie" umsetzt.

    Demnach ist das Verhalten der EU zu Griechenland der erste reale Gradmesser, auf den die EU trifft: innerhalb der eigenen Reihen hat sich ein Volk die Freiheit genommen, demokratisch Kräfte an die Macht zu wählen, die andere Antworten haben, als von den Mächtigsten in der EU gewünscht.

    Die erste Reaktion darauf legt uns nahe, dass Freiheit die Freiheit derjenigen ist, welche die stärksten Mittel zur Durchsetzung ihrer eigenen Interessen zur Verfügung haben.

    Deutschlands Staatssender DW findet treffliche Worte:

    ZEIT DW

    Demokratie heißt: der Herrenkaste widerspruchslos zustimmen, Freiheit heißt: freiwillige Unterwerfung unter Diktate der Macht.

    Geht es nach dem Willen von Frau Wesel.

    Hier übrigens ein Jugendbildnis der Dame, das mir ihr Freund Charlie hat zukommen lassen:

    tarantula036

     

    (Billiger Witz, find ich auch, aber hey: Satire darf alles!)

    Ich bin kein Demokrat, ich bin Kommunist. Ich lebe in einem demokratischen Land und hätte mich folglich an die Gepflogenheiten des Landes zu halten.

    Aber wie wollt ihr mich denn überzeugen, dass ich mich an die Gepflogenheiten des Landes halten soll, wenn ihr euch selbst nicht daran haltet?

    Hoffen wir, Frau Wesel fürchtet sich zu Recht und es gelingt der griechischen Regierung, die verkrusteten Machtstrukturen in der EU aufzubrechen.

    Man kann hier ja kaum mehr atmen!

    Ansonsten wird die EU wohl eine 3.Gemeinsamkeit mit der UdSSR bekommen – und den Orkus hinabschwimmen!

     

     

     

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  • Die Spiele sind eröffnet

    Genaugenommen ist es noch zu früh für mich, über die neue griechische Regierung etwas zu sagen; abwarten, wie sie sich entwickelt!

    Ihre Aufgabe ist die Umsetzung des Wählerwillens, sprich: die Erfüllung der Wahlversprechen! Eine Umgestaltung des Landes wurde von KKE vorgeschlagen und KKE hat nicht den Wählerauftrag erhalten. Ihre Zeit ist noch nicht gekommen.

    Diesen Wählerauftrag scheint der PASOK-Bruder Martin Schulz besser zu kennen, als die griechische Regierung!

    "Tsipras wurde nicht gewählt, um Russland-Sanktionen zu boykottieren!" schulmeistert der, nachdem ein brüsseler Hütchenspiel aufgeflogen war.

    Das bestand darin, für die Einhaltung der Formalien zu sorgen, indem einerseits ein Fetzen Papier nach Athen gelangte, welches die Beschlüsse der EU-Clique formal in das Land überstellte, aber keine zuständigen Schreibtische erreichte.

    Brüssel nutzte quasi, das ist unübersehbar, die Amtseinführung für einen Betrug!

    Der ging nicht auf: die griechische Regierung sprach sich offiziell gegen neue Sanktionen aus! Sie wies darauf hin, nicht konsultiert worden zu sein.

    "Nix da,", blöken die brüsseler Hütchenspieler: man habe doch ein Papier nach Athen geschickt; das muss wohl in einem Amt untergegangen sein; jedenfalls gab es keine offizielle Antwort, und Schweigen würde als Zustimmung gewertet!

    Die neue griechische Regierung machte unmissverständlich klar, dass es eine solche stillschweigende Zustimmung nicht gibt!

    Syriza sei die 5.Kolonne Moskaus, brüllt die NZZ in die Welt hinaus, obwohl die NZZ als schweizer Zeitung gar nicht dafür zuständig ist, die Einheitsfront der EU als propagandistischer Kettenhund zu bewachen.

    Schulz reist nach Griechenland, um mit den Leuten dort "Tacheles" zu reden. Ich übersetze das kurz: die neue griechische Regierung zu erpressen!

    Was dem "keene-Böcke"-Schulz davon gelingt, bleibt abzuwarten.

    Vorsichtshalber versucht man jedenfalls die deutsche Bevölkerung gegen Griechenland in Stimmung zu bringen. Der deutsche Steuerzahler müsse um seinen Notgroschen bangen.

    Eine Koalition von Syriza und den extrem Konservativen sei für das Volk nicht gut, weiß der Schulz, der stets eine Koalition von seinen PASOK-Kumpanen mit der ND für gut hielt, wovon besagtes Volk ja  nun wirklich eines besseren belehrt wurde!

    Das letzte Mal, dass auf höchststaatlicher Ebene in Europa eine Einigung zwischen einer linksradikalen Mehrheit und einer stark konservativen Minderheit versuch werden sollte fand meines Wissens in Italien statt und endete mit der Ermordung von Aldo Moro durch die NATO unter Nutzung der Roten Brigaden.

    Also Vorsicht, Griechen, die Sache ist nicht ungefährlich!

    Der Schritt kann nur als im besten Sinne fortschrittlich bezeichnet werden!

    Radikale Linke müssen sich der Frage stellen, was im Falle eines Machtzuwachses mit den Menschen sein wird, die nicht ihrer Meinung sind, und da kann die griechische Linke jetzt viel Lehrreiches tun.

    Steine schmeißen auf PEGIDA beantwortete diese Frage jedenfalls auf die denkbar schlechteste Weise, denn jeder Mensch, der solches Benehmen auf staatliche Ebene hochrechnet sieht sich zu Recht in seiner Existenz bedroht und hat guten Grund, Machtzuwachs der Linken verhindern zu wollen.

    Erfolgreiches Wirken der neuen griechischen Regierung ist aber genauso eine Art GAU für die institutionalisierten politischen Karriereapparate, die heutzutage die Bezeichnung "Volksparteien" führen.

    Jeder weiß, dass sie Hütchenspieler sind, aber glaubt nicht daran, sie in seinem Leben vermeiden zu können.

    Der Sozialdemokrat Schulz reist also auch im Eigeninteresse nach Athen: zeigt Griechenland, dass es Alternativen zur Alternativlosigkeit gibt, kann das in Europa ein politisches Erdbeben auslösen! Leute wie Schulz sind bereits zu weit gegangen, um von einem solchen Erdbeben nicht in den Abgrund gerissen zu werden!

     

     

     

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