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  • Roth verpiss dich, keiner vermisst dich!

    Plumpsclaudi will Außenministerin werden. Das ist mir klar, seit ihrem etwas in die Hosen, oder um GRÜNen-Feminismus gerecht zu werden (immerhin haben salafitische Todesschwadrone durch grünrosa Brillen besehen ein weibliches Gesicht), in den Rock gegangenem „Antrittsbesuch“ in Tripolis.

    Auch damals hatte die Presse eine echte Kara-Benine-Nemsine-Effendine-Story gedroschen.

    Wie sie da gleich einem Arbeitslosen, dem die Schuhverkäuferin nicht sofort zur Hand geht, um ein Erlebnis aus dem „Deichmann“, das ich unlängst in der Wilmersdorfer hatte als Gleichnis zu verwenden, aufgestampft hat und den Schalterbeamten am Flughafen anbrüllte: „Ich bin Bundestagsabgeordnete! Ich will ihren Chef sprechen!“, das war schon echt beeindruckend – zumindest für überzeugte BILD-Leser.

    Auch diesmal wird das resolute ehemalige Backstage-Flittchen aus dem Cohn-Bendit-Umfeld zitiert, wie sie todesmutig einen niederen türkischen Beamten anschreit: „Einen Teufel werde ich tun ihnen meinen Ausweis zu zeigen, ich bin Bundestagsabgeordnete!“ wie Springers Welt die Zwangsvorsitzende der bilderberggeweihten Müslifresserpartei im Kampf um türkische Bäume portraitiert.

    Und was für ein Glück die Menschen in der Türkei doch haben: da schwingt sich Claudi-Im-Grunde-meiner-Seele-bin-ich-ja-sooo-verletzlich zur Jean Darc des Gezi-Parkes auf!

    Im Tränengas ist sie gestanden. Noch Stunden später benetzten ihre Tränen die Ledersessel in der Lobby des Hilton-Hotels.

    Kurz darauf schon koordiniert sie mit einem Pen-Club-Schriftsteller am Caféhaustisch den Aufstand der Zivilgesellschaft gegen Erdogan.

    Und das nehem' ich jetzt echt mal persönlich!!!!

    Seit Jahren wettere ich gegen den Knilch und meine wütenden Schreie verhallen in den Weiten des virtuellen Raumes.

    Endlich ist es so weit, die Leute in der Türkei knallen mit der Faust auf den Tisch dass die Teegläser umfallen und rufen ihrem Sultan zu: „Es reicht!“ – da kommt die angeschissen und will das für ihren Wahlkampf nutzen!

    Geht's noch?!?!?!?!?

    Ganz davon abgesehen, dass die GRÜNlinge für genau die selbe Politik stehen wie Erdogan, sein Wirtschaftskonzept, seine Aggression gegen Syrien und das Wort „Zivilgesellschaft“ ein Fetisch für SozialarbeitstudierendeFH ist, wer hat diese …pieeeeep… eingeladen??????

     

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  • Feuer im Palast des Sultans

    Ich beginne mit einer kurzen Episode, die mir widerfuhr, als ich mich das letzte Mal, was nun schon ein paar Jahre her ist, etwa 4 Jahre vor dem Angriff auf Syrien, in Istanbul aufhielt.

    Eine Beschäftigung dort, die mir sehr angenehm ist, besteht darin, in einem Café am Bosporus zu sitzen, meinen Kaffee zu trinken, und dem Schiffsverkehr zuzusehen.

    Als ich ging standen 2 Schuhputzer vor dem Eingang, deren einer mich ansprach.

    Ich gab ihm ein paar Scheine und wollte weitergehen – er hingegen nahm das Geld und bestand darauf, meine Schuhe zu putzen.

    Das sei mir unangenehm, wollte ich ihm erklären, da kam sein Kollege und sagte, der Mann sei Soldat gewesen, er könne mein Geld nur annehmen, wenn er mir auch die Schuhe dafür putzen würde.

    Damals konnte wir in deutschen Zeitungen viel über den EU-Beitritt der Türkei, Erdogans Wirtschaftswunder und die fulminanten demokratischen Fortschritte der Türkei lesen.

    Ein Studium der Fakten, ich bin nicht der erste, der darauf hinweist, deutet darauf hin, dass dieses Wirtschaftswunder auf eben des selben Sand gebaut ist, wie die Boom Times in Griechenland, Irland, Spanien, und was man so liest in Portugal, wo ich mich aber nicht auskenne.

    Es ist demnach auch das nämliche Ende absehbar!

    Wir haben uns lange gefragt, was unseren Sultan aller Sunni-Moslems geritten haben mag, den Krieg gegen Syrien vom Zaun zu brechen: und nun dämmert es: er hört schon das Knistern im Gebälk seines Palastes: der EU-Beitritt lässt auf sich warten und es wird keinen Rettungsschirm für die Türkei geben, wenn die Balken krachen!

    Einen äußeren Feind zu erfinden, wenn die Katastrophe naht ist einer der ältesten Politikertricks.

    Nebenbei ist Krieg immer bewaffneter Raubüberfall und the Winner takes it all.

    Anlass, dass die Menschen in der Türkei rebellieren, war der Bau eines Einkaufszentrums auf dem Gelände eines Parks. Ein Park in Istanbul ist kein Biotop, es ist ein Lebensraum, ein Ort, an dem Familien sich versammeln, grillen etc.

    In Istanbul findet viel Handel auf dem Bazar statt, wo kleine Händler ihre Waren feilbieten und somit ihre Familien ernähren.  In diesen Malls überall verkaufen Konzerne ihre Waren über Filialen. Sie verkaufen zu Festpreisen, die Kleinhändler unterbieten. Sie sind eine Methode der totalitären Marktübernahme von Konzernen. Aus Händlern werden Arbeitslose und Verkäufer. Aus Bazarbesuchern werden Kunden, die von zu wenig Personal abgefertigt werden. Das Gespräch zwischen Händler und Käufer wird zum Werbemonolog des Verkäufers.

    Was Betriebswirtschafter Effizienz nennen bedeutet für die Menschen Verlust an Lebensqualität.

    Menschen spüren so etwas, auch wenn sie es nicht unbedingt formulieren können!

    Der Sultan ist schlecht beraten gewesen, ein künstliches Wirtschaftswunder zu schaffen, er ist seinen westlichen Verbündeten in die Falle gerannt und nun schnappt sie zu: die EU schenkt ihm keine Steuergelder, Washington nutzte ihn als Bluthund gegen Syrien und lässt ihn nun im Regen stehen.

    Man freut sich über Rebellen bei der Konkurrenz, da Rebellen diese schwächen, die Rebellen in den eigenen Reihen hingegen – sie wissen schon…

    Es wird jetzt spekuliert, ob ausländische Insurgenz in der Rebellion der türkischen Bevölkerung eine Rolle spielt, wie sie es in den arabischen Ländern tat.

    Ein klares NEIN!

    Man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, wie alle wissen.

    Wer sich wundert, dass die Leute gegen Erdogan rebellieren, wo der doch das Wirtschaftswunder vollbracht hat, der ist bereits zu westlich abgestumpft, um zu begreifen, dass Zahlen, die an Börsen kursieren, nicht das Leben ersetzen.

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  • Die ägyptische Revolution findet erst noch statt

    Wer schon öfter hier gelesen hat weis, ich mag Morsi nicht und ich traue Morsi nicht.

    Sein Auftritt in Teheran zu Gunsten der antisyrischen Terroristen und des EUUSA-Imperiums war Aussage genug.

    Dass er keine Sozialprogramme einleitet und mit der Umgestaltung der Wirtschaft im Interesse der schrecklich verarmten Volksmassen beginnt, sondern beim IWF zu Kreuze kriecht, besagt, dass er weder Patriot ist noch das Wohl der Allgemeinheit im Sinn hat.

    Jetzt wird er dafür kritisiert, sich diktatorische Vollmachten anzueignen.

    Viele, darunter die Besten, sagen: er verrät die ägyptische Revolution, die Demokratie ersehnte.

    Ich will eine klärende Anmerkungen dazu machen:

    Die Errichtung der Diktatur ist das zwangsläufige Resultat einer Revolution, das war immer so, das wird immer so sein.

    Die Jakobiner, die Bolschewiki, die Khmer Rouge, die KP Chinas; wir können sogar die NAZIs als notwendiges Ergebnis der Revolution von 1918/19 werten, ich habe bereits darüber hier geschrieben.

    Einer der stärksten Instinkte des Menschen ist der Wille zur Macht.

    Das ist nicht so primitiv, wie es klingt und vielschichtig.

    Nietzsche, der sich sehr viel damit befasst hat, differenziert hier auch sehr genau.

    Dieser Instinkt ist ein sehr wichtiger und notwendiger im Leben eines Menschen. Ist er nur schwach ausgeprägt, wird man der, mit dem alle alles machen können: und werden, denn Menschen riechen Schwäche und nutzen sie für ihren Vorteil aus.

    Der Wille zur Macht des Philosophen ist es nicht, andere zu beherrschen, sondern seine Ideen durchzusetzen und andere dazu zu bringen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

    Der Wille zur Macht des Künstlers ist es, seine Methoden und sein Werk durchzusetzen. Die Schwächlinge gehen hier den Weg der Anpassung und Reproduktion. Intriganz, nach oben dienen, Verleumdung Talentierterer etc. sind ihre Mittel des Machtkampfes. Die Starken schaffen gegen die Zeichen der Zeit und erringen Macht durch ihr Werk oder gehen zu Grunde. Nietzsche etwa ringt ein Leben lang mit dem Titanen Richard Wagner. Wir können aber auch aktuellere Beispiele nehmen: Kaum einer ahnt, wieviel Kraftaufwand, Kampf, Leid, Rückschlag und Durchsetzungskraft, kurz: wieviel immens ausgeprägten Wille zur Macht Männer wie Abel Ferrara, Robert Rodriguez oder Zag Snyder benötigen, um es in den USA mit dem, was sie tun in das Mainstramkino zu schaffen und nicht zu korrumpieren.

    Etc.

    Revolution ist die Zerschlagung einer etablierten Ordnung.

    Politik ist Machtkampf und nur Machtkampf. Innerhalb einer Ordnung finden die Machtkämpfe gezügelt statt. Jetzt sind alle Kräfte freigesetzt. Da die vorherige Ordnung zerschlagen ist, ist dieser Machtkampf eine blutige Schlacht der Kräfte, bis die mächtigste, die am besten organisierte und selbstsicherste sich durchsetzt. Diese benötigt dann die Gewalt der Diktatur, um neue Ordnung zu schaffen und ihre Konkurrenten unter Kontrolle zu bringen.

    Morsi ist nur ein Zwischenspeicher, ein Dienstnehmer der alten Ordnung wie Mubarak es war. Denn Mubarak war nur das Gesicht der Ordnung und nicht die Ordnung. Diese selbst ist noch intakt. Auch Baradei ist nur ein Repräsentant der Ordnung, für die Mubarak stand. Sein Griff nach dem Sessel Mubaraks kurz nach dessen Untergang ging ins Leere und Morsi hat sich hineingesetzt. Wenn Baradei jetzt meckert, ist das nur ein Mittel seines Kampfes um diesen Sessel. Und der Fraktion der ägyptischen Oberschicht, die er vertritt.

    Aber die Ägypter lassen sich nicht mehr abspeisen. Die Lords of the Western World haben noch gar nicht begriffen, was da begonnen hat…

     

     

     

     

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  • Der 11. September – a Day to remember!

    Leute, ich kann mich täuschen.

    Aber je genauer ich mich in die Sache vertiefe, desto mehr erhärtet sich mir der Eindruck, dass was wir derzeit in Kairo erleben die wahre ägyptische Revolution ist!

    Die Ägypter haben dem CIA-Fake gegen Mubarak eine Chance gegeben – und, typisch Imperium, Washington hat sie vermasselt!

    Man ist diesmal glaub ich echt verzweifelt und das Pressenarrativ ändert sich im Minutentakt.

    Ich bin heute mal die Klatschpresse aus LA durchgegangen. Über diesen Ekelfilm wird freilich heftig spekuliert, hunderte Theorien in die Welt gesetzt.

    Wer steht dahinter?

    Plötzlich ist es doch wieder ein Kopte namens Nakoula Basseley Nakoula, der von Beruf "Filmemacher" sein soll, meint die deutsche Presse und andere.

    Von meinen eigenen Quellen hat noch nie jemand etwas von einer solchen Person gehört.

    Auf der Internet Movie Data Base, die nun wirklich jeden listet, der in LA mal an einer Kamera vorbeigelaufen ist, findet er sich nicht.

    Den Juden Sam Bacile solls plötzlich gar nicht mehr geben.

    Dabei wurde der über das Wall Street Journal promotet!

    Ein draller Begleittext zu den ägyptisch-libyschen Ereignissen mit rührender James-Bond-Story.

    Und jupps, im Wikipedia taucht plötzlich ein Artikel über den Film auf, allerdings hat noch kein Wikipedianer sich eine Legende für Nakoula Basseley Nakoula einfallen lassen.

    Wird noch kommen. Wikipedia ist schließlich für jeden Dreck zu haben und die Teenies glauben dran wie Omi an die Bibel. "Wer die Zukunft im Auge hat, der muss die Jugend kontrollieren", das wusste schon Adolf Hitler.

    In Marokko, Bangladesh, Sudan, Palästina und wo noch alles, überall krachts im Gebälk!

    In der Amibotschaft in Berlin machen die Mitarbeiter sich vor einem Briefkuvert in die Hose.

    Kairo brennt!Die US-Army marschiert nach und nach in Libyen auf, ich denke, das wird jetzt Hinterland für den Notfall, dass die äyptische Regierung die Kontrolle verliert.

    Mohamed Morsi, der auf dem Blockfreien-Gipfel sich als Knecht der USA blamiert hat, outet sich nun offen als Volksfeind.

     

     

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  • Missbrauch des Punk als Vorbereitung des Angriffs auf Russland

    Ein Aufschrei geht durch die Welt: ein breites Bündnis von US-State Department, deutschem Bundestag über Presseapparate und Musikindustrie bis hin zu Linken und Anarchos protestiert gegen ein Gerichtsurteil: 2 Jahre für die armen Pussies!

    Nette, kleine Punkerinnen, die nix wollten außer ein kleines Liedchen trällern werden wie Schwerstkriminelle behandelt, „dieses süße Mädchen“ nannte eine Schweizer Tageszeitung  unlängst eine der Damen, namentlich die, welche von Playboy Ukraine ein Centerfold-Angebot erhalten hatte.

    Die von mir eigentlich geschätzte Webseite CeiberWeiber bezeichnet die Deliquentinnen als Musikerinnen, zitiert den ganzen Text und fordert eine internationale Solidaritätskampagne.

    Von einem stalinistischen Schauprozess ist allenorts die Rede und hinter allem steckt der böse Putin mit seiner Kirche.

    Mission  accomplished.


    „Die Angeklagten waren sich des beleidigenden Charakters ihrer Handlungen und ihres Äußeren bewusst. Sie hatten die Absicht, ihre Aktion publik zu machen und damit eine gesellschaftliche Resonanz hervorzurufen“ wird das Urteil von RIA-Novosti zitiert. „Jede einzelne Etappe sei vorbereitet worden. Für die Ausführung ihrer rechtswidrigen Handlungen sei eine Gruppe gebildet worden.“

    Und das ist des Pudels Kern. Kein fahrender Scholastikus zwar, aber eine internationale Organisation, finanziert aus den Hedgefonds von George Soros, in der Yale- und Harwardstudierte Strategen punktgenau die Destabilisierung von Ländern über sozialen Protest planen.

    Das Besondere an dieser Organisation, unter Anderem als Otpor bekannt, ist, dass sie Begrifflichkeiten und Aktionsformen einsetzt, die aus dem undogmatischen Linken Spektrum der 70ger und 80ger Jahre bekannt sind.

    Es ist aber wie mit allen Plagiaten, es ist immer etwas dabei, das stutzig macht, etwas das nicht stimmen kann.

    Hier fängt es eigentlich schon beim Namen an.

    Hip Hop, der sich vielfach der Ghetto-Sprache bedient, der Zuhältersprache und der Pornosprache verwendet das Wort Pussy. Hollywood-Mainstream-Pop, ein Geschäft, das eng mit der Pornoindustrie finanziell verwoben ist, benutzt es möglicherweise.

    Hätte in den 80ger Jahren eine Punkband das Wort Pussy verwendet, wäre sie wegen frauenverachtender Sprache von der Bühne gedrängt worden. Das Wort Pussy drückt genau aus, was die feministische Sprachkritik angreift: es reduziert die Frau auf ein zum sexuellen Konsum nutzbares Geschlechtsorgan. Aufgrund der patriarchalen Traditionen der letzten Jahrhunderte geht es nicht, die Begrifflichkeit von "Never mind the Bollocks", also der Bezeichnung des männlichen Geschlechttsorganes, durch das weibliche auszutauschen. Hier hat es nie Unklarheiten gegeben.

    Das zweite, was nicht stimmen kann, ist der Ort.

    Der Satz von Rosa Luxemburg: “Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“ war stets linkes Dogma.

    Man kann die Kirche beschimpfen, man kann den Klerus beschimpfen, aber man tut es nicht dort, wo sich die Gläubigen versammeln, und man tut es schon gar nicht an einem so sensiblen Ort, wie dem Altar der Erlöserkathedrale.

    Geschieht es, so ist die erste, spontane Reaktion des erfahrenen Aktivisten „Aha: Agent Provokateur!“

    Ein normaler Mensch hat eine natürliche Abscheu dagegen, Orte der Religionsausübung anzugreifen, auch wenn er selbst nicht gläubig ist. Man respektiert die Religiosität von Menschen.

    Heiligtümer anzugreifen ist immer ein Akt des brutalsten, erniedrigendsten Imperialismus. Man zerstört die heiligen Stätten der zu unterwerfenden Völker, man demonstriert ihnen so seine Macht und ihre Minderwertigkeit.

    In der Anfangszeit der UdSSR wurden Kirchen zu Kornspeichern gemacht. Auch die Erlöserkathedrale.

    In den Augen kommunistischer Führer war die orthodoxe Kirche der ideologische Apparat des Zarismus. Die Kirche wurde zerschlagen und die kommunistische Partei demonstrierte ihre Macht. Das trug wesentlich zum Scheitern der UdSSR bei.

    Es ist unvermeidlich, wenn heute das bedeutendste Gotteshaus der orthodoxen Kirche angegriffen wird, dass das eine heftige Reaktion verursacht. Und nur um diese Reaktion zu verursachen fand diese Aktion statt.

    Otpor ist eine Waffe der Open Society Foundations, die linke, antiautoritäre etc. Kräfte in die Vorbereitung der Übernahme von Staaten durch das euro-amerikanische Imperium einspannen soll.

    Otpor ist der Organisationspool der Color-Revolutions.

    Die Color-Revolutions haben eine Linie: antiautoritär, feministisch, pro-homosexuell, nach Freiheit rufend und die Behörden provozierend mit Aktionen, die sie nicht tolerieren können.

    Diese Aktionen sind keine Sponti-Aktionen. Sie werden von eiskalten und erstklassig ausgebildeten Analysten geplant, die ein Land kulturell genau studiert haben, um zu wissen, wo sie emotionalen Sprengstoff zünden können.

    Es ist Diversantentätigkeit, die als mittelständischer Protest getarnt wird.

    Eine PRPR (= Public Relations Pussy Riot)-Aktion vor dem Kreml haben die russischen Behörden toleriert. Es ist eigentlich auch logisch, dass man, um gegen einen Staatschef zu demonstrieren,  vor dessen Amtssitz geht. Das bedeutet für Otpor, dass diese Aktion nicht funktioniert hatte.

    Also setzt man eins drauf und erzeugt religiöse Spannung, die mit der klassischen politischen Forderung kombiniert wird, die Otpor einsetzt: die Missstände im Land personalisieren in Gestalt des Präsidenten, der sich westlichem Diktat nicht beugt oder auch nur punktuell eigenständig agiert.

    Hat irgendwer schon einmal irgendetwas mitbekommen, dass Exponenten des politischen Establishments sich für – PUNKS – einsetzen?

    Es gab Punk-Songs, die Klerus und Politik verknüpft haben.

    Hier als Beispiel der Song: "Hass allein genügt nicht mehr" der deutschen Punk-Band HASS:

     

     

     

    Der Text geht:

    "Ich hab Hass

    Hass auf Papst und Polizei

    Ich hab Hass

    auf die ganze Tyrannei

    Ich hab Hass

    Hass auf was ihr uns erzählt

    Ich hab Hass

    Hass auf alles was mich quält

    Ich hab Hass

    Auf Maloche und aufs Geld

    Ich hab Hass

    Hass auf eure Plastikwelt

    Ich hab Hass

    Hass auf Krieg und Schießerei

    Ich hab Hass

    auf die ganze Schweinerei

    Ich hab Hass…"

     

    Wie unschwer zu erkennen ist, benennt hier ein junger Mann deutlich und sehr konkret, was sein jugendliches Rebellentum verursacht. Es ist subjektiv, persönlich,nachvollziehbar. Die Musik fängt langsam und ruhig an und wird immer extatischer, wobei sie einem moderaten, aber stark akzentuierten Rhythmus folgt.

     

    Jetzt vergleichen wir es mit dem, was als Punkgebet von Pussy Riot verkauft wird. (Ich hoffe, die CyberWeiber werden es mir nicht verübeln, dass ich hier ihre Textversion  übernehme.)

    "Mutter Gottes, Du Jungfrau, vertreibe Putin!

    Vertreibe Putin, vertreibe Putin!

    Schwarzer Priesterrock, goldene Schulterklappen – Alle Pfarrkinder kriechen zur Verbeugung.

    Das Gespenst der Freiheit im Himmel.

    Homosexuelle werden in Ketten nach Sibirien geschickt.

    Der KGB-Chef ist Euer oberster Heiliger, er steckt die Demonstranten ins Gefängnis.

    Um den Heiligsten nicht zu betrüben müssen Frauen gebären und lieben.

    Göttlicher Dreck, Dreck, Dreck! Göttlicher Dreck, Dreck, Dreck!

    Mutter Gottes, Du Jungfrau, werde Feministin, werde Feministin, werde Feministin!

    Kirchlicher Lobgesang für die verfaulten Führer – Kreuzzug aus schwarzen Limousinen.

    In die Schule kommt der Pfarrer, Geh' zum Unterricht – bring ihm Geld.

    Der Patriarch glaubt an Putin.

    Besser sollte er, der Hund, an Gott glauben.

    Der Gürtel der Seligen Jungfrau ersetzt keine Demonstrationen – Die Jungfrau Maria ist bei den Protesten mit uns!

    Mutter Gottes, Du Jungfrau, vertreibe Putin!

    Vertreibe Putin, vertreibe Putin!"

    Dieser Text ist nicht schlechter Punk, es ist überhaupt kein Punk. Er ist eindeutig von Leuten, die von Punk nie etwas verstanden haben. Es ist eine in sich unlogische Schimpftirade und Aneinanderreihung künstlicher Parolen aus der Werkstatt der Anti-Putin-Denkfabriken. Nichts ist persönlich, alles ist kalt, beliebig und Klischee.

    "Das Gespenst der Freiheit" Heute mal nicht das Gespenst des Kommunismus, aber dafür kennt der/die/das Autor Luis Bunuel.

    "Homosexuelle werden in Ketten nach Sibirien geschickt". Homosexualität ist in Russland völlig legal. Zur Eindämmung der Kinderprostitution, die ein Problem in Russland ist, wie im ganzen ehemaligen Ostblock, hat Petersburg ein Gesetz erlassen, dass die PROPAGAGDA für Homosexualität mit einer Geldstrafe belegt. Wohl kaum vergleichbar mit "Ketten" und "Sibirien", aber wir bewegen uns hier auf der Linie, wie die westliche Propaganda die Regelungen bezüglich Homosexualität in Russland diffamiert. Und natürlich unsere Grünen Ultra-PCs, die Bilderberger Lieblingspartei.

    Putin, der KGB-Chef. Genau darum fürchten ihn die Oligarchen. Er hat eine Lobby, vor der sie Angst haben. Abgesehen davon war er im Rang eines Oberst. Dass er der "Chef" gewesen sei ist ebenfalls nur eine westliche Presseente. Nach seiner Tätigkeit im Feld war er Hochschullehrer für internationale Fragen. Der "Chef" ist der administrative Oberkommandierende und im Rang eines Generals. Ein echter von Russen gemachter, und nicht von Werbetextern zusammenmontierter Text, würde das berücksichtigen.

    "…er steckt Demonstranten ins Gefängnis" – der klassische Otpor-Vorwurf. Demonstranten werden in Russland aber gar nicht ins Gefängnis gesteckt fürs Demonstrieren. Der Yale-Student Navalny oder der Provokateur Udalzov erhielten Ordnungshaft von ein paar Tagen, weil sie zum gezielten Bruch der Demonstrationsauflagen aufriefen und somit absichtlich Auseinandersetzungen mit der Polizei herbeiführten, deren Aufgabe es ist, für die Einhaltung der Auflagen zu sorgen.

    Der Rest ist einfach billiger, pseudofeministischer Schund, der keine Aussage trifft, außer dass er aggressiv beleidigt und offensiv wirkt.

    Möglicherweise kannten die Verfasser des Textes das Lied der feministischen Frauenpunkband Hans-A-Plast "Sacco di Roma" und haben sich daran orientiert:

     

     

     

    Will man ein Pseudopunk-Stück fabrizieren, betreibt man vorher Materialstudien und so viele feministische Punkbands gibt es nicht, das Material ist überschaubar.

    Ich hab jetzt keine Lust mehr, vergleichende Textanalyse anzustellen, und ich denke, dass man mich auch nicht braucht, um die gravierenden Unterschiede zwischen einem klerikal-kritischen feministischen Punk-Song und den scheußlichen Ausfälligkeiten des PRPR-Textes zu bemerken.

    Pussy Riot ist tatsächlich sogar ein Angriff auf den Punk, weil das nur die Bestätigung der primitivsten Vorurteile gegen Punk ist. Man kann davon ableiten, dass die Produzenten von Pussy Riot mit Punk nie etwas zu tun hatten, sondern nur die Vorurteile gegen Punk umsetzen.

     

    Lange Rede kurzer Sinn:

    Ja, es war ein Schauprozess. Otpor hat einen  Prozess inszeniert, um Russland als Diktatur vorzuführen. Das Gericht hat sich nicht beirren lassen.

    Das Urteil ist eine deutliche Warnung an die Soros-Revolutions-Marketing-Strategen:

    NICHT MIT UNS! You wanna mess with Russia? You are no match!

     

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  • 2 Jahre Regelvollzug für die PR-Pussies!

    They got what they were asking for.

    Sollte noch irgendwer auf den Gedanken kommen, da handle es sich um harmlose „feministische“ “Punk””künstlerinnen”, die nur aus Versehen den einzigen Ort in ganz Moskau ausgesucht hatten, um ihren Zinober abzuziehen, an dem es unter Garantie verboten ist, dann soll diese Person sich fragen, warum die Dame links zur Urteilsverkündung das Logo von Otpor auf ihrem T-Shirt trägt.

     

    Jertzt dauert's noch ein bisschen, bis sie das Angebot von Playboy wahrnehmen kann, selbiges vor der Kamera abzustreifen.

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  • Punx & Pussies

     

     

    I

    Nach einer weit verbreiteten Ansicht hat der Punk in Form der britischen Band The Sex Pistols das Licht der Welt erblickt.

    Das ist nicht ganz richtig so.

    Der Punk hatte seinen Ursprung in dem amerikanischen Bundesstaat Louisiana.

    Ich weiß nicht, wie es heute ist: aber bis zur Großen Flut, die New Orleans verwüstet hat, war Louisiana mit Sicherheit einer der spannendsten Flecken Erde der westlichen Welt.

    In Louisiana lebten zu knapp über die Hälfte eine extrem reaktionäre weiße Schicht aus heruntergekommenen ehemaligen Sklavenhalterfamilien und einigermaßen funktionierendem Mittelstand.

    Die andere Hälfte waren Schwarze ehemalige Sklaven, Indianer und Spanier, die der spanisch-amerikanische Krieg dort vergessen hatte.

    Vieles von dort ist weltberühmt.

    Die Afroamerikaner haben New Orleans zu so etwas wie einer ihrer Kulturmetropolen gemacht. Wenn man an New Orleans denkt, dann denkt man an Jazz und Blues, man denkt an Voodoo, ausgelassene Feste und kleine Gauner. Man denkt an Indianer, die in sumpfigen Wäldern leben und ihren archaischen Riten folgen. Man denkt an kleine, vollgestopfte Läden und skurrile Charaktere. Louis Armstrong und Fats Domino sind große Namen, die mit diesem Ort verbunden sind. Die Architektur ist stark französisch beeinflusst. Die Korruption von Politik und Justiz sind legendär. Der Ku Klux Klan trieb auch in Louisiana sein völkermörderisches Unwesen.

    Hier in Louisiana, wo die schwarze Musik gekocht hat und ihre Impulse in die ganze Welt aussandte, die in Paris einen Boris Vian inspirierten, es in Moskau bis in die Sinfonik eines Dmitrij Schostakowitsch schafften und in Berlin die Tonsprache eines Paul Hindemith mit prägten, in Tokio Jazzclubs aus dem Boden sprießen liesen wie Pilze, hatte ein guter Teil der weißen mittelständischen Jugend Anfang der 70ger Jahre die Schnauze voll vom reaktionären Mief ihrer Eltern. Sie schielten neidisch durch die gardinenverhangenen Fenster ihrer Eigenheime auf das bunte Treiben der von der Generation ihrer Eltern verachteten dunkelhäutigen Habenichtse. Noch waren die Rassen getrennt. Noch wurde kaum ein Wort gewechselt zwischen Schwarz und Weiß. Aber diese weißen Kids verschafften sich Musikinstrumente. Sie versammelten sich in den Garagen ihrer Elterhäuser. Und sie spielten einfach drauf los. Ihre schwarzen Brüder und Schwestern waren die Vorbilder und sie standen dazu.

    DAS WAR DIE GEBURT DES PUNK!

    Wenn man lange sucht und noch Vinyl hat und ein wenig Glück, dann kann man alte Scheiben finden von Bands, deren Namen keiner kennt und die mit einem schepperigen Kassettenrekorder aufgenommen wurden. Manchmal steht auf dem Cover drauf: Louisiana Punk.

    II

    Dem musikinteressierten britischen Aristokratensohn Malcolm Mac Laren sind solche Aufnahmen wohl zu Ohren gekommen.

    Malcolm verstand eine verdammte Menge von Musik. Er war einer, der, wie man so sagt, die Spreu vom Weizen trennen konnte. Ihm wird nachgesagt, dass schlechte Musik ihn geradezu physisch  schmerzte. Und er wurde geradezu zugeschissen mit schlechter Musik. Talentlose Popsternchen und einfallslose Möchtegernrocker grölen Tag für Tag aus den Radios. Je durchschnittlicher je besser und Manager und Entertainment Industries ziehen Millionen bis Milliardenprofite aus dem ganzen Müll. Malcolm hatte den Charakter eines Lord Byron, aber leider nur das Talent des Erkennen Könnens. Und nicht das des Schaffens. Er hatte sprudelnde Fantasie, aber nicht die Gestaltungkraft sie in ewige Kunstwerke zu übersetzen. Er wurde in den Adelsnestern gegrüßt von Angehörigen der königlichen Familie und erwiderte den Gruss mit der Bitternis des britischen schwarzen Humors, was man possierlich fand. Und das machte ihn wütend. Habe ich schon erwähnt, dass er ein fleißiger Leser der Werke Friedrich Nietzsches war? Die Wut reifte in ihm. Das Empire nervte ihn. Das Musikbusiness ekelte ihn. Die Umwertung aller Werte wurde ihm zum Bedürfnis Und diese Wut in ihm wuchs zu einem überreifen Granatapfel – der plötzlich platzte: sammle dir ein  paar talentlose Junkies von der Straße ein, die unfähigsten, die du finden kannst, die erkläre zur Band und mach zu Superstars. Führe das Musikbusiness wie eine Kuh am Nasenring durch die Arena! Die Methode: piß alles an, beleidige alles, was dem Empire heilig ist. Mach Skandal um Skandal, nur das zählt, spuck ihnen ins Gesicht, und lass dich dafür auch noch bezahlen!

    Der Rest ist Geschichte: The Great Rock’n’Roll Swindle!

    “God save the Queen

    The fascist regime!”

    III

    Eigentlich war das gar nicht beabsichtigt gewesen: In den Arbeitslosenbezirken, in der Drogenszene, in den Alkoholikerabsteigen, überall, wo die Verlierer des Empire ein hoffnungsloses Dasein fristeten schlug der blöde Witz des frustrierten Adeligen wie eine Bombe ein! Dieses schrille, unmusikalische Nachspielen von 50ger bis 70ger Jahre Hits, das die Sex Pistols betrieben pflanzte einen Keim von Hoffnung. Irgendwie hat das Leuten Lebensmut zurückgegeben. Denkende, kreative Individuen, die von unten kamen, die etwas ändern wollten und nicht wussten wie brachte das Geschehen auf neue Ideen. Die Leute aus der sogenannten 68ger-Bewegung hatten langsam fertigstudiert und ihren Platz im System gefunden. Die Alle-sollen-sich-lieb-haben-Ideologie der Hippies hatte ausgedient und die politische Linke tat im Wesentlichen das, was sie immer tut: die redete sich auf wichtigen Sitzungen ein, die Besten der Welt zu sein, es musste nur noch ausgestritten werden, wer von den Besten der Allerbeste sein darf.

    Bands, die auf den Spuren des großen Idols Bob Dylan sich gefunden hatten, jetzt zu einem eigenständigen Stiel gelangt sind, für den es noch keinen Begriff gab, wie die Ramones oder The Clash, Die bekamen jetzt eben das Label Punk. Und die von den Pistols erzeugte Bewegung hörte ihnen zu. Andere Länder Europas zogen nach, Deutschland, Österreich, Italien, Spanien…

    Das, was sich als Punk zusammenfasste, wurde zum inspirierenden Jugendkulturstiel der 80ger Jahre in den imperialistischen Zentren.

    Suffpunks, Politpunks, New Wave, Autonome, alles war irgendwie daheraus hervorgegangen. Aus dem schwarzen Humor eines britischen Aristokraten. Da sag mir noch einer, die Welt ist nicht grotesk.

    Und irgendwann, so Mitte – Ende der 80ger Jahre, da war der Punk auch wieder verschwunden. Ich meine, als Bewegung. Die Musik kam noch aus den Lautsprechern. Einige trugen auch noch die Klamotten. Nachwuchs entstand, der die Klamotten trug. Aber die Hoffnung, die Inspiration – der göttliche Funke, wie ein antiker Grieche es formulieren würde, der war erloschen. Übrig blieb eine Menge verwertbares Material für die Konsumindustrie. Es lässt sich gar nicht genau zeitlich festlegen. Es war ein schleichender Tod gewesen. Man saß wieder alleine vor seinem Bier. Die Verlorensten hingen an der Nadel. Die Autonomen hatten fertigstudiert und ihren Platz im System gefunden. Auf jeden Fall war es einiges vor 89 gewesen.

    IV

    Pussy Riot wird als Punk verkauft.

    Leute, Pussy Riot ist die Verarschung des Punks durch Kommunikationswissenschaftler, besser bekannt als Werbefachleute.

    Sich irgendwie hässlich gestalten, rein gar nichts können und dennoch laut auftreten wird hier zum Punk erklärt. Eine Provokation dort bringen, wo es irgendjemanden weh tut.

    Das sind die zusammengeklauten Attribute eines bstimmten historischen Momentes im Punk. Und in der Geschichte des euro-amerikanischen Imperiums.  Jenes erste In-Erscheinung-Treten der Sex Pistols. Der Auftritt an der Themse zum Jubiläum der Königin. Malcolm Mac Larens Tobsuchtsanfall am Flughafen in New York: „I am Antiamerican!” Sidney mit dem Hackenkreuz-T-Shirt in Paris. Zusammengerührt. Ein Produkt im 2. Aufguss für Moskau ohne begriffen zu haben, dass die Stiche des Original zielgerichtet waren.

    Viele ehemals linke Studenten verdienen heute gutes Geld in der Werbeindustrie. Viele ehemals linke Studenten machen NGO. 1+1=nicht 5.

    Dass Punk ein Synonym für Nix Können aber laut sein ist, das ist sogar nur ein billiges Vorurteil von Kleinbürgern. Jetzt, über ein  viertel Jahrhundert nach der Punkbewegung, kann man mit so etwas hausieren gehen.

    Jeder Stil kennt gute und schlechte Bands. Aber jede Band hat das Bemühen, etwas Unverwechselbares, Eigenständiges zu schaffen. Oder es ist eben ein Industrieprodukt zur reinen Vermarktung seiner selbst oder eines anderen Zwecks.

    Nehmen wir die San Francisco-Punk-Band Dead Kennedys. Was da an Können drinsteckt,angefangen bei der rein virtuos-technischen Fertigkeit der Musiker, dann weiter an spannungsgeladener, differenzierter Komposition der Songs bis zu Intelligenz und Sprachwitz der Texte, das war der Punk, als Punk noch gelebt hat.

     

    DK: "Kill The Poor"

    Efficiency and progress is ours once more
    Now that we have the Neutron bomb
    It's nice and quick and clean and gets things done
    Away with excess enemy
    But no less value to property
    No sense in war but perfect sense at home:

    The sun beams down on a brand new day
    No more welfare tax to pay
    Unsightly slums gone up in flashing light
    Jobless millions whisked away
    At last we have more room to play
    All systems go to kill the poor tonight

    Gonna
    Kill kill kill kill Kill the poor:Tonight

    Behold the sparkle of champagne
    The crime rate's gone
    Feel free again
    O' life's a dream with you, Miss Lily White
    Jane Fonda on the screen today
    Convinced the liberals it's okay
    So let's get dressed and dance away the night

    While they:
    Kill kill kill kill Kill the poor:Tonight

     

     

     

    Der echte Punk war antikapitalistisch und antiimperialistisch. Die wahren Punks hätten Putin eher gemocht. Denn Punks konnten sehr gut erkennen, wie man früher sagte: „wo die Schweine sitzen.“

    • Aber Sting findet die Pussies doch toll. Der war doch auch mal Punkrocker.
    • Äh – meinen sie den Sting, der gegen den Atomkrieg anweint mit explizit rassistisch-russenfeindlichen Sätzen wie: “I hope the Russians love their children too!“-?

    Im heutigen Gib-mir-meine-täglichen-Pussies-RT-Bericht wird ein besonders geistricher Auftritt erwähnt, der daraus besteht, dass eine der Pussies in einem Supermarkt mit einem Tiefkühlhänchen öffentlich mastrubiert.

    Selbst bei der anzunehmenden maximalen Anspruchslosigkeit eines Zeitalters, in dem ein H.M.Broder ein diskutierter Schriftsteller und Dieter Bohlen ein erfolgreicher Entertainer ist, sollte der Begriff darüber, was Kunst sei, nicht ins absolut Beliebige dehnbar sein. Und Punk, ich betone es noch einmal, ist nicht der virtuelle Mülleimer, der herhält um vor Pressekameras  Scheißebauen zur Stilrichtung erklären zu können.

    Dead Kennedys

    Ach so, ihr wollt feministische Frauenpunks und nicht immer bloß die Typen?

    Sagts doch gleich:

    X-Ray Spex: Warrior in Woolworths

     

     

    Noch ein Post Punk Remake eines Clash-Songs Nouvelle Vague: Guns of Brixton

     

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  • Putin und der Votzenaufstand

    Die kaum verkappte Antideutsche Kipping, der für die NATO-Untereinheit tätige Pirat Schlömer und der Spiegelauswurf Augstein, Chef der deutschen Guardian-Niederlassung Der Freitag haben sich kollektiv inszeniert.

    Auf einer Veranstaltung mit dem Titel: "Update oder neues Betriebssystem".Richtig moderner Titel.

    Modern ging es gleich los. Mit betretenem Bessermenschenblick führt Augstein ein, die VA hätte der Top Act der neuen Ausgabe werden sollen, man habe sich aber dann doch für Pussy Riot, zu deutsch: Votzenaufstand, entschieden. Applaus aus dem Publikum.

    Ich habe dann den Artikel gegoogelt. Wie ein James Bond schleicht sich da ein Vertreter von Der Freitag durch Moskau, um die nicht einsitzenden Mitglieder von Pussy Riot an einem konspirativen Ort zu treffen. Eigentlich hätten sie das auch in einer Wohnung von einer der Pussies haben können, aber vielleicht sind die ja obdachlos. Der Feitag glorifiziert sie zu den Heldinnen der Heldinnen, die Putin stürzen werden.

    Sie haben alle Tags, die man braucht, um deutsche Linke zu beglücken: feministisch, KünsterInnenkollektiv, bunt, anrchistisch, antiklerikal.

    Schaut man sich deren Videos an, dann sieht man dümmlich in der Gegend herumschreiende Hampelfrauen mit unkoordinierten Bewegungen, gekleidet in Pornomasken aus der SM Ecke des Beate Uhse Shops. Alles in Allem eine ausgesprochen unästhetische Peinlichkeit. Man fühlt sich an Klischeebilder von Psychiatriepatienten erinnert.

    Obzwar die internationale Presse einschließlich russischer Medien wie RT täglich bemüht ist, die berühmt zu machen, interessiert sich in Russland eigentlich niemand für die. Eine auf RT dokumentierte Solidaritätsveranstaltung bestand aus 3 übergewichtigen Männern mit Bart, die auf ein Gerüst geklettert waren und irgendetwas schrieen, und etwa 30 Kameraleuten und Fotografen, die die Presseaufmerksamkeit organisierten.

    Dafür begeistern sie umso mehr deutsche Linke. Bei einem Großteil der deutschen Linken kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass sie strukturelle Analphabeten sind. Personen, die zwar Lesen und Schreiben können, aber keine komplexeren Texte als BILD-Artikel zu erfassen in der Lage sind.

    Darum können 85% der Linken auch keine Inhalte erfassen, sondern beziehen ihre Ideologie aus Tags. Pussy Riot hat die richtigen. Im Englischen gibt es eine Formulierung um auszudrücken, dass man weiß, wie man jemanden für etwas gewinnen kann: "I know how to push the right buttons", Ich weiß, wie ich die richtigen Knöpfe drücke. Die NGO, die Pussy Riot geschaffen hat, kennt die Knöpfe, die gedrückt werden müssen, um spezielle Linke zu mobilisieren. Die Formulierung des Englischen ist perfekt, um den Vorgang zu beschreiben: mit den entsprechenden Tags die Linken zu aktivieren ist wie einen Apparat per Knopfdruck an und abzuschalten. Pussy Riot sind ein Werbegag, um Linke gegen Putin zu mobilisieren. Dafür ist es egal, ob sich in Russland tatsächlich jemand für sie interessiert. Es geht darum, die politischen Fraktionen des Imperiums gegen Russland zu vereinen.

    Wladimir Wladimirowitsch Putin ist die einzige Einzelperson, die dem Imperium wirklich gefährlich ist. Jelzin war ein vodkasaufender Niemand. Medwedjew eine Schießbudenfigur, die Freunde in der Oligarchie hat.

    Putin ist ein Stratege, politisch patriotisch und konservativ, der sich auf den Geheimdienst und das Militär verlassen kann. Diese respektieren ihn. Den Oligarchen hat er zu verstehen gegeben, dass sie ihn nicht einschüchtern können.

    Natürlich wurde im Fall Michail Chodorkowski ein Exempel statuiert.

    Er war der skrupelloseste und der selbstgefälligste Mafiaboss, der durch Jelzins Nicht-Politik groß geworden ist. Putin hat durch ihn klar gemacht, dass ab jetzt wieder das Gesetz in Russland herrscht und nicht mehr nur das Geld. Chodorkowski, Freund von Bush und Bandar bin Sultan, das trojanische Pferd der NWO in Russland, wurde gestoppt.

    Der Westen hat verstanden. Und Putin macht ihm Angst.

    Westliche Politiker sind für Putin keine Gegner. Sie sind ungebildet, dekadent und verweichlicht. Und sie wisse es. Sie ziehen eine Show ab und wissen oftmals gar nicht wovon sie eigentlich reden.

    Putin hat eine umfassende Bildung genossen. Er verfügt über eiserne Disziplin. Er hat die Welt als Field Agent des KGB kennengelernt.

    Und wenn eines der westlichen Großmäuler ihm zu nahe kommt, reicht für Putin wahrscheinlich ein Telefonat, um dessen schmutzige kleine Geheimnisse auffliegen zu lassen. Wie kam nochmal das Foto von Billie Clinton und den Pornomiezen in die Zeitung? Ganz sicher hat der KGB noch bessere. Sie kam, sie sah, er poppte. Eine kleine Gemeinheit, die große Drohung ausspricht.

    Der Westen dichtet gerne seinen Gegnern etwas an ohne etwas in der Hand zu haben.

    Litwienko sei auf Befehl Putins hin ermordet worden.

    Befassen wir uns mit ihm: Litwienko war KGB Agent gewesen und dann für den FSB in London. Dort wurde er zum Doppelagenten indem er sich auch für den MI5 anheuern lies. Er erpresste russische Geschäftsleute in London, die mit dem organisierten Verbrechen zu tun hatten. Cm’on, der braucht wirklich keinen Putin, um eine kurze Lebenserwartung zu haben.

    Die UdSSR hatte Kremel-Kritiker. Alexander Solschenizyn und Andrej Sacharow etwa.

    Und Russlands Kremel-Kritiker? Ein Ganove und eine Hand voll drogensüchtiger Mädchen. Entsprechend lässt der Kremel-Kritisierte, von der Presse im Ausland auf die Pussies angesprochen, den Gönner raushängen und empfielt eine nicht zu harte Bestrafung. Nicht ohne den Hinweis, dass, hätten sie das, wofür sie angeklagt sind, in einer Moschee gemacht, die Sicheheitskräfte nicht genug Zeit gehabt hätten, ihnen das Leben zu retten.

    Putin hat nicht die Tags, die deutsche Linke extatisch werden lassen. Er hat die Tags, die einer braucht, der sich dem Imperium in den Weg stellt.

     

     

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  • Kurze Mitteilung aus meinem heutigen Nachrichtencheck:

    PressTV meldet nun auch Demonstrationen aus der heiligen Stadt von Mecca!

    Das ist bemerkenswert. Die bisherigen Proteste, die bekannt geworden sind, fanden vor allem in den schiitischen Gegenden statt und forderten nichts weiter als das Ende der Diskriminierung. Könnte man bezeichnen als grundlegendes Menschenrecht. Tut sich etwas in Mecca, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass sich der Protest weiterentwickelt hat und über die passive "Wir sind auch Menschen"-Ebene hinauswächst.

    Man muss den grundlegenden Unterschied zwischen der Unterdrückung von Schiiten im Irak und in Saudi Arabien begreifen:

    Die Regierung Saddam hatte erst im Krieg gegen Iran angefangen, Schiiten repressiv zu behandeln, weil Schiiten der natürliche Verbündete des Iran sind, also von zweifelhafter Loyalität einer Regierung gegenüber, die gegen den Iran Krieg führt. Der Ayatollah Khomeini hatte sie oft genug zum Aufstand gegen Saddam aufgerufen. Ich will da nichts rechtfertigen, aber das ist eine Entwicklung, die der Logik des Krieges folgt.

    Anders in Saudi Arabien. Dort sind Schiiten Menschen 4. Klasse. Kein Scheiß, es gibt in Saudi Arabien 5 Klassen von Menschen, die unterste, 5. sind Ausländer aus andern islamischen Ländern, die als Gastarbeiter im Land sind. Aber die 4. Klasse hat es schlechter als die 5. Die Ausländer können theoretisch auch nach Hause gehen (vorausgesetzt, sie wurden nicht von Sklavenhändlern entführt). Schiiten und Beduinen, die in Saudi Arabien geboren sind, können das nicht, sie sind schon zu Hause, wo sie als Untermenschen behandelt werden und staatlich als solche kategorisiert.

    Jetzt erinnern wir uns daran, dass die Befreiung der Schiiten im Irak ein wesentliches Argument der US-Führung war, über den Irak herzufallen.

    Damit wurden die amerikanischen Soldaten mobilisiert: Seid gute Jungs, befreit die armen Schiiten vom blutrünstigen Tyrannen! Die haben das geglaubt und sind guten Gewissens in den Kampf gezogen. Mit Saudi Arabien als Hinterland. Was für eine Ironie!

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