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  • Solschenizyn und die Porno-Pussies

    Das ist es, was man eigentlich Faschismus nennt: die Machtmittel des Staates zu nutzen, um die Interessen und Strategien des Kapitals gegen das Wohl der  Bevölkerung zu sichern.

    Und: Gratuliere, das ist das, was das bundesdeutsche Parlament betreibt und 95% der Bevölkerung halten es für Demokratie! Und sind der Meinung der russische Staat, der daran arbeitet, das Kapital zu regulieren zum Nutzen der Allgemeinheit sei Diktatur.

    Manche Leute berufen sich ja auf die Arbeiterbewegung und meinen PR sei Kunst und müsse als „Freiheit der Kunst“ verteidigt werden.

    Wissen sie, da nehme ich mir die Freiheit der Kunst und sage: denen hat man das Gehirn abgesaugt und stattdessen Dünnschiß zwischen die Schädelwände gepumpt.

    Für Aktionen wie PR sie in der Erlöserkathedrale veranstaltet haben war in Deutschland bis Juni 1934 die SA zuständig.

    Naja, das Verhalten der Antideutschen und das Verhalten der „4 Millionen Rabauken“ Röhms unterscheidet sich eigentlich eh nur in der Kleiderordnung.

    Das ist dann wie eine Infektion: es dauert nie lange, bis die Mehrheit der  Restlinken sich den Vorlautesten angepasst hat.

    Der intellektuelle Unterschied zwischen Röhm und den Pussy Riot UnterstüzerInnen ist, dass Röhm unterscheiden konnte zwischen dem, was Kunst ist, und dem, dass seine SAler sich aufführen wie tollwütige Tiere.


    PR hat doch tatsächlich die Dreistigkeit, den christlich-konservativen Schriftsteller Alexander Solschenizyn für sich zu vereinnahmen!

    Die Toten schweigen eisern.

    Ich habe eine gänzlich andere Geschichtsinterpretation als Alexander Solschenizyn, jedenfalls soweit sie mir bekannt ist, weil die 4 veröffentlichten Bände von „Das rote Rad“ habe ich nicht gelesen.

    Ich vertrete andere Ideen.

    Ich halte ihn für einen aufrechten und verantwortungsbewussten Menschen, der seine Weltsicht entwickelt hatte, sich niemals korrumpieren ließ und durch niemanden vereinnahmen.

    Seine Romane „Der erste Kreis der Hölle“ und „Krebsstation“ halte ich für genial.

    Ich habe hier eine Auswahl von Zitaten zusammengestellt, die ohne jeden Zweifel verdeutlichen, dass PR sich in keiner Weise auf Alexander Solschenizyn berufen können:

     

    «Die Verwirklichung der Freiheiten darf nicht so weit gehen, dass sie die Existenz des Gemeinwesens bedroht oder die religiösen und nationalen Gefühle beleidigt.» (Interview der Moskauer Tageszeitung «Moskowskije Nowosti», April 2006)

     

    «Wenn wir in den uns bevorstehenden Jahrzehnten weiterhin mehr und mehr von unserer Bevölkerung, von den Territorien und schließlich sogar unsere Staatlichkeit verlieren sollten – dann wird uns nur noch das eine Unvergängliche bleiben: der orthodoxe Glaube . . .» (Russland im Absturz)

     

    «Wir dürfen nicht zulassen, dass die Russen als Nation aussterben. Unser Abstieg währte mehr als 70 Jahre unter den Kommunisten und auch die 10 Jahre danach. Der Aufstieg ist immer schwieriger, er wird mindestens 100 Jahre in Anspruch nehmen.» («Spiegel»-Gespräch, März 2000)

     

    „SPIEGEL: Als Sie vor 13 Jahren aus dem Exil zurückkehrten, waren Sie von der Entwicklung im neuen Russland enttäuscht. Sie lehnten den Staatspreis ab, den Michail Gorbatschow Ihnen angeboten hatte, genauso wie den Orden, mit dem Boris Jelzin Sie ehren wollte. Jetzt aber haben Sie den russischen Staatspreis akzeptiert, den Vladimir Putin Ihnen antrug – ein ehemaliger Chef jenes Geheimdienstes, der den Schriftsteller Solschenizyn so brutal verfolgte und drangsalierte. Wie passt das zusammen?

    Solschenizyn: Ein Preis für den „Archipel Gulag“ wurde mir 1990 in der Tat angeboten.

    Allerdings nicht von Gorbatschow, sondern vom Ministerrat der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, damals ein Bestandteil der Sowjetunion. Ich habe abgelehnt. Ich konnte keine persönliche Ehrenbekundung akzeptieren für ein Buch, das mit dem Blut von Millionen Menschen geschrieben worden war. 1998, am Tiefpunkt des nationalen Elends, erschien mein Buch „Russland im Absturz“. Damals ordnete Jelzin persönlich an, mich mit dem höchsten Staatsorden auszuzeichnen. Ich habe geantwortet, dass ich keine Auszeichnung von einer Staatsmacht annehmen könne, die Russland an den Rand des Ruins getrieben hat.

    Der mir jüngst verliehene Staatspreis aber wird nicht persönlich vom Präsidenten vergeben, sondern von einer angesehenen Expertengruppe, der russische Forscher und Kulturschaffende von tadellosem Ruf angehören, Menschen, die in ihren Bereichen absoluten Respekt genießen. Der Präsident als erste Person im Staat händigt diesen Preis am Nationalfeiertag aus. Als ich die Auszeichnung entgegennahm, äußerte ich die Hoffnung, dass die bitteren Erfahrungen Russlands, deren Studium und Wertung ich mein ganzes Leben gewidmet habe, uns vor neuen unheilvollen Abstürzen schützen mögen.

    Ja, Wladimir Putin war ein Geheimdienstoffizier, da haben Sie recht, er war jedoch kein KGB-Ermittler und kein Lagervorsteher im Gulag. Die Nachrichtendienste, die für Auslandsaktivitäten zuständig sind, werden in keinem Land niedergemacht, in manchen werden sie sogar gefeiert. Niemand ist auf die Idee gekommen, George Bush senior dessen frühere Tätigkeit an der CIA-Spitze vorzuwerfen.

    (…)

    Solschenizyn: Am Führungsstil von Gorbatschow überraschen die politische Naivität, mangelnde Erfahrung und Verantwortungslosigkeit gegenüber seinem Land. Das war keine Machtausübung, sondern ein sinnloser Verzicht auf Macht. Durch die Begeisterung des Westens fühlte er sich in dieser Verhaltensweise bestätigt. Allerdings muss man einräumen, dass es Gorbatschow war und nicht Jelzin – wie allerorts behauptet wird -, der unseren Bürgern zum ersten Mal die Meinungs- und Bewegungsfreiheit gab.

    Die Verantwortungslosigkeit Jelzins gegenüber unserem Volk war um keinen Deut geringer, nur erstreckte sie sich auf andere Bereiche. Er war bestrebt, staatliches Eigentum möglichst rasch in private Hand zu geben, und er hat Russlands Reichtümer zum hemmungslosen Raub freigegeben, wobei es um Milliardenbeträge ging. Um sich die Unterstützung der Regionalfürsten zu sichern, forderte er sie direkt zum Separatismus auf, ließ Beschlüsse verabschieden, die den russischen Staat in Stücke zerreißen sollten. Damit wurde Russland seiner wohlverdienten historischen Rolle und seiner Stellung auf dem internationalen Parkett beraubt. Was vom Westen mit lautstarkem Applaus quittiert wurde.

    SPIEGEL: Und Putin?

    Solschenizyn: Putin übernahm ein Land, das ausgeplündert und völlig aus dem Gleichgewicht gebracht worden war, mit einer großenteils entmutigten und verarmten Bevölkerung. Er schickte sich an, das zu tun, was möglich war – und möglich war eben ein langsamer, schrittweiser Wiederaufbau. Diese Bemühungen wurden nicht gleich bemerkt und erst recht nicht gewürdigt. Können Sie überhaupt Beispiele aus der Geschichte nennen, wo Bemühungen um die Wiederherstellung einer starken Staatsführung von außen wohlwollend registriert wurden?

    (…)

    Solschenizyn: Für mich gehört der Glaube zu den Grundlagen und Grundfesten des Lebens eines Menschen.““

    SPIEGEL 23.07.2007

     

    Es gibt viele Interviewer westlicher Presse, die, wie im zitierten Spiegel-Interview, jedes Mittel nutzen, um von S. eine Stellungnahme gegen Putin zu erhalten, und an der Intelligenz des Mannes scheitern.

    Und raten sie mal, was geschah, nachdem sie endlich kapiert hatten, dass sie es nicht schaffen werden, was sie begonnen hatten, dem alten Herren vorzuwerfen?

    Richtig geraten, kluges Kind: er wurde zum Antisemiten erklärt!

     

    Appendix: Weitere Werke der im Westen so hochangesehenen „Künstler“:

     

     

    Sie sehen richtig, es handelt sich hier um Verhalten von Menschen und nicht um das Getier im Viehstall.

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  • Die All Girl Band Titti Twister (Hilary Clinton Gesang, Katja Kipping Schlagzeug, Angie Merkel Bass) Heute Abend im Tacheles Berlin!

    Manche Leute tun sich schwer, Zusammenhänge zu erkennen. Wenn man nicht mit der Sprühdose und Leuchtbuchstaben Otpor draufschreibt, sehen sie‘s nicht.

    Was man erfassen können muss, ist die Methode! Die spezifische Ausprägung ist nur das jeweilige der Situation angepasste Erscheinungsbild der Methode. Und so schwer ist das ja eigentlich auch nicht, es ist ja jetzt nicht gerade Kernphysik, nur dass man sein Oberstübchen entstaubt und in Bewegung setzt ist halt trotzdem nötig.

     

    Eingebettet ist das Szenario in eines lächerliche Versuches der "Weißen Revolution". Mit der hatte die "Opposition" sich zwar eher selbst diskreditiert, denn wie blöd kann man sein, sich in Russland mit dem Zarismus zu assoziieren, aber das Entscheidende ist, dass eine Medienkampagne losgetreten wurde, die Putin als Wahlfälscher hinstellen will, der keinen Rückhalt hat und Berug anwenden muss um zu "herrschen".

    Sie sehen dann ein Mädchen, das den Boulevardblättern Entsetzensschreie entlockt: "Dieses süße Mädchen will Putin einsperren!"

    Linke sind schockiert.

    Da wird der notorische Frauenmangel einer internationalen linken freien Szene um eine so fesche 22jährige gelindert, die sogar der Playboy haben will, und schon kommt der schwarze Mann vom KGB uns sperrt sie weg für einen, ich zitiere die antideutsche Parteivorsitzende Kipping: "…ihren spontanen Konzertauftritt". Kipping lässt ja gerne mal so Sprüche fallen wie „Revolution muss tanzbar sein.“ Nun, Revolution ist der gewaltsame Sturz einer Klasse durch eine andere. Wo will die da tanzen: auf Leichenteilen? Tanz der Zombies?

    "No Paseran" "Das Motto aus den spanischen Bürgerkrieg" (O-Ton Boulevardpresse) im Kampf gegen den Faschismus auf dem T-Shirt wirft sie den Trauerblick durchs Gitter.

    Putin, Putin, du Franco du!

    Aber wir zeigen dir die geballte Faust!

    Die wir schon Milosevic gezeigt haben:

     

    nachdem der so ne Hübsche so brutal geschlagen hatte, dass ihr die Brüste dort, wo wo jeder Mann gern hinschielt ganz feucht geworden sind. Und wer ist denn heute noch so ne Lusche und trägt BH unter dem weißen T-Shirt!

    Wir zeigen die Faust Mubarak:

     

    Hier aus kulturell-religiösen Gründen allerdings etwas weniger spekulativ auf die Ausschaltbarkeit des maskulinen Gehirns durch den Appell an den Unterleib zugeschnitten, Muslim Brothers sind keine Blues Brothers.

    In Venezuela hingegen, da geht der echte Kerl den Chichas noch voran wie weiland Emiliano Zappata und Francisco Pancho Villa den Mexicas:

     

    Uns führt die rote Fahne

    Die schwarze und die rote Front

    Und euren Lügen glauben wir schon lang nicht mehr

    Wir sind die Internationale

    Ganz ohne Schießgewehr

    So ein Gehirn, das ist ja schnell mal überfordert

     

    Darum: links zählt was aus dem Bauch rauskommt:

     

     

    Als nächstes das „Interview“, das die linke Zeitung „Freitag“ als exklusiv verkauft hatte. Tatsächlich ist es von deren Mutterkonzern „The Guardian“. Das ist auch kein Interview, das ist ein inszenierter Propagandafilm.

    Anbei ein zweifelsfreier Hinweis, dass Kipping und Augstein persönlich in die Kampagne eingebunden sind.

    Achten sie genau auf die Kameraführung, welche Einstellung zu welchem Satz gehört und wie die Schnitte verlaufen.

     

     

    Professionelle Studiomusiker spielen ein an Iggi Pop angelehntes Intro um die punkige Rock-Stimmung zu erzeugen. Gleichzeitig soll der Konsument natürlich so blöd sein, und die Gestalten im Video für Musikerinnen halten und nicht bemerken, noch nie einen Song von denen gehört zu haben.

    Sätze wie "…to be anonymus…" brauchen keinen Kommentar, eine Verknüpfung, die das Herz der minderjährigen Netzgemeinde gegen das Böse höherschlagen lässt.

    Man beachte auch die Akzente! Wer Erfahrung mit englischen Aussprachen hat, dem wird einiges auffallen. Bei der Mittleren schlägt eigentlich ein sehr deutlicher britischer Akzent durch und sie verlernt im Laufe des Filmchens Sprechen.

    Und auf dem aktuellen Hollywood-Trend ist man, öh solly, Frau auch: „…we feel like superheroes behind the mask…“. „…Batman…“ "…Catwoman…"

    Sorry Girls, da könnt ihr ein ganzes Leben lang üben, in die Liga schafft ihr es nicht!

    Und sobald eure Otpor –Kampagne abgewürgt ist, kräht kein Hahn mehr nach euch. Ihr könnt nicht singen. Ihr könnt nicht spielen. Ihr könnt nicht tanzen. Und ihr seid keine Alicia Silverstones oder Dina Meyers etc.

    Für euch ist Endstation hier im Pornoshop:

    "Wird auch in anderen Farben angeboten" verspricht der Händler.

    Dass bei den meisten Linken Schlagworte wie Antiautoritär, Antipatriarchal, Pro-Homosexuell, Frei, Gegen Antisemiten und dazugehörige Symbole ausreichen, hat sich ja nun seit 89/90 noch zu den Dümmsten rumgesprochen. Wird irgendwo staatliche Autorität angegriffen, fragen Linke nicht, was der Staat verteidigt oder der Aufstand anstrebt. Sie wollen dabei sein. Dabei sein ist alles.

    Insofern kann man Linken natürlich Politik genauso verkaufen wie anderen Autos oder Parfüm.

    Es ist nicht meine Schuld, dass westliche Linke verarschen so ziemlich eine der leichtesten Übungen auf dieser Welt ist. Ich stelle es nur fest.

    Der richtige Werbetext  und das richtige weibliche Lockvögelchen. Damit die linken Frauen auch auf ihre Kosten kommen, sind die Lockvögelchen natürlich keine Lindsay Lohans, sondern feministisch.

    Man hört und liest  ja oft genug, dass K. Kipping so attraktiv sei.

    Von Charme-Offensive ist die Rede. Nun, ich persönlich finde sie in etwa so charmant wie Mrs. Appleyard in „Picknick am Valentinstag“, die beiden Charaktere verfügen über den gleichen Charme der Mädchenpensionats-Gouvernante.

    Und mit Charaktere sind wir da, worum es bei der Großen Vorsitzenden geht. Charaktere als Theater bzw. Filmbegriff, nicht zu verwechseln mit Charakter.

    Marx redet von Charakter-Masken.

    Die Linke hat eine Aufgabe im Parlament.

    Anfangs war ich mir da auch nicht sicher und dachte: „Geb ihnen eine Chance!“- aber mittlerweile ist es eigentlich klar.

    Frau Kippings Maske wurde endgültig transparent, als sie den Überfall der israelischen Armee auf die Gaza-Hilfsflotte verteidigte.

    Andere, wie Bisky, Buchholz, Jelpke, van Aken ließen die Maske fallen, als es um Libyen ging.

    Was ist von einer Linken zu halten, die die Zerschlagung eines tendenziell sozialistischen Landes als den Sieg der Demokratie über die Diktatur feiert?

    In der Praxis beteiligt man sich an der Offensive des Imperialismus, mit Worten generiert man sich als „Friedenspartei“.

    Der Grund ist, dass in einem Parlament nicht alle 5 Parteien immer genau das Gleiche sagen können.

    Einer braucht den schwarzen Peter und muss die Gegenposition formulieren.

    Die Tags „Frieden“ usw gehört traditionell in den Sprachgebrauch der Linken.

    Nun ist die Partei natürlich so einflusslos, dass von vorne herein klar ist, dass es sich nur um Theater handelt und ein praktischer Ausschlag nicht zu befürchten ist.

    Und Gaddafi folgend setzt es sich mit Assad und Putin fort.

    Alle 3 tun etwas, das einE bundesdeutschEr ParlamentarierIn sich niemals trauen würde:

    Sie regieren!

    Die gesamte Rhetorik der deutschen Politiker aller Parteien, denn nur das ist es, sie argumentieren nicht wirklich, zielt darauf ab, den Fakt, dass eine Regierung regiert, als Diktatur in die Köpfe zu verankern.

    Im Westen haben Regierungen die Aufgabe, der Bevölkerung zu erklären, was auf sie zukommen wird.

    Das Parlament hat die Aufgabe, eine theatralische Scheindebatte darüber zu veranstalten, stellvertretend für die gesellschaftliche Diskussion.

    Konzeptioniert werden die Dinge von einer Finanzoligarchie.

    Die Aufgabe des Staates ist es, für die Umsetzung, bzw. Durchsetzung dieser Konzepte zu sorgen.

    Die Sicherheitsorgane gehen dabei in Deutschland sehr sanft vor.

    Harsche Polizisten und kompromisslose Richter erzeugen Auseinandersetzung.

    Das Herrschaftssicherungsmittel der Wahl ist schon längst Geld.

    Wer Angst um seinen Job oder seinen Besitz hat, der fügt sich freiwillig.

    Putins Regierung arbeitet daran, den nationalen Haushalt in Ordnung zu bringen, der Staat regelt via Gesetze und ahndet Gesetzesverstöße etc und versucht das Land als Block gegen das Imperium zu positionieren.

    Das wird als Unfreiheit angesehen, aber vor jeder Personalabteilung die Hose runterzulassen, Nachbarn oder Kollegen, sogar Freunde und Beziehungen ins Boxhorn jagen, wenn es um einen geringfügigen Karriere- oder Finanzvorteil geht, jede Schweinerei zu machen und sich hinter „just doing my Job“ verstecken, wird als westliche Freiheit akzeptiert. Dafür ist alles erlaubt, was es für Geld zu kaufen gibt. Freiheit und Selbstbestimmung: ich bestimme selbst, wann mein Geldbeutel leer ist und ich Schwänze lutschen gehe und habe immer Aussicht, eines Tages zu denen zu gehören, die sich den Schwanz lutschen lassen dürfen.

    In Russland gibt es die aus der Jelzin-Zeit hervorgegangene Oligarchie. Sie ist kosmopolitisch und im Sinne westlicher Freiheit liberal. Sie ziehen sich eine Schickeria heran, die, westlich vernetzt über NGOs, gegen den Staat in Position gebracht werden kann. Und auch die deutsche Linke fühlt sich durch sie befreit, weil sie sich in ihrer Herkunft aus dem westlichen Imperium als die moralisch superioren Vertreter der Freiheit fühlen darf. "Die Merkel tut ja nur so, als ob sie PR unterstützen würde, wir unterstützen sie aber in echt!"

     

    „We are Prostitutes, everyone has his price! “

     

    Appendix 1: Die Journeyman-Reportage zu Otpor:

     

    Appendix 2: Last but not least von Leonard Cohen aus 1988 der Beleg, dass man alles was hier steht eigentlich schon immer wissen konnte:

     

    Leonard Cohen: "Everybody Knows"

    Everybody knows that the dice are loaded
    Everybody rolls with their fingers crossed
    Everybody knows that the war is over
    Everybody knows the good guys lost
    Everybody knows the fight was fixed
    The poor stay poor, the rich get rich
    That's how it goes
    Everybody knows
    Everybody knows that the boat is leaking
    Everybody knows that the captain lied
    Everybody got this broken feeling
    Like their father or their dog just died

    Everybody talking to their pockets
    Everybody wants a box of chocolates
    And a long stem rose
    Everybody knows

    Everybody knows that you love me baby
    Everybody knows that you really do
    Everybody knows that you've been faithful
    Ah give or take a night or two
    Everybody knows you've been discreet
    But there were so many people you just had to meet
    Without your clothes
    And everybody knows

    Everybody knows, everybody knows
    That's how it goes
    Everybody knows

    Everybody knows, everybody knows
    That's how it goes
    Everybody knows

    And everybody knows that it's now or never
    Everybody knows that it's me or you
    And everybody knows that you live forever
    Ah when you've done a line or two
    Everybody knows the deal is rotten
    Old Black Joe's still pickin' cotton
    For your ribbons and bows
    And everybody knows

    And everybody knows that the Plague is coming
    Everybody knows that it's moving fast
    Everybody knows that the naked man and woman
    Are just a shining artifact of the past
    Everybody knows the scene is dead
    But there's gonna be a meter on your bed
    That will disclose
    What everybody knows

    And everybody knows that you're in trouble
    Everybody knows what you've been through
    From the bloody cross on top of Calvary
    To the beach of Malibu
    Everybody knows it's coming apart
    Take one last look at this Sacred Heart
    Before it blows
    And everybody knows

    Everybody knows, everybody knows
    That's how it goes
    Everybody knows

    Oh everybody knows, everybody knows
    That's how it goes
    Everybody knows

    Everybody knows

     

    Übersetzung geklaut bein Golyr:
    Jeder weiß, die Würfel sind gezinkt
    Jeder wirft sie mit gekreuzten Fingern
    Jeder weiß, der Krieg ist vorbei
    Jeder weiß, die Guten haben verloren
    Jeder weiß, der Ausgang stand schon vorher fest:
    Arm bleibt arm, die Reichen werden reicher
    So läuft das, weiß doch jeder

    Jeder weiß, das Schiff hat ein Leck
    Jeder weiß, der Kapitän hat gelogen
    Jeder kennt diese Trübsal
    Wie wenn der Vater oder der Hund gestorben ist
    Jeder will volle Taschen
    Alle wollen eine Schachtel Pralinen
    Und eine langstielige Rose, das weiß doch jeder

    Jeder weiß, du liebst mich, Baby
    Jeder weiß, das stimmt
    Jeder weiß, du warst treu
    Bis auf die eine oder andere Nacht
    Jeder weiß, du warst verschwiegen
    Doch vor einem Haufen Leute
    Musstest du dich entblößen
    Und jeder weiß Bescheid

    Und jeder weiß, jetzt oder nie
    Jeder weiß, entweder ich oder du
    Und jeder weiß, dass man ewig lebt
    Hat man nur ein oder zwei Zeilen geschrieben
    Jeder weiß, das Ganze stinkt zum Himmel
    Old Black Joe pflückt immer noch Baumwolle
    Für deine Schmuckbänder und Schleifen, das weiß doch jeder.

    Jeder weiß, die große Seuche kommt
    Jeder weiß, sie verbreitet sich schnell
    Jeder weiß, ein nackter Mann und seine Frau
    Sind nur noch blasser Abglanz alter Kunst
    Jeder weiß, die Szene ist tot
    Auch auf deinem Bett sollte eine Messuhr liegen
    Die zeigt dir an, was jeder weiß

    Jeder weiß, du hast Probleme
    Jeder weiß, was du durchgemacht hast
    Vom blutigen Kreuz auf Golgatha
    Bis zum Strand von Malibu
    Jeder weiß, es bricht alles in Stücke
    Wirf einen letzten Blick auf das Herz Jesu
    Bevor es erlischt. Und jeder weiß Bescheid

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  • Der Herdentrieb schlägt zu!

    "Es ist schon wahr: nichts wirkt so rasch wie Gift!
    Der Mensch, und sei er noch so minderjährig,
    ist, was die Laster dieser Welt betrifft,
    früh bei der Hand und unerhört gelehrig."

    (Erich Kästner,

    anklicken des Textes leitet

    zum Chanson vertont und gesungen von

    Holger Münzer weiter)

     

    So haben jetzt also ein paar sichtlich einfallslose russische Gören es geschafft, mit einer unflätigen Entgleisung so berühmt zu werden wie Madonna.

    Die Regierungen der westlichen Hemisphäre werfen sich für sie ins Zeug, ein greiser Beatle höchstpersönlich wacht aus seiner Altersdemenz auf und klagt über das böse Russland. "Back in the USSR"-Revival.

    Das können natürlich Passportholder des Landes für Freiheitskampf und Demokratie nicht auf sich sitzen lassen.

    Also wird sich flugs in Fetisch-Porn-Klamotten geworfen und der Beweis darüber geführt, was jedEr schon immer wissen wollte und sich nur nicht getraut hatte danach zu fragen:

    Auch deutsche Kirchgänger und Würdenträger dieser Einrichtung reagieren verärgert, wenn man solcherart in ihren Gottesdienst platzt und Psychoterror veranstaltet.

    Im Kölner Dom betrieben also 4, ich nehme an "anarchistische" Studenten mit antideutscher Ideologie, nehme ich wie gesagt aber nur an, weil das die einzigen sind, die ich für so gnadenlos blöd halte, das dann auch tatsächlich zu tun, ein Pussy Riot Imitat und wurden, quod erat demonstrandum, postwendend aus dem Hause hinausbefördert.

    Man kann die jämmerliche "Kommandoerklärung" im Internet finden und niemand Geringeres als RT zeigt den dazugehörigen Video. Ich verlinke das nicht, wills wer konsumieren: selber suchen.

    Weil ich aber auch selbst ein fieser Knochen bin kann ich mich der Schadenfreude nicht erwehren, dass die deutschen Behörden sich jetzt mit dem Quatsch rumschlagen müssen, frei aus der Rubrik: "Die Geister, die ich rief!"

    Das Köllsche Gericht ist nun mit der Aufgabe konfrontiert zu entscheiden, ob es "unsere Freiheit und Demokratie" erfordert, jedes noch so despektierliche Verhalten des jeweils Vorlautesten gegenüber Andersdenkenden zu schützen, oder ob nicht eine Religionsgemeinschaft Anrecht auf angemessenen Schutz genießt, unbelästigt der Ausübung ihrer Religion nachzugehen.

    Ich empfehle an dieser Stelle eines:

    Willst du ein Freiheitskämpfer sein und den Pussy Riot tanzen, machs nicht 1:1 nach. Lass dir was einfallen, was mehr dem Leben in Deutschland abgeleitetes.

    Geh zum Chef aufs Büro, platz unangemeldet hinein, hopse auf seinem Schreibtisch herum und schreie bis ihm der Kragen platzt so etwas Geistreiches wie:

    "Du bist n dreckiges Ausbeuterschwein

    und eine alte NAZI-Sau dazu

    Deine Frau ist ne Hure, die lässt jeden rein

    und bläst ihm einen Juhuuuh"

    und ähnliche geschmackreiche Verschen freier Meinungsäußerung. Möglicherweise zeigt er dich ja gar nicht an, sondern feuert dich nur und sorgt dafür, dass du, jedenfalls in der Stadt, in der du wohnen, keinen Job mehr kriegst.

    Ach so, du studierst und arbeitest gar nicht. Lebst möglicherweise von BAföG.

    Ja dann. Geh zum Rektor deiner Uni oder so.

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  • Und noch einmal PRPR

    Angeregt durch die äusserst empfehlenswerten Artikel auf CeiberWeiber zu Pussy Riot bringe ich jetzt noch einmal einen Artikel zu dem Thema, denn es gibt noch einiges dazu zu sagen.

    Die Diskussion im Netz bringt nun viele Artikel hervor, vergleicht mit Assange und beklagt mal wieder zweierlei Maß, die berühmte Doppelmoral, den fiesen Double Standard, was wohl ein Appell an unsere Politikerkaste sein soll, sich im Falle Assange ebenso zu engagieren.

    Ich frage mich ganz ehrlich, was müssen Leute im Kopf haben, die es für freie Meinungsäußerung halten, wenn 4 Personen hässlich zurechtgemacht in Pornomasken am Altar der Hauptkirche einer Religionsgemeinschaft herumtoben und deren Kirchenoberhaupt als Hund und Hure beschimpfen, ihm unterstellen, er wäre gar kein Gläubiger, die ganze Religion mit Fäkalbegriffen bewerfen und gleichzeitig eine Ikone dieser Religion, die Jungfrau Maria in diesem Falle, wahlweise für sich beanspruchen als auch imaginär sie aufrufen zum "Feminismus" einzuschwenken.

    Was müssen Leute im Kopf haben, wie Amnesty International, die eine Reaktion, die darauf abzielt eine absehbare Wiederholung des Vorganges zu unterbinden, als Verletzung der Menschenrechte anprangern und diese Personen als politische Gefangene ritterschlagen?!

    Was müssen Leute im Kopf haben, die das als modernes urbanes Rebellentum glorifizieren?

    Meiner Meinung nach haben diese Leute gar nichts im Kopf. Eine Pressekampagne jubelt diesen schmutzigen Auftritt zum letzten Schrei hoch und weil diese Leute koste es was es wolle immer die Modernsten und Freiheitlichsten sein wollen, assimilieren sie es. Besser: lassen sich davon assimilieren, es heißt in der Realität nicht: "We are Borg. We assimilate you. Resistance futile!" – es heißt: "We are Mainstream. We assimilate you. Resistance futile!"

    Sie laufen den jeweils trendy Hype hinterher wie der Hund im Cartoon, den man eine Gerte auf den Rücken gebunden hat und an das Ende der Gerte vor seiner Schnauze ein Würstchen. Der rennt, bis er vor Erschöpfung zusammenbricht ohne je das Würstchen zu erschnappen.

    Was diese Pussies getan haben ist schlicht menschenverachtend. Es ist nicht aufmüpfig, es ist erniedrigend.

    Und erniedrigend wie selbsterniedrigend ist alles, was sie tun.

    RT berichtet von zwei weiteren ihrer Aktionen, die politisch sein sollen: Gruppensex vor der Kamera in einem Museum. Masturbieren vor der Kamera mit einem Tiefkühlhähnchen in einem Supermarkt.

    Das sind noch nicht einmal Aktionen. Das ist einfach nur widerlich. Geben sie bei Google "Sex in Public xxx" ein, sie erhalten Tonnen solcher Videos. Und wenn sie noch nicht völlig abgestumpft sind, wird ihnen von diesen Videos schlecht. In diesen Videos werden die Frauen häufig auch als Pussies bezeichnet. Ist das moderner Feminismus?

    Musikerinnen. Sorry, aber ein bisschen mehr als blödsinnig in einer Kirche herumschreien und dazu rumhampeln braucht es doch noch, um etwas als Musik definieren zu können.

    Punkband. Bisher war es so, dass man erst einmal ein paar Lieder vortragen musste, um sich als Band bezeichnen zu können. Wenn ein paar 5jährige mit Kochlöffeln auf Töpfen herumschlagen hat das mehr mit Musik zu tun, als das was PR machen, aber es ist immer noch keine Band.

    Verkaufen PR sich als Punkband, ist das entweder Hochstapelei, weil sie eine Leistung vortäuschen, das sie nicht erbringen, oder es ist die ultimative Aufweichung der Sprache, in der Worte keinen Inhalt mehr bezeichnen, kein Phänomen benennen sondern in willkürliche Artikulation verdampfen.

    In diesem Falle kann man die Sprache als Kommunikationsmittel abschaffen.

    Man kann das Wort Punk im Rahmen dessen was er als Bewegung war, definieren:

    Die aus dem offiziellen Körper der Gesellschaft Ausgegrenzten artikulieren sich.

    Das war Punk in beiden realen Wellen der Bewegung.

    Der Louisiana-Punk, die ersten Welle, in dem die Jugend aus dem weißen Südstaatenmittelstand, also der ehemaligen Sklavenhalterklasse, sich mit dem schwarzen, sagen wir hier mal Unterstand, der ehemaligen Sklavenklasse verbündeten und sich somit quasi von ihrem eigenen determinierten Kontext ausgrenzten.

    Die zweite Welle, ausgelöst durch einen dissidenten britischen Aristokraten, die bis hin zum obdachlosen Jugendlichen durch alle Schichten der europäischen und amerikanischen Gesellschaft die dissidenten Individuen aus ihrer jeweiligen Schicht herauslöste und zu einer Bewegung formte.

    Die Menschen, die von sich sahen, dass sie in dieser kapitalistisch-imperialistischen Gesellschaftsstruktur keine Zukunft haben, sagten: Ich bin! Ich bin was wert! Ich bin ein Individuum! Ich kann was, auch wenn ihr das nicht haben wollt.

    Es gab auch andere Strömungen, da die Punkbewegung in sich heterogen war, aber der größte Teil war immer mit der Frauenbewegung solidarisch.

    Das liegt in der Natur beider Bewegungen. Denn beide Bewegungen konsistiern wesentlich darin, dass Menschen, die als Individuen nicht wahrgenommen werden um ihre Sichtbarkeit kämpfen.

    Die Ursachen unterscheiden sich. Bei den Punks gab es die unterschiedlichsten Gründe. Bei den Feministinnen ist es die Rebellion dagegen zur Fleischware der sexuellen Lust des Mannes und Trägerin seiner Nachkommen, Erben, Stammhalter reduziert zu werden.

    Es gab direkte Überschneidungen in Gestalt feministischer Punkerinnen.

    Pussy Riot sind von beidem nichts.

    Feministinnen machen keinen Porno. Pornos sind Wixvorlagen. Man holt sich einen runter ohne die Frau als Person wahrnehmen zu müssen. Im Porno wird die Frau zur absoluten Ware. Als Arbeitskraft wird sie dafür bezahlt, sich als solche zur Verfügung zu stellen.

    Auch wenn ich es als "Kunst" oder als "Politische Aktion" bezeichne bleibt eine Sex in Public Performance Porno. Ich nenne es nur anders. Und wenn es eine politische Aktion ist, dann ist es eine Aktion, die die Verdinglichung der Sexualtität zur Ware propagiert, und damit ist sie das Gegenteil von Punk, der gegen eine gesellschaftliche Ideologie aubegehrt, die den Menschen anhand seines Besitzes definiert, Leben auf Besitzstreben reduziert und die produktive Tätigkeit in den Dienst des Kapitals stellt anstatt Gestaltung von Leben und Umwelt zu sein.

    Assange hat sich mit PR verglichen. Das macht ihn zu einem Idioten, der sich als Person outet, die das was sie tut gar nicht überreißt sondern ihrer Eitelkeit unterordnet. An dieser Stelle verweise ich auf die Einschätzung, die Dr. Tarpley vor Monaten über ihn formuliert hatte auf meinem YouTube-Kanal.

    Und ich beende diesen Artikel mit einem Film von Abel Ferrara, den ich auf meinen YouTube-Kanal hochgeladen habe.

    Ich weiß nicht, ob er bleibt: Ferrara würde es wahrscheinlich eher freuen, dass ich es getan habe, aber vielleicht hat ja die Vertreiberfirma etwas dagegen. Dieser Film ist aber im Handel nicht verfügbar. Also beeilen, wer ihn will.

    "Die Frau mit der 45er Magnum"

    Dieser Film von 1981 ist die Essenz des Punk als Spielfilm.

    Und er war damals bei den Feministinnen beliebt, jedenfalls bei denen, die ich kannte.

     

     

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  • Missbrauch des Punk als Vorbereitung des Angriffs auf Russland

    Ein Aufschrei geht durch die Welt: ein breites Bündnis von US-State Department, deutschem Bundestag über Presseapparate und Musikindustrie bis hin zu Linken und Anarchos protestiert gegen ein Gerichtsurteil: 2 Jahre für die armen Pussies!

    Nette, kleine Punkerinnen, die nix wollten außer ein kleines Liedchen trällern werden wie Schwerstkriminelle behandelt, „dieses süße Mädchen“ nannte eine Schweizer Tageszeitung  unlängst eine der Damen, namentlich die, welche von Playboy Ukraine ein Centerfold-Angebot erhalten hatte.

    Die von mir eigentlich geschätzte Webseite CeiberWeiber bezeichnet die Deliquentinnen als Musikerinnen, zitiert den ganzen Text und fordert eine internationale Solidaritätskampagne.

    Von einem stalinistischen Schauprozess ist allenorts die Rede und hinter allem steckt der böse Putin mit seiner Kirche.

    Mission  accomplished.


    „Die Angeklagten waren sich des beleidigenden Charakters ihrer Handlungen und ihres Äußeren bewusst. Sie hatten die Absicht, ihre Aktion publik zu machen und damit eine gesellschaftliche Resonanz hervorzurufen“ wird das Urteil von RIA-Novosti zitiert. „Jede einzelne Etappe sei vorbereitet worden. Für die Ausführung ihrer rechtswidrigen Handlungen sei eine Gruppe gebildet worden.“

    Und das ist des Pudels Kern. Kein fahrender Scholastikus zwar, aber eine internationale Organisation, finanziert aus den Hedgefonds von George Soros, in der Yale- und Harwardstudierte Strategen punktgenau die Destabilisierung von Ländern über sozialen Protest planen.

    Das Besondere an dieser Organisation, unter Anderem als Otpor bekannt, ist, dass sie Begrifflichkeiten und Aktionsformen einsetzt, die aus dem undogmatischen Linken Spektrum der 70ger und 80ger Jahre bekannt sind.

    Es ist aber wie mit allen Plagiaten, es ist immer etwas dabei, das stutzig macht, etwas das nicht stimmen kann.

    Hier fängt es eigentlich schon beim Namen an.

    Hip Hop, der sich vielfach der Ghetto-Sprache bedient, der Zuhältersprache und der Pornosprache verwendet das Wort Pussy. Hollywood-Mainstream-Pop, ein Geschäft, das eng mit der Pornoindustrie finanziell verwoben ist, benutzt es möglicherweise.

    Hätte in den 80ger Jahren eine Punkband das Wort Pussy verwendet, wäre sie wegen frauenverachtender Sprache von der Bühne gedrängt worden. Das Wort Pussy drückt genau aus, was die feministische Sprachkritik angreift: es reduziert die Frau auf ein zum sexuellen Konsum nutzbares Geschlechtsorgan. Aufgrund der patriarchalen Traditionen der letzten Jahrhunderte geht es nicht, die Begrifflichkeit von "Never mind the Bollocks", also der Bezeichnung des männlichen Geschlechttsorganes, durch das weibliche auszutauschen. Hier hat es nie Unklarheiten gegeben.

    Das zweite, was nicht stimmen kann, ist der Ort.

    Der Satz von Rosa Luxemburg: “Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“ war stets linkes Dogma.

    Man kann die Kirche beschimpfen, man kann den Klerus beschimpfen, aber man tut es nicht dort, wo sich die Gläubigen versammeln, und man tut es schon gar nicht an einem so sensiblen Ort, wie dem Altar der Erlöserkathedrale.

    Geschieht es, so ist die erste, spontane Reaktion des erfahrenen Aktivisten „Aha: Agent Provokateur!“

    Ein normaler Mensch hat eine natürliche Abscheu dagegen, Orte der Religionsausübung anzugreifen, auch wenn er selbst nicht gläubig ist. Man respektiert die Religiosität von Menschen.

    Heiligtümer anzugreifen ist immer ein Akt des brutalsten, erniedrigendsten Imperialismus. Man zerstört die heiligen Stätten der zu unterwerfenden Völker, man demonstriert ihnen so seine Macht und ihre Minderwertigkeit.

    In der Anfangszeit der UdSSR wurden Kirchen zu Kornspeichern gemacht. Auch die Erlöserkathedrale.

    In den Augen kommunistischer Führer war die orthodoxe Kirche der ideologische Apparat des Zarismus. Die Kirche wurde zerschlagen und die kommunistische Partei demonstrierte ihre Macht. Das trug wesentlich zum Scheitern der UdSSR bei.

    Es ist unvermeidlich, wenn heute das bedeutendste Gotteshaus der orthodoxen Kirche angegriffen wird, dass das eine heftige Reaktion verursacht. Und nur um diese Reaktion zu verursachen fand diese Aktion statt.

    Otpor ist eine Waffe der Open Society Foundations, die linke, antiautoritäre etc. Kräfte in die Vorbereitung der Übernahme von Staaten durch das euro-amerikanische Imperium einspannen soll.

    Otpor ist der Organisationspool der Color-Revolutions.

    Die Color-Revolutions haben eine Linie: antiautoritär, feministisch, pro-homosexuell, nach Freiheit rufend und die Behörden provozierend mit Aktionen, die sie nicht tolerieren können.

    Diese Aktionen sind keine Sponti-Aktionen. Sie werden von eiskalten und erstklassig ausgebildeten Analysten geplant, die ein Land kulturell genau studiert haben, um zu wissen, wo sie emotionalen Sprengstoff zünden können.

    Es ist Diversantentätigkeit, die als mittelständischer Protest getarnt wird.

    Eine PRPR (= Public Relations Pussy Riot)-Aktion vor dem Kreml haben die russischen Behörden toleriert. Es ist eigentlich auch logisch, dass man, um gegen einen Staatschef zu demonstrieren,  vor dessen Amtssitz geht. Das bedeutet für Otpor, dass diese Aktion nicht funktioniert hatte.

    Also setzt man eins drauf und erzeugt religiöse Spannung, die mit der klassischen politischen Forderung kombiniert wird, die Otpor einsetzt: die Missstände im Land personalisieren in Gestalt des Präsidenten, der sich westlichem Diktat nicht beugt oder auch nur punktuell eigenständig agiert.

    Hat irgendwer schon einmal irgendetwas mitbekommen, dass Exponenten des politischen Establishments sich für – PUNKS – einsetzen?

    Es gab Punk-Songs, die Klerus und Politik verknüpft haben.

    Hier als Beispiel der Song: "Hass allein genügt nicht mehr" der deutschen Punk-Band HASS:

     

     

     

    Der Text geht:

    "Ich hab Hass

    Hass auf Papst und Polizei

    Ich hab Hass

    auf die ganze Tyrannei

    Ich hab Hass

    Hass auf was ihr uns erzählt

    Ich hab Hass

    Hass auf alles was mich quält

    Ich hab Hass

    Auf Maloche und aufs Geld

    Ich hab Hass

    Hass auf eure Plastikwelt

    Ich hab Hass

    Hass auf Krieg und Schießerei

    Ich hab Hass

    auf die ganze Schweinerei

    Ich hab Hass…"

     

    Wie unschwer zu erkennen ist, benennt hier ein junger Mann deutlich und sehr konkret, was sein jugendliches Rebellentum verursacht. Es ist subjektiv, persönlich,nachvollziehbar. Die Musik fängt langsam und ruhig an und wird immer extatischer, wobei sie einem moderaten, aber stark akzentuierten Rhythmus folgt.

     

    Jetzt vergleichen wir es mit dem, was als Punkgebet von Pussy Riot verkauft wird. (Ich hoffe, die CyberWeiber werden es mir nicht verübeln, dass ich hier ihre Textversion  übernehme.)

    "Mutter Gottes, Du Jungfrau, vertreibe Putin!

    Vertreibe Putin, vertreibe Putin!

    Schwarzer Priesterrock, goldene Schulterklappen – Alle Pfarrkinder kriechen zur Verbeugung.

    Das Gespenst der Freiheit im Himmel.

    Homosexuelle werden in Ketten nach Sibirien geschickt.

    Der KGB-Chef ist Euer oberster Heiliger, er steckt die Demonstranten ins Gefängnis.

    Um den Heiligsten nicht zu betrüben müssen Frauen gebären und lieben.

    Göttlicher Dreck, Dreck, Dreck! Göttlicher Dreck, Dreck, Dreck!

    Mutter Gottes, Du Jungfrau, werde Feministin, werde Feministin, werde Feministin!

    Kirchlicher Lobgesang für die verfaulten Führer – Kreuzzug aus schwarzen Limousinen.

    In die Schule kommt der Pfarrer, Geh' zum Unterricht – bring ihm Geld.

    Der Patriarch glaubt an Putin.

    Besser sollte er, der Hund, an Gott glauben.

    Der Gürtel der Seligen Jungfrau ersetzt keine Demonstrationen – Die Jungfrau Maria ist bei den Protesten mit uns!

    Mutter Gottes, Du Jungfrau, vertreibe Putin!

    Vertreibe Putin, vertreibe Putin!"

    Dieser Text ist nicht schlechter Punk, es ist überhaupt kein Punk. Er ist eindeutig von Leuten, die von Punk nie etwas verstanden haben. Es ist eine in sich unlogische Schimpftirade und Aneinanderreihung künstlicher Parolen aus der Werkstatt der Anti-Putin-Denkfabriken. Nichts ist persönlich, alles ist kalt, beliebig und Klischee.

    "Das Gespenst der Freiheit" Heute mal nicht das Gespenst des Kommunismus, aber dafür kennt der/die/das Autor Luis Bunuel.

    "Homosexuelle werden in Ketten nach Sibirien geschickt". Homosexualität ist in Russland völlig legal. Zur Eindämmung der Kinderprostitution, die ein Problem in Russland ist, wie im ganzen ehemaligen Ostblock, hat Petersburg ein Gesetz erlassen, dass die PROPAGAGDA für Homosexualität mit einer Geldstrafe belegt. Wohl kaum vergleichbar mit "Ketten" und "Sibirien", aber wir bewegen uns hier auf der Linie, wie die westliche Propaganda die Regelungen bezüglich Homosexualität in Russland diffamiert. Und natürlich unsere Grünen Ultra-PCs, die Bilderberger Lieblingspartei.

    Putin, der KGB-Chef. Genau darum fürchten ihn die Oligarchen. Er hat eine Lobby, vor der sie Angst haben. Abgesehen davon war er im Rang eines Oberst. Dass er der "Chef" gewesen sei ist ebenfalls nur eine westliche Presseente. Nach seiner Tätigkeit im Feld war er Hochschullehrer für internationale Fragen. Der "Chef" ist der administrative Oberkommandierende und im Rang eines Generals. Ein echter von Russen gemachter, und nicht von Werbetextern zusammenmontierter Text, würde das berücksichtigen.

    "…er steckt Demonstranten ins Gefängnis" – der klassische Otpor-Vorwurf. Demonstranten werden in Russland aber gar nicht ins Gefängnis gesteckt fürs Demonstrieren. Der Yale-Student Navalny oder der Provokateur Udalzov erhielten Ordnungshaft von ein paar Tagen, weil sie zum gezielten Bruch der Demonstrationsauflagen aufriefen und somit absichtlich Auseinandersetzungen mit der Polizei herbeiführten, deren Aufgabe es ist, für die Einhaltung der Auflagen zu sorgen.

    Der Rest ist einfach billiger, pseudofeministischer Schund, der keine Aussage trifft, außer dass er aggressiv beleidigt und offensiv wirkt.

    Möglicherweise kannten die Verfasser des Textes das Lied der feministischen Frauenpunkband Hans-A-Plast "Sacco di Roma" und haben sich daran orientiert:

     

     

     

    Will man ein Pseudopunk-Stück fabrizieren, betreibt man vorher Materialstudien und so viele feministische Punkbands gibt es nicht, das Material ist überschaubar.

    Ich hab jetzt keine Lust mehr, vergleichende Textanalyse anzustellen, und ich denke, dass man mich auch nicht braucht, um die gravierenden Unterschiede zwischen einem klerikal-kritischen feministischen Punk-Song und den scheußlichen Ausfälligkeiten des PRPR-Textes zu bemerken.

    Pussy Riot ist tatsächlich sogar ein Angriff auf den Punk, weil das nur die Bestätigung der primitivsten Vorurteile gegen Punk ist. Man kann davon ableiten, dass die Produzenten von Pussy Riot mit Punk nie etwas zu tun hatten, sondern nur die Vorurteile gegen Punk umsetzen.

     

    Lange Rede kurzer Sinn:

    Ja, es war ein Schauprozess. Otpor hat einen  Prozess inszeniert, um Russland als Diktatur vorzuführen. Das Gericht hat sich nicht beirren lassen.

    Das Urteil ist eine deutliche Warnung an die Soros-Revolutions-Marketing-Strategen:

    NICHT MIT UNS! You wanna mess with Russia? You are no match!

     

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  • 2 Jahre Regelvollzug für die PR-Pussies!

    They got what they were asking for.

    Sollte noch irgendwer auf den Gedanken kommen, da handle es sich um harmlose „feministische“ “Punk””künstlerinnen”, die nur aus Versehen den einzigen Ort in ganz Moskau ausgesucht hatten, um ihren Zinober abzuziehen, an dem es unter Garantie verboten ist, dann soll diese Person sich fragen, warum die Dame links zur Urteilsverkündung das Logo von Otpor auf ihrem T-Shirt trägt.

     

    Jertzt dauert's noch ein bisschen, bis sie das Angebot von Playboy wahrnehmen kann, selbiges vor der Kamera abzustreifen.

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  • Punx & Pussies

     

     

    I

    Nach einer weit verbreiteten Ansicht hat der Punk in Form der britischen Band The Sex Pistols das Licht der Welt erblickt.

    Das ist nicht ganz richtig so.

    Der Punk hatte seinen Ursprung in dem amerikanischen Bundesstaat Louisiana.

    Ich weiß nicht, wie es heute ist: aber bis zur Großen Flut, die New Orleans verwüstet hat, war Louisiana mit Sicherheit einer der spannendsten Flecken Erde der westlichen Welt.

    In Louisiana lebten zu knapp über die Hälfte eine extrem reaktionäre weiße Schicht aus heruntergekommenen ehemaligen Sklavenhalterfamilien und einigermaßen funktionierendem Mittelstand.

    Die andere Hälfte waren Schwarze ehemalige Sklaven, Indianer und Spanier, die der spanisch-amerikanische Krieg dort vergessen hatte.

    Vieles von dort ist weltberühmt.

    Die Afroamerikaner haben New Orleans zu so etwas wie einer ihrer Kulturmetropolen gemacht. Wenn man an New Orleans denkt, dann denkt man an Jazz und Blues, man denkt an Voodoo, ausgelassene Feste und kleine Gauner. Man denkt an Indianer, die in sumpfigen Wäldern leben und ihren archaischen Riten folgen. Man denkt an kleine, vollgestopfte Läden und skurrile Charaktere. Louis Armstrong und Fats Domino sind große Namen, die mit diesem Ort verbunden sind. Die Architektur ist stark französisch beeinflusst. Die Korruption von Politik und Justiz sind legendär. Der Ku Klux Klan trieb auch in Louisiana sein völkermörderisches Unwesen.

    Hier in Louisiana, wo die schwarze Musik gekocht hat und ihre Impulse in die ganze Welt aussandte, die in Paris einen Boris Vian inspirierten, es in Moskau bis in die Sinfonik eines Dmitrij Schostakowitsch schafften und in Berlin die Tonsprache eines Paul Hindemith mit prägten, in Tokio Jazzclubs aus dem Boden sprießen liesen wie Pilze, hatte ein guter Teil der weißen mittelständischen Jugend Anfang der 70ger Jahre die Schnauze voll vom reaktionären Mief ihrer Eltern. Sie schielten neidisch durch die gardinenverhangenen Fenster ihrer Eigenheime auf das bunte Treiben der von der Generation ihrer Eltern verachteten dunkelhäutigen Habenichtse. Noch waren die Rassen getrennt. Noch wurde kaum ein Wort gewechselt zwischen Schwarz und Weiß. Aber diese weißen Kids verschafften sich Musikinstrumente. Sie versammelten sich in den Garagen ihrer Elterhäuser. Und sie spielten einfach drauf los. Ihre schwarzen Brüder und Schwestern waren die Vorbilder und sie standen dazu.

    DAS WAR DIE GEBURT DES PUNK!

    Wenn man lange sucht und noch Vinyl hat und ein wenig Glück, dann kann man alte Scheiben finden von Bands, deren Namen keiner kennt und die mit einem schepperigen Kassettenrekorder aufgenommen wurden. Manchmal steht auf dem Cover drauf: Louisiana Punk.

    II

    Dem musikinteressierten britischen Aristokratensohn Malcolm Mac Laren sind solche Aufnahmen wohl zu Ohren gekommen.

    Malcolm verstand eine verdammte Menge von Musik. Er war einer, der, wie man so sagt, die Spreu vom Weizen trennen konnte. Ihm wird nachgesagt, dass schlechte Musik ihn geradezu physisch  schmerzte. Und er wurde geradezu zugeschissen mit schlechter Musik. Talentlose Popsternchen und einfallslose Möchtegernrocker grölen Tag für Tag aus den Radios. Je durchschnittlicher je besser und Manager und Entertainment Industries ziehen Millionen bis Milliardenprofite aus dem ganzen Müll. Malcolm hatte den Charakter eines Lord Byron, aber leider nur das Talent des Erkennen Könnens. Und nicht das des Schaffens. Er hatte sprudelnde Fantasie, aber nicht die Gestaltungkraft sie in ewige Kunstwerke zu übersetzen. Er wurde in den Adelsnestern gegrüßt von Angehörigen der königlichen Familie und erwiderte den Gruss mit der Bitternis des britischen schwarzen Humors, was man possierlich fand. Und das machte ihn wütend. Habe ich schon erwähnt, dass er ein fleißiger Leser der Werke Friedrich Nietzsches war? Die Wut reifte in ihm. Das Empire nervte ihn. Das Musikbusiness ekelte ihn. Die Umwertung aller Werte wurde ihm zum Bedürfnis Und diese Wut in ihm wuchs zu einem überreifen Granatapfel – der plötzlich platzte: sammle dir ein  paar talentlose Junkies von der Straße ein, die unfähigsten, die du finden kannst, die erkläre zur Band und mach zu Superstars. Führe das Musikbusiness wie eine Kuh am Nasenring durch die Arena! Die Methode: piß alles an, beleidige alles, was dem Empire heilig ist. Mach Skandal um Skandal, nur das zählt, spuck ihnen ins Gesicht, und lass dich dafür auch noch bezahlen!

    Der Rest ist Geschichte: The Great Rock’n’Roll Swindle!

    “God save the Queen

    The fascist regime!”

    III

    Eigentlich war das gar nicht beabsichtigt gewesen: In den Arbeitslosenbezirken, in der Drogenszene, in den Alkoholikerabsteigen, überall, wo die Verlierer des Empire ein hoffnungsloses Dasein fristeten schlug der blöde Witz des frustrierten Adeligen wie eine Bombe ein! Dieses schrille, unmusikalische Nachspielen von 50ger bis 70ger Jahre Hits, das die Sex Pistols betrieben pflanzte einen Keim von Hoffnung. Irgendwie hat das Leuten Lebensmut zurückgegeben. Denkende, kreative Individuen, die von unten kamen, die etwas ändern wollten und nicht wussten wie brachte das Geschehen auf neue Ideen. Die Leute aus der sogenannten 68ger-Bewegung hatten langsam fertigstudiert und ihren Platz im System gefunden. Die Alle-sollen-sich-lieb-haben-Ideologie der Hippies hatte ausgedient und die politische Linke tat im Wesentlichen das, was sie immer tut: die redete sich auf wichtigen Sitzungen ein, die Besten der Welt zu sein, es musste nur noch ausgestritten werden, wer von den Besten der Allerbeste sein darf.

    Bands, die auf den Spuren des großen Idols Bob Dylan sich gefunden hatten, jetzt zu einem eigenständigen Stiel gelangt sind, für den es noch keinen Begriff gab, wie die Ramones oder The Clash, Die bekamen jetzt eben das Label Punk. Und die von den Pistols erzeugte Bewegung hörte ihnen zu. Andere Länder Europas zogen nach, Deutschland, Österreich, Italien, Spanien…

    Das, was sich als Punk zusammenfasste, wurde zum inspirierenden Jugendkulturstiel der 80ger Jahre in den imperialistischen Zentren.

    Suffpunks, Politpunks, New Wave, Autonome, alles war irgendwie daheraus hervorgegangen. Aus dem schwarzen Humor eines britischen Aristokraten. Da sag mir noch einer, die Welt ist nicht grotesk.

    Und irgendwann, so Mitte – Ende der 80ger Jahre, da war der Punk auch wieder verschwunden. Ich meine, als Bewegung. Die Musik kam noch aus den Lautsprechern. Einige trugen auch noch die Klamotten. Nachwuchs entstand, der die Klamotten trug. Aber die Hoffnung, die Inspiration – der göttliche Funke, wie ein antiker Grieche es formulieren würde, der war erloschen. Übrig blieb eine Menge verwertbares Material für die Konsumindustrie. Es lässt sich gar nicht genau zeitlich festlegen. Es war ein schleichender Tod gewesen. Man saß wieder alleine vor seinem Bier. Die Verlorensten hingen an der Nadel. Die Autonomen hatten fertigstudiert und ihren Platz im System gefunden. Auf jeden Fall war es einiges vor 89 gewesen.

    IV

    Pussy Riot wird als Punk verkauft.

    Leute, Pussy Riot ist die Verarschung des Punks durch Kommunikationswissenschaftler, besser bekannt als Werbefachleute.

    Sich irgendwie hässlich gestalten, rein gar nichts können und dennoch laut auftreten wird hier zum Punk erklärt. Eine Provokation dort bringen, wo es irgendjemanden weh tut.

    Das sind die zusammengeklauten Attribute eines bstimmten historischen Momentes im Punk. Und in der Geschichte des euro-amerikanischen Imperiums.  Jenes erste In-Erscheinung-Treten der Sex Pistols. Der Auftritt an der Themse zum Jubiläum der Königin. Malcolm Mac Larens Tobsuchtsanfall am Flughafen in New York: „I am Antiamerican!” Sidney mit dem Hackenkreuz-T-Shirt in Paris. Zusammengerührt. Ein Produkt im 2. Aufguss für Moskau ohne begriffen zu haben, dass die Stiche des Original zielgerichtet waren.

    Viele ehemals linke Studenten verdienen heute gutes Geld in der Werbeindustrie. Viele ehemals linke Studenten machen NGO. 1+1=nicht 5.

    Dass Punk ein Synonym für Nix Können aber laut sein ist, das ist sogar nur ein billiges Vorurteil von Kleinbürgern. Jetzt, über ein  viertel Jahrhundert nach der Punkbewegung, kann man mit so etwas hausieren gehen.

    Jeder Stil kennt gute und schlechte Bands. Aber jede Band hat das Bemühen, etwas Unverwechselbares, Eigenständiges zu schaffen. Oder es ist eben ein Industrieprodukt zur reinen Vermarktung seiner selbst oder eines anderen Zwecks.

    Nehmen wir die San Francisco-Punk-Band Dead Kennedys. Was da an Können drinsteckt,angefangen bei der rein virtuos-technischen Fertigkeit der Musiker, dann weiter an spannungsgeladener, differenzierter Komposition der Songs bis zu Intelligenz und Sprachwitz der Texte, das war der Punk, als Punk noch gelebt hat.

     

    DK: "Kill The Poor"

    Efficiency and progress is ours once more
    Now that we have the Neutron bomb
    It's nice and quick and clean and gets things done
    Away with excess enemy
    But no less value to property
    No sense in war but perfect sense at home:

    The sun beams down on a brand new day
    No more welfare tax to pay
    Unsightly slums gone up in flashing light
    Jobless millions whisked away
    At last we have more room to play
    All systems go to kill the poor tonight

    Gonna
    Kill kill kill kill Kill the poor:Tonight

    Behold the sparkle of champagne
    The crime rate's gone
    Feel free again
    O' life's a dream with you, Miss Lily White
    Jane Fonda on the screen today
    Convinced the liberals it's okay
    So let's get dressed and dance away the night

    While they:
    Kill kill kill kill Kill the poor:Tonight

     

     

     

    Der echte Punk war antikapitalistisch und antiimperialistisch. Die wahren Punks hätten Putin eher gemocht. Denn Punks konnten sehr gut erkennen, wie man früher sagte: „wo die Schweine sitzen.“

    • Aber Sting findet die Pussies doch toll. Der war doch auch mal Punkrocker.
    • Äh – meinen sie den Sting, der gegen den Atomkrieg anweint mit explizit rassistisch-russenfeindlichen Sätzen wie: “I hope the Russians love their children too!“-?

    Im heutigen Gib-mir-meine-täglichen-Pussies-RT-Bericht wird ein besonders geistricher Auftritt erwähnt, der daraus besteht, dass eine der Pussies in einem Supermarkt mit einem Tiefkühlhänchen öffentlich mastrubiert.

    Selbst bei der anzunehmenden maximalen Anspruchslosigkeit eines Zeitalters, in dem ein H.M.Broder ein diskutierter Schriftsteller und Dieter Bohlen ein erfolgreicher Entertainer ist, sollte der Begriff darüber, was Kunst sei, nicht ins absolut Beliebige dehnbar sein. Und Punk, ich betone es noch einmal, ist nicht der virtuelle Mülleimer, der herhält um vor Pressekameras  Scheißebauen zur Stilrichtung erklären zu können.

    Dead Kennedys

    Ach so, ihr wollt feministische Frauenpunks und nicht immer bloß die Typen?

    Sagts doch gleich:

    X-Ray Spex: Warrior in Woolworths

     

     

    Noch ein Post Punk Remake eines Clash-Songs Nouvelle Vague: Guns of Brixton

     

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  • Putin und der Votzenaufstand

    Die kaum verkappte Antideutsche Kipping, der für die NATO-Untereinheit tätige Pirat Schlömer und der Spiegelauswurf Augstein, Chef der deutschen Guardian-Niederlassung Der Freitag haben sich kollektiv inszeniert.

    Auf einer Veranstaltung mit dem Titel: "Update oder neues Betriebssystem".Richtig moderner Titel.

    Modern ging es gleich los. Mit betretenem Bessermenschenblick führt Augstein ein, die VA hätte der Top Act der neuen Ausgabe werden sollen, man habe sich aber dann doch für Pussy Riot, zu deutsch: Votzenaufstand, entschieden. Applaus aus dem Publikum.

    Ich habe dann den Artikel gegoogelt. Wie ein James Bond schleicht sich da ein Vertreter von Der Freitag durch Moskau, um die nicht einsitzenden Mitglieder von Pussy Riot an einem konspirativen Ort zu treffen. Eigentlich hätten sie das auch in einer Wohnung von einer der Pussies haben können, aber vielleicht sind die ja obdachlos. Der Feitag glorifiziert sie zu den Heldinnen der Heldinnen, die Putin stürzen werden.

    Sie haben alle Tags, die man braucht, um deutsche Linke zu beglücken: feministisch, KünsterInnenkollektiv, bunt, anrchistisch, antiklerikal.

    Schaut man sich deren Videos an, dann sieht man dümmlich in der Gegend herumschreiende Hampelfrauen mit unkoordinierten Bewegungen, gekleidet in Pornomasken aus der SM Ecke des Beate Uhse Shops. Alles in Allem eine ausgesprochen unästhetische Peinlichkeit. Man fühlt sich an Klischeebilder von Psychiatriepatienten erinnert.

    Obzwar die internationale Presse einschließlich russischer Medien wie RT täglich bemüht ist, die berühmt zu machen, interessiert sich in Russland eigentlich niemand für die. Eine auf RT dokumentierte Solidaritätsveranstaltung bestand aus 3 übergewichtigen Männern mit Bart, die auf ein Gerüst geklettert waren und irgendetwas schrieen, und etwa 30 Kameraleuten und Fotografen, die die Presseaufmerksamkeit organisierten.

    Dafür begeistern sie umso mehr deutsche Linke. Bei einem Großteil der deutschen Linken kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass sie strukturelle Analphabeten sind. Personen, die zwar Lesen und Schreiben können, aber keine komplexeren Texte als BILD-Artikel zu erfassen in der Lage sind.

    Darum können 85% der Linken auch keine Inhalte erfassen, sondern beziehen ihre Ideologie aus Tags. Pussy Riot hat die richtigen. Im Englischen gibt es eine Formulierung um auszudrücken, dass man weiß, wie man jemanden für etwas gewinnen kann: "I know how to push the right buttons", Ich weiß, wie ich die richtigen Knöpfe drücke. Die NGO, die Pussy Riot geschaffen hat, kennt die Knöpfe, die gedrückt werden müssen, um spezielle Linke zu mobilisieren. Die Formulierung des Englischen ist perfekt, um den Vorgang zu beschreiben: mit den entsprechenden Tags die Linken zu aktivieren ist wie einen Apparat per Knopfdruck an und abzuschalten. Pussy Riot sind ein Werbegag, um Linke gegen Putin zu mobilisieren. Dafür ist es egal, ob sich in Russland tatsächlich jemand für sie interessiert. Es geht darum, die politischen Fraktionen des Imperiums gegen Russland zu vereinen.

    Wladimir Wladimirowitsch Putin ist die einzige Einzelperson, die dem Imperium wirklich gefährlich ist. Jelzin war ein vodkasaufender Niemand. Medwedjew eine Schießbudenfigur, die Freunde in der Oligarchie hat.

    Putin ist ein Stratege, politisch patriotisch und konservativ, der sich auf den Geheimdienst und das Militär verlassen kann. Diese respektieren ihn. Den Oligarchen hat er zu verstehen gegeben, dass sie ihn nicht einschüchtern können.

    Natürlich wurde im Fall Michail Chodorkowski ein Exempel statuiert.

    Er war der skrupelloseste und der selbstgefälligste Mafiaboss, der durch Jelzins Nicht-Politik groß geworden ist. Putin hat durch ihn klar gemacht, dass ab jetzt wieder das Gesetz in Russland herrscht und nicht mehr nur das Geld. Chodorkowski, Freund von Bush und Bandar bin Sultan, das trojanische Pferd der NWO in Russland, wurde gestoppt.

    Der Westen hat verstanden. Und Putin macht ihm Angst.

    Westliche Politiker sind für Putin keine Gegner. Sie sind ungebildet, dekadent und verweichlicht. Und sie wisse es. Sie ziehen eine Show ab und wissen oftmals gar nicht wovon sie eigentlich reden.

    Putin hat eine umfassende Bildung genossen. Er verfügt über eiserne Disziplin. Er hat die Welt als Field Agent des KGB kennengelernt.

    Und wenn eines der westlichen Großmäuler ihm zu nahe kommt, reicht für Putin wahrscheinlich ein Telefonat, um dessen schmutzige kleine Geheimnisse auffliegen zu lassen. Wie kam nochmal das Foto von Billie Clinton und den Pornomiezen in die Zeitung? Ganz sicher hat der KGB noch bessere. Sie kam, sie sah, er poppte. Eine kleine Gemeinheit, die große Drohung ausspricht.

    Der Westen dichtet gerne seinen Gegnern etwas an ohne etwas in der Hand zu haben.

    Litwienko sei auf Befehl Putins hin ermordet worden.

    Befassen wir uns mit ihm: Litwienko war KGB Agent gewesen und dann für den FSB in London. Dort wurde er zum Doppelagenten indem er sich auch für den MI5 anheuern lies. Er erpresste russische Geschäftsleute in London, die mit dem organisierten Verbrechen zu tun hatten. Cm’on, der braucht wirklich keinen Putin, um eine kurze Lebenserwartung zu haben.

    Die UdSSR hatte Kremel-Kritiker. Alexander Solschenizyn und Andrej Sacharow etwa.

    Und Russlands Kremel-Kritiker? Ein Ganove und eine Hand voll drogensüchtiger Mädchen. Entsprechend lässt der Kremel-Kritisierte, von der Presse im Ausland auf die Pussies angesprochen, den Gönner raushängen und empfielt eine nicht zu harte Bestrafung. Nicht ohne den Hinweis, dass, hätten sie das, wofür sie angeklagt sind, in einer Moschee gemacht, die Sicheheitskräfte nicht genug Zeit gehabt hätten, ihnen das Leben zu retten.

    Putin hat nicht die Tags, die deutsche Linke extatisch werden lassen. Er hat die Tags, die einer braucht, der sich dem Imperium in den Weg stellt.

     

     

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