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  • Faschismus und Gegenwart

    Die DKP verbreitet einen Text, "Deutsche Zitronen. Wie PEGIDA den Abendland-Fundamentalismus auf den Punkt bringt" der doch angesichts dessen, dass er von einer alteingesessenen kommunistischen Partei verbreitet wird und nicht von einer Schülergruppe aus 15- bis 17-jährigen, etwas befremdet.

    Seine Vorschläge PEGIDA zu begegnen formuliert er folgendermaßen:

    "Wo PEGIDA aufzutreten versucht, sollten wir das aktiv verhindern, wie es sich in den vergangenen Jahren erfolgreich zum Standard gegen Nazis entwickelt hat: in Formen des zivilen Ungehorsams, mit den Mitteln von Platzbesetzungen, Straßenblockaden, der Verhinderung oder mindestens unübersehbaren Störung von Veranstaltungen in Sälen oder unter freiem Himmel. Denn der antiislamische Rassismus hat sich als mörderische Ideologie und Praxis erwiesen. Für ihn darf nirgendwo „Verständnis“ geäußert oder gar mit seinen Vertreter_innen verhandelt werden."

    Das ist genau die Falle, in die man hineinrennen soll, und der Zweck, zu dem PEGIDA kreiert wurde! Eine sich als Antifaschismus selbstdarstellende East Coast – West – Coast – Hip Hop – Prügelei, oder klassischer: Wannabe-Streetgangs spielen Politik, man kraftmeiert auf der Straße anhand eines künstlich geschaffenen Konfliktes ohne irgendein Problem auch nur im entferntesten zu berühren.

    "Für ihn darf nirgendwo „Verständnis“ geäußert oder gar mit seinen Vertreter_innen verhandelt werden." zuletzt ist eigentlich nur großmäulige, verbalradikale  Auftrumpferei, die alleine dadurch lächerlich wirkt, da PEGIDA-Vertreter mit absoluter Sicherheit kein Interesse an "Verhandlungen" mit pöbelnden Linken haben und Vertreter der etablierten Politik sich von Linken nichts vorschreiben lassen.

    (Der Vollständigkeit halber: der Elsässer macht einen auf reach out to the left, was aber wahrscheinlich eher der Erschließung neuer Absatzmärkte für seine Produkte dient; davon ab: nach dem Ende von Lutz Flachmann ist ein Posten als Führer frei geworden, Bewerbungen werden noch angenommen.)

    Das ist umso ärgerlicher und gefährlicher angesichts der unübersehbaren exponentiell ansteigenden Faschisierung europäischer Staaten.

    Faschismus kommt sehr gut ohne Hitler und Antisemitismus aus, ja, kann in der aktuellen politischen Situation beide sogar für sich instrumentalisieren, wie Yatzenjuks Auftritt in der ARD gemeinsam mit den psychopatisch anmutenden Ausfälligkeiten des polnischen Außenministers Grzegorz Schetyna im Zusammenhang mit der Befreiung von Auschwitz auf erschreckende Weise belegen. Glaube niemand, das sei nicht konzertiert!

    PEGIDA ist ein Bestandteil dieser Faschisierung Europas, aber es ist nur ein untergeordnetes Segment, eine Provokation, die auf die in der durch den Verfasser des zitierten Papieres Art und Weise hereinzufallen erst richtig an Kraft gewinnt.

    Geheimdienste befassen sich mit der Analyse der verschiedenen Milieus und wissen sehr genau, wie sie diese links-aktionistischen Knallköpfe in Fahrt bringen können.

    Verwunderlich, dass dem Verfasser das nicht auffällt, da er doch völlig richtig erkennt, dass PEGIDA durch die Medienpräsenz, und wie ich hinzufügen möchte,  Schaumschlägerei der Behörden und Politiker, überproportional hochgekocht wird.

    Dem vom sozialen Abstieg betroffenen oder bedrohten Kleinbürger wirft man den "Islamisten" als Knochen hin und dem unausgegorenen Linkssektierer den realen oder vermeintlichen NAZI.

    PEGIDA ist menschenfeindlich, diskriminierend, erniedrigend und beleidigend! Wenn PEGIDA von "abendländischer Kultur" redet, dann ist das fast Satire, denn PEGIDA ist Ausdruck kultureller Verrohung!

    Hinzu kommt die Frage, welche abendländische Kultur das denn sein soll – die des 30-jährigen Krieges oder die der französischen, britischen, portugiesischen und spanischen Kolonialreiche, die der K&K-Monarchie, die des Russischen Zarenreiches…???? Liste beliebig fortsetzbar, wir sehen, ein homogenes Abendland existierte nie, bestenfalls als romantische Idee in einem Essay von Novalis aus einer Zeit, in der das Wort Essay noch nicht gebraucht wurde.

    Aber wir brauchen gar nicht geschichtsgebildet werden, die EU selbst ist ein perfektes Beispiel, handelt es sich hierbei doch um einen brodelnden Kochtopf, auf den Mutti Merkel mit aller Kraft den Deckel presst.

    In diesem Zusammenhang kann von einer Umwandlung der Faschismen nationaler Prägung in einen Euro-Faschismus gesprochen werden, und schafft es die Linke in dieser Situation nicht, endlich erwachsen zu werden, wird sie als marginales Kolorit darin verschwinden.

    Erwachsen werden bedeutet: das Entwickeln einer politischen und ökonomischen Perspektive, die vermittelbar und realisierbar ist!

    Das setzt aber eine zuverlässige inhaltliche Ausrichtung, ideologische Abwehrfähigkeit und eine Strukturierung voraus.

    In den 35 Jahren, die ich eine deutsche Linke kenne, und bei der ich 18 Jahre davon versucht hatte, mich praktisch einzubringen, war sie gänzlich unfähig, diese notwendigen Grundvoraussetzungen zu erfüllen.

    Sie war gekennzeichnet durch eitle Selbstinszenierung, Überheblichkeit, fassungslos machender Verantwortungslosigkeit und Abenteurertum.

    Fragen, welche hier besonders wichtig werden:

    Warum ist es unmöglich, tragfähige, ausbaufähige politische Arbeit aufzubauen?

    Warum ist es immer so, dass jeder Ansatz, in dem Augenblick, in dem er das Potential erreicht hat, Funktionsfähigkeit entwickeln zu können, durch relativ primitive und durchschaubare Sabotage wieder zunichte gemacht wird?

    Warum kann die Linke keine Akzente setzen sondern läuft immer den neuesten, fremdbestimmten Vorgaben mit überlautem Geschrei hinterher?

    Dass PEGIDA in Ostdeutschland wirksames Potential entfaltet, hat Gründe:

    erstens: die Erwartungen, die mit der Auflösung der DDR und den Anschluss an die BRD verbunden waren, wurden nicht erfüllt und konnten das auch gar nicht;

    zweitens: die Diskreditierung des Sozialismus und seine Gleichsetzung mit der NS-Diktatur ersticken die Fehleranalyse und die Suche nach alternativen Wirtschaftsmodellen jenseits des Kapitalismus bereits im Keim.

    Klassischer Bestandteil des Faschismus ist es, ein in-Frage-stellen des Wirtschaftssystems zu unterbinden, indem eine virtuelle Volksgemeinschaft beschworen wird, die, ist sie nur erst einmal verwirklicht, alle Probleme löst.

    PEGIDA auf primitive Ausländerfeindlichkeit zu reduzieren ist falsch, das ist sogar eher sekundär, primär ist die positive Ausrichtung, die sich in Elsässers ständig wiederholten de Gaulle-Zitat vom "Europa der Vaterländer" hervorragend ausdrückt.

    Nehmen wir als Richtwert, seit wann ein "Europa der Vaterländer" die Arena der Geschichte betreten hat, so setzte ich hier Karl den Großen. Das mag historisch-wissenschaftlich zweifelhaft sein, da ein "Europa der Vaterländer" Ergebnis des Zerfalls des römischen Reiches war, aber man kann es als Richtwert darum setzen, da durch Karl dem Großen eine Art Neuordnung des Territoriums eingeleitet wurde.

    Nun hat dieses Europa der Vaterländer uns genau dort hin gebracht, wo wir heute sind, da ja die Gegenwart immer das Gesamtergebnis der Vergangenheit ist, und wir erkennen: eine romantische Rückbesinnung auf irgendeinen Zeitpunkt der Vergangenheit mag als private Marotte ja angehen, als politisches Konzept ist sie eine Geistesverwirrung. Sie ist noch kein Faschismus, beinhaltet aber die Gefahr des Faschismus, sie ist noch nicht gewalttätig, beinhaltet aber zwangsläufig die gewaltsame Umgestaltung der Gesellschaft anhand einer Phantasie, die keiner Realität standhalten kann.

    In der Ukraine kann ein derartiger Prozess derzeit praktisch beobachtet werden. Und ebenso kann anhand der Ukraine praktisch erkannt werden, dass keine Lösung irgendeines Problems darin enthalten ist: man friert, hungert, ängstigt sich, fällt im Krieg, arbeitsemigriert eben als Ukrainer, das war's.

    Das Beschwören der Volksgemeinschaft auf dem Majdan und das Beschwören der Volksgemeinschaft durch PEGIDA sind ein und die selbe Sache, angepasst an die jeweiligen nationalen Unterschiede, und haben beide ein virtuelles Europa als gemeinsames Abgrenzungsmoment gegen den Rest der Welt.

    In der Ukraine bezieht das "Ukrainertum" seine Definition aus der Abgrenzung zum "bösen Russen", das "Deutschtum" aus der Abgrenzung zum "bösen Moslem", ein linker Gegenreflex, wie er durch das Papier, welches Anlass dieses Artikels hier ist, zum Ausdruck kommt, verwirklicht aber exakt den gleichen Mechanismus: hier ist es eben keine Religion oder Nationalität, über das die eigene Gemeinschaft konstituiert wird, hier ist es eine vermeintliche eigene, "linke" "moralische Überlegenheit" über den moralisch minderwertigen Rassisten, beschränkt sich auf die Verteufelung, erkennt keinerlei Ursachen und Determinanten und hat letztendlich keinerlei Lösung außer eine brutale, gewalttätige Repression anzubieten.

    Man/frau rechtfertigt die Sucht, Repression auszuüben, aus Parolen wie "Kein Fußbreit den Faschisten" und "Keine Toleranz gegenüber der Intoleranz", und schwindet PEGIDA dahin, findet man einen neuen Feind, der taugt, seine Reflexe wiederzubeleben, entwickelt aber kein Konzept, das über den Appell an die herrschende Klasse, doch bitte netter zu herrschen, hinausgeht.

    Nun ist es aber so, dass die herrschende Klasse, selbst wenn man unterstellt, sie beinhalte eine Anzahl Individuen, die von sich aus eh lieber netter herrschen würden, der Realität nur folgen, aber sie nicht zwingen kann, weil der Kapitalismus das strukturell gar nicht zulässt.

    Kapitalismus produziert nicht Krieg, er ist Krieg!

    Ein wunderbares Beispiel liefert uns derzeit China!

    Jeder Marktanteil, den China erobert, ist ein Marktanteil, den der Westen verliert. Jeder Gewinn, den China einfährt, bedeutet für den Westen Verlust.

    Im Kapitalismus bedeutet de Nutzen des einen den Schaden des anderen und umgekehrt, und da sich jeder selbst der Nächste ist können Probleme innerhalb des Kapitalismus nicht überwunden, im besten Falle nur verwaltet, werden.

    Für die Bevölkerung bedeutet das: jeder chinesische Arbeiter, dem es besser geht, ist ein westlicher Arbeiter, dem es schlechter geht oder umgekehrt!

    Westlicher Wohlstand ist das Ergebnis gnadenloser Unterdrückung, Aufrechterhaltung des Elends und Ausplünderung in den imperial beherrschten Teilen der Welt.

    Globalisierung ist ein Imperialismuskonzept, das beinhaltet, sich diese Elenden und Unterdrückten als Absatzmärkte für die westlichen Konzerne zu erschließen.

    Da der "freie Markt" nicht verhindern kann, dass die Wirtschaftseinheiten dieser Länder selbst als Konkurrenten in die Arena steigen,  müssen marktfremde Hebel angesetzt werden. Der Sanktionskrieg gegen Russland ist so ein marktfremder Hebel, der sich aber vor allem in einer Schwächung Europas und einer Stärkung Chinas auf dem Markt ausgewirkt hat.

    Da es dem Westen zum ersten Mal seit 1945 nicht gelungen ist, den Gegner durch solche marktfremden Hebel einzuschüchtern, ist eine neue Situation entstanden, eine Verschiebung der Machtverhältnisse im Wirtschaftskrieg, welche die Vorherrschaft der westlichen Konzerne ernsthaft bedroht.

    Da Kapital entweder monopolisiert oder zerfällt, werden die Bandagen des Vorherrschaftskampfes zunehmend härter, bis sie die härteste Form, den Versuch der gnadenlosen militärischen Vernichtung des Gegners, erreichen.

    Faschismus ist das Zusammenschweißen der eigenen Bevölkerung hinter der eigenen Frontlinie und das Aussondern der Gegenkräfte bis hin zur Ausmerzung der Gegenkräfte. (Kein Widerspruch zu Georgi Dimitroff, sondern eine spezifizierende, zusätzliche Formulierung.)

    Gegenwärtig befindet sich der Euro-Faschismus in der Experimentierphase. In dieser ist PEGIDA ein Laborversuch.

    Die Kampagne 2013, die Bevölkerung gegen den "bösen Russki" zu mobilisieren, scheiterte kläglich. Das Ergebnis war eigentlich eher, Sympathie für den angezielten Feind zu erzeugen.

    Der Schuss gegen Russland hatte sogar einen fatalen Rückstoß: nicht Moskau wurde als Feind gebrandmarkt, sondern die FED!

    Nun greift das natürlich bei weitem zu kurz, die FED ist ein Projekt innerhalb der imperialistischen Struktur, das nötigenfalls auch ausgetauscht werden kann, aber es weist in die richtige Richtung.

    Dass eine Umstrukturierung mit erheblichem Aufwand verbunden ist erkenne ich daran, dass die FED mit der Propaganda beschützt wird: "Kritik an der FED ist Antisemitismus".

    ISIS – PEGIDA – Paris ist ein Strategiewechsel, der es ermöglicht, die Aggression gegen Russland und China fortzusetzen, aber die Verwirrung der Bevölkerung in eine andere Richtung zu lenken. Die Leute werden, anfällig gemacht durch langjährige Hetzkampagnen via Fernsehen, Radio und Printmedien, wie Hunde vor den Schlitten gespannt!

    Dass die Aggression gegen Russland und China zunehmen wird hat Obama in seiner letzten State on Union-Rede unterstrichen: sein Jubel über den Schaden, den der Westen in Russland anrichten konnte ebenso wie die Ankündigung, China wolle die Regeln für Asien schreiben, aber es sollen die USA sein, die es tun werden, ist klare Kriegsrhetorik!

    Viele Analysten sagen, man solle jetzt nicht zu schwarz malen, einen heißen Krieg gegen Russland und China wird der Westen nicht führen, die Dinge bewegen sich in Richtung einer multipolaren Welt.

    Euer Wort in Gottes Ohr, aber nein: sie gehen so weit! Die berühmten 1% werden kein Einsehen haben, dass sie Machteinbußen verkraften müssen! Sie behalten es sich als letzte Option vor, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, als "Ultima Ratio", wie der Bundesgaukler es nennt, sobald ihnen andere Ideen ausgehen, tun sie es! Und natürlich hoffen sie darauf, einen Angriff des Gegners provozieren zu können um die Hände in Unschuld zu waschen, denn wie heißt es sinngemäß in dem alten SF-Klassiker "Der Tag an dem die Erde unterging": "Die sind bereit, die Welt in die Luft zu sprengen, wenn es nur möglichst profitabel ist!"

    Das Eskalationspotential, welches die Stellvertreterkriege in Syrien und Ukraine beinhalten übersteigt erheblich, was wir aus der Zeit des sogenannten Ost-West-Konfliktes kennen. Russland kämpft nach der Kutusow-Methode (kann in Tolstois "Krieg und Frieden" studiert werden, ich empfehle die Neuübersetzung von Barbara Conrad) und noch ist genug Zeit, Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

    Im Umgang mit PEGIDA ist es also essentiell, etwas mehr Gehirn zu investieren, als es für Cowboy&Indianer-spielen nötig ist! Ich sagte es schon, sich ihnen gegenüber als selbsternannter Bessermensch aufzuführen und auch noch übergriffig zu werden, macht einen zum Ochsen, der von den Strategen des Imperiums am Nasenring durch die Arena geführt wird.

    Aktuell, soweit ich den Überblick habe, verfügt die deutsche Linke weder über Kapazitäten Gegenmacht auszuüben, die imperiale Aggression auszubremsen, noch über Konzepte, dem wirtschaftlichen Niedergang weiter Teile der Bevölkerung entgegenzuwirken.

    Diese beiden Dinge sind aber die einzige Medizin, die sinnvoll wirken kann!

    Die glorreiche "friedliche Revolution" Deutsche Wiedervereinigung, das war nur ein Taschenspielertrick: den Bürgern der wirtschaftlich schwächelnden DDR den Anschluss an die wirtschaftlich omnipotente BRD versprechen nennt man heute Geopolitik.

    Den Menschen eine Perspektive aufzuzeigen, die sie als realistisch wahrnehmen und aufgreifen können, das ist die wahre Kunst des Revolutionärs!

    Im Prinzip eine Aufgabe, der sich die DKP annehmen könnte, wenn sie es nicht zufrieden ist als Museumsstück linker Geschichte unherzuspazieren.

    Die Linke sollte anstatt ein Punks&Skins-divided-Revival zu versuchen nach Gründen forschen, warum es ihr nicht gelingt, das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen!

    Und sich "Winters Bone" angucken. Echt geil, der Film!

     

     

     

     

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  • Die unterste Schublade kann jetzt wieder geschlossen werden

    Sehr lange währte sie ja nicht, die politische Karriere des IM VS  (inoffizieller Mitarbeiter des Verfassungsschutzes) Lutz Bachmann.

    Vom hoffnungsvollen Anführer einer neuen Volksbewegung:

    (hier Archivbild)

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    An Leib und Leben bedroht von echt fiesen Typen wie dem da:

    (F-ahndungsfoto des BKA)

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    ging es dann doch recht rasch zum traurigen Abschied im Winter:

    eric-cartman-hitler-12

    Obwohl inzwischen Bilder von Ausländerinnen aufgetaucht sind, die von besorgten Bürgern in Flagranti beim heimlichen Konspirieren zur Zersetzung des deutschen Volkes in einer Hartz4-Villa erwischt wurden:

    pretty-little-liars-wallpapers-4

     

    Jetzt kann man sich ja wieder ein paar ernsthaften Themen zuwenden, wie etwa der Niedertracht unseres Bundesaußenministers Frank-Walter "von Ribbentrop" Steinmeier.

    Man beachte die Böswilligkeit in seinem Statement: er spielt den besorgten Diplomaten über das "erneute Aufflammen der Gewalt" und jubelt im Sprachgebrauch den Volksrepubliken des Donbass Aggression zu: so erwähnt er "6 Tote auf der ukrainischen Seite", was definitiv nur gefallene Soldaten oder Mitglieder der Faschistenregimenter sein können:

     

    Er erklärt damit die Angreifer zu Opfern!

    Er bejammert, die "Konfliktparteien" seien "nicht Willens oder nicht in der Lage" die Minsker Vereinbahrungen umzusetzen, obwohl er Chefdiplomat genau einer der Regierungen ist, welche die "ukrainische Seite" mit Waffen und Propaganda versorgen!

    Dann kitscht er irgendetwas vom "Preis", den "die Menschen in der Region" zahlten, und just schiebt er wieder Russland die Schuld in die Schuhe und täuscht darüber hinweg, dass die Menschen im Donbass Widerstand gegen die Freunde Steinmeiers in Kiew leisten!

    In Kurz: ich hoffe, es wird nicht mehr lange dauern, bis dieses idiotische PEGIDA-Thema durchschaut ist, als das, was es ist: ein Ablenkungsmanöver von den realen Problemen!

    Und natürlich nicht alleine von den außenpolitischen Schwierigkeiten des Imperiums, sondern ebenso von der arbeiterfeindlichen Wirtschaftspolitik im Innern.

     

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  • Mutti soll es richten

    Der seit langem angekündigte Generalangriff auf den Donbass hat begonnen.

    Da Arsenj Yatz der Fratz Yatzenjuk erst vor kurzem in Berlin war und über das deutsche Fernsehen dem deutschen Publikum seine nationalsozialistischen Ansichten unkommentiert in das Wohnzimmer speiben durfte und er 1 1/2 Milliarden € an Zusagen erhalten hatte gehe ich davon aus, dass es mit Teilen der Regierung Merkel so besprochen war.

    Ich gehe davon aus, dass Die Linke aus derartigen Gesprächen und Entscheidungen ausgegrenzt wird – auch wenn festzustellen ist, dass Die Linke nur mehr eine Mischung aus antideutscher Ideologie und Sozialdemokratismus ist, ich denke das wäre dann doch ein Schritt inhaltlicher Korruption zu weit für den Platz an Merkels Tafelrunde, mittelfristig halte ich es allerdings nicht für ausgeschlossen, bedenkt man, dass vor allem die GÜNEN Deutschlands Russenschlächter No.1 sind und die Etablierung der Faschisten in Kiew stark der Unterstützung durch die GRÜNEN zu verdanken ist; es GRÜN ist, die NAZIs auf dem Territorium der ehemaligen UdSSR als bürgerbewegte Demokraten darzustellen und den Atlantik-Brücken-Propagandist Andreas Umland als Anstreicher für Wissenschaftlichen Touch zu nutzen – und Die Linke sich den GRÜNEN mit Vorliebe anbiedern.

    NAZIs und Anstreicher haben in der wissenschaftlichen Verklärung ideologischer Gesichtspunkte Tradition, bedenkt man dass die nationalsozialistische Rassentheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität zu München bedeutendes Forschungsthema war und man dort zufällig stets zu "wissenschaftlichen Ergebnissen" gelangte, warum die Juden Untermenschen und die Theorien des Estländers Alfred Rosenberg unumstößliche Wahrheiten seien.

    Es gibt leider zu viele Trottel auf der Welt, denen man mit dem Wort "Wissenschaft" zu jedem Thema ein "oh" und ah" entlocken kann.

    Auffällig ist der Zeitpunkt der Kiewer Völkermordinitiative!

    Erst die Betteltour des NAZIs Yazenjuk.

    Dann Poroschenkos Ankündigung der "Endlösung der Donbassfrage" noch 2015.

    Deutsche Konzernmedien haben sich besonders mit dem Einpeitschen der deutschen Bevölkerung zu Gunsten der NAZIs in der Ukraine unbeliebt gemacht.

     

    Plötzlich tauchte ziemlich genau ein Jahr nach dem Beginn der Putschkampagne in der Ukraine in Deutschland diese merkwürdige PEGIDA-Bewegung auf.

    Aus heiterem Himmel  wird  Paris von 2 Anschlägen heimgesucht, die militärisch sinnlos, propagandistisch ausschließlich für die Interessen des Westens nutzbar sind, die Angst und Schrecken unter der Bevölkerung erzeugen aber politisch und militärisch Verantwortliche des Westens zur Gänze ungeschoren lassen, und last but not least  derart Wasser auf die Mühlen von PEGIDA spülen, als seien sie extra dafür bestellt worden.

    Die Bestellung kam natürlich nicht von PEGIDA. Dieser sonderbare Verein selbst ist nur eine Massen-Verwirrung.

    Aber beide, PEGIDA und Paris, standen sichtlich auf dem selben Bestellzettel.

    Dass PEGIDA keine spontan aus dem Volke heraus entstandene Bürgerbewegung ist, machte der gestrige Montag 20.Janunar deutlich.

    Auf einmal steigt Koks-Lutz Bachmann zum Anschlagsziel auf. Ja glaubt denn wirklich jemand, Organisationen, die im Krieg zwischen USA und Russland stehen, würden sich für so einen kleinen Windelpupser interessieren?

    Wie Charlie Hebdo zum Theaterdonner einer Selbstinszenierung der Presse und der Politiker als Kämpfer für das "freie Wort" gelang, so nutzt man dieses nun für den Posaunenchor der "Demonstrationsfreiheit", die so heilig wäre, dass sie unbedingt mit Bundespolizei ind möglicherweise auch Bundeswehr abgesichert werden müsse.

    Und dieweilen Straßen in ganz Deutschland zu Hühnerställen werden, auf denen sich PEGIDA und AntiPEGIDA tummeln, startet die Offensive zur Endlösung der Donbassfrage.

    Bedenkt man, dass diese PEGIDA angeblich gegen die Regierungspolitik gerichtet sei und taube Ohren von Politikern öffnen soll, kann man sich über deren Forderungskatalog eigentlich nur verwundert die Haare raufen!

    (zu finden auf YouTube als:

    Pegida-Absage: Pressekonferenz Teil 1 – Statements von Bachmann und Oertel am 19.01.2015

     

    Der klingt ja 1:1 wie von Otto Schily, Hans-Peter Friedrich und Thomas de Maizière während eines Saufabends in Steinmeiers Villa verfasst!

    Wo ist denn da bitte ein einziges Komma, das nicht längst in höchsten Regierungskreise Thema ist?

    BESTE VERFASSUNGSSCHUTZSCHULE! Das ist das einzige, was mir dazu einfällt!

    Was diese Leute als Forderungen von unten simulieren sind nichts anderes als Forderungen, die seit geraumer Zeit vom Innenministerium erhoben werden, angereichert mit einer Positionierung zu Russland, wie sie den Wünschen der deutschen Wirtschaft entspricht!

    An dieser Stelle kann ich nicht anders, als vor meinem Feind, dem Verfassungsschutz, anerkennend den Hut zu ziehen: Das hinzubekommen, die Ziele des Innenministeriums als Forderung von unten an die Regierung auf die Straße zu bringen, da sagt mir der blanke Sportsgeist: Alter, das verdient wirklich Applaus ob der technischen Raffinesse ebenso wie der Befähigung, den Coup umzusetzen!

    Pflicht und Kür: volle Punktzahl!

    Dann hört man noch Geheule, dass zu wenig deutsche Kultur übrig sein würde.

    Ja Leute, wie blöd seid Ihr?

    WENN DIE HERR(FRAU)SCHAFTEN DEUTSCHE KULTUR HABEN WOLLEN, DANN MÜSSEN DIE HEER(FRAU)SCHAFTEN DEUTSCHE KULTUR EBEN LEBEN UND NICHT ZU MAMI MERKEL UNTER DEN ROCK KRIECHEN UND HOFFEN SIE SCH…ST DEUTSCHE KULTUR DORT AUS!

     

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  • Fazit warum ich keine Zweifel habe, dass Paris ein Werk der EU ist

    2014 war ein Jahr der gnadenlosen Offensive der westlichen Allianz EU und USA, es war aber auch ein Jahr der fatalen Niederlage dieser Allianz.

    Die Eroberung der Ukraine war eine 3-fache Niederlage:

    Das militärische Ziel, die Krim in einen NATO-Stützpunkt zu verwandeln ist gescheitert.

    Russland in einen selbstmörderischen Krieg mit der Ukraine hineinzuziehen ist gescheitert.

    Die Kosten der EU Assoziierung der Ukraine Russland aufzubürden ist gescheitert.

    Stattdessen hat man ein restlos bankrottes, riesengroßes Land mit einer Bevölkerung, die Versprechen eingelöst sehen will und einer Herrschaftsclique bis auf die Knochen korrupter, gänzlich unfähiger und psychisch instabiler Egomanen an der Backe, welches sich im inneren Kriegszustand befindet.

    Dabei war das vollkommen unnötig, die Ukraine wäre durchaus zu erhalten und wirtschaftlich stabilisierbar gewesen.

    Man hat darauf gesetzt, Russland mittels Sanktionen einschüchtern zu können, was ebenfalls in die Hose ging, nun hat man zu den Kosten, die die EU-Assoziierung der Ukraine verursacht noch die Ausfälle aus dem Russlandgeschäft zu tragen.

    Frankreich hat es dabei besonders hart erwischt. Dieses Land balanciert seit Jahren an der Kippe in den ökonomischen Abgrund entlang, nun wird der lukrative Mistral-Deal zum Todesstoß – liefert Frankreich nicht aus, wird es das Geld plus einer saftigen Strafe an Russland zurückzahlen müssen und bleibt auf den fertig gebauten Schiffen sitzen; zusätzlich ist der Ruf als US-Knecht dermaßen bestätigt, dass niemand mehr solche Aufträge an Frankreich vergibt, da man ja immer damit rechnen muss, das Hündchen tanzet nach des Washingtoner Herren Pfeife, so sehr, dass es auf Geheiß die Hand beißt, die es füttert.

    So jemanden klopft man mitleidig auf die Schulter und wendet sich ab.

    Im Gegenzuge wirkte sich die Ukraine-Geschichte in einen kräftigen Motivationsschub, das BRICS-System voranzubringen, aus.

    Diese unter einem ewigen Schlendrian leidende Idee hat in vieler Hinsicht real Gestalt angenommen.

    Russland reagierte mit einer makroökonomischen Umorientierung auf die wirtschaftskriegerische Aggression des Westens, was mit Schwierigkeiten verbunden ist, aber eine optimistische Perspektive eröffnet.

    Der Einbruch des Ölpreises zwingt Russland, eine neue Kalkulation des Haushaltes vorzunehmen, erschwert Investitionen, für die USA aber bedeutet es katastrophale Auswirkungen auf die eigene "Öl-Offensive".

    Ich erinnere daran, dass Russland in Dollars gerechnet eine Summe von etwas 20,00$ aufwenden muss um ein Barrel zu fördern, die USA aber im Durchschnitt 75,00$. Bei einem Preis von 41,00$, um den heutigen Wert zu nehmen, macht Russland zu wenig Gewinn, die USA gewaltige Verluste!

    In der Tat gewinnt man den Eindruck, dass Saudi Arabien getreu dem Motto "Beim Geld hört die Freundschaft auf" sein eigenes Spiel spielt und den Versuch der USA, führende Ölmacht zu werden, sabotiert.

     

    Ein Color-Revolutions-Angriff auf China via Hongkong gerann zum Schuss nach hinten: die erhoffte Tjenamen-Lösung blieb aus, die Studenten haben sich in der Stadtbevölkerung so unbeliebt gemacht, dass die Polizei sie vor der Wut der Anwohner schützen musste und im Endeffekt wurde es zur Beweisführung, wie stabil der gegenwärtige chinesische Staat ist.

    China hat die USA als führende Wirtschaftsmacht überholt und zahlreiche Länder setzen darauf, in China einen besseren Partner als die USA zu finden um die Defizite der eigenen Ökonomie aufholen zu können.

    In Brasilien konnte sich trotz massiver Unterstützung der Gegenkandidaten durch die USA Dilma Rousseff bei den Wahlen durchsetzen, so, dass vermieden wurde, Brasilien als Spaltungsinstrument innerhalb der BRICS verwenden zu können.

    Die ISIS-Kampagne ist ein besonderes und kaum durchschaubares Kapitel.

    Syrien konnte sich in dem seit 2011 andauernden Krieg trotz zeitweiliger starker Gebietsverluste durchaus behaupten und die Allianz Hisbollah-Iran-Syrien erscheint gestärkt, nicht geschwächt.

    Der Irak hingegen versinkt vollständig im Chaos.

    Das Aufkommen von ISIS lässt mehrere Interpretationen zu.

    In diesem Zusammenhang hier ist wichtig, dass ISIS von den Pionieren des freien Wortes, also der westlichen Konzernpresse, genutzt wurde, das Schreckgespenst von der muslimischen Gefahr, erneut hochzukochen.

    Es war völlig absurd, zu beobachten, dass die gleichen Leute, die gegen Syrien unterstützt werden im Irak zum Inbegriff allen Bösen stilisiert werden.

    Auffällig war vor allem für mich auch, dass die Partei Die Linke unter Führung Gysis einen Vorstoß wagte, auf Kriegskurs einzuschwenken.

    Wir können hier einen ersten Anlauf des Bundestages bemerken, den deutschen Staat der Bevölkerung gegenüber als imperiale Kriegsmacht im Konsens auftreten zu lassen.

    Ich sage bewusst, der Bevölkerung gegenüber. In Deutschland gilt die Definition "Demokratie bedeutet, politische Entscheidungen dem Bundestag zu überlassen", und was das Auftreten im Zusammenhang mit ISIS sagt, ist: Angesichts einer solchen Bedrohungslage ist der maximale nationale Konsens nötig, der in einem All-Parteien-Beschluß seinen Ausdruck findet.

    Da mag der eine oder andere Bürger vor seinen Rechner oder Bier sitzen und grummeln, durch die administrative Konstruktion des Staates ist er ausreichend entmündigt um keinen Einfluss nehmen zu können.

    Auch wenn die Partei Die Linke rasch einen Rückzieher machte blieb doch haften, dass sie in einem Rahmen von "Verteidigung des Abendlandes gegen die Bedrohung durch islamistische Barbarei" diese Grenze überschritten hatte.

    Den Zusammenhang zwischen dem unter verschiedenen Labels auftretenden Wahabismus und Saudi Arabien legt "Ein Parteibuch" hier ausführlich dar:

    https://nocheinparteibuch.wordpress.com/:was-die-massenmedien-zum-charlie-hebdo-terroranschlag-verschweigen-wahhabismus-takfirismus-und-saudi-arabien

    Es kann durchaus angenommen werden, dass ISIS und die Kurden für einen Stellvertreterkrieg zwischen dem Wesen und Saudi Arabien um die Vorherrschaft in der Region und auf dem Ölmarkt zumindest genutzt werden, jede Seite versorgt ihre Bauernarmee mit Waffen und Logistik.

    Es ist so etwas wie ein Armdrücken, in dem beide Parteien selbst ungeschoren bleiben aber die Reichweite ihres Einflusses darlegen können, wobei natürlich die direkt beteiligten, Kurden, Irak, Syrien erheblich Schaden nehmen.

    In diesem Zusammenhang scheint es mir wichtig festzuhalten, dass der sogenannte "Arabische Frühling" als Farben- und Blümchen-Revolution mit dem Ziel der Vereinheitlichung mit dem Westen eingeleitet wurde, aber genau am Islam scheiterte!

    Die normalen Leute waren nicht bereit, ihre Religion mit "Freiheit und Demokratie" westlicher Prägung  einzutauschen, sie waren für die Erweiterung ihrer Tradition um eine selbstentwickelte "Freiheit und Demokratie" offen; im Endeffekt mündete der "Arabische Frühling" in eine immense Ausdehnung des saudischen Einflusses!

    (Die Rolle der Türkei wäre wichtig im Kontext des "Arabischen Frühlings" auszuführen, aber für das, was ich hier sagen will, spielt sie nur eine untergeordnete Rolle, weshalb ich sie in diesem Artikel vernachlässige, ebenso ist Libyen ein Sonderfall, der hier auch nicht detailliert besprochen werden braucht.)

    Der Erfolg von ISIS schadet dem Westen zunächst kaum, lässt sich aber gut verwerten.

    ISIS ermöglicht erneut den militärischen Zugriff auf das "Krisengebiet", sprich die Ölregion.

    ISIS ermöglicht zum Anderen innerhalb des EU-Raumes und den USA der Presse darzulegen, warum nun aktiv geblieben werden muss und greift auf den alten 9/11-Feind zurück ohne die Narrative von den "demokratischen Revolutionen" und dem Befreiungskampf gegen Assad zurücknehmen zu müssen.

    ISIS ermöglicht es den Politikern und Geheimdiensten, einen neuen Zugriff auf die Region des "Arabischen Frühlings" zu versuchen und dabei den bisherigen Fehler, das westliche System implementieren zu wollen, zu vermeiden.

    Man kann die Partnerschaften von "pro-westlich versus Islam" auf "gemäßigrer versus radikaler Islam" verlegen.

    Nach einer lang anhaltenden Kampagne gegen ISIS ist das Attentat zu Paris als Zugriffspunkt quasi ein Geschenk des Himmels, denn hier kann man sich jener Mehrheit im Islam anbiedern, welche die wahabitische Aggression zurückweisen.

     

     

    Endgültig bricht das Narrativ für mich zusammen an der Person Hayat Boumeddiene!

    Im Zusammenhang mit Wahabismus macht der Charakter Female Fighter nicht den mindesten Sinn.

    Wir wissen zwar von Frauen, die sich in Syrien und Libyen den Dschihadisten angeschlossen haben, aber als Ehefrauen, nicht als Kriegerinnen.

    Wir kennen aber unter Araberinnen diesen Charakter!

    Im arabisch-sozialistischen Befreiungskampf spielten die Frauen eine bedeutende Rolle.

    Europaweit sind Palästinenserinnen gut im Gedächtnis, Namen wie Leila Khaled stehen in den Geschichtsbüchern.

    Franzosen erinnern sich sicherlich noch an die Frauen des algerischen Befreiungskrieges.

    Eine wichtige Funktion des Wahabismus besteht genau darin, alles zu zertrümmern, was die arabischen Sozialistinnen erkämpft hatten.

    Eine Algerierin, die "bewaffnet und gefährlich" ist, die kennt man in Frankreich und man kennt die Frauen der RAF, die so getaggt wurden, ebenso die Frauen der Action directe oder der belgischen CCC.

    Man kennt die Frauen aus dem baskischen Untergrundkampf.

    Die entsprechende Bildfolge ist ein bekannter Klassiker:

    3-format14

    – das Fahndungsplakat, aber in unserem Falle hier völlig sinnlos, da die Männer getötet sind und die Frau seit 2.Januar nicht mehr in Frankreich ist.

    Dabei ist sie völlig normal, wie jede Touristin, mit ihrem eigenen Pass per Flugzeug in Begleitung eines Mannes, der ebenfalls wie ein gewöhnlicher Tourist wirkt, nach Istanbul gereist.

    Insgesamt kommt mir das so vor, als wolle man ein Bild reaktivieren, das im Unterbewusstsein der Menschen zwar gespeichert ist aber seit über 20 Jahren nicht mehr aktuell.

    Ein weiterer wesentlicher Punkt fiel mir im Nachhinein auf: ASR weist darauf hin, dass Amedy Coulibaly GEFESSELT war!

    Mir war das nicht aufgefallen, weil ich diese Snuff-Videos von mir aus nicht mehr gucke. In diesem Falle war es aber für die Überprüfung sinnvoll.

    Erst das Bild von ASR:

    HebdoCoulibalyMord2

    Und jetzt der Ablauf im Video:

    Ohne jeden Zweifel ist es nicht so, wie die Presse behauptet, er würde mit gezogener Waffe herausstürmen, sondern er hat gefesselte Hände!

    Wie kann jemand mit gefesselten Händen stundenlang eine Geiselnahme durchführen?

    Warum überhaupt ein jüdisches Lebensmittelgeschäft?

    Die Antwort gab Netanjahu: "Juden kommt nach Israel, in Frankreich seid ihr nicht sicher!"

    Und natürlich ist der Angriff auf ein Lebensmittelgeschäft ein Angriff, der jeden treffen kann und konnotiert mit rassistischem Antisemitismus gegen Juden. Niemand außer Israel hat hiervon einen Nutzen!

    Ähnliche Aktionen fanden1950 im Irak statt, von denen mittlerweile bewiesen ist, dass sie vom Mossad ausgeführt worden sind, um eine Bedrohungslage für die Juden im Irak zu erzeugen, mit dem Ziel, dass sie nach Israel übersiedeln. Der Mossad selbst hat es zugegeben, erst seit wenigen Jahren wird es von Vertretern des israelischen Staates wieder bestritten. Das ist jetzt aber nicht wichtig, wichtig ist: ein jüdisches Lebensmittelgeschäft wird angeblich von einem gefesselten Mann okkupiert, die Personen darin als Geiseln gehalten, der Mann wird mit zahllosen Kugeln durchsiebt  und Bibi präsentiert die Lösung: französische Juden für Israel! – nur 2 Monate nachdem das französische Parlament den Staat Palästina anerkannt hat.

    Kurz: das Ereignis ist insgesamt, so wie die Presse es erzählt, perfekt wie auf Bestellung, wenn man von der politischen Misere der EU und des Westens ausgeht.

    Geht man von "Al Kaida im Jemen" aus oder von einer Aktion, welche die Presse zwingen soll, sich weniger aggressiv feindselig zu verhalten, ist es die sinnloseste Aktion, die man sich vorstellen kann, da ja von vorne herein absehbar ist, dass sie zurück schlägt.

    Auch bei "Islamisten" ist anzunehmen, dass sie, wenn sie wirklich eine Kommandoaktion in Frankreich durchführen wollen, nur eine solche durchführen, die einen strategischen Nutzen beinhaltet.

    "Wir haben den Propheten gerächt" ist schlicht Blödsinn.

    Brutale Massaker in Syrien oder Irak können im Rahmen von Vertreibung und Landnahme gesehen werden. So brutal die Wahabiten des Islamischen Staates auch vorgehen, die Grausamkeiten dienen keinen Selbstzweck sondern der Durchsetzung des Machanspruches. Würden sie in Frankreich einen Angriff führen wollen, dann wäre auch dieser an dem Ziel ausgewählt, was der Durchsetzung eines Machtanspruches nutzt und nicht blindwütiger Terror.

    Wem nutzt der Anschlag auf Charlie Hebdo?

    Die EU alles, die Wahabiten nichts!

    Der Ablauf enthält zudem zahlreiche Fehler, die unmöglich in einer geplanten Kommandoaktion vorkommen können.

    Perso im Fluchtauto, gefesselte Hände, ich kann mir vorstellen, dass die Strategen hinter dem Ereignis übersehen hatten, dass Hayat in die Türkei gereist war und ihre Hexenverbrennung eigentlich im Plan vorgesehen gewesen ist. Eine Zeugin sollte sicher nicht überleben. Nun ist die Sache erledigt, indem sie weltweit als "gefährlichste Frau Frankreichs" gejagt wird und ohne jede Chance, sich zu artikulieren.

    Geht man die Foren der Hobby-Terroristen-Jäger durch, findet man sehr schnell die, nach meiner Auffassung angestrebte, Wirkung der Einführung der weiblichen Terroristin heraus: man ist sich dort einig, dass Frauen sich hinter der Verschleierung verstecken können und somit besagte Tracht eine perfekte Tarnung machte.

    Das hat noch den besonders gefährlichen Nebeneffekt, dass islamisch gekleidete Frauen zu Freiwild erklärt werden, da ja hinter jedem Schleier eine Terroristin versteckt sein kann.

    War die bisherige Propagandalinie, den Generalverdacht gegen die Männer anzuführen und die Frauen als Opfer darzustellen, so wird nun der Generalverdacht auf die Frauen ausgeweitet.

    Die Offensive 2014 hat das Zusammenleben auf diesem Planeten erheblich beschädigt. Aber entgegen aller Presse-Erzählungen hat sie das Imperium mehr geschwächt als gestärkt.

    Man hat seine Probleme vergrößert und der Widerstand der angegriffenen Nationen konsolidiert sich.

    Wir müssen also befürchten, dass der Anschlag von Paris eine neuen Stufe der globalen Aggression einleitet und genau zu diesem Zweck durchgeführt wurde.

    Dafür ist der Boden gelegt, den ein Krieg benötigt: der größtmögliche nationale Konsens: alle, von Straßenschlägerbanden, die um ihrem Tun eine Rechtfertigung zu geben sich als Linke ausgeben bis Gauck und Merkel sind jetzt alles Charlies, da ein nationaler Konsens nur ein echter Konsens ist, wenn es Nestbeschmutzer gibt, auf die die Einträchtigen einschlagen können, hat man PEGIDA, die auch Charlies sind.

    Nun mag man den Einwand bringen, sowohl Al Kaida im Jemen als auch ISIS reklamierten den Anschlag für sich.

    Erstens war es schon immer so, dass wenn irgendwo im Zusammenhang mit Islam eine gravierende Aktion stattfindet, sich mehrere Gruppen zu Urhebern erklärt haben.

    Zweitens sind Al Kaida und ISIS Bewegungen, die täglich mit Geheimdiensten, Banken, Logistikunternehmen und Waffenhändlern zu tun haben, da lässt sich schon mal das eine oder andere gegen saftigen Rabatt oder politische Zugeständnisse, die in der nahen Zukunft zum Tragen kommen, aushandeln.

    Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel: die NATO stürmt Damaskus unter dem Vorwand, ISIS anzugreifen, dafür darf ISIS seine Gebiete in Syrien behalten und wird an der demokratischen Regierung nach dem Sturz Assads beteiligt.

    Als Antwort auf das Charlie-Attentat ist der Flugzeugträger Charles de Gaulle in den Golf aufgebrochen. Doch sicher nicht um Hayat festzunehmen!

    (Der Al Kaida-Mann Belhaj ist immernoch Stadtkommandant von Tripolis, von französischen Spezialeinheiten persönlich dort hin gebracht!)

    Aber das alles ist nur lucky guess, ich kann nicht wissen, was ausgehandelt wurde. Ob was ausgehandelt wurde. Vielleicht hat man nur mit Freund Bandar bin Sultan telefoniert… wie auch immer. Worum es geht, ist, dass Verlautbarungen, die eine vermeintliche Verantwortung übernehmen, nichts besagen.

    Allerdings besagt mir die Selbstinszenierung der politischen Herrenkaste als Hort und Hüter aller Freiheit etwas.

    Das geht ja nun schon Tage so und nachdem Charlie, nunmehr mit Auflage von 5 Millionen Exemplaren und Sponsoring durch den Staat, an den Neustart gegangen ist, hält der Bundestag noch einmal eine Schweigeminute ab, eingeleitet von einer schwülstigen Rede Lammerts, die den gesamteuropäischen Konsens aus dem Geiste der französischen Revolution beschwört.

    Das wichtigste an dieser Rede ist, dass er uns erklärt, dass wir jeder Zeit und überall real bedroht seien, weil wir eine offene, die Meinungs- und Pressefreiheit lebende Gesellschaft seien!

    Ich kann mich nicht erinnern, in meinem Leben je eine so widerwärtige, selbstbeweihräuchernde und verlogene Rede gehört zu haben, wie die Lammerts.

    Eine Rede, die an Glitschigkeit und Schleimigkeit so vollendet ist, dass man sie gar nicht kritisch anfassen kann, weil man an jedem Satz abrutscht. Es ist nichts dabei, wo man widersprechen wollte, es ist aber auch überhaupt keine Aussage enthalten – es ist nichts als eine Aneinanderreihung von Gemeinplätzen, in einer ekelerregenden Überheblichkeit vorgetragen, als ob er das in diesem Moment erfunden hätte und die unmündige Menschheit nun darüber aufklärt. Und der zentrale Gestus: wir hier in Europa, zumal in Deutschland, haben die Vollendetheit des Menschengeschlechtes erreicht, darum kommt uns die Führungsrolle zu!

    Alles so aalglatt, so fehlerfrei, so, wie auf Bestellung, und auch Lammert unterlässt es nicht, auf die tödliche Frau hinzuweisen, die an diesem Tag überhaupt nicht in Paris war.

    Das Auffälligste für mich ist allerdings die perfekte Durchinszenierung: Fototermin in Paris der westlichen Führerrige, Auftritt der Parteien-Einheit mit Gauck am Brandenburger Tor, jetzt noch mal im Bundestag nachgelegt und ein Ende ist nicht absehbar.

    Alles ist so vollendet, so glatt, so bar aller inneren Widersprüche, so ohne Persönlichkeit: niemand kann mir erzählen, dass das nicht von langer Hand vorbereitet war.

    Und alle sind so lieb und gut, dass in mir etwas aufsteigt, das mich zu Shakespeares Richard III werden lässt; und ich möchte loszieh'n in die Nacht und irgendetwas Böses tun!

     

     

     

     

     

     

     

     

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  • Herr RA Dr.Gysi oder warum das Volk die Linke hasst

    Um Missverstaendnisse zu vermeiden: ich bin so etwas wie ein konservativer Kommunist und nicht froh darüber, dass die Linke keine Perspektive mehr ist.

    Früher hat man uns vorgeworfen, wir wollten den Leuten ihren sauer erarbeiteten Besitz weg nehmen.

    Ich hatte versucht zu vermitteln, dass genau das Gegenteil der Fall ist, aber dass der Kapitalismus eine zwangsläufige Entwicklung beinhaltet, die die Menschen um ihren Besitz bringt und nur eine andere Wirtschaftsordnung ihnen eine materielle Sicherheit in Frieden ermöglicht.

    Es war nicht wirklich vermittelbar.

    Die Menschen in Westdeutschland profitierten gut vom Imperialismus und glaubten, das würde in alle Ewigkeit so weitergehen.

    Leider haben die meisten Menschen nicht genug Weitsicht, um Katastrophen, auf die sie zusteuern, vorzubeugen, sie lernen aus der Erfahrung.

    Das war nach dem 1.Weltkrieg so, nach dem 2. und es wird den aktuell lebenden Generationen nicht anders gehen.

    Aber es sind eben jetzt schon zu viele, die von den Segnungen des Imperialismus nichts abbekommen.

    Es sind jetzt schon zu viele, die erleben: ich kann arbeiten so viel ich will, mich an jedes Gesetz halten – mein Leben geht dennoch den Bach runter!

    Sie suchen nach Auswegen.

    Deutschland gilt als die 4. stärkste Wirtschaftsmacht der Erde, zuweilen die 3. – dennoch bleibt die Menschenwürde ein frommer Wunsch auf Papier und Rentner sammeln Pfandflaschen.

    Herr Rechtsanwalt Dr. Gysi hält 2 mal hintereinander die selbe Rede.

    Einmal als Pressekonferenz seiner Partei und einmal als Interview durch einen Vertreter der Lügenpresse.

    Pflichtgemäß für einen Linken weist  Herr Rechtsanwalt Gysi darauf hin, dass Armut kein Resultat von Flüchtlingen sei, sondern von Besitzverteilung.

    Dann macht er aber nicht den Kapitalismus als System dafür verantwortlich, nein, der Schäuble ist schuld!

    Ich kann darauf nur antworten: macht diese Linke zur Bundesregierung, probiert es aus, ihr werdet einen noch schlimmeren Reinfall erleben als mit Rot-GRÜN.

    Sie werden exakt das gleiche tun, was Schäuble und die Merkel-Regierung tun, sie werden versuchen den Kapitalismus und die imperiale Vorherrschaft zu retten, nur mit so ungleich viel weniger Kompetenz, dass wir fürchten müssen, sie lassen sich von Soros und Buffett beraten, nur um nicht zugeben zu müssen, dass sie keine Ahnung haben aber nicht die Union fragen wollen.

    Man kann das schon davon ableiten, dass Gysi nach seinem Russlandbesuch zwar für eine Aufhebung der Sanktionen ist, aber nicht, weil er es als wirtschaftskriegerischen Akt gegen Russland, der nicht zu rechtfertigen ist, erkennt, als imperiale Aggression des Westens zur Unterdrückung einer fremden Nation, nein der Herr Rechtsanwalt Dr.Gysi stellt die unglaublich tiefsinnige Analyse an, dass die russische Regierung aus trotzigen Männern bestünde und deshalb darauf besteht, die Krim sei Russland und man solle Männer halt nicht in ihrem Trotz herausfordern, was die Sanktionen täten.

    Gysi lobt den Sozi Maas, die Vorratsdatenspeicherung nicht verschärfen zu wollen – wozu auch, die NSA hat ja eh alles gespeichert – will aber den Vorschlag, Personalausweise ausreisewilliger Extremisten einzuziehen prüfen, auch wenn er als DDRler mit Einschränkung von Bürgerrechten doch seine Bedenken habe.

    Der Herr Rechtsanwalt Dr. Gysi hat also noch nicht in Erfahrung bringen können, dass Leute, die Zugriff auf Kriegswaffen haben auch Zugriff auf falsche Papiere haben und es eher die Ausnahme ist, dass man seinen Personalausweis zum Massaker mitnimmt um ihn dann blöderweise im Handschuhfach liegen zu lassen.

    Herr Rechtsanwalt Dr.Gysi stellt fest: Krieg löst keine Probleme.

    Aber sicher löst Krieg Probleme! Für die Rüstungsindustrie schafft er Milliardenumsätze und für die sonstige Wirtschaft räumt er Konkurrenten aus dem Weg.

    Er löst auch Finanzmarktprobleme.

    So erfährt man über den IWF, dass die von Soros geleiteten Quantum-Funds sich mit mehreren Milliarden in ukrainischen Staatsanleihen verkalkuliert hatten, da sie davon ausgegangen waren, durch das Assoziierungsabkommen mit der EU würden sie um 1/3 ihres Wertes steigen.

    Blöderweise sind sie aber durch den Februarputsch und seine Folgen in das Bodenlose gefallen, und nun will Soros mittels Krieg die Gewinne doch noch einfahren.

    Wir sehen also, Krieg löst eine Menge Probleme.

    Nur eben nicht für die  Loser.

    Gysi hätte wenigstens darauf hinweisen können, dass die Kriege, die der Westen für seine Vorherrschaft führt, die Flüchtlingsströme erst erzeugt, die er so wacker gegen PEGIDA verteidigt. Keine Kriege, keine Flüchtlinge. Keine Plünderung der Herkunftsländer, keine Flüchtlinge.

    Der größte Hammer aber ist, dass der Herr Rechtsanwalt Dr. Gysi feststellt, dass Arme nun einfach mal blöd sind und "Ossis" zurück geblieben und der Führung durch die Akademikerkaste bedürfen.

    Dass ihre Bedürfnisse und Lebensvorstellungen nicht ernst genommen werden brauchen, sondern von Wissenschaftlern, Künstlern, etc. weg-aufgeklärt werden müssen – kurz, was die Leute, über die er da redet, als links-grüne Umerziehung verstehen, müsse halt verbessert werden.

    Ich habe in meinem Leben ein paar Medienausbildungen begonnen, in der Regel habe ich sie abgebrochen.

    Es ging nie um Vermittlung von handwerklichen Fertigkeiten, es ging ausschließlich und einzig um Umerziehung: die Aufgabe meiner kulturellen Identität und meiner politischen Einstellung war immer das Einzige, was von mir verlangt wurde! Um das zu erreichen wurde massiver Psychoterror gegen mich ausgeübt.

    Das ist es nun, was Gysi als Allheilmittel gegen PEGIDA vorschlägt: die Menschen sollen einsehen, dass sie kulturell Untermenschen sind, aber heilbar, sie brauchen sich nur dem amerikanisierten Mainstram anpassen!

    Und daran sollen sich die Kirchen und Parteien und Gewerkschaften beteiligen, alle, die dem dummen Volk mental überlegen seien.

    Herr Rechtsanwalt Dr.Gysi lässt es sich auf der Pressekonferenz nicht nehmen, den Medien die besonders wichtige Rolle bei der Aufklärung des dummen Volkes zuzugestehen.

    Erfreuen tut es den Herrn Rechtsanwalt Dr.Gysi, dass so viele zu den Regierungskundgebungen, zu denen auch die Presse aufruft, gehen, viel mehr als zu PEGIDA und was ist es nicht für ein starkes Zeichen, die Kollegin Frau Doktor Angela Merkel huscht bei der Mahnwache vorbei!

    Da ist man doch gleich begeistert: ein Volk, eine Demokratie, eine Kanzlerin!

    Und da wird der Sinn von PEGIDA klar: es soll die These sein, gegen die sich die Einheit der Nation unter Führung der EU als Einheit präsentieren kann!

    PEGIDA hat die Aufgabe, die Leute von ihren realen Problemen abzulenken.

    Und PEGIDA hat die Aufgabe, Presse, Bundestag und Masse zur Einheit zu schweißen.

    Herr Rechtsanwalt Dr. Gysi, ich bin kein Akademiker, ich bin Prolet!

    Ich kann lesen und schreiben und bis 3 zählen und mich unterhalten und zwischen Gut und Böse unterscheiden und zwischen richtig und falsch unterscheiden und Lichtschalter bedienen, alles ganz ohne täglich von einem Herrn Studiosus an der Hand genommen zu werden!

    Was ich nicht kann, ist, am Bankett der Reichen Kaviar und Hummer und Entrecôte fressen bei Schampus und Chablis und über die Blödheit der Armen schwadronieren, die Ihnen Ihr Seiden-Smoking-Sozialistenleben erst ermöglichen!!!

     

    "Doch Gysi ist ein ehrenwerter Mann!"

     

    Update:

    Die erwähnte Mahnwache unter dem Motto: "Wer nicht mit seiner Regierung marschiert ist NAZI" ist noch schlimmer als erwartet gewesen.

    Noch irgendwer eine Frage, wem der sogenannte Fundamentalismus nutzt, der ganze Länder vom Nahen Osten bis an die chinesische Grenze und Nordafrika zerstört, der Russland und China angreift und Europa unter Brüssel vereint?

     

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  • Der Tiefpunkt ist noch nicht erreicht

    Folgende Bildkombination macht die Runde:

    MAIN-Hayat-Boumeddiene

    In diesem Falle habe ich sie aus der britischen Zeitung "The Mirror" heruntergeladen.

    Mir fällt neben einer nahezu unidentifizierbar machenden minderwertigen Bildqualität zweierlei auf:

    Das Urlaubsfoto in Kombination mit der wahabitisch gekleideten Frau will dem Betrachter vermitteln: "Guck mal was drunter ist!"

    Die wahabitisch gekleidete Frau zielt auf den Betrachter mit was? Einer Waffe? Das ist ein Witz oder! Sie zielt mit dem Accessoire eines Rollenspiels.

    Man hätte ebenso gut dieses Bild nehmen können:

    Arrow

    oder gleich:

    220px-Bop80

    Genau genommen wird eine Phantasie bedient, die von amerikanischen Unterhaltungsmedien seit Jahrzehnten gefördert wird, früher mal als subkulturelles Element und seit etwa 15 Jahren in den Mainstream aufgenommen.

    Die Männer, die die Viehdiebe, beziehungsweise die Diebe der Meinungsfreiheit, aufgeknüpft haben kehrten befriedigt zurück.

    Zu erjagen ist noch ein Mädchen.

    Die sei am Flughafen von Istanbul gesehen worden.

    AM 2. JANUAR!

    Also über eine Woche ehe in Paris der Thriller losging!

    Auf Deutschlands Straßen prügelt man sich inzwischen darum, wer jetzt eigentlich Charlie sein darf und wer nicht.

    In Frankfurt demonstrieren einige, die es tatsächlich schaffen sich "FRIGIDA" zu nennen, unter "Wir sind Charlie", als Linke getarnter Schlägerabschaum jagt sie durch die Stadt unter der Parole: "Ihr seid nicht Charlie!"

    Montag Abend in Dresden, in Leipzig, man kann es auf Ruptley überprüfen, werden vor tausenden Reden gehalten, die sich inhaltlich in nichts von Sozi-Siggi, Merkel, wem auch immer, unterscheiden.

    Links getarnter Straßenmob auch hier die Militanten posierend.

    Der Straßenmob ist sich einig mit der Presse.

    ZEIT-Online bringt folgendes:

    ZEIT PEGIDA

    Unter der Überschrift. "französische Karikaturisten wehren sich gegen PEGIDA".

    Also wirklich: diese primitive Zeichnung kann ja nur im Auftrag der deutschen Presse gemacht worden sein; als ob  französische "Karikaturisten" ein Publikum hätten, das sie mit Geschmier über Notizen aus der (ostdeutschen) Provinz versorgen könnten, noch dazu, bei dem "Jürgen", (das soll wohl der Elsässer sein) in Gestalt Hitlers auftritt. Als ob man in Frankreich keine anderen, vor allem eigenen, Themen hätte!

    Man jagt 3 Typen mit 88 000 Polizisten und Soldaten! Oder probt man einen Einsatz zur Aufstandsbekämpfung?

    Man jagt ein Mädchen, das zur Tatzeit überhaupt nicht in Frankreich war! Fällt daran nichts auf?

    Etwa: "nicht nur die Muselmänner sind eine Gefahr, auch die Muselfrauen!"

    Dass Yatz das Geschichtsbild der Bandera-Faschisten im deutschen Fernsehen, in den Tagesthemen verbreitet, bei unseren "Wir lassen nicht zu…"-Antifaschistchen kein Thema. Man würde ja auch sich zu etwas bekennen müssen, das nicht gehyped wird – ich betone es: unter der Maske des militanten Antifaschismus treiben diese Leute das Geschäft der Regierung und der Presse in Gestalt von prügelndem Mob auf der Straße gegen Leute, die – das Geschäft der Bundesregierung betreiben!

    Fallt bloß nicht darauf rein!

     

     

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  • Mitläufer, Dosenpfand und Sachsenmaidan

    Ihr bemerkt es, wir haben ein Problem: PEGIDA wächst sich zur Plage aus!

    I.

    Das, wie Lenin es nannte, renitent gewordene Kleinbürgertum hat seinen Feind gefunden und haut mutig mit der Faust auf den Tisch: "Es reicht!" brüllt der allgemache Spießer, natürlich nicht seinem Vorgesetzten in das Gesicht, daran hindert ihn sein feiger Wurm, den er anstelle des Rückgrades hat, nein es reicht ihm, er phantasiert Janitscharenhorden in Asylantenheimen herbei!

    "Wir sind das Volk!" – so lautete der Schlachtruf der Antikommunisten, vor denen der Ostblock kapituliert hatte.

    Der Mythos der friedlichen Revolution macht bis heute die Runde, friedlich mit Ausnahme Rumäniens, dor wurde der CIA-Agent Ceaușescu samt Weib und Hund noch rechtzeitig bevor er auspacken konnte von seinen amerikanischen Freunden entsorgt.

    Wie der Ostblock abgewickelt wurde kann ich hier nicht erörtern, es füllte außerdem Tausende Seiten.

    "Jetzt wächst zusammen was zusammen gehört" freute sich Willi Brandt des Sieges über den Osten, ganz die Tatsache ausblendend, dass es dieses Deutschland, das da scheinbar zusammenwächst, erst seit 1871 existiert und dem ein überhaupt nicht so netter preußisch-österreichischer Krieg vorausging.

    Inzwischen hat man auch in der DDR begriffen, dass man im Kapitalismus exakt so viel Freiheit hat wie man Geld hat und dass dieses Geld nicht auf den Bäumen wächst.

    II.

    PEGIDA steht genau genommen in der Tradition dieses 1989.

    1989 ging natürlich nicht um "Demokratie und Freiheit" 1989 ging um Geld.

    PEGIDA geht nicht um die Verteidigung einer ach so hehren Kultur, PEGIDA geht um Geld!

    Welche Kultur sollte das denn überhaupt sein?

    Eichendorff und Mallarmé führen bestenfalls ein Nieschendasein und haben noch nicht einmal ein leises Wispern gegen Dschungelcamp und Cineplex zu bieten, Verdi ist allgemein auf ein Grölen der Melodie des Triumphmarsches im Fußballstadion und zum Pausenfüller zwischen Geschäften in Opernhäusern geschrumpft (Sie verstehen meinen tollen Witz: die Aufführung ist die Pause, Harr Harr) und was die einzelnen Feiertage für eine Bedeutung haben weiß nur mehr eine nach und nach verschwindende Minderheit, was ganz sicher nicht an ein paar Moslems liegt.

    Kurz, den Leuten ist der Kommunist abhanden gekommen, also muss der Moslem ran.

    In der großen weiten Welt und in der kleinen DDR!

    III.

    Die Jahre 1985 bis 1987 stand Bayern ganz unter dem Eindruck von Wackersdorf.

    Es war wirklich eine Menge los hier!

    Und von überall kamen die Revolutionstouristen angereist in die Oberpfalz.

    Jeder wollte mal einen Molli auf einen Wasserwerfer geworfen oder mit der Zwille über den Zaun geschossen haben, so, wie man weiland auf dem Jahrmarkt mit dem Luftgewehr auf Dosen schießt.

    Jedes Wochenende gab es Bauzaunparty und in den Ferien das Camp für Dauergäste.

    Es tummelten sich eine Menge Fraktionen herum, die einen nannten sich "Autonome" und redeten von RZ/Rote Zora, die anderen nannten sich "Antiimps" und schwärmten von einer RAF, dann gab es natürlich die ganzen trotzkistischen und stalinistischen und maoistischen und wie auch immer -istischen K-Grüppchen und die dogmatischen Anarchos.

    Die GRÜNEN sahen den entscheidenden Push für die Karriere ihrer Partei gekommen.

    Ich, nebenbei, begriff mich als eine Art aktualisierte Version von Wladimir Majakowskij und verhielt mich dem entsprechend, ordnete mich irgendwie dem Punk zu und wirkte auf eine Menge Leute dementsprechend unverstehbar, russische Literatur gehörte nicht eben zu den verbreiteten Vorlieben der Generation und das machte meinen Ansatz, nennen wir es mal: exotisch.

    Bild A.: Ich in der Wackersdorfzeit:

    DOC082

    Bild B.: Majakowskij:

    mayakovsky_2

     

    Eine Gruppe aber brachte die ganzen wackeren Wackersteine-werfenden Studenten im Wackerland immer ganz aus dem Häuschen, das war der "Kommunistische Bund".

    Die hatten eine Zeitung, die hieß "Arbeiterkampf" und die war so eine Art Juwel zwischen dem Papierwald aus Texten, die im Wesentlichen aus den Sätzen "Wir sind antikapitalistisch wir sind antiimperialistisch wir sind antifaschistisch wir sind antipatriarchal" nebst ein paar nichtssagenden Hinweisen, worauf sich das jeweilige Flugi konkret beziehen will, bestanden.

    Das war schon interessant, denn eigentlich war ja jeder Mensch, welcher einen auch nur halbwegs geistreichen Satz von sich geben konnte, sofort verdächtig, ein Klassenfeind oder ein Frauenfeind oder sonst etwas zu sein, aber die Publikation des KB wurde mit großem Staunen gelesen. (Nicht von Arbeitern, in deren Vokabular finden sich normalerweise nicht ausreichend akademisch antrainierte Fremdwörter um "Arbeiterkampf" lesen zu können.) – (naja, vielleicht hat man sich die geistreichen Sätze ja auch für das Seminar an der UNI aufgehoben und die vom KB hatten schon ausreichend akademische Weihen um öffentlich etwas über "Wir sind anti…" hinaus formulieren zu dürfen).

    IV.

    OK, was ich jetzt darstellen möchte ist nicht ganz leicht.

    V.

    "Aus einem Funken kann ein Flächenbrand entstehen." sagt Mao.

    Die Wackersdorfbewegung begann als ein Machtkampf eines SPD-Landrates gegen die Strauß-Regierung, unterstützt von regional Betroffenen und studentischer Anti-AKW-Bewegung.

    Dass es eine Massenbewegung wurde hatte als Initialzünder die Havarie im AKW Tschernobyl.

    Es bedarf des Initialzünders, der Menschen massenhaft auf die Straße bringt!

    Nun beachten wir: plötzlich taucht eine "HOGESA" auf, "Hooligans gegen Salafisten", was man als Außenstehender noch als Clash zwischen Subkulturen beurteilen kann. Es ist sehr konkret, und wenn wir diese ganzen merkwürdigen Prediger wie Sven Lau und Pierre Vogel ansehen und mit einbeziehen und dass ja tatsächlich Gestalten wie Denis Cuspert aka Deso Dogg real auf YouTube und in sonstigen Medien mit Mordlüsternheit hausieren gehen, also eine reale Gefahr darstellen, ist dieser Clash erklärbar, da es ja um zwei ganz konkrete Gruppierungen geht.

    Und so plötzlich wie es entstanden ist, ist HOGESA auch wieder von der Bildfläche verschwunden.

    Stattdessen taucht in Dresden eine diffuse Bewegung auf, die sich PEGIDA nennt und des deutschen Antikommunisten Parole brüllt "Wir sind das Volk".

    Bemerkenswert ist, dass das Magazin Compact zunächst öffentlich überlegt hatte, fürderhin in die Stadien zu gehen, dann stracks auf den PEGIDA-Zug aufspringt und dafür nun des deutschen Spießers Wunderhorn bläst!

    VI.

    Die 90-ger Jahre, aber vor allem die Zeit der Rot-GRÜNEN Bundesregierung, der "68-ger an der Macht", waren eine Zeit der Klärung.

    Vor allem wurde geklärt, dass die westdeutsche Linke in erster Linie eine Bewegung der Mitläufer war.

    Mitläufer sind ein Problem. Sie wissen eigentlich gar nicht, worum es geht, erhoffen sich aber irgendetwas und einige der ihren drängeln sich in den Vordergrund, wo sie dann den eigentlichen Sinn liquidieren.

    Zahllose der Flugblätter und Heftchen, die mit "Wir sind antikapitalistisch, wir sind antiimperialistisch" geworben haben wurden von Leuten produziert und verteilt, die überhaupt nicht wissen, was Kapitalismus ist!

    Nach der Wende haben sie sich dann etwas neues zum Mitlaufen gesucht.

    Durch die Rot-GRÜNE Bundesregierung konnten einige profitieren, viele nicht.

    Die nun begannen jene, welche wussten, warum sie sich der Linken angeschlossen hatten, welche antikapitalistisch waren, weil sie den Kapitalismus angemessen durchschaut hatten, auf die übelste Art zu bekämpfen.

    Der Kapitalismus war plötzlich nicht mehr schlecht, er war nur nicht ausreichend gut gemacht.

    Der KB erwies sich als Kernstück des Salonkommunismus.

    Ein Teil besagten Kommunistischen Bundes wurde zur böswilligsten geistigen Waffe der Aufstandsbekämpfung überhaupt, es wurden diese Antideutschen, die Kapitalismuskritik an sich zu Antisemitismus erklären. Sie wurden die Sturmtruppe Israels zur Übernahme der Linken und prägten als Kampfbegriff gegen Palästinenser den Begriff "Islamofaschismus".

    KB-ler stiegen bis in die Bundesregierung auf, jene Bundesregierung die Jugoslawien mit Bomben Freiheit und Demokratie brachte, Hartz4 einführte, Hedgefonds legalisierte. Der KB-Mann Trittin baute sich ein Denkmal in Form des Dosenpfandes.

    Bei Jürgen Elsässer hatte ich wirklich gehofft, er hätte von dem, was er als KB-Mann gepredigt hatte, auch selber verstanden.

    Nun wächst zusammen, was zusammen gehört!

    Durch sein Eintreten für PEGIDA lässt er die Maske fallen und offenbart sich als das völkisch-kleinbürgerliche Spiegelbild der Antideutschen.

    Ja, man grenzt sich ab. Ja, man liefert sich einen Show-Prozess-Prozess-Show mit der Ditfurth.

    Ob er meint was er sagt, oder nur ein Medienunternehmer ist auf der Suche nach einem Absatzmarkt spielt keine Rolle.

    Der Mitläufer Elsässer hat nur länger gebraucht als andere um etwas neues zum Mitlaufen zu finden.

    VII.

    Die Aufgabe von PEGIDA ist die Polarisierung der Bevölkerung.

    These PEGIDA, Antithese AntiPEGIDA.

    Es ist nicht von Ungefähr, dass PEGIDA in Konnotation gesetzt wird mit "RT-Deutsch", etwa in der Sendung Heuteshow, und dem Begriff "Lügenpresse".

    Es ist höchste Zeit und wichtig, dass RT sich von PEGIDA entgegen aller journalistischen Ethik der Neutralität drastisch und unmissverständlich distanziert! Tun sie es nicht, tappen sie in die aufgestellte Falle!

    Denn die Konnotation, die geschaffen wird, ist: Wer Lügenpresse sagt ist Rassist, PEGIDA ist der Verein der Putinversteher. Compact spielt dabei eine aktive Rolle als Magazin, das Frieden mit Russland und alternative Sichtweise zur Kriegspolitik der GRÜNEN, Gauckler und Merkeles makiert.

    PEGIDA ist nicht "Besorgte Bürger erheben endlich ihre Stimme", PEGIDA ist ein Vorschlaghammer, Stimmen gegen die herrschenden Verhältnisse und die ansteigende Kriegspolitik totzuschlagen!

     

     

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  • PERFIDA und nicht weniger perfides AntiPERFIDA

    Um es von Anfang an deutlich zu sagen: beides hat nicht das mindeste mit Widerstand zu tun, beides ist eine Scheußlichkeit und beides ist ein Spiel zur Destabilisierung Deutschlands!

    Hier geht es um nichts als von den realen Problemen abzulenken und den wachsenden Unmut in der Bevölkerung zu kanalisieren; mich würde es nicht wundern, wenn PEGIDA eine Kreation der Sudelkücke des Verfassungsschutzes ist, AntiPegida wird dann von der Bundeskanzlerin selbst promotet.

    Auf noch höherer Ebene mag PEGIDA eine von den üblichen atlantischen Verdächtigen eingefädelte Farbenrevolution für Germanistan sein.

    Man prügelt sich um ein paar Asylanten.

    Das Problem existiert übrigens seit es den Kolonialismus gibt.

    In den Kolonien weiß man, wohin der Reichtum des eigenen Landes verschwindet, also folgt man ihm nach.

    Heute ist der Kolonialismus nicht mehr so altrömisch wie noch zu Zeiten der britischen, französischen, spanischen und portugiesischen Kolonialreiche, schließlich hat man das Wort "Imperialismus" nicht ohne Grund durch den modernen Neologismus "Globalisierung" ersetzt, er ist ein unpolitischer Begriff, wirkt hip, und blendet das Machtverhältnis aus: imperiale Metropolen gegen ausgeplünderte Peripherien.

    Der Kolonialherr – die Kolonialfrau mutierte zum Weltbürger, Investor, Außenhandelskaufmann/frau und Touristen.

    Die Sprache ist ein System von Symbolen, die Symbole eignen sich zur Kommunikation nur durch das, womit sie assoziiert werden.

    Globalisierung, das ist Internet, das ist Flugreisen, das ist Baden am Palmenstrand und alle sind glücklich. Wir, die das Geld bringen, die, die das Geld nehmen.

    Ein paar Globalisierungsgegner gibt's auch, das sind die ewig Gestrigen.

    Imperium im Zeitalter der Globalisierung ist Moskau in Personam Putin.

    Imperialismus, das klingt schon etwas böse, das assoziiert mit Sklaverei und Plünderung zum Wohle einer Minorität im Kernland.

    Das sind nicht wir.

    Wir bringen das Geld, die Freiheit, die Demokratie, die Menschenrechte und die DVD-Spieler, X-Boxen, Laptops, Smatphones.

    Natürlich brauchen wir dafür die Rohstoffe, je billiger wir sie kriegen, desto billiger die Ware. Je billiger die Arbeit, desto billiger die Ware. Was wollen die denn noch, sie können um die billige Ware doch für uns arbeiten und sich dann auch ein Smartphone kaufen.

    PEGIDA, das ist der scheußliche Bodensatz der Bevölkerung des imperialen Zentrums, der es nicht mag, wenn die Verlierer aus der Peripherie in das Herren/Frauenland eindringen.

    Und AntiPEGIDA, das sind die Heuchler, die den "Unzivilisierten" ein paar Almosen hinwerfen um sich selbst als etwas besseres vorkommen zu können.

    Beide verfolgen aber ein und das selbe Ziel: die Aufrechterhaltung der imperialen Herrschaft!

    Die ganze Schaumschlägerdebatte um ein paar Flüchtlinge vergiftet die Atmosphäre im Land, vertieft das Misstrauen der Menschen untereinander, spaltet.

    Womit die Drahtzieher dahinter erreichen, was sie bezwecken: die herrschenden Eliten können in Ruhe ihre Projekte verfolgen!

    Und die Transatlantiker sind es ebenfalls zufrieden: die Deutschen haben ja jetzt Moslems zum anspucken, da jault der Ami seinen Yankee Doodle!

     

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  • De Profundis

    Von mir war lange nichts zu hören, ich hoffe, ihr habt mich in unserer, wie es gerne genannt wird, schnellebigen Zeit nicht vergessen. Naja, nur ein bisschen wenigstens nicht, nicht völlig…

    Der Grund war, ich hatte nichts sinnvolles beizutragen, musste erst einmal die Entwicklung der Realität beobachten, Dokumente lesen, so ferne mir zugänglich etc. um nicht von der Rennbahn der Ereignisse aus der Kurve geschleudert zu werden.

    Im Jahr zuvor hatte ich an dieser Stelle versucht meinen Teil beizutragen, die arme Ukraine gegen den Generalangriff durch das euro-amerikanische Imperium zu verteidigen.

    Inzwischen ist die Ukraine gefallen.

    Sie geht den Weg allen Fleisches, will heißen, sie geht den Weg jedes vom Westen ge-regime-changeten Staates: Machtverwaltung durch die idiotischsten und inkompetentesten Psychopaten, die das Land zu bieten hat; Bürgerkrieg; wirtschaftlicher Kollaps;  Vernichtung des kulturellen Erbes durch asozialen Dreck, der plündernd und mordend durch die Landschaft zieht und irgendeine künstliche Ideologie vor sich herträgt; völlige Perspektivlosigkeit; Flüchtlingsströme. Noch ist es regional begrenzt, zum Glück für die Leute ist der Winter in diesem Jahr vergleichsweise mild, aber da alle Probleme schlimmer werden und kein Lösungsansatz in Sicht, gibt es keinen Grund zum Aufatmen.

    Ich denke, hinter den Kulissen wurde der Herrscherclique in Kiew durch die Vertreter von EU und USA klar gemach: "Ihr seid pleite, ohne Geld von uns sind eure Tage gezählt, führt die Ukraine in die NATO, dann werden wir in die Infrastruktur investieren, vorher gibt's nix!"

    Ich denke, in den Führungsetagen Washingtons und Brüssels hat man sich ausgerechnet, Russland würde dem Wirtschaftskrieg nicht standhalten können.

    Ob diese Rechnung auch aufgeht ist fraglich, was man hört aber nicht ausgeschlossen.

    Gegenwärtig ist der große Gewinner China!

    Russlands Verhandlungsposition gegenüber China ist schwach. Das Bündnis Russland-China basiert auf einer kapitalistischen Kosten-Nutzen-Rechnung. Im Kapitalismus gibt es keine Solidarität, es gibt nur Winner and Loser. Unter kapitalistischen Bedingungen braucht Russland viel zu lange, die eigene Produktivkraft zu entfalten, um selbstständig ausreichend handlungsfähig zu werden.

    China hingegen steht unangreifbar da. Der Aufstand der Rich Kiddies in Hongkong  bewies, dass der Westen hier auf Granit beißt.

    Und das führt uns zum

    Hackerkrieg mit Nordkorea.

    Aus meiner Sicht ist das Ganze schlicht ein Komplott, um Unfrieden in der Region zu schaffen.

    Emails von Sony wurden geleakt.

    Wir erfahren: irgendein Produzent findet, Angelina Jolie sei eine minimal talentierte, verzogenen Göre.

    Aha. Also, dass Hollywood-Produzenten auffällt, was mir auffällt, davon gehe ich mal aus.

    Dass eine Schauspielerin nicht so talentiert sein kann, dass sie 20 Millionen Dollar pro Film mehr wert ist als andere Schauspielerinnen benötigt keiner Beweisführung, also wird die Erzeugung von Celebrities andere Hintergründe haben als die Berufsausübung.

    Das nur als ein Beispiel. Wen interessieren irgendwelche blödsinnigen Emails von Hollywood-Leuten? Sony-Leaks, Quatsch, mit dem man Klatschblätter versorgen kann, wertloser noch als geleakte Fotos unbekleideter Hollywood-Damen, was einige Zeit früher die Klatschspalten inspirierte.

    Ging es also um den Film?

    Ein höchstmöglich geschmackloser Dreck, die verbreiteten Ausschnitte im Trailerstil deuten darauf hin, primitiver Blödsinn von der Stange – mit der Besonderheit, dass er dazu aufruft, man könne doch ein Interview durch Journalisten auch für die Ermordung eines zu interviewenden nutzen und dem Taggen eines real existierenden Staatschefs, wovon man eigentlich nur ableiten kann, was für bodenlos dekadente und widerwärtige Menschen die Amis sind – mit Schauspielern, genannt Comedians, die keinen Hund hinterm Ofen hervorlocken würden, gäbe es nicht diesen von der Washingtoner Politelite gepushten Skandal.

    Irgendwer drohe, wegen dem Scheiß Kinos in die Luft zu sprengen, vollbesetzt mit Publikum?

    Vergiss' es!

    Die ganze Affäre ist nichts als maximaler Schwachsinn – es sei denn – – – es handelt sich um das Medienfeuerwerk, welches den nächsten Angriff Washingtons auf Nordkorea einleitet!

    Und siehe da: plötzlich wird die Menschenrechtslage in Nordkorea Thema der UNO, Nordkorea wird für Stunden vom Internet abgekoppelt…

    DAS IST OHNE ZWEIFEL EIN LANGE UND SORGFÄLTIG GEPLANTER ANGRIFF!

    Destabilisierung in der Region.

    Und, wie mir scheint, soll Russlands und Chinas Position im Sicherheitsrat geschwächt werden.

    Der deutsche Pudel schwanzwedelt natürlich wie gewohnt nach his masters voice.

    Was uns zurückbringt zum Wirtschaftskrieg gegen Russland:

    bei aller Kontroverse sind sich doch alle an einem Punkt einig: zu den Verlieren gehört mit Russland auch das Territorium, welches von der EU beherrscht wird!

    In jeder Hinsicht!

    Von den wirtschaftlichen Schäden, die aus dem Bruch der etablieren Strukturen erwächst wurde schon vielfach geschrieben und gesprochen. Darauf brauche ich nicht eingehen. Die Chefs der betroffenen Konzerne und Wirtschaftsvereinigungen, die es ja nun am besten wissen müssen, weisen darauf hin.

    Europa geht klassischerweise bis zum Ural, seit Peter dem Großen ist der Einfluss Russlands gleichermaßen prägend mit Italien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland/Österreich für das, was traditionell als europäische Kultur angenommen wird.

    Der Versuch der Ausgrenzung Russlands aus Europa ist eine künstliche Grenze, die nur das ungebildetste Pack betreiben kann, das Europa hat.

    Leider muss gesagt werden, soweit es Deutschland jedenfalls betrifft, wurde seit der sogenannten Wiedervereinigung in Politik und Medien das Unterste zu Oberst gekehrt.

    Vor der Beendigung des COMECON und des Warschauer Vertrags war die Grenze durch widerstreitende wirtschaftliche Konzepte und politische Ideologien definiert.

    Nun hat Russland aber das selbe wirtschaftliche und das nahezu selbe politische System wie der Westen.

    Es kann überhaupt kein irgendwie rational fassbares Argument vorgetragen werden.

    Die Hetzkampagnen von Gauck bis zu den GRÜNEN Ökofaschisten sind nichts weiter als blanke rassistische Hetze, die umso brutaler daherkommt, als die Ermordung und Vertreibung Tausender russischstämmiger Menschen im Osten der Ukraine von diesem moralisch verschmutzten Gezüchts praktisch betrieben wird und als gerechtfertigt verkauft wird!

    Würden Brüssel, die GRÜNEN und die Gaucks nicht so vehement die Kiewer Junta antreiben, hätte es den Bürgerkrieg in der Ukraine nie gegeben!

    Diffamierung, Diskreditierung, Lügen, Intrigen, Verleumdungen, Rassismus, das sind Waffen aus dem Arsenal des kapitalistischen Konkurrenzkampfes!

    Jeder kennt sie aus der Schule, Ausbildung, vom Arbeitsplatz, bei allen Versuchen, sich in der Wirtschaft zu etablieren, ob angestellt oder selbstständig, wird man mit ihnen konfrontiert.

    Sie bedingen unseren Alltag und unsere Existenz.

    Immer und überall rotten sich Meuten gegen einzelne zusammen und wenn der erledigt ist ordnet sich die Meute neu.

    Wie der Krieg Aller gegen Alle zu führen sei ist Lehrstoff für Ausbildungen und Universitäten.

    Damit ist es unvermeidlich, dass auf Dauer der moralisch minderwertigste Abschaum die Führung übernimmt und wer die Führung hat, gibt an, woran der Rest sich zu orientieren hat.

    Die große Masse orientiert sich freiwillig an den Vorgaben der Führung, weil sie sich ihren persönlichen Erfolg davon versprechen, Dissidenten sind leicht aussonderbar. Individuelle Dissidenz ist sozusagen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Selbstmord.

    Dieser Prozess, der das Leben im Kapitalismus steuert findet gerade Anwendung zwischen den Staaten.

    Die europäischen Staaten rotten sich unter Führung der USA zusammen gegen den Einen, Russland, damit dieser als Konkurrent schon einmal ausgeschalten und versklavt werden kann.

    Und natürlich sorgen die USA dafür, dass Europa möglichst schwach aus dem Händel hervorgeht und nicht selbst zum Konkurrenten aufsteigt.

    Genaugenommen war die Geschichte des 20.Jahrhunderts die Geschichte, wie die USA dafür gesorgt haben, dass Europa nur mehr und für immer die 2.Geige spielt.

    Europa als Kulturraum stirbt.

    Was Gesellschaft war, weicht der Missgunst und dem Neid, was Produktivität war ertrinkt in einer Flut des flüchtigen Konsums.

    Konkurrenz belebt das Geschäft und alles bis unter die Bettdecke des Ehebettes wird zum Geschäft.

    Das war übrigens im 19.Jahrhundert bereits deutlich absehbar, was ich hier schreibe. Sowohl Marx, der Philosoph der Arbeiterklasse, als auch Nietzsche, der Philosoph des kulturell Elitären, gelangen zu den selben Schlüßen, nur um 2 der bekanntesten Namen zu nennen.

    Die Existenz der UdSSR behinderte den Kapitalismus in seiner vollständigen Entfaltung.

    Was wir jetzt erleben ist eine Entwicklung, die zwangsläufig mit der Beseitigung des letzten Hindernisses eingetreten ist.

    Das führt mich zum letzten Punkt dieser Ausführungen:

    PEGIDA und was Schröder den Aufstand der Anständigen nennt.

    Ich beginne mit dem Hinweis, dass die "Islamisierung des Abendlandes" ein Schreckensgespenst ist, welches seit dem berühmten 9/11 von einem Gutteil eben jener an die Wand gemalt wird, die sich jetzt lauthals gegen PEGIDA positionieren, fällt als erstes auf.

    Die ganzen bessermenschlerischen Medien und Politiker haben es in die Köpfe der Leute gehämmert.

    Angefangen mit dem sozialdemokratischen Slogan "Deutschlands Freiheit muss auch am Hindukusch verteidigt werden!" bis hin zu Talkshows des Typus Will und Illner zu imaginären Themen wie "Müssen wir an deutschen Schulen ein Burkaverbot erlassen" obzwar ich noch nie an irgend einer deutschen Schule eine Burka gesehen habe, finden in PEGIDA ganz eigentlich ihren Niederschlag auf der Straße.

    Der "Alles Antisemiten außer Mutti"-Broder erlebte seine kurze Glanzzeit, Fernsehen, Radio, Magazine, Tageszeitungen, alle propagieren über Jahre was PEGIDA plappert: Wir müssen unser christlich-jüdisches Abendland gegen die Krummsäbel schwingenden Moslems verteidigen!

    Wessen Geschichtswissen nur wenig weiter zurück reicht als bis Hitler, aber bis Hitler reicht auch, der weiß: mit Jüdisch hat das islamische Morgenland weit mehr zu tun als das christliche Abendland!

    Wer mir nicht recht glauben mag, der lese nur Annette von Droste-Hülshofs "Die Judenbuche" aus dem Jahre 1842, oder sehe sich Paul Wegeners grandiosen Stummfilm "Der Golem" von 1920 (mit der alten, ursprünglichen Musik, nicht mit der Neuvertonung, wie ich hier bemerken muss) an, eine Liste Marerial alleine aus der Kulturgeschichte ließe sich hier zusammenstellen, die den Speicherplatz meines Hosters sprengen würde, die uns verdeutlicht, dass das Abendland ein christlich-aristokratisches ist und Juden hier in der Diaspora gelebt haben, mal geduldet, mal angefeindet, aber nie beheimatet.

    Mit dem 19.Jahrhunder begann die Integration der Juden in die jeweils nationalen Gesellschaften – wenn sie zum Christentum konvertieren!

    Aber auch dann darf nicht die Situation eines Felix Mendelssohn-Bartholdy mit der eines Kesselflickers auf dem Lande verglichen werden.

    Beides, die christlich-jüdischen Wurzeln des Abendlandes als auch dessen Islamisierung sind nichts als ein Hirngespinst aus ein und der selben Sudelküche, die das Volk seit dem Ende des Warschauer Vertrags bis zum Putsch in Kiew gefüttert hat mit Islam als Lieblingsfeind – und der nun abgelöst wird durch einen, der wieder aus Russland kommt und Putin heißt!

    PEGIDA ist also das geistige Kind des gleichen prinzipienlosen Gesoxes, welchen nun aber plötzlich einen auf AntiPEGIDA macht – -???? (Die zum Kapitalismus konvertierten Linken vernachlässigen wir hier mal.)

    Moment, irgendetwas riecht hier faulig!

    Und irgendetwas sagt mir, dass in Washington in irgendeinem Luxusbüro ein paar Gestalten sitzen und grinsen: "Merkele, Merkele, sieh dich vor, das du in Dresden nicht deinen Maidan bekommst und in München nicht deinen Antimaidan! Und von Dresden nach Berlin, Merkele, Merkele, da braucht es nicht lang!"

    Regime Change unter besten Freunden, die nicht aufs Wort parieren, davon könnten Saddam, Gaddafi und einige Andere aus den Gräbern raunen.

    Die Unzufriedenheit in Deutschland ist vollkommen zu Recht so wie die Unzufriedenheit in der Ukraine vollkommen zu Recht war!

    Aaaaaaber:

    Bricht Deutschland aus der Front gegen Russland aus, bricht die Front gegen Russland zusammen, das ist so sicher wie die Schweizerkracher an Sylvester!

    Ein Nein bei TTIP wird in Washington sicherlich auch nicht geduldet.

    Überlegt euch also gut, Leute, PEGIDA und AntiPEGIDA, wessen Fußvolk ihr werdet, wem ihr zuarbeitet, was eure echten Probleme sind, welche Lösungen es geben kann!

     

    In diesem Sinne: allen Lesern und nicht-Lesern dieser Zeilen eine wundervolle Weihnachtszeit und kommt's alle gut in's neue Jahr!

    Euer Bastard der Götter William Blakes,

    Elynitthria

    oder simpler, Johannes

    Kyiv WW II Memorial

     

     

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