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  • Die Implosion der linken Fata Morgana Teil 1

    I

    Jede Kultur basiert auf Mythen.

    Damit beginnt jedes Leben mit dem Erlernen des Glaubens an diese Mythen und verläuft innerhalb des Versuchs, diesen Mythen gerecht zu werden.

    Alte Menschen sind oft verbittert, weil die Realität ihres Lebens die Entlarvung des ihm zugrunde liegenden Mythos war und in dem ständigen Widerspruch zwischen Mythos und Realität stattfand.

    Das Bürgertum ist ein Mythos, der durch die französische Revolution hervorgerufen wurde.

    Es manifestiert sich in einer Mischung aus Stil und Regelwerken, und bürgerliche Familien sind meistens vor allem damit beschäftigt, den Schein diesen zu entsprechen aufrecht zu erhalten, obwohl jedes Mitglied der Familie weiß, dass alle sich nur gegenseitig etwas vormachen.

    Oder sich selber etwas vormachen. Und sie machen es gut.

    Es hat etwas. Es ist in gewißer Weise produktiv. Die bürgerliche Literatur des 19.Jahrhunderts, vor allem die französische und die russische, befasst sich sehr viel damit, die Wahrheit hinter dem Schein zu ergründen. Die britische und die deutsche befasst sich mehr damit, diese Mythen auszufabulieren. Nietzsches Philosophie besteht darin, Methoden zu finden, den bürgerlichen Mythos zu knacken um ein realitätsbewusstes Leben führen zu können.

    Ein wesentlicher Grund, warum der Ostblock sich nicht halten konnte, bestand darin, dass die Menschen, die dort lebten, den Mythos von der proletarischen Revolution ablehnten und eine starke Sehnsucht empfanden, den Mythos des bürgerlichen zu leben.

    Viele sind jetzt natürlich enttäuscht. Der Mensch ist ein sich selbst kultivierendes Säugetier.

    Als Junge las ich im Goethe den Satz "Kunst heißt Kunst, weil es nicht Natur ist!"

    Ich hatte ihn nicht verstanden und fand ihn blöd. Heute verstehe ich ihn! Besser kann man es eigentlich gar nicht sagen.

    Kunst ist Ausdruck der aktuellen Kultur. Sie greift auf und gestaltet, was die Kultur ergibt.

    Es heißt also vollständig: "Kultur heißt Kultur weil es nicht Natur ist!"

    Denn tatsächlich funktioniert das Leben gemäß seiner Natur. Es gibt die Natur der Bäume, ein Baum folgt seiner Natur. Es gibt die Natur der Fliegen, der Schlangen und der Ratten, wie die der Blumen. Alles folgt simpel seiner Natur.

    Nur der Mensch bildet sich gerne ein, keine Natur zu haben. Ganze Universitäten und Institute befassen sich ausschließlich damit, die Natur des Menschen zu leugnen.

    Dabei lässt es sich an den einfachsten Dingen beobachten. Ein Beispiel: Mädchen sind schön. Blumen sind schön. Die Natur gestaltet Blumen schön, damit sie Bienen, Hummeln usw. anziehen, um sie zu befruchten. Die Natur gestaltet Mädchen schön, damit sie Männchen anzieht, um sie zu befruchten. Die Männchen werben um ihre Gunst, sie sucht sich, sorry, ganz unromantisch, unter den Bewerbern das geeignetste genetische Material aus. Nicht bewusst, man denkt nicht darüber nach, dass es so ist, die Kultur sorgt dafür.

    Man mag noch die Frage stellen: was ist schön? Nun, schön ist, was anzieht, hässlich ist, was abstößt.

    Spinnen wirken auf Menschen in der Regel hässlich, um sie abzustoßen. Sie wirken auf Spinnenmännchen sicherlich schön.

    Die Erhaltung der eigenen Art ist der wesentliche Instinkt jeder Lebensform. Es ist die zentrale Kraft des Lebens.

    Darum singen die Hexen zu Beginn des Macbeth "Schön ist hässlich und hässlich ist schön", denn der Krieg ist die Umkehr des Lebens, jedoch genauso mächtig und anziehend wie die Gestaltung des Lebens.

    Homosexuelle, der Vollständigkeit halber, sind die absolute Ausnahme und keiner weiß eigentlich, warum ein Mann homosexuell wird. Bei Frauen finde ich persönlich es nachvollziehbarer.

    Gendermainstream-Fans können hier aufhören zu lesen. Ich halte sie für psychisch Gestörte, die ihre psychische Störung intellektuell kultivieren und nehme sie nicht ernst. Sie leiden entweder unter einem Größenwahn, einer Art Gotteskomplex, oder sie treibt eine erbärmliche Angst vor der Natur.

     

    II

    Ich erzähle ihnen jetzt eine kurze Geschichte. Sie mutet wie ein Witz an, ist aber leider keiner.

    Es ist der Schwank aus meiner Jugendzeit, was mich eigentlich zum Linken gemacht hat!

    Ich entstamme einer bürgerlichen Familie. Mein Vater war ein Heimatvertriebener aus den sogenannten Sudetenland, der Vertreibung und Flucht nie überwunden oder auch nur verarbeitet hatte.

    Das prägte ihn und machte ihn zu einem ausgesprochen paranoiden Menschen.

    Mit 11 kam ich in wechselnde Heime.

    Ich hatte mich meine nahezu gesamten Teenagerjahre gelangweit.

    Das Leben in den Heimen langweilte mich und die Schule langweilte mich.

    Ich hatte mir eine einzige verfolgbare Freude, klassische Literatur!

    Vor allem verschlang ich alles, was mir an französischer unr russischer Literatur greifbar wurde, deren zerquälte oder dekadente Gestalten mir sehr echt vorkamen, wohingegen das stets auf das Gute bedachte der deutschen Literatur mir verlogen vorkam. Sie zeigten, sozusagen, Welten, in die ich mich flüchtete.

    Ich hörte mit Vorliebe Wagner und Tschaikowskij, dann auch noch, was an russischen Komponisten sonst erreichbar für mich war, darin erkannte ich meine Seelenzustände wieder, später kam die Musik der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts hinzu.

    Musik hörte ich aber fast nur in den Ferien, in den Heimen war sie schwer zu bekommen.

    Die Musik der anderen, Pop und Rock, beeindruckte mich wenig.

    Eigentlich mochte ich die katholische Liturgie und Mystik, aber dieses ganze "edel sei der Mensch, hülfreich und gut" bekam ich mir meiner Wahrnehmung der Realität nicht in Einklang, bald glaubte ich schlicht nicht mehr an die 3 Grundfesten des Christentums "Glaube, Liebe, Hoffnung". Die Religion reduzierte sich für mich auf etwas historisches und ästhetisches, ein Kirchenbesuch war wie der Besuch eines Museums, nichts, das dem Leben nutzte.

    Wnn kommt endlich der Witz, könnten Sie jetzt fragen, was interessiert mich die gelangweilte Jugend des Herrn Löw, wir sind hier nicht RTL-Bekenntniszwang-Fernsehen.

    Sofort. Ich erzähle das, um meine Klassenvoraussetzungen zu beschreiben.

    Der Witz ist: eines Tages, ich ging noch zur Schule, hatte aber schon 9 Jahre hinter mir, und ich hatte im Kopf, dass nach 9 Jahren die Schulpflicht endet, da sah ich im Kino David Leans Verfilmung von "Dr.Schiwago".

    Der Film soll ja eigentlich vom Kommunismus abschrecken. Der Film, nicht der Roman. Ich habe nie verstanden, warum der Roman in der UdSSR verboten wurde und im Westen als Agitationsliteratur gegen die UdSSR verwendet wurde, es ist ein absolut prosowjetischer Roman.

    Der Film soll abschrecken. Aber auch der hat bei mir das genaue Gegenteil bewirkt!

    Denn die Figur, die mich am meisten beeindruckte war Juri Schiwagos Bruder Jewgraf, dargestellt von Sir Alec Guinness.

    Er wurde für mich spontan zum Inbegriff des klaren, verantwortungsbewussten Mannes. So wollte ich werden. Er war der Kommunist in der Familie, die Kommunisten schienen mir die Guten zu sein. Also befasste ich mich mit kommunistischer Theorie.

    Ich verließ die Schule und schloss mich den Linken an.

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    Gemäß der marxistischen Klassenanalyse war ich nun deklassiertes Bürgertum. Jewgraf ist das übrigens auch.

    Meine Hinwendung zum Kommunismus, das möchte ich hier einfügen, führte zum Krieg zwischen meinem Vater und mir. Das Verhältnis war ohnehin immer, nicht nur angespannt, es war regelmäßig überspannt, fragil, nun eskalierte es. Er war ein absoluter Kommunistenhasser! Mein Vater kam aus Böhmen, seiner Meinung nach haben die Kommunisten ihm seine Heimat gestohlen. Ich verstehe das, häufige Besuche in der tschechischen Republik konnten mich davon überzeugen, dass diese der Bundesrepublik Deutschland zumindest landschaftlich und architektonisch um ein Vielfaches überlegen ist. Dort scheint es viele Geheimnisse zu geben, wie man sie aus den Romanen von Gustav Meyrink oder E.T.A.Hoffmann kennt, die BRD wirkt im Vergleich dazu trocken, geordnet, geschäftsmäßig, sogar die Wälder machen den Eindruck einer Industrieproduktion.

    Tatsächlich liefert der Marxismus-Leninismus eine Vielzahl an nützlichen Instrumenten, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge und Ereignisse zu analysieren. MAn bekommt ja über alles nur sehr eingeschränkte und gefilterte Informationen, in der Regel durch politische Ideologien verzerrt, mit diesem Instrumentarium  kann man sich dann doch einen annähernd genauen Einblick erschließen. Es braucht allerdings mehrere Jahre, sie zu lernen. Und es ist wichtig, dass man sie ergebnisoffen anwendet. Linke können in der Regel damit nicht umgehen, weil sie bei allem darauf bedacht sind, das Ergebnis zu erhalten, welches sie wollen, sprich, ihre Ideologie bestätigt.

    Natürlich gibt es auch viele andere wissenschaftliche Methoden, sicherlich ebenso gute, aber diese sind auch gutes Handwerkszeug. Wahrscheinlich darf man kein Politiker sein, um sie zu lernen. Egal ob "links" oder "rechts".

    Rechte verbreiten gerne paranoide Theorien über Marx und Lenin.

    Das ist Quatsch. Natürlich sind sie auch historische Figuren.

    Aber ein Schreiner fragt auch nicht nach dem Werkzeughersteller, er fragt nach dem für seine Zwecke geeignetem Werkzeug.

    Gerade was Lenin anbelangt finde ich auch, hätten gerade die Deutschen durchaus Grund, ihn positiv zu bewerten!

    Der Friedensvertrag von Brest Litowsk war ein entscheidender Schritt zur Beendigung des ersten Weltkrieges. Die UdSSR war die einzige Macht, die sich gegen die Versailler Verträge einsetzte, ohne die der Nationalsozialismus nie zur Macht gelangt wäre. Dass Deutschland den Weg zur Demokratie einschlug, was ja anscheinend heilig ist, hat es vor allem dem Umstand der Machtübernahme der Bolschewiki im Russischen Reich zu verdanken.

    Dass es im 2.Weltkrieg zu einer Auseinandersetzung zwischen der UdSSR und Deutschland kam, war definitiv nicht die Schuld der UdSSR. Das bestätigt ja sogar der deutsche Außenminister von Ribbentrop, der sich gegen den Angriff auf die UdSSR ausgesprochen hatte!

    Deutschland hat den Krieg begonnen, Deutschland hat den Krieg verloren. Der Verlierer muss zahlen. So sind die Regeln. So sind sie seit Anbeginn der Menschheit und keiner kann sagen, er würde sie nicht kennen.

    Umso wichtiger ist es, es gar nicht erst zum Krieg kommen zu lassen.

    Anbei sei noch verwiesen auf Stalins Angebot von 1952, eine wiedervereinigtes, souveränes und eigenständiges Deutschland zu ermöglichen, wenn sich Deutschland zur Blockfreiheit und Neutralität bekennt, ws von der Bundesregierung und den USA abgelehnt wurde! Behauptungen der Bundesregierung, dieses Angebot wäre nicht ernst gemeint gewesen, sind reine, ja genau, Behauptungen! Unterstellungen, die die Westbindung der BRD zementieren sollten.

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    Aber egal, das sind Interpretationen historischer Fakten.

     

    III

    Viele sagen heute, das Elend der militärischen Gewalt, die unsere Gegenwart prägt, begann mit dem Angriffskrieg der NATO auf die Bundesrepublik Jugoslawien. Willi Wimmer, der heute sehr oft, auch sehr klug, das Geschehen kommentiert, vertritt diese Auffassung.

    Andere leiten die Dinge von 9/11 New York ab und G.W.Bushs Ausrufung des "War on Terror".

    Ich habe dazu eine andere Auffassung.

    Aus meiner Sicht war der Sündenfall, der Angriff auf den Irak 1990/1991!

    1989/1990 wurde die UdSSR demontiert.

    Nach meiner Auffassung war die UdSSR das funktionierende Gegenkonzept zum westlichen System.

    Der Westen funktioniert auf dem Prinzip der Konkurrenz, die Menschen werden eingeteilt in "winner and loser".

    Das Grundprinzip der UdSSR bestand darin, dass es keine Verlierer in der Gesellschaft gibt und jeder Mensch nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten ausgebildet und eingesetzt werden soll um das gemeinsame Projekt, das Land und seinen Staat, aufzubauen und optimal zu gestalten.

    In wieweit das gelungen ist oder nicht, tut hier nichts zur Sache.

    Es scheint ser vieles nicht so optimal gewesen zu sein, auf die Auflösung der UdSSR erfolgte in Europa eine regelrechte Aufbruchsstimmung, in der UdSSR selbst war das anders, dort reagierten die Menschen eher mit Verunsicherung, aber westlich der UdSSR gab es diese Euphorie, viele Menschen in Ost und West begeisterte die Tatsache, dass die strikte Trennung zwischen beiden Hälften Europas beendet würde, die sehr bald in eine Art Goldgräber-Stimmung mündete.

    Im Jahre 1990 endete auch der Krieg zwischen Iran und Irak. Auch das schien zunächst positiv, ich hatte diesen langen Krieg so interpretiert, dass die USA via Irak einen Stellvertreterkrieg gegen den Iran geführt hat. Dabei ging es nicht alleine um Öl oder Vorherrschaft. Die Revolution im Iran war eine Demütigung der USA und ein gedemütigter Herrscher will das Blut der Beleidiger!

    Dann besetzte der Irak Kuwait und von Tag 1 an plusterten die USA sich so auf, dass auch von Tag 1 an klar war, dass es hier keine diplomatische Lösung geben kann, die USA legten es von Beginn an auf einen Einmarsch an!

    Wir wissen heute, das wird von führenden Kreisen in Washington nicht nur zugegeben wird, sie kokettieren regelrecht damit, dass Kuweit von Anfang an eine Falle war, in die Saddam Hussein getrieben wurde, um angreifen zu können.

    Ich sagte, der Irak-Krieg war der Sündenfall! Bedenkt man, dass viele Bibelforscher den Garten Eden zwischen Euphrat und Tigris lokalisieren, so hat dieses Wort, das auf den Apfel und die Schlange zurückgeht, sehr geeignete Symbolik.

    Einerseits ging es natürlich um die Fingerübung, wie ein Krieg der USA/NATO verkauft werden kann.

    Andererseits, und viel wichtiger, ging es darum, anhand des Irak ein Exempel zu statuieren!

    Das war mir sofort aufgefallen: die Bevölkerungen nahezu überall war in Aufbruchstimmung, etwas neues sollte auf dem Planeten entstehen, und die USA mussten zuschlagen, um zu zeigen, wer von nun an der Herrscher ist! Dass sie es sind, die ansagen, was wie zu laufen hat!

    Die normale Bevölkerung war diesem Krieg gegenüber auch durchaus ablehnend eingestellt.

    Kuwait verteidigen? Geh bitte, wen interessiert es, ob Kuwait eine Provinz des Iraks ist, oder das Herrschaftsgebiet einer dieser arabischen Aristokratenfamilien. Kuwait als Land hat nie existiert. Es ist einer der Flecken Erde, bzw. Wüste unter der es Öl gibt, den eine Familie nach Lust und Laune mit dem Segen der UNO ausbeuten und plündern kann, mehr war Kuwait nie gewesen. Wie in allen diesen Ländern, seien es die Emirate oder Saudi Arabien, ist die Bevölkerung dort nichts als eine Masse Sklaven, welche dieser Familie zu 100% gehorchen muss und gänzlich rechtlos ist.

    Schon damals ging die Propaganda, gegen den "Hitler" Saddam Freiheit und Demokratie verteidigen zu müssen, und nichts in der Welt ist lächerlicher, als im Namen von Freiheit und Demokratie ein arabisches Emirat zu verteidigen.

    Eine gewiße Mobilisierung gegen diesen Krieg konnte begonnen werden, aber es war schon damals so, dass nicht von Außen diese Mobilisierung unterdrückt wurde, sondern von  Innen sabotiert!

    Mit dem Trick: wer den Irak verteidigt verteidigt Saddam, und Saddam ist Hitler!

    Dass es bei einer Mobilisierung gegen diesen Krieg auf den Staatschef überhaupt nicht ankommt, sondern dass die Mittel der militärischen Überlegenheit zur Durchsetzung amerikanischer Herrschaftsinteressen unterbunden werden muss, war als Position nicht mehr durchsetzbar.

    Heute bin ich der Auffassung, dass ich mit dieser Positionierung damals zu kurz gegriffen hatte, denn es sind gar keine amerikanischen Herrschaftsinteressen, es sind die globaler Eliten, welche sich der USA als stärkste Industrie- und Finanzmacht bedienen.

    Alles an diesem Krieg wäre durchschaubar gewesen. Damals hatte man als Normalbürger zwar kein Internet, aber es gab Weltempfänger, Radiogeräte, die Sender aus aller Welt empfangen konnten. Es gab ausländische Zeitungen, Magazine etc. also war es durchaus auch damals schon möglich, auf internationale Quellen zuzugreifen.

    Damals wie heute musste man nur lernen, das empfangene Material zu auszuwerten und zu verarbeiten.

    Saddam herrschte über die shiitische Mehrheit seines Landes mit eiserner Hand, das war bekannt, und die wollten das nicht, das war auch bekannt.

    Ich hörte Interviews mit einfachen amerikanischen Soldaten, die begeistert in diesen Krieg zogen und angaben, sie wollten die Schiiten von dem Diktator befreien!

    Ich erkannte sofort 2 Dinge:Eerstens werden die Soldaten mit einer anderen Propaganda gefüttert als die Zivilbevölkerung.

    Zweitens: wie kommen Amerikaner darauf, die Schiiten wollten ausgerechnet deren Unterstützung? Die werden ihr blaues Wunder erleben, denn Saddam war den USA durchaus immer wohlgesonnen gewesen und ihr Partner, die Schiiten halten, gelinde gesagt, nichts von Amerikanern!

    Es gab also durchaus Möglichkeiten, sich zu informieren, und aus den Informationen Schlüße zu ziehen.

    Eine wichtige Quelle für historische Hintergrund-Informationen waren damals für mich die mit der Region befassten Bände der Fischer-Weltgeschichte.

    Es gab nämlich damals durchaus ernsthafte Historiker, die ihe wissenschaftlichen Ergebnisse möglichst unabhängig von politischer Auffassung darzustellen versuchten.

    Auch das ist eine Sache, die indirekt auf den Einfluss der UdSSR zurückzuführen war.

    Die UdSSR erzählte die Geschichte immer von einem marxistischen Klassenkampf-Standpunkt aus. Der Westen arbeitete viel nach den Grundsätzen der bürgerlichen Wissenschaft, wie sie von den französischen Enzyklopädisten entwickelt wurden.

    (Heute sind derart ernsthafte wissenschaftliche Darstellungen nach meiner Erfahrung nicht mehr so leicht zu finden. Die Geschichte wird heutzutage immer mehr als die Geschichte des Siegers im Kalten Krieg erzählt.

    Ein deutliches Zeichen für den Verfall der Universitäten.)

    Man kann sagen, was heute als Kalter Krieg Krieg bezeichnet wird, war auch ein für beide Seiten produktiver dialektischer Prozess.

    Im Irak-Krieg wurde deutlich, dass dieser Prozess beendet war.

    Und es wurde deutlich, dass die Linke in Deutschland sich zur linken Flanke des Imperialismus entwickelt.

    Ich als Person verfügte nicht übe die nötigen Qualitäten, dem entgegensteuern zu können. Aber ich denke auch, selbst wenn ich darüber verfügt hätte, und wenn viele darüber verfügt hätten, wäre es nicht möglich gewesen.

    Die UdSSR hatte den Kalten Krieg verloren, ich hatte den Kalten Krieg verloren.

    The winner takes ist all.

    Was ich damals nicht begriff, war: damit ist eine historische Phase insgesamt zu Ende gegangen. Der Mensch ist stur und sein Geist ist träge.

    Die damalige Welt war die Nachkriegsordnung tatsächlich des 1. und 2.Weltkrieges.

    Mit dem Aussterben der Kriegsgenerationen, die diese Welt aufgebaut hatten, wurde sie obsolet und die Bedürfnisse der jungen Generationen wurden andere.

    Die gesamte Rechts-Links-Logik, die im 19.Jahrhundert ihren Ursprung hatte, endete hier.

     

     

    (Rechtschreib- und Tippfehler bitte übersehen, ich bin zu faul zum korrigieren. Und hey, Frohe Ostern!)
     

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  • Quo vadis

     

    Heiko Maas beruft eilig eine Innenministerkonferenz ein, um 100 Millionen für die "Abwehr" einer imaginären rechtsradikalen Gefahr locker machen zu können.

    Die Begründung verdeutlicht, worum es eigentlich geht: die Planstelleninhaber sollen sich nicht von Genehmigung zu Genehmigung hangeln müssen, zu deutsch: Heiko schanzt der Kumpanei aus dem eigenen politischen Spektrum ein steuerfinanziertes Einkommen zu! So etwas nennt man für gewöhnlich Korruption.

    Ist schon klar, dass das Gespenst von der rechten Gefahr besonders laut beschworen werden muss, "Die rechten spalten die Gesellschaft" war Heikos Spruch, wenn man arbeitslosen Linken für ihr Hobby einen Lebensunterhalt auf Steuerkosten beschaffen will.

    Ich halte auch einmal fest, dass die Parolen des Typs "München ist bunt" keine politischen Parolen sind, sondern reine Konsumhaltung; der sogenannte Antirassismus oder Antifaschismus beschränkt sich darauf, seiner brave new Pepsiworld neues exotisches Kolorit hinzufügen zu wollen und jeden als "Rechten" zu beschimpfen, der ihnen den Spaß verderben möchte.

    Neuerdings hat ja sogar eine Vollblutsozialdemokratin wie Sahra Wagenknecht das Vergnügen glücklich im Kreise der "Rechten" verortet zu werden, da sie absieht, dass außer mit hübschen neuen Farben mit weiteren Konsequenzen zu rechnen ist und Oh Schreck, das formuliert.

    Die Linke ist schon seit sehr langem eine Bewegung, die keine hellen Köpfe mehr anzieht. Und verirrt sich ein solcher zu den Linken, stellt der irgendwann fest, dass er in der Linken sein Leben sinnlos verschwendet und ringt um Neuorientierung.

    Aber natürlich redet die andere Seite den gleichen kompletten Bockmist zusammen, nur derzeit aus der Position der Machtlosigkeit heraus.

     Herr Gauland, so las ich, beklagt sich darüber, Fans von Pol Pot könnten es in der Politik weit bringen und Rechte nicht.

    Das ist natürlich Schwachsinn, diese Dinge hängen davon ab, welche Seilschaft gerade die Oberhand hat.

    Und es war ziemlich schwer, sich über das Thema Kambodscha ein vernünftiges Bild zu machen. Linke reagierten mit den genau gleichen Sprüchen wie Rechte, vor allem einig darüber, dass beide an Tatsachen zur Gänze desinteressiert sind!

    Zufällig gelang es mir, mich in dieses Thema über französische und amerikanische Quellen etwas einzuarbeiten, und ich kam zu folgenden Schlüssen: um das Ausbildungsniveau in Kambodscha zu erhöhen, schickte Samdech Norodom Sianouk talentierte Studenten nach Paris an die führenden Institute der Stadt.

    In den 50ger und 60ger Jahren gehörte es zum guten Ton eines Universitätsangestellten, mit der KPF zu sympathisieren oder gleich Mitglied zu sein.

    Unsere jungen Khmer erhielten in Paris nicht nur die Ausbildung, wozu sie auf Staatskosten dort hingeschickt wurden, sie wurden auch gleich zu fleißigen Kommunisten gemacht.

    Der Begriff "Rote Khmer" war ursprünglich nur ein Scherz des Prinzen, wie der Titel Samdech auf deutsch übersetzt wird. Als sein Geheimdienst ihm zutrug, die Frankreichrückkehrer hätten eine kommunistische Partei gebildet, kommentierte er es: "Ach, dann habe ich jetzt also auch Rote Khmer!"

    Dazu muss man wissen, dass Sianouk keine Probleme mit Kommunisten hatte, erstens führten die Kommunisten Vietnams den Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich an, zweitens verstand er sich mit Moskau und Peking relative gut.

    Die kommunistischen Akademiker fielen im Wesentlichen dadurch auf, dass sie nicht mehr wie Khmer lebten, sondern wie Franzosen, aber Franzosen kannte man, Kambodscha gehört mit Laos und Vietnam zusammen zur ehemaligen französischen Kolonie Indochine.

    Die Kommunistische Partei blieb winzig und hatte ausser zur KPF nur noch nennenswerte Auslandskontakte nach Nordvietnam und Laos.

    Das Unglück brach mit dem amerikanischen Vietnamkrieg ein!

    Als die Amerikaner Sianouk wegputschten, da dieser die Vietkong unterstützte, und ihren Agenten Lon Nol als Regierungschef einsetzten, war die kommunistische Partei, mit der Sianouk sich zusammentat, die Kraft, welche den antiamerikanischen Widerstand organisierte.

    Sie waren sehr erfolgreich, und bald folgte ihnen das ganze Land mit Ausnahme der Hauptstadt Phnom Pen, in dem der Diktator von US-Gnaden Lon Nol ein ähnliches Regime führte wie heute der IS in Syrien.

    Hinter den Kulissen teilte sich die Kommunistische Partei, die ja nun plötzlich sehr bedeutsam geworden ist, in 2 Fraktionen: die eine unter Heng Samrin, welche mit Moskau zusammenarbeitete und ein zweiter unter Pol Pot, der mit Peking zusammenarbeitete. Das ist alles etwas komplizierter, als in wenigen Sätzen darstellbar, es hängt damit zusammen, dass Moskau generell der Meinung war, Vietnam, Laos und Kambodscha sollten eine gemeinsame kommunistische Partei Indochinas aufbauen und einen Bundesstaat nach Art der UdSSR, weil nur Vietnam über Industrie verfügte, die Strategien Maos aber in erster Linie auf landwirtschaftlicher Basis beruhten.

    Einen Tag vor dem Fall von Saigon fiel Phnom Pen.

    Kurze Zeit später brach ein Machtkampf zwischen den beiden Flügeln der kommunistischen Partei aus, der sehr schnell in einen Stellvertreterkrieg zwischen der UdSSR und der Volksrepublik China eskalierte und bis zum Ende der UdSSR andauerte.

     

     

    Unterm Strich kommt heraus, dass Politik in Deutschland ein klassischer Fall von "Alle Kreter lügen" ist, da es einerseits völlig unmöglich ist, mit politisch ambitionierten Menschen ein vernünftiges Gespräch zu führen, andrerseits die politisch ambitionierten Menschen unser aller Leben beeinflußen und folglich nicht wie andere Idioten ignoriert werden können.

    Wie einfach alles ist, wird klar, wenn man die Polen-Affäre auflöst, wozu ein Artikel in den DWN völlig ausreicht, der darauf hinweist, dass die polnische Regierung ein Gesetz erlassen hat, welches zu Gunsten der Kleinsparer und zu Ungunsten der Banken ausfällt. Schon bei der Überschrift entgleitet mir ein herzhaftes Gähnen und mein Kopf sagt mir: "Ach darum der ganze Lärm!"

     

    Überzogen eine rechte Gefahr herbeireden und von einer islamischen Gefahr ablenken schadet der Gesellschaft.

    Worin besteht die islamische Gefahr und warum muss sie erkannt werden?

     

    Der Islam ist eine Religion, die auf den Aussagen eines Herrn Mohamed beruht.

    Ein Moslem ist ein Mensch, der glaubt, Gott habe diesen Herrn Mohamed auserwählt und ihm durch einen Engel die vollendete und unverrückbare Wahrheit übermittelt, welche dieser nun den Menschen verkündet.

    Der Moslem glaubt, Mohamed sei der letzte Prophet.

    Der Moslem glaubt, die Bücher und Überlieferungen der Juden und Christen seien im Laufe der Zeit verfälscht worden, darum habe Gott Mohammed genau instruiert, um die Fälschungen zu korrigieren.

    Das beinhaltet eine genau definierte Eschatologie, ein genau definiertes Weltbild und ein genau definiertes Menschenbild.

    Das beinhaltet exakt formulierte Gebote und Verbote.

    Ist ein Mensch ein Moslem, dann glaubt er daran, er verfolgt die von seinem Propheten vorgegebenen Ziele und strebt danach, die Gebote und Verbote einzuhalten.

    Tut ein Mensch das nicht, so ist er kein Moslem.

    Herr Mazyek ist der Vorsitzende des "Zentralrats der Muslime".

    Man muss also bei ihm davon ausgehen, dass er ein gläubiger Muslim ist.

    Alleine der Begriff "Zentralrat der Muslime" ist ein Deutschland-spezifischer Begriff, der politisch motiviert ist: er soll Assoziationen mit "Zentralrat der Juden" hervorrufen.

    Er soll also das Gefühl geben, die Muslims wären eine in Deutschland von Verfolgung bedrohte Minderheit.

    Tatsächlich aber haben vielerorts Moslems das 3.Reich aktiv unterstützt und waren mit ihm verbündet.

    Auch heute noch haben  das 3.Reich und Hitler in vielen moslemischen Gegenden einen guten Ruf!

    Zum Teil hängt das mit der Situation Israel-Palästina zusammen. Zum Teil damit, dass Hitlerdeutschland sich im Krieg mit England und Frankreich befand, uns somit ein logischer Verbündeter war.

    Ein spezifischer Teil der Moslems sympathisiert aber mit der Idee der Judenvernichtung selbst.

    Damit soll nicht gesagt werden, dass Moslems ganz allgemein eine Judenvernichtung anstreben, sondern dass es mindestens anmassend ist, den Begriff "Zentralrat der…" okkupieren zu wollen.

    Die ständigen Versuche des ZdM und Herrn Mazyeks, zu versuchen eine Konnotation mit der Judenvernichtung des 3.Reiches herstellen zu wollen, verbietet sich aber aus mehreren Gründen.

    Die Verharmlosung der NAZI-Verbrechen kann nicht unerwähnt bleiben.

    Dann geht es um den entscheidenden Unterschied zwischen Islam und anderen Religionen.

    Gläubige Juden erfüllen ihre religiösen Pflichten und halten ihre Familientraditionen ein. Sie sondern sich möglicherweise von der sie umgebenden Gesellschaft ab, aber sie wollen sie nicht umerziehen. Sie wollen keine neuen Juden "machen", es ist, im Gegenteil, sehr schwer für jemanden, der nicht als Jude geboren wurde, Jude zu werden.

    Aber die Verbreitung des Islam ist die wichtigste religiöse Pflicht des Moslem.

    Und die Vorstellungen des Islam sind nicht kompatibel mit anderen Vorstellungen.

    Mit Hindu gibt es kein Problem, denn der Export eines altindischen Kastensystems ist nicht Teil ihrer Religion.

    Mit Buddhisten gibt es sowieso kein Problem, der Buddhist verlangt von niemandem Gefolgschaft.

    Alle Träger dieser Religionen können sich problemlos in europäische Gesellschaften einfügen. Sie folgen anderen Riten und unterlassen, was ihrer Moral widerspricht, aber sie geraten  nicht mit anderen Vorstellungen in physischen Widerspruch.

    In diesen gerät der Islam zwangsläufig.

    Manch eine Person, ich traf schon solche, gibt es, die sich genau das wünscht: die Befreiung von sich selbst, dem eigenen immer nur so tun als ob, dem Leben aus Shows, die abgezogen werden, immer neuen Masken und keine Substanz, die sie verbergen, und der einzigen zentralen Realität: die Rechnungen müssen bezahlt werden!

    Sie spekulieren mit dem Gedanken, der Islam könnte ihnen das geben.

    Solange die UdSSR existierte, gab es die Illusion, es existiere etwas, wofür zu sterben sich lohnte und dadurch Ziele, für die zu leben sich lohnte; das, was heute der kalte Krieg genannt wird, war der Kampf zwischen Glaubensbekenntnissen, zwischen Hoffnungen und einer Idee, der Mensch könnte seine Zukunft selbst gestalten, man war sich nur nicht einig wie.

    Das Ende der UdSSR warf den Menschen auf sich selbst zurück, seine Bedeutungslosigkeit und Verlorenheit im Dasein.

    Was die französische Revolution begann vollendete die Machtübernahme der Bolschewiki über das Russische Reich: die Liquidierung des Christlich-aristokratischen Abendlandes.

    Alle westlichen Demokratien in Europa waren der Versuch, nicht mehr Monarchie zu sein und nicht UdSSR zu werden.

    Die Macht des Kommunismus bestand darin, dem Menschen ein Leben nach den ursprüngliche Vorstellungen des Christentums zu versprechen, das ohne Gott auskommt.

    Mit dem Ende der UdSSR verkam alles zum reinen Geschäft.

    Die gesamte Substanz des Lebens in der kapitalistischen Welt lässt sich in einem kurzen Gedicht von Rainer Maria Rilke beschreiben:

     

     

    “Uns verwirrt es, die wir seined heißen,

    Immer so zu leben, nur von Bildern

    Und wir möchten manches mal mit wildern

    Griffen Wirklichkeiten in uns reißen,

    Stücke, Abzufühlendes, ein Sein!”

     

    Das mag bei einigen zu der Hoffnung führen, durch den Islam käme etwas in das Leben des Westens zurück, das die Leere füllt.

    Aber der Gedanke ist falsch: er entspricht dem, was Obdachlose zuweilen tun, sie begehen ein Verbrechen, nicht um seiner selbst willen, nicht weil es ihnen Profit einbrächte, sondern um eine Haftstrafe zu bekommen, da die Haft ihnen eine Möglichkeit des Ausruhens verschafft.

    Der Obdachlose ist ständig der Witterung ausgesetzt und hat nichts, wohin er sich zurückziehen kann, die Haftanstalt ist das einzig sichere Obdach, welches ihm offen steht!

    Der Islam ist eine mittelalterliche Wüstenreligion. Er passt nicht nach Europa!

    Seine Regeln, seine Gebote und Verbote, hatten den Sinn, dem Leben in der Wüste eine Ordnung zu geben und das Überleben in der Wüste zu sichern.  Sein Erfolg bestand darin, dass das funktionierte.

    Er ist eine strenge und archaische Ordnung, die darauf basiert, demjenigen, der sich daran hält ein fruchtbares Paradies mit allen Freuden nach dem Tod zu versprechen und demjenigen, der sich nicht daran hält, Furcht macht, für alle Ewigkeit in der Hitze der Wüste darben zu müssen.

    Die Vorgehensweise, Raub, Mord und Vergewaltigung gegenüber Ungläubigen zuzulassen und Moslems gegenüber angemessenes Verhalten zu fordern, entspricht schlicht militärischen Bedürfnissen, analog zu Wallensteins Methode, den Landsknechten keinen Sold zu bezahlen, aber Plünderungen freie Hand zu geben. Im Gegensatz zu echten Rittern verbreiten sie Terror und kosten nichts.

    Der Islam ist mit der Welt von heute nicht mehr vereinbar, aber gläubige Moslems können nicht anders als nach ihm zu leben.

    Dem sinnlos in Geschäfte verstrickten westlichen Menschen in einer Welt der Technologie bringt er keine Erlösung.

    Der Kommunismus war, um es in jener Redewendung, die Karl Marx für Hegel verwendete, auszudrücken, der Versuch, das Leben des christlichen Abendlandes vom Kopf auf die Füße zu stellen.

    Er war ein Kind de Aufklärung. Die Kirche war nicht christlich, sie war ein Herrschaftsapparat der Aristokratie.

    Die Wissenschaft zerstörte die Macht der Kirche, nun galt es Staat und Wirtschaft für die Menschen zu erobern.

    Er brachte Frieden, Auskommen und Sicherheit und gab der Arbeit einen höheren Sinn, da jeder Arbeitstag ein Beitrag war, das Paradies auf Erden zu bauen, in dem die eigenen Nachfahren einst leben werden.

    Es hatte nichts mit dem zu tun, was in alternativen Kreisen ihm vorzuwerfen heute wieder Mode wird, die Theorieen von der jüdisch-kommunistischen Weltverschwörung, ebenso wenig mit dem brutalen, freiheitsfeindlichen System, als welches  die Profiteure des Kapitalismus ihn darstellten, und er hat nur sehr wenig mit dem zu tun, was westliche Universitätsprofessoren des Typs Adorno lehrten.

    Der Kommunismus eignete sich als Alternative zum westlich-kapitalistischen System, da er eine europäische Idee war und aus der europäischen Geistesgeschichte geboren wurde.

    Das ist der Islam nicht.

    Der Islam ist von Anfang an eine Reaktion auf das Judentum, da zu seiner Entstehungszeit nur die Juden ein funktionsfähig organisiertes Leben unter Wüstenbedingungen hatten, und er war für die Wüste bestimmt.

    Die moderne, technisierte Welt macht den Islam obsolet, denn er ist als ordnungsstiftende Macht nicht mehr nötig. Aber ihm bleibt die Macht aus der Angst vor dem Tod.

    Und das setzt den Moslem in fundamentalen Widerspruch zum europäischen Menschen.

    Die Eschatologie des Islam berührt den europäischen Menschen nicht. Seine ist eine andere.

    Folglich sind seine Lebensregeln andere, seine Moral ist eine andere und seine Hoffnung auf die Erlösung von der Sinnlosigkeit seines Daseins kann durch den Islam nicht befriedigt werden.

    Herr Mazyek und seine Moslems haben natürlich das gleiche Recht und den gleichen Anspruch darauf, in Frieden und Sicherheit zu leben wie alle anderen.

    Angriffe auf Moslems sind zu verurteilen und zu unterbinden.

    Aber wenn er hier mit seinem Glauben in Frieden leben will, dann muss er sich etwas besseres einfallen lassen, als den Deutschen Rassismus vorzuwerfen.

    Linke können ihm dabei nicht weiterhelfen.

    Wie Riexingers Einlassung zur Ablehnung anderer europäischer Staaten Moslems aufzunehmen beweist, wenn er meint, diese sollten mit Geld erpresst werden. Riexinger denkt zu primitiv, für ihn ist die Migrantenfrage ein Geschäft, er versteht nicht, dass es Dinge gibt, die keine Frage des Geldes sind.

    Die Probleme zwischen Moslems und Europäern sind inhaltliche, und wenn Moslems hier leben wollen – denn sorry, nicht böse gemeint, ihr wollt bei uns leben, nicht wir bei euch – müssen sie mithelfen, einen Modus vivendi zu finden.

     

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