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  • EU, UN und der Führungsstab der Oppos schütten Öl ins kiewer Feuer

    Nachts in Europa, Abends in New York, ließ die UN-Hochkommisarin für Menschenrechte, die Südafrikanerin  Navanethem Pillay eine leichte Bombe platzen und solidarisierte sich mit den Aufständischen auf dem Hrushevskoho Boulevard indem sie die Gesetzesnovellierungen vom 16. Januar kommentierte: „Solche Bestimmungen drehen die Menschenrechtslage in der Ukraine zurück, unterdrücken Debatte und Meinungsverschiedenheiten und bringen die demokratischen Errungenschaften der letzten 20 Jahre in der Ukraine in ernsthafte Gefahr.“

    Wenn ich bedenke, dass diese Gesetze lediglich Kopien sind von ein paar Gesetzen, wie sie in jedem europäischen Land und der USA üblich sind, platzt mir bei dem Spruch regelrecht der Kragen, da es eine aggressive Einmischung der ranghöchsten Menschenrechtskugscheißerin in die Ereignisse in der Ukraine auf Seiten der Oppos und ihrer rechtsradikalen Schlägerkommandos ist!

    Ich habe diese heuchlerische Kreatur nie sich beklagen hören über die genau gleichen Gesetze in der BRD, in Frankreich, in UK, in Österreich und sonstwo, geschweigedenn habe ich diese Kreatur sich beklagen hören, als vor der Haustüre ihres eigenen Büros in New York die amerikanische Polizei brutalst gegen Occupy Wallstreet vorgegangen ist, die tatsächlich friedlich geblieben sind.

    Ich habe sie nie beklagen gehört, dass Vermummungsverbot, Tragen von Helmen, Tragen von Waffen auf Demos in EU und USA zu sichernde Menschenrechte wären, ich habe sie nie darüber klagen hören, es sei undemokratisch sei, dass Zelte und Bühnen genehmigungspflichtig sind, was auch immer.

    Auf den mittlerweile zahllosen Webpages der Oppos, die alle unterschiedlich designt sind aber wörtlich die gleichen Nachrichten verbreiten, folglich eigentlich nur unterschiedliche Werbeplattformen darstellen, Zensor.net, Glavcom, News.oboz, elise etc die aus dem Pressebüro der Oppos gespeist werden, wird denn folgerichtig auch verbreitet, was Carl Bildt am Montag vorgegeben hatte, dass das Demonstrationsstrafrecht in der Ukraine das härteste in Europa sei.

    Natürlich hat auch Pillay’s Statement den Sinn, unter den Demonstranten verbreitet zu werden um sie zu ermutigen.

    Der lithauische Außenminister Linas Linkevitius erklärte in einem Interview mit Interfax, dass die Beziehungen zwischen der EU und der Ukraine nicht die gleichen bleiben könnten. „Manchmal sind Worte nicht genug und wir müssen zu Taten übergehen!“ sagte er und forderte Sanktionen der EU gegen Kiew.

    In den USA wurde einem ukrainischen Diplomaten die Einreise verweigert unter Hinweis auf „Gewalt gegen Demonstranten am 30.November und 1.Dezember.

    Das amerikanische Außenministerium erklärte, dass Anweisung gegeben wurde, auch weiteren Verantwortlichen aus Kiew keine Visa auszustellen.

    Der polnische Präsident Bonislaw Komorowski erklärte im Fernsehen, er sehe keinen Sinn mehr darin, mit Präsident Janukowitsch noch zu verhandeln, es sei alles gesagt worden, was gesagt werden müsse.

    In der Nacht zum 22 Januar sind 2 Personen aus Personen zu Tode gekommen:

    Einer erkletterte sine Säule des Dynamostadions um von dort aus Molotow-Cocktails auf Polizisten zu werfen und stürze herab, er wurde in ein Krankenhaus gebracht, verstarb aber dort.

    Ein Mann aus Dnjepropetrovsk wurde tot aufgefunden mit einem Schuss in das Herz und einen Schuss in den Kopf.

    Die Opposition verbreitete die Nachricht, er sei von Scharfschützen der Polizei getötet worden, was sofort von der Presse wie Springers „Welt“ weiterverbreitet wurde.

    Das sieht dann so aus:

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    espresso.tv, ein Internetsender der Oppos, behauptet, aus dem 6. Stockwerk eines Gebäudes hätte ein Scharfschütze gezielt 2 Personen erschossen.

    Premierminister Azarov wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, dass die eingesetzten Polizeikräfte keine scharfen Waffen trügen.

    Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Christof Weil, der in engem Kontakt zu dem Faschistenführer Tiahnybok steht, empörte sich, dass damit „ein Rubikon überschritten“ sei.

    Wir können also mal wieder das exakt gleiche Szenario erkennen, das in Libyen und Syrien angewandt wurde!

    Inzwischen gab die Generalstaatsanwaltschaft bekannt, dass ein zweiter erschossener Mensch gegen 9,00h bewusstlos und mit Schusswunden zur Bibliothek gebracht worden sei, der später seinen Wunden erlag.

    Der Mann wurde als Armenier idendifiziert.

    Die Todesfälle würden untersucht.

    Die Reaktion der Behörden auf die Ereignisse wirken recht hilflos.

    Justizministerin Jelena Lukasch drückte Befremden darüber aus, dass ausländische Diplomaten nach wie vor in den von den Oppos besetzten Regierungsgebäuden, dem Gewerkschaftshaus und dem Rathaus, ein und aus gingen.

    Es ist erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit und Offenheit EU-Offizielle sich an dem Aufstand beteiligen.

    Das Innenministerium rief abermals die Oppositionsführer auf, Einfluss auf die Randalierer zu nehmen.

    Azarov beschwert sich, dass kein europäisches Land so tolerant mit einer solchen Situation umginge, wie die ukrainischen Behörden.

    Das ist natürlich richtig, nur muss er langsam mal begreifen, dass das genau der Punkt ist: die ganzen Verlautbarungen des Menschenrechtler-Gezüchts und heuchlerisches Salbandern der EU-Granden über Demokratie und Meinungsfreiheit haben lediglich den Sinn, die ukrainischen Behörden in eine Situation zu bringen, in der sie beweisen wollen, den Konflikt ganz lieb und demokratisch lösen zu wollen, was sie immer weiter in die Defensive drängt.

    Und je länger es dauert, desto schwieriger wird es, die Situation im Griff zu behalten.

    Gestern spricht Klitschko davon, dass er Tote befürchtet, heute sind die Toten da!

    Tiahnybok kündigte heute auf dem Maidan für diesen Nachmittag 16,00h eine Generalmobilmachung an.

    Um 18,00h solle dann eine konstituierende Volksversammlung verkündet werden, die in Form einer einer „Großen Prozession“ die Verfassung der Ukraine für ungültig erklärt und eine neue ausruft.

    ICH SCHÄME MICH!

    ES IST EINE SCHANDE UND ERNIEDRIGENDE BELEIDIGUNG BÜRGER DER EU ZU SEIN!

     

     

     

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  • Euromaidaniks provozieren Straßenschlachten in Kiew

    Zuallererst: man liest von 100 000, 200 000, sogar 500 000 Demonstranten. Diese Zahlen kommen von dem Onlinemagazin „Ukrainska Pravda“, das sich in letzter Zeit auch öfter mal „Europska Pravda“ nannte, aus Lviv/Lemberg.

    Nach meinen Informationen waren es heute zur Höchstzeit 20 000 bis 30 000.

    Darunter ein harter Kern von etwa 6000, die gut vorbereitet und ausgerüstet mit Werkzeug, Zwillen, Stahlrohren, abgesägten Starkstromkabeln, Schilden und Gasmasken, am frühen Nachmittag mit äußerster Entschlossenheit Straßenschlachten vom Zaun brachen.

    Tiahnybok, Jatenjuk und Klitschko riefen dazu auf, ein Gegenparlament aus den Abgeordneten ihrer Parteien zu gründen und die Regierung für abgesetzt zu erklären.

    Unser Oberpolitiker Klitschko rief die Sicherheitskräfte dazu auf, sich ihnen anzuschließen und gab zum Besten, dass Janukowitsch das „Schicksal Gaddafis“ drohe.

    Im zeitlichen Umfeld dessen durchbrach ein Pulk aus mehreren Hundert vermummten Bewaffneten die Polizeiabsperrung am Hrushevskoho Boulevard und Demonstranten versuchte das Parlament zu stürmen.

    Dabei schlugen sie beispielsweise das Fenster eines Polizeibusses ein und warfen Molotov-Cocktails in den Innenraum.

    Sie warfen Brandbomben, Gasgranaten, schossen Feuerwerkskörper auf die Polizei ab etc.

    Zwei Feuerwehrfahrzeuge, die zum Löschen der Schäden anfuhren, wurden von friedlichen Demonstranten zerstört.

    Behauptungen, die Polizei habe Wasserwerfer eingesetzt, wies das Innenministerium am Abend zurück.

    Klitschko, der irgendetwas von „friedlichem Vorgehen“ faselte wurde ausgepfiffen.

    Mehrere über den Platz verteilte Gruppen skandierten „Tiahnybok, Tiahnybok!“

    Als Klitschko sich unter die Menge mischte und über ein Megaphon Einfluss zu nehmen suchte, bekam er eine volle Ladung Feuerlöscherfüllung ins Gesicht.

    Ein Polizist wurde in das besetzte Gewerkschaftshaus verschleppt und dort verprügelt bis seine Einheit ihn befreien konnte.

    Insgesamt wurden 70 Polizisten in das Krankenhaus eingeliefert, 40 werden weiterhin stationär behandelt.

    Die Polizei hatte mal wieder die Anweisung, Angriffe abzuwehren, selbst aber keine auszuführen.

    24 Demonstranten wurden eingeliefert, 3 behalten.

    Die Auseinandersetzungen dauern zur Stunde an, 4 Festnahmen wurden bisher berichtet.

    Hier ein Screenshot von Swoboda-Aktivisten, die einen Sturmversuch runternehmen.

    Swoboda-Aktivisten stürmen PolzeiabsperrungWoher die Swoboda-Aktivisten überhaupt die Schilder haben?

    Offiziell bestreiten die 3 Matadore mit den Ausschreitungen etwas zu tun zu haben, was angesichts des hohen Organisationsgrades unglaubwürdig scheint.

    Vor allem, da man Klitschkos „Gaddafi-Äußerung“ problemlos als Morddrohung interpretieren kann.

    Klitschko trifft sich zur Stunde mit Präsident Janukowitsch.

    Samstag Abend verbreitete Swoboda eine seltsame Erklärung, dass „Provokateure der Regierung mit Swobodakennzeichnungen“ beabsichtigten, einen Waffenladen auszurauben, Swoboda würde aber keine Waffen einsetzen.

    Nebenbei bemerkt: in Donezk wurde eine Kundgebung zur Unterstützung der Regierung von Swoboda-Kämpfern, wie sie sich jetzt nennen, mit Eisenstangen und Schlagstöcken angegriffen.

     

    Der Beitrag wird laufend aktualisiert werden wenn nötig.

     

    Die Webseite der regierenden Partei der Regionen wurde gehackt und ist nicht derzeit mehr erreichbar.

    Präsident Janukowitsch vereinbarte mit Klitschko die Einrichtung einer Krisenkommission aus Mitgliedern der Regierung und der Opposition.

    Mittlerweile rühmt sich die Gruppe Rechter Sektor die „Kämpfe“ initiiert zu haben.

    Rechter Sektor ist eine militante faschistische Organisation, die mit Swoboda verbündet ist, aber als radikaler gilt.

    Kann Taktik sein.

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    Rechter Sektor(Posting auf deren Webpage von heute, vor einer Stunde)

    In Verbindung zu dieser Gruppe steht auch die rechtsradikale Bloggerin Olena Bilozerska, die von Journalisten ohne Grenzen gefördert wird und den Deutsche-Welle-Preis „Best Blog Ukrainisch“ erhielt, der allerdings nach zahlreichen Protesten annulliert wurde.

    Rechter Sektor sind Euromaidanisten der ersten Stunde und manifestieren ihre Beteiligung so:

    „Ja, ich stürmte die AP. Also bin ich „Provokateur“. Und gestern war ich auf dem St. Michaels-Platz und auch da trug einer Maske und einen Stock in der Hand. Doch da wurden wir nicht als Provokateure bezeichnet. Da klatschten wir, wir hatten gehofft, für … Ich war kein „Provokateur“, auch an diesem Nachmittag, als einer der ersten, der den Maidan erstürmt. Aber dann wurde ich ein „Provokateur“ … Warum trugnen ich und die meisten meiner Geschwister Masken? Weil wir nicht den Wunsch haben, morgen im IVS zu sein, und dann, nach ein paar Tagen – im Gefängnis Lukyanovka. Warum brauchen wir Stöcke, Steine ​​und ähnliche Werkzeuge? Denn es ist ein Straßenkampf, und gehen Sie auf bewaffnete „Berkut“ nackt los ist sehr unklug … Wir kümmern uns nicht, wie wir genannt werden: Provokateure oder Helden. Wir kümmern uns nicht, weil wir sind – die Soldaten der Nationalen Revolution.“

    (veröffentlicht auf Bilozerskas Blog)

     

    23.57h

    Klitschkos heutiges Rendezvous mit einem Feuerlöscher scheint ihm gut getan zu haben.

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    Er ließ über seine Sprecherin verlauten, der Dialog mit den Autoritäten sei unausweichlich, nachdem er das Treffen mit dem Präsidenten verlassen hat.

    Auf dem Hrushevskoho Boulevard brennen mittlerweile alle Fahrzeuge, Privat PKW, Busse, Lastwagen, die nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten. Die Feuerwehr kann aufgrund der Auseinandersetzungen nicht löschen.

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    Der Präsident hat den nationalen Sicherheitsrat beauftragt, eine ad-Hoc-Lösung anzugehen.

     

    Zwischenreflexion: die Schwachköpfe von EU und USA, welche sich um die Ukraine kümmern, hatten ihre Lieblingstierchen Tianhybok, Klitschko und Jazenjuk mit der Ausrufung des „Gegenparlamentes“ samt Gegenregierung beauftragt. Was ein weiterer Putschversuch ist. Tianhyboks Leute allerdings hatten ihr eigenes Süppchen gekocht, da es offensichtlich war, dass dieser „friedliche“ Putsch ebenso erfolglos wird wie der Versuch im November/Dezember.

    (Das erklärt auch die höchst dubiose Mitteilung des Vorabends, dass ein Waffenladen geplündert werden solle, dies aber auf die Kappe der Regierung ginge.)

    Klitschko&Co hatten das auch brav gemacht.

    Am Montag hätte dann auf dem anberaumten Treffen der EU-Außenminister, welches Schwedens Bildt angekündigt hatte, diese „Gegenregierung“ als von der EU anerkannt legitimiert werden sollen.

    Nun blöderweise haben sie jetzt selber auf die Fresse gekriegt und das Muffensausen geht los.

     

    00.15h

    Lviv-Aktivisten vom Rechten Sektor blockieren mit ca 50 Fahrzeugen die Ausfahrt der Kaserne in der Stryiska Straße, um die Sondereinheiten des Innenministeriums am Eingreifen in die Situation zu hindern.

    Das erinnert mich an die friedlichen Demonstranten, die in Benghazi friedlich Polizisten geköpft und verbrannt haben.

    1.30h

    Die Polizei hat 7 Busse vor Lviv gestoppt, die sich nach Kiew aufmachten.

    Die Insassen nennen sich Banderiwets und präsentieren sich unter amderem so:

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    Rechter Sektor verteilt einen offenen Brief in Kiew und anderorten, der zum „Kampf gegen das innere Besatzungsregime mit allen Mitteln“ aufruft.

     

    2.03h

    Nun lässt das Weiße Haus in Washington die Katze aus dem Sack hüpfen:

    Ein Caitlin Hayden vom US National Security Council beschuldigt die Behörden der Ukraine die Situation eskaliert zu haben und forderte, Sonderkräfte aus dem Zentrum von Kiew zurückziehen und einen Dialog mit der Opposition zu beginnen, andernfalls drohen Sanktionen.

    Er fordert die Regierung der Ukraine auf, die „antidemokratischen Gesetze“, welche am Donnerstag verabschiedet wurden, zurückzuziehen.

    Ihm zufolge sei die  Protestbewegung auf Maidan geprägt vom  „Geist der Gewaltlosigkeit.“

    „Wir unterstützen die Forderung der heutigen Oppositionsführer, dieses Prinzip wieder herzustellen“, – sagte der Vertreter des Weißen Hauses.

    „Die Vereinigten Staaten werden weiterhin zusätzliche Schritte, einschließlich Sanktionen als Reaktion auf die Anwendung von Gewalt betrachten“ – schloss Hayden.

    Entsprechend gedenke ich meine Zwischenüberlegungen dahingehend zu revidieren, dass die Eskalation der Gewalt durch den Rechten Sektor gar keine unbeabsichtigte Entwicklung ist, sondern bewusster Teil der Strategie.

    Mag ja möglich sein, dass der Preisboxer nicht eingeweiht war, aber Zweifel daran, dass eine Shock & Awe-Situation die weiteren Entwicklungen beeinflussen sollte, sind wahrscheinlich Anzeichen rührender Naivität.

    Das wird dadurch bestätigt, dass Radio Free Europe Mitglieder des Rechten Sektor zu Wort kommen lässt, die sich als Schutzmacht der Maidan-Demonstranten darstellen.

    Aktivisten von Rechter Sektor und Swoboda nennen die Nacht vom 19. auf den 20. Januar eine „Taufe durch Blut“.

    Es stand von Anfang an außer Frage, dass es zu rechtsradikalen Übergriffen kommen wird, es war nur nicht klar wie.

    Jezt wissen wir es.

    Der Saufbold Juri Luzenko, welcher unlängst erst von sich reden machte, indem er sich an einer Aktion zur Befreiung rechtsradikaler Terroristen beteiligte, äußerte in einer „Rede an die Nation“: „Janukowitsch versteht nur die Sprache der Gewalt!“

     

    Und mit der Nachricht, dass die friedlichen Demonstranten für Demokratie und Freiheit Brandsätze in das Stadion von Dynamo Kiew geworfen haben beende ich den heutigen Tag.

     

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  • Update 3: Frau Schornovol – Flecken auf der weisen Weste des Polit-Boxers

    Über die Frau selbst ließ sich mittlerweile herausfinden, dass sie Tymoschenko-Anhängerin ist und bei der letzten Parlamentswahl antrat aber keinen Sitz im Parlament ergattern konnte, weil sie nicht gewählt wurde.

    Sie plädiert für vorgezogenen Neuwahlen, bei denen sie erneut als Kandidatin antreten will.

    In einem Interview im Krankenhaus, welches doch sehr an Inszenierungen ihres Vorbildes Knastjule erinnert, bezichtigt sie die Regierung, den Angriff in Auftrag gegeben zu haben, weil sie so investigativ sei.

    Inzwischen sind 5 Personen inhaftiert, welche mit dem Überfall auf die Journalistin in Zusammenhang gebracht werden.

    Die stellen eine sehr illustre Gesellschaft dar.

    Das Ganze bleibt sehr undurchsichtig und man muss vorsichtig sein, sich auf etwas festzulegen.

    Die Nachrichtenagentur UKRINFORM meldet: "Chef der Hauptverwaltung für Ermittlungen im Innenministerium der Ukraine Mykola Tschyntschyn erklärte darüber am Freitag in Kiew.

    Tschyntschyn sagte, nach Angaben der Ermittler sei einer der Tatverdächtigten im Zusammenhang mit dem Angriff auf Journalistin Mitglied der Bande von Sawlochow gewesen. Die Bande hätte zur kriminellen Vereinigung von Rybalko, Spitzname Rybka (Fischlein), gehört. Die Klitschko-Brüder hätten mit Rybka, der 2005 ermordet wurde, in enger Verbindung gestanden."

    Klitschko ließ natürlich sofort vermelden, er sein gänzlich unschuldig, die Regierung wolle den "Widerstand" in Verruf bringen und von sich selbst ablenken.

    Ein Blog, der sich mit Mafia-Connections befasst, enthält folgenden Eintrag vom 1. Mai 2012:

     

    Klitschko Mafia

    Der Eintrag weist darauf hin, dass die Verbindung zum Box-Prompter Don King in den USA über 2 Mafia-Bosse, Borovik und eben jenen Viktor Rybalko, zustande kamen.

    Klitschko leugnet das. Nur leider gibt es ein Video von einem Treffen, bei dem Vik (Rybalko), von King als "the most important" bezeichnet wird:

     

     

    Don King selbst ist nicht unbekannt für seine bewegte Vergangenheit.

    Er stand 2 x wegen Mordes vor Gericht, wovon er einmal wegen Notwehr freigesprochen wurde und das zweite mal durch einen obskuren Deal zwischen seinem Anwalt und dem Richter nach nur 3 Jahren begnadigt wurde.

    King ist well known für seine guten Geschäftskontakte zur Gambino-Familie in New York.

    Für Geschäfte mit der Gambino-Familie ist ebenfalls Pawlo Lasarenko gerichtsbekannt, der seinerzeit Julia Tymoschenko zur Politikerin machte und derzeit eine langjährige Haftstrafe wegen Betrugs und Geldwäsche in den USA verbüßt.

    Es tauchten immer wieder Gerüchte auf, dass Klitschko in den 90gern nicht nur von der ukrainischen Mafia gefördert wurde, sondern auch für Rybalko als Geldeintreiber tätig war.

    Nun, dass der Boxsport mit der Unterwelt eng verwoben ist, gehört in gewisser Weise dazu und Klitschko ist eigentlich nicht gut beraten, seine Fotos mit den Herren als zufällig abzutun, weil es sehr unglaubwürdig rüberkommt.

    Ein weiterer Video: Klitschko mit Rybalko und Borovik auf Sightseeingtour:

     

     

    An Fotos mit Rybalko konnte ich auf die Schnelle diese auftreiben:

    Die Klitschko-Brüder beim Fotografen im Studio mit Rybalko:

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    Und mit einem "Künstler" (Vik) in New York mit Don King und Andrej Borovik:

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    Und nochmal mit Rybalko und Borowik in New York:

     

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    Also, der Eindruck, das sei zufällig, wie wenn er in der Schule neben jemanden gestanden habe, der später auf die schiefe Bahn geraten sei, wie Klitschko behauptet, bestätigt sich nicht wirklich aus dem Material.

    Es lassen sich einige Sachen finden, welche die Verflechtungen der 5 Festgenommenen mit der UDAR-Partei, als auch der "Vaterland"-Partei darstellen, aber ehrlich gesagt steige ich da nicht so wirklich durch.

    Die 5. festgenommene Person hat laut Interfax Ukraine mittlerweile zugegeben, an dem Überfall beteiligt gewesen zu sein und zugeschlagen zu haben.

    Es handelt sich um einen 34jährigen aus Dniprodzerzhynsk, der für einen Sicherheitsdienst arbeitet und angab, in Kiew gewesen zu sein um einen Porsche Cayenne zu kaufen, den Fahrzeugtyp also, der bei der Aktion benutzt wurde.

    Rechnen wir die ganzen Fakten zusammen, lassen sich zwar noch keine zuverlässigen Schlüße ziehen, es setzt sich aber ein recht konsistentes Bild zusammen.

    Schornowol wird am Weihnachtsabend überfallen und verprügelt.

    1. Das Auto hat eine Sicherheitskamera, die den Überfall aufzeichnet.

    2. Jazenjuk ist  am Tatort, wo er die Aufzeichnungen entwendet um sie an die Presse weiterzugeben, enthält sie aber den ermittelnden Beamten vor.

    3. Klitschko hat schon am 25. Dezember hunderte Plakate, die das Gesicht der verprügelten Frau zeigen, welche er unter den Demonstranten verteilt.

    4. De Tatverdächtigen kommen alle aus dem Umfeld des Teils der ukrainischen Mafia, der in die Karriere der Klitschko-Brüder investiert hatte.

    Klitsckos, Schornovols, Tymoschenkos und Jazenjuks Behauptung, die Regierung habe die Frau verprügeln lassen aus Rache für investigativen Journalismus, vor allem nachdem die USA angedroht hatte, gegen die Ukraine Sanktionen zu verhängen, wenn die Regierung Gewalt gegen Oppos einsetze, wirft dann doch sehr die Frage auf:

    Wem nutzt das Ganze?

     

     

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  • Der Kampf des Imperiums gegen das Volk der Ukraine verschärft sich

    Will man ein Ungeheuer bekämpfen, muss man selbst Ungeheuer werden, stellt Nietzsche fest.

    Wer moralischen Maßstäben und Regeln des menschlichen Anstandes folgt, der tappt dem Ungeheuer in die Falle, weil er schlicht nicht mit der ganzen Hinterhältigkeit und Bosheit rechnet, die ihn konfrontiert. Er kann die Winkelzüge nicht durchschauen und stößt an Grenzen des leben und leben lassens, weicht zurück, sobald er im Vorteil ist und entblösst sich dem Feind, der überraschend in dem Moment zum Tiefschlag ausholt, in dem man ihm die Hand zum Frieden reicht.

    Vergesst das bisschen NAZIZeit! Das grauenhafteste Ungeheuer, welches die Welt je heimgesucht hat, ist das heutige euro-amerikanische Imperium.

    Die NAZIS waren den heutigen Lords of the Western World moralisch weit überlegen: sie haben nie einen Hehl gemacht aus ihren Zielen und Vorstellungen. Sie haben gesagt was sie wollen, und sie haben getan was sie sagten. Man wusste genau, mit wem man es zu tun hat und woran man ist.

    Sicher, sie waren Ungeheuer, sie haben sich hinterhältiger Mittel bedient: die Inszenierung um den Sender Gleiwitz um den Überfall auf Polen zu rechtfertigen sei hier erwähnt, aber, oups! – das nämliche machen die Amis, Briten und Franzosen auch jedes Mal, wenn sie einen Krieg anfangen wollen, folglich macht das die NAZIs nicht schlimmer.

    Zweifellos haben die NAZIS ihren Feinden stets offen und männlich die Stirn geboten. Der große Georgi Konstantinowitsch Schukow, Marshall der Sowjetunion und Generalstabschef der Roten Armee selbst bescheinigte der deutschen Wehrmacht mutiges und würdevolles Soldatentum. Man unterschied in Russland zwischen SS + Gestapo einerseits und Wehrmacht andererseits.

    In der Propaganda des 3. Reiches werden die Sowjetbürger als wütende Bestien dargestellt. Das ist so im Krieg, man dämonisiert den Feind um eine Bedrohtheit und Hass zu schüren.

    Lesen wir die deutsche Presse über die Wahlen in der Ukraine, so stellen wir fest: sie gebärdet sich nicht anders als der „Völkische Beobachter“ – noch nicht einmal die Sprache ist viel feiner. (Sie können das im Zeitungsarchiv einer gut sortierten Bibliothek wie etwa dem „Gasteig“ in München überprüfen.)

    In Friedenszeiten interessiert man sich für die Alteritäten anderer Nationen und respektiert ihre kulturellen Identitäten und Sitten. Man mischt sich nicht ein in ihre Angelegenheiten.

    Lesen wir also die Presse lernen wir vor allem eines zuerst: die EU führt bereits Krieg gegen Russland und gegen die Ukraine!

    In der FAZ lesen wir folgenden Satz: „Viktor Fjodorowitsch Janukowitsch: Als Halbstarker hat er wegen Raubs und vorsätzlicher Körperverletzung im Gefängnis gesessen, 2004 hat er zum ersten Mal versucht, durch eine gefälschte Wahl Präsident zu werden.“

    Die Tatsachen: 1969 und 1970 wurde Janukowitsch zu zwei Haftstrafen verurteilt im Zusammenhang mit einer Kneipenschlägerei und verbrachte 2 Jahre im GULAG. 1978 wurden die Urteile von der gleichen Kammer, dem Donetzker Oblast-Gericht, was unserem Bezirksgericht entspricht, revidiert, aufgehoben und Janukowitsch für die Haftzeit entschädigt. Das Gericht erkannte an, dass es zu Fehlurteilen gekommen war und er lediglich zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen ist.

    Vergegenwärtigen sie sich einmal, was es bedeutet, wenn ein Bezirksgericht der UdSSR ein Urteil als Fehlurteil zurückzieht! Das kam ganz sicher nicht alle Tage vor!

    Die beeindruckende akademische Karriere Jarnukowitschs habe ich bereits erwähnt; Magister in Maschinenbau, Doktor der Juristerei im Internationalen Recht und ordentlicher Professor an der Kiewer Wirtschaftsuniversität.

    Wer in der UdSSR eine akademische Laufbahn gemacht hat, der hat sich wirklich akademisch ausgezeichnet. Das ist nicht wie Mitt Romney, der zwar einen Harvard-Abschluss hat, aber noch nicht einmal den Iran auf der Landkarte findet.

    Auch Janukowitsch war Sportler. Er war Rennfahrer und vertrat die UdSSR bei internationalen Ralleys und er war bis 2005 Vorsitzender des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine.

    Er gewann knapp die Präsidentschaftswahl 2004, wurde aber durch die Otpor-geführte Soros-Revolution, die „Orangene“ genannt, sofort weggeputscht.

    Was wir immerhin unserer Presse bescheinigen können ist Leistungsfähigkeit: die FAZ schafft es, in einem einzigen Satz zwei Hergänge von riesigem Ausmaß umzudrehen ohne sich zu schämen.

    Am Wahltag selbst war unsere Presse noch nicht so aggressiv. Das mag der Tatsache zu schulden sein, dass die Hintermänner wissen, dass die Gangsterbraut Timoschenko in der Ukraine ausgespielt hat.

    In Personam Vitali Klitschko hat die EU dem Präsidenten einen ohne jeden Zweifel ehrbaren Mann entgegengestellt, der auch noch eine Rocky-Version des amerikanischen Traums verkörpert. (Der hat auch, wie es sich für einen anständigen Menschen gehört, die Wahl sofort anerkannt.)

    Dennoch hat es nicht gereicht, die Loyalitäten zu brechen.

    Das ukrainische Volk hat falsch gewählt. Ein für den Westen unverzeihlicher Fehler. Man wählt nicht, was man für richtig hält, man hat Westen zu wählen. Die Kriege der EUUSA sind schlimmer als die Kriege der Nazis, weil sie feige und verlogen geführt werden, beachten sie dabei, dass wir erst am Anfang der Eskalation stehen.

    Die Frage ist nun, ob Klitschko sich für eine Orangene „Revolution“ reloaded hergeben wird.

    Das wäre traurig. Der Mann würde sich einen unfehlbaren, redlich erworbenen internationalen Ruf ruinieren.

    Wir wissen: die Herrscher des Westens nehmen den Menschen alles: erst ihre Kultur, dann ihre Seele, und wenn sie zu willenlosen Sklaven des Geldes geworden sind graben sie ihnen die Existenzgrundlage ab.

    Sie lassen Karrieremöglichkeiten offen auf der Grundlage:

    Dein Kollege ist dein Konkurrent!

    Der Schaden deines Konkurrenten ist dein Nutzen, der Nutzen deines Konkurrenten ist dein Schaden!

    Klitschko ist Boxer. Ein Boxer kämpft nach Regeln. Wer einen Tiefschlag setzt wird disqualifiziert. Vor dem Kampf wird Show gemacht. Nach dem Kampf gehen die Kontrahenten gemeinsam einen trinken.

    Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Vitali Klitschko gegen Janukowitsch Wahlkampf macht. Solange er als Politiker so kämpft wie als Boxer.

     

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  • Nachtrag zur Wahl in der Ukraine

    Für niemanden, der sich schon ein bisschen länger für dieses Land interessiert,  gab es eine Überraschung:

    Das Bündnis aus der „Partei der Regionen“ des Präsidenten und der „Kommunistischen Partei der Ukraine“ kann seinee Politik fortsetzen.

    Die Interessensvertreter der EU versuchen krampfhaft irgendwelche Fehler bei der Wahl zu erfinden. Wie in Russland ist das einzige, was sie finden können, dass die Regierung im Fernsehen mehr präsent war als die Opposition. Dass eine Regierung außer durch Wahlkampf auch durch Regierungsarbeit im Fernsehen vertreten ist sollte zwar sogar dummdreisten deutschen Ökofaschistinnen von den GRÜNEN wie Viola von Cramon, die als Wahlbeobachterin für die EU-Frontorganisation OSZE dort war, klar sein und ist es natürlich auch, aber man geift hat, weil sie es schließlich ist, die verloren hat.

    Außer Hardcore-Imperialistinnen, wie z.B. unsere GRÜNE, hatte eigentlich auch niemand etwas zu beanstanden.

    Niemand?

    Oh ja, da gibts natürlich noch die Knastjule, die demnächst aller Wahrscheinlichkeit wegen Mordes verurteilt werden wird und die deshalb allen Grund hat, sich als politische Gefangene zu inszenieren und die mal wieder einen auf Hungerstreik macht.

    Jede Bank, jeder multinationale Konzern gibt Morde in Auftrag. Aber Tymoschenko ist so blöd, sich damit erwischen zu lassen.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass die EU bis zur nächsten Parlamentswahl von ihr abrückt und sie durch Klitschko ersetzt.

    Er ist sauber, hat sich seine Prominenz im Sportbusiness verdient, was ihn irgendwie als faire Person erscheinen lässt und er hat die klassische Celebrity-Strohdummheit, alles zu tun, was man von ihm will, wenn man nur seine Eitelkeit genug pflegt, ohne zu begreifen, was er eigentlich tut. Er muss nicht denken können, er muss Massen mobilisieren können; das Denken übernehmen die EU-Lobbies und die Konrad-Adenauer-Stiftung für ihn.

    Laut Interview in Springers Welt ist sein wichtigstes politisches Ziel, dass eine Straße in Kiew nach ihm benannt wird. Na das wenn mal kein echter revolutionärer Inhalt ist!

    So koaliert denn Klitschko auch mit jedem der ihm geheißen wird und koaliert mit keinem, der ihm verboten wird.

    Die Strategen der EU wissen auch, dass mit Knastjule kein Staat mehr zu machen ist. Im Westen eignet sie sich noch als Pressenarrativ. In der Ukraine ist sie zu nichts mehr zu gebrauchen.

    Bemerkenswert ist eine Kritik der OSZE und vor allem der GRÜNlinge am ukrainischen Wahlrecht: denen passt nämlich nicht, dass die Hälfte der Abgeordneten direkt gewählt werden und nur eine Hälfte via Parteien ins Parlament einziehen.

    Die OSZE findet es nämlich undemokratisch, wenn Abgeordnete direkt gewählt werden und nicht von Parteien bestimmt!

    Sie kommt da mit Argumenten wie: das begünstige den Stimmenkauf. Oder geht es darum, dass es bald mal auffliegen könnte, dass eine totalitäre Parteiendiktatur, wie wir sie haben, das Volk von der Demokratie ausschließt?!

    Wie peinlich, wenn Leute plötzlich anfangen zu reden, in der Ukraine können die Menschen wenigstens die Hälfte der Abgeordneten und den Regierungschef selber wählen…

     

     

    Ach ja, Nachtrag zum Nachtrag: aus der Demokratie-Karikatur-XXL, den USA, kömmt freilich Zeter- und Mordiogeschrei, wie ria.novosti berichtet:

    USA kritisieren Parlamentswahlen in der Ukraine

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