• Tag Archives Erdogan
  • Das Jahr in dem der Krieg gegen die Schatten begann

    Die 3.Staffel von "Spacecenter Babylon 5" erzählt von diesem Krieg.

    Sollte jemand diese Serie nicht kennen, sehr empfehlenswert.

    Wenn die verschiedenen Star-Trek-Spin-offs sich damit befassen, wie Politik optimalerweise gestaltet werden sollte, so befasst Bab5 sich damit, wie Politik tatsächlich abläuft.

    Viele Leute lehnen ja SF-Serien ab, weil sie die ganzen Masken und unwissenschaftlichen intergalaktischen Flüge und so weiter doof finden, aber bei gutem Science Fiction ist das nur die ästhetische Gestaltung, die Verpackung sozusagen, er richtet sich vor allem an das amerikanische Publikum, und Amis lieben nun mal verrücktes Zeug, eine Eigenschaft, die mir persönlich an den Amerikanern sehr sympathisch ist – guter Science Fiction ist keine reine Unterhaltung, er ist eine Sprache.

    Schön. Ich schreibe jetzt natürlich nicht um Konsumempfehlungen rauszuhauen – wenngleich ich natürlich betonen will: wer Zeit hat und die Serie noch nicht kennt, sie lohnt sich, kann man von lernen, kein Scheiß! – ich schreibe, weil viele pessimistische Aussichten auf das Jahr 2016 verbreitet sind und zwar zu Recht!

    Es liegt in der Luft, dass einschneiende Dinge geschehen werden.

    Beginnen wir mit Islam und der Wiedererrichtung des osmanischen Reiches.

    Hier zuerst meine allerwärmsten solidarischen Grüße im Nachhinein an die Kurdendemo in Düsseldorf!

    Die Kurdenfrage wird im Jahr 2016 zweifellos eine große Bedeutung erlangen, denn offensichtlich plant das Erdogan-Davutoğlu-Regime eine "armenische Lösung" dafür!

    Das ist kein Pessimismus und auch keine Phantasie, das ergibt sich aus der Analyse seiner Strategie.

    Erdogan ist ein Mann, der einen Plan hat.

    Pläne in der Politik setzt man Schritt für Schritt um, man erzielt Fortschritte und erleidet Rückschläge, die dazu führen, dass man nachjustieren muss, aber man bleibt zielorientiert.

    Erdogan ist so ein Mann, der zielorientiert arbeiten kann.

    Ich glaube, viele Deutsche können sich das aus dem Grunde nicht vorstellen und schätzen Erdogan falsch ein deswegen, weil Zielorientierung in der deutschen Politik seit über 2 Jahrzehnten nicht mehr existiert. Beziehungsweise existiert sie natürlich, aber die Ziele werden verborgen hinter Scheindebatten über andere Themen.

    Sein letzter Rückschlag war das Eingreifen der russischen Luftwaffe im Syrienkrieg.

    Sein Justierungsversuch war das Abschießen der Suchoi.

    Das hat nicht gut funktioniert, also konzentriert er sich jetzt vorwiegend auf den Krieg gegen die Kurden.

    Er paktiert mit den Peschmerga, damit ihm kein rassistischer Völkermord vorgeworfen werden kann. Die Peschmerga waren immer die Proxies der Amerikaner, sie tanzen nach Washingtons Pfeife, die PKK und die syrischen Kurden agieren eigenständig.

    Es ist ein Skandal, der laut schreit, dass die PKK immernoch von der EU als Terrororganisation geführt wird, aber hey! – Merkel ist Erdogans beste Bundesgenossin, Berlin ist Ankaras Spießgeselle!

    Die deutsche Presse ist das schandmäulige Propagandamegaphon der faschistischen Junta in der Türkei!

    Amnesty International ist mittlerweile gänzlich verkommen, sie spielen hier der türkischen Junta in die Hände, indem sie Stimmung gegen die Russische Luftwaffe verbreiten.

    Wir dürfen nicht vergessen, dass Amnesty in der Zeit, als Hitlery Clinton Außenministerin war, in eine Vorfeldorganisationen des amerikanischen State Departement umfunktioniert wurde.

    So läuft das, wenn linke Studentenseilschaften an die Macht kommen! Möge Gott uns davor schützen, Amen!

    Die russiche Luftwaffe ist auch die Luftwaffe zur Verteidigung der Kurden!

    Glaubt an keinen Friedensplan für Syrien, Erdogan wird ihn mit dem Segen Washingtons und Berlins verhindern!

    Sein Etappenziel ist die Einverleibung des Iraks und Syriens in sein Reich, wenn ihr das im Auge habt und alle türkische Außenpolitik unter diesem Gesichtspunkt beobachtet, dann gelangt ihr zu korrekten Einschätzungen.

    Die Kurden sind ein starkes, eigenwilliges Volk, sie stehen seinen Zielen im Weg, also wird er versuchen sie zu vertreiben und auszurotten.

    Was die Vertreibung anbelangt hat er in Merkel und den "Wir lieben Refugees"-Brüllaffen seine Verbündeten!

    Das gehört zusammen, den Kurden einen Weg nach Europa offen zu lassen, ich würde mich nicht wundern, wenn es exakt so abgesprochen wurde zwischen Ankara und Berlin!

    Keine Obergrenze solange die Kurden noch in ihrem Land sind, aber Erdogan muss schnell machen, sein Zeitfenster ist 2016!

    Man möge hier einwerfen: "Aber die Partei Die Linke meckert doch, dass man der Türkei keine Waffen verkaufen solle!"

    Ja, das ist genau die Funktion dieser Partei!

    Es wäre ja schön verdächtig, wenn alle Parteien im Bundestag genau das gleiche zu jedem Thema sagen würden.

    Es muss immer eine Partei in der Opposition geben, die einen Gegenstandpunkt vertritt, aber so, dass sicher gestellt ist, dass dieser Gegenstandpunkt niemals Einfluss auf reale Entscheidungen nimmt.

    Es sei denn, eine unliebsame Sache soll umgesetzt werden, die von der Regierung nicht eingebracht werden kann und darum von der Opposition eingebracht wird; aber einen solchen Fall haben wir hier nicht.

    Für heute belasse ich es damit, das Kurdenthema ist zu wichtig, um noch weitere in einem Artikel darüber anzuschneiden.

     

     

     

     

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Erdogans 5:45h-Moment eben noch mal abgepfiffen

    Sicher, Erdogan ist nur der kläffende Köter der NATO, die überhaupt nicht mehr den Anschein erwecken möchte, irgendetwas anderes in der Welt zu respektieren als Waffengewalt. Mit dem Einmarsch türkischer Truppen in den Irak sagt die NATO der Welt: "Jetzt wll ich es wissen!" Was die türkische Regierung veranstaltete übersetzt sich: "ich kann mir alles erlauben, denn mich aufzuhalten bedeutet eine militärische Konfrontation mit der NATO, und keiner wäre so wahnsinnig, die einzugehen!" Was die türkische Führung hier betrieb war das Verhalten von Kleinkindern, die ausprobieren wie weit sie triezen können, bis es knallt! So harmlos ist es aber keineswegs. Der NATO-Generalsekretär Stoltenberg deckte es ab, großmäulig wie ein Abiturient, der Fünftklässler einschüchtern will und davon ausgeht, dass die sich eh nicht mit ihm anlegen werden.

    Wir erleben einen Vormarsch der NATO aus dem Selbstverständnis heraus, dank der militärisch-industriellen Potenz die Welt nach den eigenen Bedürfnissen beherrschen und jeden herumschubsen zu können und ungestraft damit durchzukommen. Viele Beobachter und Kommentatoren verlieren sich immer noch in Details. Wahrscheinlich können sie sich den entscheidenden Punkt einfach nicht vorstellen: Der transatlantische Packt USA und EU haben jedes Maß verloren, sie kennen keine Grenzen des Anstandes oder des Rechtes mehr!

    Mit "Beobachter und Kommentatoren" meine ich natürlich nicht diese abartige Kriegstreiber-Journaille. Die sind fest eingebunden in das Konzept des euro-amerikanischen Weltherrschaftsstrebens und finden sich damit auch noch toll.

    Russland hat sich offiziell nicht geäußert. Gehen wir davon aus, dass zwischen Moskau und dem Weißen Haus in Washington Telefonate stattgefunden haben und Obama den Ernst der Lage kennt.

    Wie haarscharf wir an einer Konfrontation zwischen NATO und Russland vorbeigeschlittert sind haben möglicherweise viele Menschen gar nicht realisiert!

    Stoltenberg, McCain, Erdogan, das sind nur 3 Gesichter einer Fraktion innerhalb der Eliten, die zu allem bereit sind.

    Die restliche Welt steht nur noch vor der Frage: wie können wir diese völlig außer Kontrolle geratenen Psychopaten stoppen, ohne den ganzen Planeten und das Ende allen Lebens, wie wir es kennen, zu riskieren!?!

    Die deutsche Bevölkerung lässt sich derweilen nasführen mit 24- stündiger Dauerberieselung ob 3 "Flüchtlinge" da und dort mehr oder weniger, wer von den europäischen Staaten jetzt böse ist, weil weniger, wer gut weil mehr – ich verweise an dieser Stelle auf die Sentenz des Herzogs von la Rochefoucault: "Häufig tut man Gutes um ungestraft Böses tun zu können". Natürlich ist an der Migrantenliebhaberei überhaupt gar nichts gut: denn Menschen in Millionenzahlen in eine zukunftslose Situation zu treiben unter der Maskerade der Hilfsbereitschaft ist diabolisch! Es bringt die Länder, in welche diese armen Leute getrieben werden, in ausweglose Situationen und schwächt die Herkunftsländer. Was sollen denn die ganzen Länder mit den Leuten anfangen, für die es keine Arbeitsplätze gibt, auf welche sie sich eine Existenz gründen können? Setzt man es in Zusammenhang mit der aggressiven Weltunterwerfung, welche USA und EU betreiben, wird eigentlich schnell klar, dass die Verteilungskämpfe in diesen Ländern so gepusht werden sollen, das die Einheimischen kein Risiko eingehen können, ihren Arbeitplatz zu verlieren und zu absolutem Gehorsam gezwungen werden um des nackten Überlebens willen. Größere politische Ereignisse treten eigentlich nie als Einzelerscheinung auf, man muss nur erkennen, in welchem Zusammenhang sie stehen. Wenn man die Kampagne "Kommt alle nach Europa, hier habt ihr's gut!" mit den völlig gesetzlosen Vorstößen der NATO in Zusammenhang bringt und die gemeinsame Wirkung von beidem auf die Herkunftsländer, ergibt sich für die Menschen dort: "Wozu mich lange für mein Land einsetzen, wenn ich in Europa alles angetragen bekomme? Mutti Merkel disst sogar ihr eigenes Volk für mich!" Dass sie dann in Europa im Prekariat landen und in der Mehrzahl auf Dauer schlechter dran sind als in ihrer Heimat überdeckt die Doktrin "Wir schaffen das!"

    Sorry, aber wer ist denn bitte "WIR" in einem Land, das ausschließlich nach 2 Prinzipien funktioniert:

    1. Entweder ich steche meine Konkurrenten aus oder ich gehe unter!

    2. Mit dem geringstmöglichen Einsatz den höchstmöglichen Gewinn erzielen!

    Natürlich ist man auch gerne mal nett zu irgendwelchen Leuten, die aller Wahrscheinlichkeit niemals zur Bedrohung der eigenen Position werden können.

    Eine Medien-erzeugte Mode: verschwinden die Migranten aus den Schlagzeilen, werden sie wieder so uninteressant wie das Obst, das irgendein Nachbar in seinem Garten verrotten lässt. Ab und zu beschwert sich jemand, wie nachlässig der doch wäre, einen Anlass zu meckern hat jeder zwischendurch gerne, um Dampf abzulassen, man fühlt sich auch gleich aufgewertet, da der eigene Garten ja so gepflegt ist, aber eigentlich ist es einem auch egal.

    Man kann es sich in den Suburbs von Frankreichs großen Städten ansehen, was dabei herauskommt, wenn eine hohe Anzahl von Einwanderern in Gettos leben, denen man nichts anzubieten hat als ein paar Almosen, Menschen, die nirgendwo hingehören, nicht mehr in die alte Heimat und nicht in das Land, in dem sie wohnen.

    Die aktuelle Migrationsbewegung ist nicht vergleichbar mit den sogenannten Gastarbeitern, die in eine vorbereitete Ausgangsituation gekommen sind und es ist nicht vergleichbar mit Menschen, die eine individuelle Entscheidung getroffen haben, in einem anderen Land sich eine Existenz aufzubauen.

    Die Herkunftsländer werden wehrlos gemacht – haben sie es ohnehin schon schwer, sich gegen den Imperialismus Europas und der USA zu behaupten, so werden sie mit Versprechungen an ihre Bürger, in Europa das Himmelreich auf Erden vorzufinden, gezielt ausgeblutet.

    Hier werden Menschen missbraucht als Teil einer Kriegsstrategie.

    Die Nachrichten verbreiten, die Anschläge vom Freitag den13.November 2015 hätte der Front National den Drive beschert, welcher sie so erfolgreich bei den Wahlen habe abschneiden lassen.

    Das scheint mir doch sehr eine Pille für das deutsche Publikum zu sein.

    Es sieht eher danach aus, als würden immer mehr Franzosen einige Kernforderungen der Front National annehmen!

    So ist die FN die einzige mir bekannte Partei von Relevanz, die entschieden TTIP zurückweist, die das Brüsseler Diktat nicht mehr anerkennen will und ein Konzept vorlegt, wie es möglicherweise gehen kann.

    Der FN wird oft Ausländerfeindlichkeit vorgeworfen, sie weigert sich, Frankreich von Merkel ein Kontingent zuweisen zu lassen: tatsächlich  hat Frankreich jetzt schon so viele Zuwanderer, die nicht in den gesellschaftlichen Prozess eingebunden sind, dass die Frage beantwortet werden muss, wie noch weitere Menschen, die nicht aus der eigenen Kraft existieren können, integriert werden sollen!

    "Wir schaffen das" ist keine Antwort, das ist nur ein dummer Spruch.

    Frankreich hangelt sich am Rande des Bankrotts entlang, Arbeit ist schwer zu finden, Investitionen fallen nicht vom Himmel.

    Und noch wichtiger: die FN besteht glaubwürdig und entschieden auf einen Austritt aus der NATO!

    Der Austritt eines Landes von so großer Bedeutung wie Frankreich könnte dazu führen, dass das gesamte militärische Konstrukt NATO in Frage gestellt wird!

    In fast allen NATO-Staaten wissen viele Menschen, dass es die Aggressionspolitik der NATO ist, welche sie immer näher an den Rand der Vernichtung führt.

    Die Linke setzt dem nichts glaubwürdiges entgegen. Sie appelliert ab und zu an die Eliten, doch bitte zu bedenken, dass Krieg keine Lösung sei und trägt schlussendlich alles mit, was diese entscheiden.

    Wen will sie damit noch erreichen?

     

     

     

     

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Messers Schneide

    Es gibt Dinge, an denen man nur zweifeln kann, wenn man sie nicht wahr haben will.

    Zu diesen Dingen gehört:

    Der Abschuss des Russischen Bombers war der Versuch, einen militärischen Konflikt zwischen der NATO und Russland zu provozieren!

    Das ist die einzige Antwort auf zwei einfache Punkte:

    1.Was für ein Flugzeug hätte es denn sonst sein sollen wenn kein russisches?

    Ein klingonisches? Es gibt dort keine Flugzeuge außer russische, syrische, israelische und NATO-Flugzeuge.

    Putin hat auf der Pressekonferenz mit Hollande darauf hingewiesen, dass die US-Alliierten über die Operation der SU-24 informiert gewesen sind.

    2.Erdogan bot nicht umgehend Hilfe an, die Piloten zu retten, sondern berief die NATO ein. Das kann nur bedeuten, dass er auf eine militärische  Reaktion Russlands spekuliert hat, um den Bündnisfall zu erreichen.

    Die amerikanische Reaktion lässt darauf schließen, dass Obama nicht eingeweiht war, wohl aber gewiße Kreise, die seit langem auf einen militärischen Konflikt hinarbeiten.

    Auch die anderen NATO-Mitglieder wurden hier unvorbereitet in etwas hineingezogen.

    Interessanterweise war die deutsche Presse und das Fernsehen, wie die Berichterstattung sichtbar macht, auf den Fall einer militärischen Reaktion Russlands schon vorbereitet. Jedenfalls diejenigen, welche die Berichte oder deren Blaupausen verfassten.

    Russland ist nun gezwungen, die AKP-geführe Türkei als Feindstaat zu behandeln.

    Das selbe wäre der EU zu empfehlen: es ist nämlich genau das gleiche, seine Bündnispartner bewusst in einen militärischen Konflikt hineinzuziehen, den man absichtlich herbeiführt, wie einen Angriff gegen sie auszuführen.

    Besonders Deutschland sollte hier Farbe bekennen!

    Aufgrund der militärischen und geheimdienstlichen Infrastrukturen, diverser Kommandozentralen etc. die in unserem Land angesiedelt sind, könnte Russland in einem Krieg mit der NATO aus strategischen Gründen gar nicht anders, als zu allererst Deutschland platt zu machen.

    Erdogan hat bewusst den Tod von millionen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland in Kauf genommen!

    Erdogan ist das krankeste und abartigste Schwein, das es derzeit in der Politik gibt!

    Von der Merkel brauchen wir nichts erwarten, die ist ein ferngesteuerter Zombie.

    Die GRÜNEN sind kriegsgeile Ökofaschisten, aber sie sind nur eine Sekte, deren Klientel begrenzt bleibt.

    Alle anderen politischen Kräfte in Deutschland sollten nun den Ernst der Lage erkennen und sich über alle Interessen und Differenzen hinweg dafür einsetzen, dass diese tollwütige Kreatur in Ankara und sein Verein außenpolitisch auf Eis gelegt werden.

    Ist er im Ausland politisch und wirtschaftlich ausgegrenzt, wird seine Diktatur über die Türkei auch nicht mehr lange zu halten sein.

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Das Erdogan-Regime, der islamistische Terrorismus an der Macht, bedroht die Existenz der Menschheit

    Sicher sagen wieder einige: "aber da steht die USA dahinter!"

    Natürlich, ohne die Rückendeckung der USA hätte es Erdogan nur zu einem faschistischen Provinzdespoten gebracht.

    Aber er kocht seine eigene Suppe!

    Als Mitglied der NATO ist es besonders gefährlich, wenn ein aggressives faschistisches Regime die Türkei übernimmt und Reichsphantasien verwirklichen will.

    Er hat nicht nur die USA im Rücken, er hat auch die Bundesregierung hinter sich stehen!

    Der Unterschied zwischen ISIS, Al Nusra etc. und der AKP ist, dass die AKP es geschafft hat, legal einen funktionierenden, traditionellen Nationalstaat zu übernehmen, der sehr gut mit dem Westen vernetzt ist!

    Sie hat es per Wahlen geschafft, die Macht zu übernehmen, was sie formaljuristisch legitimiert.

    Es gibt in der Türkei keinen Al Sisi, der wie in in Ägypten diesem Spuk rechtzeitig ein Ende setzen kann.

    Leute, die es nie schaffen werden zu lernen, wie man differenziert, mögen hier einwerfen: Aha, da ist dir der Sturz der legitimen Regierung recht und bei Assad nicht…

    In Ägypten wurde die Angelegenheit innerägyptisch geregelt, in Syrien ist es ein Umsturzversuch von Außen.

    Daher ist es das Kardinal-Problem, dass es in der Türkei keine politische Kraft gibt, welche das terroristische  AKP-Regime beenden könnte.

    Es mag gut sein, dass der heutige Zwischenfall in der NATO abgesprochen war, wobei ich das nicht glaube, es mag sein, dass er nur zwischen Türkei und der Kriegsgeiler-Fraktion in den USA abgesprochen war, auf die Merkel beispielsweise pisst sowieso jeder, die tut was man ihr befielt und Schluss, warum sie in Gespräche einbeziehen, entscheidend aber ist, dass die türkische Regierung keine Skrupel hat, die militärische Konfrontation zwischen NATO und Russland zu provozieren!

    Ich lese, etwa auf RT, unsere Presse würde die Fakten bewusst verdrehen.

    Das ist zu höflich formuliert angesichts des Ereignisses.

    Unsere Presse ist ein intellektuelles Krebsgeschwühr, das sich in den Gehirnen naiver Leser und Zuschauer einnistest und geistige Metastasen bildet.

    Sie ist Bestandteil von Kriegsführung!

    Sammelt die Namen der Mitarbeiter, wenn es zum großen Krieg kommt und die Menschheit überlebt, wird es unweigerlich eine Art Nürnberger Tribunal geben, der Tod durch den Strang muss auch für kriegsvorbereitende Journalisten in Betracht gezogen werden!

    Es ist dabei unerheblich, ob sie so arbeiten, weil sie zu dumm sind Zusammenhänge erfassen zu können, unfähig sind zu recherchieren und mangelhaft gebildet, ob sie in ihren Schmieden so erzogen wurden, dass sie ihren Job nicht besser können oder ob sie aus bösem Willen handeln.

    Es werden Exempel statuiert werden müssen!

    Noch haben sie die Gelegenheit zur Umkehr.

    Aber der Punkt kommt, da es zu spät sein wird, dann gibt es keine Ausreden mehr, kein Vergeben und kein Vergessen, dann sollen sie gejagt und erlegt werden!

    Eine Eskalation zwischen NATO und Russland oder China ist der Rubikon. Dieses ist keine Drohung, dieses ist ein Hinweis darauf, wie es enden wird!

    Wie geistig benebelt Menschen durch dem Pressemüll mittlerweile sind kann man daran ermessen, dass sie diskutieren, ob da jetzt an der türkischen Darstellung was dran sein könnte und das Flugzeug ein paar Sekunden im türkischen Luftraum gewesen ist oder nicht.

    Die Türkei hat genau das getan, was Putin gesagt hat, in meinen Worten: sie hat als Luftwaffe der ISIS, Al Nusra etc eine militärische Aktion gegen Russland verübt!

    Manche halte Erdogan für unberechenbar.

    Nein! Er ist absolut berechenbar!

    Er betreibt die Wiedererrichtung des osmanischen Reiches als islamischer Gottestaat. Die Terrororganisationen, die in Syrien tätig sind, sind seine Brüder. Die Kurden bekämpft er, weil deren nationalstaatliche Bedürfnissen ein Hindernis für ihn darstellen. Mit den USA und der NATO-Koalition, den Saudis und anderen Golfmonarchisten hätte er sein Ziel, einen Teil Syriens zu erobern, durchführen können, er hätte mit dem IS einen Einheit bilden können, und so auch einen Teil des Irak seinem Reich einverleiben, das Eingreifen Russlands hat dem einen Strich durch die Rechnung gemacht.

    Die Türkei provozierte von Anfang an, heute verübte sie ihren ersten Kriegsakt als Staat gegen Russland.

    Interessant ist, dass bisher nur nationalkonservative Kräfte in Europa angemessen kommentiert haben, Lega Nord und Front National.

    Wahrscheinlich sind die Linken zu sehr damit beschäftigt, ein Reserve-Arbeitslosen-Heer gegen die Arbeitnehmer Europas aufzubauen, um sich mit solchen Kinkerlitzchen abzugeben.

    Der Sozialdemokrat Steinmeier steckt wie immer seinen 4kantschlüsselkopf in jeden Dickdarm, der sich ihm darbietet. Das ist besonders verwerflich, da der deutsche Außenminister kein unbeteiligter Dritter ist und die Bundesregierung zu den wichtigsten Unterstützern des islamofaschistischen Erdogan-Regimes gehört. Die Bundesregierung betreibt den Einfall der Erdogan-Clique in die EU. Das Wort eines deutschen Außenministers hätte in dieser Affäre starkes Gewicht, da muss Stellung bezogen werden, ein weinerliches "zum Streiten gehören immer 2" ist jämmerlich und überflüssig.

    Man muss auch da differenzieren: es geht nicht mehr um den Beitritt einer Türkei wie vor vielen Jahren, bei der man sagen kann, es ist doch egal, ob die auch noch zur EU gehört oder nicht, es geht um die Integration eines islamistisch-terroristischen Regimes! Genauso gut könnte man den IS in die EU holen!

    Erdogan und seine Bande sind sehr gut im Ausnutzen gesetzlicher Möglichkeiten, sie werden auf diese Weise mit den Gesetzesmöglichkeiten der EU vernetzt, und dadurch erheblich in ihren Handlungsmöglichkeiten erweitert!

    Abgesehen davon bedeutet es einen gewaltigen politischen Sieg dür die AKP und Erdogan.

    Das bedeutet auch für die Türken großen Schaden, die mit Erdogans Politik nicht einverstanden sind, in der Türkei und in der EU, in deren Institutionen Erdogans Bande dann gesetzlich Mitspracherecht und Entscheidungsgewalt hat.

    Die Türkei zum sicheren Drittstaat zu erklären bedeutet, die Gegner Erdogans zum Abschuss freigeben und eine gesetzlich verankerte Mitsprache seiner Bande erweitert das Territorium auf dem er sie bekämpfen kann um die EU und macht die EU-Staaten zu seinen Helfershelfern.

    Das sind sie sowieso könnte man sagen, aber jetzt sind es noch die politischen Entscheidungen der Regierungen, dann wird es juristisch dingfest gemacht und irreversibel, solange die EU existiert.

    Nun, im Falle eines großen Krieges wird das eh nicht lange sein.

    Es sind Erdogans Terroristen, die am Freitag dem 13.11.15 in Paris einfache Passanten abgeschlachtet haben!

    Nicht im Sinne der Befehlskette natürlich, aber von der Türkei ausgerüstet, finanziert, protegiert, geheimdienstlich versorgt und sie nutzen die Türkei als Einfallstor in den Westen.

    Jede NATO-Regierung weiß das.

    Steinmeier sondert Binsenweisheiten ab, wenn er sagt, das darf jetzt nicht eskalieren. Eine solche dummdreiste Belehrung braucht die russische Regierung nicht.

    Russlands Regierung ist nicht blöd genug, sich zu militärischer Unbesonnenheit provozieren zu lassen, aber im Gegensatz zur deutschen Regierung wird sie notwendige Schritte gehen, die nicht sofort und laut ausposaunt werden, aber langfristig spürbar sein werden.

    Dennoch ist wichtig, dass die Bürger der EU-Staaten begreifen: wird die Türkei nicht gestoppt, wird sie weiter provozieren. Der Angriff auf ein Passagierflugzeug im Sinai, der Angriff auf gewöhnliche Passanten in Paris und der heutige Angriff auf eine russische Militärmaschine sind eine Kette von Terrorakten innerhalb einer einheitlichen Strategie im Rahmen einer einheitlichen Ideologie!

    Sie wird die Bürger der EU in den sicheren Untergang treiben, wenn die das nicht erkennen und danach handeln!

     

    Aktualisierung: wenigstens von Sevim Dagdelen war jetzt etwas Vernünftiges  zu hören!

     

     

     

     

     

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Nutznieser des Todes

    Viele Menschen, die gute Absichten haben und sich ein Ende von Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung wünschen stellen sich die Weltpolitik leider immer als eine Art riesengroße Augsburger Puppenkiste vor, in der die Washingtoner Eliten die Puppet Masters sind.

    Das führt zu Fehleinschätzungen.

    Die Reaktion der amerikanischen Neocons "Hurrah, voll geil, jetzt marschieren wir in Syrien ein" und der NATO-Generalsekretär Stoltenberg mit seinem "Juppheidi, Juppheida, der Bündnisfall ist da!" bedeuten nicht, dass diese Leute hinter dem Angriff auf Paris stecken, sie bedeuten, dass diese Leute die Anschläge für sich nutzen wollen.

    In einem lesenswerten Artikel erwähnen die DWN einen Professor, der darauf hinweist, es würde möglicherweise nicht der IS, sondern Al Kaida als Drahtzieher in Frage kommen.

    Das ist aber völlig egal. Die Gruppen unterscheiden sich nur darin, wem ihre Kämpfer die Treue geschworen haben. Angenommen, Assad fällt und sie werden die Herrscher über Syrien, werden sie ihre Konkurrenzkämpfe hintanstellen.

    Das von der Presse verbreitete Bild von den durchgeknallten Psychokillern täuscht.

    Diese Gruppen interpretieren den Islam als Staatslehre.

    Sie streben eine Herrschaft an, die nach ihrer Auffassung gottgewollt ist und müssen dafür die Ungläubigen überwinden, die im Dienste des Shaitan dieses Reich Gottes verhindern wollen.

    Ihr Atem ist lang und sie haben, wie Paris wieder einmal zeigt, hervorragende Strategen und Taktiker in ihren Reihen.

    Hauptziel des Angriffes auf Paris war es nach meiner Erkenntnis, wie im letzten Artikel dargelegt, muslimische Minderheiten und Migranten und "ungläubige" Einheimische gegeneinander aufzuhetzen und so Europa zu destabilisieren.

    Sie rechnen damit, dass die Migranten, die nicht zu ihnen gehören, scheitern, unglücklich werden, und dann IS, Al Kaida usw als Hoffnung annehmen werden.

    Seit Russland mit der syrischen Armee und gemeinsam mit kurdischen Kämpfern die Offensive gegen den IS und Al Kaida/Al Nusra erfolgreich angetreten sind, haben sie dort nicht viel zu verlieren. Die Expansion nach Europa liegt auf der Hand, denn ihrer Vorstellung nach gibt es nur die Umma, es gibt nur Moslems oder Ungläubige, nationale Kulturen sind ihrer Ansicht nach Dekadenz.

    Die Blödheit der amerikanischen Kriegsgeiler, einen solchen Anschlag ausnutzen zu wollen und möglichereise in Syrien mit Russland zusammenzustoßen ist nahezu ein Naturgesetz, wie das Aufgehen der Sonne am Morgen und ihr Untergehen am Abend.

    Dieser Effekt wird mit eingerechnet, er nutzt ihnen gegen Assad und Russland.

    Man muss aber klar erkennen, dass sie nicht im Dienste Washingtons handeln sondern ungläubige Psychopathen für ihre Zwecke einsetzen.

    So gesehen sind IS un d Al Kaida dem Amis sogar überlegen, denn die sind blöd genug trotz der Misserfolge der vergangenen 2 Jahrzehnte im Umgang mit den islamistischen Terroristen sich auf ihren eingebildeten Exeptionalism weiterhin einen runter zu holen und zu meinen, sie könnten die Islamisten verwenden und am Ende ausbooten.

    Das aber ist unmöglich!

    Ein Amerikaner kämpft für Geld. Er will seinen Gewinn sofort und er will ihn verprassen.

    Ein Islamist kämpft für den Gottestaat. Und kommt der erst 5 Generationen nach ihm, so hat er doch seinen Teil dazu beigetragen.

    Wenn jetzt in Antalya der G20-Gipfel tagt, so sollten wir nicht auf die blöden Cowboys von jenseits des Atlantik achten.

    Es ist ein ganz anderer Spieler, dessen Stunde hier gekommen ist, der Muslimbruder Sultan Erdogan!

    Seine Ideologie und die der IS ua. sind ebenfalls identisch, nur ist er der intelligenteste Führer und der mit den besten Vorteilen!

    Sind die Führer von IS ua nur Isnoguds, die toben "Ich will Kalif sein an Stelle des Kalifen", so ist Erdogan der Kalif!

    iznogoud 20123

    Jetzt schon ist er es, der sich als Erfolgreichster darbieten kann, er hat das "ungläubige Weib" Merkel in der Tasche, über die er sich die EU-Mitgliedschaft greifbar machen konnte, und somit, historisch-symbolistisch gesprochen, das Tor nach Wien aufgestoßen, er hat die EU als Verbündeten gegen die Kurden, er hat die Möglichkeit, das historische Erbe des osmanischen Reiches aufleben lassen zu können, die Mutter der Umma.

    Damit werden alle Menschen in der Türkei, die nicht Erdogans Ideologie teilen, sehr bald schon Ungläubige oder Verräter, gegen die alles erlaubt ist. Sie werden alle Assad!

    Gelingt es Erdogan, in der Türkei einen Gottestaat in der Tradition des osmanischen Reiches zu etablieren und diesen international zu legitimieren, werden die anderen Islamistischen Verbände wie der IS sich ihm auf Dauer fügen.

    Sein Gepoltere gegen den Terrorismus ist nicht mehr als die Instrumentalisierung des vor Arroganz verblödeten Westens im Ringen darum, sich potentielle Konkurrenten um die Führung unterzuordnen.

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Symour Hersh auf Democracy Now über die türkische Hilfe bei Sarin-Einsatz in Syrien

    Sy Hersh ist einer der einflussreichsten investigativen Journalisten in den Vereinigten Staaten.

    Seit Monaten ermittelt er in den Giftgas-Geschichten um Syrien.

    Hier erklärt er den derzeitigen Stand seiner Ergebnisse:

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Bashar Ja’afari (Syria) on Syria – (3 April 2014)

    Bashar Ja’afari (Syria) on Syria – (3 April 2014) from Johannes Loew on Vimeo.

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Die Koalition der Billigen

    Unvorhergesehenes aus der Celebrety-Ecke: die Gossip-Seiten sind begeistert: Alyssa Milano, deren schauspielerische Karriere seit "Charmed" nicht mehr so recht in die Gänge kommen wollte, agiert nun als Milf-Porno-Mieze und kokettiert mit einem "Sex-Tape", das für den Krieg wirbt, dieweilen ausgerechnet Madonna sich gegen den Angriff ausspricht. Etwas peinlich, wenn  abgetakelte B-List-Celebreties sich von Miley Cyrus' jüngster Selbsterniedrigung inspirieren lassen, um die Öffentlichkeit an ihre Existenz zu erinnern.

    Celebs vor den Karren von Regierungsprojekten zu spannen gehört natürlich zum Geschäft. Es ist Teil der Hollywood-Industrie, die Fans mitzunehmen.

    "Ja und, was interessiert das mich?" kommentieren sie das.

    Schon klar, ist unwichtig, aber gucken sie sich das "Kräfteverhältnis", welches darin verborgen liegt an, und sie erkennen: es entspricht der internationale Lage!

    Madonna ist eine echte Macht im Showbiz.

    Alyssa Milano muss permanent um ihren Beverly-Hills-Lebensstandard fürchten.

    Und nun sehen wir uns an, wen Secretary of State Kerry mit in's Boot holen konnte:

    Natürlich Sultan Erdogan, in den zukünftigen Büchern der Geschichte genannt "der Zweifachdumme". Er braucht diesen Krieg, um sich an die Macht zu klammern und begreift nicht, dass er so sein eigenes Grab schaufelt; davon ab, dass das Volk der Türkei ihm seine Kriegsgeilerei nicht danken wird, macht er sich von Washington derart abhängig, dass ihm in nichts mehr Handlungsfreiheit bleibt. Spätestens in Saddam Hussein sollte er ermessen können, wohin einen Mann das bringt. Aber ich sagte es schon oft: er hat den Charakter eines niederrangigen Drogenhändlers: die glauben auch immer genau derjenige zu sein, den es nicht erwischt.

    Dann sind da mal die beiden Anwärter auf Supermachtstatus Albanien und Lettland. Im Cartoon würde das beschrieben mit "ohne Worte".

    Als Staat wird genannt: das Kosovo. Was ist das Kosovo: die größte amerikanische Militärbasis auf europäischem Territorium, umgeben von einer Gebirgsregion, die beherrscht wird vom UCK, einer kriminellen Vereinigung, die bekannt ist für Menschenhandel, illegalem Organhandel, Organisieren von Zwangsprostitution und das Kosovo ist der zentrale Umschlagplatz für Opium aus Afghanistan für Europa.

    Frankreich natürlich. Das noch bankrotter ist als Griechenland, worum nur nicht so viel Wirbel gemacht wird, weil es größer ist und ein Zusammenbruch Frankreichs definitiv der Zusammenbruch des EURO wäre. Gehen wir davon aus, das Hollande ein paar Versprechungen eingeheimst hat.

    Griechenland wird sogleich auch genannt: ein Land, das keine Regierung hat, sondern von Goldman Sachs verwaltet wird. Mit Cypern, lol.

    Polen und Rumänien. Nun, von denen erwartet man sowieso, dass sie springen, sobald Washington mit dem Finger schnippt.

    Naja, und Dänemark. Wem fällt schon was zu Dänemark ein.

    Kroatien. Ebenfalls "Ohne Worte".

    Das Bild, das sich sonst zeichnet, ist: Amerika gegen den Rest der Welt! (Oups, haben wir doch ganz Australien und Kanada vergessen.)

    Und selbst das ist nicht korrekt, da nur 9% der Amerikaner, laut deren offiziellen Umfragen, für einen Einsatz zu gewinnen sind.

    Und so erklärt Samantha Power, es sei völlig egal, was die UN meint, weil die eh nichts zu sagen habe, sofern sie nicht als Feigenblatt der US-Eliten tätig wird.

    Erinnert ihr euch noch, wie alles begann: die erste "Chronistin" des "syrischen Aufstandes" "A Gay-Girl in Damaskus" diente der westlichen Presse als Inspiration und Hauptinformationsquelle. Etwas seltsam wurde es, als das Gay-Girl "Amina" dem "Guardian" ein  Foto von sich schickte. Das entpuppte sich nämlich als ein von Facebook gestohlenes Bild der Kroatin Jelena Lecic (nicht deren Schuld, die wusste davon nichts).

    Ein Schenkelklopfer wurde es, als die brutalen syrischen Sicherheitskräfte sie "inhaftierten" und "folterten".

    Einige Zehntausend Euro Spendengelder zu ihrer Unterstützung konnten gesammelt werden, Amerikanische Offizielle forderten ihre Freilassung – da stellte sich heraus, unser Gay-Girl ist ein um die 40jähriger Amerikaner Tom MacMaster, Student in Edinburgh, der mit einer Frau Britta Froelicher verheiratet ist, einer Frau, die sich als Pro-Palästina-Aktivistin ausgab, deren Organisation "American Friends Service Comettee" vielfach als der "US Secret Service Community", wie das heute gerne genannt wird, nahestehend beschrieben wird. Diese NGO wurde in der Vergangenheit unter anderem von Samantha Power unterstützt.

    Danach übernahm eine Londoner Dönerbude unter dem Namen "Syrian Observatory for Human Rights" die Pressebelieferung.

    Es muss nicht weiter ausgeführt werden, dass Froelicher ein U-Boot der "Community" in der Palästina-Solidaritätsbewegung war/ist. Dafür ist sie auch zu unwichtig.

    Wichtig hingegen ist Chuck Hagel, den viele alleine deshalb toll fanden, weil AIPAC gegen ihn polemisierte.

    In der Kunstwelt sagt man: um einen Künstler zu machen braucht man einen Skandal.

    Der Skandal, eine medial inszenierte negative Reaktion, die den Mann/die Frau in's Gespräch bringt und die die Eintrittskarte in die oberen Ränge liefert. In der Regel bedeutungslose Dinge, die irgend etwas mit Sexualverhalten zu tun haben. Der unter Akademikergattinnen so beliebte "Tabubruch".

    Analog dazu ist es in der "demokratischen" Politik eine beliebte und wirkungsvolle Strategie, einen Politiker als Gegenposition einzuführen, der dann rechtzeitig als "Sogar der sagt…"-Stimme-der-Vernunft in das Feld geführt werden kann.

    Und da steht er schon, der arme Tor: Chuck Hagel, der Republikaner mit der weißen Weste!

    Eine rasch abgestumpfte Waffe, entpuppte er sich doch als der noch dümmere Lügner denn John Kerry, was ihm wenigstens einen Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde verschaffen sollte.

    Obamas Mörderpuppe Chucky Hagel versuchte nun, Russlands Position auf dem G20 zu schwächen, indem er Russland als den Liferanten der Chemiewaffen Syriens in das Fernsehen bringt – besonders blöd deshalb, weil es bekannt ist, dass Holland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Deutschland und Spanien Chemiewaffen an Hafis al Assad verkauft hatten und von anderen Chemiewaffengeschäften nichts bekannt ist, wenn man von uralten Geschäften der UdSSR absieht, die Syrien mit Chemiewaffen ausgestattet hatte, nachdem Israels militärisches Atomprogramm bekannt wurde; die allerdings hatten ihr Haltbarkeitsdatum schon überschritten, als die UdSSR sich von der Weltbühne verabschiedete. Er führt also etwas in die Debatte ein, das zurückschnellt.

    Jede Lüge Washingtons war so undurchdacht, dass es nur Minuten brauchte, sie als solche zu entlarven.

    Mit dem entzückenden Töchterchen des Emirs von Kuwait (mit der wahrscheinlich kein Mensch auf der Welt tauschen wollte, sobald sie sich darüber bewusst wird, als 14järige die Haupt-Propagandawaffe gewesen zu sein, die einen Krieg mit bislang 1,5 Millionen Toten und Uranverseuchung verursacht hat, egal wie reich sie ist) und Powells Multimedia-Show vor der UNO hatte man ja wenigstens noch Propaganda gemacht, von der die "Koalition der Willigen" öffentlich sagen konnte, sie sei gelinkt worden.

    Was aber wollen Regierungen zu ihrer Verteidigung anführen, die sich offen und aggressiv für die Abschaffung des Völkerrechtes aussprechen, unter Zuhilfenahme von Lügen, die so dumm sind, dass man sie nicht einmal einem von der Zivilisation isolierten Tankwart in der Wüste von Arizona verkaufen kann?

    Amerikanische Offizielle berufen sich nun immer häufiger auf das "Genver Protokoll" von 1925 und lamentieren über den 1. Weltkrieg.

    Auch dieses Spiel ist allzu schlechte Komödie: bedenkt man, dass genau die USA die Macht ist, welche seither der größte und umfassendste Anwender von Massenvernichtungswaffen, auch chemischen, darstellt: Koreakrieg, Vietnam, Laos und Kambodscha, Irak, um nur die umfassend dokumentierten zu nennen.

    Ich kann diversen politischen Einflussträgern dieser Länder an dieser Stelle nur empfehlen, Kapital daraus zu schlagen und von den USA Kompensationen einzufordern, da diese bislang keine geleistet haben.

    Mit den Chemiewaffen haben die USA nunmehr so viel Lärm gemacht, dass sie von einem Militärschlag nicht mehr zurück treten können. Ein Militärschlag, ehe die UN-Inspekteure mit ihrer Arbeit fertig sind.

    Wenn substantiell bewiesen wird, dass die al Kaida-al Nusra/FSA-Opposition es war, die sie eingesetzt hat, so sind die USA selbst nicht nur indirekt, sondern ganz direkt als Verantwortliche des Chemiewaffenangriffes zu benennen!

    Es wurde gestern ein Pentagon-Papier declassified und an die großen Nachrichtensender lanciert, in dem vorgerechnet wird, dass die Sicherung der syrischen Chemiewaffen weit über 20000 US-Soldaten benötigte.

    Das Lancieren eines solchen Papieres zu einem solchen Zeitpunkt an große Sendeanstalten hat natürlich Methode: auf einen Militärschlag aus der Luft folgt die Invasion! Das Publikum soll bereits jetzt an den Gedanken gewöhnt werden.

    Dass man für eine Invasion die Werbetrommel nicht rühren kann, ist klar. Dass ein Wegbomben der Regierung Assad, die eine friedliche Koexistenz mit den USA geführt hatte, die den USA feindlich gesonnenen Islamisten an die Macht bringt, ist ebenso klar.

    Und ebenso klar ist, wenn es für Prinz Bandar auch egal ist, was aus Libyen wird, Hauptsache Gaddafi ist weg, das nicht auf Syrien angewendet werden kann, dort wird Saudi Arabien für Struktur sorgen wollen, was die USA noch abhängiger von den Ölprinzen macht.

    "Boots on the Ground" werden also alleine deshalb notwendig, um Saudi Arabien nicht den ganzen Benefit aus der Zerstörung Syriens zukommen zu lassen.

    Und auch wenn derzeit niemand vorhersehen kann, wie der Iran auf einen Angriff gegen Syrien reagieren wird, so kann doch klar gesagt werden, dass Syrien sich als Aufmarschgebiet gegen den Iran eignet; ganz abgesehen davon, dass es eine Expansion des Gebietes Israels ist – die werden ja wohl kaum den Saudis freiwillig den Vortritt lassen!

    Interessant zu bemerken sind Meldungen, denen zu Folge nicht mehr nur russische Streitkräfte im Mittelmeer zusammengezogen werden, sondern auch ein chinesisches Kriegsschiff Kurs durch den Suez-Kanal genommen hat.

    Russland kann und darf einen weiteren amerikanischen Vernichtungskrieg und der Zerstörung der internationalen Rechtsordnung durch die USA und ein paar Pimerles-Staaten nicht weiter zusehen; Afrika, Asien und Lateinamerika, was klassischerweise als der Trikont bezeichnet wurde, setzen zu große Erwartungen in Russland, als dass es klein beigeben könnte.

    Sich jetzt von den USA und ihrer Koalition der Billigen einschüchtern zu lassen würde das Ende der diplomatischen Existenz Russlands bedeuten!

    Dieser Krieg markiert einen historischen Wendepunkt!

    So oder so: wir alle werden bezahlen, wenn die US-Führung nicht im letzten Augenblick einsieht, dass ihre New World Order gescheitert ist!

    Ein Einsehen, auf das wir nicht bauen können!

    Zu den Argumenten, dass dieses Einsehen nicht kommen wird, zählt die offene Beteiligung von Skull & Bones an der Kriegstreiberei.

    Sie waren immer treibende Kraft, wenn es darum ging, die USA in einen großen Krieg zu führen: sie waren es, die den Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg betrieben hatten, die den Koreakrieg vorantrieben, die den Vietnam-Krieg initiierten und die den Irak-Krieg direkt führten unter der Präsidentschaft der Skull & Bones-Präsidenten Bush Senior und Bush Junior.

    Machen wir uns nichts vor: was auf der Agenda diesen Netzwerkes steht, das wird getan.

    Die Frage ist nur noch: wie gehen wir mit den Auswirkungen um?

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Die Old World Order zeigt Zähne

    Dem neoliberalem Spuck, der als Greater Middle East im Rahmen des Project for a New American Century die halbe Mittelmeerküste in Brand gesetzt hat, und der gerne von einigen als „arabischer Frühling“ und „Revolution“ tituliert wird,  geht langsam die Puste aus.

    In jedem gesellschaftlichen System gibt es Gewinner und Verlierer.

    Viele Faktoren entscheiden drüber, wer hochkommt, wer unten bleibt oder wer fällt, Gerechtigkeit ist keiner davon.

    Und je höher die Karriereleitern gehen, desto dünner sind die Posten gesät, desto härter werden die Bandagen und fieser die Intrigen.

    Mit fast mathematischer Notwendigkeit setzen Volksaufstände Unzufriedenheiten frei, treiben Hoffnungen, diese aus dem Weg räumen zu können. Ägypten ist ein Land, in dem sehr viele Menschen leben, aber das wirtschaftlich kaum etwas hergibt.

    So war es vor knapp über 2 Jahren für von diversen NGOs mit Mitteln ausgestattete, an erfahrenen Instituten ausgebildete Studenten nicht überfordernd, einen Machtkampf auf Ägyptens Straßen zu inszenieren.

    Das Land ist arm, seine natürlichen Ressourcen reichen nicht aus, um die riesige Bevölkerung zu ernähren. Die Regierung war seit Jahrzehnten im Amt und die Hierarchie hatte schon quasi feudalen Charakter.

    Der Westen hatte die Ägypter zu einem Machtkampf angestiftet, der zum guten Teil auf der Straße ausgetragen wurde. Dann wurde das Etikett Revolution draufgeklebt. Eine übereilte Wahl wurde abgehalten und noch übereilter wurde die Verfassung ausgetauscht. Fertig.

    Der Erfolg einer Revolution hängt entscheidend davon ab, welche Verbesserungen sie in das Leben der Menschen bringt. Eine Revolution, die alles verschlechtert und ansonsten verspricht, wenn die Männer nur fleißig beten, die Frauen einsperren und alle paar Jahre Wahlzettel in eine Urne werfen wird irgendwann auch irgendetwas wieder besser braucht keiner.

    Die Moslembrüder, ökonomisch neoliberal, ideologisch rechtsradikal, waren die einzigen Gewinner. Sie haben ihr seit Jahrzehnten verfolgtes Ziel erreicht und regierten.

    So nimmt es nicht Wunder, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung schadenfroh zusieht, wie das Militär die Gewinner der „Revolution“ plattmacht, eine Demonstration gegen die Freilassung Mubaraks gerade einmal, nach Durchsicht aller mir zugänglichen Quellen, 100 Moslembrüder auf die Straße bringt.

    Auch in Tunesien setzt sich dieser Gedanke offensichtlich langsam durch. Volkswiderstand gegen die „Revolutionäre“ mit neoliberaler Wirtschaft unter brutalster religiöser Restriktivität zeigte sich deutlich bereits in einer Aktionsform, demonstrativ im Monat Ramadan öffentlich tagsüber zu essen oder Zigaretten zu rauchen bis hin zum Köpfen eines Biers am Strand. Das ist nicht so pressewirksam wie zerplatzte Köpfe auf dem Straßenpflaster, aber eine entschlossene Ansage an die neuen Herren. Dass populäre Nasseristen die Todeslisten der frei und demokratisch gewählten Moslembrüder anführen fügt sich nahtlos.

    Nicht hoch genug eingeschätzt werden kann die Signalwirkung der ägyptischen Ereignisse nach Syrien.

    Und so ist es nicht von ungefähr, dass ausgerechnet jetzt dort Kinder mit Giftgas verseucht werden.

    So blöd, zu glauben, die syrische Armee würde den Inspektoren der UN einen Giftgasangriff im Raum Damaskus als Begrüßungsgeschenk kredenzen, damit die auch ordentlich Arbeit haben, kann ja nun wirklich keiner sein.

    Besonders da die syrische Armee sehr erfolgreich aufräumt.

    Es gibt hier nur zwei Parteien, die einen Giftgasangriff benötigen: Erdogan und die Hardliner in Washington, die sich sein Monaten bemühen, Obama einen Angriffsbefehl abzuringen.

    Die unvermeidliche Baroness Ashton fordert nun freien Zugang für UN-Inspektoren im ganzen Land.

    Das hat sich schon im Irak als Mittel bewährt, sämtliche militärischen Anlagen des Landes auszuspionieren um einen möglichst verlustarmen Angriffskrieg führen zu können.

    Zu diesen oben erwähnten Hardlinern gehören auch die beiden Senatoren McCain und Graham, die nicht ganz unzufällig vor dem Crack-down der Moslembrüder auf der Straße in Kairo die Wiedereinsetzung Mursi’s als Präsident einfordern wollten und denen man dort kurzerhand die Türe vor der Nase zugeschlagen hat.

    McCain, der ein Treffen mit libyschen Dschihadisten öffentlich zu einem der inspirierendsten Ereignissen seines Lebens erklärte.

    Weitere rätselhafte Ereignisse machten kürzlich die Runde. Ein bedeutenderes davon dürfte das plötzliche Auftauchen des sagenumwobenen Prinz Bandar in Moskau sein, nachdem dieser monatelang die Welt hatte glauben lassen, er sei tot. Und wie es für zwei Veteranen des klandestinen Gewerbes üblich ist, erfuhr die Welt nichts darüber, was der Prinz und der Präsident Russlands miteinander sprachen. Ein blödsinniges Gerücht, Bandar habe Syrien gegen Waffendeals eintauschen wollen konnte zerstreut werden kaum dass es gestreut wurde. Wie oft Prinz Bandar‘s Geist im Kreml spukte ohne dass man es der Presse mitgeteilt hätte, darüber kann man natürlich auch spekulieren. Ein einstündiges Gespräch mit anschließendem Dinner reicht auf solchen Gipfeln der Macht jedenfalls nicht, um Entscheidungen von Tragweite zu treffen.

    Was dem aufmerksamen Beobachter nicht entgehen dürfte: ausgerechnet Saudi Arabien ist es nun, welches den Ägyptern die notwendigen Geldmittel zur Verfügung stellt, welche der EU und den USA  die Erpressungsmöglichkeiten unter den Füßen wegziehen. Man kann die neuen Moves auch als Anzeichen werten, dass Saudi Arabien aus dem Syrienspiel aussteigt, ehe es zu spät ist. In den VAE haben die Moslembrüder gerade einen verheerenden Strafprozess hinter sich. Unterm Strich bleibt in der Region dann nur mehr einer übrig, der den schwarzen Peter im Blatt hat, wenn die Ordnung wieder hergestellt ist – der Moslembruder Erdogan.

     Sie sind gelehrige Schüler Washingtons, die saudischen 7000.

    Im Gegensatz zu Naivlingen wie Mubarak, Gaddafi oder Assad kommt in deren Wörterbuch das Wort „Loyalität“ nicht vor. Dafür die Kombination „Eigener Vorteil“ gleich 5x.

    In diesem Zusammenhang sollte man hellhörig werden, wenn man auf dem Daily Press Briefing des Secretary General der UN, der natürlich grave concerns hat, was Chemiewaffeneinsatz in Syrien betrifft als auch das Entfernen der Moslembrüder von der Macht, ganz nebenbei erfährt, dass ausgerechnet Jeffrey Feltman im offiziellen Auftrag dieses Südkoreaners nach Kairo geflogen ist. Jeffrey Feltman und Bandar bin Sultan galten als die Chefstrategen hinter dem Aufstand gegen Assad und sollen in monatelanger Vorarbeit diesen initiiert haben. Ich erinnere daran, dass ein von diesen beiden entwickeltes Strategiepapier in der internationalen Presse aufgetaucht war, das so hanebüchen war, dass man es aus damaliger Sicht für eine Fälschung hielt, bis die Beobachtung der Realität damit überraschte, dass es Schritt für Schritt umgesetzt wird.

    Diese Realität hatte einige Überraschungen zu bieten, die für gewöhnlich nicht in das Arsenal von Revolutionären gehören. Ich erinnere nur mal wieder an die millionenteure Hollywood-Inszenierung des Sturmes auf Tripolis in der Filmstadt Doha. Cecil B. DeMille hätte seine Freude gehabt, wie da sein Film „The Greatest Show on Earth“ übertrumpft wurde.

    Nicht alleine die gestürzten Machthaber sind die Verlierer einer Revolution, auch diejenigen, welche das Wenige verlieren, was sie sich vor der Revolution erarbeitet hatten.

    Und das haben in Libyen alle verloren bis auf die paar wenigen Gewinner, wie etwa der berüchtigte Abdel Akim Belhaj, der seine Karriere als Drogenbaron von Benghazi angefangen hatte und nachdem er aufgeflogen war über Afghanistan zu einem wahrhaft führenden Terroristen der internationalen Szene avancierte.

    Die Entfernung Mubaraks von der Macht war zwingende Voraussetzung, den NATO-Krieg gegen Libyen und Syrien führen zu können.

    Denn so sehr er Freund und Helfer des Westens war und Protektor Israels, der Mann hatte das, was man heute gerne eine „Rote Linie“ nennt: den Einsatz der ägyptischen Armee als Hilfstruppen der NATO kam für ihn nie in Frage.

    Libyen und Syrien aus der arabischen Liga werfen wäre mit einem Ägypten unter Mubarak unmöglich gewesen und das Experiment, Libyen und Syrien anzugreifen, solange Mubarak an der Macht ist, hätten USA, Frankreich und UK nicht wagen brauchen.

    Es kann ein Zufall sein, da Feltman mittlerweile nicht mehr für das State Department sondern tatsächlich für den Südkoreaner arbeitet, aber man liegt bestimmt auch nicht falsch, den Südkoreaner als Handpuppe des State Departments zu begreifen. Ist in der UN-Bürokratie Ban Feltman übergeordnet, bedeutet das noch lange nicht, dass er auch das Sagen hat. Dass diese beiden Genies der tödlichen Intrige  im Weltmaßstab, Feltman und der Prinz, im Umgang mit Kairo zweifellos  gegensätzliche Lager repräsentieren und genau beide in Sachen Kairo aktiv sind, sollte man jedenfalls auf seine Beobachtungsliste setzen.

    Saudi Arabien wie wir es heute kennen ist ein Land ohne Zukunft. Gehen wir davon aus, dass die saudischen Prinzen das wissen und Pläne schmieden. Und dass diese Pläne nicht von einer Zuverlässigkeit Washingtons abhängig gemacht werden, das kann man denen zutrauen.

    Wenn Washington sogar einem Mubarak das Messer in den Rücken stößt, dann erkennt ein saudischer Prinz seine Lage.

    Einen Giftgasanschlag verursachen um Handhabe zu militärischem Handeln zu bekommen – das ist Schwäche und Kontrollverlust.

    Es ist Zynismus der menschenverachtendsten Sorte.

    Es ist der Anfang vom Ende eines imperialen Größenwahns.

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • All Hell break loose

    Stellen sie sich vor, es geschieht folgendes:

    Der Hollywood-Star Tom Cruise erhält die deutsche Staatsbürgerschaft.

    Er  gründet eine Partei, die zur Bundestagswahl antritt.

    Viele Menschen in Deutschland sind mit der 4-Parteiendiktatur unter linker Partizipation unzufrieden.

    Mr. Cruise verfügt über ausreichend Mittel und Kontakte, einen schlagkräftigen Wahlkampf zu machen.

    Bei geringer Wahlbeteiligung gewinnt er die absolute Mehrheit.

    So weit hergeholt ist das nicht.

    Kaum an der Macht tut er das was alle tun, wenn sie die Macht erobern, er verteilt die Pfründe unter seinen Kameraden/Kameradinnen.

    Nach einiger Zeit fängt er den gesellschaftlichen Umbau im Sinne der Scientology an.

    Und nach und nach fängt Scientology an, jeden Nicht-Scientologen zu tyrannisieren, zu mobben, zu bedrohen, etc.

    Zuletzt erklärt der Führer von Scientology jeden, der sich nicht an die Regeln von Scientology hält, zum lebensunwerten Leben und Bundeskanzler Tom Cruise habe Sorge dafür zu tragen, diese Leute zu bekehren oder aus dem Land, wie auch immer, durch Vertreibung oder Mord, zu entfernen.

    Damit fängt er dann auch an. Erst mal nicht hardcore. In kleinen Schritten, jeweils so groß, wie seine Macht es ihm erlaubt.

    Das ist es, was in Ägypten geschah, nur eben mit Moslembrüdern anstatt mit Scientology.

     

    Es war unvermeidlich: wo die Bruderschaft als Kraft auftritt, wird es früher oder später eine Eskalation der Ereignisse geben.

    Viele Analysten werfen den Demonstranten gegen die Bruderschaft, und die Mursis Inhaftierung begrüßt oder wenigstens toleriert haben, vor, an der Explosion der Gewalt in Ägypten mit Schuld zu tragen.

    Im Umkehrschluss sagen sie damit: sie hätten sich schikanieren, unterwerfen und misshandeln lassen sollen, um die Brüder nicht zu provozieren.

    Das kann es ja nun auch nicht sein.

    Die Brüder leben von Gewalt. Sie hatten ihr Jahr friedlichen Übergang, sie haben den weitgehend friedlichen Sturz Mubaraks für sich zu nutzen gewusst.

    Eröffnete der friedliche Sturz Mubaraks Wege eines friedlichen Neuanfangs, haben die Brüder diesen verbaut.

    Sie traten nicht einfach ab, nachdem sie heruntergewirtschaftet hatten, und gaben dem Land eine zweite Chance.

    Sie wussten, dass es nach einem Jahr ihrer Herrschaft kein Zurück an die Macht geben wird.

    Sie wussten, was zu tun ist, um die für ihre Härte berühmte ägyptische Polizei herauszufordern, damit sie zuschlägt. Es war ihr einziger Weg, sich in Position zu halten, als Opfer können sie nun versuchen im bewaffneten Kampf weiter zu machen.

    Das rechtfertigt nicht, dass diese Polizei reagiert wie erhofft, aber das Verheizen von „Märtyrern“ gehört zur Strategie der Bruderschaft. Diese Polizei schlägt nicht gegen Aufstädische, sie schlägt auf eine Gruppierung ein, die an der Macht war, diese missbraucht hatte und nun buchstäblich in die Wüste geschickt wurde.

    Moslembrüder fackeln landesweit Kirchen ab. Und das hat jetzt mit: sich gegen Polizeiübergriffe wehren – was zu tun?

    Ein Sky-News-Kameramann wurde von einem Scharfschützen getötet an einem Ort abseits des Geschehens. Das trägt die Handschrift der Bruderschaft. Der Spiegel interpretiert: es sei das Militär gewesen, weil dieser Kameramann über Polizeigewalt berichten wollte; eine blödsinnige Argumentation eingedenk dessen, dass derzeit mehrere tausend ausländische Journalisten in Ägypten unterwegs sind und davon berichten.

    Der Krieg ist da in Ägypten. Aber es ist kein Krieg Unterdrücker gegen Unterdrückte, es ist ein Krieg zwischen verschiedenen Fraktionen der Machtelite, just, was Graham und Mac Cain wollten.

    Sie hätten ihren Einfluss auf die Bruderschaft geltend machen können, um sie zu Kompromissen zu bewegen. Sie taten es nicht. Sie gossen Benzin ins Feuer.

    Will jemand Partei ergreifen, dann soll er das für die tun, die ohnmächtig von dem Geschehen überrollt werden, die nie eine Stimme hatten, aber deren Leben von den kommenden Ereignissen zermalmt wird.

    Positiv zu bemerken wäre: unser Sultan von Konstantinopel ist auch einer der Verlierer. Hatte er doch so darauf gehofft, das ägyptische Militär für sich über die Bruderschaft nutzen zu können. Natürlich schreit er jetzt mal wieder nach ausländischer Intervention. Ein wenig erinnert es ihn wohl auch noch daran, wie labil er selbst im Sattel sitzt.

    Share This:

       Sende Artikel als PDF