Neue Deutsche Bildung, Nazionalsozialismus und warum die moderne Antifa ein Herrschaftsinstrument des Imperialismus ist

Der Deutsche von heute hat ein Problem, woran er endgültig aus der Geschichte verschwinden könnte: er ist ungebildet!

Die deutsche Schule züchtet ungebildete Kreaturen, am ehesten ist noch ein Hauptschüler gebildet, weil ihn das Leben lehrt, der Gymnasiast ist ein Zuchtvieh, kein gebildeter Mensch.

Das deutsche Schulsystem basiert darauf, in möglichst kurzer Zeit den Jugendlichen mit einem Maximum an Information zu füllen, und letztendlich ist das einzige, was er dabei wirklich lernt, wie man auswendig lernt.

Bildung hat rein gar nichts mit angehäufter Quantität an Information zu tun. Bildung bedeutet, die zur Verfügung stehenden Informationen und Methoden anwenden können.

Deutlich wird das sprachlich am englischen Wort für Baumeister: „builder“.

Tonnenweise Baumaterial auf einen Haufen zu schütten macht kein Gebäude. Der Baumeister zieht auf der Basis durch Erfahrung entstandenem Wissens, überlieferter Methoden und nach den Anweisungen der Architekten und Statiker das Gebäude hoch.

Und so ist es mit dem Gehirn. Es darf nicht zugeschüttet werden, es muss „gebaut“, eben gebildet werden.

Parallel zu und nach einer wenig rühmlichen und vorzeitig beendeten Schulkarriere hatte ich mich zunächst intensiv mit dem Werk Friedrich Nietzsches und der Geschichte als Hauptfokus befasst, ich wurde zunächst kleinbürgerlicher Anarchist (das war etwa mit 16/17), wurde dann sehr schnell Punk, trieb mich aber hauptsächlich im autonom-antiimperialistischen Spektrum umher, meine besondere Affinität zu Russland lies mich dann über Jahre das Werk Lenins studieren und die Instrumentarien des Marxismus aneignen, ich war nun unabhängiger marxistisch-leninistischer Aktivist. Natürlich betrieb ich weiterhin meine historische und kulturelle Bildung.

„Erst, wenn ihr mich alle verleugnet habt, dann kehre ich euch wieder!“ sagt Zarathustra. Nachdem die Linke als Bewegung zur Reaktion verkommen war, nahm ich meine Nietzschestudien wieder auf. Und natürlich ihre Voraussetzung, das Studium des Werkes Platos/Sokrates‘.

Die Methoden und Mittel der Philosophie Nietzsches zu erlernen gelingt den Wenigsten. Es ist nicht wie mit Kant, Hegel, Marx etc. ein wissenschaftlich dargelegtes System. Sein Werk besteht  aus tausenden kleineren und größeren Puzzleteilchen, die man richtig zusammensetzen lernen muss, um das Gebäude zu erkennen.

Nur ein Spieler vermag diese Leistung zu vollbringen.

Ich besitze jetzt beiderlei Instrumentarien: die des Marxismus-Leninismus, und die des Nietzscheanismus.

Sie beide sind natürlich nur Modernisierungen der in der griechischen Antike entwickelten Philosophie.

Das ermöglicht es mir, Dinge zu sehen, die ein normaler Kommunist nicht sieht. Ein echter Kommunist ist ein gerader Mensch, aber er hat zum Spielen kein Talent.

Ich weiß beispielsweise, dass eine Wiederkehr des Nationalsozialismus in unserer und auch den nächsten Generationen unmöglich ist.

Der Nationalsozialismus, wie wir ihn aus der Geschichte kennen, ist ein rein historisches Phänomen.

Der erste Weltkrieg zerschlug die jahrhundertealte Ordnung der deutschen Monarchie(en).

Die Revolution von 1918/19 wurde im Auftrag der bürgerlichen Besitzenden von der SPD, der größten Organisation der Arbeiterbewegung, blutig niedergeschlagen. Deutschland darbte unter den Bedingungen der Versailler Verträge.

Die Weimarer Republik war Unordnung, Chaos und Hunger und ein Ende war nicht absehbar.

Die Völker der Sowjetunion hingegen hatten gezeigt, wie man Revolution macht: man zertrümmert die alte Ordnung, ergreift mit den Mitteln der Gewalt die Macht und errichtet sofort die neue. Die Errichtung einer neuen Ordnung und die Absicherung der Errungenschaften lassen sich nur durch den bedingungslosen, autoritären Staat verwirklichen. Keine Kompromisse und das Dogma des Vulkaniers: „Der Nutzen vieler geht über den Nutzen des Einzelnen!“

Like it or not.

Darum mutet es auch immer etwas peinlich an, wenn Linke Zeug reden wie „Revolution muss tanzbar sein“ oder „Politik muss Spaß machen“ – kaum etwas macht weniger Spaß als Revolution, sie ist viel eher eine geistige Atombombe! – und zähe, zermürbende Arbeit im Anschluss.

Was heute als Revolutionen verkauft wird, das hat nichts damit zu tun. Es ist die Zerstörung von Ordnung und das Überlassen des Menschen der Barbarei.

Auch den Deutschen wurde die Ordnung genommen und es wurde ihnen nichts dafür gegeben.

Anarchie ist schön für Teenager, aber es ist die Hölle für Erwachsene, die Verantwortung übernehmen müssen.

Der Nationalsozialismus versprach den Menschen, die das Kaiserreich verloren hatten die Errichtung einer neuen Ordnung. Und man kann den Nazis vorwerfen was man will und berechtigt, dieses Versprechen haben sie gehalten.

Diese neue Ordnung aber stand und fiel mit ihrem Popstar Adolf Hitler.

Sie war quasi die Umsetzung seines Gehirns als Nation. Als Reich.

Die beiden notwendigen Vorraussetzungen des Nationalsozialismus, der Verlust der kaiserlichen Ordnung und der aus den Niederungen des Kaiserreichs erwachte Diktator sind historisch nicht wiederholbar, so wie Napoleon, der Kaiser aus dem Geiste des Jakobinertums, nicht wiederholbar ist.

Nun haben wir unsere Antifaxe, in der Regel Abiturienten.

Sie wurden in der Schule erzogen, dass der Nationalsozialismus das Böse schlechthin sei und sie die Erben des Nationalsozialismus.

Natürlich wollen sie nichts Böses. Sie wollen nur beweisen, dass sie keine judenfressenden Bestien sind.

Sie wissen nicht, was Nationalsozialismus ist. Sie wissen nur, dass sie Deutsche sind und wurden gezüchtet, sich als Menschen mit verseuchtem Blut zu sehen.

Nun versuchen sie, sich von dieser Verseuchtheit rein zu waschen.

Aber es ist, wie mit der Lady Macbeth, die das Blut der getöteten Freunde von ihren Händen waschen will. Es ist nicht da, es ist nur eingebildet und darum geht es nicht ab. Sie wäscht so lange, bis ihre Hände bluten. Jetzt ist Blut da, das sie abwaschen kann, aber es wird nicht weniger, weil es ja aus ihr selbst herausläuft.

Und es ist nicht, wie mit der Lady Macbeth, denn die hatte die Freunde töten lassen, aber unsere Abiturienten haben keine Juden getötet.

Dass ohne die Tätigkeit der Geheimdienste die Neonazi-Bewegung aussterben würde liegt auf der Hand – vielleicht hat mal jemand solche Gedanken und macht Nazis, wie er sie aus Medien kennt, nach. Aber das ist nicht viel mehr als ein Star Wars Fan, der als Darth Vader geht.

Die Vernunft wird ihn früher oder später in die Realität zurück holen.

Es sei denn, eine Organisation mit Geld und Einfluss unterstützt ihn, bestärkt ihn und treibt ihn weiter.

Und nur ein Geheimdienst kann das leisten.

Dagegen, also die Hackenkreuz-Darth-Vaders, nun begehren unsere Gymnasiasten wieder auf.

Man bekommt den schönsten Bandenkrieg um ein Phantom.

Und die wahren Probleme bleiben ungelöst.

Share This:

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   

Comments are closed.