Maikäfer flieg, die Michaela ist im Krieg…

Jürgen Todenhöfer meint, dass der Bundeswehreinsatz gegen den IS logisch nicht zu begründen sei.

Und tatsächlich reibt man sich die Augen: eine Fregatte zum Schutz des französischen Flugzeugträgers?

Vor was denn bitte? Den gewaltigen Seestreitkräften des IS?

So ferne man also der Argumentation der Regierung folgt, wirkt dieser "größte Bundeswehreinsatz" so, als hätte sich die erste Frau an der Spitze der deutschen Streitkräfte einen Scherz im Stile des Pere Ubu erlaubt. "Hurrah, ich darf Soldaten befehlen, die Kipping ist schon ganz blass vor Neid, hihi, und sie darf's noch nicht mal zugeben, solange es die Linke nicht zu einer rot-rot-grünen Postenverteilung, äh, Bundesregierung meine ich, gebracht hat, da mach ich das mal!"

Für die surveillance des IS macht es eigentlich auch keinen Sinn, Satellit und Tornados über und in der Türkei zu stationieren, da mindestens die französische, amerikanische und russische Aufklärung damit befasst sind und von der deutschen Hobby-Armee kaum nützliche Zusatzerkenntnisse erwartbar sind.

Folgt der Schluss: um ein Bekämpfen des IS kann es dabei schlechterdings nicht gehen.

Addieren wir nun die Durchsetzung des weniger als halb so viele Einwohner wie München zählenden Staates Mazedonien gegen den erklärten Willen dieser Bevölkerung zum NATO-Protektorat um eine geografisch-strategische Lücke zu schließen, so ist dieser Einsatz völlig logisch begründet, nur eben nicht so, wie das Parlament der Bundesrepublik Deutschland sichtlich einhellig behauptet, sondern es geht um die strategische Positionierung von NATO-Truppen.

Die kriegstreibenden Kreise haben bis jetzt benötigt, eine halbausgegorene Strategie zusammenzupfuschen um ein Bollwerk gegen den erfolgreichen Vormarsch der syrischen Regierungstruppen unter russischer Unterstützung auszuhecken, und, was ein Glück! – der IS hat in Paris Zivilisten massakriert, gerade so als hätte eine Marketing-Firma sich mit denen kurzgeschlossen, sie möchten doch den Werbegag für den Militäreinsatz liefern!

In short: es ist kein Einsatz gegen den IS, es ist ein Einsatz, um die Eroberung Syriens vorzubereiten!

Der Vollständigkeit halber: natürlich gehe ich bei Herrn Todenhöfer von guten Absichten aus, er ist ein klassischer Konservativer, die korrupte Durchschmutztheit der Neokonservativen überfordert seine Vorstellungskraft!

Man hat wirklich aus dem Irak-Desaster gelernt: die völlige Zerschlagung aller staatlichen Strukturen erzeugt unkontrollierbare Ergebnisse, folglich kehrt man zum römischen Klassiker zurück und versucht, die staatlichen Strukturen zu übernehmen, um sie für die eigene Herrschaft nutzbar zu machen.

Vielleicht sind die Linken ja tatsächlich zu blind, das zu erkennen, kann ich nicht beurteilen, Tatsache ist aber, dass ihr Gemecker, "militärisch kann man Terrorismus nicht besiegen" die selbe Komplizenschaft mit den NATO-Invasoren bedeutet, die wir sie im Krieg gegen die arabisch-sozialistische Jamahirija hatten, da sie so von den wahren Absichten hinter dem Einsatz ablenken.

Wir brauchen keine linke Flanke des Imperialismus, wir brauchen Antiimperialismus!

Immerhin hat Frau Dr.Wagenknecht ja eine Zusammenarbeit mit Russland und dem Präsident Assad begrüßt.

Katrin Göring-Eckardt, die transgendrierte Version vom Herrmann, ist ein bisschen dümmer als die Bundesregierung, da ihr die expliziten Eroberungspläne und das Vertreiben Russlands im Mandatstext fehlen, sie hat noch nicht einmal kapiert, dass die oberflächlich betrachtet absurde Vorschlag, mit den syrischen Regierungstruppen zusammen zu arbeiten, aber ohne deren Oberbefehlshaber Assad, eine reine Spaltungsabsicht zu Gunsten der NATO verfolgt, sie fragt "Was ist mit Assad, was ist mit Putin?"

Kann ich ihr beantworten: Wird die NATO der Russischen Föderation jede Option, ihre berechtigten Interessen zu verteidigen, weiterhin sabotieren, und es bleiben nur mehr militärische, sollte sie sich nicht darauf verlassen, dass die RF davon keinen Gebrauch macht!

 

 

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