Keine Atempause, Geschichte wird gmacht – es geht voran!

Der Pudel Schulz wurde in Athen mit Retsina begossen und kehrte dümmlich grinsend heim.

Man habe gute Gespräche geführt, einige Fragen seien offen geblieben – zu deutsch: das mit dem "dene red ich Tacheles" war deutsche Herrenreiter-Großmäuligkeit, Schulz rannte in Athen Türen ein, wie Hong Kong Phooey im Intro – mit Kungfu-Gestik rauschte er durch's Fenster und plumpste auf die Straße!

Man hörte ihm wohl zu, das war alles.

Der Herr Sozialdemokrat hatte keinen Bock auf ideologische Debatten. Im Fernseher labert er irgendeinen Stuss von wegen "gelenkter Demokratie" und "transnationaler Demokratie". Letzteres haben wir, erfuhr ich. Da ich nicht weiß, was das ist, googelte ich es. Hat scheint's irgend etwas mit Habermas zu tun. Oder soll was mit dem zu tun haben. Da soll es auch eine Studentendebatte drüber geben. Jedenfalls ist es rein ideologischer Quatsch, den Schulz nicht mit der griechischen Regierung besprechen will, dann bitte möge er auch uns damit verschonen.

Das Wort "ideologisch" wird jetzt immer öfter gebraucht, wenn jemand etwas sagt, das den Altenativlosen widerspricht. Ich denke, es wird bald der Serie Antisemitismus-Hitler/Rechtsradikal-Verschwörungstheoretiker beigefügt. Schade, wieder ein Wort, das man so ablutscht, dass es nutzlos und inhaltsfrei wird.

Die Stärke der EU war doch immer ihre Einstimmigkeit, die untergräben die bösen Griechen nun, hört man jammern.

Sehen wir uns kurz an, was der Duden zu Ideologie zu sagen hat:

 

Duden Ideologie

Wir stellen fest, das die  Punkte A.+B.+C. unter "Bedeutungen" vollständig beschreiben, was die EU-Fanatiker betreiben.

Man könnte sagen, im Dienste einer spezifischen Kaste wurde ein Konstrukt über einen Kontinent, oder Teil-Kontinent genauer gesagt, gestülpt und alles Leben auf diesem Kontinent unterliegt einem totalitären Diktat, sich diesem Konstrukt unterzuordnen.

Dies verleitet viele Kritiker von EUdSSR zu sprechen, das ist aber falsch.

Die UdSSR erstreckte sich lediglich über das Territorium des russischen Zarenreiches, wie es mehr oder weniger in den 1.Weltkrieg ging, nach dem 2.Weltkrieg kamen Galizien und das Baltikum dazu, was mit den Funktionen Galiziens und des Baltikums im 3.Reich zusammenhängt, kurz: Stalin wollte diese NAZI-Hochburgen nicht einfach dem Westen überlassen, sondern selbst die Hand drauf halten.

Das russische Zarenreich entstand in seiner bekannten Form nach der Mongolenherrschaft, im Laufe der Jahrhunderte kamen Territorien dazu, andere brachen weg, es war immer ein Vielvölkerstaat, wohingegen Europa aus dem Zerfall des Römischen Reiches entstand und Nationalstaaten herausbildete.

Die UdSSR war tatsächlich der erste Ansatz, den unterschiedlichen Völkern des Zarenreiches eine eigenständige politisch-staatliche Organisation zu ermöglichen, indem das Zarenreich in territorial eigenständige Sowjetrepubliken aufgeteilt wurde.

Jede Sowjetrepublik hatte das verfassungsmäßige Recht, aus der Union auszutreten. Das war unter der KPdSU zwar rein formal, kam aber in den 90-ger Jahren des 20.Jahrhunderts zum Tragen.

Und es hat Bedeutung, das gesamte Gezeter um die Ukraine hängt damit zusammen.

Betrachtet man die Ereignisse im historischen Fluss, zeigt sich der genau umgekehrte Prozess: die UdSSR bedeutete die Aufteilung des russischen Zarenreiches, die EU die Auflösung der Nationalstaaten.

Der zweite Unterschied sind die Staatsziele!

Die militärische Doktrin der UdSSR war eine rein defensive, die Aufgabe der Roten Armee bestand ausschließlich in der Verteidigung des Territoriums der UdSSR.

Die wirtschaftliche Doktrin der UdSSR hatte als oberste Priorität die notwendigen wirtschaftlichen Bedürfnisse der Gesamtbevölkerung zu decken und nur wenn das gewährleistet ist, Luxusgüter für den Konsum zu produzieren, wobei nach der Definition der UdSSR die Pflege von Bildung und Kultur zu den Notwendigkeiten zählte.

Ich betone hier noch einmal: es geht nicht darum, ob das und wie es dann auch tatsächlich umgesetzt wurde!

Auch an diesen beiden Punkten ist die EU das reine Gegenteil: die militärische Doktrin ist seit Jahren erklärtermaßen offensiv! Kein EU-Boss, der nicht permanent Militäreinsätze jenseits der eigenen Grenzen fordert, Gauck ist zum leidigen Hauptredner militärischer Aggression geworden.

Die wirtschaftliche Doktrin der EU hat vor allem die sogenannte Wettbewerbsfähigkeit europäischer Konzerne im Auge und die Bevölkerungen dienen als Reservoir an absolut verfügbarer Arbeitskraft.

Die einzige Gemeinsamkeit, die zwischen EU und UdSSR besteht, ist die vollkommene Unterordnung des Territoriums und seiner Menschen unter eine totalitäre Ideologie!

Na ja, oder doch noch eine zweite: Die jeweiligen Vertreter der Ideologien behaupten von sich selbst, die absolute Vollendung der Menschheitsgeschichte zu sein, was ihnen erlaubt, Menschen, welche ihre Auffassung nicht teilen als minderwertig anzusehen und sanktionieren zu dürfen.

Nun schreiten wir im Duden-Eintrag weiter zu den Synonymen.

Greifen wir "Weltanschauung" heraus.

Die Weltanschauung der KKE ist eine andere als die in der EU gängigen.

Beide Regierungsparteien Griechenlands teilen die Weltanschauung der EU.

Die einzige Frage, die besteht, ist also eine danach, wie diese Weltanschauung gelebt wird, beziehungsweise, welcher Spielraum in der Umsetzung der Weltanschauung vorhanden ist.

Die Weltanschauung der UdSSR war Sozialismus/Kommunismus, die der EU firmiert unter dem Label "Demokratie und Freiheit".

Die UdSSR war daran zu messen, wieweit es ihr gelingt, das Zarenreich in den Kommunismus zu führen.

Die EU ist daran zu messen, wieweit sie "Freiheit und Demokratie" umsetzt.

Demnach ist das Verhalten der EU zu Griechenland der erste reale Gradmesser, auf den die EU trifft: innerhalb der eigenen Reihen hat sich ein Volk die Freiheit genommen, demokratisch Kräfte an die Macht zu wählen, die andere Antworten haben, als von den Mächtigsten in der EU gewünscht.

Die erste Reaktion darauf legt uns nahe, dass Freiheit die Freiheit derjenigen ist, welche die stärksten Mittel zur Durchsetzung ihrer eigenen Interessen zur Verfügung haben.

Deutschlands Staatssender DW findet treffliche Worte:

ZEIT DW

Demokratie heißt: der Herrenkaste widerspruchslos zustimmen, Freiheit heißt: freiwillige Unterwerfung unter Diktate der Macht.

Geht es nach dem Willen von Frau Wesel.

Hier übrigens ein Jugendbildnis der Dame, das mir ihr Freund Charlie hat zukommen lassen:

tarantula036

 

(Billiger Witz, find ich auch, aber hey: Satire darf alles!)

Ich bin kein Demokrat, ich bin Kommunist. Ich lebe in einem demokratischen Land und hätte mich folglich an die Gepflogenheiten des Landes zu halten.

Aber wie wollt ihr mich denn überzeugen, dass ich mich an die Gepflogenheiten des Landes halten soll, wenn ihr euch selbst nicht daran haltet?

Hoffen wir, Frau Wesel fürchtet sich zu Recht und es gelingt der griechischen Regierung, die verkrusteten Machtstrukturen in der EU aufzubrechen.

Man kann hier ja kaum mehr atmen!

Ansonsten wird die EU wohl eine 3.Gemeinsamkeit mit der UdSSR bekommen – und den Orkus hinabschwimmen!

 

 

 

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