Europaplatz und Hrushevskovo

Jetzt noch von der anderen Seite des Maidan.

Als erstes mal wieder eine von diesen bescheuerten Barrikaden.

Der Typ in der gelben Verkehrsjacke ist so etwas wie ein Revolutionswächter. Als ich durchgegangen bin, wollte er mir irgendwie bedeuten, dass ich ihm Geld geben muss, wenn ich da durch will, ich hab dann auf deutsch gesagt „Leck mich“, bin durch, er hatte mir dann irgendetwas ähnlich freundliches in seiner Sprache nachgerufen, und das war’s.

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Daran vorbei wird es etwas ärgerlich. Dort ist das Haus der Ukraine, dessen Erdgeschoss immer noch von Spilnas besetzt ist, und der Eingang ist ganz schön ramponiert.

Die Spilnas werden übrigens komplett aus den Soros-Milliarden finanziert. Ob sie mit den Grünen etwas zu tun haben oder nicht war nicht rauszufinden, am wahrscheinlichsten ist aber, dass die vor Ort das selber gar nicht wissen, wo sie welche Unterstützung herbekommen, sondern nur deren Bosse.

Das Fußvolk bekommt 100 Grivna am Tag fürs revoluzzern, das sind etwa 9,00€.

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Dem gegnüber dann die richtig üble Ecke, dort ist der völlig verwüstete Eingang zum Dynamostadion und das ist auch der Ort, an dem sich die Hardcore-Nazis eingenistet haben.

Die anderen Parteien haben alle Agenturen, über die sie sich die Revoluzzer mieten,wie die sich finanzieren kann ich nicht sagen.

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Jetzt darf man sich das aber nicht so vorstellen, als wären da nur die NAZIS unterwegs, viele sind einfach nur schaulustig und gehen dort hin, um ein paar Fotos zu schießen – wie ich ja eben auch. Auf dem Bild mit dem orangenen Müllwagen in der Mitte ganz rechts steht beispielsweise eine junge Lady mit weißer Mütze und weißer Jacke mit braunem Fellkragen, die ist Russin, mit der hatte ich kurz ein wenig Kommunikation, die kam auch nur aus Neugierde vorbei.

Alles in allem kann man annehmen, das Ganze wird so lange gehen, solange irgendwer Kohle locker macht, die Leute fürs Revolution spielen zu bezahlen.

Wenn die Beck irgendetwas daherquatscht von wegen „…das wollen auch die Leute auf dem Maidan…“, dann kann man da nur von Stuhl fallen vor lachen, so macht die sich zur Witzfigur; die Leute wollen ihr Geld und ihr Essen. Ein paar Parteifunktionäre der Oppos, die ab und zu nachsehen, ob auch alle schön brav da sind, die sind dann irgendwie nicht so nett.

Solche haben wir z.B. hier (die 4 in den dunklen Jacken):

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Wer Klitschkos Bürgerwehren, von denen man in deutschen Zeitungen liest, machen soll, keine Ahnung: die vielleicht? -:

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Hundertpro sicher ist auch, dass hier niemals 300000 Leute aufgelaufen sind, um gegen irgendetwas zu demonstrieren.

Möglicherweise fragt sich ja jemand, wo die berüchtigten Berkut sind.

Tzja, liebe Leute, das kann ich euch auch nicht sagen.

In der ganzen Stadt ist weit und breit fast kein Uniformierter zu sehen. Irgendwann hab ich mal einen Milizionär (so heißt die Polizei hier) U-Bahn fahren sehen.

 

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