Erst kommt der schlechte Geschmack, dann der Krieg

Ich habe den sogenannten "European Song Contest", das Festival des talentfreien Grölens, Japsens und Jaulens, nicht verfolgt. Ich habe für solchen Müll keine Zeit.

Aber bitte, wem es Spaß macht, nur zu.

Ich will ja gar nicht behaupten, diesen Abend sinnvoller verbracht zu haben.

Erst hatte ich mir den letzten Godzilla-Film abgesehen, danach noch einen Film von Lucio Fulci, den hier:

don't torture a duckling

Auch schlechter Geschmack vielleicht, aber cooler schlechter Geschmack. In dem Film werden lauter kleine Buben ermordet, die Polizei jagt Außenseiter, das Dorf will die lynchen, am Ende stellt sich heraus, dass der Priester der Mörder ist, der die Buben umbringt, damit sie in den Himmel kommen und nicht sündige Erwachsene werden, die in der Hölle landen.

Was soll ich sagen, ich werte nicht, was besser sei, den Abend mit minderwertigen Pseudo-Schlagern oder mit nuklear aufgeladenen Monstern und Kindermördern zu verbringen.

Ob ich mir diesen Film angesehen habe, weil dies das Wochenende ist, Pfingsten, an dem die Christenheit eigentlich die Entstehung ihrer Kirche feiern soll, mag dahin gestellt sein.

Gehen wir zu Nietzsches Geschichtsinterpretation zurück, so feiern die Christen eigentlich, dass sie das römische Reich zerstörten.

Eine derzeit mitte-rechts populäre Interpretation des Unterganges Roms ist, dass die Einwanderung in das Reich den Untergang verursachte.

Das halte ich allerdings für ziemlichen Blödsinn. Alleine, weil das Römische Reich aus hunderten von Stämmen und Völkern bestand und nur über komplizierte politische und militärische Organisation zusammengehalten werden konnte.

Die Schulgeschichte, es wäre an Dekadenz und Intriganz zugrunde gegangen, halte ich für arg verkürzt.

Nietzsche geht es von der Ideologie her an. Das wirkt auf mich am plausibelsten.

Die Machtübernahme des Reiches durch die orientalische Religion des Christentums als primäre Ursache klingt für mich sehr logisch. Und wir können es in der Gegenwart erkennen.

Die Produktivkraft war im römischen Reich frei und kreativ bis das Christentum sie erstickte.

Europa wuchs zu neuer Blüte heran, als es begonnen hatte, das dogmatische Christentum zu überwinden. Sprich, die Zeit der italienischen Renaissance, in der die Europäischen Völker begannen sich abzuwenden von der Jenseits-Perspektive hin zu einer Diesseits-Perspektive war der Beginn dessen, was Marxisten eigentlich immer anstrebten ehe sie Linke wurden: die Befreiung der Produktivkraft!

Wissenschaft, bildende Künste, Musik, Literatur, Handwerk und Architektur, alles wurde auf einmal von der bloßen Bedürfnisbefriedigung und der Furcht vor dem Tode frei gemacht und zur Gestaltung des aktuellen Lebens.

Die Überwindung der Religion bedeutet nicht, das Jenseitige oder Gott leugnen zu müssen. Man kann auch an die Schöpfung durch den einen, allmächtigen Gott glauben. Aber warum sollte ein Gott eine Welt erschaffen und Menschen, die gebeugt von Schuld und zerknirscht durchs Leben gehen? Er gibt den Menschen eine Welt, die sie sich gestalten können. Die Religionen sind nur Ideologien, die ein jeweiliges Herrschaftssystem etablieren und absichern.

Glaube es so, glaube es anders oder glaube es gar nicht, das war immer das Wesen der Religionsfreiheit.

Der Glaube selbst wurde von der Kirche befreit, wodurch er eine inspirierende Kraft behielt; man kann das an der Kirchenmusik erkennen. Beispielsweise Bach oder Bruckner waren durchaus inspiriert von ihrer Gläubigkeit, ihre Musik jedoch diente den Zuhörern zum Genuss und zur Charakterbildung.

Die Menschen Europas begannen zu sich selbst zurück zu kehren.

Seine höchste Blüte erlebte Europa im 18. und 19. Jahrhundert. Dann kam der entsetzliche erste Weltkrieg und zerschlug diese machtvolle Selbstentfaltung der europäischen Völker.

Danach begann der geistige Verfall Europas.

Die Technologie schritt wohl voran, aber alles wurde dem Merkantilismus geopfert.

Eine Ausnahme bildete die UdSSR, in der die christliche Religion orthodoxer Prägung in den Marxismus-Leninismus umgewandelt wurde, was nicht all zu lange funktionierte. Naja, 70 Jahre.

Genug der Philosophie, ich sprach vom sogenannten ESC. Man drückt sich ja heute nur noch in Kürzeln aus.

Die Show sah ich mir nicht an, aber einiges aus der Berichterstattung darüber las ich, denn da gab es bemerkenswertes.

Es wurde also eine Krimtartarin, die für die Ukraine sang, ein Lied "1944", von einer Jury der Staatsfunkanstalten zur Siegerin gekürt.

Das Publikum habe den Rußen bevorzugt.

Zwei Sachen fielen besonders auf: der Ruße habe in der Ukraine vom Publikum volle Punktzahl zuerkannt bekommen. Das kann man so interpretieren: die ESC-konsumierende Bevölkerung der Ukraine leistete einen Akt des Widerstandes gegen die postmajdanische NAZI-Diktatur.

Das ist wichtig zu bemerken, denn das ukrainische Volk ist heute wirklich das ärmste von allen. Die EUROkraten sind nicht mit dem ukrainischen Volk solidarisch, sie stärken die schlimmsten, die über die Ukrainer herrschen, seit es den Staat Ukraine gibt.

Diejenigen, welche solidarisch mit dem Donbass sind, vergessen das ukrainische Volk in ihrem berechtigten Hass auf die Führung in Kiew und die westukrainischen NAZI-Banden.

Eine solche Kleinigkeit, dem Rußen volle Punktzahl geben, obwohl antirussische Propaganda Alltag ist und sogar antirussische Gesetze erlassen werden, sie drückt viel aus!

Das zweite, was gesehen werden sollte, ist, dass die Sache mit der Krimtartarin offensichtlich ein von Anfang an abgekartetes Spiel war!

Die "Jury" kennt die Songs ja schon ein Jahr lang.

Das Lied selbst ist ein Geschichtsrevisionismus. Die Krimtartaren wurden nicht aus Jux und Tollerei deportiert.

Völlig unabhängig davon, wie man die Maßnahme moralisch beurteilen mag: es war eine rein militärische!

Die Krimtartaren stellten eine organisierte Kraft dar, die mit der deutschen Wehrmacht kollaborierte. Sie stellten eine Terroristenarmee im sowjetischen Hinterland.

Bei der Deportation ging es ausschließlich darum, sie als militärische Einheit des Hitlerfaschismus zu neutralisieren!

Im Kontext des 2.Weltkrieges und des "Unternehmen Barbarossa", von dem sie Teil gewesen sind, ist es eine völlig gerechtfertigte Maßnahme gewesen.

Die Personen, zu deren Leiblingsphrasen "aus der Geschichte lernen" gehört, wenn es darum geht, Deutsche zu diffamieren, schienen offenbar wie immer diejenigen zu sein, die genau nichts lernen.

Sie lernen so wenig, dass sie die Welt ein Stück näher an den 3.Weltkrieg rücken. Denn die Polterei der ukrainischen Führung, den nächsten SC auf der "ukrainischen Krim" veranstalten zu wollen, ist natürlich auch im Vorhinein abgemacht worden. Nur deshalb wurde die Tante mit der NAZI-Oma gekürt, um einen Vorwand zu schaffen, den Griff Kiews nach der Krim militärisch eskalieren zu können, denn das wäre ja die einzige Möglichkeit für Kiew, das Vorhaben umzusetzen.

Natürlich kann eine so lächerliche Armee wie die ukrainische das nicht leisten. Entweder macht das die NATO für sie oder – Sie erraten es – die Tartaren sind Moslems und Moslems richtet man zu Terroristen ab, die dann für die NATO die Drecksarbeit der Eskalation erledigen.

Bisher sind die Versuche, die zeitgleich mit dem Majdan einsetzten, die Tartaren zu Islamo-Terroristen auf der Krim zu machen, gescheitert. Die, mit denen ich gesprochen hatte, waren alle froh, dass sie nicht in das ukrainische Chaos hineingestürzt sind, sondern in der russischen Föderation sich ein normales Leben aufbauen können.

Unter Erdogans Schirmherrschaft wurde vor knapp über einem Jahr, das genaue Datum habe ich nicht im Kopf, ein Kongress in der Türkei abgehalten, der die Krimtartaren angeblich repräsentierte. Ergebnis war eine Gruppierung, geführt von dem Rada-Abgeordneten Mustafa Dzhemilev, die Sabotageakte gemeinsam mit türkischen Militärs und ukrainischen Nazis gegen die Stromversorgung und die Verkehrsverbindung zur Krim unternahmen. Diese Gruppierung wurde von Natalja Poklonskaja im Januar diesen Jahres als terroristische Vereinigung eingestuft und ihre Repräsentanz und Aktivitäten auf der Krim verboten.

Ich weise mit Nachdruck darauf hin, dass am 27.April nächsten Jahres in Frankreich Präsidentschaftswahlen stattfinden werden und die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass Marine le Pen als Siegerin hervorgehen wird.

Gleichermaßen wahrscheinlich ist, dass sie am darauf folgenden 7.Mai zur Stichwahl gegen den zweitplazierten Kandidaten antreten wird müssen.

Marine le Pen unterhält sehr gute Verbindungen zum Kreml und wird Frankreich aus der EU und aus der NATO hinausführen.

Eine Präsidentin le Pen bedeutet das Ende dieses grauenhaften Experimentes EU.

Die EUROkraten, allen voran das Berliner Parteienkartell, werden alles versuchen dagegen vorzugehen.

Der ESC fällt ziemlich genau in diese Zeit! Geplant ist der 16. bis 20.Mai 2017. Passt ja, das Fanal einen Monat vorher blutig werden zu lassen.

Die Fakten sprechen für sich.

Es liegt sehr nahe, dass für diese Zeit eine Eskalation geplant ist – halt, es liegt nicht nahe, es ist sicher wie das Amen in der Kirche! – und die Krim dafür genutzt werden wird!

 

 

 

 

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