Erdogans 5:45h-Moment eben noch mal abgepfiffen

Sicher, Erdogan ist nur der kläffende Köter der NATO, die überhaupt nicht mehr den Anschein erwecken möchte, irgendetwas anderes in der Welt zu respektieren als Waffengewalt. Mit dem Einmarsch türkischer Truppen in den Irak sagt die NATO der Welt: "Jetzt wll ich es wissen!" Was die türkische Regierung veranstaltete übersetzt sich: "ich kann mir alles erlauben, denn mich aufzuhalten bedeutet eine militärische Konfrontation mit der NATO, und keiner wäre so wahnsinnig, die einzugehen!" Was die türkische Führung hier betrieb war das Verhalten von Kleinkindern, die ausprobieren wie weit sie triezen können, bis es knallt! So harmlos ist es aber keineswegs. Der NATO-Generalsekretär Stoltenberg deckte es ab, großmäulig wie ein Abiturient, der Fünftklässler einschüchtern will und davon ausgeht, dass die sich eh nicht mit ihm anlegen werden.

Wir erleben einen Vormarsch der NATO aus dem Selbstverständnis heraus, dank der militärisch-industriellen Potenz die Welt nach den eigenen Bedürfnissen beherrschen und jeden herumschubsen zu können und ungestraft damit durchzukommen. Viele Beobachter und Kommentatoren verlieren sich immer noch in Details. Wahrscheinlich können sie sich den entscheidenden Punkt einfach nicht vorstellen: Der transatlantische Packt USA und EU haben jedes Maß verloren, sie kennen keine Grenzen des Anstandes oder des Rechtes mehr!

Mit "Beobachter und Kommentatoren" meine ich natürlich nicht diese abartige Kriegstreiber-Journaille. Die sind fest eingebunden in das Konzept des euro-amerikanischen Weltherrschaftsstrebens und finden sich damit auch noch toll.

Russland hat sich offiziell nicht geäußert. Gehen wir davon aus, dass zwischen Moskau und dem Weißen Haus in Washington Telefonate stattgefunden haben und Obama den Ernst der Lage kennt.

Wie haarscharf wir an einer Konfrontation zwischen NATO und Russland vorbeigeschlittert sind haben möglicherweise viele Menschen gar nicht realisiert!

Stoltenberg, McCain, Erdogan, das sind nur 3 Gesichter einer Fraktion innerhalb der Eliten, die zu allem bereit sind.

Die restliche Welt steht nur noch vor der Frage: wie können wir diese völlig außer Kontrolle geratenen Psychopaten stoppen, ohne den ganzen Planeten und das Ende allen Lebens, wie wir es kennen, zu riskieren!?!

Die deutsche Bevölkerung lässt sich derweilen nasführen mit 24- stündiger Dauerberieselung ob 3 "Flüchtlinge" da und dort mehr oder weniger, wer von den europäischen Staaten jetzt böse ist, weil weniger, wer gut weil mehr – ich verweise an dieser Stelle auf die Sentenz des Herzogs von la Rochefoucault: "Häufig tut man Gutes um ungestraft Böses tun zu können". Natürlich ist an der Migrantenliebhaberei überhaupt gar nichts gut: denn Menschen in Millionenzahlen in eine zukunftslose Situation zu treiben unter der Maskerade der Hilfsbereitschaft ist diabolisch! Es bringt die Länder, in welche diese armen Leute getrieben werden, in ausweglose Situationen und schwächt die Herkunftsländer. Was sollen denn die ganzen Länder mit den Leuten anfangen, für die es keine Arbeitsplätze gibt, auf welche sie sich eine Existenz gründen können? Setzt man es in Zusammenhang mit der aggressiven Weltunterwerfung, welche USA und EU betreiben, wird eigentlich schnell klar, dass die Verteilungskämpfe in diesen Ländern so gepusht werden sollen, das die Einheimischen kein Risiko eingehen können, ihren Arbeitplatz zu verlieren und zu absolutem Gehorsam gezwungen werden um des nackten Überlebens willen. Größere politische Ereignisse treten eigentlich nie als Einzelerscheinung auf, man muss nur erkennen, in welchem Zusammenhang sie stehen. Wenn man die Kampagne "Kommt alle nach Europa, hier habt ihr's gut!" mit den völlig gesetzlosen Vorstößen der NATO in Zusammenhang bringt und die gemeinsame Wirkung von beidem auf die Herkunftsländer, ergibt sich für die Menschen dort: "Wozu mich lange für mein Land einsetzen, wenn ich in Europa alles angetragen bekomme? Mutti Merkel disst sogar ihr eigenes Volk für mich!" Dass sie dann in Europa im Prekariat landen und in der Mehrzahl auf Dauer schlechter dran sind als in ihrer Heimat überdeckt die Doktrin "Wir schaffen das!"

Sorry, aber wer ist denn bitte "WIR" in einem Land, das ausschließlich nach 2 Prinzipien funktioniert:

1. Entweder ich steche meine Konkurrenten aus oder ich gehe unter!

2. Mit dem geringstmöglichen Einsatz den höchstmöglichen Gewinn erzielen!

Natürlich ist man auch gerne mal nett zu irgendwelchen Leuten, die aller Wahrscheinlichkeit niemals zur Bedrohung der eigenen Position werden können.

Eine Medien-erzeugte Mode: verschwinden die Migranten aus den Schlagzeilen, werden sie wieder so uninteressant wie das Obst, das irgendein Nachbar in seinem Garten verrotten lässt. Ab und zu beschwert sich jemand, wie nachlässig der doch wäre, einen Anlass zu meckern hat jeder zwischendurch gerne, um Dampf abzulassen, man fühlt sich auch gleich aufgewertet, da der eigene Garten ja so gepflegt ist, aber eigentlich ist es einem auch egal.

Man kann es sich in den Suburbs von Frankreichs großen Städten ansehen, was dabei herauskommt, wenn eine hohe Anzahl von Einwanderern in Gettos leben, denen man nichts anzubieten hat als ein paar Almosen, Menschen, die nirgendwo hingehören, nicht mehr in die alte Heimat und nicht in das Land, in dem sie wohnen.

Die aktuelle Migrationsbewegung ist nicht vergleichbar mit den sogenannten Gastarbeitern, die in eine vorbereitete Ausgangsituation gekommen sind und es ist nicht vergleichbar mit Menschen, die eine individuelle Entscheidung getroffen haben, in einem anderen Land sich eine Existenz aufzubauen.

Die Herkunftsländer werden wehrlos gemacht – haben sie es ohnehin schon schwer, sich gegen den Imperialismus Europas und der USA zu behaupten, so werden sie mit Versprechungen an ihre Bürger, in Europa das Himmelreich auf Erden vorzufinden, gezielt ausgeblutet.

Hier werden Menschen missbraucht als Teil einer Kriegsstrategie.

Die Nachrichten verbreiten, die Anschläge vom Freitag den13.November 2015 hätte der Front National den Drive beschert, welcher sie so erfolgreich bei den Wahlen habe abschneiden lassen.

Das scheint mir doch sehr eine Pille für das deutsche Publikum zu sein.

Es sieht eher danach aus, als würden immer mehr Franzosen einige Kernforderungen der Front National annehmen!

So ist die FN die einzige mir bekannte Partei von Relevanz, die entschieden TTIP zurückweist, die das Brüsseler Diktat nicht mehr anerkennen will und ein Konzept vorlegt, wie es möglicherweise gehen kann.

Der FN wird oft Ausländerfeindlichkeit vorgeworfen, sie weigert sich, Frankreich von Merkel ein Kontingent zuweisen zu lassen: tatsächlich  hat Frankreich jetzt schon so viele Zuwanderer, die nicht in den gesellschaftlichen Prozess eingebunden sind, dass die Frage beantwortet werden muss, wie noch weitere Menschen, die nicht aus der eigenen Kraft existieren können, integriert werden sollen!

"Wir schaffen das" ist keine Antwort, das ist nur ein dummer Spruch.

Frankreich hangelt sich am Rande des Bankrotts entlang, Arbeit ist schwer zu finden, Investitionen fallen nicht vom Himmel.

Und noch wichtiger: die FN besteht glaubwürdig und entschieden auf einen Austritt aus der NATO!

Der Austritt eines Landes von so großer Bedeutung wie Frankreich könnte dazu führen, dass das gesamte militärische Konstrukt NATO in Frage gestellt wird!

In fast allen NATO-Staaten wissen viele Menschen, dass es die Aggressionspolitik der NATO ist, welche sie immer näher an den Rand der Vernichtung führt.

Die Linke setzt dem nichts glaubwürdiges entgegen. Sie appelliert ab und zu an die Eliten, doch bitte zu bedenken, dass Krieg keine Lösung sei und trägt schlussendlich alles mit, was diese entscheiden.

Wen will sie damit noch erreichen?

 

 

 

 

 

 

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