Ein kurzer Beitrag zur Rolle der Kirchen im Projekt „Euromaidan“

Veranlasst, diesen Artikel zu schreiben, fühle ich mich durch die von Radio Vatikan betriebenen Verdrehungen der Wahrheit.

Hinzukommt, dass ich mich schon oft gefragt habe, warum eigentlich Schweden, das ja gemeinhin als nicht besonders aggressiver Staat bekannt ist, sich in der Eroberung der Ukraine so aus dem Fenster lehnt, und eingefallen ist mir die Rolle Schwedens in den Reformationskriegen unter  Führung König Gustav Adolf II.

1.

Um Missverständnissen vorzubeugen: ich halte Religionsfreiheit für sehr wichtig!

Niemand ist berechtigt, anderen vorzuschreiben oder zu verbieten, was sie glauben sollen, welche Mystik sie anzieht, welche Riten sie bevorzugen, wie auch immer.

Meiner Auffassung nach gehört es auch zu den Aufgaben des Staates, religiöse Einrichtungen zu schützen und Übergriffe auf Religionsgemeinschaften zu unterbinden.

Auf der anderen Seite bin ich der Auffassung, dass Religion in der Politik nichts verloren hat. Der Staat ist das Organisationsinstrumentarium aller Menschen, die innerhalb eines Territoriums leben und nicht der einer spezifischen Vorstellungswelt.

(Dass der Euro-Staat nicht der Staat der Bevölkerung sondern der Staat einiger wohlhabender Eliten ist, der die Bevölkerung nach deren Interessen bevormundet, umherzieht, hin- und herschiebt und was noch alles sonst, die Politiker nicht die  Interessen der Allgemeinheit vertreten sondern dieser Eliten, steht auf einem anderen Blatt.)

Religionen haben ihren Ursprung in der Antike. Es handelt sich um Gesellschafts- und Denksysteme, die das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft auf einem territorial begrenzten Raum sicherstellen sollen. Man mag einwenden wollen, dass Buddhismus und Islam erst im frühen Mittelalter hinzugekommen sind, jedoch sind Buddismus und Islam keine ursprünglichen Religionen, sondern nur Reformierungen der bereits vorhandenen Systeme, Buddhismus in Indien des Hinduglaubens, der im Laufe der Zeit bis Japan expandiert hat und auf die regionalen Glaubenslehren aufpfropfte, Islam des Judentums und des Christentums.

Da Religionen auf dem Wahrnehmungsstand der Antike gründen, haben die Religionen in den meisten Gesellschaften ihre eigentliche, oben benannte Funktion überlebt und wurden durch den modernen Staat ersetzt.

In der Ukraine wurden Kirchen und religiöse Stätten in den letzten Jahrzehnten mit viel Aufwand renoviert, aber die Ideen der Kirchen konnten nicht sehr verbreitet werden.eFSr8tKgTwc

Es ist relativ schwierig, Menschen, die gute Gründe haben, anzunehmen, dass die Erde eine Kugel irgendwo in einem sie umgebenden Universum ist, zu erklären, dass sie eben doch nur eine Scheibe sei, aber dafür das Zentrum des Universums.

In Sachen Euromaidan gaben sich die Vertreter der verschiedenen Konfessionen christlicher Kirchen auf der Jagd nach neuen Schäfchen die Klinke in die Hand mit wenig erkennbarem Erfolg.

Es gibt Gerüchte, da Tartaren und Tschekessen, die in der Ukraine leben, sogenannte Turkvölker sind und aus dem osmanischen Reich her islamisiert waren, dass in Rumänien ein Lager errichtet wurde, in welchem 3000 bis 4000 Söldner des Typs "Syrische Rebellen" zusammengezogen werden, um sie als marodierende, raubende, vergewaltigende und plündernde Todesschwadrone in der Ukraine einsetzen zu können.

Gleichzeitig werden aus Rumänien Gebietsansprüche an die Ukraine seitens tendenziell faschistischer Politiker erhoben.

Da mag ein gewißer Revanchismus eine Rolle spielen, der sich gegen die Völker der ehemaligen UdSSR richtet, der auch Polens Engagement in der Ostexpansion der EU begründet sowie diese merkwürdige Allianz aus Gauck, Merkel und Kipping-Linker, wenn es darum geht Russland oder der Ukraine zu schaden.

Wir müssen uns deutlich vor Augen halten, welch explosives Gemisch die EU-Politiker, ihre Geheimdienste und NGOs hier zusammenbrauen!

In jenes Gebräu versuchen auch die christlichen Kirchen ihr Gift zu rühren.

In der Informationsbeschaffung aus Syrien haben wir uns daran gewöhnt, die katholische Kirche als zuverlässige Quelle anzuerkennen.

Das ist angemessen. Auf dem heutigen Territorium Syriens befindet sich die Wiege des Christentums und dort lebt die letzte lebende in der Sprache Jesus Christus, Aramäisch, sprechende Gemeinde.

Die Ursprünge des Christentums, die bis in die Gegenwart überleben konnten, sind durch die islamistischen Söldnerheere von der endgültigen Ausrottung bedroht, ebenso sind die dort ansässigen Christen anderer Ausprägungen durch diese einem pervertierten Islam anhängenden Militanten physischer Auslöschung entgegensehend.

Es ist also durchaus im Interesse des Schutzes der eigenen Leute und des eigenen Einflussgebietes, wenn die katholische Kirche hier realistische Aufklärungsarbeit betreibt.

Ein entgegengesetzter Prozess vollzieht sich in der Ukraine.

Hier erinnert das Verhalten der katholischen Kirche stark an Lateinamerika: sie kooperiert mit den Putschisten und betreibt das Geschäft der EU-Eiten.

Wir erinnern uns, dass die katholische Kirche in Lateinamerika zu den eifrigen Unterstützerinnen der Todesschwadrone zählte. Ihre Priester segneten sie, feuerten sie an, boten ihnen Fluchtmöglichkeiten falls nötig, und unterstützte sie infrastrukturell wie ökonomisch.

Der Bandera-Faschismus zeigt in Wirklichkeit weit stärkere Parallelen zum Franko-Faschismus in Spanien als zum Hitlerfaschismus in Deutschland.

Der Frankofaschismus war Gutteils die völkermörderischen Restauration der Herrschaft der katholischen Kirche über Spanien.

Diese Funktion, exakt diese Funktion, scheint die katholische Kirche für Swoboda und den Rechten Sektor vorgesehen zu haben.

Der Bandera-Faschismus zieht, soweit ich das verstanden habe, ideologisch seine Legitimierung aus der Katholischen Kirche des östlichen Ritus, eine auf Galizien beschränkte Sonderform des Katholizismus, der ästhetisch orthodox ist, aber dem Katechismus der katholischen Kirche folgt.

Nur, dass eben das, was als "Einheit von Kirche, Nation und Rasse" definiert wird, sich nicht auf Galizien beschränken will, sondern das gesamte Staatsgebiet der Ukraine umfasst, mit den Galiziern als Herrenmenschen und den anderen Völkern im Vielvölkerstaat Ukraine als Untertanen.

"Böser Zauber tut sich auf!" heißt es in einer Oper um die Faust-Legende!

Es könnte sich durchaus so entwickeln, dass der Faschistenanteil in dem, was GRÜNE und Teile der Die Linke zur Maidanbewegung stilisieren wollen, sich zu einer Art  päpstlicher Truppen entwickelt.

Aber das ist jetzt noch scheußliche Zukunftsmusik. Für militärische Auseinandersetzungen sind die Maidan-Faschisten noch lange nicht fit.

Man sollte auch nicht ausschließen, dass ein guter Teil der fehlgeleiteten Jugendlichen in dieser Bewegung zur Besinnung kommen, falls es richtig ernst wird.

Im Wirtschaftsministerium der Ukraine machen sich derzeit interessante Ideen breit: dort diskutiert man die Einrichtung von "Free Economic Zones", eingegrenzte Gebiete, die zollfreien Handel mit der EU und den USA betreiben können.

Das folgt dem Vorbild der chinesischen "Special Economic Zones", mit denen China, wie alle wissen, gar nicht schlecht gefahren ist.

Jazenjuk betreibt mit der Baroness Ashton den Versuch, die Ukraine doch noch dem Diktat des IWF zu uterwerfen.

Dessen Beliebtheit verdeutlicht sich in einem Video, das Euronews hat:

 

 

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