Die Türkei, der Bluthund der NATO

Wir hören jetzt zum 2. Mal die türkische Regierung von NATO-Bündnisfall poltern.

Das ist natürlich absurd.

Die Option des Bündnisfalles in der Zeit des sog. Kalten Krieges bezog sich auf einen Angriff mit der expliziten Absehbarkeit einer Invasion gegen ein NATO-Land.

Tatsächlich ist ein solcher Fall nie eingetreten.

Das erste Mal versuchte die Türkei einen solchen Fall zu konstruiren, als die syrische Armee von der Türkei aus eindringende Terroristen zurück in die Türkei jagte.

Jetzt wird eine F4 in die Waagschale geworfen.

In beiden Fällen kann von keiner absehbaren Invasionsabsicht Syriens gesprochen werden. Dem gegenüber machen diverse NATO-Staaten seit Monaten keinen Hehl mehr aus ihren Invasionsabsichten.

Die Türken haben bereits 4 mal ihre Version der Phantomaffäre geändert. Wie blöd glauben die, sind die Menschen? Der Vorfall ist so plump und durchsichtig, dass nur Personen, die unbedingt Krieg haben wollen, ihn zu Gunsten der Türkei aufgreifen können. Nur, wer unbedingt Krieg will, kann überhaupt auf die Idee eine "Bündnisfalles" kommen. Sogar, wenn es stimmen würde, dass Syrien die Phantom über internationalen Gewässer abgeschossen hätte, träte, wie oben erklärt, keiner ein. Syrien hat zu keinem Zeitpunkt erkennen lassen, über die Verteidigung der nationalen Souveränität hinaus beabsichtigt, Militär einzusetzen.

Einige Beobachter vergleichen den Fall mit Sarajevo am 28. Juni 1914, andere mit Gleiwitz am 31. August 1939.

Die türkische Regierung ist zu allem bereit, was ihr aufgetragen wird, um den Eintritt in die EU gewährt zu bekommen. Es gibt aber nicht ein einziges EU-Land, welches durch einen Türkeibeitritt einen Vorteil hätte. Es kursieren seit heute Meldungen, dass in 3 – 4 Jahren die Visapfkicht für türkische Staatsbürger für die EU aufgehoben werden könnte. Das hingeworfene Zuckerl. Der Brite William Jefferson Hague und Hilary Rodham Clinton jubeln schon gar zu laut!

"So wertvoll die Freundschaft der Türkei ist, so heftig ist ihr Zorn" prahlt Erdogan, nachdem er unter den Rockschoß der NATO gekrochen ist. Das wirkt wie ein Pudel, der eine Dogge anpöbelt und sich dann hinter Frauchen versteckt.

Es scheint, als habe die NATO nicht mit einer so effektiven Reaktion der syrischen Luftverteidigung gerechnet. Ihr ist der Schrecken in die Glieder gefahren. "Die Alliierten haben ihre feste  Unterstützung und Solidarität mit der Türkei zum Ausdruck  gebracht" wird Rasmussen zitiert. Von weiteren Sanktionen ist die Rede. Man fühlt sich Syrien noch nicht gewachsen. Die Türkei will die syrische Stadt Aleppo vom Stromnetz kappen. Eine Millionenstadt im 21. Jahrhundert vom Strom abzusperren ist ein völkermörderischer Akt. Das die Türken in Bezug auf Völkermord nicht zimperlich sind beweisen der Umgang mit den Armeiniern und mit den Kurden. Es ist offensichtlich, dass die syrsche Bevölkerung eingeschüchtert werden soll und sich den ausländischen Aggressoren kampflos unterwerfen.

Ich wundere mich, dass es dem angloamerikanischen Imperium so reibungslos gelingt, ein Land nach dem anderen auszuschalten und vor aller Augen in eine Hölle zu verwandeln. Glaubt wirklich noch jemand, solange die NATO nicht mit eiserner Faust zertrümmert worden ist, könne das ein Ende haben?

 

 

 

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