Die Erfindung von Antisemiten zur Lösung einer Idenditätskriese oder der Untergang des SWC

Keiner je hätte bezweifelt, dass das Simon Wiesenthal Center als Ermittlungszentrale zum Aufspüren von NAZI-Kriegsverbrechern und Dokumentationsarchiv für Holocaust-Opfer seine Berechtigung hat.

Als solches etablierte es sich als an der UNESCO beteiligte NGO und Partner der US-Regierung.

Doch mit den Jahren entsteht ein Problem: NAZIs und unmittelbare Opfer sterben aus.

Die Welt dreht sich weiter und Gegenwartsprobleme drängen in den Vordergrund.

Das SWC wird zum Museum.

In dieser Situation muss es sich ein Geschäftsmodell suchen, welches ihm weiter Unterstützung sichert und Bedeutung verleiht.

Bestbezahlte Akademikerarbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

Und so kommt die Absurdität zustande, eine Liste mit den Namen Mahmud Achmadinedschad und Jakob Augstein als führende Antisemiten in die Presse zu lancieren.

Dass die Kombination der Namen eines der Führer des antiimperialistischen Lagers mit dem eines im Grunde kaum bekannten deutschen Journalisten Befremden verursacht war unausweichlich und anzunehmenderweise der Propagandatrick dabei.

Dass Achmadinedschad Antisemit sei ist lediglich eine Behauptung der israelischen Führung.

Viele Juden sehen das im Gegenteil.

Aber man diskutiert natürlich den kleinen Augsteinbub und nimmt somit unhinterfragt die Behauptung der israelischen Regierung an.

Der alternde Pausenclown Broder kann sich einmal noch Bedeutung verschaffen: er tritt als Zeuge auf gegen seine ehemaligen Spiegel-Kollegen.

Man schreckt zurück,wie man bezüglich Amnesty International zurückgeschreckt ist, das SWC als Propagandainstrument der Kriegslobby zu begreifen.

Das aber ist sein neuer Zweck.

So tragisch diese Feststellung auch ist.

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