Die dümmsten Putschisten der Welt

Also, sollte in Zukunft mal wieder jemand vorhaben einen Putsch durchzuführen, sollte er sich entweder zuerst damit befassen, wie in der Vergangenheit erfolgreiche Putsche durchgeführt wurden, oder er sollte Ägyptens General al Sisi anrufen und sich beraten lassen oder er sollte diesen Artikel lesen.

Unbedingt ist zu vermeiden, die Sicherheitskräfte und die bewaffneten Einheiten des Staates, den man übernehmen will, zu dämonisieren, zu diskreditieren und als Teufel an die Wand zu malen.

Stattdessen ist es ratsam, sich vor dem Putsch der Loyalität der Armeeführung zu versichern.

Wichtig ist auch, dass man die Teile des Volkes, die man sich als Rechtfertigung auf der Straße organisieren will, mit zuverlässigen Agenten durchsetzt die zusätzlich über Führungsqualitäten verfügen, damit sie den Mob auch entsprechend steuern können.

Und unverzichtbar ist es, sich vor dem Putsch darum zu kümmern, dass man hinterher Startkapital hat.

Ganz schlecht hinwiederum ist es, monatelang einen Medienzirkus zu veranstalten, wie böse doch die Staatsorgane sind und "alles korrupte Schweine, denen keiner trauen kann", frustrierte Randgruppen Gegenstrukturen aufbauen zu lassen, potentielle Tollhäusler mit Waffen zu bestücken und sich nicht der Loyalität dieser Strukturen zu versichern.

Hintergrundrecherche schadet auch nichts. Wenn man schon solche Gegenstrukturen zulässt, muss man wenigstens wissen, wie und womit man die Anführer von solchen erpressen kann, sich selbst aber gegen Erpressung versichern und nicht umgekehrt, wie Klitsch und Jatz es gemacht haben, seine eigenen Erpressbarkeit offen vor sich her tragen.

Ganz wichtig auch: sich ab Machtergreifung dem Volk so präsentieren, als sei man unangreifbar und wüsste bei jedem Schritt genau, was man tut, weil jeder Schritt Vorwärtsschreiten gemäß einer lange geplanten und ausgereiften Strategie ist, die das Land in eine goldene Zukunft führt.

Psychologie, meine Damen und Herren, ist das A&O!

Wer soll denn Putschisten folgen, die ständig neue Gesetze erlassen, die Hälfte davon zurücknehmen sobald einer Puh schreit, die rumeiern wie auf LSD, die ihren ausländischen Auftraggebern gegenüber auftreten wie Berliner Bahnhofspenner, die die Hand aufhalten und schnorren, und die beim kleinsten Anzeichen von Widerstand Mami NATO um Beistand anflehen wie ängstliche 3.Klässler denen ein 6.Klässler Schläge androht.

Außerdem sollte man die eigenen Geschichte kennen.

In unserem konkreten Fall Moskau versus Kiew wäre zu berücksichtigen gewesen, dass die ukrainische Armee und die russische Armee die gleichen Wurzeln haben und beide Nachfolgeorganisationen der Roten Armee sind.

Da kann man sich doch gleich denken, dass ukrainische Soldaten und russiche Soldaten keinen Bock haben, aufeinander zu schießen.

Jatz hat kein Geld Pensionen, Gehälter usw. zu zahlen, erklärt aber im Fernsehen, er kratze Kröten zusammen um die Armee gegen Russland werfen zu können – heißt, für die EU und die USA, die die Ukraine wie Dreck behandeln, gegen die, an deren Tropf die Ukraine hängt.

Das ist wie wenn man bettlägerig im Krankenhaus liegt und einem Drogensüchtigen verspricht: "du darfst alle meine Medikamente haben wenn du meinen Arzt und die Schwestern verprügelst!"

Man muss sich das vor Augen halten: diese Leute wollen Krieg gegen die einzigen, von denen sie real Unterstützung in Krisenzeiten erhalten haben führen, mit Truppen, die sie 3 Monate lang als Feinde deklariert haben, für einen feuchten Händedruck von Leuten, die an ökonomischer Unterstützung maximal eine Tüte Kekse spendieren.

Und wenn man zuletzt auch noch im Ausland lebende Oligarchen, Möchtegern-Boyaren, gegen die ein berechtigter latenter Volkszorn im Land vorherrscht, für ihre Unterstützung des Putsches damit belohnt, die politische Herrschaft über die Provinzen zu erhalten, die sie wirtschaftlich ausplündern, dann hat man den Grundstein der Revolution gelegt – des Volkes, das man reinlegen wollte gegen sich selbst!

Bravo, wären doch alle Putschisten wie Klitsch und Jatz!

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