Die Baroness und Kerry’s Nuland zündeln am Maidan

Arm in Arm mit dem Tymoschenko-Stellvertreter Arsenij Jazenjuk stolzierte die holdselige Baroness Ashton über den Maidan.

Und freilich hat die Tymoschenko-Partei ihr Fußvolk angekarrt.

Es heißt, dass Nuland und Ashton den „Protestierenden“ jegliche Unterstützung zugesagt hätten.

Spätestens hier müsste auch der Dümmste kapieren, worum es geht.

Zuvor hatte der gewählte Präsident der Ukraine der durch nichts und von niemandem gewählten Baroness Ashton in einem 3 1/2-stündigen Gespräche die Positionen seiner Regierung ausführlich erklärt.

Die ist in wenigen Sätzen zusammengefasst:

Die Regierung der Ukraine besteht darauf die Ukraine als unabhängige Nation aufzubauen. Sie wünscht friedliche und kooperative Beziehungen zu all ihren Nachbarn. Die Ukraine lässt sich nicht von Brüssel zu einer Entscheidung zwischen EU und Russland zwingen, sondern ist neutral und will mit beiden die Beziehungen, die jeweils von gegenseitigem Nutzen sind.

Dem allerdings hat gestern zeitgleich mit dem Treffen Ashton-Janukowitsch ein Herr Stefan Füle, der sich EU-Erweiterungskommisar nennt,  und der als Sprecher des Ex-Maoisten Barroso vorgestellt wurde, eine ideologisch motivierte Absage erteilt, indem er verkündete, so etwas wie staatliche Unabhängigkeit gäbe es in der modernen Welt nicht mehr.

Nun haben wir in einem Satz 4 Namen: Ashton, Füle, Barroso und Janukowitsch, wovon nur der Träger des Letzteren sich einem Urnengang gestellt hat, um politisch legitimiert zu sein.

Der britischen Aristokratin kann das egal sein, die sind es seit Artus Zeiten (metaphorisch gesprochen) gewohnt zu herrschen ohne zu fragen und andere Länder als Gast zu betreten und als Eroberer zu verlassen.

Ashtons und Nulands Kalkül ging insofern auf, als im Laufe der Nacht die Menge auf dem Maidan von circa 500 Besoffenen auf 5000 Besucher anschwoll.

Von diesen 5000 wird berichtet, dass sie die Straßen mit Müll übersäht hatten, Hydranten geknackt und den Schnee auf der Fahrbahn vereisten und ähnliche friedliebende Maßnahmen ergriffen. (Ein Beispiel finden sie hier: 

httpwww.youtube.comwatchv=-e67SIIeOsQ)

Auch hört man Klagen von Passanten, besonders von Pasantinnen, die von friedlichen Demonstranten mit recht hafenkneipenhaftem Mundgeruch belästigt würden.

Als die Polizei die Menge auf den Platz zurücktrieb, damit die Straßenreinigung ihre Arbeit machen kann und der Berufsverkehr des Mittwochs gewährleistet werden kann, kam es zu üblen Auseinandersetzungen.Ukraine Protest

Merken Sie sich, sollten Sie  einmal wieder wegen irgend etwas demonstrieren wollen: nach Ansicht der Bundesregierung ist es friedliches Demonstrieren mit Holzprügeln und Pfefferspray auf Polizisten loszugehen, Hydranten zu knacken und die Polizei mit Löschwasser zu bespritzen als auch mit allem, was herumliegt, zu bewerfen.

Sollten Sie das tun und werden wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung inhaftiert, dann erklären Sie dem Richter, dass das Zeichen eines modernen Rechtsstaates sind und er sich nicht so aufführen soll.

OK, tun Sie es lieber nicht: Sie leben ja schon im freien Westen, derart friedliches Demonstrieren ist nur jenseits der Grenzen von EU und USA menschenrechtlich gedeckt!

Auch gilt es als friedliches Demonstrieren, das Gewerkschaftshaus durch Swoboda-Anhänger, die größtenteils noch nicht einmal aus Kiew sind, und das Rathaus zu besetzen.

Man bedenke den Symbolcharakter einer Besetzung des Gewerkschaftshauses und ziehe alleine daraus seine Schlüsse, wes Geistes Kind hier Umtrieb hält. Der Tymoschenko-Partei sind Gewerkschaften natürlich ein Dorn im Auge, da sie sich in deren Konzernen für Arbeitnehmerrechte einsetzen könnten und hierfür mit der Unterstützung der mit der Kommunistischen Partei verbündeten Regierung rechnen können!

Vergleichen Sie diese Möglichkeit mit dem Programm, welches Union und SPD für Deutschland planen, welches von denen als modern und zeitgemäß verkauft wird.

Koalition

Diese Modernität und Zeitgemäßheit soll, geht es nach dem Willen der EU, zukünftig auch für die Ukraine gelten, denn wenn westliche Konzerne erst einmal auf Einkaufsbummel gehen, wollen sie keine Billiglöhner die aufmucken und Unterstützung ihrer Staatsführung haben.

Eine Modernität und Zeitgemäßheit, die von unseren Eurolinken leidenschaftlich geteilt wird. Ich darf an dieser Stelle Radio Ukraine zitieren:

„So sprach der Vize-Chef der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten, Libor Rouček, von einer „moralischen Pflicht“ der EU, den proeuropäisch gesinnten Ukrainern zu helfen. Auch die Ko-Vorsitzende der Grünen-Fraktion Rebecca Harms, die eine ukrainische Nationalfahne um die Schultern trug, rief zur Unterstützung der Demonstranten auf. Europas Aufgabe sei es, Eskalation der Gewalt zu verhindern und sicherzustellen, dass Verhandlungen aufgenommen werden.“

Verhandlungen auf GRÜN bedeutet: 46 Millionen Menschen werden so lange von ein paar tausend Faschisten, ein paar Karrieristen aus dem Umfeld von Klitschko und dem Fußvolk der Aufsichtsräte in Tymoschenkos Konzernen terrorisiert, bis sie sich dem Brüsseler Diktat – oder sagen wir lieber dem Berliner – fügen.

Ob wenn ich mit ein paar Hundert Leuten das Münchner Rathaus besetze und das Gelumpe der grünen Stadtratsfraktion auf die Straße werfe, einschließlich ihrer Räucherstäbchen und Buddastatuen, seitens unserer Öko-Rebecca nicht als Eskalation der Gewalt beurteilt würde lasse ich jetzt einmal dahin gestellt.

Ein gestriger Versuch der Polizei in das Kiewer Rathaus einzudringen hat zu Tage gefördert, wie gut die friedlichen Europa-Anhänger, die sich darin eingerichtet haben, organisiert und ausgerüstet sind.

Der Besuch der Baroness Ashton und der amerikanischen Nuland kann in jedem Falle so bewertet werden, dass die EU und die USA kompromisslos zum Sturz des Ukrainischen Staates entschlossen sind.

Die EU hat in die zukünftige Plünderung der Ukraine viel investiert. Man will, dass sich das rechnet.

Die „Vaterlandspartei“ kann die Arbeitnehmer der Tymoschenko-Konzerne feuern, wenn sie nicht brav demonstrieren.

Die Faschisten wähnen sich schon knapp vor der Ergreifung der Macht.

Klitschkos haben Merkels Konsortei und die westliche Presse.

War vor Nulands und Ashtons Auftritt die Situation insoweit entspannt, dass das Revolutiönchen sich totläuft (oder war das vielleicht nur das Wunschdenken derer, die von dem ewigen Rabbatz der Oppos die Nase voll haben?), so müssen wir nun befürchten, dass die Ukraine sich nur noch durch einen gut vorbereiteten, raschen Schlag gegen den Unterwerfungsversuch der EU zur Wehr setzen kann.

Die Regierung hat noch nicht aufgegeben, sich mit der EU einigen zu können. Ich sehe hier keine Chancen mehr.

 

 

 

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