Die auf der Stelle treten

Die von Berlin aus gesteuerte Eroberung der Ukraine durch Brüssel scheint ins Stocken geraten zu sein.

Vom Kiewer Maidan sehen wir immer nur die selben Bilder vom letzten Wochenende, das „Protestcamp“ wird in der Regel beschrieben als „einige Demonstranten harren aus“.

Inzwischen scheint Weichbirne Wannabe-President Klitschko bei seinem Treffen mit dem bereits gefeuerten deutschen Exaußenminister neue Instruktionen erhalten zu haben: wir sind wieder an dem Punkt, der sich permanent und in immer kürzeren Intervallen wiederholt, ob Ägypten, Libyen, Syrien: die Regierung geht auf die Aufständischen zu und macht Angebote: diese lehnen jede Verhandlung ab, solange die Regierung nicht zurückgetreten ist!

So formulierte es Klitschko laut RIA Novosti.

Knastjule Tymoschenko hatte die Gelegenheit genutzt und mit lautem Trara einen Hungerstreik verkündet: den sie nach nur 11 Tagen abbrach mit der Begründung, man habe sie darum gebeten – ich denke, das war von Anfang an nicht anders geplant und 11 Tage entspricht etwa einer Hungerkur, die von unzähligen Frauen mittleren Alters ab und zu angewendet wird, um ein paar überflüssige Pfunde los zu werden. So gesehen hatte es gar keinen Hungerstreik gegeben, die Dame ist wohlgenährt. Sie frisst ja auch nicht die Knastkotze sondern bekommt Speisen first Class aus Restaurants geliefert.

Eine Erklärung, die sie von sich gab war so grotesk, dass man sich eigentlich überlegen müsste, ob sie nicht psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen sollte: ohne Sturz der Regierung würde die Ukraine zum 2. Nordkorea und Janukowitsch ein zweiter Stalin.

Zeit für eine Zwischenbilanz:

Die Regierung hat ein Abkommen mit der EU nicht unterzeichnet, weil die Ukraine zur EU wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig ist und die geforderten Preisanpassungen und sozialen Einschnitte einem schleichenden Genozid an der ukrainischen Bevölkerung gleichkämen, mit der Option, zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die einheimische Wirtschaft Wachstum verbucht, darauf zurück zu kommen.

Eigentlich sollte man da hoffen, dass die Regierung der  Ukraine einen Anti-EU-Kurs einschlägt, aber das tut sie ja noch nicht einmal!

Dennoch wird von den Oppos und der westlichen Presse künstlich ein Bild Pro-EU-Bevölkerung versus Anti-EU-Regierung gezeichnet.

Eine aus 3 Fraktionen zusammengesetzte organisierte Oppositionsführung nutzt den Punkt um das Land zu destabilisieren:

1. eine Minderheitsfraktion der einheimischen Bourgeoisie, die stets die Finger nach der Macht ausstreckt, aber sich nicht etablieren konnte: die Kreise um Tymoschenko und ihre „Vaterlandspartei“.

2. eine vom westlichen Ausland aufgebaute 5. Kolonne, Klitschko und UDAR.

3. eine Organisation militanter Rechtsradikaler, „Swoboda“.

Vor allem studentische Jugend wird zunächst gegen die Regierungsentscheidung mobilisiert, da in ihr eine berechtigte Unzufriedenheit mit den wirtschaftlichen Verhältnissen im Land verbreitet ist und dieses Abkommen falsche Versprechungen macht.

Diese wendet sich aber sehr bald wieder ab.

Nun betreiben die politischen Führer der Oppos Radikalisierung.

Für die Drecksarbeit sind die militanten Faschisten zuständig, für das Bild vom friedlichen Protest die Bourgeois,  für die internationale Legitimierung die 5. Kolonne.

Die Forderungen werden zusehends gesteigert und jedesmal, wenn die Behörden Entgegenkommen signalisieren wird mit Unerfüllbarem nachgelegt, zuletzt bietet die Regierungen Verhandlungen am Runden Tisch an, was mit dem Ruf nach Revolution beantwortet wird.

Derzeit sollen Polizeieinheiten aufgelöst werden, die Regierung abtreten und der Innenminister verhaftet werden, darunter wird nichts akzeptiert. Bemerkenswert vor allem ist: es gibt niemals inhaltliche Forderungen; keine praktischen Vorschläge, keine umsetzbare Programme, nur hohle Phrasen von Freiheit und Demokratie, unter denen sich jeder vorstellen kann, was er will oder eben nicht.

Bis dahin werden Behörden an der Arbeit gehindert, Regierungsarbeit verunmöglicht, öffentliche Gebäude besetzt gehalten.

Wir sind schon so weit, dass unsere Oppos den Rundfunk stürmen wollten.

Die Regierung kann machen was sie will: einer Opposition, die sich mit nichts als der vollständigen Kapitulation zufrieden gibt, kann sie schlicht nicht nachgeben.

Und so bleibt nur ein Ausgang: entweder der Protest läuft sich tot oder wird mittels der Sicherheitskräfte zerschlagen.

Dass der Protest sich tot läuft ist nicht wahrscheinlich: zuviel ausländische Investition steckt darin und man hat die militanten Faschisten, die, sind sie erst einmal in Fahrt geraten, nur mehr mit Gewalt zu stoppen sind.

Die EU und die USA ziehen sich nicht zurück: sie haben Blut geleckt, sie wollen die Beute reißen!

Sie wollen sie fressen, ehe die Ukraine auf Augenhöhe verhandeln kann.

Klitschko ruft nun zum „totalen Widerstand“ auf. Naja, bei dem seinem Umfeld kann ich gar nicht anders als mich an den berühmten Satz von „totalen Krieg“ erinnert zu fühlen.

Hoffen wir, die zunächst mobilisierte jungen Leute sind klug genug, das böse Spiel zu durchschauen und lassen sich nicht verheizen.

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