Der Friedensnobelpreisträger der die Mutter aller Kriege ist

Ich muss doch noch mal auf „Friedensnobelpreis für die EU“ eingehen.

Nicht auf die Sache selbst. Dass ein paar Fuzzis aus dem norwegischen Parlament hier nur Aufträge ausführen und aus welchen Gründen auch immer das Autorität haben soll sei geschenkt, so ist es mit fast allen Preisen.

Es geht um das Argument: Kein Krieg unter europäischen Nationen seit über 60 Jahren.

Wir leben in einer hochtechnisierten Welt. Europa verfügt über die dichteste und entwickeltste technologische Infrastruktur weltweit. Europa ist kontrolliert von ein paar multinationalen Konzernen und Banken.

Auch für Hitler war es das letzte Mittel die Wehrmacht zu schicken. Das 3. Reich musste Soldaten schicken um Griechenland zu besetzen. Die Technologie war nicht so ausgefeilt wie heute und die Konzerne waren national. Die gehörten Familien wie Krupp und Thyssen. Willst du Griechenland, dann musst du dir es schon erobern.

Heute: ein paar Kontobewegungen, ein paar Telefonate, ab und zu mit dem Flieger wohin und Privilegien für Parlamentarier und der Kas is gegessen.

Wozu Unruhe und Widerspruch erzeugen mittels Soldaten, wozu die hohen Kosten diese zu verpflegen, auszurüsten, zu bewegen, wenn es auch einfacher geht?

Und geht man weiter zurück als bis zum 3. Reich, dann ist das Gequatsche schlicht unhistorisch.

Bis zum ersten Weltkrieg waren die Nationalstaaten das Einflussgebiet der jeweils ranghöchsten Adelsfamilie.

Kriege, das war nichts anders als ein Machtkampf unter diesen Familien, deren eine den Machtbereich gegenüber der/den anderen ausweiten wollte.

Eine Ausnahme scheinen die napoleonischen Kriege, die darin bestanden, dass Napoleon Europa in das französische Weltreich einfügen wollte, zu bilden. Das ist aber nur theoretisch eine Ausnahme, weil die französische Revolution die bislang herrschende Adelsfamilie in Frankreich gestürzt hatte und Frankreich jetzt Republik hieß. De Facto war Napoleon der neue französische Kaiser und man kann sagen, im Endeffekt hatte diese Revolution nur eine andere Familie an die Macht gebracht.

Kulturgeschichtlich gesehen gab es zwischen den Völkern niemals Krieg. Die gegenseitige Beeinflußung in Musik, Literatur, Malerei etc kann heute noch wie dokumentarisch überprüft werden.

Die Menschen reisten, knüpften Kontakte, trieben Handel, was auch immer und kehrten sie nach Hause zurück erzählten sie Geschichten. Das Handwerk: die fahrenden Gesellen trieb es in, wie man es damals nannte, „Aller Herren Länder“. Der Ausdruck „Aller Herren Länder“ besagt: in die Herrschaftsbereiche eines jeden Adelshauses. Man lernte voneinander, man sprach miteinander, man liebte sich, man hasste sich. Große Namen der Hochkultur kannte man von Portugal bis Moskau und gegenseitige Besuche waren Events. Heute der deutsche Händel in London, morgen der ungarische Franz Liszt in Paris, und mit der Eisenbahn wurde der Kulturaustausch zur täglichen Normalität.

Zwischen den Menschen haben nie Kriege stattgefunden. Krieg war immer ein Machtkampf zwischen besitzenden Eliten, die mächtig genug waren, dieses Mittel einsetzen zu können.

Die EU hat den Krieg auf dem Schlachtfeld ersetzt.

Heute bedienen die Eliten sich der Parlamente und der technologischen und bürokratischen Funktionen. Was aufmuckt erledigt die Polizei und für den Notfall haben wir bereits gesamteuropäische mobile Einheiten der Aufstandsbekämpfung.

Soldatisch blutig wird es nur, wenn es darum geht, die Kolonien unter Kontrolle zu halten.

Und damit entlarvt sich der Rassismus der herrschenden Eliten in dieser Preisverleihung.

Ich sagte es bereits: die Kriege gegen Libyen, Syrien, Irak und der kommende gegen Iran sind Kriege genau gegen die Länder, die entwickelt genug sind, um eine ernsthafte Konkurrenz auf dem Weltmarkt darstellen zu können. Europa und USA zerschlagen die Zivilisationen in den ehemaligen Kolonialreichen um diese zu sich in Abhängigkeit halten zu können.

Das ist auch der Grund, warum die Führungskräfte dieser Staaten immer als Monster geschildert werden. Die Wilden brauchen die starke Hand der Kolonialherren sei das Glaubensbekenntnis. Regiert einer der ihren, müssen die armen Hascherln leiden.

Darum werden die übelsten Terroristen als Revolutionäre verkauft: seht doch, ohne uns können sie es nicht… Man zerschlägt etablierte Strukturen und setzt Gestalten ein, die solche Strukturen weder aufbauen können noch wollen.

In Libyen geschieht heute das, was die Propaganda Gaddafi unterstellt hatte vorzuhaben. Nach der ethnischen Säuberung gegen die schwarzen Libyer findet jetzt der Ausrottungskrieg gegen die Warfalla statt mit dem Segen der EU.

Nun, Gaddafi hatte Libyen vom 3.ärmsten Land der Erde zum wohlständigsten Afrikas gemacht. Er hatte 40 Jahre lang bewiesen, dass er bei Gott anderes kann und vorhat.

Dass die EU sich dieses Jahr vom norwegischen Parlament den Friedensnobelpreis geben lässt macht Sinn.

Es symbolisiert die Idee des Friedens, den die EU bedeutet.

 

 

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