Das Imperium lässt seinen Filialleiter Hollande ins offene Messer rennen

Gehe ich unsere Presse durch, fällt eines deutlich auf:

Wie jeden Krieg eines NATO-Staates gegen Afrika oder andere bejubelt sie den Angriff natürlich mit Zimbeln und Drommeten.

Hurraahh-Schreie von der bankrotten Frankfurter Rundschau bis Springers Welt, der fliegende Hollande schwoll innerhalb von 24 Stunden vom „Zauderer zum Feldherrn“ an und über hunderttausend sozusagen Spontan-Flüchtlinge dichten unsere Schreiberlinge um zu armen Würstchen, welche die Ankunft der fränkischen Reiter als Heldenerscheinungen feierten. NTV schwärmt in Neologismen wie "Binnenflüchtlinge". Naja, wenn's Binnenwasser und Binnenmarkt gibt, sind Binnenflüchtlingsströme nicht weit.

Alleine: die lieben Freunde und Partner der transatlantischen Allianz haben es nicht so gerne, wenn man sie überrumpelt.

Die Tags, die auf die Mission Mali geklebt sind, reichen, um eine zögerliche Scheinhilfe locker zu machen: Freiheit (ach nee, wer hätte dat wohl erahnt), Menschenrechte (na so wat, dad is ja janz wat neuet), und TATATATAHHHHH: Demokratie für ganz Mali!

Immerhin hatte ein Offizier, der sich ins Amt geputscht hat um Hilfe zur Verteidigung der Dömokrotüü gebeten.

Die Amis haben sich schon klar positioniert: von uns gibt’s nix, nur ein paar butterbeschmierte Worte. Und ein paar Überwachungsdaten (die innerhalb der NATO in begrenztem Maße auszutauschen ohnehin selbstverständliche Routine ist).

Die schönen Worte kommen auch aus Bärlin: „Mali is, öh ja, im Gegnsatz zu dem gaaaanz gaaaantz weit wegen Syrien ja an der Grenze zu Europa, da können Patronenhülsen rüber fliegen, die dann von Patriots abgeschossen werden müssten…“ sprudelt es aus unserer akademisch gebildeten Regierung nur so heraus, also schickt man tapfer 2 Transall, die eh bald schrottreif wären und die immense Summe von 1 Million€, vorzugsweise in Naturalien wie Produkten der Pharmaindustrie und was sonst noch in irgendwelchen Kellern verrottet, die schon lange keiner mehr aufgeräumt hat. Immerhin hält sich der von Frankreich in den Präsidentenpalast der Elfenbeinküste geschossene Vorsitzende der ECOWAS Alassane Ouattara in Berlin auf, da darf man nicht kleinlich sein.

Der GRÜNE TrittIhn leidet und mahnt mehr Pep an.

Tag 1 ward noch der Blitzkrieg ausgerufen, schon heute räumt Paris ein, dass der bombige Schutz der Menschenrechte sich wohl sehr lange hinziehen könnte.

Nach der ersten Schockminute schritten die „Rebellen“ rasch in die Offensive inklusive Spill over nach Algerien, wo man erst einmal einen Sack Geiseln von BP einsammeln ging.

Der internationale Strafgerichtshof in Den Haag versucht verzweifelt eine juristische Legitimation für diesen langanhaltenden Krieg zusammenzuschustern und „geht Hinweisen eines malischen Militärangehörigen nach, dem zu Folge die Islamisten Kindersoldaten einsetzen“ und George Soros' HRW flankiert.

Wir stellen fest: was bei Islamisten in Libyen und Syrien besonders verantwortungsvolle Jugendliche heißt, die ihre Zukunft in die Hand nehmen, 11 bis 14 jährige die gegen Gaddafi und Assad eingesetzt werden, heißt jetzt plötzlich wieder Kindersoldaten wenn sie gegen Frankreich eingesetzt werden.

Ja watt‘ n nuuu – da kennt sich doch bald kein nasser Hund mehr aus!

Die Message ist unmissverständlich: Paris ist nicht Washington. Der Chefsessel ist nicht der Platz, in den sich Frauchens Schoßhund setzt!

Der Imperator im Weißen Haus hat dem Provinzgouverneur im Elyséepalast kein OK vorab gegeben.

Wenn er will: bitte. Aber er muss selber sehen, wie er mit dem Schlamassel fertig wird. Und eines ist ganz sicher: es wird ein Blutbad!

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