• Category Archives Syrien
  • Ist Katja Kipping eine Einflussagentin des Soros-Imperiums?

    Krim,Yalta, Juli 2014
    Krim,Yalta, Juli 2014

    Der Schluss legte sich mir jedenfalls beim Lesen von Frau Kippings Veröffentlichung  „Wer flüchtet schon freiwillig“ nahe.

    I

    Im ersten Moment wirkt das Buch wie ein nicht enden wollender, blasiert formulierter Zeitungsartikel des aktuellen Mainstream.

    Sie klaubt in der ersten Hälfte massenhaft Medienberichte von tragischen Einzelschicksalen Migrierender zusammen und wedelt unentwegt mit dem erhobenen Zeigefinger. Sie schließt mit der Räudigkeit von Gegnern der Massenmigration und der übermenschlichen Güte diverser Refugees-Welcome-Aktivisten. In der 2. entwirft sie ihre Flüchtlings-Utopie.

    Was Frau Kipping uns hier vorführt ist ein primitiver Holzschnitt in Schwarz-Weiß, das reine Gute versus das reine Böse, das unschuldige Opfer versus den triebhaften Täter, sie kennt keinerlei Differenzierungen, keinerlei historische und kulturelle Zusammenhänge.

    In Frau Kippings Darstellung der Welt existiert keine Komplexität des Lebens.

    So scheint es zunächst. Aber man muss auf die Details dazwischen achten und die verborgene Ideologie ableiten, das Bild des Bösen zusammensetzen, welches Frau Kipping ausgemerzt wissen will und realistisch fertig denken, worauf ihr Politikansatz hinauslaufen würde.

    Wäre sie irgendeine Autorin, könnte man es sich sparen, es lohnte der Mühe nicht. Das Buch bringt niemanden weiter, sie geifert zwar nicht so unflätig wie Til Schweiger, hat aber kaum mehr Tiefgang in der Problemanalyse, und der Science Fiction Fan mag sich voll von Ironie an die unterschiedlichen Varianten der „Invasion der Körperfresser“ erinnert fühlen, welche das Böse aus der Welt schaffen, indem sie die beseelten Menschen durch seelenlose ersetzen.

    Aber sie ist eine Bundestagsabgeordnete und die Vorsitzende der Partei Die Linke, damit eine einflussnehmende Figur und in der Linken tonangebend.

    Gehen wir also auf einzelne Punkte genauer ein.

    Was mir sofort unangenehm aufgestoßen ist: Frau Kipping beschränkt sich nicht auf Deutschland; sie hat die Unart deutscher Bundestagsabgeordneter, allen europäischen Staaten vorschreiben zu wollen, was sie zu tun und zu lassen hätten, als bräuchten die gar keine Parlamente mehr, da sie ja ohnehin von Berlin aus regiert werden!

    Als Deutscher macht mich das wütend! Vor 20 Jahren konnte ich mich noch überall im europäischen Ausland aufhalten und war Gleicher unter Gleichen, heute wird man zuweilen schon wieder beargwöhnt als selbsternannter Herrenmensch, fühlt sich Rechtfertigungsposition: „Nein, ich lehne die Politik des Bundestages auch ab!“

    So plädiert Frau Kipping in ihrer Einleitung für ein „Europa der Einwanderung“, „Es geht dabei letztlich um nicht weniger als das Bild eines Europas, welches wieder die Hoffnung wecken kann, von der eine Demokratie lebt.“

    Aha. Bisher dachte ich, Demokratie sei ein Staatsmodell und von Hoffnung leben die Kirchen.

    Ihr Europa solle  „…zu einem positiven Beispiel mit weltweiter Ausstrahlung werden – zu einem Kontinent für alle.“

    Was soll das werden? Treten sich 7 Milliarden Menschen auf diesem Landzipfel auf die Füße während der Rest des Planeten verwildert? Vor meinem geistigen Auge mutiert die „Invasion der Körperfresser“ zu „Soylent Green“ (Wer’s nicht kennt, deutsche Version: „Jahr 2022, Menschen die überleben wollen“).

    Geduld. Was wir uns in Kippings Welt unter „alle“ vorzustellen haben, darauf komme ich gleich.

    Erst will ich auf Frau Kippings Sprachgebrauch eingehen.

    Sie verwendet ständig die Begriffe Imperialismus, Kapitalismus, Demokratie.

    Das sind fest definierte Termini. Aber in ihrem Text geistern sie nur herum wie Schlagworte.

    Wer lange mit linken Szeneleuten zu tun hatte, der kennt diese Verwendung des Wortes „Imperialismus“ (plus Ableitungen) schon, so wird er in den Konversationen diverser linker WG-Küchen und Szenekneipen verwendet als Schimpfwort für böswillige Herrschaft des „weißen Mannes“.

    Sie klagt ständig über den Kapitalismus und will ihn ersetzen durch – Kapitalismus!

    Möglicherweise merkt sie das aber selber gar nicht.

    Beispielsweise drückt der New Deal aus ihrer Sicht die Überlegenheit der amerikanischen Demokratie über die Diktatur aus. Dass der New Deal ein kapitalistisches Wirtschaftsprogramm ist, das unter jeder Staatsform möglich wäre, fällt ihr nicht auf. Oder sie meint eben Kapitalismus ist gleich Demokratie; dann wiederum ist es merkwürdig, dass sie Kapitalismus böse findet, Demokratie aber den Inbegriff allen Guten. Als bösen Kapitalismus identifiziert sie Neoliberalismus, den sie aber wiederum umgangssprachlich und außerhalb konkreter Konzepte einsetzt.

    Es wird nicht deutlich, was sie unter Demokratie versteht. Einerseits ist es etwas, das “alle” umfasst, aber das sind natürlich “alle außer…” und letztendlich bleiben dann nur noch Frau Kipping, die Flüchtlinge und die „Refugees-Welcome-Leute als “alle” übrig, die “außer” müssen sich gemäß Frau Kippings Vorgaben neu erfinden um in das “alle” zurückkehren zu dürfen.

    Demokratie, bzw. demokratisch gehören zwar zu Frau Kippings meistgebrauchten Worten, allerdings ist jeder Mensch aus ihr zu entfernen, der nicht bereit ist, alles, wofür Generationen gelebt, gearbeitet und gekämpft haben, aufzugeben zu Gunsten von Frau Kippings „Europa der Einwanderung“.

    Denkt man einzelne Punkte ihrer Utopie idealistisch fertig, erhält man ein vollständig deindustrialisiertes Europa vegan essender Menschen mit afrikanischen Tomatenbauern als geistige Avantgarde.

    Das betrifft aber nur Kippings Demokraten.

    Was  mit den nichtdemokratischen "Untermenschen" geschehen soll, bleibt unklar. Überspitzt: auftretende Versorgungsprobleme für die Demokraten kann man möglicherweise dadurch lösen, dass man den Ausschuss eliminiert. Frei nach Lenin: Wer nicht Einwanderungsdemokrat sein will soll auch nicht essen!

    Sie setzt „autoritär“ und „demokratisch“ gegeneinander.

    Erinnert man sich aber an den herkömmlichen Gebrauch des Wortes „Demokratie“ und versteht darunter, die politische Umsetzung der Interessen der Bevölkerungsmehrheit unter Berücksichtigung der Interessen der Minderheiten durch Abgeordnete, die in allgemeinen, gleichen, freien und geheimen Wahlen bestimmt werden, so wird bei einer Überprüfung ihrer formulierten Ansprüche durch die erfahrbare Realität klar, dass Frau Kipping von allen die autoritärste ist, da "die Europäer" sich nach ihrem Vorbild „neu erfinden“ müssen ohne darum gebeten zu haben.

    Wie vorbildlich und modern Frau Kipping ist, besiegelt sie durch häufigen Gebrauch des Gendersternchens. Damit wird das Buch sofort in den Kontext des „Gendermainstream“ gesetzt und wir erkennen sogleich, Frau Kipping hält uns für ein Produkt gesellschaftlich tradierter Indoktrination und deshalb sind wir reine Objekte, die Frau Kipping nun nach ihrem Gusto umzuerziehen berechtigt ist, ja, eigentlich ist sie sogar, da sie ja nun allen schon so weit voraus ist, verpflichtet, das uns anerzogene Böse auszutreiben.

    Jetzt mutiert „Soylent Green“ zu Aldous Huxleys „Brave New World“, ich liege im Kreissaal und aus den Lautsprechern tönt eine liebliche Frauenstimme „Was bin ich froh, ein Gamma-Mensch zu sein, ich darf den Alpha-Menschen dienen“.

    Hier enden wir mit dem Sprachgebrauch und kommen zu einzelnen Aussagen.

    Frau Kipping zählt Fluchtursachen auf und dazu gehört natürlich Krieg.

    In diesem Zusammenhang erweist sie sich als hinterlistige Heuchlerin, die ganz und gar Regime Changerin im Sinne von G. Soros ist.

    Seite 32:

    „Die juristische Hilfskonstruktion zur Legitimation völkerrechtswidriger Kriegseinsätze lautet dabei „ responsability to protect“: die Verantwortung zu schützen. Das ist heuchlerisch, auch wenn die Ziele dieser Interventionen oft blutrünstige Diktatoren wie Slobodan Milosevic in Serbien, Saddam Hussein im Irak, Muammar al Gaddafi in Libyen und die Taliban in Afghanistan waren. Zu m einen waren viele dieser Diktatoren selbst ehemalige Partner der NATO-Staaten und wurden von diesen erst aufwendig aufgerüstet. Zum anderen ist es nirgendwo gelungen, nach dem Krieg auch den Frieden zu gewinnen und demokratische Strukturen sowie eine nachhaltige Wirtschaft aufzubauen. Dieser Umgang mit dem Völkerrecht schaffte fatale Präzedenzfälle, die Nachahmer ermutigen, ebenfalls das Völkerrecht zu brechen. Um nur ein Beispiel von vielen zu nennen: Der völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch das von Putin autoritär regierte Russland 2015 gingen der NATO-Angriff auf Serbien (…) und die Bombardierung Libyens voraus.“

    Wir stellen erst einmal fest, Putin ist autoritär und kein Demokrat, weil er zwar über 80% Zustimmung für seine Politik durch die russische Bevölkerung erfährt, diese aber eben noch nicht umerzogen ist. Ginge es nach Frau Kipping, hätten die Krimbewohner sich von den faschistischen Bataillonen Kolomojskjys nach ihrer Ansicht „völkerrechtskonform“ tyrannisieren zu lassen, zerbomben zu lassen wie der Donbass, die Gegenmaßnahme, ein Referendum durchzuführen und ergebnisgerecht die Krim Russland anzuschließen, ist für sie eine Nachahmung der NATO-Kriege gegen Jugoslawien, Irak und Libyen.

    Frau Kipping folgt der auch unter Juristen umstrittenen Argumentation der Bundesregierung und damit der des Weißen Hauses, denn andere Völkerrechtler sprechen von einer Sezession der Krim. Untersucht man ihre Argumentation, hat sie eigentlich an keinem Punkt inhaltlich unterschiedene Positionen zur Merkel-Politik, sie findet diese nur nicht nach den eigenen modernistischen Wünschen umgesetzt.

    Blättern wir jetzt zurück auf Seite 30:

    „Zudem ist Saudi Arabien nicht nur ein bevorzugter Handelspartner [Deutschlands], sondern seit Jahren ebenso Exportweltmeister eines fundamentalistischen Islam-Verständnisses, eine „Drehscheibe  religiöser Militanz (…“). Das hindert aber eines der europäischen Vorzeigeunternehmen, den Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus,  nicht daran, (…) auch noch Propagandasatelliten der Saudis ins All zu befördern, über die ganz offen Agitation der fundamentalistischen Terrororganisationen Hisbollah und Hamas verbreitet wird.“

    Frau Kipping ist völlig unfähig zu analysieren, Phänomene in historischem und kulturellem Zusammenhang zu sehen und zu bewerten, sie schert so ziemlich alles über einen Kamm und teilt die Menschheit ein in Bilderbuch-Gute, die sie Demokraten nennt, und Bilderbuch-Böse, die verschiedentlich bezeichnet werden. Die heißen dann natürlich Rassisten, Diktatoren, Terroristen, usw.

    Was als Anprangern des salafitischen Imperialismus Saudi Arabiens beginnt, den sie natürlich nicht als Imperialismus benennt, wahrscheinlich, weil sie nicht weiß, dass Saudi Arabien ein imperialistischer Staat ist, endet ziemlich eindeutig als Propaganda für die Interessen Israels: Hisbollah und Hamas würden diesen Satelliten nutzen.

    Frau Kipping rührt alles in einen Topf mit ISIS/al Nusra und nennt alles Terrororganisationen. Vor allem Hisbollah ist ja eine offiziell im Parlament des Libanon vertretene gewählte  Selbstverteidigungsorganisation gegen eben jenen Imperialismus, den Frau Kipping vorher im Text in Bezug auf Afrika böse findet.

    Man kann da sofort herauslesen, dass es ihr gar nicht um die Missstände geht, sondern ihre eigenen Interessen. Die Probleme armer wehrloser Afrikaner nutzen ihrer Selbstdarstellung und spielen ihrer Ideologie zu, eine selbstorganisierte Gegenwehr nennt sie dann Terrorismus, da eine gut Fee Kipping, die Einladungskarten nach Europa und Gelder, für die sie selber keinen Finger krümmen muss, verteilt, hier nicht vorgesehen ist.

    Frau Kipping kann zwischen der sunnitischen Sekte der Salafiten und der islamischen Ausrichtung der Schiiten nicht unterscheiden, sie tauchen in ihrer Erzählung als ein und das selbe auf, ebenso wie sie das nach Vorherrschaft strebende Königreich Saudi Arabien und eine auch diese Vorherrschaft zurückweisende Volksbewegung, Hisbollah, welche die Expansion Israels eindämmt, für ein und das selbe hält.

    Frau Kipping weiß sicherlich ganz genau, warum sie auch Hamas mit al Nusra auf eine Stufe stellt und unterschlägt, dass es Hamas überhaupt nicht geben würde, wenn Israel sich in Gestalt des Gaza Streifens nicht das weltgrößte KZ hielte, in dem es turnusmäßig Massaker bis zu mehreren tausend Toten anrichtet und welches es wirtschaftlich aushungert.

    Kräftige, selbstständige Menschen im “globalen Süden”, die wissen was sie wollen und dafür kämpfen, sind Frau Kipping ein Gräuel.

    Darum bejubelt sie auch die Auslöschung der arabisch-sozialistischen Jamahirija von Libyen und nennt Colonel Gaddafi einen “entsetzlichen Diktator”.

    An diesem Punkt lässt Frau Kipping tatsächlich die Katze aus dem Sack: Sie will Opferverwaltung, sie lehnt alles ab, was Afrikas Selbstbehauptung fördern könnte.

    Ein funktionierendes Afrika würde Frau Kipping das Menschenmaterial entziehen, welches sie stellvertreten kann und das als Migrationswaffe einsetzbar ist.

    Sich gegen Israels Völkermordpolitik wehrende Palästinenser rührt sie in einen Topf mit in Afrika marodierenden Söldnertruppen und  nennt sie als Teil des Problems, die sie aus "alle" demnach ausgrenzt.

    Überhaupt fällt auf: Frau Kipping malt uns eine Welt, in  der es von unschuldigen Opfern und bösen Tätern nur so wimmelt, aber die Staaten Israel und USA kommen nicht vor!

    Das lässt in diesem Zusammenhang vor allem deswegen tief blicken, weil genau diese beiden Staaten reine Siedlerstaaten sind, die ausschließlich dadurch existieren, dass sie die einheimischen Bevölkerungen entweder ausgerottet oder vertrieben haben und es immer noch tun.

    Frau Kipping geht nicht darauf ein, dass Massenmigration Siedlerkolonialismus ist und anhand dieser beiden Staaten die Auswirkungen von Siedlerkolonialismus exakt studiert werden können.

    Die Founding Fathers der Mayflower ebenso wie die Juden, die Israel gründeten, hatten auch gute Gründe zur Migration. Dennoch endet es im Machtkampf, den das Recht des Stärkeren entscheidet.

    Das mischt Karten neu, löst aber kein einziges Problem, das unter die Bezeichnung Fluchtursachen taugt.

    Dass das von den Soros-Leuten so gewollt ist, steht für mich außer Zweifel, denn Soros hat genug fähige Leute, die solche Entwicklungen analysieren können und er kann es sicher selber auch – die Arbeit des Analytikers gelangt nur dann zu annähernd korrekten Ergebnissen, wenn sie jenseits von Gut und Böse ausgeführt wird; welche Konsequenzen aus den Ergebnissen unter welchen Kriterien  gezogen werden, steht dann auf einem anderen Blatt.

    Die NGOs von Soros, das kann jeder leicht nachprüfen, nutzen ihre Analyseergebnisse zur Zersetzung der von ihnen ins Visier genommenen Gesellschaften und Staaten.

    Wie ist es um Frau Kipping bestellt? Sie moralisiert so viel und beschreibt so konsequent einseitig, dass sie Misstrauen erweckt. Addiert man hinzu, dass sie eigentlich zu jedem Thema schreibt wie eine Mitarbeiterin dieser NGOs, stellt sich automatisch die Frage, ob sie nicht als deren politischer Arm profilieren möchte.

    Seite 85 unten:

    „Auch die Befragung von rund 900 syrischen Geflüchteten in Deutschland Ende September 2015 bestätigen diesen Eindruck: Gerade einmal 8% planen, dauerhaft in Deutschland zu bleiben. Die überwiegende Zahl hofft auf ein Ende des Krieges und ein Ende des Assad-Regimes, damit sie wieder zurückkehren können.“

    Worauf sie sich bezieht ist eine von Universitäten  als wissenschaftlich unhaltbar beurteilte Befragung des Regime Change Vereins „Adopt a Revolution“, dessen Unterstützerin sie ist und welcher ursprünglich auf ein höchst dubioses Oppositionsbündnis aus Syrien zurückgeht, welches heute als solches nicht mehr tätig zu sein scheint, jedenfalls nicht mehr auftaucht, die „Allgemeine Kommission der Syrischen Revolution“. Diese Befragung wurde von allen deutschen Mainstream-Medien eingesetzt, um zu behaupten, dass Syrer nicht vor ISIS, sondern vor Assad flüchten würden.

    Wer nur minimal einen Begriff von der historischen und weltanschaulichen Lage in der Region hat, weiß, dass Syrien durch diese „Revolution“ eine von rivalisierenden Salafiten beherrschte türkische Kolonie würde, in dem das türkische Militär eine "armenische Lösung" für die Kurden versucht.

    Das will Frau Kipping natürlich auch nicht, weil die Salafiten sind ja antimodernistisch. Frau Kipping  will es schick und modern. Nun ist es so, dass Gendersternchendemokraten außerhalb der unibesuchenden Linken in neoliberalen Wohlstandszentren eigentlich nicht existieren. Sie sind genau genommen die linke akademische Flanke dessen, was Frau Kipping Neoliberalismus nennt. Neoliberalismus unterscheidet sich davon fundamental, denn die EU-Politik der Bankenrettung beispielsweise widerspricht der Chicagoer Schule: Steuergelder zur Rettung versagender Banken einzusetzen  wäre nach Milton Friedman eine Todsünde! Er würde sie eingehen lassen, damit die Marktanteile für fähigere Unternehmen frei werden.

    Friedman sieht durchaus in seiner Wirtschaftsordnung soziale Sicherungssysteme vor, denn ein Obdachloser zum Beispiel ist für ihn brachliegendes Humankapital, das er als tätiges Subjekt reaktivieren will.

    Die EU tut genau das, was Frau Kipping predigt: sie betreibt eine Art Staatssozialistischen Neoliberalismus. Sozialismus für die Reichen, Almosen für die Unterschicht, Neoliberalismus für alle dazwischen.

    Zwar redet sie, wie es sich für Linke gehört, über Umverteilung von "Superreich nach Arm", aber das wirkt auf mich rein formal, sie denkt über Geldbeschaffungsmaßnahmen für ihr Projekt Einwanderungseuropa nach.

    Ihr Begriff von Rassismus verhält sich analog zu Daniel Goldhagens Antisemitismusbegriff, vergleichbar einer Charaktereigenschaft Deutscher. Auch da bleibt sie widersorüchlich, weil ansonsten die Welt sich für sie nicht aus Völkern mit eigenständigen politischen, religiösen und klulturellen Entwicklungsgeschichten zusammensetzt, sondern aus Trägern moderner und Trägern reaktionärer Ideologien.

    Die Frage ob es recht oder unrecht ist, die politischen Geschicke eines Landes wie Syrien bestimmen zu wollen, ohne dessen Staatsbürgerin zu sein, kommt ihr gar nicht.

    Bleibt nur ein logischer Schluss: Frau Kipping will das Erreichen der Kriegsziele der amerikanischen Neocons, aber sie gibt nicht zu, dass das einen NATO-Eroberungskrieg voraussetzt.

    Sie will daneben stehen, wenn die NATO Krieg führt und moralisch meckern, nach getaner Drecksarbeit aber vom Kuchen abhaben. Was exakt dem Verhalten ihrer Partei im Libyenkrieg entspricht.

    Der einzige Unterschied zwischen ihr und denen, die sie „die Herrschenden“ nennt, besteht darin, dass sie ein paar mehr Almosen verteilen möchte.

    Man kann also klar festhalten, Frau Kipping ist selbst eine Fluchtursache!

    Sie befürwortet die Zerschlagung der sozialen Gefüge und die Interruption von außen der gesellschaftlichen Entwicklungen der Herkunftsländer wie der europäischen Staaten, sie beteiligt sich daran.

    Dabei schämt sie sich nicht, die Schleuserkriminalität zur Heldentat zu glorifizieren! Gerade an dieser Stelle sollten die Migranten gewarnt sein: Leute wie Kipping helfen mit, Menschen zur Migration nach Europa anzustacheln und unterstützen, hier von ihr offen zugegeben, deren Ausrauben durch die Schleusermafia. Sind die Leute aber erst einmal da, verfügt die Linke über nichts, was ihnen eine dauerhafte Existenzgrundlage ermöglicht. Das fordert sie von den bösen Anderen ein, durchaus mit einem “und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!”

    Eine Sache ist es, Aufnahmezentren zu schmeißen, eine andere die Verantwortung für das Leben danach. Das der Migranten wie das der Einheimischen.

    Wenn Deutsche für etwa bis in den hintersten Winkel der Welt bekannt sind,  dann ist das geordnete Prozesse ad hoc entwerfen und zügig systematisch umsetzen zu können! Darin sind sie sogar penetrant und klassischerweise wirft man ihnen einen Mangel an Spontanität und Improvisationsgeist vor.

    An diesem Punkt kann ich Frau Kipping beipflichten: realistisch beurteilt gibt es bis jetzt noch überhaupt keinen Grund zur Panik!

    Die bisherigen Zahlen sind überschaubar, und gerade für Deutsche wäre es überhaupt kein Problem, das leise und effizient zu behandeln.

    Wenn also trotzdem das auffällige Asylchaos ausgebrochen ist, dann nur aus einem Grund, auch darin hat Frau Kipping recht: es ist politisch gewollt!

    Warum deeskaliert Frau Kipping, wenn sie das schon weiß, nicht, warum kippt sie Öl ins Feuer und polarisiert?

    Auf mich wirkt sie damit als Teil dieser dahinter vermutbaren Strategie, als Institution, die darin eine Funktion ausübt!

    Frau Kipping profitiert von der Spaltung der Gesellschaft in Rechts und Links.

    Gegenpositionen zur Massenmigration, wie sie aktuell gehandhabt wird, lediglich moralisch zu veurteilen und zu psychologisieren, Argumente übehaupt nicht erst anzuhören, geschweige denn zu prüfen, verhärtet die Fronten.

    Das ist eben nicht nur von der Bundestagskonkurrenz gewollt, es ist auch von ihr gewollt!

    Die Bundespolitik zur Migration kritisiert sie lediglich taktisch. Was sie will, sind mehr Geld und mehr Planstellen für die Sozialindustrie.

    Eine einfache, kostengünstige Methode wäre beispielsweise, man prüft die aktuellen Fähigkeiten und Kenntnisse der Migranten,  die schon da sind, ermittelt wo welche Arbeitsplätze unbesetzt sind, wo welcher Wohnraum in der Nähe frei steht, man bringt die Leute dort hin und lernt sie ein, parallel erteilt man Sprachunterricht und unterweist sie in einer Art Sozialkunde darin, wie das Leben in Deutschland funktioniert, mit welchen Rechten und Pflichten sie umzugehen haben.

    Nein, es ist nicht die freigewählte Arbeit, nein es ist nicht der frei gewählte Wohnort, nein, es ist nicht der Tellerwäscher als Millionär, es ist sinnvolle Beschäftigung, Einkommen und ein Dach über dem Kopf.

    Es ist nicht ist sexy, aber es ist echte Integration von der alle profitieren, bei der die Migranten in ihre neue Realität hineinwachsen können und keine, von der nur arbeitslose Sozialstudierte und Kursanbieter, die ohne staatliche Finanzierung bankrott wären, profitieren.

    Das muss fürs erste reichen. Sartre hat es exakt auf den Punkt gebracht mit seiner Kontradiktion: "Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit!"

    In Frau Kippings Buch geht es viel um Gerechtigkeit. Aber gerecht ist Gott. Der Mensch gerät nur in immer neue Situationen, aus denen er das Beste machen muss.

    Ist es gerecht, dass Franz Schubert sein Leben lang ein armer Mann war, früh an Typhus verstarb aber ganze Zweige des Musikgeschäftes von seiner Hinterlassenschaft alleine seit fast 200 Jahren reich werden können?

     

    II

    Ziel muss es sein, dass es überhaupt  nicht zu den Fluchtbewegungen kommt.

    In allen 3 Ländern der letzten spektakulären Regime Changes, Libyen, Syrien und Ukraine, gab es Notwendigkeit des gesellschaftlichen Wandels, politische und wirtschaftliche Fragen, die durch die gesellschaftlichen Prozesse beantwortet hätten werden müssen. Das ist immer mit Härten verbunden.

    Die eingreifende Regime Change Politik des Westens hat diese Fragen missbraucht um die Länder und ihre Gesellschaften gezielt zu zerstören, woran, das ist heute kein Geheimnis mehr, besonders die in NGOs organisierten Helfer der Menschheit unverzichtbaren Anteil hatten, von denen wiederum die der Soros-Unternehmen sich besonders hervortaten.

    Man kann sogar festhalten, dass ohne Agitation und Subversion der NGOs die Länder heute noch intakt wären.

    Da in allen 3 Fällen die derzeitigen Probleme, nicht im Detail aber in der Tendenz, für mich vorher absehbar gewesen sind, waren sie es auch für die Analysten der westlichen Regierungen und Geheimdienste.

    Imperialismus funktioniert heute wie das guter Bulle-böser-Bulle-Spiel, auf beiden Ebenen gleichzeitig, einerseits durch rücksichtslose Ausplünderung und wirtschaftliche Abhängigkeit der Zielgebiete, andererseits durch die philanthropische Handreichung, die nichts anderes ist als eine Entmündigung derer, denen man vorgeblich hilft und eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Sozialindustrie der imperialistischen Zentren, deren globale Expansion sozusagen.

    Auf den Seiten 101ff schildert sie wie eine Pfadfinderin ihre aufregenden Erlebnisse mit der Freiwilligeninitiative „Moabit hilft“.

    In diesem Moment änderte sich alles.

    Herbert George Wells Roman Die Zeitmaschine trat vor mein geistiges Auge. Der Roman, nicht die Verfilmungen.

    Ist sie gar keine Soros-Agentin? Sie erscheint mir plötzlich als Eloy!

    Auf Seite 103 beschreibt sie eine Szene mit einem völlig verlorenen jungen Mann, Herkunft unbekannt, der sein Formular nicht versteht. Frau Kipping findet heraus, dass es seine gültige Registrierung ist, und er sich nun damit auf Wohnungssuche begeben soll.

    Wer allen Ernstes glaubt, einem Menschen, der kein Deutsch, kein Englisch kann, noch nicht einmal ein Formular entziffern kann, den hinauszuschicken, alleine, um sich in Berlin eine Wohnung und ein Auskommen zu suchen, etwa Gutes zu tun, diese Person schwebt scheinbar so weit außerhalb jeder Lebensrealität, dass sie gar nicht weiß wovon sie redet!

    Katja Kipping zeigt eine Welt des schauderhaft Bösen, in der aber das Leuchtfeuer der Hoffnung in Gestalt von Refugees Welcome Aktivisten leuchtet, die den Weg in ihre Vorstellung von einer heilen Welt pflastern.

    Solche, die sie NAZIS und Rassisten nennt, womit sie jeden meint, der ihre heile Welt nicht kommen sieht und gerne Bedenken äußern möchte bis hin zu echten NAZIS, sieht sie wie finstere Morlocks überall aus Löchern kriechen und Jagd auf Ausländer machen.

    Oder ist alles nur Show? Ihre Vorstellungen, die sie im letzten Drittel des Buches darstellt, wie ein Einwanderungskontinent gestaltet werden kann, unterscheiden sich kaum von den Vorstellungen, welche die Soros-Kampagne „Welcome to Europe“ W2EU vertritt.

    Letztendlich liest sich das Buch wie ein Propagandawerk der „Open Society Initiativ for Europe“ OSIfE, ein Segment der „Open Society Foundation“, die das explizite Ziel eines europäischen Einheitsstaates als Einwandererland verfolgt.

    Die Selbstdarstellung der OSIfE, interessanterweise von 2013, also weit vor der neuen Massenmigration, liest sich wie eine auf einen Satz reduzierte Version des Buches: „Established in January 2013 to build on three decades of the Open Society Foundations’ work in Europe, the Open Society Initiative for Europe aims to narrow the gulf between the promise of Europe as the prototype for an open society and reality. By taking both reactive and proactive approaches to policy reform, it supports efforts to defend civil liberties and human rights across Europe, address the challenges of migration, and fight discrimination—including Islamophobia and the structural discrimination against Roma.“

    „Europa als der Prototyp für eine offene Gesellschaft und Wirklichkeit“ – das ist nur eine andere Formulierung für Kippings „Kontinent für alle“.

    Und wie auf Bestellung widmet sie denn auch den Roma eine eigene Betrachtung.

    Unterm Strich ist sich Frau Kipping ein Herz und eine Seele mit der Parole der Euro-Kanzlerin, „wir schaffen das“, was auch immer es sein wird.

    Sicher, man schafft alles, Menschen schaffen es sogar in Baltimore zu leben, eine Hafenstadt mit etwa 600 000 Einwohnern, eine Stadt ohne Arbeit, eine Stadt der Korruption und des Präkariats mit einer höheren Kriminalitätsrate als die meisten Multimillionenstädte in der 3.Welt. Eine Zeit lang rangierte sie in UN-Statistiken auf Platz 2 hinter Mogadischu und auch in Mogadischu schaffen es Menschen zu leben.

    Zudem ist Baltimore eine Stadt, in der die verschiedensten Ethnien in gegeneinander Krieg führende Banden organisiert sind.

    Nicht, weil die Leute in Baltimore böser wäre als woanders, sondern weil die Stadt ein Schmelztiegel der Einwanderung in die USA war und was illegale Einwanderung betrifft immer noch ist, nur ihre Funktion als bedeutender Industriehafen und damit ihre wirtschaftliche Struktur lange verloren hat.

    Jenseits von Gut und Böse analysiert ist die Balitmoreisierung der europäischen Städte der reale Kontinent für alle, welchen Frau Kipping vorbereiten hilft.

    Entwurzelte Gestalten im Krieg aller gegen alle, deren einziger sozialer Bezugspunkt die Ethnie ihrer Herkunft ist.

    Da das nun schon ziemlich lange geworden ist, komme ich an dieser Stelle zum Fazit, nicht ohne den Hinweis, dass ein weiteres Anliegen des Herrn Soros, Fluchtursache Klima, natürlich von Frau Kipping als feststehende Tatsache beschrieben wird, obwohl die Wissenschaft sich auch in Sachen Klimawandel völlig uneins ist.

    Frau Kipping proagiert lediglich Phantasien, untermauert durch Leidensgeschichten, die dem Leser ein schlechtes Gewissen einimpfen sollen, nur weil er „das Glück hatte, in einem reichen Land geboren worden zu sein“.

    Alles in diesem Text ist Anklage und inkohärent. Das Wesentliche kommt nicht zur Sprache, nämlich: Leid und Elend, welche in den Regionen, die sie beschreibt, auftreten, sind die dunkle Seite der Moderne wie wir sie kennen! Sie sind nicht als individuelle Schuld anlastbar, sie sind systemische Auswirkungen.

    Es gab Ansätze, das umzubauen.

    Der Sowjet-Kommunismus war einer. Der wurde abgelehnt.

    Das Libyen Gaddafis war einer, wenn auch nur regional. Dessen Vernichtung bewertet Frau Kipping positiv.

    Für neue Vorschläge, die Probleme der modernen Welt zu lösen, sind sehr viele Menschen offen, auch viele derer, die meisten nehme ich an, welche Frau Kipping pauschal als „Rechtspopulist*innen“ beschimpft.

    Aber Probleme werden nicht gelöst, indem man neue hinzuaddiert. Darin ist sie konsistent, Regime Change Kampagnen und Massenmigration sind 2 Bestandteile einer Strategie, die sie beide propagiert. Den Rest dieser Strategie und ihre Rückwirkung auf die Lebensbedingeungen in Europa lässt sie vorsichtshalber weg.

    Frau Kipping drückt allen Verachtung aus, die anderen Konzepten folgen als ihrem linksstudentischen Hypermodernismus. Sie untersucht Phänomene und die Zusammenhänge, in welchen sie auftreten, nicht, prüft keine Argumente, sie betreibt ausschließlich Ideologie, zählt auf, was sie stützen kann und blendet aus, was sie in Frage stellen könnte.

    Ich halte Frau Kipping meine Auffassung entgegen, dass ein Europa aus prosperierenden, suveränen und gleichberechtigten Nationen sehr viel zur Behebung, wenigstens Linderung, der globalen Probleme beitragen kann, ein geschleiftes Europa aber niemandem nutzt.

    Da kommt mir noch ein weiterer Gedanke: Will Frau Kipping vielleicht die Partei Die Linke als deutsche Filiale der amerikanischen Präsidentschaftskandidatin Hilary Clinton positionieren? Ah ja, genau, Soros ist ja einer von Clintons sehr spendablen Wahlkampfsponsoren.

    Die sprachlichen Angriffe wie sie aus dem Bundstag auf Gegner der aktuellen Bundestagspolitik, so auch von Frau Kipping, geführt werden gleichen sich auf das Haar.

    So wirft Clinton Trump vor, Hassreden zu halten und das Land zu spalten:

    Es ist die selbe Rhetorik, die überall auftritt, wo diese westlichen NGOs aktiv sind, die selbst nur ein Mittel sind um Hass zu verursachen und Menschen gegeneinander zu verhetzen.

    In Indien, so erfuhr ich aus der Klatschpresse, wurde eine Kampagne gegen den Schauspieler Shah Rukh Khan vom Zaun gebrochen, weil er sich nicht gegen Hassreden positionieren würde.

    Es ist eine globale Kampagne, ebenso global wie die Color-Revolutions der Jahre seit dem Jugoslawienkrieg.

    Die Migrationswaffe ist eine der perfidesten, bösartigsten und zynischsten, die je erfunden wurde, denn wie kann man damit umgehen?

    Man kann die Leute nicht um Niemandsland verrecken lassen und man kann nicht das eigenen Land schleifen lassen.

    Die Visegrad-Staaten setzen auf Abschreckung und schreien laut in die Welt: "Wir nehmen keine Moslems!"

    Das ist nicht nett und es klingt für Oberflächliche diskriminierend.

    Aber in Wirklichkeit ist es viel menschenfreundlicher, als die deutsch-dominierte Politik.

    Jeder Migrant aus islamischen Ländern weiß damit, Polen, Tschechische Republik etc. kommen für ihn nicht in Frage und macht sich gar nicht erst Hoffnungen, die nicht erfüllt werden können.

    Und wer dort hin will, hat den Weg, den es immer gab, über die Beantragung eines Visums.

    Es herrschen klare Verhältnisse.

    Viel wird über Rechtsruck in der Gesellschaft geredet, hier wie jenseits des Atlantik.

    Ich sehe nicht, dass dieser Rechtsruck stattgefunden hat.

    Dieses Buch ist ein sehr gutes Beispiel für was ich sehe: die Linke ist für Arbeiter, Handwerker, Geringverdiener, Arbeitslose, unteren Mittlestand etc. keine Option mehr!

    Katja Kipping hat keinerlei Begriff von der Realität, weder der gesellschaftlichen noch der ökonomischen, sie weiß nicht wie das Leben von Menschen funktioniert, die nicht wie sie vom Steueraufkommen gepampert werden. 

    Sie kann nicht zuhören, sondern diskriminiert jeden, der ihre studentische Phantasie-Ideologie nicht teilt.

    Sie ist außenpolitisch untragbar, weil sie nicht nur den Menschen in Deutschland, nicht nur den Staaten der EU, sondern der gesamten Welt vorschreiben will, wie sie zu leben habe, mit Ausnahme von Israel und den USA. Dabei ist sie absolut inkonsequent in ihrer Argumentation, denn wenn es ihr passt, sind Staatsgrenzen wichtig, siehe den Vorwurf an Russland wegen der Krim, passt es ihr nicht, gelten für sie keine Staatsgrenzen.

    Sie weiß  nicht viel, sie kann nicht differenzieren, wie das Beispiel mit Hisbollah und saudisch-türkisch betriebenen Terrororganisationen belegt, die sie alle als Fundamentalisten und Terroristen beschreibt.

    Frau Kipping definiert die Clinton-Soros-Politik als das neue Links.

    Damit verschärft sie jedes Problem und hilft keiner Lösung.

     

    Katja Kipping: Wer flüchtet schon freiwillig

    Westend Verlag

    ISBN: 978-3-86489-133-5

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Bundesregierung stellt Blankocheque zur geheimdienstlichen Generalüberwachung aus

    Diese Woche ging eine Meldung durch die Medien, dass die Bundesregierung Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz beauftragte, herauszufinden, ob nicht Vlad Dragul Putin hinter all der bösen alternativen Publizistik steht, welche ihrer Heiligkeit Angela I. Merkel nebst Hofpresse nicht bedingungslos und zombiehaft folgt.

    Die Bundesregierung spricht von einer gezielten Desinformationskampagne, welche Moskau zur Destabilisierung Europas in die Wege leitete.

    Einige machen sich darüber lustig, wel es absolut grotesk wirkt.

    Besagte Hofpresse freut sich: suggeriert es doch, sie erzähle permanent die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, sowahr ihr Gott helfe, und irgendwelche Fratzen, die keine Karriere in ihrer Maschinerie machen, pinkeln ihr aus bösem Willen an die kurzen Beinchen.

    Eigenen Diffamierungskampagnen des Typs "von Moskau gesteuerte Putintrolle" konnten die Münchhausens nicht retten, sich an diesem Zopf selbst aus dem Sumpf zu ziehen scheiterte.

    Jetzt greift die oberste Autorität zu Hülf und schießt mit schwerem Geschütz: die Regierung aktiviert den Geheimdienst.

    Das ist keineswegs so witzig, wie es im ersten Moment aussieht!

    Die Lügenpresse sieht arm und minderwertig dadurch aus, aber das stört sie nicht.

    Sie will bezahlt sein und wenn der Staat ihr mit dem Geheimdienst das Monopol sichert, heimst sie ihre Gelder ein, deucht ihr.

    Warum aber sollte man Produkte kaufen, die nachweislich nichts taugen, nur weil der Staat seine Macht einsetzt, die Konkurrenz auszuschalten?

    Die Rechnung geht nicht auf.

    Opa hatte ja auch BBC und Radio Moskau gehört, obwohl das zu seinen Zeiten ein erheblicher Straftatbestand gewesen ist.

    Wer dem Volksempfänger nicht mehr vertraut vertraut ihm nicht auf einmal deshalb, weil andere Informationskanäle in den Fokus der Geheimdienste gestellt werden.

    Darum geht es meines Erachtens auch nicht.

    Merkel und ihr Leute sind immer noch schlauer als Erzengel Siggi und die seinen!

    Der wollte die AfD geheimdienstlich überwachen lassen, was zu offensichtlich nach Instrumentalisierung von Staatsorganen für Wahlkampf riecht und nur einen sehr eingeschränkten Kreis seiner politischen Gegner betrifft.

    Ich beispielsweise fiele da nicht runter. Ich bin zwar auch gegen den €, aber ich bin auch grundsätzlich gegen die NATO und gegen die EU als auch halte ich wenig von neoliberaler Wirtschaftspolitik. Mir kann die AfD nicht helfen.

    In Frankreich sieht es für mich schon besser aus.

    Auch ich halte die Masseneinwanderung aus der muslimischen Ecke für falsch, bin aber der Auffassung, ihr müsse ein antiimperialistisches Konzept entgegengestellt werden, die Lösungen der AfD gefallen mir nicht.

    Das könnte für Syrien und Irak beispielsweise so aussehen:

    Schritt 1: der Westen beendet die Unterstützung der Türkei, Saudi Arabiens und ihrer Terrorbanden vollständig.

    Schritt 2: es wird eine Kommission, von sagen wir 300 Mitarbeitern, gebildet, welche mit einer beträchtlichen Summe, 10 Milliarden € fürs erste, ausgestattet wird, die gebunden sind als Hilfe für Flüchtlinge.

    Diese Kommission ermittelt die wirtschaftlichen Bedürfnisse in den Flüchtlingslagern rund um die Kriegsgebiete.

    Diese Flüchtlingslager werden nicht von der UNO und schon gar nicht von der Türkei verwaltet, sondern müssen sich eine Struktur der Selbstverwaltung organisieren. Für Schulunterricht, Nahrungsmittelverteilung, Medizinzentren etc. benötigen die keine UNO und keinen Westen, das hatten die alles vor dem Krieg, das haben die alles drauf, ihnen muss nur die Chance eingeräumt werden, das unter den Ausnahmebedingungen sich aufzuzeihen – fuck Legasthenie: aufzuziehen!

    Die Kommission verteilt die Gelder nach den ermittelten Notwendigkeiten.

    Da die Terrororganisationen nun vom westlichen Sponsoring abgeschnitten sind, wird der Krieg nicht mehr lange dauern und die Leute können nach Hause zurück.

    Natürlich hätte man mit Beendigung des Krieges lauter flüchtende Terroristen und deren Angehörige, um die müssten sich dann die Saudis kümmern, es sind deren Leute.

    Ist nur ein Vorschlag, den ich umreiße, damit man versteht, was ich meine.

    Zurück zum Thema: der Auftrag der Bundesregierung, den Geheimdiensten einen solchen Auftrag zu geben, bedeutet in der Konsequenz, dass jede und jeder, welcher sich mit einer realistischen Berichterstattung zu Russland und die russische Politik befasst, zum Volksfeind erklärt werden kann! Das so zu formulieren sind unsere Berliner Hyperdemokraten zu feige, aber das ist es genau, was bezweckt wird!

    Gegeninformation soll mundtot gemacht werden und die geheimdienstliche Ausspionierung von Menschen, die durch russlandfreundliche Äusserungen auffallen, wird legalisiert.

    Merkel und ihre Bande geben den Geheimdiensten einen so weit gefassten Auftrag, dass jeder darunter fallen kann, der nicht völlig blind ist.

    Das ist keine Realsatire, es ist ein weiterer Schritt in Richtung Kriegsvorbereitung!

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Monster der Langeweile greifen an

    Politisch gesehen gibt es zur Münchner Sicherheitskonferenz nichts zu sagen.

    Genau genommen hat die Bundesregierung für eine Million € Steuergelder eine Party geschmissen, in den Erholungspausen haben sich irgendwelche Partygäste auf ein Podium gesetzt und abgelassen, was sie sowieso das ganze Jahr über ablassen, wenn Pressefritzen in der Nähe sind.

    Besagte Pressefritzen taten, wie sie immer tun, sie machten die nuttigen Propagandaschleudern für westliche Herrschaftsansprüche.

    Der "Slava Ukraine, Gerojam slava"-Poroschenko fiel besonders peinlich auf, indem er EU-Kritiker beschimpfte, sie würden im Auftrag Putins Europa spalten, den Nationalismus und Faschismus fördern sowie Homophobie.

    Wahrscheinlich hat ein Redenschreiber des Sozis Martin Schulz ihn gebrieft, da dieser gleich beipflichtete.

    Peinlich war das vor allem deshalb, weil die nächtlichen Fackelzüge mit Banderabildchen eigentlich durch die Straßen Kiews und anderer ukrainischer Städte ziehen, dieweilen solche in europäischen Städten nicht auftauchen.

    Außerdem hinkt er der Zeit hinterher. Homosexuelle sind out (Gott sei Dank, da haben die armen Schwulen und Lesben jetzt mal ne Zeit lang Ruhe von den ganzen Stellvertreter-Kriegern), man hat jetzt Refugees. Bis auf diesen kleinen Patzer ist es aber exakt das Gelaber, welche die Propagandaschleudern der deutschen Medien seit etwa einem Monat etablieren wollen: eigentlich wäre Europa sooo glücklich und modern, würden die "Rechten" nicht in die Suppe spucken mit ihrer blöden EU-Feindlichkeit, voll die Nazisäue ey, und warum die das tun erklären die Propagandaschleudern auch: die werden nämlich von Putin bezahlt!

    So wie die ganzen Leute, die immer im Internet querulieren und nicht brav wiederkäuen, was die Propagandaschleudern vorkauen sondern mit selbstständiger Realitätswahrnehmung rumtrollen, von Putin bezahlt werden.

    Eigentlich hatte ich mir schon erhofft, der Dmitrj Medwedjew, wenn er schon in München ist, bringt mir nen Koffer Bares mit solange es noch nicht verboten ist – man kann sich meinen Frust ausmalen, da springt der Typ keine 5 Minuten mit dem Auto vor meiner Haustüre rum und schickt noch nicht mal einen Boten mit den Flocken vorbei!

    Jetzt bin ich echt enttäuscht von unseren Medien: ständig liest man, der Putin lässt Kohle rüberwachsen, und was passiert? Nichts! Noch nicht einmal die Telefonrechnung hat er mir überwiesen!

    Vielleicht liegt's ja an der klammen Staatskasse Russlands und der Koffer kommt nächstes Jahr.

    Wenn es noch ein nächstes Jahr gibt!

    Erdogan und die Saudis versuchen mit Unterstützung der deutschen Bundesregierung den Syrienkrieg auf das nächste Level zu pushen.

    Mit Krieg ist das immer so eine Sache, er endet erst, wenn einer der Kontrahenten so vernichtet ist, das er aufgeben muss.

    Und da es sich um einen Krieg der USA gegen Russland handelt, ist noch lange nicht Schluss!

    Nicht übersehen: Syrien ist wie die Ukraine nur ein Schlachtfeld! Schicken die Neo-Osmanen und ihre saudischen Salafitenfreunde Bodentruppen, wird das nicht unbeantwortet bleiben. Das Schlachtfeld vergrößert sich in Richtung EU.

    Wann die über die Flüchtlingswelle eingeschleusten Terrorkommandos aktiv werden, auch in Deutschland aktiv werden, ist jetzt noch nicht absehbar. Ein vorstellbarer Zeitpunkt könnte sein, wenn Erdogan und die Saudis von der syrischen Armee und der russischen Abwehr versohlt werden und NATO-Verstärkung fordern; Zustimmung von Stoltenberg, Mc Cain und dem überwiegendem Teil der deutschen Bundesregierung hätten sie dafür, die Zustimmung der Bevölkerung in Deutschland bekommen sie nicht, und ehe diese Bevölkerung ihrer Regierung klar macht, dass sie deren Zustimmung nicht hat, könnten ein paar islamistische Anschläge Wunder bewirken. Man marschiert ja gegen Syrien und Russland unter dem Vorwand, man würde gegen den IS marschieren.

    Besser als mit einem auch in Deutschland aktiven IS kann man gar nicht argumentieren.

    Genug. In noch viel mehr Worten muss ich nicht sagen: die Siko war überflüssig wie ein Kropf, weil wie absehbar nur eine teure Propagandashow auf Steuerzahlers Kosten, aber selbst die Propaganda unterschied sich nicht von dem seit Wochen und Monaten üblichem Gesülze.

    Oder doch? Ah ja, wir konnten Manuel Valls erleben, wie er so die Windeln voll hat, dass er aus Angst vor der Front National der Madame Märkeel widerspricht. Nur ein Bonmot für die Zuschauer am Rande.

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Dawn of the Dead

    Der Krieg gegen des Westens gegen Syrien wäre jetzt eigentlich endgültig gescheitert.

    Wir hören und lesen herzergreifendes von etwa 40000 Flüchtlingen aus Aleppo vor der türkischen Grenze.

    Das Parteibuch lieferte als erste eine recht schlüssige Argumentation, dass es sich hier um die Killermoslems von al Kaida und deren Angehörige handelt, mittlerweile sickert das auch über die internationalen Nachrichtenagenturen durch.

    Mit Religionskenntnis und Logik lässt es sich auch erschließen. Der Islam verspricht seinen Kriegern, dass sie von Ungläubigen erobertes Land und Gut als Geschenk von Allah behalten dürfen. Nun haben wir es hier mit Salafiten zu tun, was bedeutet, dass auch alle anderen Moslems als Ungläubige gelten, so war es logisch, als sich al Kaida in Aleppo festgesetzt hat und die einheimische Bevölkerung vertrieb, dass sie sich mit ihren Familien dort einnisteten.

    Scheint aber so, als habe Allah gar nicht so die Spendierhosen angehabt, wie die sich das erhofften, denn jetzt wurden sie wieder aus der Stadt geprügelt.

    Sie sitzen fest.

    Kein Staat der Erde kann diese Leute aufnehmen. Außer vielleicht die salafitischen Golfmonarchien, die nehmen aber bekanntermaßen niemanden auf.

    Die Türkei kann sie nicht aufnehmen, weil der Sultan in Spe und seine Konsortei genau wissen, dass die früher oder später in der Türkei versuchen werden, sich von Allah beschenken zu lassen.

    Merkel kann sie nicht nach Deutschland holen, weil es zum Bürgerkrieg führen würde. Die Refugees-welcome-Claqueure einschließlich ihrer obersten Führerin Angela Merkel würden wahrscheinlich noch vom gutmütigstem Teil der deutschen Bevölkerung mit Holz- und Eisenstangen totgeschlagen werden, wenn sie eine Großpackung solcher Leute auf Deutschland loslässt.

    Die anderen europäischen Staaten signalisieren täglich, dass sie unter dem Begriff "Solidarität" nicht verstehen, sich von Schulz und Merkel erpressen zu lassen.

    Es sind Kinder darunter, das ist tragisch. Die Erwachsenen sind Räuber und Diebsgesindel, die Männer brutalste Mordbrenner, bei denen kein Mitleid angebracht ist, aber was soll mit ihnen geschehen?

    Die Saudis haben angekündigt, diesen lebenden Toten im Niemandsland mit Eliteeinheiten zu Hilfe eilen zu wollen. Oder ist tatsächlich ein Mensch so blöd, auf der Gutmenschler-Vorwand "gegen Daesch" kämpfen zu wollen, reinzufallen?

    Syrien jedenfalls hat gleich klar gemacht "Saudis verpisst euch, keiner vermisst euch!"

    Die Saudis sind schon im Krieg mit Jemen überfordert, der Iran hat zu verstehen gegeben, dass Saudis in Syrien nichts verloren haben, folglich sie nicht untätig zusehen werden.

    Angela Merkel japst irgendwelches Zeug von "entsetzlichem Leid" und findet es böse, dass die al Kaidas von der russischen Luftwaffe und der syrischen Armee vertreiben wurden.

    Wer zahlt schafft an, also labern irgendwelche UN-Leute etwas des Typs "Saddam reißt Babies aus Brutkästen und wirft sie auf den Boden!" nur mit Assad.

    Die Strategen in Washington lachen sich eins, denn sie haben die Situation in den Zustand des Unauflösbaren getrieben.

    Merkel und Erdogan hatten sich erhofft, als eigene Spieler Gewinn daraus schlagen zu können, stehen aber in Wirklichkeit nur als Washingtons willige Vollstrecker da, die uns einen Schritt weiter an den Krieg geführt haben, der Europa zerstören wird, so er eskaliert.

    Wir als Volk haben auf Merkel und ihren Bundestag nicht den geringsten Einfluss.

    Kann man am Ende nur noch hoffen, dass Seehofer mit seinen Leuten in Moskau ein paar vernünftige Gespräche über die Sachlage geführt hat.

    Dawn-of-the-Dead

     

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Das Jahr in dem der Krieg gegen die Schatten begann

    Die 3.Staffel von "Spacecenter Babylon 5" erzählt von diesem Krieg.

    Sollte jemand diese Serie nicht kennen, sehr empfehlenswert.

    Wenn die verschiedenen Star-Trek-Spin-offs sich damit befassen, wie Politik optimalerweise gestaltet werden sollte, so befasst Bab5 sich damit, wie Politik tatsächlich abläuft.

    Viele Leute lehnen ja SF-Serien ab, weil sie die ganzen Masken und unwissenschaftlichen intergalaktischen Flüge und so weiter doof finden, aber bei gutem Science Fiction ist das nur die ästhetische Gestaltung, die Verpackung sozusagen, er richtet sich vor allem an das amerikanische Publikum, und Amis lieben nun mal verrücktes Zeug, eine Eigenschaft, die mir persönlich an den Amerikanern sehr sympathisch ist – guter Science Fiction ist keine reine Unterhaltung, er ist eine Sprache.

    Schön. Ich schreibe jetzt natürlich nicht um Konsumempfehlungen rauszuhauen – wenngleich ich natürlich betonen will: wer Zeit hat und die Serie noch nicht kennt, sie lohnt sich, kann man von lernen, kein Scheiß! – ich schreibe, weil viele pessimistische Aussichten auf das Jahr 2016 verbreitet sind und zwar zu Recht!

    Es liegt in der Luft, dass einschneiende Dinge geschehen werden.

    Beginnen wir mit Islam und der Wiedererrichtung des osmanischen Reiches.

    Hier zuerst meine allerwärmsten solidarischen Grüße im Nachhinein an die Kurdendemo in Düsseldorf!

    Die Kurdenfrage wird im Jahr 2016 zweifellos eine große Bedeutung erlangen, denn offensichtlich plant das Erdogan-Davutoğlu-Regime eine "armenische Lösung" dafür!

    Das ist kein Pessimismus und auch keine Phantasie, das ergibt sich aus der Analyse seiner Strategie.

    Erdogan ist ein Mann, der einen Plan hat.

    Pläne in der Politik setzt man Schritt für Schritt um, man erzielt Fortschritte und erleidet Rückschläge, die dazu führen, dass man nachjustieren muss, aber man bleibt zielorientiert.

    Erdogan ist so ein Mann, der zielorientiert arbeiten kann.

    Ich glaube, viele Deutsche können sich das aus dem Grunde nicht vorstellen und schätzen Erdogan falsch ein deswegen, weil Zielorientierung in der deutschen Politik seit über 2 Jahrzehnten nicht mehr existiert. Beziehungsweise existiert sie natürlich, aber die Ziele werden verborgen hinter Scheindebatten über andere Themen.

    Sein letzter Rückschlag war das Eingreifen der russischen Luftwaffe im Syrienkrieg.

    Sein Justierungsversuch war das Abschießen der Suchoi.

    Das hat nicht gut funktioniert, also konzentriert er sich jetzt vorwiegend auf den Krieg gegen die Kurden.

    Er paktiert mit den Peschmerga, damit ihm kein rassistischer Völkermord vorgeworfen werden kann. Die Peschmerga waren immer die Proxies der Amerikaner, sie tanzen nach Washingtons Pfeife, die PKK und die syrischen Kurden agieren eigenständig.

    Es ist ein Skandal, der laut schreit, dass die PKK immernoch von der EU als Terrororganisation geführt wird, aber hey! – Merkel ist Erdogans beste Bundesgenossin, Berlin ist Ankaras Spießgeselle!

    Die deutsche Presse ist das schandmäulige Propagandamegaphon der faschistischen Junta in der Türkei!

    Amnesty International ist mittlerweile gänzlich verkommen, sie spielen hier der türkischen Junta in die Hände, indem sie Stimmung gegen die Russische Luftwaffe verbreiten.

    Wir dürfen nicht vergessen, dass Amnesty in der Zeit, als Hitlery Clinton Außenministerin war, in eine Vorfeldorganisationen des amerikanischen State Departement umfunktioniert wurde.

    So läuft das, wenn linke Studentenseilschaften an die Macht kommen! Möge Gott uns davor schützen, Amen!

    Die russiche Luftwaffe ist auch die Luftwaffe zur Verteidigung der Kurden!

    Glaubt an keinen Friedensplan für Syrien, Erdogan wird ihn mit dem Segen Washingtons und Berlins verhindern!

    Sein Etappenziel ist die Einverleibung des Iraks und Syriens in sein Reich, wenn ihr das im Auge habt und alle türkische Außenpolitik unter diesem Gesichtspunkt beobachtet, dann gelangt ihr zu korrekten Einschätzungen.

    Die Kurden sind ein starkes, eigenwilliges Volk, sie stehen seinen Zielen im Weg, also wird er versuchen sie zu vertreiben und auszurotten.

    Was die Vertreibung anbelangt hat er in Merkel und den "Wir lieben Refugees"-Brüllaffen seine Verbündeten!

    Das gehört zusammen, den Kurden einen Weg nach Europa offen zu lassen, ich würde mich nicht wundern, wenn es exakt so abgesprochen wurde zwischen Ankara und Berlin!

    Keine Obergrenze solange die Kurden noch in ihrem Land sind, aber Erdogan muss schnell machen, sein Zeitfenster ist 2016!

    Man möge hier einwerfen: "Aber die Partei Die Linke meckert doch, dass man der Türkei keine Waffen verkaufen solle!"

    Ja, das ist genau die Funktion dieser Partei!

    Es wäre ja schön verdächtig, wenn alle Parteien im Bundestag genau das gleiche zu jedem Thema sagen würden.

    Es muss immer eine Partei in der Opposition geben, die einen Gegenstandpunkt vertritt, aber so, dass sicher gestellt ist, dass dieser Gegenstandpunkt niemals Einfluss auf reale Entscheidungen nimmt.

    Es sei denn, eine unliebsame Sache soll umgesetzt werden, die von der Regierung nicht eingebracht werden kann und darum von der Opposition eingebracht wird; aber einen solchen Fall haben wir hier nicht.

    Für heute belasse ich es damit, das Kurdenthema ist zu wichtig, um noch weitere in einem Artikel darüber anzuschneiden.

     

     

     

     

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Herrschaft von EU und NATO über Frankreich knapp bestätigt

    Denn exakt das ist es, worum es am Sonntag in Frankreich ging.

    Unsere offiziellen Medien begannen am Sonntag Abend mit Gejubel und Häme "Schlappe für le Pen", aber dass Hollande sich im Keller versteckt hat und Sarko, das Monster an der Seite Merkels, sichtlich betreten und wütend reagierte, scheint auch unsere Propagandaschreiberlinge gezügelt zu haben.

    Wahlschlappe für Marine le Pen?

    Die eurokratischen Herrschaftsparteien hatten alles, und zwar definitiv alles außer Schusswaffengebrauch, worüber sie nur irgend verfügen, aufgeboten, die Front National kleiner zu kriegen – mit einem Ergebnis, das nur zu kommentieren geht: "Was, das ist alles was ihr noch im Kreuz habt!"

    Man muss sich nur vergegenwärtigen, über über wie viel Einfluss, wie viel Macht, wie viel Geld, welche Verfilzung in Beamtenschaft und Wirtschaft die Eurokratenparteien verfügen, wie viel Druck sie ausüben können, welche Mittel der Erpressung ihnen zur Verfügung stehen – und mehr bewegen sie nicht mehr damit…

    Trotz Hetze und Einschüchterung und den Verzerrungen durch die vereinheitlichte Presse…

    Der Wahlsonntag hat bestätigt: die Front National ist jetzt in Frankreich die erste Kraft!

    Es heißt übrigens "die" und nicht der, nur weil im Französischen das Wort "Front" maskulin ist ändert das nichts an der deutschen Sprache, in der "Front" ein femininer Artikel vorausgeht.

    Das Medien outen sich mal wieder als verblödet bei dem Versuch, originell wirken zu wollen.

    Trotz Drohungen des Premiers Monsieur Valls, aus Regionen, die FN wählen, Investitionen abzuziehen bis hin zum Bürgerkrieg konnte die FN am 2.Wahlsonntag noch einmal 200000 Menschen mehr mobilisieren!

    Trotz dem Etikett "rechtspopulistisch".

    Für den Sieg in einer Region reichte es nicht, aber angesichts des gewaltigen Projekts, für das die FN steht, das quasi einen völligen Umbau des Staates und der Wirtschaft, sowie eine völlige Neuorientierung in den internationalen Vernetzungen Frankreichs bedeutet, haben doch schon extrem viele Menschen klar gemacht: wir sind dazu bereit, die damit verbundenen Anstrengungen sind uns lieber als die eurokratische Fremdherrschaft!

    Die Franzosen hatten sich ihr Land zurückgeholt von den Römern, von den Briten, von den Hitlerischen, sie werden es sich auch von den Eurokratischen zurückholen!

    Aber man kann alles, worum es eigentlich geht, aus jeder Debatte wegsperren, indem man nur 1 Thema zulässt: Migranten!

    Wie ein Kugelblitz durchfährt es die Glieder der Herrschercliquen: siegt die Front National, muss alles neu verhandelt werden, der Vertrag von Lissabon hat keine Macht mehr über Frankreich, Merkel regiert bald nur noch die Uckermark, die NATO verliert eine ihrer stärksten und erfahrensten Armeen.

    Diffamieren wir sie als fremdenfeindlich und rechtspopulistisch, der alte Jean Marie hatte dazu ja auch wirklich eine Steilvorlage geliefert, nehmen wir Tochter und Enkelin in Sippenhaft und schüren Ängste vor der ganzen Bewegung..

    Apropos Merkel,die hat auf den UNIONSPARTEITAG EINE BOMBE PLATZEN LASSEN, die erstaunlicherweise kaum Reaktion hervorgerufen hat!

    Sie schließt sich explizit der Forderung Erdogans und der Saudis nach dem unbedingten  Stutz Assads an!

    Was hat sie ausgekungelt mit Ankara?

    Sie macht somit amtlich Deutschland zum U-Boot des neo-osmanischen Islam in Europa!

    Deutsche Truppen in den Syrien-Einsatz werfen erhält eine völlig neue Brisanz, sie leuchtet aus militärischen Gründen nun ein: aufklährungstechnisch ist die Türkei von den USA abhängig, im Bund mit Deutschland braucht sie keine Rücksicht mehr auf Entwicklungen zwischen Kreml und Weißem Haus nehmen, und irgendwie muss man die Zeit überbrücken, die Obama noch im Amt ist.

    Merkel macht uns zu direkten Erfüllungsgehilfen Erdogans!

    Man hat auch schon die nötigen propagandistischen Kampfmittel kreiert: einige Zeit schon lanciert man den Neologismus "islamophob" und konnotiert die Ablehnung der Ausbreitung des Islam in Europa mit Fremdenfeindlichkeit.

    Die Linken wetteifern mit den GRÜNEN und der Merkelei wer am radikalsten diffamieren kann.

    Früher gab es mal eine Zeit, da hätte kein normaler Linker in Zweifel gezogen, dass der Islam eine ausgesprochen rigide Herrschaftsideologie ist, auch wenn es natürlich Sache der Menschen ist, die in den betreffenden Ländern leben, damit umzugehen.

    Eine Art, damit umzugehen war Libyen, eine andere Syrien. Stets, seit 2011, ist man sich in der deutschen Politik einig, die müssen weg und bei Libyen hat man es ja unter Sarkozys Führung geschafft!

    Übergriffe auf Migranten oder Migrantenunterkünfte sind selbstredend mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterbinden, nicht weil es Migranten sind, nicht weil es politisch korrekt ist, nicht weil Deutschland dadurch einen schlechten Eindruck macht, sondern weil es barbarisch ist, weil Mensch überall in Frieden leben können müssen, auch wenn anderen ihre Religion oder sonst etwas an ihnen nicht gefällt, und solches durch nichts gerechtfertigt werden kann! Gleiches gilt für die linken Angriffe auf AfD, Facebook, etc., zwischen NAZIS und einer solchen Antifa besteht kein Deut eines Unterschiedes!

    Phobie ist ein medizinischer Terminus und bezeichnet eine krankhafte Angst.

    Es gibt auch eine gesunde Angst, von der Jean Paul Sartre sagt, sie sei eine notwendige Bedingung des Handelns.

    Bedenklich scheint mir hier zu sein, dass heute in Deutschland jeder, der seinen Geist nicht nach dem, im übrigen auch noch reichlich primitivem, ideologischem Einheitsbrei des Bundestages formt, mit psychiatrischer Sprache bedacht wird.

    Einen noch beknackteren Einfall, als Menschen, die eine Religion ablehnen, mit einer Phobie in Zusammenhang zu bringen, hat es glaube ich in der Geistesgeschichte kaum gegeben. Es gibt nun mal heute keine Religionskriege, die von Hindu, Buddhisten, Konfuzianern, Christen, etc. ausgehen. Riad und Ankara haben erst gestern und heute mit zahlreichen Sunni-Staaten eine Sunni-Allianz gegen die Shiiten gebildet, unter dem Vorwand des Kampfes gegen Terrorismus, die uns noch gewaltige Probleme verursachen wird.

    Viele Gesetze des Islam widersprechen sich mit allem anderen, wie Menschen leben und leben wollen.

    Ansonsten bietet die deutsche Politik: Formeln und Verschlagwortung statt Inhalt, Debatten werden ausgetragen in Gestalt billiger Polemik, die an talentfreies Kabarett erinnert!

    Und die Autonomen sind jetzt die Schlägertrupps des deutschen Bundestags.

    How could it get to this? – fragt Trixi in das Feuer blickend; vermutlich war es von Anfang an in dieser Sparte Linkes angelegt, denn außer durch rabiates Auftreten und hässliche Kleidung sind die nie besonders aufgefallen. Es bedeutet real auch überhaupt nichts; wir sind das Gezetere leid, was links sein soll und was nicht, welcher Klüngel dominiert und welcher doof ist, links ist, womit linker Mainstream auffällt und wenn uns das nicht gefällt, sind wir eben keine Linken.

    Linken gegenüber ist ja im Gegensatz zu anderen politischen Zusammenhängen kaum wer verpflichtet; nicht schlau, sich ständig die Leute zu vergrätzen, die ihnen wohlgesonnen sind, vor allem, wenn man eine politische Bewegung ist, die sowieso kaum jemand mag.

    An Politiker und Presse sei gesagt: wir rücken nicht nach rechts, nur ihr habt den Kompass und jedes Maß verloren!

    Es gibt beispielsweise sehr viele Übereinstimmungen zwischen dem, was Evo Morales für Bolivien will und die Front National für Frankreich.

    Bei Evo soll es links sein, bei der FN extreme Rechte?

    Die spinnen ja!

    Man will euch Angst vor der Front National einreden, die Angst solltet ihr aber vor denen haben, die sie euch einreden!

    Bewohner Deutschlands und Europas, ihr habt jetzt bis 2017 Zeit, eine simple Tatsache zu erkennen, die zu erschauen euch so schwer fällt, weil eure Gehirne von Presse und Politikern in der Sache versaut sind: Ein Triumvirat Merkel, Erdogan, Sarkozy ist die einhundertprozentige und unabwendbare Garantie auf den 3. Großen Weltbrand, eine Präsidentin Marine le Pen eure letzte beste Chance, dem zu entkommen!

    Von nun an heißt der Kampf FN versus deutscher Bundestag, sind doch die Führer des französischen Parlamentes unterm Strich nur dessen Satrapen, Frankreich versus EU – und ich weiß auch schon genau, wohin ich gehöre!

    So hört mich denn singen, ihr Geier über der Stadt:

    Allons enfants de la Patrie
    Le jour de gloire est arrivé !
    Contre nous de la tyrannie
     L'étendard sanglant est levé
    Entendez-vous dans les campagnes
    Mugir ces féroces soldats ?
    Ils viennent jusque dans vos bras,
    Egorger vos fils, vos compagnes !
    Aux armes, citoyens! Formez vos bataillons!
    Marchons, marchons,
    Qu'un sang impur abreuve nos sillons.

     

    Joan_of_Arc_by_Rossetti

     

     

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Maikäfer flieg, die Michaela ist im Krieg…

    Jürgen Todenhöfer meint, dass der Bundeswehreinsatz gegen den IS logisch nicht zu begründen sei.

    Und tatsächlich reibt man sich die Augen: eine Fregatte zum Schutz des französischen Flugzeugträgers?

    Vor was denn bitte? Den gewaltigen Seestreitkräften des IS?

    So ferne man also der Argumentation der Regierung folgt, wirkt dieser "größte Bundeswehreinsatz" so, als hätte sich die erste Frau an der Spitze der deutschen Streitkräfte einen Scherz im Stile des Pere Ubu erlaubt. "Hurrah, ich darf Soldaten befehlen, die Kipping ist schon ganz blass vor Neid, hihi, und sie darf's noch nicht mal zugeben, solange es die Linke nicht zu einer rot-rot-grünen Postenverteilung, äh, Bundesregierung meine ich, gebracht hat, da mach ich das mal!"

    Für die surveillance des IS macht es eigentlich auch keinen Sinn, Satellit und Tornados über und in der Türkei zu stationieren, da mindestens die französische, amerikanische und russische Aufklärung damit befasst sind und von der deutschen Hobby-Armee kaum nützliche Zusatzerkenntnisse erwartbar sind.

    Folgt der Schluss: um ein Bekämpfen des IS kann es dabei schlechterdings nicht gehen.

    Addieren wir nun die Durchsetzung des weniger als halb so viele Einwohner wie München zählenden Staates Mazedonien gegen den erklärten Willen dieser Bevölkerung zum NATO-Protektorat um eine geografisch-strategische Lücke zu schließen, so ist dieser Einsatz völlig logisch begründet, nur eben nicht so, wie das Parlament der Bundesrepublik Deutschland sichtlich einhellig behauptet, sondern es geht um die strategische Positionierung von NATO-Truppen.

    Die kriegstreibenden Kreise haben bis jetzt benötigt, eine halbausgegorene Strategie zusammenzupfuschen um ein Bollwerk gegen den erfolgreichen Vormarsch der syrischen Regierungstruppen unter russischer Unterstützung auszuhecken, und, was ein Glück! – der IS hat in Paris Zivilisten massakriert, gerade so als hätte eine Marketing-Firma sich mit denen kurzgeschlossen, sie möchten doch den Werbegag für den Militäreinsatz liefern!

    In short: es ist kein Einsatz gegen den IS, es ist ein Einsatz, um die Eroberung Syriens vorzubereiten!

    Der Vollständigkeit halber: natürlich gehe ich bei Herrn Todenhöfer von guten Absichten aus, er ist ein klassischer Konservativer, die korrupte Durchschmutztheit der Neokonservativen überfordert seine Vorstellungskraft!

    Man hat wirklich aus dem Irak-Desaster gelernt: die völlige Zerschlagung aller staatlichen Strukturen erzeugt unkontrollierbare Ergebnisse, folglich kehrt man zum römischen Klassiker zurück und versucht, die staatlichen Strukturen zu übernehmen, um sie für die eigene Herrschaft nutzbar zu machen.

    Vielleicht sind die Linken ja tatsächlich zu blind, das zu erkennen, kann ich nicht beurteilen, Tatsache ist aber, dass ihr Gemecker, "militärisch kann man Terrorismus nicht besiegen" die selbe Komplizenschaft mit den NATO-Invasoren bedeutet, die wir sie im Krieg gegen die arabisch-sozialistische Jamahirija hatten, da sie so von den wahren Absichten hinter dem Einsatz ablenken.

    Wir brauchen keine linke Flanke des Imperialismus, wir brauchen Antiimperialismus!

    Immerhin hat Frau Dr.Wagenknecht ja eine Zusammenarbeit mit Russland und dem Präsident Assad begrüßt.

    Katrin Göring-Eckardt, die transgendrierte Version vom Herrmann, ist ein bisschen dümmer als die Bundesregierung, da ihr die expliziten Eroberungspläne und das Vertreiben Russlands im Mandatstext fehlen, sie hat noch nicht einmal kapiert, dass die oberflächlich betrachtet absurde Vorschlag, mit den syrischen Regierungstruppen zusammen zu arbeiten, aber ohne deren Oberbefehlshaber Assad, eine reine Spaltungsabsicht zu Gunsten der NATO verfolgt, sie fragt "Was ist mit Assad, was ist mit Putin?"

    Kann ich ihr beantworten: Wird die NATO der Russischen Föderation jede Option, ihre berechtigten Interessen zu verteidigen, weiterhin sabotieren, und es bleiben nur mehr militärische, sollte sie sich nicht darauf verlassen, dass die RF davon keinen Gebrauch macht!

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Anmerkungen zur Paris-Diskussion

    Nur sehr kurz, aber ein paar Sachen, die ich teilen möchte, weil sie zum Verständnis der aktuellen Lage beitragen und es ist wichtig, zu verstehen!

    Viele Leute glauben sichtlich noch an eine sogenannte false flag action, leiten das aus Widersprüchen in der Berichterstattung ab. Die Presse aber bekommt nur die Infos, die sie verbreiten soll. Es ist in diesem Falle völlig egal, was über die Medien an Ungereimtheiten auffällt, die erzählen natürlich eine Geschichte, die sich für sie daraus ergibt, man muss den Inhalt der Aktion und den politischen Kontext analysieren, in dem sie stattfindet und die unmittelbaren Reaktionen der politische Eliten.

    Wer kein an der Untersuchung beteiligter Forensiker ist und auf Presseberichte angewiesen, der wird immer unstimmige Details finden. Da kommt es darauf an, Pressedarstellungen werten zu können.

    Tut euch einen Gefallen und nehmt die Sache ernst!

    In einer Sache hat Hollande nämlich absolut recht: der Krieg ist in Europa angekommen, jener, der Afghanistan verwüstet hat, als die USA die Islamisten gegen die UdSSR aufgebaut haben, jener der Libyen vom Erdboden gefegt hat, als die NATO jene Kräfte, die in Paris zugeschlagen haben gegen Colonel Gaddafi aufgebaut haben, jener, der die Republik Syrien vernichten sollte.

    Das sind die Hotspots. Aber die, meinetwegen einigen wir uns auf den Begriff Dschihadisten, meinetwegen Islamisten, sind heute eine globale Macht.

    Sie sind in islamischen Ländern, in Afrika und Europa, den USA, sie sind in der Russischen Föderation, sie sind unter den Uiguren in China tätig.

    Der Westen hat sie benutzt, sie haben den Westen benutzt. Ohne amerikanische Unterstützung hätten sie niemals groß werden können. Weil sie keine ausreichenden Mittel zur Verfügung hätten, um erfolgreich sein zu können. Das ist heute anders. Jetzt sind sie stark.

    In Afghanistan haben die Mudschaheddin gegen den Kommunismus gekämpft. Die USA haben gegen den Kommunismus gekämpft. Man hatte den gleichen Feind. Man hat sich also von den Amerikanern geben lassen, was man braucht. EU und USA wollten Gaddafi loswerden. Man hat sich also von denen geben lassen, was man braucht. Und so in Syrien. Die USA und die EU wollen Assad loswerden. Man hat sich geben lassen, was man braucht.

    Das macht sie aber nicht zu willenlosen Klonkriegern. Sie kochen mit dem, was sie bekommen, auch die eigene Suppe!

    Bemerkt ihr es: sie haben panische Angst, unsere herrschenden Politiker! Weil sie nicht wissen, was los ist, weil es außerhalb ihrer Kontrolle liegt.

    Nach Charlie Hebdo hat alles noch gut funktioniert, man hatte alles unter Kontrolle.

    Man war ruhig, trat trotzig-selbstbewusst auf. Großmäulig. Man hat der Welt gesagt: uns schüchtert keiner ein!

    Heute sagen sie es sich nur noch gegenseitig.

    Die Amis, die weit weg sind, mobilisieren immer noch gegen Russland, sie manövern in der Ukraine herum und bauen eine ukrainische Armee auf, die mehr oder minder zu einer Söldnerarmee verkommt um weiter gegen die Volksrepubliken Donezk und Lugansk zu kämpfen und vor allem, um die gesamte Ukraine unter Kontrolle halten zu können, wenn die Leute dort nicht mehr mitspielen.

    Und natürlich um ein Aufmarschgebiet gegen Russland zu haben.

    Hollande, der sein Land um Milliarden gebracht hat mit dem Mistral-Rückzieher und die wirtschaftliche Reputation Frankreichs beschädigte um seinen Washingtoner Herren zu dienen lässt es sich nicht verbieten, mit Russland zu kooperieren.

    Denn die Russen wissen, worum es geht. Sie kennen es, nicht aus Afghanistan, das war etwas anderes, sie kennen es aus Tschetschenien! Und in geringerem Maße aud Aserbaidschan.

    Bleibt Hollande in der Sache treuer Knecht der Amerikaner, kann es gut sein, dass er sein Tschetschenien in Frankreich bekommt! Oder in Belgien, egal.

    Die Politiker Europas sind im Panik-Modus, weil sie überhaupt nicht einschätzen können, was da begonnen hat, am Freitag dem 13. 11.2015 in Paris. Sie sind es so gewohnt, ihre eigene Propaganda zu glauben, dass sie hilflos sind wie Säuglinge, weil sie jedenfalls erkennen, dass ihre Bilder nicht stimmen..

    Irgend ein antiker Römer hat es gesagt, ich habe vergessen welcher: "Ein Reich ist verloren, sobald Politiker beginnen, ihre eigenen Lügen für wahr zu achten!"

    Europa ist ein Monolith geworden.

    Früher einmal war es Aufgabe der Linken, ein Gegengewicht zu entwickeln.

    Das ist lange vorbei.

    Es gibt keinerlei, und zwar absolut keine, Alternative zum herrschenden System.

    Reden wir von Deutschland, das genügt, in anderen europäischen Ländern ist es das gleiche nur anders.

    Die sogenannte Linke ist ein integraler Bestandteil des Kapitalismus geworden und hat keinerlei Perspektive anzubieten.

    Im Gegenteil, man bekommt die Linken wohl mit, als ein Verein, der sich aus einer Bundestagspartei und kleineren Sekten zusammensetzt, aber nicht mehr ist als beispielsweise ein Star-Wars-Fanclub, nur unangenehmer, weil Star-Wars-Fans nicht übergriffig gegen andere Menschen werden.

    Die abgrundtiefste Scheußlichkeit, welche mir in den letzten Jahren an der Linken aufgefallen ist, war, die Begriffe "Prostituierte", "Nutte", Hure" etc durch "Sexarbeiterin" zu ersetzen.

    Linke, die das tun, glauben, die erstegenannten 3 Begriffe wären diskriminierend und "Sexarbeiterin" ist PC.

    Sie sind viel zu entfremdet (im marxistischen Sinne), viel zu dekadent und geistig viel zu minderbemittelt, um zu begreifen, dass die dadurch sprachlich legitimieren und hoffähig machen, Frauen zum Verkauf auf die Straße zu schicken und selbst sich dabei verraten, Sex als Wahre zu betrachten.

    In jeder wichtigen Frage sind sich die Linken mit ihrem angeblichem politischem Gegner einig, und sie haben ein weit erniedrigenerdes Verhältnis zu den Verlieren der Gesellschaft als Konservative.

    Konservative würden HARTZ4-Empfängern lieber eine Perspektive anbieten als sie im Sozialsystem zu halten, wenn es möglich wäre.

    Linke wollen den Bittsteller-Status von Hartzern verewigen.

    Man geht hausieren mit Begriffen wie "Flüchtlinge" und "sozial schwache", schwingt sich zum vermeintlichen Stellvertreter auf, aber eben immer im Bewusstsein der eigenen Überlegenheit, gewissermaßen würde man ohne diese "armen Hascherln, die nicht für sich selbst sorgen können" sich gar kein Überlegenheitsgefühl erzeugen können, und dieses Überlegenheitsgefühl ist das eigentliche Ziel der Bessermenschlerei, oder, wie es offiziell heißt, des Gutmenschentums.

    Linke fordern Wohltätigkeit gegenüber Flüchtlingen und denen, die sie als "sozial schwache" bezeichnen, aber nur Wohltätigkeit, die sie selber nichts kostet und hetzen gegen diejenigen, welche ihrer Meinung nach diese Wohltätigkeit bezahlen sollen. Sie wollen Wohltätigkeit, die deutsche ArbeitnehmerInnen erwirtschaften sollen.

    Was ich nicht ethnisch meine, sondern: wer auf den deutschen Arbeitsmarkt seine Haut trägt.

    Und klar, man formuliert es ; "die Reichen sollen bezahlen", aber das ist natürlich hirnlos. Es zahlen immer die, welche die Werte schaffen.

    Sie stellvertreten aus der Position der an der Herrschaft beteiligten.

    Das Wort "sozial schwache" ist Diskriminierung pur, denn es besagt: Ihr könnt bei uns nicht mithalten, ihr seid auf die Almosen angewiesen, die wir euch hinwerfen!

    Natürlich klopft man auch antikapitalistische Sprüche, weil das zum Linken gehört wie das Laserschwert zu Star-Wars-Fan, aber Sprüche sind heiße Luft, sie machen keinen satt, sie bauen keine Häuser, Straßen. Autos, was auch immer.

    Die heutige Linke ist recht genau das, was die klassische Klassenanalyse "renitentes Kleinbürgertum" genannt hat.

    Was ist das genau?

    Nun, die Gesellschaft ist eine hierarchische Pyramide.

    Nach oben zu gibt es zunehmend weniger Plätze zu vergeben, ab einer bestimmten Ebene der Gesellschaft gar keine mehr, dorthin kann man nicht aufsteigen, diese Plätze werden anderweitig vergeben.

    Der renitente Kleinbürger ist derjenige, welcher aufsteigen will, aber in den höheren Rängen keinen Platz abbekommt. Also tobt er, weil er sich übergangen fühlt und dieses Übergehen als Ungerechtigkeit empfindet.

    Der renitente Kleinbürger denkt wie ein Krimineller und tarnt sich politisch.

    Er kann das selbst nicht begreifen, er hält sich in der Tat für politisch, denn wie Nietzsche sagt: "In der Regel belügt man sich selbst. Andere zu belügen ist eher die Ausnahme!"

    Ein gutes Beispiel gefällig?

    Schön, hier ist es: viele Linke bezeichnen sich als Antiimperialisten, sind aber im Kriegsfall immer Imperialisten. So hieß es im Irakkrieg: "Bombardieren ist böse, aber Saddam  muss weg!", in Libyen hieß es "Bombardieren ist böse, aber Gaddafi muss weg!" und in Syrien heißt es "Einmarsch ist böse, aber Assad muss weg!"

    Sie bringen es fertig, von einem Land, über das sie kaum etwas wissen, zu glauben besser zu wissen, was für dieses Land gut oder schlecht ist, als die Bewohner dieses Landes.

    Sie begreifen den imperialen Herrschaftswillen, den sie damit zum Ausdruck bringen, nicht. Eigentlich übertreffen sie in Sachen imperialer Impetus fast Washington, denn sie finden, ausländische Staatsführer sollten auf ihren Befehl hin abtreten und die Bevölkerung sollte umsetzen, was die Linken im eigenen Land umzusetzen nicht im Stande sind. So, wie man "Hundi sitz!" gebietet.

    Was nun folgt, klingt wie eine Rechtfertigung.

    Ich rechtfertige nichts. Ich bin ein absoluter Gegner des militanten Islamismus, wie ich ihn in meinem letzten Artikel erklärt habe.

    Aber man sollte das wissen, damit man weiß womit man es zu tun hat, denn es wird täglich wichtiger, das zu wissen!

    Wir hören immer "die machen Anschläge, weil sie unsere freie Gesellschaft hassen!"

    Das ist der dümmste Satz, den es überhaupt gibt!

    Das Problem ist nämlich, wer in der Neoliberalen Gesellschaft von heute ein Verlierer ist, der ist hoffnungslos verloren.

    Für den gibt es auch keine Freiheit, denn Freiheit hat man nur so viel, wie man kaufen kann!

    Der Islamismus bietet im Kapitalismus verlorenen Moslems eine Perspektive, weil er genau nach dem gegenteiligen Prinzip funktioniert: er besagt nur ein Mensch, der nach den Geboten Allahs lebt ist frei!

    Er sagt. "Das westliche System verwickelt dich in eine Wirrnis aus Süchten, Zerstörungen, innerer Leere, Unreinheit, Verlorenheit, Getriebenheit. Er, der Westen, lockt dich mit den Versuchungen des Satans, aber jedesmal, wenn du dich ihnen hingibst, wirst du ein Stück unfreier und ein Stück abhängiger von denen, die dich damit versorgen können.

    Lebst du aber nach dem Koran, so wird Allah dich mit allem beschenken, was du wirklich brauchst.

    Er klärt deinen Geist, reinigt dein Herz und schenkt dir inneren Frieden."

    Ich schreibe das, wie gesagt, weil es wichtig ist, dass man das weiß, sucht man nach Lösungen für das Problem, das hier begonnen hat.

    Ich weiß im Moment keine Lösungen.

    Ich habe oft darauf hingewiesen, dass das Feuer, welches die andere Seite des Mittelmeeres verbrennt, auf die hiesige überspringen kann.

    Viele haben es.

    Aber wenn man nach Lösungen sucht, dann muss man wissen, worum es geht und aufhören, sich selbst zu belügen und seine eigenen Lügen für wahr zu halten.

    Damit beginnt es!

     

     

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Nutznieser des Todes

    Viele Menschen, die gute Absichten haben und sich ein Ende von Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung wünschen stellen sich die Weltpolitik leider immer als eine Art riesengroße Augsburger Puppenkiste vor, in der die Washingtoner Eliten die Puppet Masters sind.

    Das führt zu Fehleinschätzungen.

    Die Reaktion der amerikanischen Neocons "Hurrah, voll geil, jetzt marschieren wir in Syrien ein" und der NATO-Generalsekretär Stoltenberg mit seinem "Juppheidi, Juppheida, der Bündnisfall ist da!" bedeuten nicht, dass diese Leute hinter dem Angriff auf Paris stecken, sie bedeuten, dass diese Leute die Anschläge für sich nutzen wollen.

    In einem lesenswerten Artikel erwähnen die DWN einen Professor, der darauf hinweist, es würde möglicherweise nicht der IS, sondern Al Kaida als Drahtzieher in Frage kommen.

    Das ist aber völlig egal. Die Gruppen unterscheiden sich nur darin, wem ihre Kämpfer die Treue geschworen haben. Angenommen, Assad fällt und sie werden die Herrscher über Syrien, werden sie ihre Konkurrenzkämpfe hintanstellen.

    Das von der Presse verbreitete Bild von den durchgeknallten Psychokillern täuscht.

    Diese Gruppen interpretieren den Islam als Staatslehre.

    Sie streben eine Herrschaft an, die nach ihrer Auffassung gottgewollt ist und müssen dafür die Ungläubigen überwinden, die im Dienste des Shaitan dieses Reich Gottes verhindern wollen.

    Ihr Atem ist lang und sie haben, wie Paris wieder einmal zeigt, hervorragende Strategen und Taktiker in ihren Reihen.

    Hauptziel des Angriffes auf Paris war es nach meiner Erkenntnis, wie im letzten Artikel dargelegt, muslimische Minderheiten und Migranten und "ungläubige" Einheimische gegeneinander aufzuhetzen und so Europa zu destabilisieren.

    Sie rechnen damit, dass die Migranten, die nicht zu ihnen gehören, scheitern, unglücklich werden, und dann IS, Al Kaida usw als Hoffnung annehmen werden.

    Seit Russland mit der syrischen Armee und gemeinsam mit kurdischen Kämpfern die Offensive gegen den IS und Al Kaida/Al Nusra erfolgreich angetreten sind, haben sie dort nicht viel zu verlieren. Die Expansion nach Europa liegt auf der Hand, denn ihrer Vorstellung nach gibt es nur die Umma, es gibt nur Moslems oder Ungläubige, nationale Kulturen sind ihrer Ansicht nach Dekadenz.

    Die Blödheit der amerikanischen Kriegsgeiler, einen solchen Anschlag ausnutzen zu wollen und möglichereise in Syrien mit Russland zusammenzustoßen ist nahezu ein Naturgesetz, wie das Aufgehen der Sonne am Morgen und ihr Untergehen am Abend.

    Dieser Effekt wird mit eingerechnet, er nutzt ihnen gegen Assad und Russland.

    Man muss aber klar erkennen, dass sie nicht im Dienste Washingtons handeln sondern ungläubige Psychopathen für ihre Zwecke einsetzen.

    So gesehen sind IS un d Al Kaida dem Amis sogar überlegen, denn die sind blöd genug trotz der Misserfolge der vergangenen 2 Jahrzehnte im Umgang mit den islamistischen Terroristen sich auf ihren eingebildeten Exeptionalism weiterhin einen runter zu holen und zu meinen, sie könnten die Islamisten verwenden und am Ende ausbooten.

    Das aber ist unmöglich!

    Ein Amerikaner kämpft für Geld. Er will seinen Gewinn sofort und er will ihn verprassen.

    Ein Islamist kämpft für den Gottestaat. Und kommt der erst 5 Generationen nach ihm, so hat er doch seinen Teil dazu beigetragen.

    Wenn jetzt in Antalya der G20-Gipfel tagt, so sollten wir nicht auf die blöden Cowboys von jenseits des Atlantik achten.

    Es ist ein ganz anderer Spieler, dessen Stunde hier gekommen ist, der Muslimbruder Sultan Erdogan!

    Seine Ideologie und die der IS ua. sind ebenfalls identisch, nur ist er der intelligenteste Führer und der mit den besten Vorteilen!

    Sind die Führer von IS ua nur Isnoguds, die toben "Ich will Kalif sein an Stelle des Kalifen", so ist Erdogan der Kalif!

    iznogoud 20123

    Jetzt schon ist er es, der sich als Erfolgreichster darbieten kann, er hat das "ungläubige Weib" Merkel in der Tasche, über die er sich die EU-Mitgliedschaft greifbar machen konnte, und somit, historisch-symbolistisch gesprochen, das Tor nach Wien aufgestoßen, er hat die EU als Verbündeten gegen die Kurden, er hat die Möglichkeit, das historische Erbe des osmanischen Reiches aufleben lassen zu können, die Mutter der Umma.

    Damit werden alle Menschen in der Türkei, die nicht Erdogans Ideologie teilen, sehr bald schon Ungläubige oder Verräter, gegen die alles erlaubt ist. Sie werden alle Assad!

    Gelingt es Erdogan, in der Türkei einen Gottestaat in der Tradition des osmanischen Reiches zu etablieren und diesen international zu legitimieren, werden die anderen Islamistischen Verbände wie der IS sich ihm auf Dauer fügen.

    Sein Gepoltere gegen den Terrorismus ist nicht mehr als die Instrumentalisierung des vor Arroganz verblödeten Westens im Ringen darum, sich potentielle Konkurrenten um die Führung unterzuordnen.

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF   

  • Game changer

    Um diese Zeit an dieser Stelle müsste sich eigentlich eine Artikelserie finden, welche die jährliche UN-Vollversammlung abdeckt und interpretiert.

    Leider habe ich dieses Jahr nicht die Zeit dafür, sehr ärgerlich, da ich diese Arbeit von mal zu mal verbessern konnte, aber noch weit davon entfernt bin, sie gemäß meiner Ansprüche auszuüben.

    Schwierig ist diese Aufgabe vor allem deshalb, da die Redebeiträge nicht wörtlich zu nehmen sind, sondern aus der Diplomatensprache decodiert werden müssen.

    Davon leitet sich ab, mit welchen Allianzen gerechnet werden kann und welche weltpolitischen Tendenzen sich abzeichnen.

    Eine Sache kann definitiv festgehalten werden: Wladimir Wladimirowitsch Putin kam nach New York, umriss in einer Rede die kommende russische Außenpolitik, klärte sich hinter den Kulissen ab und schlug in Syrien zu!

    Damit ist die Aufteilung Syriens zwischen Israel und der Türkei vom Tisch!

    Damit ist eine zweite Sache endgültig dingfest: der NATO wurde praktisch vor Augen geführt, dass sie, sollte sie ihre geostrategischen, genozitären Machtspiele weiter betreiben wollen, sie sich mit russischer Militärmacht konfrontiert sehen wird!

    Soweit ich das beurteilen kann beruhen russische Kriegsstrategien seit den napoleonischen Kriegen weitgehend auf Kutusow.

    Diese Strategien sind optimal für die Verteidigung Russlands, wenn es, auch von einer militärischen Übermacht, angegriffen wird, sie haben Hitler vernichtet, sie würden eine angreifende USA zurückschlagen können, für Angriffe seitens Russlands sind sie ungeeignet.

    Afghanistan hat für die ganze Welt sichtbar gemacht, dass russische Militärstrategien nicht für Offensivpläne geeignet sind. Das tat schon der russisch-japanische Krieg, aber der fand vor dem 3.Reich statt und geriet wohl deshalb weitgehend wie fast alles, was vor 1933 geschah, für breitere Schichten der westlichen Hemisphäre in Vergessenheit.

    Die Strategie der USA/NATO ist auf Offensive getrimmt, eignet sich aber nur gegen quantitativ, industriell und technisch weit unterlegene Gegner.

    Sie besteht darin: Insurgenten aufbauen und organisieren, die einen Bürgerkrieg provozieren, dann das Land mittels Bombenteppichen pulverisieren, dann Bodentruppen schicken, welche die verbleibende Bevölkerung tyrannisieren.

    Das von dem ehemaligen KGB-Mann Putin geführte Russland, so nehme ich an, hat davon gelernt.

    Afghanistan wird sich nicht in Syrien wiederholen!

    Russland agiert als Verstärkung der einheimischen Institutionen.

    Schon tauchen Berichte auf, die andeuten, dass die USA, Russland und die Einfluss nehmenden Regionalmächte ein Format zur Lösung der Syrienfrage schaffen wollen unter Ausschluss der EU.

    Man konsumiere den Mainzelmännchen-Auftritt des SPD-Steinmeiers in der Vollversammlung. (zu finden hier: UN-Webcast, Suchbegriff "Steinmeier" eingeben.)

    Jeder geschulte und erfahrene Diplomat weiß danach sofort: der hockt nur als Stimmvieh für Washington mit am Tisch und hat nichts eigenes einzubringen.

    Die russische Offensive in Syrien ist natürlich kein, wie Sozi-Frankie-Walter behauptet, Alleingang.

    Russland hätte es nicht gemacht, wenn es keine breite, zumindest Duldung, hinter den Kulissen dafür gäbe.

    Russland hat sich auch mit Israel rückversichert. Wir müssen bedenken, dass ein großer Teil der israelischen Bevölkerung ehemalige Sowjet-Bürger sind.

    Erinnert sich noch jemand an die russophob-rassistische Hetze der Tagesthemen:

    tagesthemenhunde

    Nöö, Schatzi, du weißt ja, wer zuletzt lacht…

     

     

     

     

     

    Share This:

       Sende Artikel als PDF