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  • Islam und Faschismus, Faschismus und Islam

    Ein Gastbeitrag von ChL

    Muslim & Rätekommunist

     

    Vorbemerkung:  Dieser Artikel soll in den nächsten Wochen genauer ausgeführt werden,angesichts der Aktualität gibt es aber jetzt schon eine Vorabversion:

    Im Namen des Islam werden seit geraumer Zeit ungeheure Verbrechen begangen, von den westlichen Ländern einschließlich  der Bevölkerung  dieser Länder zumeist kaum beachtet seit 2011 vor allem in Syrien, aber es scheint daß jetzt der Terror in die westlichen Länder zurückkehrt.

    Warum Zurückkehrt? Die Terroristen kehren zu Ihren Herren zurück um es auf den Punkt zu bringen.

    Schon immer versuchen Kreise in den westlichen Ländern terroristische Söldnerbanden für ihre Ziele zu benutzen, das heißt für den ungezügelten Kapitalismus, für die Bevölkerungskontrolle, für die Unterdrückung der unteren Schichten, für imperialistische Unterdrückung nicht kontrollierter Länder.

    Natürlich auch Terroristen die in islamischer Verkleidung auftreten.  Irregeleitete sind einfach

    zu steuern und zu kontrollieren, das geht mit Menschen die glauben Muslime zu sein recht einfach

    wenn sie nichts hinterfragen und sich nie richtig mit dem Islam befaßt haben.

    Daß Kreise aus den USA Al Kaida gegründet hatten wird nicht einmal abgestritten:

    https://www.youtube.com/watch?v=3ULq-OfQLS4

    https://www.youtube.com/watch?v=OJTv2nFjMBk

    Ungeachtet des tatsächlichen Inhaltes versuchen Kreise aus den Herrschenden und Besitzenden immer wieder seit es Religionen gibt sie für ihre Ziele zu instrumentalisieren. Gleiches geschieht auch mit dem Islam.

    Die ersten die dies taten waren die Omajaden, die aus dem Kalifat eine Erbdynastie aufbauten. Dazu waren dann auch fleissig ihre Geschichtsschreiber und Hadith-Erzähler aktiv. Und wie konnte es auch kommen, daß egal aus welcher Sicht mensch auch Prophet Mohammed auch betrachtet  – sein Schwiegersohn, seine Enkel und alle weiteren Nachfolger wurden ermordet ermordet jeweils von Herrschern die Ihre Legitimation vom Islam ableiteten…

    Der Wahhabismus kann dabei durchaus als erfundene Religion bezeichnet werden.  Heute haben wir es zudem mit den Muslimbrüdern zu tun, die mit den Wahhabiten/Salafisten eine finstere Allianz geschlossen haben.

    Die Geheimgesellschaft der Muslimbrüder schöpft auch aus der Nazi-Ideologie bzw. ist mit dieser kompatibel. Der Großmufti von Jerusalem Amin al-Husseini  befand sich seit 1941 im deutschen Reich  und unterstützte dem Aufbau muslimischer SS-Divisionen. Noch im Mai 1945 konnte er mit einen Flugzeug aus dem zerstörten Berlin in die Schweiz ausfliegen. Von da aus gelangte er nach Ägypten, dem Ursprungsland der Muslimbrüder, zu denen al-Husseini weitgehende Beziehungen hatte.

    Die Muslimbrüder wurden 1954 in Ägypten verboten, wichtige Persönlichkeiten fanden Zuflucht in Saudi-Arabien.  Muslimbrüder und Wahhabiten sind nicht dasselbe, aber derzeit scheint es eine Allianz zu geben. Beide Strömungen unterstützten den Kampf gegen die libysche und syrische Regierung und die von Ihnen bezahlten Söldner treten in faschistischer Form auf.

    D.h. die Bevölkerung wird terrorisiert, Andersdenkende werden massakriert und der von ihnen propagierte Staat hat Züge die mit der NS-Zeit durchaus verglichen werden konnten. Vielleicht nicht von ungefähr, viele deutsche Nazis fanden ab 1945 bei der Muslimbrüderschaft und in Saudi-Arabien Zuflucht.

    In Syrien wird u.a. gefordert, „Christen nach Beirut, Alawiten ins Grab“, syrische Frauen dürfen nach in Saudi-Arabien ansässigen Predigern geraubt und vergewaltigt werden, Gefangene werden öffentlich enthauptet, Moscheen und Kirchen in Brand gesetzt  usw. usw.

    Auch in Libyen hat sich die faschistische Praxis deutlich gezeigt, christliche Friedhöfe werden zerstört, wichtige Stätten nicht-wahhabitischer Muslime werden mit Baggern plattgemacht, verstorbene Angehörige von Gaddafi werden aus den Gräbern geholt, die schwarze Bevölkerung Libyens mußte fliehen oder in Lagern leben. In Tunesien kam ein Prediger auf die Idee, daß jüdische Frauen sterilisiert werden sollten.

    Die führenden Muslimbrüder sind von Stellung her meist wohlhabende Geschäftsleute, gehören auf jeden Fall zur wirtschaftlichen und politischen Elite. Dazu haben sie beste Verbindungen zum internationalen Kapital. Die wahhabitischen Kämpfer  sind im Gegensatz dazu Menschen aus der Unterschicht, Irregeleitete mit Hilfe des Islam wahabitischer Lesart.

    Die USA lassen gerne Kriege führen, die scheidende US-Außenministerin Clinton sprach offen aus: „We created Al Kaida“. So sind die Wahhabiten, denen im Krieg gegen „Ungläubige“, und dazu zählen auch Muslime mit anderer Ansicht faktisch, alles erlaubt ist.

    Das hat nichts mit Islamophobie zu tun, im Gegenteil,  auch viele Muslime sehen die Wahhabiten, Salafisten und Muslimbrüder als faschistisch/faschistoid an. Auch sogenannte Christen und sogenannte Juden griffen und greifen in der Geschichte ja auch gerne zu menschenverachtenden Mitteln. Seien es Christen die im Mittelalter den „heiligen Krieg“ erfanden und ihn bei der Eroberung Jerusalems 1099 auch praktizierten und in drei Tagen mindestens 20.000 Einwohner töteten. Oder der Staat Israel, der im Namen des Judentums in Palästina ein Apartheidregime aufgebaut hat.

    Es gibt ein einzigartiges Dokument das kurz und Bündig aufzeigt daß der Islam so wie er von Prophet Mohammed verkündet wurde und von seinen legitimierten Nachfolgern (nicht den selbsternannten Kalifen) praktiziert wurde nichts mit dem Terrorwahn zu tun hat, ein Dokument aus dem 7. Jahrhundert:

    Vor der Schlacht von Siffin (657) gab Imam Ali , der Schwiegersohn von Prophet Mahammedim Kampf u.a. folgende Anweisungen:
    – Beginnt niemals selbst einen Krieg . Gott liebt nicht das Blutvergießen. Kämpft nur in der Verteidigung.
    – Greift niemals den Feind zuerst an; schlagt seine Angriffe zurück, aber dies kräftig, tapfer und mutig.
    – Verfolgt und tötet niemals jene, die aus dem Schlachtfeld oder aus dem Treffen fliehen. Das Leben ist Ihnen teuer. Laßt sie leben, solange der Tod ihnen zu leben erlaubt.
    – Tötet niemals einen Verwundeten, der sich nicht selbst verteidigen kann.
    – Entblößt niemals einen Verwundeten oder Toten, um seinen Panzer oder sein Gewand zu erhalten.
    – Verstümmelt niemals einen Toten, um ihn zu demütigen.
    – Plündert oder brandschatzt niemals.
    – Belästigt und schändet niemals die Sittsamkeit einer Frau.
    – Verletzt niemals eine Frau, auch wenn sie Euch verflucht oder verletzt.
    – Verletzt niemals ein Kind.
    – Verletzt niemals eine alte oder behinderte Person.

    Auch Prophet Mohammed sah zu Lebzeiten voraus daß der Islam sich in sein Gegenteil verkehren wird. Imam Ali sagt voraus daß sich Menschen den Islams wie ein Kleid benutzen werden.

    Das ist was heute geschieht.

    Dessen ungeachtet bleibt der spirituelle Kern des Islam davon unberührt.

    Diesen können die Terroristen und Ihre Hintermänner nicht zerstören. Letztendlich wird der wahre Islam zusammen mit allen fortschrittlichen Menschen den Sieg davontragen gegen die Barbarei.

     

    Ein paar weiterführende Links:

    http://www.eslam.de/manuskripte/buecher/nahdsch-ul-balagha/nahdsch-ul-balagha_inhalt.htm

    (überlieferte Ansprachen von Imam Ali)

    http://pdfbooksfree.pk/the-voice-of-human-justice-pdf-free-download/

    (da geht es hauptsächlich um das Wirken Imam Ali nach dem Tod von Prophet Mohammed)

    Und dieses Buch zeigt deutlich wie schnell nach dem Tode von Prophet Mohammed der Islam mißbraucht wurde:

    http://www.eslamica.de/buecher-nach-themen/schia-und-sunna/150/die-kalifen-und-die-gefaehrten-eine-kritische-analyse?c=101

     

     

     

    Update 2.August:

    https://urs1798.wordpress.com/2016/08/02/abartige-szenen-am-absturzort-eines-russischen-helikopters-welche-die-tagesschau-verschweigt-update-fake-chloringas-aleppo-idlib-ruaf-jihadijulian-warcrimes/

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  • Dawn of the Dead

    Der Krieg gegen des Westens gegen Syrien wäre jetzt eigentlich endgültig gescheitert.

    Wir hören und lesen herzergreifendes von etwa 40000 Flüchtlingen aus Aleppo vor der türkischen Grenze.

    Das Parteibuch lieferte als erste eine recht schlüssige Argumentation, dass es sich hier um die Killermoslems von al Kaida und deren Angehörige handelt, mittlerweile sickert das auch über die internationalen Nachrichtenagenturen durch.

    Mit Religionskenntnis und Logik lässt es sich auch erschließen. Der Islam verspricht seinen Kriegern, dass sie von Ungläubigen erobertes Land und Gut als Geschenk von Allah behalten dürfen. Nun haben wir es hier mit Salafiten zu tun, was bedeutet, dass auch alle anderen Moslems als Ungläubige gelten, so war es logisch, als sich al Kaida in Aleppo festgesetzt hat und die einheimische Bevölkerung vertrieb, dass sie sich mit ihren Familien dort einnisteten.

    Scheint aber so, als habe Allah gar nicht so die Spendierhosen angehabt, wie die sich das erhofften, denn jetzt wurden sie wieder aus der Stadt geprügelt.

    Sie sitzen fest.

    Kein Staat der Erde kann diese Leute aufnehmen. Außer vielleicht die salafitischen Golfmonarchien, die nehmen aber bekanntermaßen niemanden auf.

    Die Türkei kann sie nicht aufnehmen, weil der Sultan in Spe und seine Konsortei genau wissen, dass die früher oder später in der Türkei versuchen werden, sich von Allah beschenken zu lassen.

    Merkel kann sie nicht nach Deutschland holen, weil es zum Bürgerkrieg führen würde. Die Refugees-welcome-Claqueure einschließlich ihrer obersten Führerin Angela Merkel würden wahrscheinlich noch vom gutmütigstem Teil der deutschen Bevölkerung mit Holz- und Eisenstangen totgeschlagen werden, wenn sie eine Großpackung solcher Leute auf Deutschland loslässt.

    Die anderen europäischen Staaten signalisieren täglich, dass sie unter dem Begriff "Solidarität" nicht verstehen, sich von Schulz und Merkel erpressen zu lassen.

    Es sind Kinder darunter, das ist tragisch. Die Erwachsenen sind Räuber und Diebsgesindel, die Männer brutalste Mordbrenner, bei denen kein Mitleid angebracht ist, aber was soll mit ihnen geschehen?

    Die Saudis haben angekündigt, diesen lebenden Toten im Niemandsland mit Eliteeinheiten zu Hilfe eilen zu wollen. Oder ist tatsächlich ein Mensch so blöd, auf der Gutmenschler-Vorwand "gegen Daesch" kämpfen zu wollen, reinzufallen?

    Syrien jedenfalls hat gleich klar gemacht "Saudis verpisst euch, keiner vermisst euch!"

    Die Saudis sind schon im Krieg mit Jemen überfordert, der Iran hat zu verstehen gegeben, dass Saudis in Syrien nichts verloren haben, folglich sie nicht untätig zusehen werden.

    Angela Merkel japst irgendwelches Zeug von "entsetzlichem Leid" und findet es böse, dass die al Kaidas von der russischen Luftwaffe und der syrischen Armee vertreiben wurden.

    Wer zahlt schafft an, also labern irgendwelche UN-Leute etwas des Typs "Saddam reißt Babies aus Brutkästen und wirft sie auf den Boden!" nur mit Assad.

    Die Strategen in Washington lachen sich eins, denn sie haben die Situation in den Zustand des Unauflösbaren getrieben.

    Merkel und Erdogan hatten sich erhofft, als eigene Spieler Gewinn daraus schlagen zu können, stehen aber in Wirklichkeit nur als Washingtons willige Vollstrecker da, die uns einen Schritt weiter an den Krieg geführt haben, der Europa zerstören wird, so er eskaliert.

    Wir als Volk haben auf Merkel und ihren Bundestag nicht den geringsten Einfluss.

    Kann man am Ende nur noch hoffen, dass Seehofer mit seinen Leuten in Moskau ein paar vernünftige Gespräche über die Sachlage geführt hat.

    Dawn-of-the-Dead

     

     

     

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  • Teutsches Miserere

    Das Assoziierungsabkommen EU-Ukraine wurde denn durch den Bundestag gewunken.

    Milliardenkredite des Westens wurden zugesagt.

    Geht man davon aus, dass eine deutsche, und soviel ich weiß ist das in der ganzen EU und den USA gleich, Bank nur 6% der Kreditsumme gedeckt haben muss, kann man vermuten, dass die schönen, großen Kredite, die da so hübsch generös Poroschenko und Yatz zugeschustert werden, in erster Linie eine Kapital-Schöpfungsmaßnahme sind.

    Es haftet das Volk der Ukraine, ausgegeben wird das Geld, unter Abzug der Schmiergelder und sonstiger notwendiger Auslagen, für den Einkauf von Waffen aus der EU und den USA, die dort für das Recycling ausgemustert wurden.

    Eine Win-lose-Situation.

    Da fürderhin der Existenzgrund des Staates Ukraine darin bestehen soll, allen Bedarf in der EU zu decken, mit Ausnahme "tödlicher Waffen", die von den USA geliefert werden, die Ukraine selbst aber nur viele Bewohner aber kein Geld hat und eine zusammenbrechende Wirtschaft, macht das durchaus Sinn.

    Poroschenko und Kolomoiski lassen ihre Wiseguys aufeinander los – na und?

    Die Rechnung bleibt sich gleich – Geld wird generiert, 94% davon existieren nur als Zahlen in Form von Rechnereinträgen, eignen sich aber, die Menschen in der Ukraine, welche nicht den Schutz eines der beiden Paten genießen, bis auf die Unterhose auszuplündern, unter dem Vorwand, Schulden müssten zurück bezahlt werden.

    Das von Goldman Sachs entwickelte Griechische Modell, kommt einem in den Sinn.

    Im Bundestag leiert der Bundesaußen-Sozialdemokrat Steinmeier ohne Rot zu werden das Narrativ herunter, welches seine Behörde in Schriftform bereits unter die Gemeinde gebracht hat. Und ohne sich lächerlich vorzukommen, denn eigentlich weiß er ja sicher, dass keiner ihm das abnimmt, der ein wenig in die Thematik eingearbeitet ist.

    Ironischerweise muss man sagen, McCain hatte Recht, als er Steinmeier der Unglaubwürdigkeit geziehen hatte, ein Mann, der, wie im Februar letzten Jahres, für einen Vertrag die Schirmherrschaft übernimmt und am nächsten Morgen das vergessen hat, ist unglaubwürdig.

    Umso mehr ärgert man sich über den Strolch, wenn er es tatsächlich fertig bringt, den Krieg im Donbass als Folge einer "Annexion" der Krim zu beschreiben.

    Der Krieg ist eine unmittelbare Folge von Steinmeiers Feigheit, Heuchelei und Verlogenheit. Freilich nicht nur, aber auch.

    Jedoch, das will ich auch betonen, einem McCain steht es nicht zu, das zu sagen.

    Jedenfalls, lange Rede kurzer Sinn, vorübergehend rentiert es sich, die Ukraine mit 40 Milliarden und mehr an Krediten zu versorgen, die, wie gesagt unter Abzug des üblichen Obolus an die Korruption, für den Einkaufsbummel im Westen gedacht sind und die dann in Form von Arbeitskraft und Naturalien des Typs Land, Bodenschätze, Immobilien etc. zurückgezahlt werden müssen.

    Vorübergehend, denn die Rechnung ist ohne den Wirt gemacht, und ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass eine auf Waffengewalt begründete Herrschaft der jetzigen Führung lange aufrecht erhalten werden kann, besonders, da die freiheitlich-demokratischen Menschenrechtler sich immer häufiger gegenseitig an die Gurgel gehen, wie der Zickenkrieg Poroschenko-Kolomoiski zeigt.

    Im Jemen haben wir tatsächlich einen vom Volk vertriebenen Präsidenten, der sogar schon zurückgetreten war, und den will nun Saudi Arabien mit einem Angriffskrieg wieder einsetzen.

    dpa hat diesen Fall in einem Satz auf den Punkt gebracht:

    jemen

    War nicht der Sozi-Siggi erst in Saudiland um dort eine Menge Waffen hin zu verkaufen?

    Na wenn ein so zahlungskräftiger Kunde der deutschen Rüstungsschmieden einen Angriffskrieg führt, dann kann das ja nur legitim sein!

    Man gibt so viel Geld nicht für Waffen aus, um die dann in der Wüste verstauben zu lassen!

    Und werden die Waffen benutzt, steigt die Auftragslage!

    Kenner der Region gehen davon aus, dass sie sehr lange benutzt werden, denn nur eine saudische Besatzungsmacht kann den geschassten Präsidenten an der Macht halten.

    Die Saudis benötigen dafür Nachschub an Kohle, also muss der Ölpreis wieder steigen.

    Ist also auch rentabel, dieser Krieg.

    Kenner der Region spekulieren aber schon, dass dieser Krieg möglicherweise bis zum Sturz des Hauses Saud führen kann – und bedenkt man, dass innerhalb Saudi Arabiens die Schiiten auch keine fröhlichen Menschen sind, kann es womöglich sogar dazu kommen, dass die sich lieber mit den Huthi zusammentun als mit ihren Unterdrückern in Riad. Die Waffenbrüder Saudi Arabiens Al Chalifa sind auch nicht beliebt im eigenen Land, das mehrheitlich von Schiiten bewohnt wird.

    Berlin scheint in beiden Fällen eine Menge westlicher Werte, sprich: steigende Zahlen auf Bankkonten, einzuholen.

    Eine innere Stimme sagt mir, dass Berlin keinen Plan B hat. Berlin hatte noch nie einen Plan B. Was Berlin angeht, ist alternativlos.

    Und das könnte dieses Abenteurertum auf Dauer sehr teuer werden lassen.

     

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  • Die Old World Order zeigt Zähne

    Dem neoliberalem Spuck, der als Greater Middle East im Rahmen des Project for a New American Century die halbe Mittelmeerküste in Brand gesetzt hat, und der gerne von einigen als „arabischer Frühling“ und „Revolution“ tituliert wird,  geht langsam die Puste aus.

    In jedem gesellschaftlichen System gibt es Gewinner und Verlierer.

    Viele Faktoren entscheiden drüber, wer hochkommt, wer unten bleibt oder wer fällt, Gerechtigkeit ist keiner davon.

    Und je höher die Karriereleitern gehen, desto dünner sind die Posten gesät, desto härter werden die Bandagen und fieser die Intrigen.

    Mit fast mathematischer Notwendigkeit setzen Volksaufstände Unzufriedenheiten frei, treiben Hoffnungen, diese aus dem Weg räumen zu können. Ägypten ist ein Land, in dem sehr viele Menschen leben, aber das wirtschaftlich kaum etwas hergibt.

    So war es vor knapp über 2 Jahren für von diversen NGOs mit Mitteln ausgestattete, an erfahrenen Instituten ausgebildete Studenten nicht überfordernd, einen Machtkampf auf Ägyptens Straßen zu inszenieren.

    Das Land ist arm, seine natürlichen Ressourcen reichen nicht aus, um die riesige Bevölkerung zu ernähren. Die Regierung war seit Jahrzehnten im Amt und die Hierarchie hatte schon quasi feudalen Charakter.

    Der Westen hatte die Ägypter zu einem Machtkampf angestiftet, der zum guten Teil auf der Straße ausgetragen wurde. Dann wurde das Etikett Revolution draufgeklebt. Eine übereilte Wahl wurde abgehalten und noch übereilter wurde die Verfassung ausgetauscht. Fertig.

    Der Erfolg einer Revolution hängt entscheidend davon ab, welche Verbesserungen sie in das Leben der Menschen bringt. Eine Revolution, die alles verschlechtert und ansonsten verspricht, wenn die Männer nur fleißig beten, die Frauen einsperren und alle paar Jahre Wahlzettel in eine Urne werfen wird irgendwann auch irgendetwas wieder besser braucht keiner.

    Die Moslembrüder, ökonomisch neoliberal, ideologisch rechtsradikal, waren die einzigen Gewinner. Sie haben ihr seit Jahrzehnten verfolgtes Ziel erreicht und regierten.

    So nimmt es nicht Wunder, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung schadenfroh zusieht, wie das Militär die Gewinner der „Revolution“ plattmacht, eine Demonstration gegen die Freilassung Mubaraks gerade einmal, nach Durchsicht aller mir zugänglichen Quellen, 100 Moslembrüder auf die Straße bringt.

    Auch in Tunesien setzt sich dieser Gedanke offensichtlich langsam durch. Volkswiderstand gegen die „Revolutionäre“ mit neoliberaler Wirtschaft unter brutalster religiöser Restriktivität zeigte sich deutlich bereits in einer Aktionsform, demonstrativ im Monat Ramadan öffentlich tagsüber zu essen oder Zigaretten zu rauchen bis hin zum Köpfen eines Biers am Strand. Das ist nicht so pressewirksam wie zerplatzte Köpfe auf dem Straßenpflaster, aber eine entschlossene Ansage an die neuen Herren. Dass populäre Nasseristen die Todeslisten der frei und demokratisch gewählten Moslembrüder anführen fügt sich nahtlos.

    Nicht hoch genug eingeschätzt werden kann die Signalwirkung der ägyptischen Ereignisse nach Syrien.

    Und so ist es nicht von ungefähr, dass ausgerechnet jetzt dort Kinder mit Giftgas verseucht werden.

    So blöd, zu glauben, die syrische Armee würde den Inspektoren der UN einen Giftgasangriff im Raum Damaskus als Begrüßungsgeschenk kredenzen, damit die auch ordentlich Arbeit haben, kann ja nun wirklich keiner sein.

    Besonders da die syrische Armee sehr erfolgreich aufräumt.

    Es gibt hier nur zwei Parteien, die einen Giftgasangriff benötigen: Erdogan und die Hardliner in Washington, die sich sein Monaten bemühen, Obama einen Angriffsbefehl abzuringen.

    Die unvermeidliche Baroness Ashton fordert nun freien Zugang für UN-Inspektoren im ganzen Land.

    Das hat sich schon im Irak als Mittel bewährt, sämtliche militärischen Anlagen des Landes auszuspionieren um einen möglichst verlustarmen Angriffskrieg führen zu können.

    Zu diesen oben erwähnten Hardlinern gehören auch die beiden Senatoren McCain und Graham, die nicht ganz unzufällig vor dem Crack-down der Moslembrüder auf der Straße in Kairo die Wiedereinsetzung Mursi’s als Präsident einfordern wollten und denen man dort kurzerhand die Türe vor der Nase zugeschlagen hat.

    McCain, der ein Treffen mit libyschen Dschihadisten öffentlich zu einem der inspirierendsten Ereignissen seines Lebens erklärte.

    Weitere rätselhafte Ereignisse machten kürzlich die Runde. Ein bedeutenderes davon dürfte das plötzliche Auftauchen des sagenumwobenen Prinz Bandar in Moskau sein, nachdem dieser monatelang die Welt hatte glauben lassen, er sei tot. Und wie es für zwei Veteranen des klandestinen Gewerbes üblich ist, erfuhr die Welt nichts darüber, was der Prinz und der Präsident Russlands miteinander sprachen. Ein blödsinniges Gerücht, Bandar habe Syrien gegen Waffendeals eintauschen wollen konnte zerstreut werden kaum dass es gestreut wurde. Wie oft Prinz Bandar‘s Geist im Kreml spukte ohne dass man es der Presse mitgeteilt hätte, darüber kann man natürlich auch spekulieren. Ein einstündiges Gespräch mit anschließendem Dinner reicht auf solchen Gipfeln der Macht jedenfalls nicht, um Entscheidungen von Tragweite zu treffen.

    Was dem aufmerksamen Beobachter nicht entgehen dürfte: ausgerechnet Saudi Arabien ist es nun, welches den Ägyptern die notwendigen Geldmittel zur Verfügung stellt, welche der EU und den USA  die Erpressungsmöglichkeiten unter den Füßen wegziehen. Man kann die neuen Moves auch als Anzeichen werten, dass Saudi Arabien aus dem Syrienspiel aussteigt, ehe es zu spät ist. In den VAE haben die Moslembrüder gerade einen verheerenden Strafprozess hinter sich. Unterm Strich bleibt in der Region dann nur mehr einer übrig, der den schwarzen Peter im Blatt hat, wenn die Ordnung wieder hergestellt ist – der Moslembruder Erdogan.

     Sie sind gelehrige Schüler Washingtons, die saudischen 7000.

    Im Gegensatz zu Naivlingen wie Mubarak, Gaddafi oder Assad kommt in deren Wörterbuch das Wort „Loyalität“ nicht vor. Dafür die Kombination „Eigener Vorteil“ gleich 5x.

    In diesem Zusammenhang sollte man hellhörig werden, wenn man auf dem Daily Press Briefing des Secretary General der UN, der natürlich grave concerns hat, was Chemiewaffeneinsatz in Syrien betrifft als auch das Entfernen der Moslembrüder von der Macht, ganz nebenbei erfährt, dass ausgerechnet Jeffrey Feltman im offiziellen Auftrag dieses Südkoreaners nach Kairo geflogen ist. Jeffrey Feltman und Bandar bin Sultan galten als die Chefstrategen hinter dem Aufstand gegen Assad und sollen in monatelanger Vorarbeit diesen initiiert haben. Ich erinnere daran, dass ein von diesen beiden entwickeltes Strategiepapier in der internationalen Presse aufgetaucht war, das so hanebüchen war, dass man es aus damaliger Sicht für eine Fälschung hielt, bis die Beobachtung der Realität damit überraschte, dass es Schritt für Schritt umgesetzt wird.

    Diese Realität hatte einige Überraschungen zu bieten, die für gewöhnlich nicht in das Arsenal von Revolutionären gehören. Ich erinnere nur mal wieder an die millionenteure Hollywood-Inszenierung des Sturmes auf Tripolis in der Filmstadt Doha. Cecil B. DeMille hätte seine Freude gehabt, wie da sein Film „The Greatest Show on Earth“ übertrumpft wurde.

    Nicht alleine die gestürzten Machthaber sind die Verlierer einer Revolution, auch diejenigen, welche das Wenige verlieren, was sie sich vor der Revolution erarbeitet hatten.

    Und das haben in Libyen alle verloren bis auf die paar wenigen Gewinner, wie etwa der berüchtigte Abdel Akim Belhaj, der seine Karriere als Drogenbaron von Benghazi angefangen hatte und nachdem er aufgeflogen war über Afghanistan zu einem wahrhaft führenden Terroristen der internationalen Szene avancierte.

    Die Entfernung Mubaraks von der Macht war zwingende Voraussetzung, den NATO-Krieg gegen Libyen und Syrien führen zu können.

    Denn so sehr er Freund und Helfer des Westens war und Protektor Israels, der Mann hatte das, was man heute gerne eine „Rote Linie“ nennt: den Einsatz der ägyptischen Armee als Hilfstruppen der NATO kam für ihn nie in Frage.

    Libyen und Syrien aus der arabischen Liga werfen wäre mit einem Ägypten unter Mubarak unmöglich gewesen und das Experiment, Libyen und Syrien anzugreifen, solange Mubarak an der Macht ist, hätten USA, Frankreich und UK nicht wagen brauchen.

    Es kann ein Zufall sein, da Feltman mittlerweile nicht mehr für das State Department sondern tatsächlich für den Südkoreaner arbeitet, aber man liegt bestimmt auch nicht falsch, den Südkoreaner als Handpuppe des State Departments zu begreifen. Ist in der UN-Bürokratie Ban Feltman übergeordnet, bedeutet das noch lange nicht, dass er auch das Sagen hat. Dass diese beiden Genies der tödlichen Intrige  im Weltmaßstab, Feltman und der Prinz, im Umgang mit Kairo zweifellos  gegensätzliche Lager repräsentieren und genau beide in Sachen Kairo aktiv sind, sollte man jedenfalls auf seine Beobachtungsliste setzen.

    Saudi Arabien wie wir es heute kennen ist ein Land ohne Zukunft. Gehen wir davon aus, dass die saudischen Prinzen das wissen und Pläne schmieden. Und dass diese Pläne nicht von einer Zuverlässigkeit Washingtons abhängig gemacht werden, das kann man denen zutrauen.

    Wenn Washington sogar einem Mubarak das Messer in den Rücken stößt, dann erkennt ein saudischer Prinz seine Lage.

    Einen Giftgasanschlag verursachen um Handhabe zu militärischem Handeln zu bekommen – das ist Schwäche und Kontrollverlust.

    Es ist Zynismus der menschenverachtendsten Sorte.

    Es ist der Anfang vom Ende eines imperialen Größenwahns.

     

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