• Category Archives Ägypten
  • Isis und Osiris

    Das ägyptische Totenbuch erzählt die Geschichte vom Gott-Pharao Osiris, der von seinem Bruder Seth ermordet und zerstückelt wird.

    Seine Geliebte und Schwester, Isis, sammelt die Teile ein und fügt sie erneut zusammen. Einige sagen, das geschähe, indem sie die Teile aufisst und den Bruder und Geliebten neu gebiert.

    E-17

    Dies, so erzählt man, wiederholt sich alle paar Jahrtausende in alle Ewigkeit fort. Es ist eine unendliche Schleife, in der das Universum gefangen ist, bis der Moment einer Erlösung kommt.

    Diese Erlösung, so meinten einige in der Antike, würde vom Sonnengott Ra kommen, der einst ein Mensch war und durch das Bündnis mit dem Gott der Vernichtung, Seth, selbst zur Gottheit mutierte und zur Ordnungsmacht des Universums wurde.

    Wie diese Erlösung geschehen soll, darüber kenne ich keine Überlieferung.

    Die Wiederholung der Ereignisse findet aber so lange statt, so lange das Bündnis zwischen dem Ordnung stiftenden Ra und dem Chaos erzeugenden Seth besteht.

    Wenn man Glück hat, dann kann man sich die Geschichte so von alten Ägyptern im Niltal erzählen lassen.

    Kehren wir zurück in die Gegenwart.

    Es mutet mich gruselig an, dass eine Organisation, die durch Kannibalismus von sich reden machte, nun unter dem Namen ISIS plötzlich durch einen Siegeszug durch Mesopotamien, den Irak, von sich reden machte.

    Ägyptische Mythologie gehört zu den Steckenpferden magischer Orden im London des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, dem Zentrum des ausgedehntesten Imperiums, das die Welt kannte. Diese Orden sind zugleich die organisatorischen Wurzeln der modernen satanistischen Sekten.

    Bekannt ist der Einfluss der satanistischen Burschenschaft "Skull & Bones" an der Yale-Universität, die seit je Kaderschmiede der amerikanischen Elite ist.

    Die Männer der Bush-Familie sind Adepten von Skull & Bones seit Generationen ebenso wie der US-Außenminister John Kerry.

    Großvater Prescott Bush gehörte zu den bedeutendsten Förderern der NSDAP und es mag nicht unzufällig sein, dass Sohn George den Irak-Krieg eingeleitet hatte und Enkel George W. diesen Krieg unter dem Namen "War on Terror" auf die gesamte islamische Welt ausgeweitet hat.

    In der Obama-Zeit haben wir "das Wirken des Seth" sich ausbreiten sehen von Tunesien entlang der Mittelmeerküste bis an die georgische Schwarzmeerküste und nun brennt der Osten der Ukraine.

    Der Krieg umschließt Europa und breitet sich kaum merklich immer weiter aus.

    Am Wochenende demonstrieren die Söhne der SS in Kiew und drohen Poroschenko, sollte er ihrer Forderung nach Praktizierung des Kriegsrechtes nicht nachkommen, Bereits am Dienstag erklärt der Präsident von Washingtons Gnaden nach Absprache mit Kerry, Merkel und Hollande den Ablehnenden des Putsches den totalen Krieg!

    Im Wesentlichen widerspricht Krieg der menschlichen Natur. Was Generationen schaffen und aufbauen und ihren Nachfolgern übergeben wird durch ihn zermalmt.

    Krieg breitet sich zunächst langsam aus, weil die Menschen erst für den Krieg bereit gemacht werden müssen.

    Ich würde Poroschenko selbst folgendermaßen einschätzen:

    Er hat einen halbseidenen Waffenstillstand erklärt, den er selbst wahrscheinlich bevorzugen würde, aber ihm war klar, dass dieser Waffenstillstand niemals eingehalten wird, da der Westen am Krieg und Oligarchenkollegen/-konkurrenten am totalen Sieg interessiert sind.

    Achmetow braucht den Sieg und die Umsiedlung, weil die rechtmäßigen Eigentümer der Werke des Donbass ihr Eigentum zurückverlangen und ihn enteignen wollen, besser ausgedrückt: die Enteignung, von der er profitiert hat rückgängig machen wollen.

    Die EU braucht den Krieg. Sie hat Versprechungen gemacht, über Jahre, die sie unmöglich einhalten kann, und so lange Krieg herrscht gibt es einen Sündenbock, den sie für die Nichteinhaltung verantwortlich machen kann.

    Nicht unzufällig kriecht der armselige kleine Röttgen in die Schlagzeilen und verkündet "Sanktionen gegen Russland".

    Dass der Westen unbedingt Krieg will erkennt man bereits an der Berichterstattung, die beharrlich die Angriffe durch Armee und Nationalgarde nicht nur verschweigt, sondern bewusst unterschlägt. Die Pressenutte Sabine Adler vom DF ist ein eindeutiges Megaphon der NAZI-Banden, die die Ukraine im Würgegriff halten:

    http://www.deutschlandfunk.de/ost-ukraine-die-chance-auf-eine-loesung-ist-vertan.694.de.html?dram:article_id=290541

    Röttgenpimmel

    Nicht weniger verachtenswert äußerte sich unlängst der NAZIversteher und Sozialdemokrat Steinmeier, indem er den Abschuss eines Militärhubschrauber herausstellte, aber nicht den Hintergrund, der zum Abschuss führte erwähnt hat, sondern ganz im Sinne der Kriegstreiberei umdeutet.

    Wir erkennen bewusste und beabsichtigte Irreführung der deutschen Öffentlichkeit mit dem Ziel, die Bevölkerung Deutschlands zur Solidarität mit den NAZIs in der Kiewer Regierung und in den Straßen als auch auf die Unterstützung des Krieges hin zu manipulieren.

    Jetzt fassen wir zusammen und ziehen eine Schlussfolgerung:

    1.ISIS nennt sich nun "Islamisches Kalifat" und baut sich im Irak sein Nest und marschiert gegen die Maliki-Regierung.

    2.Kerry rennt in Bagdad Türen ein, um die irakische Regierung zum rücktritt zu bewegen: 1+2 = Regime Change = Business as usual.

    3.Obama sichert den Terroristen in Syrien eine weitere halbe Milliarden Dollar Unterstützung zu – jemand, der glaubt, das käme nicht dem "Islamischen Kalifat" zu Gute, dem brauche ich das jetzt hier nicht erklären, weil der will es nicht wissen.

    4.Israel startet eine neue Offensive gegen die Palästinenser.

    5.Die EU und die USA eskalieren den Krieg in der Ukraine.

    6.Die Sanktionsschraube gegen Russland soll weiter angezogen werden.

    Das sieht unverkennbar nach einer koordinierten Offensive aus.

    Krieg beginnt langsam, da die geistig gesunden Menschen sich ihm zunächst verweigern.

    Da kommen die Fanatiker in's Spiel, die ihn forcieren.

    Aber wenn er einmal richtig losgetreten ist, dann ist er nicht mehr zu stoppen und breitet sich aus.

    Ihr habt es jenseits des Mittelmeeres gesehen, jetzt könnt ihr es auf der eigenen Landfläche sehen.

    Früher oder später kommt er bei uns an.

    Eueren "Volksvertretern" ist das egal: die haben genug Mittel, sich in sichere Häfen zu bringen.

    Ihr seid es, die die Katastrophe ausbaden müssen, wenn sie nicht gestoppt werden.

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  • Das BILD-Settimanale „Spiegel“ kanns nicht mehr erwarten und die USS Liberty

    Der Spiegel sagt uns nun, "die USA haben Beweise vorgelegt" die "Assads Schuld", na ja, beweisen eben.

    Der schlagende Beweis ist, dass Totenkopf-Jonny Kerry sagt, der Beweis sei auf dem Webauftritt des Weißen Hauses zu finden.

    Dort steht: der Geheimdienst sagt, dass es so wäre.

    Der Zirkelschluss ist: Kerry sagt, der Beweis ist, dass das Weiße Haus es sagt.

    Und solltet ihr Dorftrottel immernoch zweifeln, obwohl einer aus der  Regierung der USA beweisen kann,  dass es auch ein anderer aus der US-Regierung sagt, kann man euch nicht mehr helfen.

    In seiner Rede zum Thema sagt Secretarius Stateus Departementum: "We know, as does the world, that just 90  minutes later all hell boke loose in the social media."

    Stelle ich mir nun vor, mein Stadtviertel würde mit Giftgasraketen angegriffen: wie würde ich handeln? "Hei Leute, volle goil, das muss ich gleich auf Facebook posten!!!" – oder hätte ich Unwesentlicheres zu tun, wie etwa Nachbarn helfen etc?

    Später wird er Moralprediger, geh zurück bis zum ersten Weltkrieg und erklärt uns, es habe fast 100 Jahre gedauert, bis die Welt es geschafft hat, die schröklichsten Waffen zu bannen. Das sei, warum Verträge, wie der zur Unterdrückung von Chemiewaffen gezeichnet wurden – den vor allem aber die USA gar nicht unterzeichnet haben!!!

    Von Merkel heißt es, sie fände eine solche Argumentation plausibel. Sie wird zitiert: „Es ist sehr bedauerlich, dass sich Russland und China seit langer Zeit einer gemeinsamen Haltung im Syrien-Konflikt verweigern, das schwächt die Rolle der UN derzeit erheblich“. Die vollendete Untertanin als Bundeskanzlerin: während die Mehrheit der Bevölkerungen auf dem Planeten den Fortschritt darin erkennen, dass Gegenmächte zu den USA entstehen, bedauert Merkel, dass Russland und China verhindern, die UN zum bloßen Abnickverein des amerikanischen Imperialismus zu machen.

     

    Dafür dürfen US-Staaten jetzt Maruhana legalisieren, damit die Amis sich legal wegbeamen können. Wer blöd gekifft ist, den interessiert sonst nicht viel. Gute Boxen und nen riesen Flachbild dazu, "und der Tag ist ein Freund!" Slams und Wrestling haben es verdient HD delektiert zu werden und zwischen den Joints braucht man ja auch kulturelle Bildung. Man ist ja Bürger Roms.

    Aus diesem Anlass möchte ich eine Dokumentation der BBC und des WDR zeigen, die darstellt, wie in den 60ger Jahren der US-Geheimdienst mit der israelischen Armee ein amerikanisches Spionageschiff angegriffen hatten, um Handhabe zu bekommen, Kairo mit Atomwaffen anzugreifen.

    Kein Scheiß, das sage nicht ich, das belegt das Material.

     

     

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  • Wilkommen im Kindergarten!

    Unsere Presse kanns nicht lassen.

    Tagelang mit allem denkbaren Lärm: „Huurahhhh Hurraaaa, Krieg am Donnerstag!“

    Dann etwas leiser: „Äh… Nee, Krieg am Freitag!“

    Heute kleinlaut: „Öm, Krieg frühestens am Samstag, Kacke noch eins!“

    Cameron, der neben seinem glatzköpfigen Außenminister großmäuligste Brüllaffe der Kriegsgeiler hat sich einen hübschen Trick ausgedacht, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen: so eine in Szene gesetzte „symbolische Abstimmung“ ist echt lässig, den muss ich mir merken. Man weiß nach all dem Getrommel auf die Brust nicht mehr, wie man sich zur Hintertüre rausschleicht, da erfindet man einen parlamentarischen Akt, der rechtlich unwirksam ist aber als Dienst am Willen des Volkes verkauft werden kann! Wow, die sind echt kreativ, die Briten!

    Nicht vergessen: das britische Militär IST in Position gebracht!

    Muss man den farblosen Pleitefranken überhaupt mit erwähnen?

    Berlin benimmt sich wie der kleine Junge, den keiner beachtet, aber nachdem sein großer Bruder Papa verärgert hat die Gelegenheit gekommen sieht, einen Schritt näher an die Position des Lieblingssohnes machen zu können.

    Unsere Presse weiß das zu würdigen und schlagzeilt: „Deutschland für Angriff auf Syrien!“

    Die größte Sauerei ist, das Volk da mit reinziehen zu wollen: auf NTV sieht das so aus:

    NTV KriegstreibereiEine derart bodenlose Frechheit, der Bevölkerung Deutschlands Kriegsbegeisterung unterstellen zu wollen, damit schlägt die Presse wirklich dem Fass den Boden aus!

    Obama stottert irgendetwas zusammen in irgendeinem Nachrichtensender, denn er kann ja kaum, nachdem er eine Pflichtrede über MLK zu halten hatte, zu den aktuellen Kriegsplänen schweigen.

    Obama weiß: an dieser Sache werden Köpfe rollen in Washington, er weiß  nur noch nicht, welche Entscheidung er treffen muss, damit seiner nicht dazu gehört!

    Häufig fällt das Wort Dekadenz, wenn man den Verfall von Prinzipienorientiertheit und Moral aus Sattheit und Langeweile heraus beschreiben möchte.

    Rom nach dem Tode des Oktavianus Augustus bezeichnet man als dekadent. Von Augustus spricht die Geschichte als den Mann, der die römische Republik liquidierte und zu dessen Regierungszeit sich eine politische Kaste geistig ungesunder Patrizier herausbildete, die schlussendlich den Untergang des römischen Reiches bedeutete. Mystiker machen sich Gedanken darüber, dass in seine Regierungszeit auch die Geburt des Jesus Christus fällt. Und sie haben auch genug Anlass zu spekulieren, bedenkt man, dass das Ereignis, welches dem, was man als das Imperium Romanum ansieht, den endgültigen und unumkehrbaren Todesstoß versetzte, die Erhebung der christlichen Religion zur Staatsreligion durch Konstantin dem sogenannten Großen auf dessen Sterbebett war.

    Shakespeare stellt uns jenes politische Ereignis, die Ausrufung des Kaiserreiches durch den Augustus, als Konsequenz aus einem Streit verliebter Jungs um die ägyptische Herrscherin Kleopatra dar und Hollywood trug in Gestalt von Richard Burton und Liz Taylor das seine dazu bei, dieses als den vom Volk bevorzugten Blick auf die Geschichte zu etablieren. (Nicht so weit verbreitet hat sich die doch wesentlich realistischere Darstellung vom Ende der römischen Republik Bertold Brechts in dessen Roman „Die Geschäfte des Herrn Julius Cäsar“.)

    Heute spekulieren viele vom Ende des amerikanischen Imperiums. Nun, das scheint mir doch mehr Ausdruck einer Hoffnung als einer Analyse zu sein, unzweifelhaft kann man jedoch vom Ende der amerikanischen Republik sprechen. Und wieder hat es mit der Region zu tun, der Jesus Christus entstammt und wieder spielt Ägypten eine Rolle!

    Ich hoffe, dass jetzt auch der letzte verstanden hat, dass es gut so ist, dass die bonfortzionös auf Al Jazeera inszenierte „ägyptische Revolution“ und die sich ihr anschliessende  „na hörn se maa, aus freien Wahlen hervorgegangene“ kurze Herrschaft der Moslembrüder in den Bereich der kurzen Episode verbannt wurde. Der Schreihals nach dem „heiligen Krieg“ gegen Syrien Mursi wurde abgelöst durch: „Wir haben einen Vertrag, der gegenseitige Unterstützung im Falle eines Angriffs auf eines unserer beiden Länder vorsieht.“

    Denn war die von Mubarak dominierte arabische Liga zwar alles andere als eine Organisation von der Sozialrevolutionäre träumen, so wurde sie nach dem Sturz Mubaraks zum saudisch dominierten Feigenblatt amerikanischer Aggressionsgelüste.

    „Ja, wenn sogar die arabische Liga dafür ist…“ gehört zu den Argumentationshilfen, welche die Kriegspropaganda durch solche Events erhält.

    Konfusion macht sich breit in Washington: denn wenn Mubarak sich zwar öfter gegen den Krieg der USA gegen Saddams Irak ausgesprochen hatte, so brauchte man doch keine darüber hinausgehenden Aktivitäten Ägyptens erwarten, da Mubarak nicht für Saddam seine Beziehungen zu den USA aufs Spiel gesetzt hätte.

    Das ist heute anders!

    Durch das, was im ägyptischen Bürgertum sicherlich als „Verrat Washingtons“ betrachtet wird, hat Washington seine ties gekappt und sehr viel an Einfluss verloren.

    Man weiß in Kairo, dass der Krieg gegen Syrien ein Krieg gegen das gesamte arabische Bürgertum ist!

    Alles Gerede vom Streit zwischen „säkularem Staat“ und „islamistischen Staat“ ermangelt komplett der Klassenanalyse und geht am Kern vorbei!

    Natürlich brauchen die  arabischen Aristokraten die Religion, denn wodurch sollten sie sich denn sonst legitimieren können? Eine Bande von Parasiten, die allen Reichtum für sich beanspruchen und die Menschen als Leibeigene betrachten – nutzlose Fresser, wie man so sagt.

    Man setzt  Durchgeknallte (gebildete Religionsfanatiker), Benachteiligte und Fehlentwickelte (um einen annähernd neutralen Begriff für die Kannibalen und Mordbrenner zu finden) ein, die man unter dem Banner der Religion vereinen kann. Man muss nicht gläubig sein, um Allahhuakbar zu brüllen, aber man kann den Griff nach der Macht dadurch rechtfertigen.

    Fast alle Menschen haben von Klein auf eine religiöse Erziehung genossen, religiöse Sentiments und Ressentiments sind nahezu reflexartig ankonditioniert. Nur Lügner bestreiten, in hoher Bedrängnis nicht wenigstens einen Anflug religiöser Hoffnung auf die Hilfe Gottes, und sei es nur für Sekunden, zu empfinden.

    Eine Koalition aus der amerikanischen Geldaristokratie und der wahabitischen Aristokratie ist klassenanalytisch eine naturgemäße Verbindung.

    Sie wollen ein Bild dazu? Googlen sie mal nach der Hochzeit von Chelsea Clinton. Die wurde genauso pompös und medienbegleitet inszeniert wie die Hochzeit von klein Willi und seinem It-Girl in London. Und wer bitte ist Chelsea Clinton, dass daraus ein Staatsakt wird, der global im Fernsehen übertragen wird?

    Die Politikerkaste in Berlin, Paris, London und Washington benimmt sich wie eine Clique übersättigter Erben, die es in ihrer Lebenszeit nicht mehr schaffen, erwachsen zu werden.

    Das aber ist im höchstem Maße gefährlich: nicht umsonst sind Eltern angehalten, ihre Kinder daran zu hindern mit Feuer zu spielen, sie können die Gefährlichkeit des Feuers nicht überblicken!

    Und so spielen unsere Politiker ihre Komödie, ränkeschmieden an ihre Karrieren und begreifen noch nicht einmal das Thema.

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  • Kriegsgrund Betriebswirtschaft

    Ich will kurz einen Aspekt in die Debatte einbringen, die meines Dafürhaltens die Analyse bereichert.

    Jedem, der sich an ernstnehmbaren Lehreinrichtungen Schulungen in Unternehmensführung unterzieht, wird man früher oder später mit aller Kraft eines versuchen einzutrichtern:

    Essentiell ist die dreiphasige Unternehmensplanung!

    1. Langfristige Planung, die auf 15-20 Jahre geht.

    2. Mittelfristige Planung auf 5-10 Jahre.

    3. Kurzfristige Planung 1-3 Jahre.

    Unterschiedliche Modelle unterscheiden sich in Details, aber im Kern ist es bei allen gleich. Leuchtet ja auch ein.

    In diese Planungen werden möglichst alle absehbaren Faktoren mit einbezogen und sie bestehen aus unterschiedlichen Komponenten.

    Egal, ob man einen kleinen Ein-Mann-Betrieb oder ein globales Multimilliarden-Unternehmen führt: diese 3 Planungsphasen entscheiden wesentlich darüber, ob ein Unternehmen marktfähig ist und sich halten kann, oder ob es untergeht.

    Dass dazu Bedürfnisanalyse der Absatzmärkte, Demographie, Analyse der Rohstoffmärkte, Produktentwicklung, wie auch immer, eben alles was mit Produktion und Handel zu tun hat gehört ist ja klar.

    Eine dieser Komponenten ist aber auch das Durchspielen möglicher politischer Szenarien und die Einflussnahme auf politische Entwicklungen, da die Politik die Rahmenbedingungen des wirtschaftlichen Handelns bestimmt.

    In diesem Zusammenhang darf man es nicht müde werden, darauf hinzuweisen, dass, wenn die Rede ist von „Die und die Planungsstäbe (von multinationalen Konzernen etwa, aber auch den Superreichen, wie die, die man heute gerne als ‚die Bilderberger‘ bezeichnet) haben das langfristig vorgeplant“ es eben keine Verschwörungstheorie ist, sondern simple Betriebswirtschaft, wenn auch auf höchster Ebene und most sophisticated.

    Kurzfristige Planung ist natürlich konkrete Planung, langfristige ist strategische Planung.

    Und das Kriegs-Problem, das wir jetzt haben, hat wesentlich mit eklatanten Fehlplanungen dieser Planungsstäbe in den letzten über 20 Jahren zu tun.

    Diese Fehlplanungen haben groteske Ursachen: die erste ist, dass die Apologeten des Kapitalismus Opfer ihrer eigenen Euphorie geworden sind.

    Sie haben an die Unfehlbarkeit ihrer eigenen Wirtschaftsstrategien nach dem Ende der Sozialistischen Planwirtschaft, wie sie von der UdSSR betrieben wurde, tatsächlich selber geglaubt und sich in ihre Allmachtsphantasien verrannt.

    Und das führt zum 2., der systematischen Volksverdummung durch unser Bildungswesen.

    Ich kann jetzt hier nicht von Universitäten reden, ich habe keine Wirtschaftsuniversität besucht, ich kann nur von der Betriebswirtschaft reden, wie sie etwa von der Handwerkskammer betrieben wird.

    Hier gehören die Nachteile der Planwirtschaft und die Vorteile der Marktwirtschaft zum Unterrichtsstoff.

    Ich selbst habe mich viele Jahre mit der sozialistischer Planwirtschaft der UdSSR beschäftigt, autodidaktisch, weil sie im Westen ja nicht gelehrt wurde.

    Wenn man also weiß, wovon die Rede ist und sitzt dann im Unterricht oder sieht sich ein Lehrbuch durch, dann kann man sich nur erstaunt und mit heruntergefallener Kinnlade wundern: es hat nämlich nicht das Geringste mit der Realität zu tun. Man wird mit politischen Parolen abgefüllt, die man auswendig lernen muss. Die Leute glauben dann, sie würden Gott weiß was alles wissen, weil sie in der Klausur, in welcher die Parolen abgefragt werden, gute Noten hatten.

    Nicht viel anders ist es mit Methoden der Betriebsführung, die gelehrt werden. Das im Einzelnen führt zu weit, aber man kann sagen: diesen unhinterfragt zu folgen ist zu 70% die Garantie, sehenden Auges in den Bankrott zu eilen! Denn auch da geht es mehr oder weniger um weltfremde Dogmen oder künstliche, an irgendwelchen Instituten theoretisch erdachte Modelle. Diese werden denn auch, aufgrund ihrer Erfolglosigkeit, immer wieder ausgetauscht und die Updates in Form sogenannter Weiterbildung weitergereicht. Die kann man dann auch wieder ausprobieren, man kann wieder scheitern und man kann kurz vor der Insolvenz die nächste Weiterbildung machen. Da solche Weiterbildungen den Absolventen Geld kosten, ist es eine recht erträgliche Einnahmequelle für die Kammer. Freilich kann der kleine Handwerker mit seinen bescheidenen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen den immer rasanter von Statten gehenden Veränderungen des strukturellen Wirtschaftslebens kaum folgen. Er läuft ihnen quasi immer hinterher und verläuft sich wie in einem Labyrinth, insofern sind all diese Schulungen und Weiterbildungen auch so etwas wie eine Akkuaufladung, deren Vergeblichkeit zu durchschauen das Prinzip Hoffnung ihn behindert.

    Auf der Ebene Planungsstäbe multinationaler Konzerne ist das natürlich professioneller.

    Trotzdem ist das eine Ursache: da man im Westen keine Ahnung von sozialistischer Wirtschaft hat, ist man immer davon ausgegangen, im Osten habe man keine Ahnung von kapitalistischer Wirtschaft.

    Man hat damit gerechnet, nachdem man in der Jelzin-Zeit die russische Wirtschaft gnadenlos vernichtet hatte, würde Russland als Absatzmarkt funktionieren aber nicht mehr selbst handlungsfähig werden. Russland kauft westliche Produkte und bezahlt mit russischen Rohstoffen.

    Das war aber dumm: denn an russischen Wirtschaftsinstituten wurde durchaus eine realistische kapitalistische Wirtschaftslehre vermittelt. Man musste diese nur quasi entpolitisieren. Die eigenen wirtschaftlichen Erfahrungen waren von großem Nutzen und das Studium der politischen Ökonomie ist wertfrei, sobald man den Glaubenssatz von der Überlegenheit des Sozialismus beiseiteschiebt.

    Die ganzen Länder, die vom russischen Bildungswesen ausgebildet wurden, nicht nur wirtschaftlich, auch technisch und sonst wie, sind Länder, die bereit sind, sich einen beträchtlichen Anteil des Weltmarktes zu erobern und die eigene Tragfähigkeit zu organisieren, sofern sie nicht westliche Kolonien wurden.

    Russland selbst konnte sich sehr schnell erholen, weil es sich sehr schnell eine neue Schicht handlungsfähiger Wirtschafter und Techniker heranziehen konnte.

    Alle Planung der Multis beinhaltete, es würde immer so weitergehen wie unter Jelzin.

    Die Langzeitplanung wurde nicht anhand der Realität revidiert, wie es Lehre wäre; denn dazu gibt es die mittelfristige Planung: die in ihr vorgesehenen Betriebsziele mit den betriebswirtschaftlichen Ergebnissen zu vergleichen und die langfristige Planung daran auszurichten.

    Was mit dem „arabischen Frühling“ begonnen hatte, war der Versuch der gewaltsamen Angleichung der Realität an die langfristige Planung aus den 90ger Jahren.

    Das kann nicht gut gehen.

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  • irib: Ägyptischer Außenminister: Kein Schiff hat das Recht den Suez-Kanal für einen Angriff auf Syrien zu durchqueren

    "Kairo (Fars News) – Der aegyptische Außenminister hat die Anweisung erteilt, dass kein Kriegsschiff der USA, Englands oder anderer Länder, den Suez-Kanal durchqueren darf.

    Wie es in einem Bericht von Fars News heisst, hat Abdel Fattah al-Sisi betont, dass Schiffen, die sich an einem Angriff auf Syrien beteiligen wollen, keine Durchfahrterlaubnis fuer den Suez-Kanal erteilt werde. Wie es bei Reuters heißt, hat al-Sisi gesagt, dass dieser Beschluss aufgrund des gemeinsamen Verteidigungsabkommens zwischen Ägypten und Syrien erfolge und demzufolge das Vorgehen der USA und Englands im Falle eines Angriffs auf Syrien erschwert werde."

    So einfach sind die Dinge, kaum hat man den Moslembrüdern den Hintern versohlt und die Ämter in die Hände der Profis zurück gegeben.

     

    Ferner muss man dem Bundestag empfehlen, sich ein Beispiel am Parlament der Republik Östereich zu nehmen.

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  • Die Rückkehr der Grauen Herrscher

    Wenn ich hier immer wieder darauf herumreite, dass John Kerry einem satanistischen Verein angehört, dann weil es sehr viel darüber aussagt, wes Geistes Kind der Mann ist.

    Und mit Satanisten meine ich nicht 50jährige Pubertätsbuben, die auf Iron Maiden Konzerte gehen und übermäßig Bier trinken: die sind in der Regel harmlos. Ebenso kann der Gothik Szene in der Regel bescheinigt werden, dass sie Fans bestimmter Bands und Filme sind, ihre Fanzines produzieren, auf Märkten und in Kneipen ein Szeneleben führen, das im Grunde ihre Privatsache ist. Unter ihnen gibt es nicht wenige, die mit „Uhhh, ich bin sooo böse“ und Symbolen kokettieren, aber viel mehr ist es nicht. Außenstehende gefährdende Auswüchse dieser Szene sind mir eigentlich nicht bekannt.

    Etwas anderes ist es, wenn es sich um einen Exklusiv-Verein einer herrschenden Elite handelt.

    Magische Rituale mögen vor allem dazu dienen, die beteiligten Personen miteinander zu verschweißen, wie etwa der Gottesdienst der Kirchen ein magisches Ritual vollzieht, die Eucharistie, um die Gemeinschaft im Glauben zu erzeugen.

    Das macht sie aber nicht minder wichtig.

    Mir, wie vielen anderen, ist die Bedeutung von“ Skull & Bones“ erstmals deutlich geworden im Wahlkampf zwischen George W. Bush und John Kerry, die beide dieser Bruderschaft angehören.

    Damals wurde klar, dass ein und dasselbe Netzwerk sich die Verfügbarkeit über das Weiße Haus sichert, nur auf beide Parteien der USA verteilt.

    Egal, welche Partei gewinnt, gewinnen tut ausschließlich das Netzwerk, das über die Yale-Universität geknüpft wird. Und der Sinn dieses Netzwerkes ist es, einem bestimmten Teil der Eliten die Herrschaft zu sichern und den Besitz zu mehren.

    Von Kerry und Bush kann gesagt werden, dass sie dieses Netzwerk in Fleisch und Blut repräsentieren.

    Obama, das ist heute allen bekannt, repräsentiert kein Netzwerk; er ist nur ein Schauspieler, der von einem anderen, möglicherweise intellektuelleren, der Öffentlichkeit als Gesicht präsentiert wird, der Will I.am oder Will Smith im Weißen Haus.

    Das bedeutet nicht, dass sie unterschiedliche Ziele verfolgen.

    Sie verwenden unterschiedliche Mittel und fahren unterschiedliche Strategien.

    Nebenbei findet ein Kampf der Netzwerke gegeneinander statt, was die Verteilung der Anteile am großen Kuchen betrifft. Das wirkt für uns im ersten Moment sekundär, weil wir eh nichts davon abbekommen, für uns ist es wichtig, dass diese Netzwerke die Sicherung des gesamten Kuchens betreiben und darin vollständig einhellig sind; aber schon der 2. Blick verdeutlicht, dass wir uns dennoch damit befassen sollten.

    Die radikale, auf militärische Konfrontation setzende Strategie der „Skull & Bones“ hatte ihr Limit erreicht.

    Erstens sorgte sie für zu viel Unruhe in der Welt, sie spaltete das Volk im Hinterland, und sie wurde zu teuer. Wobei das mit dem „teuer“ relativ ist, denn was der Staat an Steuergeldern für Militär ausgibt nehmen die Mitglieder des Netzwerkes an Umsätzen ein.

    Die Aufgabe der Präsidentschaft Obamas war es, die Wogen zu glätten und eine Art „U-Boot-Krieg“ einzuleiten.

    Dieser U-Boot-Krieg startete am 4. Juni des Jahres 2009 mit Obamas Grundsatzrede an die islamische Welt von der Universität in Kairo aus.

     

    Grande Opera!

    Der Großteil der Rede zielt darauf ab, offen und verdeckt, das iranische Volk aufzurufen, sich bei den kurz darauf erfolgenden Wahlen gegen Ahmadinedschad zu entscheiden.

    Der Ort Kairo war ebenso unzufällig gewählt wie der Schauspieler.

    Obama, der erste afroamerikanische Präsident Amerikas, keine zufällige Kandidatur.

    Kairo, die Mutter aller afrikanischen Städte.

    Und, was heute stets unterschlagen wird, auch von der Prominenz alternativer Medien: Ägypten galt damals als das einzige demokratische Land in der arabischen Welt!

    Husni Mubarak war ein gewählter Präsident! Ich selbst war zur Wahlzeit 2005 im Kairo, als er sich gegen mehrere Gegenkandidaten, wie zu erwarten gewesen ist, durchgesetzt hatte.

    Mubarak war der damals respektierteste Politiker eines arabischen Landes, er war Vorsitzender der arabischen Liga und Mediator zwischen den „Radikalen“ wie Gaddafi und dem wahabitischen Pulk um König Abdallah, als auch ist er Vorsitzender der Bewegung der Blockfreien gewesen. Seine Partei „Hizb al Dimuqratiyah al Wataniyah“ war Sektion der „Sozialistischen Internationale SI“, der die SPD ebenso angehört wie die französischen „Sozialisten“ von Hollande.

    Man kann davon ausgehen, dass dies ebenfalls als Signal an den Iran einbezogen war.

    Diese Rede kann als Auftakt eines Feldzuges zur Eroberung des Nahen/Mittleren Osten und Nordafrikas mittels Color/Flower-Revolutions und Medienkriegsführung und unter Ausnutzung der Möglichkeiten, die durch sogenannte „Soziale Netzwerke“ entstanden sind, begriffen werden.

    Was als Reichen der Hand zum Frieden nach dem Hau-Druff Buschs, als das Zuckerbrot nach der Peitsche, inszeniert worden ist, war in Wirklichkeit das Startsignal zu einem umfassenden Überfall mit neuen Mitteln!

    Der größte Vorteil an dieser Strategie war, dass sie auch die modernistischen, jugendlichen und antiautoritär eingestellten Kräfte für die Ziele der US-Elite mit einspannen konnte.

    Ihre wichtigsten Elemente speisen sich aus den Erfahrungen und Mitteln, wie sie von den linken Studentenbewegungen und ihres Anhanges seit der sogenannten 68ger Revolte gesammelt wurden.

    Diese sind ja nunmehr entweder abgesumpft oder etabliert. Viele des modernen Establishments in den USA gingen aus dieser Bewegung hervor, die Bewegung der NGOs entstammt diesen Teils der westlichen Gesellschaft.

    So nimmt es kaum Wunder, dass genau diese NGOs eine aktive Rolle in diesem imperialen Vorstoß einnehmen; und ebenso wenig braucht man erstaunt sein, dass Internet-Popstars wie der politisch ambitionierte Moderator Ken Jebsen immer noch Brandreden für die Moslem-Bruderschaft halten und die Tatsache, dass es diesen in ihrer kurzen Herrschaftszeit nicht gelungen ist, die bürgerliche Schicht Ägyptens massenweise zu vernichten, sei es ökonomisch oder sogar physisch, als fehlende "Entnazifizierung" proklamiert – aber ich greife vor!

    Die erste praktische Eskalation erlebte diese Strategie in dem Versuch, die Wahlergebnisse im Iran weg zu putschen und den Kandidaten des Westens einzusetzen mittels der sogenannten "Grünen Revolution". Und es war das Experimentierfeld, wie Internet als Waffe im Dienste des Imperiums genutzt werden kann.

    Und es zeigte die Schwäche der Strategie auf: den iranischen Sicherheitskräften gelang es, das Land zu verteidigen.

    Der nächste Schlag kam tatsächlich derart überraschend, dass er die allergemeinste Diabolik offenbart und die Kontinuität des Satanismus in der amerikanischen Herrschaftselite: der Sturz Ben Alis als Kollateralschaden und der Sturz Mubaraks.

    Alle kennen den Plan zum Sturz der Regierungen, mit welchen die USA im Konflikt steht seit Wesley Clarke ihn im Fernsehen aussprach; aber der Weg ging anders: erst stürzt man nämlich die befreundeten Regierungen!

    Um Libyen, Syrien etc. zu unterwerfen musste Mubarak aus dem Weg geräumt und das ägyptische Bürgertum geschwächt werden. Dafür konnte man nicht plötzlich Konflikte mit Ägypten vom Zaun brechen, Mubarak hätte gegengehalten und würde gestärkt worden sein.

    Nein, einen angesehenen Präsidenten stürzt man, indem man ihn diskreditiert!

    Und am besten diskreditiert man ihm durch einen "Volksaufstand", der ihm die Autorität entzieht. ein Land, das ökonomisch so vom Ausland abhängig ist, wie Ägypten, ist hierfür ein nicht allzu schweres Opfer. Es verfügt über genug interne Widersprüche, um einen solchen Aufstand herbeizuführen. Man braucht nur die Macht der Hoffnung zu nutzen wissen.

    Hast du Probleme – Schuld hat der Präsident!

    Für alles Weitere hatte die CIA sich immer die Moslembrüder als eiserne Reserve gehalten.

    In Mubaraks Ägypten war die Bruderschaftaft als Organisation verboten, als, so blöd das im Facebook-Zeitalter klingt, soziales Netzwerk waren sie erlaubt.

    Somit war es für sie nicht schwer, das Chaos zu nutzen, ein über Generationen gepflegtes Ziel, die Macht im Lande zu übernehmen um es in ein Kalifat ihrer Vorstellung umwandeln zu können, zu verwirklichen.

    Die CIA im Hintergrund trug ihres bei.

    Eine Herrschaft der Moslembrüder ist oberflächlich gesehen ein größeres Risiko für die USA als ein arabischer Großbürger mit sozialdemokratischen Idealen wie Mubarak. Aber sie hat auch einen entscheidenden Vorteil: sie spaltet die Nation; sie hetzt Ägypter gegen Ägypter auf! Unterdrückt sind die Moslembrüder Wölfe im Schafspelz, die den Schafspelz nicht ablegen können. An der Macht zeigen sie ihr wahres Gesicht.

    Die Probleme wurden, wie absehbar, größer und mehr und nicht kleiner und weniger.

    In den letzten Wochen konnten wir erleben, dass auch hier eine Fehlkalkulation stattfand. Ich denke nicht, dass die Strategen der Macht um Obama damit gerechnet hatten, dass es Bürgertum und Militär so rasch gelingen würde, die Moslembrüder zu zerschlagen und wieder Herr der Lage zu werden. Sehr dazu beigetragen hat natürlich, dass die ägyptische Arbeiterschaft dem Bürgertum und dem Militär gegenüber loyal blieb.

    Natürlich wird Ägypten in der nächsten Zeit mit terroristischer Gewalt konfrontiert sein. Aber die in Jahrzehnten gebauten Strukturen der ägyptischen Gesellschaft erwiesen sich als unheimlich resistent.

    Libyen, das muss ich nicht mehr ausführen, auch Libyen war ein Fehlschlag: man dachte, ohne Mubarak macht Gaddafi es keine 3 Tage mehr, das Gegenteil war der Fall, und es wurde zum Todesstoß gegen den Mythos Obama.

    The rising star of peace and justice entblösste sich als George W. Obomba.

    Obama und seine 68ger an der Macht haben gegen Putin verloren.

    Der Iran hat es sicher durch die 2. Legislaturperiode Achmadinedschads geschafft und der vom Westen favorisierte Präsidentschaftskandidat erweist sich keineswegs als manipulierbare Puppe.

    Der Söldnerkrieg gegen Syrien hat Assad und seine Leute stärker gemacht als je zuvor. Denn galt dieser vor dem Krieg noch als das Hascherl unter den Präsidenten, als der Bub der den Thron geerbt hat, so gilt er heute vielfach jenseits der NATO als standfester Verteidiger der Interessen seines Landes.

    Und so ist es leicht zu verstehen, warum Obama auf einmal von der Bildfläche verschwindet, wo wir doch täglich Pressebriefings mit ihm sehen sollten.

    Und der "Satansschüler" John Kerry das Gesicht Amerikas wurde. "Skulls & Bones" hat ihn weggeputscht!

    Wir hören "der Präsident wird…", "sobald der Präsident entschieden hat…" etc.

    Obamas Strategie der weichen Hand war erfolglos.

    Was geschieht im Weißen Haus?

    Obama hat ein letztes Mittel: Kerry kann nicht zuschlagen ohne sein OK, das verlangt das Gesetz.

    Die Militärführung hat mehr als einmal deutlich gemacht, auf einen Krieg gegen Syrien nicht scharf zu sein.

    "US-Außenminister John Kerry sagte, nach Ansicht Obamas müssten die zur Verantwortung gezogen werden, die "die abscheulichsten Waffen der Welt gegen die verletzlichsten Menschen der Welt" einsetzten." lesen wir bei Reuters.

    Seit wann kann Obama nicht mehr selber reden?

    UK und Frankreich haben sich schon als gesetzlose Hunde geoutet, eine Linie, die auch Kerry kennzeichnet.

    Die Medien versuchen derweil eine psychologische Lage zu erzeugen, die es dem ersten Afroamerikaner, der versucht hatte Präsident zu sein, nahezu unmöglich macht, diesen Angriff nicht zu befehlen.

     

     

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  • Wer Zeitungen kauft und GEZ bezahlt sponsort Völkermord!

    Ich brauche hierüber keine großen Worte verlieren, es weiß jeder, der über einfachen, gesunden Menschenverstand verfügt:

    Natürlich hat die syrische Armee KEIN Giftgas eingesetzt, sie kämpft siegreich. Die syrische Regierung ist keinesfalls dumm oder irre, in Gegenteil, sie besteht zu einem guten Teil aus sehr vernünftigen Personen und auch der Augenarzt Dr. Bashar al Assad ist dafür immer bekannt gewesen ein sehr vernünftiger Mann zu sein. Vernünftige Leute geben Feinden, die ihnen nach dem Leben trachten, nicht den Vorwand, sie zu töten.

    In Washington gibt es derzeit nur noch 2 gewichtige Faktoren, die zwischen einem Angriff der USA und Syrien liegen: der eine ist der Stabschef General Martin Dempsey, der mit einer militärisch-technokratischen Argumentation auf politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen versucht. Die Chain of Command verlangt von ihm, den Angriff auszuführen, wenn er denn befohlen wird, aber man kann bei so einem ruhig annehmen, dass er, wenn ihm höchstwahrscheinlich syrische Leben egal sind, es die „seiner Jungs“ nicht sind, und er seinen gesamten Einfluss nutzen wird, zu verhindern, dass US-amerikanische Soldaten sinnlos verheizt werden.

    Dieser Angriffsbefehl muss zwingend vom Präsidenten gegeben werden.

    Und an dieser Stelle muss ich auf die Teile der alternativen Medien kritisieren, die immer sagen, Obama wolle den Krieg ja und tue nur so zögerlich: eine solche Kritik ist nicht hilfreich!

    Warum es so ist, ist mir egal: Tatsache ist, dass Obama sich derzeit noch standhaft weigert, den Angriffsbefehl zu erteilen und das zählt!

    Die gesamte Washingtoner Nomenklatura drängt ihn, UK und Frankreich drängen ihn.

    Der blutdurstige Abschaum von der westliche Presse diesseits und jenseits des Atlantik drängt ihn.

    Man muss Obama nicht mögen, um zu begreifen, dass die Aufgabe von Kriegsgegnern jetzt in dieser Situation darin besteht, Obama in der Sache zu unterstützen.

    Er ist nämlich der einzige, und zwar der allereinzige im bekannten Universum, der das noch verhindern kann!

    Keine Demos mit 200 Hanseln in Berlin, keine Flugis und Artikel im Internet: der Oberbefehlshaber der US-amerikanischen Streitkräfte einzig und alleine hat hier und heute die Macht dazu!

    Die Bundesregierung sowie die SPD haben das begriffen und unterstützen seine Position, was ich begrüße!( weil es auch hier egal ist, ob aus Wahlkampftaktik oder warum auch immer, wichtig ist, dass sie Obama hier stützen.)

    Sagen, dass wir diesen Krieg ablehnen und diejenigen, die Macht haben, darin unterstützen, sich gegen ihn zu stellen, ist das, was jetzt zu tun ist. Mehr können wir im Moment nicht tun!

    Langfristig allerdings gehört es zum Job, dafür zu sorgen, dass die „Systemmedien“, „Mainstream Medien“ wie immer man sie nennen will, bankrott machen.

    Dieses Pack aus heuchlerischen Blutsäufern darf kein Geld mehr verdienen!

    Kein Geld mehr bekommen ist die einzige Sprache, die sie verstehen!

    Alleine schon Krokodilstränen über diesen Giftgasangriff zu vergießen, wo es so offensichtlich ist, dass er ein inszenierter Vorwand ist, um einen Angriffskrieg formal zu legitimieren, grenzt diese Menschen aus der Spezies Mensch aus.

    Machen die UN-Inspektoren ihren Job ehrlich, was keineswegs sicher ist, dann wird sich materiell herausstellen, dass die Terroristen für den Anschlag verantwortlich sind.

    Was werden die humanitär empörten Blutsäufer dann sagen?

    – -„Ja, wenn es die Rebellen waren, dann ist ein Giftgasanschlag ja eine revolutionäre Tat! Die Opfer? Pah, wo gehobelt wird, da fallen Späne!“ – –

    DIE OPFER DES KRIEGES SIND AUCH DIE OPFER DER PRESSE!!!!!!!!!!!!!!

    TUT DENEN EINE LETZTE EHRE: BEZAHLT KEINE PRESSE MEHR!

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  • Die Wiederherstellung der Ordnung in Ägypten löst unter Washingtons Nomenklatura Panik aus

     

    Die unheilige Allianz aus Moslembrüdern, westlicher Presse, Washington und linksintellektuellen Revolutionsromantikern hatte so gehofft: ein Freitag der Märtyrer als Antwort auf die Haftentlassung Husni Mubaraks!

    Da werden wieder die Knochen krachen, das Blut spritzen und Panzer rollen, dass es eine Freude ist, davon zu berichten!

    Nun, einen Toten hat man der Presse freundlicherweise gegönnt. So sind sie halt die Ägypter: man schlägt einen angetragenen Gefallen nie zur Gänze aus, das wäre unhöflich.

    Aber das, was geschehen ist, hat unsere Berichterstatter so baff werden lassen, dass sie nahezu verstummten.

    Der Spiegel kriegte sich als erster wieder ein und erklärt die Ruhe im Land mit: Angst schleicht durch die Straßen.

    Was war denn geschehen: eine Studentengruppe, die sich einfallsreicherweise nach einem Datum benennt zog ihren Demoaufruf unter fadenscheinigem Vorwand zurück.

    Von dem hätte ohnehin keiner etwas bemerkt, wenn er von westlicher Presse nicht so gehyped worden wäre.

    Landesweit formierten sich nach den Freitagsgeben etwa 2000 Moslembrüder zu Märschen. Die wurden in Artikeln zu mehreren tausend aufgebläht – keine Lüge, denn 2 sind mehrere 1sen, nämlich 2 davon.

    In Kairo waren es knapp einmal um die 100 Brüder, die blieben von den Sicherheitskräften völlig unbehelligt, als sie jedoch durch Shoubra (شبرا‎)marschieren wollten, wurden sie von den Einwohnern nach Strich und Faden zu Brei geschlagen.

    Damit dürfte ihnen nun endgültig klar geworden sein, dass sie lieber die nächste Zeit die Fresse halten.

    Sogar die ehemalige Spokeswoman der Moslembrüder für englischsprachiges Publikum, weil schließlich weiß man ja, dass man besser Frauen vorschickt, will man sich die Gunst westlichen Publikums erhalten, das werden ihnen die amerikanischen Kommunikationswissenschaftler, welche die PR des Vereins managen, schon eingetrichtert haben, die ausgerechnet von RT ihre Bühne bekommt, nennt sich jetzt lieber „political analyst“. Und freilich mildert es das Flair der ideologisch verordneten Frauenschänderei etwas ab, wenn irgendeines Moslembruders Töchterlein den Kakao, durch den sie gezogen wird auch noch im alternativen Medium trinkt.

    Ja, die lieben Frauen und der Freitagnachmittag des 23. August 2013. In den modernen Stadtvierteln wie Heliopolis ist die Jeanshose heute für sie nicht mehr haram.

    In den Arbeitervierteln treffen sich wie eh und je die Männer in den Straßencafés, rauchen Shisha und quatschen irgendetwas und die Ladies besuchen sich gegenseitig in ihren Wohnungen.

    Für die Schlägerei in Shoubra interessiert sich kaum wer. In einer Stadt mit, einschließlich Dunkelziffer und Palästinenserlager am Stadtrand, um die 18 Millionen Einwohnern ist eine kurze Randale irgendwo kein großes Ereignis.

    Unsere Weltrevolutionäre dürften erstaunt sein, wie unbeliebt vom Ausland über Unis implementierte Revolutionen beim gemeinen Volk sind.

    Man kann, wie unsere Presse, die Entlassung Mubaraks als Zeichen werten, wie es die attraktive junge Britin Bel Trew auf RT tut gleich Springers Blättern, dass das Rad der Zeit, wie man die Revolution gemeinhin in akademisch angehauchten Kreisen sich vorstellt, zurückgedreht wird. Man kann es aber auch, und sorry, Leute, die ihr so gerne von Revolution in fernen Ländern träumt, als die simple Wiederherstellung  des Normalzustandes interpretieren, was die meisten Leute in Kairo tun.

    Zu diesem Normalzustand hatte Jahrzehnte lang eben auch Mubarak gehört. Er war nicht der beste Präsident, er war nicht der schlechteste Präsident, er war halt einfach Präsident, weil immer irgendeiner Präsident ist.

    Kein Nasser. Der war ein Idol, ein Popstar, ein Held, der dem alten Volk der Ägypter das Selbstbewusstsein zurückgegeben hat, das sie sich in ihrer immensen Geschichte verdient hatten.

    Mursi war ein Hochstapler und Usurpator. Ein Niemand. Und dazu ein gefährlicher Fanatiker, der sich in die Belange der Einzelnen einmischt.

    Mubarak stand bis zu jenen verhängnisvollen Tagen am Tahrir einfach nur für leben und leben lassen. Nichts Spektakuläres und auch nicht das schlechteste.

    Und es ist genau diese Ruhe. Diese Gemütlichkeit des Freitagabend, die man in Kairo so wertschätzt, was in Washington Red Alert auslöst!

    DIE BEVÖLKERUNG ÄGYPTENS BESTREIKT DIE REVOLUTION!

    Ein paar Studenten meckern noch, wenn ein ausländisches Fernsehteam sie interviewt; das gehört zum guten Ton.

    Aber eigentlich freuen auch die sich schon darauf, zu ihren Vorlesungen und Büchern zurück zu kehren. Möglicherweise wird ja das Nilprojekt, das „Mubaraks“ Ingenieure in Verarbeitung der Erfahrung des „Great Man Made Rivers“ in Libyen seit Jahren entwickeln, nun wieder aufgenommen. Dann gibt’s auch wieder eine Menge guter neuer Jobs in Ägypten, für sie und für die Arbeiter, denn daran herrschte ja nun wirklich Mangel.

    Gibt es keine Revolution mehr, dann gibt es auch für Washington, Paris und London keine kraft ihrer Menschnrechtshyperentwickeltheit moralische Verpflichtung mehr, die zu Stobe geworfene Menschheit vor gar finsteren Tyrannen zu retten!

    Und exakt aus diesem Grunde legt man jetzt den einzigen Trumpf auf den Tisch, der übrigblieb und den man sich vorsorglich unter der Bezeichnung „Rote Linie“ geschaffen hatte: Giftgas in Syrien!

     

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  • Die Old World Order zeigt Zähne

    Dem neoliberalem Spuck, der als Greater Middle East im Rahmen des Project for a New American Century die halbe Mittelmeerküste in Brand gesetzt hat, und der gerne von einigen als „arabischer Frühling“ und „Revolution“ tituliert wird,  geht langsam die Puste aus.

    In jedem gesellschaftlichen System gibt es Gewinner und Verlierer.

    Viele Faktoren entscheiden drüber, wer hochkommt, wer unten bleibt oder wer fällt, Gerechtigkeit ist keiner davon.

    Und je höher die Karriereleitern gehen, desto dünner sind die Posten gesät, desto härter werden die Bandagen und fieser die Intrigen.

    Mit fast mathematischer Notwendigkeit setzen Volksaufstände Unzufriedenheiten frei, treiben Hoffnungen, diese aus dem Weg räumen zu können. Ägypten ist ein Land, in dem sehr viele Menschen leben, aber das wirtschaftlich kaum etwas hergibt.

    So war es vor knapp über 2 Jahren für von diversen NGOs mit Mitteln ausgestattete, an erfahrenen Instituten ausgebildete Studenten nicht überfordernd, einen Machtkampf auf Ägyptens Straßen zu inszenieren.

    Das Land ist arm, seine natürlichen Ressourcen reichen nicht aus, um die riesige Bevölkerung zu ernähren. Die Regierung war seit Jahrzehnten im Amt und die Hierarchie hatte schon quasi feudalen Charakter.

    Der Westen hatte die Ägypter zu einem Machtkampf angestiftet, der zum guten Teil auf der Straße ausgetragen wurde. Dann wurde das Etikett Revolution draufgeklebt. Eine übereilte Wahl wurde abgehalten und noch übereilter wurde die Verfassung ausgetauscht. Fertig.

    Der Erfolg einer Revolution hängt entscheidend davon ab, welche Verbesserungen sie in das Leben der Menschen bringt. Eine Revolution, die alles verschlechtert und ansonsten verspricht, wenn die Männer nur fleißig beten, die Frauen einsperren und alle paar Jahre Wahlzettel in eine Urne werfen wird irgendwann auch irgendetwas wieder besser braucht keiner.

    Die Moslembrüder, ökonomisch neoliberal, ideologisch rechtsradikal, waren die einzigen Gewinner. Sie haben ihr seit Jahrzehnten verfolgtes Ziel erreicht und regierten.

    So nimmt es nicht Wunder, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung schadenfroh zusieht, wie das Militär die Gewinner der „Revolution“ plattmacht, eine Demonstration gegen die Freilassung Mubaraks gerade einmal, nach Durchsicht aller mir zugänglichen Quellen, 100 Moslembrüder auf die Straße bringt.

    Auch in Tunesien setzt sich dieser Gedanke offensichtlich langsam durch. Volkswiderstand gegen die „Revolutionäre“ mit neoliberaler Wirtschaft unter brutalster religiöser Restriktivität zeigte sich deutlich bereits in einer Aktionsform, demonstrativ im Monat Ramadan öffentlich tagsüber zu essen oder Zigaretten zu rauchen bis hin zum Köpfen eines Biers am Strand. Das ist nicht so pressewirksam wie zerplatzte Köpfe auf dem Straßenpflaster, aber eine entschlossene Ansage an die neuen Herren. Dass populäre Nasseristen die Todeslisten der frei und demokratisch gewählten Moslembrüder anführen fügt sich nahtlos.

    Nicht hoch genug eingeschätzt werden kann die Signalwirkung der ägyptischen Ereignisse nach Syrien.

    Und so ist es nicht von ungefähr, dass ausgerechnet jetzt dort Kinder mit Giftgas verseucht werden.

    So blöd, zu glauben, die syrische Armee würde den Inspektoren der UN einen Giftgasangriff im Raum Damaskus als Begrüßungsgeschenk kredenzen, damit die auch ordentlich Arbeit haben, kann ja nun wirklich keiner sein.

    Besonders da die syrische Armee sehr erfolgreich aufräumt.

    Es gibt hier nur zwei Parteien, die einen Giftgasangriff benötigen: Erdogan und die Hardliner in Washington, die sich sein Monaten bemühen, Obama einen Angriffsbefehl abzuringen.

    Die unvermeidliche Baroness Ashton fordert nun freien Zugang für UN-Inspektoren im ganzen Land.

    Das hat sich schon im Irak als Mittel bewährt, sämtliche militärischen Anlagen des Landes auszuspionieren um einen möglichst verlustarmen Angriffskrieg führen zu können.

    Zu diesen oben erwähnten Hardlinern gehören auch die beiden Senatoren McCain und Graham, die nicht ganz unzufällig vor dem Crack-down der Moslembrüder auf der Straße in Kairo die Wiedereinsetzung Mursi’s als Präsident einfordern wollten und denen man dort kurzerhand die Türe vor der Nase zugeschlagen hat.

    McCain, der ein Treffen mit libyschen Dschihadisten öffentlich zu einem der inspirierendsten Ereignissen seines Lebens erklärte.

    Weitere rätselhafte Ereignisse machten kürzlich die Runde. Ein bedeutenderes davon dürfte das plötzliche Auftauchen des sagenumwobenen Prinz Bandar in Moskau sein, nachdem dieser monatelang die Welt hatte glauben lassen, er sei tot. Und wie es für zwei Veteranen des klandestinen Gewerbes üblich ist, erfuhr die Welt nichts darüber, was der Prinz und der Präsident Russlands miteinander sprachen. Ein blödsinniges Gerücht, Bandar habe Syrien gegen Waffendeals eintauschen wollen konnte zerstreut werden kaum dass es gestreut wurde. Wie oft Prinz Bandar‘s Geist im Kreml spukte ohne dass man es der Presse mitgeteilt hätte, darüber kann man natürlich auch spekulieren. Ein einstündiges Gespräch mit anschließendem Dinner reicht auf solchen Gipfeln der Macht jedenfalls nicht, um Entscheidungen von Tragweite zu treffen.

    Was dem aufmerksamen Beobachter nicht entgehen dürfte: ausgerechnet Saudi Arabien ist es nun, welches den Ägyptern die notwendigen Geldmittel zur Verfügung stellt, welche der EU und den USA  die Erpressungsmöglichkeiten unter den Füßen wegziehen. Man kann die neuen Moves auch als Anzeichen werten, dass Saudi Arabien aus dem Syrienspiel aussteigt, ehe es zu spät ist. In den VAE haben die Moslembrüder gerade einen verheerenden Strafprozess hinter sich. Unterm Strich bleibt in der Region dann nur mehr einer übrig, der den schwarzen Peter im Blatt hat, wenn die Ordnung wieder hergestellt ist – der Moslembruder Erdogan.

     Sie sind gelehrige Schüler Washingtons, die saudischen 7000.

    Im Gegensatz zu Naivlingen wie Mubarak, Gaddafi oder Assad kommt in deren Wörterbuch das Wort „Loyalität“ nicht vor. Dafür die Kombination „Eigener Vorteil“ gleich 5x.

    In diesem Zusammenhang sollte man hellhörig werden, wenn man auf dem Daily Press Briefing des Secretary General der UN, der natürlich grave concerns hat, was Chemiewaffeneinsatz in Syrien betrifft als auch das Entfernen der Moslembrüder von der Macht, ganz nebenbei erfährt, dass ausgerechnet Jeffrey Feltman im offiziellen Auftrag dieses Südkoreaners nach Kairo geflogen ist. Jeffrey Feltman und Bandar bin Sultan galten als die Chefstrategen hinter dem Aufstand gegen Assad und sollen in monatelanger Vorarbeit diesen initiiert haben. Ich erinnere daran, dass ein von diesen beiden entwickeltes Strategiepapier in der internationalen Presse aufgetaucht war, das so hanebüchen war, dass man es aus damaliger Sicht für eine Fälschung hielt, bis die Beobachtung der Realität damit überraschte, dass es Schritt für Schritt umgesetzt wird.

    Diese Realität hatte einige Überraschungen zu bieten, die für gewöhnlich nicht in das Arsenal von Revolutionären gehören. Ich erinnere nur mal wieder an die millionenteure Hollywood-Inszenierung des Sturmes auf Tripolis in der Filmstadt Doha. Cecil B. DeMille hätte seine Freude gehabt, wie da sein Film „The Greatest Show on Earth“ übertrumpft wurde.

    Nicht alleine die gestürzten Machthaber sind die Verlierer einer Revolution, auch diejenigen, welche das Wenige verlieren, was sie sich vor der Revolution erarbeitet hatten.

    Und das haben in Libyen alle verloren bis auf die paar wenigen Gewinner, wie etwa der berüchtigte Abdel Akim Belhaj, der seine Karriere als Drogenbaron von Benghazi angefangen hatte und nachdem er aufgeflogen war über Afghanistan zu einem wahrhaft führenden Terroristen der internationalen Szene avancierte.

    Die Entfernung Mubaraks von der Macht war zwingende Voraussetzung, den NATO-Krieg gegen Libyen und Syrien führen zu können.

    Denn so sehr er Freund und Helfer des Westens war und Protektor Israels, der Mann hatte das, was man heute gerne eine „Rote Linie“ nennt: den Einsatz der ägyptischen Armee als Hilfstruppen der NATO kam für ihn nie in Frage.

    Libyen und Syrien aus der arabischen Liga werfen wäre mit einem Ägypten unter Mubarak unmöglich gewesen und das Experiment, Libyen und Syrien anzugreifen, solange Mubarak an der Macht ist, hätten USA, Frankreich und UK nicht wagen brauchen.

    Es kann ein Zufall sein, da Feltman mittlerweile nicht mehr für das State Department sondern tatsächlich für den Südkoreaner arbeitet, aber man liegt bestimmt auch nicht falsch, den Südkoreaner als Handpuppe des State Departments zu begreifen. Ist in der UN-Bürokratie Ban Feltman übergeordnet, bedeutet das noch lange nicht, dass er auch das Sagen hat. Dass diese beiden Genies der tödlichen Intrige  im Weltmaßstab, Feltman und der Prinz, im Umgang mit Kairo zweifellos  gegensätzliche Lager repräsentieren und genau beide in Sachen Kairo aktiv sind, sollte man jedenfalls auf seine Beobachtungsliste setzen.

    Saudi Arabien wie wir es heute kennen ist ein Land ohne Zukunft. Gehen wir davon aus, dass die saudischen Prinzen das wissen und Pläne schmieden. Und dass diese Pläne nicht von einer Zuverlässigkeit Washingtons abhängig gemacht werden, das kann man denen zutrauen.

    Wenn Washington sogar einem Mubarak das Messer in den Rücken stößt, dann erkennt ein saudischer Prinz seine Lage.

    Einen Giftgasanschlag verursachen um Handhabe zu militärischem Handeln zu bekommen – das ist Schwäche und Kontrollverlust.

    Es ist Zynismus der menschenverachtendsten Sorte.

    Es ist der Anfang vom Ende eines imperialen Größenwahns.

     

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  • Der Sultan ist schon so geschrumpft, dass er nur noch an die unterste Schublade rankommt

    Die Geschichte ist schnell erzählt:

    der Moslembruder Sultan Erdogan ist so tief gesunken, dass ihm nichts besseres einfällt, als zu versuchen die Leute gegen Ägypten aufzubringen, indem er Israel ins Spiel bringt.

    Also der, der mit Israel gegen Syrien und Libyen plottet/geplottet hat…

    Denn, so interpretiere ich das, jetzt wird’s richtig lustig: da hat sich der Erdogan schon so gefreut, dass er die alte Garde der kemalistischen Militärs im Knast versenkt hat und so die Konkurrenz ausgeschaltet – da wandern in Ägypten scharenweise die Spitzen der Moslembrüder in den Knast und Mubarak kommt frei! Böses Omen…

    Der Husni hinwiederum wird auf seine best buddies in Washington, denen er ja nun wirklich fast jeden Wunsch von den Lippen abgelesen hatte, leicht angefressen reagieren.

    Immerhin haben die ihn ja in den Knast gesteckt, sein Land angezündet, seinen Freund und Nachbarn Gaddafi ermordet und seine Kohle gemopst. So etwas empfindet man gemeinhin als undankbar. Ein Berufungsprozess wegen seiner Rolle gegen die Otpor-Revolution könnte so manches geheimdienstliches Material an die Öffentlichkeit bringen.

    El Baradei, der 2x hintereinander vergeblich versucht hatte, seinen Schreibtisch zu kapern, verkroch sich vorsorglich ins schöne Wien (wünschen wir ihm, echtes Wiener Schnitzel vom Kalb nicht mit Schnitzel wiener Art vom Schwein zu velwechsern).

    Die US-Kolonie EU kündigt inzwischen an, Ägypten keine Waffen mehr zu liefern.

    Ich denke, man wird in Russland schon mal die Taschenrechner aus der Schreibtischschublade hervorholen dürfen.

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