3. Versuch der EU, in der Ukraine einen Faschistenputsch durchzuführen gescheitert

Tiahnybok hatte in einer Rede heute Vormittag um 10,00h rum großmäulig angekündigt, eine Gegenregierung auszurufen und eine neue Verfassung.

Das mag den etwas sensationslüsternen, aber den Ernst der Lage nicht erfassenden Jungen von RT veranlasst zu haben, zu berichten, Gerüchte seien im Umlauf, die Polizei wolle um 16,00h räumen.

Ich würde davon ausgehen, dass diese Aktion nicht zugelassen worden wäre, soweit kann sich die ukrainische Regierung kaum demütigen lassen.

Tatsächlich geschah aber gar nichts.

Über den üblichen Stuff am Platz und die Randalierer vom Rechten Sektor in der Hrushevskoho kamen keine zusätzlichen Leute.

Klitschko, Jazenjuk und Tiahnybok hatten davor ein 3-stündiges Treffen mit dem Präsidenten.

Seitens des Präsidialamtes gab es darüber keine Verlautbarung.

Davor hatte der Präsident eine Erklärung abgegeben folgenden Inhaltes:

„I express deep regret over the death of people in the conflict provoked by political extremists. I express sincere condolences to the families of the deceased.

Once again I ask people not to yield to the calls of political radicals. It is still not too late to stop and resolve the conflict peacefully.

Once again I call on the opposition to sit down at the negotiating table and stop the confrontation.

I am against bloodshed, against the use of force, against kindling hatred and violence.

I call on people to return home. We must restore peace and stability in Ukraine.“

Auf dem Maidan machte Klitschko danach den Motherfucker und trumpfte so großmäulig auf wie Tiahnybok heute morgen.

Er schimpfte darüber, dass die Verhandlungen kein Ergebnis zeitigten. Man habe die Forderung gestellt, die Regierung müsse zurücktreten, Neuwahlen seien durchzuführen und die Gesetze vom 16.Januar müssten zurückgenommen werden, keine dieser Forderungen wolle der Präsident erfüllen.

Würde auf der für morgen angesetzten Fortsetzung der Gespräche Janukowitsch nicht zustimmen, werde die Opposition in die Offensive gehen. „„Ich appelliere an den Präsidenten: Sie können das Problem beheben.Vorgezogene Neuwahlen werden die Situation ohne Blut ändern, und wir werden unser Bestes tun, um dies zu erreichen,“ polterte unser Preisboxer.

Er rief die Sicherheitskräfte dazu auf, überzulaufen, dann würden sie von der neuen Regierung amnestiert werden.

Wichtigmacherisch definierte er ein Ultimatum von 24 Stunden.

Nun, zur Stunde sieht es auf dem Maidan so aus:

brnn ki 2

und in der Hrushevskoho so:

Brennend

 

Die Oppos verbreiten Gerüchte, die Zahl der Erschossenen sei nunmehr auf 5 angestiegen, die Pressestelle der Polizei sagt, sie könne nur 2 bestätigen, von denen einer mit einer Handfeuerwaffe, ein zweiter mit einem Scharfschützengewehr erschossen worden wäre.

Der Junge, von dem ich sprach, ein 22jähriger von Rechten Sektor, welcher von der Säule des Stadions gestürzt ist, von dem die Oppos behauptet hatten, er sei verstorben, lebt laut Krankenhausärzten und befindet sich in Behandlung.

Diverse EU-Führer ließen im Laufe des Tages ihr übliches Gequake vom Stapel.

Der Ex-Maoist Barroso äußerte: „Wir sind über die Ereignisse in der Ukraine besorgt und wir werden die Entwicklungen weiter genau verfolgen. Wir prüfen auch  mögliches Handeln der Europäischen Union und Konsequenzen für unsere Beziehungen.“ und „Die EU verfolgt auch mit Besorgnis die Situation mit den letzten Einschränkungen der Grundrechte, darunter Meinungsäußerung und Pressefreiheit“.

Ich habe keine Ahnung, wo der Einschränkungen der Meinungsäußerung und Pressefreiheit sieht, es gibt von jeder Fraktion duzende Webseiten, Internetsender, die Oppos haben einen eigenen Fernsehsender und Zeitungen.

Auch Steinmeier ließ ein paar Standardsätze vom Stapel: „In der Nacht sind aus der ukrainischen Hauptstadt schreckliche Bilder gekommen. Und die Nachricht über die Umslebengekommenen heute früh hat mich erschüttert. Wir appellieren an die beiden Seiten: die Gewalt werde das Problem nicht lösen“; er appelierte an die Regierung, sich der „Gewaltmethoden zu enthalten, die zu neuen Opfern führen könnten“. „Die Regierung ist verpflichtet, friedliche Demonstrierende zu schützen“.

Dass es davon gar keine Bilder gab, sondern die Affäre verbal kommuniziert wurde macht ja nichts, dafür hat Steinmeier eine schicke Frisur.

Die Typen vom Rechten Sektor verhalten sich ziemlich ziellos und zerstören blindlings und mutwillig den Platz vor dem Haupteingang des Dynamo-Stadions, sie bauen Barrikaden, ab und zu stürmt die Polizei, sie rennen weg, die Polizei zerlegt die Barrikaden und zieht sich zurück, die Hools bauen die Barrikaden neu.

Gegenwärtig haben sie einen Feuerkordon vom Stadioneingang über die Straße gelegt, den sie fleißig mit Autoreifen, Klamotten usw. füttern.

Eine Stunde nach dem Bild oben sieht es immernoch so aus:

222

Nachdem Tiahnybok heute nur heiße Luft abgelassen hat, ist anzunehmen, dass Klitschkos „Offensive“ auch nur heiße Luft ist.

Dass er am Vortag Tote angekündigt hatte und wie auf Bestellung undurchsichtige Todesfälle bekommen hat, ist allerdings sehr bedenklich.

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